Morphinsulfat PS Pharma 200 mg Retardtabletten

Abbildung Morphinsulfat PS Pharma 200 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Morphin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller PS Marketing und Outsourcing GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.08.2011
ATC Code N02AA01
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

PS Marketing und Outsourcing GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Morphin-ratiopharm 10 mg Retardtabletten Morphin Ratiopharm GmbH
MST 30 mg Mundipharma Morphin Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
MST 100 mg Retard-Granulat Morphin Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ZYO-Morphinsulfat 1000 mg / 50 ml Infusionslösung Morphin TEVA GmbH
Morphinsulfat-GRY 30 mg Retardtabletten Morphin TEVA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Morphinsulfat F Pharma 200 mg ist ein stark wirkendes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Morphinsulfat PS Pharma 200 mg wird angewendet bei starken und stärksten Schmerzen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Morphinsulfat F Pharma 200 mg darf NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Morphin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Be- standteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei bestehendem Darmverschluss (Ileus),
  • bei unklaren akuten schmerzhaften Bauchbeschwerden (akutes Abdomen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Morphinsulfat F Pharma 200 mg einnehmen:

  • Morphinsulfat PS Pharma 200 mg bei Abh√§ngigkeit von Opioiden,
  • bei Bewusstseinsst√∂rungen,
  • bei Krankheitszust√§nden, bei denen eine St√∂rung des Atemzentrums und der Atemfunktion vorliegt oder vermieden werden muss (schwere Atemdepression, schwere chronisch- obstruktive Lungenerkrankung, schweres Bronchialasthma),
  • bei einer Ver√§nderung des Herzens infolge chronischer √úberlastung des Lungenkreislaufes (Cor pulmonale),
  • bei Zust√§nden mit erh√∂htem Hirndruck,
  • bei niedrigem Blutdruck, verbunden mit geringer zirkulierender Blutmenge (Hypotension bei Hypovol√§mie),
  • bei vergr√∂√üerter Vorsteherdr√ľse (Prostatahypertrophie) mit Restharnbildung wegen Gefahr der Blasenruptur (Riss der Harnblase) durch Harnverhalt,
  • bei Harnwegsverengungen oder Koliken der Harnwege,
  • bei Gallenwegserkrankungen,
  • bei obstruktiven (mit Verengungen einhergehenden) und entz√ľndlichen Darmerkrankungen,
  • bei Tumor der Nebenniere (Ph√§ochromozytom),bei Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis),
  • bei schwerer Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion,
  • bei schwerer Beeintr√§chtigung der Leberfunktion,
  • bei Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose),
  • bei epileptischem Anfallsleiden oder erh√∂hter Neigung zu Krampfanf√§llen.

Morphinsulfat F Pharma 200 mg wurde speziell so hergestellt, dass der Wirkstoff √ľber einen l√§ngeren Zeitraum abgegeben wird und Morphinsulfat PS Pharma 200 mg dadurch l√§nger wirkt. Morphinsulfat PS Pharma 200 mg darf daher nicht zerteilt, zerkaut oder zerrieben werden. Dieses w√ľrde zu einer

schnelleren Wirkstofffreisetzung und zu einer m√∂glicherweise t√∂dlichen Morphin-√úberdosierung f√ľhren (siehe unter ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Morphinsulfat F Pharma 200 mg eingenommen haben‚Ķ‚Äú).

Morphinsulfat F Pharma 200 mg darf nur geschluckt werden. Eine missbr√§uchliche Injektion der aufgel√∂sten Retardtablette (Einspritzen in ein Blutgef√§√ü) darf nicht vorgenommen werden, weil insbesondere der Bestandteil Talkum zu schwerwiegenden, m√∂glicherweise t√∂dlichen Ereignissen (z.B. zur Ver√§nderung des Lungengewebes - Lungengranulom) f√ľhren kann.

Die bedeutsamste Gef√§hrdung einer √úberdosierung von Opioiden ist eine Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression). Bei l√§ngerfristiger Anwendung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg kann es zur Entwicklung einer Gew√∂hnung (Toleranz) mit dem Erfordernis h√∂herer Dosen zum Erzielen des erw√ľnschten analgetischen Effektes kommen.

Die chronische Anwendung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg kann zu k√∂rperlicher (physischer) Abh√§ngigkeit f√ľhren, und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Morphin nicht mehr l√§nger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allm√§hlich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden.

Der Wirkstoff Morphin besitzt ähnlich wie andere stark wirksame Opioide (starke Schmerzmittel) ein Missbrauchspotenzial. Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit ist möglich. Daher ist Morphinsulfat F Pharma 200 mg von Patienten mit bestehendem oder ehemaligem Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Morphinsulfat F Pharma 200 mg wird vor und innerhalb 24 Stunden nach Operationen nicht empfohlen (erh√∂htes Risiko f√ľr Darml√§hmungen oder Atemd√§mpfung).

Eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) kann insbesondere in hoher Dosierung auftreten, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg anspricht. Ihr Arzt wird entscheiden, ob dann eine Dosisminderung oder ein Wechsel des Schmerzmittels (Opioids) erforderlich ist.

Sollte bei Ihnen eine Erkrankung der Nebennierenrinde (z.B. Morbus Addison) bestehen, so wird Ihr Arzt die Konzentration des Nebennierenrindenhormons im Blut (Plasmakortisolkonzentration) kontrollieren und Ihnen gegebenenfalls entsprechende Medikamente (Kortikoide) verordnen.

Worauf m√ľssen Sie noch achten

Verstopfung ist unter einer Morphinbehandlung h√§ufig. Gerade wenn Sie vor Beginn der Einnahme schon Probleme mit dem Stuhlgang hatten, sollten Sie von Anfang an ein Abf√ľhrmittel nehmen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Es ist möglich, dass der Tablettenkörper unverändert ausgeschieden wird und in Ihrem Stuhl erscheint. Da der wirksame Bestandteil (Morphin) bereits während der Magen-Darm-Passage freigesetzt wird und in Ihrem Körper die Wirkung entfalten kann, ist diese Beobachtung kein Anlass zu Besorgnis.

Kinder
F√ľr Kinder unter 12 Jahren ist Morphinsulfat PS Pharma 200 mg Mundipharma im Allgemeinen nicht geeignet, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist. Dar√ľber hinaus liegen zur Anwendung von Morphinsulfat PS Pharma 200 mg bei Kindern unter 12 Jahren keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor.

√Ąltere Menschen
Bei √§lteren Menschen ist Morphinsulfat F Pharma 200 mg besonders vorsichtig zu dosieren (siehe Abschnitt ‚ÄěWie ist Morphinsulfat PS Pharma 200 mg einzunehmen‚Äú).

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Einnahme von Morphinsulfat F Pharma 200 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Morphin und anderen zentral d.h. auf die Gehirnfunktion d√§mpfend wirkenden Arzneimitteln [wie Arzneimittel gegen Angstst√∂rungen (Tranquilizer), gegen Depressionen (Antidepressiva), gegen psychische St√∂rungen (Neuroleptika), zur Narkose (An√§sthetika), gegen Schlafst√∂rungen (Hypnotika, Sedativa, Barbiturate), Gabapentin, gegen Allergien oder Reisekrankheit (Antihistaminika/Antiemetika) oder andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide)] kann zu einer Verst√§rkung der Nebenwirkungen von Morphin, insbesondere Beeintr√§chtigung der Atemfunktion, f√ľhren.

Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z.B. Psychopharmaka, Arzneimittel gegen Allergien, Erbrechen oder Parkinsonsche Krankheit) können anticholinerge Nebenwirkungen von Opioiden verstärken (z.B. Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen).

Morphinsulfat F Pharma 200 mg sollte nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern (Arzneimitteln, die gegen Depressionen wirken) verabreicht werden. Bei Gabe von MAO-Hemmstoffen innerhalb der letzten 14 Tage vor einer Gabe eines anderen Opioids (Pethidin) sind lebensbedrohende Wechselwirkungen beobachtet worden, die das Gehirn (Zentralnervensystem) sowie Atmungs- und Kreislauffunktion betrafen. Dieselben Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern sind bei Morphinsulfat PS Pharma 200 mg nicht auszuschließen.

Durch Morphin kann die Wirkung von muskelentspannenden Arzneimitteln (Muskelrelaxantien) verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose) kann es zu einer Abschwächung der Morphinwirkung kommen.

Die gleichzeitige Anwendung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg und Beruhigungsmitteln wie Ben- zodiazepine oder verwandte Arzneimittel erh√∂ht das Risiko f√ľr Schl√§frigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten gibt. Wenn Ihr Arzt jedoch Morphinsulfat PS Pharma 200 mg zusammen mit sedierenden Arzneimitteln ver- schreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt wer- den.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte dar√ľber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.Einnahme von Morphinsulfat F Pharma 200 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getr√§nken und Alkohol

Die Einnahme von Alkohol w√§hrend der Behandlung mit Morphinsulfat F Pharma 200 mg kann zu verst√§rkter Schl√§frigkeit f√ľhren oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erh√∂hen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, w√§hrend der Einnahme von Morphinsulfat PS Pharma 200 mg keinen Alkohol zu trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden, darf Ihnen dieses Arzneimittel nicht gegeben werden, au√üer ihr Arzt ist √ľberzeugt, dass der m√∂gliche Nutzen die m√∂glichen Risiken √ľberwiegt. Wenn Sie dieses Arzneimittel w√§hrend der Schwangerschaft f√ľr l√§ngere Zeit anwenden, kann dies bedeuten, dass das Neugeborene Entzugserscheinungen aufweist.

Zeugungsf√§hige M√§nner und Frauen, die schwanger werden k√∂nnten, m√ľssen w√§hrend der Einnahme von Morphinsulfat F Pharma 200 mg eine zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethode anwenden.

Sie sollten w√§hrend der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht stillen, da bekannt ist, dass Morphin in die Muttermilch √ľbergeht.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Morphinsulfat F Pharma 200 mg kann die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug und gezielt reagieren.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie z.B. Autofahren (siehe unten) können. Eine verstärkte Beeinträchtigung ist insbesondere bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol oder der Einnahme von Beruhigungsmitteln zu erwarten. Fahren Sie dann nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen

Sie dann keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie dann nicht ohne sicheren Halt!

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Wie wird es angewendet?

WIE IST MORPHINSULFAT PS PHARMA 200 MG EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Morphinsulfat F Pharma 200 mg dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die Dosierung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg muss der Stärke der Schmerzen und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten angepasst werden.

Initial wird die Behandlung mit einem nicht retardierten Morphin (Tablette oder Lösung) begonnen, um diejenige Dosis zu ermitteln, mit der eine angemessene Schmerzkontrolle erzielt wird. Danach wird der Patient auf die entsprechende Tagesdosis Morphinsulfat F Pharma 200 mg umgestellt. Weiter bestehende Schmerzen (Durchbruchschmerzen) sind mit einer unretardierten Darreichungsform von Morphin (Tablette oder Lösung) zu behandeln.

Retardiertes Morphin wird in der Regel in einem 12-Stunden-Intervall eingenommen. Dabei hängt die Dosierung von der Schwere der Schmerzen sowie vom Alter des Patienten und dessen bisherigem Analgetikabedarf ab.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis bei

Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren:
1 Retardtablette Morphinsulfat F Pharma 200 mg 2-mal täglich (entsprechend 300 mg Morphin/Tag).

Morphinsulfat F Pharma 200 mg ist insbesondere zur Beherrschung von Tumorschmerzen f√ľr diejenigen Patienten gedacht, die Morphin tolerieren und eine Tagesdosis von mehr als 200 mg Morphin ben√∂tigen.

Hinweise zur Dauer der Behandlung

Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt in Abhängigkeit von den Schmerzbeschwerden.

Morphinsulfat F Pharma 200 mg sollte auf keinen Fall l√§nger als unbedingt notwendig angewendet werden. Wenn entsprechend Art und Schwere der Erkrankung eine l√§nger dauernde Schmerzbehandlung mit Morphinsulfat PS Pharma 200 mg erforderlich erscheint, sollte eine sorgf√§ltige und in kurzen Abst√§nden regelm√§√üige √úberpr√ľfung erfolgen (gegebenenfalls durch

Einlegen von Anwendungspausen siehe Abschnitt ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Morphinsulfat F Pharma 200 mg abbrechen‚Äú), ob und inwieweit ein medizinisches Erfordernis weiter besteht.

Gegebenenfalls ist auf geeignetere Darreichungsformen auszuweichen.

Bei der Behandlung chronischer Schmerzen ist der Dosierung nach einem festen Zeitplan der Vorzug zu geben.

Die Retardtabletten sind unzerkaut, unzerkleinert und ungeteilt mit ausreichend Fl√ľssigkeit - unabh√§ngig von den Mahlzeiten - einzunehmen, wobei sich die Einnahme morgens und abends empfiehlt.

Leber- oder Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie bei Verdacht auf verzögerte Magen- Darm-Passage soll Morphinsulfat F Pharma 200 mg besonders vorsichtig dosiert werden.

√Ąltere Patienten

Patienten im höheren Lebensalter (im Regelfall ab 75 Jahren) und Patienten mit schlechtem körperlichen Allgemeinzustand können empfindlicher auf Morphin reagieren. Daher ist darauf zu achten, dass die Dosiseinstellung vorsichtiger erfolgt und/oder längere Dosisintervalle zu wählen sind. Gegebenenfalls ist auf geringere Wirkstoffstärken auszuweichen.

Besondere Hinweise zur Dosiseinstellung

Zur ersten Dosiseinstellung sollten schnell freisetzende Morphinzubereitungen genutzt werden. F√ľr eine Neueinstellung der Dosis kommen gegebenenfalls Darreichungsformen mit geringerem Wirkstoffgehalt zur Anwendung, eventuell auch zus√§tzlich zu einer bestehenden Therapie mit Retardtabletten.

Grundsätzlich sollte eine ausreichend hohe Dosis gegeben und gleichzeitig die im Einzelfall kleinste schmerzlindernd wirksame Dosis angestrebt werden.

Sollten Sie sich einer anderen zusätzlichen Schmerzbehandlung unterziehen (z.B. Operation, Plexusblockade), so wird nach dem Eingriff die Dosis neu einzustellen sein. Dies wird im gegebenen Fall durch Ihren Arzt geschehen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Morphinsulfat F Pharma 200 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Morphinsulfat F Pharma 200 mg als verordnet eingenommen haben, sollten Sie sofort den nächsten erreichbaren Arzt informieren.

Im Einzelnen k√∂nnen auftreten: enge Pupillen, Beeintr√§chtigung der Atmung bis zum Atemstillstand, Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma, Blutdruckabfall bis hin zum Schock, Steigerung der Herzfrequenz, Krampfanf√§lle sowie Muskelsch√§digung bis hin zum Muskelzerfall (ggf. mit der Folge eines Nierenversagens). Es kann eine Lungenentz√ľndung (m√∂gliche Symptome: Atemnot, Husten und Fieber) auftreten, welche durch Einatmen von Erbrochenem oder festen Bestandteilen ausgel√∂st wird. Die √úberdosierung starker Opioide kann zu einem t√∂dlichen Ausgang f√ľhren.

Keinesfalls d√ľrfen Sie sich in Situationen begeben, die erh√∂hte Aufmerksamkeit erfordern, z.B. Autofahren.

Folgende Maßnahmen bei Überdosierung sind bis zum Eintreffen eines Arztes sinnvoll:

Wachhalten, Atembefehle geben, Atemhilfe.

Wenn Sie die Einnahme von Morphinsulfat F Pharma 200 mg vergessen haben

Wenn Sie eine geringere Dosis als vorgesehen von Morphinsulfat F Pharma 200 mg eingenommen oder die Einnahme ganz vergessen haben, so f√ľhrt dies zu einer mangelhaften bzw. fehlenden Schmerzlinderung. Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, so k√∂nnen Sie diese nachholen, wenn die n√§chste regul√§re Einnahme in mehr als 8 Stunden vorgesehen war. In so einem Fall k√∂nnen Sie Ihren √ľblichen Einnahmeplan beibehalten.

Ist der Zeitraum zur n√§chsten Einnahme k√ľrzer als 8 Stunden, nehmen Sie Morphinsulfat F Pharma 200 mg auch ein. In diesem Fall verschiebt sich aber ihr urspr√ľnglicher Einnahmeplan. Bitte sprechen Sie √ľber das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt. Grunds√§tzlich sollten Sie nicht h√§ufiger als alle 12 Stunden Morphinsulfat PS Pharma 200 mg einnehmen. Keinesfalls sollten Sie die doppelte Einzeldosis einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Morphinsulfat F Pharma 200 mg abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden wollen, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt √ľber die Gr√ľnde f√ľr die Unterbrechung und die weitere Behandlungsweise sprechen.

Bei längerer Anwendung von Morphinsulfat F Pharma 200 mg kann sich eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Ein plötzlicher Abbruch der Behandlung wird deshalb von Entzugserscheinungen begleitet sein. Dies können Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Angst, Spannungszustände, Unruhe, Verwirrtheit, Reizbarkeit, wiederkehrende Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Halluzinationen und Krampfanfälle sein.

Da das Risiko des Auftretens von Entzugserscheinungen bei plötzlichem Behandlungsabbruch größer ist, sollte die Dosierung beim Absetzen der Behandlung schrittweise verringert werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Morphin zeigt vielf√§ltige psychische Nebenwirkungen, die hinsichtlich St√§rke und Art individuell unterschiedlich (je nach Pers√∂nlichkeit und Behandlungsdauer) in Erscheinung treten k√∂nnen. Derartige Nebenwirkungen sind in der nachfolgenden Aufstellung aufgef√ľhrt.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Stimmungsver√§nderungen, meist gehobene (euphorische) Stimmung, aber auch missmutige Ver- stimmung
  • Pupillenverengung
  • Verstopfung (bei Dauerbehandlung)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Erbrechen (besonders zu Beginn der Behandlung), Verdauungsst√∂rungen
  • Allergische Reaktionen (√úberempfindlichkeitsreaktionen)
  • Appetitabnahme bis zum Appetitverlust
  • Ver√§nderungen der Aktiviertheit (meist verminderte Aktivit√§t, aber auch erh√∂hte Aktivit√§t oder √úbererregbarkeit), Schlaflosigkeit, Denkst√∂rungen, Wahrnehmungsst√∂rungen (z.B. Halluzinatio- nen), Verwirrtheitszust√§nde
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksst√∂rungen
  • Schwitzen, Quaddeln bzw. nesselartiger Hautausschlag (Urticaria), Juckreiz
  • Harnverhalt
  • Unwohlsein, Schw√§chegef√ľhl, M√ľdigkeit oder Ersch√∂pfung

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Pulsbeschleunigung, Pulsverlangsamung
  • Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • K√∂rperliche Abh√§ngigkeit mit Entzugssymptomen
  • Kr√§mpfe der Atemwegsmuskulatur
  • Erh√∂hung von Bauchspeicheldr√ľsenenzymen, Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis)
  • Gallenkoliken
  • Nierenkoliken

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Psychische Abh√§ngigkeit (siehe auch Abschnitt 2), Verminderung der Libido
  • Epileptische Krampfanf√§lle, Muskelzittern, unwillk√ľrliche Muskelzuckungen
  • Atemnot
  • Darmverschluss, Bauchschmerzen, Zahnerkrankungen, wobei jedoch ein urs√§chlicher Zusam- menhang zur Morphin-Behandlung nicht hergestellt werden kann
  • Syndrom der unangemessenen Freisetzung eines die Wasserausschwemmung steuernden Hor- mons (SIADH)
  • Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen und Augenzittern
  • Erh√∂hung der Leberwerte
  • Andere Hautausschl√§ge (z.B. Exantheme)
  • Muskelkr√§mpfe, Erh√∂hung der Muskelspannung
  • Erektionsst√∂rungen, Ausbleiben der Regelblutung
  • Sch√ľttelfrost, Wasseransammlung im Gewebe

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Akute allergische Allgemeinreaktionen wie pl√∂tzlich auftretende Atemprobleme, Schwellung der Haut und/oder Blutdruckabfall
  • (anaphylaktische Reaktionen)
  • Benommenheit, Sedierung (dosisabh√§ngig), Ohnmacht, Missempfindungen, gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie - siehe auch Abschnitt 2)
  • Drehschwindel
  • Herzklopfen, Herzversagen
  • Hitzegef√ľhl
  • verminderter Hustenreiz, Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression - eine dosisabh√§ngige Nebenwirkung), Wasseransammlungen in der Lunge (nach rascher Dosissteige- rung)
  • √úbelkeit, Mundtrockenheit (beides dosisabh√§ngig)
  • Toleranzentwicklung
  • Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mutter in der Schwangerschaft Morphinsulfat PS Pharma 200 mg angewendet hat (siehe Abschnitt 2 unter ‚ÄěSchwangerschaft, ‚Ķ‚Äú)

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

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Weitere Informationen

Was Morphinsulfat F Pharma 200 mg enthält:

Der Wirkstoff ist Morphinsulfat

1 Retardtablette enthält: 200 mg Morphinsulfat entsprechend 150 mg Morphin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Hypromellose, Stearinsäure, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Macrogol 400, Titandioxid (E 171).

Wie Morphinsulfat F Pharma 200 mg aussieht und Inhalt der Packung

Morphinsulfat F Pharma 200 mg sind runde wei√üe Retardtabletten, ungef√§hr 9 mm im Durchmesser, mit der Pr√§gung ‚Äě200‚Äú auf einer Tablettenseite.

Morphinsulfat F Pharma 200 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

F Marketing und Outsourcing GmbH

Lise-Meitner-Straße 10

40670 Meerbusch

Hersteller:

F Pharma Service GmbH,

Lise-Meitner-Straße 10

40670 Meerbusch

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2018.

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Wirkstoff(e) Morphin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller PS Marketing und Outsourcing GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.08.2011
ATC Code N02AA01
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden