Wirkstoff(e) Carbamazepin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.02.1992
ATC Code N03AF01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Tegretal 400mg retard Carbamazepin Novartis Pharma GmbH
Carbamazepin Desitin 600 mg Retardtabletten Carbamazepin Desitin Arzneimittel GmbH
Timonil Saft Carbamazepin Desitin Arzneimittel GmbH
Timonil 400 retard Carbamazepin Desitin Arzneimittel GmbH
Carbamazepin Sandoz 200 mg Retardtabletten Carbamazepin Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tegretal 200 mg retard enthält den Wirkstoff Carbamazepin. Es ist ein Arzneimittel zur Behandlung von epileptischen Anfallserkrankungen und anderen Anfallskrankheiten sowie bestimmten Schmerzzuständen sowie zur Vorbeugung bei bestimmten psychischen Störungen.

Tegretal 200 mg retard wird angewendet zur Behandlung von:

  • Epilepsien:
    Anf√§llen, die von einem umschriebenen Gebiet des Gehirns ausgehen (fokale Anf√§lle). Die Anf√§lle k√∂nnen ohne Bewusstseinsst√∂rungen (einfache partielle Anf√§lle) oder einhergehend mit Bewusstseinsst√∂rungen (komplexe partielle Anf√§lle, psychomotorische Anf√§lle) auftreten; beide Gehirnh√§lften betreffenden Anf√§llen (generalisierten Anf√§llen), insbesondere wenn sie urspr√ľnglich von einem umschriebenen Gebiet des Gehirns ausgehen (Schlaf-Grand-mal, diffuses Grand-mal);
    gemischten Epilepsieformen;
  • anfallsartig auftretenden Gesichtsschmerzen (Trigeminus-Neuralgie);
  • anfallsartigen Schmerzen unbekannter Ursache im Rachenraumbereich (genuine Glossopharyngeus-Neuralgie);
  • Schmerzzust√§nden bei Nervensch√§digungen durch Zuckerkrankheit (diabetische Neuropathie);
  • nichtepileptischen Anf√§llen bei Multipler Sklerose, wie z. B. Trigeminus-Neuralgie, tonischen Anf√§llen (Anf√§lle mit gleichm√§√üiger Muskelspannung), anfallsartigen Sprech- und Bewegungsst√∂rungen, Missempfindungen (paroxysmale Dysarthrie und Ataxie, paroxysmale Par√§sthesien) und Schmerzanf√§llen;
  • zur Anfallsverh√ľtung beim Alkoholentzugssyndrom;
  • zur Vorbeugung manisch-depressiver Phasen (bestimmter psychischer St√∂rungen mit Stimmungsschwankungen), wenn die Therapie mit Lithium versagt hat bzw. wenn Patienten unter Lithium schnelle Phasenwechsel erlebten und wenn mit Lithium nicht behandelt werden darf.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tegretal 200 mg retard darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Carbamazepin, strukturell verwandte Medikamente (z. B. trizyklische Antidepressiva, d. h. bestimmte Mittel gegen Depressionen) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile sind;
  • wenn Sie eine Knochenmarksch√§digung oder eine St√∂rung der Blutbildung im Knochenmark in der Vorgeschichte haben;
  • wenn Sie √úberleitungsst√∂rungen des Herzens (atrioventrikul√§rer Block) haben;
  • wenn Sie an bestimmten erblichen Stoffwechseldefekten (akuter intermittierender Porphyrie, Porphyria variegata, Porphyria cutanea tarda) leiden;
  • wenn Sie gleichzeitig mit einem Monoaminoxidase-Hemmer (Mittel gegen Depressionen) behandelt werden;
  • wenn Sie gleichzeitig mit Voriconazol (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen) behandelt werden, da es zum Therapieversagen dieses Medikamentes kommen kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn Sie unter Absencen (Bewusstseinstr√ľbungen) leiden, dann sollte bei Ihnen Tegretal 200 mg retard nicht angewendet werden, da dieses Medikament solche Anfallsformen hervorrufen bzw. bereits bestehende verst√§rken kann.

Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse), die m√∂glicherweise lebensbedrohlich sind, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Tegretal 200 mg retard berichtet. Diese zeigen sich anf√§nglich als r√∂tliche, schie√üscheibenartige oder kreisf√∂rmige Flecken (oft mit einer Blase in der Mitte) am K√∂rperstamm. Der Hautausschlag kann zu einer gro√üfl√§chigen Blasenbildung oder Abl√∂sung der Haut f√ľhren. Zus√§tzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind offene, schmerzende Stellen (Ulcera) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie ger√∂tete und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese m√∂glicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen werden oft von grippe√§hnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen) begleitet.

Das h√∂chste Risiko f√ľr das Auftreten dieser schweren Hautreaktionen besteht in den ersten Behandlungswochen. Wenn bei Ihnen ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von Tegretal 200 mg retard aufgetreten ist, d√ľrfen Sie nie wieder mit Tegretal 200 mg retard behandelt werden.

Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Teilen Sie ihm mit, dass Sie Tegretal 200 mg retard einnehmen.

Die beschriebenen schweren Hautreaktionen k√∂nnen bei Personen aus bestimmten asiatischen L√§ndern h√§ufiger auftreten. Wenn Sie zur Bev√∂lkerungsgruppe der Han-Chinesen oder Thail√§nder geh√∂ren, kann Ihr Arzt anhand eines Bluttests erkennen, ob Sie ein erh√∂htes Risiko f√ľr diese schweren Hautreaktionen haben. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob vor der Einnahme von Carbamazepin ein Bluttest erforderlich ist.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tegretal 200 mg retard einnehmen,

  • wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

    Erkrankungen der blutbildenden Organe (hämatologische Erkrankungen);

    • Zeichen einer ungew√∂hnlichen Empfindlichkeit (Hautausschlag oder andere Zeichen einer Allergie) auf Oxcarbazepin oder ein anderes Arzneimittel. Wenn Sie allergisch auf Carbamazepin reagieren, ist die Wahrscheinlichkeit etwa 25 %, dass Sie auch auf Oxcarbazepin allergisch reagieren;
    • gest√∂rter Natrium-Stoffwechsel;
    • Herz-, Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen, auch wenn Sie fr√ľher einmal daran gelitten haben (siehe ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú und ‚ÄěWie ist Tegretal 200 mg retard einzunehmen?‚Äú);
    • erh√∂hter Augeninnendruck (gr√ľner Star bzw. Glaukom) oder Beschwerden oder Schmerzen beim Wasserlassen; in diesem Fall sollten Sie sorgf√§ltig √ľberwacht werden;
    • myotone Dystrophie (degenerative Muskelerkrankung, bei diesen Patienten treten h√§ufig √úberleitungsst√∂rungen am Herzen auf).
  • wenn Sie fr√ľher bereits einmal eine Behandlung mit Carbamazepin abgebrochen haben.
  • wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine geistig-seelische Erkrankung mit dem Namen Psychose festgestellt hat, die von Verwirrungs- und √úbererregungszust√§nden begleitet sein kann.

Wenn Sie eine Frau im geb√§rf√§higen Alter sind, sollten Sie w√§hrend der Behandlung und f√ľr zwei Wochen nach der letzten Gabe eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden. Wenn Sie ein hormonales Kontrazeptivum (die ‚ÄěPille‚Äú) einnehmen, m√ľssen Sie wissen, dass Tegretal 200 mg retard diese unwirksam machen kann. Sie sollten eine andere oder eine zus√§tzliche nicht hormonale Verh√ľtungsmethode verwenden. So k√∂nnen Sie das Risiko einer ungew√ľnschten Schwangerschaft verringern.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt sofort, falls es zum Auftreten unregelmäßiger vaginaler Blutungen oder Schmierblutungen kommt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden. Ihr Arzt wird die m√∂glichen Risiken einer Einnahme von Tegretal 200 mg retard w√§hrend der Schwangerschaft mit Ihnen besprechen, denn es kann Sch√§digungen oder Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft‚Äú).

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Tegretal 200 mg retard behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Wenn etwas von dem oben Stehenden auf Sie zutrifft, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt dar√ľber. Sie d√ľrfen dann Tegretal 200 mg retard nur unter entsprechenden Vorsichtsma√ünahmen einnehmen.

Aufgrund der M√∂glichkeit einer erh√∂hten Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung) sollten Sie sich w√§hrend der Behandlung mit Tegretal 200 mg retard vor starker Sonnenbestrahlung sch√ľtzen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Wenn Sie bei sich Anzeichen wie Fieber, Halsschmerzen, allergische Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Lymphknotenschwellungen und/oder grippe√§hnliche Krankheitsbeschwerden, Geschw√ľre im Mund, Neigung zur Entstehung ‚Äěblauer Flecken‚Äú, punktf√∂rmige oder fl√§chige Hautblutungen feststellen, suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt auf.
  • Wenn Sie bei sich Anzeichen einer allergischen Reaktion feststellen, die mit Symptomen wie Fieber, Hautausschlag, Gef√§√üentz√ľndungen, Lymphknotenschwellung oder Gelenkschmerzen einhergehen kann, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder gehen Sie in die Notaufnahme des n√§chsten Krankenhauses (siehe ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • Wenn Sie feststellen, dass Sie h√§ufiger Krampfanf√§lle haben.
  • Wenn Sie bei sich Anzeichen einer Leberentz√ľndung wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, √úbelkeit, Gelbf√§rbung der Haut und/oder der Augen, Vergr√∂√üerung der Leber feststellen.
  • Wenn Sie Nierenprobleme in Verbindung mit einem niedrigen Natriumspiegel im Blut haben oder wenn Sie Nierenprobleme haben und gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Natriumspiegel im Blut senken (Diuretika wie Hydrochlorothiazid, Furosemid).
  • Wenn Sie aufgrund der Tegretal-Einnahme Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit, Blutdruckabfall, Verwirrtheit haben, die zu St√ľrzen f√ľhren k√∂nnen.

Kinder und Jugendliche

Tegretal 200 mg retard ist wegen des zu hohen Wirkstoffgehaltes und fehlender Erfahrung mit Retardtabletten f√ľr Kinder unter 6 Jahren ungeeignet.

√Ąltere Menschen
Bei älteren Patienten ist eine niedrigere Dosierung angezeigt.

Einnahme von Tegretal 200 mg retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Eine Behandlung mit MAO-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) muss mindestens 2 Wochen vor Beginn einer Behandlung mit Tegretal 200 mg retard abgeschlossen worden sein.

Beachten Sie bitte, dass die folgenden Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Beeinflussung der Plasmakonzentration anderer Arzneimittel durch Tegretal 200 mg retard Tegretal 200 mg retard kann die Aktivität bestimmter Leberenzyme erhöhen und dadurch die Plasmaspiegel anderer Arzneimittel senken.

Die Wirkung einiger anderer, gleichzeitig verabreichter Arzneimittel, die auf die gleiche Weise wie Carbamazepin abgebaut werden, kann deshalb abgeschwächt oder sogar aufgehoben werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Tegretal 200 mg retard ist die Dosierung folgender Wirkstoffe aus verschiedenen Anwendungsbereichen gegebenenfalls den klinischen Erfordernissen anzupassen:

  • Schmerzmittel, entz√ľndungshemmende Substanzen: Buprenorphin, Fentanyl, Methadon, Paracetamol (Langzeitanwendung von Carbamazepin und Paracetamol (Acetaminophen) kann zu einer Hepatotoxizit√§t f√ľhren), Phenazon, Tramadol
  • Arzneimittel gegen Parasiten: Praziquantel, Albendazol
  • Blutgerinnungshemmende Mittel: Warfarin, Phenprocoumon, Dicumarol, Acenocumarol, Rivaroxaban, Dabigatran, Apixaban, Edoxaban
  • Mittel zur Behandlung einer Depression: Bupropion, Citalopram, Mianserin, Nefazodon, Sertralin, Trazodon (anscheinend jedoch Verst√§rkung des depressionsl√∂senden Effekts)
  • Weitere Mittel zur Behandlung einer Depression (sog. trizyklische Antidepressiva): Imipramin, Amitryptilin, Nortryptilin, Clomipramin
  • Mittel gegen √úbelkeit und Erbrechen: Aprepitant
  • Antiepileptika, andere Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden: Clonazepam, Ethosuximid, Felbamat, Eslicarbazepin, Oxcarbazepin, Primidon, Lamotrigin, Tiagabin, Topiramat, Valproins√§ure, Zonisamid, Phenytoin (der Plasmaspiegel von Phenytoin kann erh√∂ht oder vermindert werden)
  • Mittel zur Behandlung von (systemischen) Pilzinfektionen: Caspofungin, Antimykotika vom Azoltyp: z. B. Itraconazol, Voriconazol. F√ľr Patienten, die mit Voriconazol oder Itraconazol behandelt werden, sind alternative Antikonvulsiva zu empfehlen.
  • Mittel gegen Viruserkrankungen/HIV: z. B. Indinavir, Ritonavir, Saquinavir
  • Angstl√∂sende Arzneimittel: Alprazolam, Midazolam, Clobazam
  • Arzneimittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen: Theophyllin
  • Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen: Digoxin, Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin, Cerivastatin, Ivabradin
  • Mittel zur Hemmung von Abwehrmechanismen nach Organtransplantationen, Immunsuppressivum: Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus, Everolimus
  • Kalzium-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Schwindel, Migr√§ne, Bluthochdruck): Felodipin, Flunarizin
  • Arzneimittel zur Schwangerschaftsverh√ľtung: hormonale Kontrazeptiva
  • Kortikosteroide: z. B. Prednisolon, Dexamethason
  • Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen: Haloperidol, Bromperidol, Clozapin, Olanzapin, Risperidon, Quetiapin, Ziprasonid, Zotepin (Beschleunigung des Abbaus), Aripiprazol, Paliperidon
  • Schilddr√ľsenhormone: Levothyroxin
  • Antibiotika: Rifabutin, Tetrazykline, z. B. Doxycyclin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen: Imatinib, Cyclophosphamid, Lapatinib, Temsirolimus
  • Sonstige: Chinidin (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen), √Ėstrogene (Hormone), Methylphenidat (Psychostimulans, Mittel zur Behandlung von Aufmerksamkeitsst√∂rungen), Progesteronderivate (Hormone), Propranolol (Beta-Blocker, blutdrucksenkendes Mittel)
  • Mittel zur Behandlung von Erektionsst√∂rungen: Tadalafil

Bei Einnahme eines hormonalen Kontrazeptivums (der ‚ÄěPille‚Äú) k√∂nnen unerwartete Durchbruchblutungen oder Schmierblutungen auftreten. Au√üerdem kann die Wirkung des hormonalen Kontrazeptivums w√§hrend der Behandlung mit Tegretal 200 mg retard abgeschw√§cht sein, d. h., es kann zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen. Deshalb sind in Absprache mit Ihrem Arzt andere wirksame, nicht hormonale Verh√ľtungsmethoden in Betracht zu ziehen (siehe oben ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Tegretal 200 mg retard kann den Plasmaspiegel von Bupropion (Arzneimittel zur Unterst√ľtzung der Raucherentw√∂hnung) senken und den Spiegel des Abbauproduktes Hydroxybupropion erh√∂hen und somit die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Bupropion verringern.

Verminderte Plasmakonzentration von Tegretal 200 mg retard durch andere Arzneimittel
Die Plasmaspiegel von Tegretal 200 mg retard können vermindert werden durch:

  • Antiepileptika, andere Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden: Felbamat, Methosuximid, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phensuximid, Phenytoin, Fosphenytoin, Primidon, Progabid und m√∂glicherweise (hier sind die Daten teilweise widerspr√ľchlich) Clonazepam, Valproins√§ure, Valpromid
  • Tuberkulosemittel: Rifampicin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, Antiasthmatika: Theophyllin, Aminophyllin
  • Mittel gegen Hauterkrankungen: Isotretinoin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen: Cisplatin, Doxorubicin
  • Sonstige: Johanniskraut (Hypericum perforatum, pflanzliches Mittel gegen depressive Verstimmungen)

Andererseits können die Plasmaspiegel des pharmakologisch wirksamen Abbauprodukts von Carbamazepin (Carbamazepin-10,11-epoxid) durch Valproinsäure sowie Primidon erhöht werden.

Durch gleichzeitige Gabe von Felbamat kann der Plasmaspiegel von Carbamazepin vermindert und der von Carbamazepin-10,11-epoxid erhöht werden, gleichzeitig kann der Felbamat-Spiegel gesenkt werden.

Aufgrund der wechselseitigen Beeinflussung, insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung mehrerer Antiepileptika, empfiehlt es sich, die Plasmaspiegel zu kontrollieren und die Dosierung von Tegretal 200 mg retard ggf. anzupassen.

Erhöhte Plasmakonzentration von Tegretal 200 mg retard durch andere Arzneimittel
Folgende Wirkstoffe können die Plasmakonzentrationen von Tegretal 200 mg retard erhöhen:

  • Schmerzmittel, entz√ľndungshemmende Substanzen: Dextropropoxyphen/Propoxyphen, Ibuprofen
  • Arzneimittel zur Hemmung des Sexualhormons Gonadotropin: Danazol
  • Antibiotika, Wirkstoffe zur Behandlung bakterieller Infektionen: Makrolidantibiotika (z. B. Erythromycin, Troleandomycin, Josamycin, Clarithromycin, Ciprofloxacin)
  • Mittel zur Behandlung einer Depression: Fluoxetin, Fluvoxamin, Nefazodon, Paroxetin, Trazodon, Viloxazin, m√∂glicherweise auch Desipramin
  • Antiepileptika, andere Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden: Stiripentol, Vigabatrin
  • Mittel zur Behandlung von (systemischen) Pilzinfektionen, Antimykotika vom Azoltyp wie z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Fluconazol, Voriconazol. F√ľr Patienten, die mit Voriconazol oder Itraconazol behandelt werden, sind alternative Antikonvulsiva zu empfehlen.
  • Mittel zur Behandlung von allergischen Reaktionen: Loratadin, Terfenadin
  • Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose: Isoniazid
  • Mittel gegen Viruserkrankungen/HIV, z. B. Ritonavir
  • Arzneimittel zur Behandlung des Glaukoms: Acetazolamid
  • Kalzium-Antagonisten (Wirkstoffe zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen): Diltiazem, Verapamil
  • Arzneimittel zur Muskelerschlaffung (Muskelrelaxanzien): Oxybutynin, Dantrolen
  • Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen: Loxapin, Olanzapin, Quetiapin
  • Gerinnungshemmende Mittel: Ticlopidin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Geschw√ľren: Omeprazol, m√∂glicherweise Cimetidin
  • Sonstige: Grapefruitsaft, Nicotinamid (Vitamin der B-Gruppe, in hoher Dosierung)

Erh√∂hte Plasmaspiegel von Tegretal 200 mg retard k√∂nnen zu den unter ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚ÄĚ genannten Symptomen (z. B. Schwindel, M√ľdigkeit, Gangunsicherheit, Doppeltsehen) f√ľhren. Wenn Sie solche Symptome bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt; er wird dann die Plasmaspiegel √ľberpr√ľfen und die Dosis n√∂tigenfalls ver√§ndern.

Weitere Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Anwendung von Tegretal 200 mg retard und Loxapin, Quetiapin (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen), Primidon, Progabid, Valproins√§ure, Valnoctamid und Valpromid (Antiepileptika, andere Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden) kann zu einer Erh√∂hung der Plasmaspiegel des wirksamen Abbauprodukts Carbamazepin-10,11-epoxid und damit zu den gleichen Nebenwirkungen wie eine zu hohe Dosierung von Tegretal 200 mg retard f√ľhren.

Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Levetiracetam kann die Toxizität von Carbamazepin erhöhen.

Die Leberschädlichkeit von Isoniazid (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose) kann durch Tegretal 200 mg retard erhöht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Tegretal 200 mg retard und Lithium (Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen), Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm- St√∂rungen) oder Neuroleptika (Haloperidol, Thioridazin: Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann das Auftreten neurologischer Nebenwirkungen beg√ľnstigen.

Bei Patienten, die mit Neuroleptika behandelt werden, kann Tegretal 200 mg retard auf der anderen Seite die Plasmaspiegel dieser Arzneimittel senken und dadurch eine Verschlechterung des Krankheitsbildes verursachen. Es kann daher vom Arzt auch eine Dosiserh√∂hung des jeweiligen Neuroleptikums f√ľr erforderlich gehalten werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass insbesondere die gleichzeitige Anwendung von Lithium (Arzneimittel zur Behandlung und Vorbeugung bestimmter geistig-seelischer Erkrankungen) und Tegretal 200 mg retard die das Nervensystem sch√§digende Wirkung beider Wirkstoffe verst√§rken kann. Daher ist eine sorgf√§ltige √úberwachung der Blutspiegel von beiden notwendig. Eine vorherige Behandlung mit Neuroleptika soll l√§nger als 8 Wochen zur√ľckliegen und auch nicht gleichzeitig erfolgen. Auf folgende Anzeichen ist zu achten: Unsicherer Gang (Ataxie), Zuckungen bzw. Zittern der Augen (horizontaler Nystagmus), gesteigerte Muskeleigenreflexe, Muskelzucken (Muskelfaszikulationen).

Die kombinierte Gabe von Tegretal 200 mg retard und einigen harntreibenden Mitteln (Hydrochlorothiazid, Furosemid) kann zu einem verminderten Gehalt des Blutserums an Natrium f√ľhren.

Die Wirksamkeit bestimmter Arzneimittel zur Muskelerschlaffung, die im Rahmen von Narkosen eingesetzt werden (nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien wie z. B. Pancuronium) kann durch Tegretal 200 mg retard beeintr√§chtigt werden. Dadurch ist eine raschere Aufhebung der neuromuskul√§ren Blockade m√∂glich. Patienten, die mit Muskelrelaxanzien behandelt werden, sollten diesbez√ľglich √ľberwacht und deren Dosierung ggf. erh√∂ht werden.

Die gleichzeitige Gabe von Tegretal 200 mg retard und direkt wirkenden oralen Antikoagulanzien (Rivaroxaban, Dabigatran, Apixaban und Edoxaban) kann zu reduzierten Plasmaspiegeln der direkt wirkenden oralen Antikoagulanzien f√ľhren. Weitere Details entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle:

Direkt wirkende orale Antikoagulanzien (NOAC)Empfehlungen f√ľr die gleichzeitige Anwendung von NOAC und Tegretal 200 mg retard
ApixabanIn der Prophylaxe ven√∂ser Thromboembolien (VTE) nach elektiven H√ľft- oder Kniegelenksersatzoperationen, in der Prophylaxe von Schlaganf√§llen und systemischen Embolien bei Patienten mit nicht-valvul√§rem Vorhofflimmern (NVAF) sowie in der Prophylaxe von rezidivierenden tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sollte die gleichzeitige Anwendung nur mit Vorsicht erfolgen. Bei der Behandlung von TVT und LE sollte die gleichzeitige Anwendung vermieden werden.
RivaroxabanDie gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden, es sei denn, der Patient wird engmaschig auf Zeichen und Symptome einer Thrombose √ľberwacht.
DabigatranDie gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden.
Edoxaban Die gleichzeitige Gabe sollte nur mit Vorsicht
erfolgen.
 

In der Literatur gibt es Hinweise darauf, dass die zus√§tzliche Einnahme von Carbamazepin bei vorbestehender Neuroleptika-Therapie das Risiko f√ľr das Auftreten eines sog. malignen neuroleptischen Syndroms (m√∂glicherweise lebensbedrohlicher Zustand mit Erh√∂hung der K√∂rpertemperatur und Steifigkeit der Muskulatur) oder eines Stevens-Johnson-Syndroms (schwere Hautreaktion) erh√∂ht.

Bei gleichzeitiger Gabe von Isotretinoin (Wirkstoff zur Akne-Behandlung) und Tegretal 200 mg retard sollten die Carbamazepin-Plasmaspiegel kontrolliert werden.

Die gleichzeitige Gabe von Tegretal 200 mg retard mit Paracetamol (schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel) kann die Bioverf√ľgbarkeit und damit die Wirksamkeit von Paracetamol vermindern.

Tegretal 200 mg retard scheint die Ausscheidung (Elimination) von Schilddr√ľsenhormonen zu verst√§rken und den Bedarf an diesen bei Patienten mit Schilddr√ľsenunterfunktion zu erh√∂hen. Deshalb sind bei diesen Patienten, die eine Substitutionstherapie erhalten, zu Beginn und am Ende einer Therapie mit Tegretal 200 mg retard die Schilddr√ľsenparameter zu bestimmen. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung der Schilddr√ľsenhormonpr√§parate vorzunehmen.

Die gleichzeitige Gabe von Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (depressionsl√∂sende Arzneimittel wie z. B. Fluoxetin) kann zu einem toxischen Serotonin-Syndrom f√ľhren.

Es wird empfohlen, Tegretal 200 mg retard nicht in Kombination mit Nefazodon (depressionsl√∂sendes Mittel) anzuwenden, da Tegretal 200 mg retard zu einer deutlichen Reduktion des Nefazodon- Plasmaspiegels bis hin zum Wirkungsverlust f√ľhren kann. Dar√ľber hinaus wird bei gleichzeitiger Einnahme von Nefazodon und Tegretal 200 mg retard der Carbamazepin-Plasmaspiegel erh√∂ht und der seines aktiven Abbauproduktes Carbamazepin-10,11-epoxid erniedrigt.

Durch gleichzeitige Einnahme von Carbamazepin und anderen Medikamenten, die eine kardiale √úberleitungsst√∂rung (Erregungsausbreitungsst√∂rungen am Herzen) verursachen k√∂nnen, wie Antiarrhythmika (Medikamente gegen Herzrhythmusst√∂rungen), zyklische Antidepressiva (depressionsl√∂sende Medikamente) oder Erythromycin (Antibiotikum), erh√∂ht sich das Risiko f√ľr kardiale √úberleitungsst√∂rungen.

Einnahme von Tegretal 200 mg retard zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Grapefruitsaft/ Grapefruit kann m√∂glicherweise die Plasmaspiegel von Carbamazepin erh√∂hen und unter Umst√§nden zu Nebenwirkungen f√ľhren.

Carbamazepin kann, wie andere auf das zentrale Nervensystem wirkende Stoffe, dazu f√ľhren, dass Sie nur noch wenig oder gar keinen Alkohol vertragen. Alkoholkonsum w√§hrend der Behandlung mit Tegretal 200 mg retard sollten Sie daher meiden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie ein hormonales Kontrazeptivum (die ‚ÄěPille‚Äú) einnehmen, m√ľssen Sie wissen, dass Tegretal 200 mg retard diese unwirksam machen kann. Sie sollten eine andere oder eine zus√§tzliche nicht hormonale Verh√ľtungsmethode verwenden, so lange Sie Tegretal 200 mg retard einnehmen und f√ľr zwei Wochen nach der letzten Gabe. So k√∂nnen Sie das Risiko einer ungew√ľnschten Schwangerschaft verringern.

Schwangerschaft
Carbamazepin darf w√§hrend der Schwangerschaft nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung durch den behandelnden Arzt verordnet werden. Bei Kinderwunsch sollten sich Frauen unbedingt vom Arzt beraten lassen und eine regelm√§√üige √§rztliche √úberwachung der Schwangerschaft sicherstellen. Wie f√ľr einige andere Antiepileptika wurden auch mit Carbamazepin Fehlbildungen unterschiedlicher Art beschrieben. Aus verschiedenen Studien ergibt sich ein auf 1 % erh√∂htes Risiko f√ľr Spaltbildungen der Wirbels√§ule (Spina bifida). Es ist bisher ungekl√§rt, in welchem Ma√ü die Behandlung mit Carbamazepin f√ľr die Fehlbildungen verantwortlich ist, da auch ein Zusammenhang mit der Grunderkrankung oder erblichen Faktoren nicht ausgeschlossen werden kann. Zur Fr√ľherkennung m√∂glicher Sch√§digungen der Frucht werden diagnostische Ma√ünahmen wie Ultraschall und alpha- Fetoprotein-Bestimmung empfohlen.

Carbamazepin sollte bei gebärfähigen Frauen und besonders während der Schwangerschaft wenn möglich als Monotherapie angewendet werden, da sich das Risiko von Fehlbildungen bei einer Kombinationstherapie mit anderen Antiepileptika erhöht.

Wenn unter einer Carbamazepin-Behandlung eine Schwangerschaft eintritt oder geplant wird oder wenn eine Behandlung mit Carbamazepin in der Schwangerschaft begonnen werden soll, muss Ihr Arzt die Notwendigkeit einer Anfallskontrolle sorgf√§ltig gegen das m√∂gliche Risiko f√ľr das ungeborene Kind abw√§gen. W√§hrend der f√ľr Fehlbildungen besonders anf√§lligen ersten drei Monate der Schwangerschaft und besonders zwischen dem 20. und 40. Tag nach der Befruchtung soll die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden, da Fehlbildungen wahrscheinlich durch hohe Plasmakonzentrationen des Wirkstoffs hervorgerufen werden. Eine √úberwachung der Plasmaspiegel wird empfohlen.

In keinem Fall sollten Sie die Einnahme ohne ärztlichen Rat abbrechen, da es bei epileptischen Anfällen zur Schädigung des Kindes kommen kann.

In der Schwangerschaft kann es zu einem Fols√§uremangel kommen. Antiepileptika k√∂nnen diesen verst√§rken. Der Fols√§uremangel kann ein zus√§tzlicher Faktor f√ľr die Entstehung von Fehlbildungen sein. Deshalb kann die Gabe von Fols√§ure vor und w√§hrend der Schwangerschaft sinnvoll sein. Zur Vermeidung von Blutgerinnungsst√∂rungen wird auch die vorbeugende Gabe von Vitamin K1 in den letzten Wochen der Schwangerschaft an die Mutter bzw. nach der Geburt an das Neugeborene empfohlen.

Stillzeit

Der Wirkstoff Carbamazepin tritt in die Muttermilch √ľber. Trotzdem ist in der Regel das Stillen w√§hrend der Behandlung m√∂glich. Der gestillte S√§ugling sollte jedoch auf m√∂gliche unerw√ľnschte Wirkungen hin beobachtet werden und wenn beim S√§ugling schlechte Gewichtszunahmen oder √ľberh√∂htes Schlafbed√ľrfnis (Sedation) oder allergische Hautreaktionen festgestellt werden, sollte abgestillt werden.

Fortpflanzungsfähigkeit
Es traten Einzelf√§lle sexueller Funktionsst√∂rungen auf, wie z. B. Impotenz oder verminderte Libido. Sehr selten wurde √ľber verminderte m√§nnliche Zeugungsf√§higkeit und/oder abnorme Spermienbildung berichtet.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bekannte zentralnerv√∂se Nebenwirkungen von Tegretal 200 mg retard, wie z. B. Schwindel, Benommenheit, M√ľdigkeit, verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, St√∂rung der Bewegungskoordination, zu Beginn der Behandlung, bei Dosissteigerung oder Einnahme h√∂herer Dosen und/oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer, ebenfalls am Zentralnervensystem angreifender Arzneimittel f√ľhren auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch zu Einschr√§nkungen der Fahrt√ľchtigkeit und der F√§higkeit, Maschinen zu bedienen.

Daher d√ľrfen Sie keine Kraftfahrzeuge f√ľhren, Maschinen bedienen oder andere gefahrvolle T√§tigkeiten ausf√ľhren. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol.

Tegretal 200 mg retard enthält Macrogolglycerolhydroxystearat

Macrogolglycerolhydroxystearat kann Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.

Tegretal 200 mg retard enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung ist individuell vom (Fach-)Arzt zu bestimmen und zu kontrollieren, wobei Anfallsfreiheit bei m√∂glichst niedriger Dosierung, besonders auch in der Schwangerschaft, angestrebt werden sollte. Ohne vorherige R√ľcksprache mit Ihrem Arzt d√ľrfen Sie keine Behandlungs- oder Dosis√§nderungen vornehmen, um den Behandlungserfolg nicht zu gef√§hrden.

Es empfiehlt sich ein stufenweiser (einschleichender) Aufbau der Dosierung bis zur optimal wirksamen Dosis.

Die Tagesdosis wird in der Regel in 1 bis 2 Einzelgaben verabreicht.

Der allgemeine Tagesdosisbereich liegt zwischen 400 und 1.200 mg Carbamazepin.

Eine Gesamttagesdosis von 1.600 mg Carbamazepin sollte in der Regel nicht √ľberschritten werden, da in h√∂heren Dosen vermehrt Nebenwirkungen auftreten.

Die Festlegung der therapeutischen Dosis sollte, insbesondere bei Kombinationstherapie, √ľber die Bestimmung der Plasmaspiegel und in Abh√§ngigkeit von der Wirksamkeit erfolgen. Der therapeutische Carbamazepin-Spiegel liegt erfahrungsgem√§√ü zwischen 4 und 12 Mikrogramm/ml.

Im Einzelfall kann die erforderliche Dosis erheblich von der angegebenen Anfangs- und Erhaltungsdosis abweichen (z. B. wegen Beschleunigung des Abbaus durch Enzyminduktion oder wegen Arzneimittelwechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente).

Tegretal 200 mg retard sollte zur Behandlung der Epilepsie bevorzugt allein (Monotherapie) angewendet werden. Die Behandlung ist von einem in der Epilepsie-Behandlung erfahrenen Facharzt zu √ľberwachen.

Bei Umstellung auf die Behandlung mit Tegretal 200 mg retard ist die Dosis des abzusetzenden Arzneimittels gegen Anfallsleiden schrittweise herabzusetzen.

Folgendes allgemeines Dosierschema wird zur Behandlung von epileptischen Anfallsleiden empfohlen:

Anfangsdosis täglich in mg (bzw. Zahl der Retardtabletten)Erhaltungsdosis täglich in mg (bzw. Zahl der Retardtabletten)
ErwachseneAbends 200 mg (1 Retardtablette)Morgens 200 bis 600 mg (1 bis 3 Retardtabletten) Abends 400 bis 600 mg (2 bis 3 Retardtabletten)
Kinder* 6 bis 10 JahreAbends 200 mg (1 Retardtablette)Morgens 200 mg (1 Retardtablette) Abends 200 bis 400 mg (1 bis 2 Retardtabletten)
11 bis 15 JahreAbends 200 mg (1 Retardtablette)Morgens 200 bis 400 mg (1 bis 2 Retardtabletten) Abends 400 bis 600 mg (2 bis 3 Retardtabletten)
> 15 Jahreentsprechendder Erwachsenendosis

Hinweis: F√ľr Kinder unter 6 Jahren stehen zur Initial- und Erhaltungsdosierung nicht retardierte Darreichungsformen zur Verf√ľgung (Suspension oder Tabletten). Die Verabreichung von Retardtabletten kann wegen unzureichender Erkenntnis nicht empfohlen werden. Empfohlene Maximaldosis: 6 bis 15 Jahre: 1.000 mg/Tag > 15 Jahre: 1.200 mg/Tag

Anfallsleiden (Epilepsie):

Im Allgemeinen sollte bei Erwachsenen die Anfangsdosis von 1 bis 2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 200 bis 400 mg Carbamazepin/Tag) langsam bis auf die Erhaltungsdosis von 4 bis 6 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 800 bis 1200 mg Carbamazepin/Tag) gesteigert werden.

Im Allgemeinen betr√§gt die Erhaltungsdosis f√ľr Kinder durchschnittlich 10 bis 20 mg Carbamazepin/kg K√∂rpergewicht/Tag.

Empfohlenes Dosierschema siehe oben.

Anfallsartig auftretende Gesichtsschmerzen (Trigeminus-Neuralgie), anfallsartige Schmerzen

unbekannter Ursache im Rachenraumbereich (genuine Glossopharyngeus-Neuralgie):

Die Tagesdosis ist von einer Anfangsdosis von 1 bis 2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 200 bis 400 mg Carbamazepin) bis zum Eintritt der Schmerzfreiheit durchschnittlich auf 2 bis 4 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 400 bis 800 mg Carbamazepin) ‚Äď verteilt auf 1 bis 2 Gaben ‚Äď zu erh√∂hen. Die Maximaldosis betr√§gt 1200 mg am Tag. Im Anschluss daran ist es bei einem Teil der F√§lle m√∂glich, die Behandlung mit einer geringeren Erhaltungsdosis von 2-mal t√§glich 1 Retardtablette Tegretal 200 mg retard (entsprechend 400 mg Carbamazepin) fortzusetzen.

Bei älteren und empfindlichen Patienten ist eine Anfangsdosis von 1-mal täglich 1 Retardtablette Tegretal 200 mg retard (entsprechend 200 mg Carbamazepin) morgens oder abends ausreichend.

Schmerzzustände bei Schädigungen der peripheren Nerven durch Zuckerkrankheit (diabetische

Neuropathie):

Die durchschnittliche Tagesdosis beträgt morgens 1 Retardtablette, abends 2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 600 mg Carbamazepin), in Ausnahmefällen bis zu 2-mal täglich

3 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 1.200 mg Carbamazepin).

Nichtepileptische Anfälle bei Multipler Sklerose:

Die durchschnittliche Tagesdosis beträgt 2-mal 1 bis 2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 400 bis 800 mg Carbamazepin).

Anfallsverh√ľtung w√§hrend der station√§ren Alkoholentzugssyndrom-Behandlung:

Die durchschnittliche Tagesdosis beträgt morgens 1 Retardtablette, abends 2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 600 mg Carbamazepin).

In schweren Fällen kann sie in den ersten Tagen bis auf 2-mal täglich 3 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 1.200 mg Carbamazepin) erhöht werden.

Die Kombination von Tegretal 200 mg retard mit sedativ-hypnotischen Mitteln (Beruhigungs-, Schlafmittel) wird nicht empfohlen. Entsprechend den klinischen Erfordernissen kann Tegretal 200 mg retard jedoch mit anderen in der Alkoholentzugsbehandlung eingesetzten Substanzen bei Bedarf kombiniert werden.

Es sind regelm√§√üige Kontrollen des Carbamazepin-Spiegels vorzunehmen. Wegen der zentralnerv√∂sen und vegetativen Nebenwirkungen (siehe zu Entzugserscheinungen Abschnitt ‚ÄěNebenwirkungen‚Äú) wird eine sorgf√§ltige klinische Beobachtung empfohlen.

Prophylaxe manisch-depressiver Phasen:

Die Anfangsdosis, die in der Regel auch als Erhaltungsdosis ausreichend ist, beträgt 1 bis

2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard täglich (entsprechend 200 bis 400 mg Carbamazepin). Gegebenenfalls kann die Dosis bis auf 2-mal 2 Retardtabletten Tegretal 200 mg retard (entsprechend 800 mg Carbamazepin) täglich erhöht werden.

Hinweis:
Bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Leber- und Nierenleiden sowie bei älteren Patienten ist eine niedrigere Dosierung angezeigt.

Art der Anwendung

Die Retardtabletten sind teilbar. Nehmen Sie die Retardtabletten bitte w√§hrend oder nach den Mahlzeiten mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Trinkwasser (200 ml)) ein.

In manchen Fällen hat sich die Verteilung der Tagesdosis auf 4 bis 5 Einzelgaben als besonders wirkungsvoll erwiesen. In diesen Fällen sind nicht verzögert freisetzende Darreichungsformen von Carbamazepin verzögert freisetzenden Darreichungsformen vorzuziehen.

Dauer der Anwendung

Die Anwendungsdauer richtet sich nach der jeweiligen Indikation und der individuellen Reaktion des Patienten und wird durch den behandelnden Arzt bestimmt.

Die antiepileptische Therapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie.

√úber die Einstellung, Behandlungsdauer und das Absetzen von Tegretal 200 mg retard sollte im Einzelfall ein in der Epilepsie-Behandlung erfahrener Facharzt entscheiden.

Im Allgemeinen ist eine Dosisreduktion und ein Absetzen der Medikation fr√ľhestens nach zwei- bis dreij√§hriger Anfallsfreiheit zu erw√§gen.

Das Absetzen muss in schrittweiser Dosisreduktion √ľber ein bis zwei Jahre erfolgen; Kinder k√∂nnen der Dosis pro kg K√∂rpergewicht entwachsen anstelle altersgem√§√üer Dosisanpassung, wobei sich der EEG-Befund nicht verschlechtern sollte.

Bei der Neuralgie-Behandlung hat es sich bew√§hrt, die Therapie mit einer f√ľr die Schmerzfreiheit gerade noch ausreichenden Erhaltungsdosis √ľber einige Wochen durchzuf√ľhren. Durch vorsichtige Dosisreduktion sollte festgestellt werden, ob es inzwischen zu einer Spontanremission gekommen ist. Beim Wiederauftreten von Schmerzattacken ist mit der urspr√ľnglichen Erhaltungsdosis weiterzubehandeln.

F√ľr die Behandlungsdauer der Schmerzzust√§nde bei diabetischer Neuropathie und der nichtepileptischen Anf√§lle bei Multipler Sklerose gilt das Gleiche.

Zur Anfallsverh√ľtung bei der Alkoholentzugssyndrom-Behandlung sollte die Therapie mit Tegretal 200 mg retard unter ausschleichender Dosierung nach 7 bis 10 Tagen beendet werden.

Die Prophylaxe manisch-depressiver Phasen ist eine Langzeit-Behandlung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Tegretal 200 mg retard zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Tegretal 200 mg retard eingenommen haben, als Sie sollten

Im Falle einer Überdosierung ist umgehend ärztliche Behandlung erforderlich.

Bei √úberdosierung mit Tegretal 200 mg retard k√∂nnen die unter ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú genannten unerw√ľnschten Symptome verst√§rkt in Erscheinung treten.

Zentrales Nervensystem
D√§mpfung des Nervensystems, Bewusstseinsst√∂rungen (Benommenheit, Schl√§frigkeit (Somnolenz), Starre (Stupor), Koma), Schwindel, Desorientiertheit, Unruhe, Erregung, Verwirrtheit, pl√∂tzliches Hitzegef√ľhl (Flushing), Halluzinationen, verschwommenes Sehen, unartikuliertes oder verwaschenes Sprechen, Augenzittern (Nystagmus), unsicherer Gang (Ataxie), St√∂rungen oder Fehlfunktionen von Bewegungsabl√§ufen (Dyskinesien), Reflexanomalien (zun√§chst gesteigerte, dann abgeschw√§chte Reflexe), Krampfanf√§lle des Gehirns (tonisch-klonische Konvulsionen), psychomotorische St√∂rungen, Muskelzuckungen (Myoklonien), Opisthotonus, unwillk√ľrliche Bewegungen, Zittern (Tremor), zu niedrige K√∂rpertemperatur (Hypothermie), weite Pupillen (Mydriasis), EEG-St√∂rungen

Atmungsorgane
Störungen der Atmung (Atemdepression), Wasser in der Lunge (Lungenödem), Blauverfärbung im Gesicht (Zyanose), Atemstillstand

Herz-Kreislauf-System
Erh√∂hter Herzschlag (Tachykardie), meist erniedrigter (hypotoner) Blutdruck, evtl. auch Bluthochdruck (Hypertonus), St√∂rungen der Erregungsausbreitung im Herzen (EKG-Ver√§nderungen, Arrhythmien, AV-Block), Synkopen, Herzstillstand, heftige Hautr√∂te mit Hitzegef√ľhl (Flushing)

Magen-Darm-Trakt
Übelkeit, Erbrechen, verzögerte Magenentleerung, verringerte Darmmotilität

Harntrakt, Geschlechtsorgane
Harnverhalten, verminderte oder ausbleibende Harnproduktion, Wasseransammlung im Körper

Laborbefunde
Verminderter Natriumgehalt des Blutserums (Hyponatriämie), möglicherweise Ansäuerung des Blutes, möglicherweise erhöhter Blutzucker (Hyperglykämie), erhöhte Muskel-Kreatinphosphokinase, erhöhte oder verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozytose, Leukopenie, Neutropenie),

Ausscheidung von Zucker mit dem Urin (Glykosurie), Erhöhung eines bestimmten Stoffwechselproduktes im Urin (Azetonurie)

Bei jedem Anwendungsfehler ist sofort ein Arzt zu informieren. Wurden hohe Dosen eingenommen, sind Notfallmaßnahmen einzuleiten (Einlieferung in ein Krankenhaus).

Ein spezifisches Gegenmittel bei akuten Vergiftungen mit Tegretal 200 mg retard gibt es bislang nicht. Die Behandlung einer Überdosierung mit Tegretal 200 mg retard ist abhängig von den auftretenden Krankheitszeichen und muss in der Regel im Krankenhaus erfolgen.

Wenn Sie die Einnahme von Tegretal 200 mg retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte nehmen Sie Ihr Medikament weiter so ein, wie es in seiner Anwendung vorgesehen ist.

Wenn Sie die Einnahme von Tegretal 200 mg retard abbrechen

Sie d√ľrfen auf keinen Fall die Behandlung mit Tegretal 200 mg retard eigenm√§chtig unterbrechen oder vorzeitig beenden. Sie k√∂nnen damit den Behandlungserfolg gef√§hrden und erneut epileptische Anf√§lle ausl√∂sen. Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn Unvertr√§glichkeiten oder eine √Ąnderung in Ihrem Krankheitsbild eintreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben:

Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt. Diese k√∂nnen fr√ľhe Anzeichen einer schweren Sch√§digung von Blut, Leber, Niere oder anderen Organen sein und m√ľssen m√∂glicherweise dringend medizinisch behandelt werden.

  • Beim Auftreten von grippe√§hnlichen Krankheitsbeschwerden, Fieber, Halsschmerzen, Hautausschlag, Geschw√ľren im Mund, Lymphdr√ľsenschwellung oder erh√∂hter Infektionsanf√§lligkeit (Anzeichen bestimmter Blutbildver√§nderungen, insbesondere einer Verringerung der wei√üen Blutk√∂rperchen)
  • Beim Auftreten von M√ľdigkeit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit bei k√∂rperlicher Belastung, Schwindel, bleichem Aussehen, h√§ufigen Infektionen, die zu Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Geschw√ľren im Mund f√ľhren, bei leichterem Auftreten von blauen Flecken als normal, Nasenbluten (Anzeichen bestimmter Blutbildver√§nderungen, insbesondere Panzytopenie)
  • Beim Auftreten von rotem, fleckigem Ausschlag haupts√§chlich im Gesicht und gleichzeitiger Ersch√∂pfung, Fieber, √úbelkeit, Appetitverlust (Anzeichen eines systemischen Lupus erythematodes)
  • Bei Gelbverf√§rbung der Haut oder des Wei√üen im Auge (Anzeichen von Hepatitis)
  • Bei Dunkelverf√§rbung des Urins (Anzeichen von Porphyrie oder Hepatitis)
  • Bei verminderter Harnausscheidung aufgrund von Nierenfunktionsst√∂rungen und bei Blut im Urin
  • Bei starken Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen, Appetitverlust (Anzeichen von Pankreatitis)
  • Bei Hautausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schen auf Lippen, Augen oder im Mund, Absch√§len der Haut und gleichzeitigem Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopfschmerzen, Husten, Schmerzen am ganzen K√∂rper (Anzeichen von schweren Hautreaktionen)
  • Bei Schwellung von Gesicht, Augen oder Zunge, Schwierigkeiten beim Schlucken, pfeifendem Atem, Nesselsucht oder Jucken am ganzen K√∂rper, Hautausschlag, Fieber, Bauchkr√§mpfen, Brustbeschwerden oder Enge um die Brust, Schwierigkeiten beim Luftholen, Bewusstlosigkeit (Anzeichen von Angio√∂dem oder schweren allergischen Reaktionen)
  • Bei Schlappheit, Verwirrtheit, Muskelzuckungen oder deutlicher Verschlechterung der Krampfanf√§lle (Symptome, die mit einem zu niedrigen Natriumspiegel im Blut zusammenh√§ngen k√∂nnen)
  • Bei Fieber, √úbelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, steifem Nacken und extremer Lichtempfindlichkeit (Anzeichen von Meningitis)
  • Bei Muskelsteifigkeit, hohem Fieber, Bewusstseinsver√§nderungen, hohem Blutdruck, starkem Speichelfluss (Anzeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms)
  • Bei unregelm√§√üigem Herzschlag und Brustschmerzen
  • Bei Bewusstseinsst√∂rungen und Ohnmacht
  • Bei Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber (Anzeichen einer Darmentz√ľndung). Die H√§ufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt*
  • Bei St√ľrzen aufgrund von Schwindel, Benommenheit, Blutdruckabfall, Verwirrtheit.

Mögliche weitere Nebenwirkungen:

Die beobachteten Nebenwirkungen treten bei alleiniger Verabreichung von Tegretal 200 mg retard (Monotherapie) seltener als bei gleichzeitiger Gabe anderer Antiepileptika (Kombinationstherapie) auf.

Ein Teil der Nebenwirkungen tritt dosisabhängig, vor allem zu Beginn der Behandlung, bei zu hoher Anfangsdosierung oder bei älteren Patienten sehr häufig oder häufig auf, so zentralnervöse Störungen (Schwindel, Kopfschmerzen, Gangstörungen, Schläfrigkeit, Sedierung, Erschöpfung, Doppeltsehen, Akkomodationsstörungen wie verschwommenes Sehen), Störungen im Magen-Darm-Bereich (Übelkeit, Erbrechen) und allergische Hautreaktionen.

Dosisabh√§ngige Nebenwirkungen klingen meist innerhalb einiger Tage von selbst oder nach vor√ľbergehender Dosisreduktion ab. Daher sollte Tegretal 200 mg retard m√∂glichst einschleichend

dosiert werden. Zentralnervöse Störungen können ein Zeichen einer relativen Überdosierung oder starker Schwankungen der Plasmaspiegel sein; daher empfiehlt es sich in diesen Fällen, die Plasmaspiegel zu bestimmen.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Nicht bekannt ist die Häufigkeit einer Reaktivierung einer Herpesvirus-Infektion (Dies kann schwerwiegend sein, wenn die Immunabwehr vermindert ist.).*

Blut- und Lymphsystem
Sehr h√§ufig treten Blutbildver√§nderungen wie verminderte Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukopenie) auf. Nach Literaturangaben tritt davon am h√§ufigsten eine gutartige Leukopenie, in etwa 10 % der F√§lle vor√ľbergehend, in 2 % anhaltend, auf. Eine gutartige Leukopenie tritt vor allem innerhalb der ersten vier Therapiemonate auf.

Häufig tritt eine vermehrte Anzahl einer bestimmten Form weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) oder eine verminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) auf.

Selten treten eine vermehrte Anzahl anderer weißer Blutkörperchen (Leukozytose) oder Lymphknotenschwellungen sowie ein Folsäuremangel auf.

Sehr selten treten bestimmte, zum Teil lebensbedrohende Blutzellschäden wie Agranulozytose, aplastische Anämie, Panzytopenie, Aplasie der roten Blutkörperchen, sowie andere Anämieformen (megaloblastär, möglicherweise hämolytisch), Retikulozytose sowie verschiedene Formen der Porphyrie (akute intermittierende Porphyrie, Porphyria variegata, Porphyria cutanea tarda) auf. Milzvergrößerung wurde sehr selten berichtet.

√úberempfindlichkeitsreaktionen
Gelegentlich treten verz√∂gerte, mehrere Organsysteme betreffende √úberempfindlichkeitsreaktionen mit Fieber, Hautausschlag, Gef√§√üentz√ľndung, Lymphknotenschwellung, Pseudolymphom, Gelenkschmerz, ver√§nderter Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukopenie, Eosinophilie), Vergr√∂√üerung von Leber und Milz, ver√§nderten Leberfunktionswerten und Lebererkrankungen mit Zerst√∂rung und Schwund der intrahepatischen Galleng√§nge auf. Diese Erscheinungen k√∂nnen in verschiedenen Kombinationen auftreten und auch andere Organe wie Lunge, Niere, Bauchspeicheldr√ľse oder Herzmuskel und Dickdarm betreffen.

Sehr selten wurde eine akute allergische Allgemeinreaktion und eine aseptische (nicht durch Bakterien und Viren ausgel√∂ste) Hirnhautentz√ľndung (Meningitis) mit Muskelzucken (Myoklonien) und Vermehrung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Eosinophilie), anaphylaktische (Schock-) Reaktionen und Schwellungen von Haut und Schleimh√§uten (Angio√∂deme) beobachtet.

Nicht bekannt ist die Häufigkeit eines Hautausschlags mit Blutbildveränderungen und systemischen Symptomen (Drug Rash with Eosinophilia and Systemic Symptoms).*

Stoffwechsel (Wasser- und Mineralhaushalt), Hormonstatus
H√§ufig tritt eine Wasseransammlung im Gewebe (√Ėdeme), verringerte Fl√ľssigkeitsausscheidung, Gewichtszunahme, Hyponatri√§mie (verminderter Natriumgehalt des Blutserums) und verminderte Plasmaosmolalit√§t auf, die selten zu Wasserintoxikation mit Lethargie, Erbrechen, Kopfschmerz, Verwirrtheitszust√§nden und anderen neurologischen St√∂rungen f√ľhren kann.

Sehr selten wird √ľber einen Anstieg des Prolaktinspiegels mit oder ohne klinische Symptome wie Anschwellen der m√§nnlichen Brustdr√ľsen (Gyn√§komastie) oder Milchfluss (Galakthorr√∂) berichtet. Die Schilddr√ľsenfunktionsparameter T3, T4, TSH und F4 k√∂nnen, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Arzneimitteln gegen Anfallsleiden, beeinflusst werden. Dabei treten meist keine klinischen Symptome auf.

Tegretal 200 mg retard kann den Serum-Kalziumspiegel durch beschleunigten Abbau des 25-OH- Cholecalciferols senken. Dies kann sehr selten zu einer Osteomalazie (Knochenerweichung) f√ľhren. Erh√∂hte Cholesterinspiegel, einschlie√ülich HDL-Cholesterin und Triglyzeride, k√∂nnen sehr selten auftreten, ebenso eine Erh√∂hung des freien Cortisols im Serum.

Carbamazepin kann den Fols√§urespiegel im Serum senken, dar√ľber hinaus gibt es Hinweise auf verminderte Vitamin-B12-Spiegel und erh√∂hte Homocystein-Spiegel im Serum unter Carbamazepin.

Psyche
Sehr h√§ufig k√∂nnen Benommenheit, Schwindel, M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Gang- und Bewegungsst√∂rung, gelegentlich Kopfschmerz, bei √§lteren Patienten Verwirrtheit und Unruhe (Agitation) auftreten.

Selten wurden Sinnestäuschungen (optische und akustische Halluzinationen), Stimmungsveränderungen wie Depression, depressive oder manische (mit gehobener Stimmungslage, Aggressionen einhergehende) Verstimmungen, Appetitlosigkeit, Ruhelosigkeit, aggressives Verhalten, Verwirrtheit und Unruhe (Agitation) beobachtet.

Sehr selten traten phobische Störungen (Angststörungen), Denkerschwernis und Antriebsverarmung auf. Unter der Behandlung mit Tegretal 200 mg retard können latente Psychosen (unterschwellige seelische Erkrankungen) aktiviert werden.

Nervensystem
Sehr h√§ufig k√∂nnen Benommenheit, Schwindel, M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Gang- und Bewegungsst√∂rungen und Ersch√∂pfung auftreten.

H√§ufig treten Kopfschmerzen, Doppelbilder sowie Akkommodationsst√∂rungen (z. B. verschwommenes Sehen), gelegentlich Augenbewegungsst√∂rungen, einhergehend mit Augenzittern (Nystagmus), unwillk√ľrliche Bewegungen (z. B. Zittern, Flattertremor, Ticks, Dystonie) auf.

Dar√ľber hinaus k√∂nnen selten Bewegungsst√∂rungen wie z. B. unwillk√ľrliche Bewegungen im Mund- Gesichtsbereich wie Grimassieren (orofaziale Dyskinesien), verschraubte Bewegungen (Choreoathetose) auftreten sowie Sprechst√∂rungen (Dysarthrie, verwaschene Sprache), Missempfindungen, Muskelschw√§che, Nervenerkrankungen (Polyneuropathie), Nervenentz√ľndung (periphere Neuritis, periphere Neuropathie) sowie L√§hmungserscheinungen (Paresen).

Sehr selten wurde √ľber Geschmacksst√∂rungen oder √ľber malignes neuroleptisches Syndrom berichtet.

Nicht bekannt ist die Häufigkeit von Gedächtnisverlust.*

Es gibt Hinweise darauf, dass Carbamazepin zu einer Verschlechterung der Symptome einer Multiplen Sklerose f√ľhren kann.

Wie bei Einnahme anderer Medikamente gegen Anfallsleiden auch, kann es unter Carbamazepin zu einer Anfallshäufung kommen; insbesondere Absencen (spezielle von beiden Hirnhälften ausgehende Anfallsform) können verstärkt oder neu auftreten.

Augen
Sehr selten treten Bindehautentz√ľndungen, Linsentr√ľbungen und erh√∂hter Augeninnendruck auf. Bei zwei Patienten wurde in Zusammenhang mit einer Carbamazepin-Langzeittherapie √ľber

Retinotoxizit√§t (Netzhautsch√§digung) berichtet, die nach Absetzen des Carbamazepins r√ľckl√§ufig war.

Ohr und Gleichgewichtsorgan
Sehr selten treten H√∂rst√∂rungen wie Ohrensausen (Tinnitus), √ľbersteigertes oder vermindertes H√∂rempfinden (Hyper- oder Hypoakusis) sowie √Ąnderung der Wahrnehmung von Tonh√∂hen auf.

Herz- und Kreislaufsystem
Gelegentlich treten Überleitungsstörungen am Herzen (AV-Block), in Einzelfällen mit Bewusstseinsverlust, sowie erhöhter oder zu niedriger Blutdruck auf.

Gelegentlich bis selten k√∂nnen eine Verlangsamung des Herzschlages (Bradykardie) und Herzrhythmusst√∂rungen, Kreislaufkollaps, Herzinsuffizienz, sowie Verschlechterung einer vorbestehenden koronaren Herzkrankheit auftreten. Dar√ľber hinaus wurden Venenentz√ľndung (Thrombophlebitis) und Blutgerinnsel (Thromboembolie) beobachtet.

Atmungsorgane
Sehr selten wurden √úberempfindlichkeitsreaktionen der Lunge mit Fieber, Atemnot, Lungenentz√ľndung (Pneumonitis, Pneumonie, Alveolitis) sowie Einzelf√§lle von Lungenfibrose in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben.

Magen-Darm-Trakt
Sehr h√§ufig treten √úbelkeit und Erbrechen, h√§ufig Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit, gelegentlich Durchfall oder Verstopfung auf. Selten wurde √ľber Bauchschmerzen, sehr selten √ľber Schleimhautentz√ľndungen im Mund-Rachen-Bereich (Stomatitis, Gingivitis, Glossitis) oder √ľber Pankreatitis berichtet.

Leber und Galle
Ver√§nderungen (Anstiege) von Leberfunktionswerten finden sich sehr h√§ufig bei gamma-GT, h√§ufig bei alkalischer Phosphatase, gelegentlich bei Transaminasen, selten treten Gelbsucht oder Leberentz√ľndungen (Hepatitis in unterschiedlicher Form: cholestatisch, hepatozellul√§r, granulomat√∂s, gemischt) und Lebererkrankungen mit Zerst√∂rung und Schwund der intrahepatischen Galleng√§nge auf. Selten kann, insbesondere innerhalb der ersten Therapiemonate, eine lebensbedrohliche akute Hepatitis oder Leberversagen eintreten.

Haut, Schleimhäute, Gefäßsystem
Sehr h√§ufig wird √ľber allergische, auch stark ausgepr√§gte, Hautreaktionen mit und ohne Fieber und Nesselsucht (Urtikaria) berichtet, gelegentlich √ľber Hautentz√ľndungen, bei denen sich die Haut oder die Schleimh√§ute schuppend abl√∂sen (exfoliative Dermatitis), den ganzen K√∂rper betreffende entz√ľndliche R√∂tung und Schuppung der Haut (Erythrodermie), selten √ľber schwere und m√∂glicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse) (siehe Abschnitt 2), Juckreiz (Pruritus) oder Lupus erythematodes disseminatus (Autoimmunerkrankung mit Gef√§√üentz√ľndung). Sehr selten treten Lichtempfindlichkeit (Photosensibilit√§t), Hautr√∂tungen mit scheiben- oder knotenf√∂rmigen Ver√§nderungen und Einblutungen (Erythema exsudativum multiforme et nodosum), kleinfleckige Hautblutungen (Purpura), Haarausfall, vermehrtes Schwitzen, Ver√§nderungen der Hautpigmentierung, Akne, Hirsutismus (vermehrte Behaarung vom m√§nnlichen Typ bei Frauen), Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis) auf. Nicht bekannt ist die H√§ufigkeit eines akuten generalisierten Hautausschlags (akute generalisierte exanthemische Pustulosis), eines Auftretens von violetten bis rot-violetten fleckf√∂rmigen Hautver√§nderungen, die m√∂glicherweise jucken, sowie die H√§ufigkeit eines Ausfalls der N√§gel.*

Bewegungsapparat
Selten wurde √ľber Muskelschw√§che, sehr selten √ľber Gelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgien) sowie Muskelkr√§mpfe berichtet. Nach Absetzen von Tegretal 200 mg retard verschwanden diese Erscheinungen.

Es wurden F√§lle von Verringerung der Knochendichte (Osteoporose bis hin zu Knochenbr√ľchen) berichtet. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Antiepileptika √ľber eine lange Zeit anwenden, wenn bei Ihnen eine Osteoporose festgestellt wurde oder wenn Sie gleichzeitig Kortison oder andere Steroidhormone einnehmen.

Harntrakt, Geschlechtsorgane

Gelegentlich treten St√∂rungen der Nierenfunktion auf wie z. B. Eiwei√üausscheidung im Urin (Albuminurie), Blut im Urin (H√§maturie), verminderte Harnproduktion (Oligurie) oder erh√∂hter Harnstoffstickstoff im Blut (Azot√§mie), sehr selten interstitielle Nephritis (Nierengewebsentz√ľndung) oder Nierenversagen oder andere Beschwerden beim Harnlassen (h√§ufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Wasserlassen, Drang zu h√§ufigem Wasserlassen ohne vermehrte Harnausscheidung (Pollakisurie), Harnverhalt).

Weiterhin traten sehr selten sexuelle Störungen, wie z. B. Impotenz, verminderte Libido, verminderte männliche Fruchtbarkeit und/oder veränderte Bildung von Samenzellen (verminderte Spermienzahl und/oder -beweglichkeit) auf.

Laboruntersuchungen
Sehr selten wurde eine Verringerung der Gammaglobuline im Blut (Hypogammaglobulinämie) festgestellt.

* Spontanmeldungen und Literaturf√§lle von Nebenwirkungen (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Im Rahmen von Erfahrungen nach Markteinf√ľhrung von Tegretal wurden Nebenwirkungen anhand von Spontanmeldungen und Literatur bekannt. Da die Meldungen freiwillig und von einer unbekannten Populationsgr√∂√üe erfolgten, ist die H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.

Sollten Sie eine oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdr√ľckpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú bzw. ‚ÄěVerw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Im Originalbeh√§ltnis lagern, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Tegretal 200 mg retard enthält

Der Wirkstoff ist: Carbamazepin.

Eine Retardtablette enthält 200 mg Carbamazepin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Cetylalkohol (Ph.Eur.), Croscarmellose-Natrium, Ethylcellulose, hochdisperses Siliziumdioxid (Ph.Eur.), Hypromellose, Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose (Ph.Eur.), Natriumdodecylsulfat (Ph.Eur.), Poly(ethylacrylat-co- methylmethacrylat) (2:1), Talkum (Ph.Eur.), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172), Eisen(III)- hydroxid-oxid (E 172).

Wie Tegretal 200 mg retard aussieht und Inhalt der Packung

Tegretal 200 mg retard sind beige-orange, ovale, leicht gew√∂lbte Tabletten mit einer Teilkerbe auf jeder Seite, auf einer Seite mit der Pr√§gung ‚ÄěH/C‚Äú, auf der anderen ‚ÄěC/G‚Äú. Die Tabletten k√∂nnen in gleiche H√§lften geteilt werden.

Tegretal 200 mg retard ist in Blister aus PVC/F/PVDC und Aluminium verpackt und in Packungen mit 50 Retardtabletten, 100 Retardtabletten und 200 (4 x 50) Retardtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Novartis Pharma GmbH 90327 N√ľrnberg Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653 Internet/E-Mail: www.novartis.de

Hersteller

Novartis Pharma GmbH

90327 N√ľrnberg

Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653

Internet/E-Mail: www.novartis.de

Novartis Farma S.p.A.

Via Provinciale Schito 131

80058 Torre Annunziata (NA)

Italien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im 12/2020.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Tegretal 200mg retard - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Carbamazepin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.02.1992
ATC Code N03AF01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

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