Morphinsulfat-CT 10 mg Retardtabletten

Abbildung Morphinsulfat-CT 10 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Morphin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller CT Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N02AA01
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

CT Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
MST 30 mg Retard-Granulat Morphin Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Morphin-HCl Krewel 100 mg Retardtabletten Morphin Krewel Meuselbach GmbH
Sevredol 10mg Morphin Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Morphinsulfat PS Pharma 30 mg Retardtabletten Morphin Dopiopharm GmbH
MSIW 200 mg Krugmann Morphin Mundipharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

starken und stärksten Schmerzen

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Morphinsulfat-CT 10 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Morphin oder einem der sonstigen Bestandteile von Morphinsulfat-CT 10 mg sind
- bei bestehendem Darmverschluss (Ileus)
- bei unklaren akuten schmerzhaften Bauchbeschwerden (akutes Abdomen).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Morphinsulfat-CT 10 mg ist erforderlich bei
- Abhängigkeit von Opioiden
- Bewusstseinsstörungen
- Krankheitszuständen, bei denen eine Störung des Atemzentrums und der Atemfunktion vorliegt oder vermieden werden muss
- verändertem Herz (Cor pulmonale) infolge chronischer Überlastung des Lungenkreislaufes
- Zuständen mit erhöhtem Hirndruck
- niedrigem Blutdruck, verbunden mit geringer zirkulierender Blutmenge (Hypotension bei Hypovolämie)
- vergr√∂√üerter Vorsteherdr√ľse (Prostatahypertrophie) mit Restharnbildung (Gefahr der Blasenruptur (Riss der Harnblase) durch Harnverhalt)
- Harnwegsverengungen oder Koliken der Harnwege
- Gallenwegserkrankungen
- obstruktiven (mit Verengungen einhergehenden) und entz√ľndlichen Darmerkrankungen
- Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom)
- Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis)
- Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose)
- epileptischem Anfallsleiden oder erhöhter Neigung zu Krampfanfällen.
Die Anwendung von Morphin kann zur Entwicklung k√∂rperlicher Abh√§ngigkeit f√ľhren. Das Absetzen nach wiederholter Anwendung oder Anwendung eines Gegenmittels (Opiatantagonist) kann ein typisches Entzugsbild (Entzugssyndrom) ausl√∂sen.
Bei chronischen Schmerzpatienten ist das Risiko psychischer Abhängigkeit bei bestimmungsgemäßer Anwendung deutlich reduziert bzw. differenziert zu bewerten.
Morphinsulfat-CT 10 mg wird vor und innerhalb 24 Stunden nach Operationen nicht empfohlen (erh√∂htes Risiko f√ľr Darml√§hmungen oder Atemd√§mpfung).
Sollte bei Ihnen eine Erkrankung der Nebennierenrinde (z. B. Morbus Addison) bestehen, so wird Ihr Arzt die Konzentration des Nebennierenrindenhormons im Blut (Plasmakortisolkonzentration) kontrollieren und Ihnen gegebenenfalls entsprechende Medikamente (Kortikoide) verordnen.
Schwangerschaft
Da aus Tierstudien Hinweise auf Sch√§digungen der Nachkommen morphin-behandelter M√ľtter vorliegen, d√ľrfen Sie Morphinsulfat-CT 10 mg in der Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, dass Ihr behandelnder Arzt dies f√ľr zwingend notwendig erachtet und den Nutzen f√ľr Sie deutlich h√∂her einsch√§tzt als das Risiko f√ľr das Kind. Wegen der erbgutver√§ndernden Eigenschaften von Morphin sollte dieser Wirkstoff M√§nnern und Frauen im zeugungs- und geb√§rf√§higen Alter nur dann verabreicht werden, wenn eine wirksame Verh√ľtung sichergestellt ist.
Bei Neugeborenen wurden Entzugserscheinungen nach längerer Morphinanwendung während der Schwangerschaft beschrieben.
Stillzeit
Morphin wird in die Muttermilch ausgeschieden und kann beim Säugling wirksame Konzentrationen erreichen. Vom Stillen wird daher abgeraten.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Morphinsulfat-CT 10 mg kann die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug und gezielt reagieren.
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie z. B. Autofahren (siehe unten) können. Eine verstärkte Beeinträchtigung ist insbesondere bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol oder der Einnahme von Beruhigungsmitteln zu erwarten. Fahren Sie dann nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie dann keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie dann nicht ohne sicheren Halt!
Wichtige Warnhinweise √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Morphinsulfat-CT 10 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Morphinsulfat-CT 10 mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Morphinsulfat-CT 10 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Morphinsulfat-CT 10 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis
Die Dosierung von Morphinsulfat-CT 10 mg muss der Stärke der Schmerzen und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten angepasst werden.
Initial wird die Behandlung mit einem nicht retardierten Morphin (Tablette oder Lösung) begonnen, um diejenige Dosis zu ermitteln, mit der eine angemessene Schmerzkontrolle erzielt wird. Danach wird der Patient auf die entsprechende Tagesdosis Morphinsulfat-CT 10 mg umgestellt. Weiter bestehende Schmerzen (Durchbruchschmerzen) sind mit einer unretardierten Darreichungsform von Morphin (Tablette oder Lösung) zu behandeln.
Retardiertes Morphin wird in der Regel in einem 12-Stunden-Intervall eingenommen. Dabei hängt die Dosierung von der Schwere der Schmerzen sowie vom Alter des Patienten und dessen bisherigem Analgetikabedarf ab.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis bei
Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren:
1 Retardtablette Morphinsulfat-CT 10 mg 2-mal täglich (entsprechend 15 mg Morphin/Tag).
Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie bei Verdacht auf verzögerte Magen-Darm-Passage soll Morphinsulfat-CT 10 mg besonders vorsichtig dosiert werden.
√Ąltere Patienten:
Patienten im höheren Lebensalter (im Regelfall ab 75 Jahren) und Patienten mit schlechtem körperlichen Allgemeinzustand können empfindlicher auf Morphin reagieren. Daher ist darauf zu achten, dass die Dosiseinstellung vorsichtiger erfolgt und/oder längere Dosisintervalle zu wählen sind. Gegebenenfalls ist auf geringere Wirkstoffstärken auszuweichen.
Besondere Hinweise zur Dosiseinstellung:
Zur ersten Dosiseinstellung sollten schnell freisetzende Morphinzubereitungen genutzt werden. F√ľr eine Neueinstellung der Dosis kommen gegebenenfalls Darreichungsformen mit geringerem Wirkstoffgehalt zur Anwendung, eventuell auch zus√§tzlich zu einer bestehenden Therapie mit Retardtabletten.
Grundsätzlich sollte eine ausreichend hohe Dosis gegeben werden und gleichzeitig die im Einzelfall kleinste schmerzlindernd wirksame Dosis angestrebt werden.
Sollten Sie sich einer anderen zusätzlichen Schmerzbehandlung unterziehen (z. B. Operation, Plexusblockade), so wird nach dem Eingriff die Dosis neu einzustellen sein. Dies wird im gegebenen Fall durch Ihren Arzt geschehen.
Hinweise zur Dauer der Behandlung:
Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt in Abhängigkeit von den Schmerzbeschwerden.
Morphinsulfat-CT 10 mg sollte auf keinen Fall l√§nger als unbedingt notwendig angewendet werden. Wenn entsprechend Art und Schwere der Erkrankung eine l√§nger dauernde Schmerzbehandlung mit Morphinsulfat-CT 10 mg erforderlich erscheint, sollte eine sorgf√§ltige und in kurzen Abst√§nden regelm√§√üige √úberpr√ľfung erfolgen (gegebenenfalls durch Einlegen von Anwendungspausen siehe Abschnitt 3.5), ob und inwieweit ein medizinisches Erfordernis weiter besteht. Gegebenenfalls ist auf geeignetere Darreichungsformen auszuweichen.
Bei der Behandlung chronischer Schmerzen ist der Dosierung nach einem festen Zeitplan der Vorzug zu geben.
Die Retardtabletten sind unzerkaut, unzerkleinert und ungeteilt mit ausreichend Fl√ľssigkeit - unabh√§ngig von den Mahlzeiten - einzunehmen, wobei sich die Einnahme morgens und abends empfiehlt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Morphinsulfat-CT 10 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Morphinsulfat-CT 10 mg eingenommen haben als Sie sollten
Wenn Sie mehr Morphinsulfat-CT 10 mg als verordnet eingenommen haben, sollten Sie sofort den nächsten erreichbaren Arzt informieren.
Im Einzelnen k√∂nnen auftreten: enge Pupillen, Beeintr√§chtigung der Atmung bis zum Atemstillstand, Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma, Blutdruckabfall bis hin zum Schock, Steigerung der Herzfrequenz, Schwindel. Die √úberdosierung starker Opioide kann zu einem t√∂dlichen Ausgang f√ľhren.
Keinesfalls d√ľrfen Sie sich in Situationen begeben, die erh√∂hte Aufmerksamkeit erfordern, z. B. Autofahren.
Folgende Maßnahmen bei Überdosierung sind bis zum Eintreffen eines Arztes sinnvoll:
Wachhalten, Atembefehle geben, Atemhilfe.
Wenn Sie die Einnahme von Morphinsulfat-CT 10 mg vergessen haben
Wenn Sie eine geringere Dosis als vorgesehen von Morphinsulfat-CT 10 mg eingenommen oder die Einnahme ganz vergessen haben, so f√ľhrt dies zu einer mangelhaften bzw. fehlenden Schmerzlinderung. Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, so k√∂nnen Sie diese nachholen, wenn die n√§chste regul√§re Einnahme in mehr als 8 Stunden vorgesehen war. In so einem Fall k√∂nnen Sie Ihren √ľblichen Einnahmeplan beibehalten.
Ist der Zeitraum zur n√§chsten Einnahme k√ľrzer als 8 Stunden, nehmen Sie Morphinsulfat-CT 10 mg auch. In diesem Fall verschiebt sich aber ihr urspr√ľnglicher Einnahmeplan. Bitte sprechen Sie √ľber das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt. Grunds√§tzlich sollten Sie nicht h√§ufiger als alle 12 Stunden Morphinsulfat-CT 10 mg einnehmen. Keinesfalls sollten Sie die doppelte Einzeldosis einnehmen.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein , wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Morphinsulfat-CT 10 mg abbrechen
Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden wollen, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt √ľber die Gr√ľnde f√ľr die Unterbrechung und die weitere Behandlungsweise sprechen.
Bei längerer Anwendung von Morphinsulfat-CT 10 mg kann sich eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Ein plötzlicher Abbruch der Behandlung wird deshalb von Entzugserscheinungen begleitet sein. Dies können Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Angst, Spannungszustände, Unruhe, Verwirrtheit, Reizbarkeit, wiederkehrende Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Halluzinationen und Krampfanfälle sein.
Da das Risiko des Auftretens von Entzugserscheinungen bei plötzlichem Behandlungsabbruch größer ist, sollte die Dosierung beim Absetzen der Behandlung schrittweise verringert werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Morphinsulfat-CT 10 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Anwendung von Morphin und anderen zentral d.h. auf die Gehirnfunktion d√§mpfend wirkenden Arzneimitteln [ wie Arzneimittel gegen Angstst√∂rungen (Tranquilizer), gegen Depressionen (Antidepressiva), gegen psychische St√∂rungen (Neuroleptika), zur Narkose (An√§sthetika), gegen Schlafst√∂rungen (Hypnotika, Sedativa, Barbiturate), gegen Allergien oder Reisekrankheit (Antihistaminika/Antiemetika) oder andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide)] oder Alkohol kann zu einer Verst√§rkung der Nebenwirkungen von Morphin, insbesondere Beeintr√§chtigung der Atemfunktion, f√ľhren.
Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z. B. Psychopharmaka, Arzneimittel gegen Allergien, Erbrechen oder Parkinsonsche Krankheit) können anticholinerge Nebenwirkungen von Opioiden verstärken (z. B. Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen).
Durch Cimetidin (Mittel zur Behandlung von Magengeschw√ľren) und andere den Leberstoffwechsel belastende Arzneimittel k√∂nnen durch Hemmung des Abbaus erh√∂hte Konzentration im Blut von Morphin auftreten.
Morphinsulfat-CT 10 mg sollte nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern (Arzneimitteln, die gegen Depressionen wirken) verabreicht werden. Bei Gabe von MAO-Hemmstoffen innerhalb der letzten 14 Tage vor einer Gabe eines anderen Opioids (Pethidin) sind lebensbedrohende Wechselwirkungen beobachtet worden, die das Gehirn (Zentralnervensystem) sowie Atmungs- und Kreislauffunktion betrafen. Dieselben Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern sind bei Morphinsulfat-CT 10 mg nicht auszuschließen.
Durch Morphin kann die Wirkung von muskelentspannenden Arzneimitteln (Muskelrelaxantien) verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose) kann es zu einer Abschwächung der Morphinwirkung kommen.
Bei Einnahme von Morphinsulfat-CT 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
W√§hrend der Einnahme von Morphinsulfat-CT 10 mg d√ľrfen Sie keinen Alkohol trinken, da Alkohol die d√§mpfende Wirkung von Morphinsulfat-CT 10 mg deutlich verst√§rken kann.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Morphinsulfat-CT 10 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
seltenweniger als 1 bis 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Mögliche Nebenwirkungen:
Nervensystem
Morphin f√ľhrt dosisabh√§ngig zu einer Atemd√§mpfung und Beruhigung in unterschiedlichem Ausma√ü von leichter M√ľdigkeit bis zur Benommenheit.
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel.
Sehr selten: Zittern (Tremor), unwillk√ľrliches Muskelzucken, epileptische Krampfanf√§lle.
Insbesondere bei hoher Dosierung gesteigerte Schmerzempfindlichkeit, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Morphin anspricht.
Psychische Störungen
Morphin zeigt vielfältig psychische Nebenwirkungen, die hinsichtlich Stärke und Art individuell unterschiedlich (je nach Persönlichkeit und Behandlungsdauer) in Erscheinung treten.
Sehr häufig: Stimmungsveränderungen, meist gehobene (Euphorie) aber auch missmutige Verstimmung (Dysphorie).
H√§ufig: Ver√§nderungen der Aktiviertheit (meist D√§mpfung, aber auch Steigerungoder Erregungszust√§nde), Schlaflosigkeit und St√∂rungen im Denken und F√ľhlen (z. B. Denkst√∂rungen, Wahrnehmungsst√∂rungen/Halluzinationen, Verwirrtheit).
Sehr selten: Abhängigkeit (siehe auch Abschnitt 2.2), Verminderung der Libido oder Potenzschwäche.
Augen
Sehr selten: Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen und Augenzittern.
Pupillenverengung ist ein typischer Begleiteffekt.
Magen-Darm-Trakt
Dosisabhängig können Übelkeit und Mundtrockenheit auftreten.
Bei Dauerbehandlung ist Verstopfung ein typischer Begleiteffekt.
Häufig: Erbrechen (besonders zu Beginn der Behandlung), Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und Geschmacksveränderungen.
Selten: Erh√∂hung der Pankreasenzyme bzw. eine Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis).
Sehr selten: Darmverschluss, Bauchschmerzen.
Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Gallenkoliken.
Sehr selten: Erhöhung leberspezifischer Enzyme.
Nieren und Harnwege
Häufig: Störungen bei der Blasenentleerung.
Selten: Nierenkoliken.
Bewegungsapparat
Sehr selten: Muskelkrämpfe, Muskelstarre.
Atemwege
Selten: Krämpfe der Atemwegsmuskulatur (Bronchspasmen).
Sehr selten: Atemnot (Dyspnoe).
Bei intensivmedizinisch behandelten Patienten sind Wasseransammlungen in der Lunge, die nicht auf einer Störung der Herzfunktion beruhten, (nicht-kardiogen bedingte Lungenödeme) beobachtet worden.
Haut, allergische Reaktionen
Häufig: Schwitzen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht (Urticaria), Juckreiz (Pruritus).
Sehr selten: Andere Hautausschl√§ge (Exantheme) und Wasseransammlung im Gewebe (periphere √Ėdeme) - bilden sich nach Absetzen zur√ľck.
Es kann zu akuten allergischen Allgemeinreaktionen mit Blutdruckabfall und/oder Luftnot (anaphylaktische Reaktionen) kommen.
Herz-Kreislauf-System
Gelegentlich: Klinisch bedeutsamer Abfall als auch Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz.
Es können Gesichtsrötungen, Herzklopfen, allgemeine Schwäche bis hin zum Ohnmachtsanfall und Herzversagen auftreten.
Allgemeine Erkrankungen
Es kann zu einer Gewöhnung und eventuell zum Nachlassen der Wirksamkeit (Toleranzentwicklung) kommen.
Selten: Entzugserscheinungen.
Sehr selten: Schw√§che (Asthenie), Unwohlsein, Sch√ľttelfrost. Ausbleiben der Regelblutung. Zahnver√§nderungen, wobei jedoch ein urs√§chlicher Zusammenhang zur Morphin-Behandlung nicht hergestellt werden kann.
Hormonelle Störungen
Sehr selten: Es kann ein Syndrom der unangemessenen Freisetzung eines die Wasserausschwemmung steuernden Hormons ausgelöst werden (SIADH; Leitsymptom: Natriummangel (Hyponatriämie).
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie Anzeichen einer der oben geschilderten, schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, rufen Sie den n√§chst erreichbaren Arzt zu Hilfe. Bei anderen unerw√ľnschten Wirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt √ľber die weitere Behandlung.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

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Weitere Informationen

Worauf m√ľssen Sie noch achten?
Verstopfung ist unter einer Morphinbehandlung h√§ufig. Gerade wenn Sie vor Beginn der Einnahme schon Probleme mit dem Stuhlgang hatten, sollten Sie von Anfang an ein Abf√ľhrmittel nehmen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Männer im zeugungsfähigen und Frauen im gebärfähigen Alter:
Wegen der erbgutver√§ndernden Eigenschaften von Morphin sollte dieser Wirkstoff bei M√§nnern im zeugungsf√§higen bzw. Frauen im geb√§rf√§higen Alter nur dann verabreicht werden, wenn eine wirksame Verh√ľtung sichergestellt ist.
Kinder
Zur Anwendung von Morphinsulfat-CT 10 mg bei Kindern unter 12 Jahren liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor.
√Ąltere Menschen
Bei älteren Menschen ist Morphinsulfat-CT 10 mg besonders vorsichtig zu dosieren (siehe Abschnitt 3.2).
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Morphinsulfat-CT 10 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Morphinsulfat-CT 10 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.
Was Morphinsulfat-CT 10 mg enthält
Der Wirkstoff ist Morphinsulfat.
Jede Retardtablette enthält 10 mg Morphinsulfat entsprechend 7,5 mg Morphin.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Stearinsäure, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Macrogol 400, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid-x-H2O (E 172), Eisenoxide und -hydroxide (E 172)
Wie Morphinsulfat-CT 10 mg aussieht und Inhalt der Packung
Morphinsulfat-CT 10 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
CT Arzneimittel GmbH
Lengeder Str. 42a, 13407 Berlin
info@ct-arzneimittel.de
Hersteller
PS Pharma Service GmbH, Lise-Meitner-Straße 10, D-40670 Meerbusch
Tel.: 02159 / 91 44 30
Fax: 02159 / 91 44 45
Email:
Internet: www.pspharmaservice.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im
März 2010
CT Arzneimittel w√ľnscht Ihnen gute Besserung!
Versionscode: Z02

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Wirkstoff(e) Morphin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller CT Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N02AA01
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden