Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten

Abbildung Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Olmesartanmedoxomil Amlodipin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Menarini International Operations Luxembourg S.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 17.12.2008
ATC Code C09DB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten, Kombinationen

Zulassungsinhaber

Menarini International Operations Luxembourg S.A.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Amelior enthÀlt zwei Wirkstoffe, und zwar Olmesartanmedoxomil und Amlodipin (als Amlodipinbesilat). Beide tragen zur Senkung eines hohen Blutdrucks bei.

  • Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten“ genannt werden. Sie bewirken eine Senkung des Blutdrucks durch eine Entspannung der BlutgefĂ€ĂŸe.
  • Amlodipin gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die „Calciumkanalblocker“ genannt werden. Amlodipin unterbindet den Einstrom von Calcium in die WĂ€nde der BlutgefĂ€ĂŸe. Dadurch wird die Verengung der BlutgefĂ€ĂŸe unterbunden und somit der Blutdruck gesenkt.

Jeder der beiden Wirkstoffe trĂ€gt dazu bei, dass ein Verengen der BlutgefĂ€ĂŸe verhindert wird, so dass sich die BlutgefĂ€ĂŸe entspannen und der Blutdruck abnimmt.

Amelior wird angewendet zur Behandlung des Bluthochdrucks bei Patienten, deren Blutdruck weder durch Olmesartanmedoxomil noch durch Amlodipin allein ausreichend kontrolliert werden kann.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Amelior darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin oder eine besondere Gruppe von Calciumkanalblockern (den Dihydropyridinen) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    Wenn Sie vermuten, dass Sie allergisch sein könnten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Amelior einnehmen.
  • wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind (es wird empfohlen, Amelior auch in der frĂŒhen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthĂ€lt, behandelt werden.
  • wenn Sie starke Leberprobleme haben, wenn der Abfluss der GallenflĂŒssigkeit aus der Leber vermindert oder der Abfluss der GallenflĂŒssigkeit aus der Gallenblase verhindert ist (z. B. durch Gallensteine), oder wenn Sie Gelbsucht haben (GelbfĂ€rbung der Haut und der Augen).
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.
  • wenn Sie eine unzureichende Blutversorgung des Körpergewebes haben, die sich zum Beispiel durch niedrigen Blutdruck, langsamen Puls oder schnellen Herzschlag (Schock, einschließlich kardiogenem Schock) Ă€ußern kann. Als kardiogenen Schock bezeichnet man einen Schock, der durch schwere Herzprobleme verursacht wird.
  • wenn der Blutfluss von Ihrem Herzen behindert ist (z.B. aufgrund einer Verengung der Aorta [Aortenstenose]).
  • wenn Sie eine verminderte Pumpleistung des Herzens nach einem Herzanfall (akuter Herzinfarkt) haben, die sich durch Kurzatmigkeit oder Schwellung von FĂŒĂŸen und Knöcheln bemerkbar macht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amelior einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

  • einen ACE-Hemmer (z.B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
  • Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒberprĂŒfen.

Siehe auch Abschnitt „Amelior darf nicht eingenommen werden“.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unter folgenden gesundheitlichen Problemen leiden:

  • Nierenprobleme oder ein Nierentransplantat
  • Lebererkrankungen
  • HerzschwĂ€che, Probleme mit Ihren Herzklappen oder Ihrem Herzmuskel
  • starkes Erbrechen, Durchfall, bei hoch dosierter Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) oder wenn Sie eine salzarme DiĂ€t einhalten
  • erhöhte Kaliumspiegel in Ihrem Blut
  • Probleme mit Ihren Nebennieren (hormonproduzierende DrĂŒsen auf der Oberseite der Nieren)

VerstÀndigen Sie Ihren Arzt, wenn Sie starken anhaltenden Durchfall bekommen und dadurch erheblich an Gewicht verlieren.

Ihr Arzt wird Ihre Beschwerden beurteilen und entscheiden, wie Ihr Blutdruck weiter behandelt werden soll.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein ĂŒbermĂ€ĂŸiger Blutdruckabfall bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall fĂŒhren.

Ihr Arzt wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfĂ€ltig ĂŒberprĂŒfen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Die Einnahme von Amelior in der frĂŒhen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Amelior darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Amelior in diesem Stadium zu schweren SchĂ€digungen Ihres ungeborenen Kindes fĂŒhren kann (siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit").

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Die Anwendung von Amelior bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Einnahme von Amelior zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, einzunehmen/anzuwenden:

  • Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, da sie die Wirkung von Amelior verstĂ€rken können. Ihr Arzt muss unter UmstĂ€nden Ihre Dosierung anpassen und /oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen.
    Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Amelior darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • KaliumprĂ€parate, kaliumhaltige SalzersatzprĂ€parate, harntreibende Arzneimittel (Diuretika) oder Heparin (zur BlutverdĂŒnnung und VerhĂŒtung von Blutgerinnseln). Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit Amelior kann den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen.
  • Lithium (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und einigen Arten von Depressionen verwendet wird). Bei gleichzeitiger Einnahme mit Amelior ist das Risiko einer Lithiumvergiftung erhöht. Wenn Sie Lithium einnehmen mĂŒssen, wird Ihr Arzt Ihren Lithium- Blutspiegel ĂŒberprĂŒfen.
  • Nicht-steroidale entzĂŒndungshemmende Arzneimittel (NSARs, d. h. Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder andere Symptome von EntzĂŒndungen, einschließlich Arthritis) können bei gleichzeitiger Anwendung von Amelior das Risiko eines Nierenversagens erhöhen. Zudem kann die Wirkung von Amelior durch NSARs verringert werden.
  • Colesevelamhydrochlorid, ein Arzneimittel, das den Cholesterinspiegel in Ihrem Blut senkt, da die Wirkung von Amelior verringert sein kann. Ihr Arzt kann Ihnen empfehlen, Amelior mindestens 4 Stunden vor Colesevelamhydrochlorid einzunehmen.
  • bestimmte Antazida (Arzneimittel bei Magenverstimmung und Sodbrennen), da die Wirkung von Amelior leicht verringert werden kann.
  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS (z. B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir) oder zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol).
  • Diltiazem, Verapamil (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck).
  • Rifampicin, Erythromycin, Clarithromycin (Antibiotika), Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose oder anderen Infektionen.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel.
  • Dantrolen (eine Infusion zur Behandlung schwerer Störungen der Körpertemperatur).
  • Simvastatin ein Arzneimittel zur Senkung der Werte von Cholesterin und Fetten (Triglyzeriden) im Blut.
  • Tacrolimus, Sirolimus, Temsirolimus, Everolimus und Ciclosporin, Arzneimittel zur Beeinflussung Ihres Immunsystems, damit Ihr Körper ein transplantiertes Organ annehmen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Einnahme von Amelior zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Amelior kann mit den Mahlzeiten oder unabhĂ€ngig davon eingenommen werden. Schlucken Sie die Tabletten mit etwas FlĂŒssigkeit (z. B. mit einem Glas Wasser). Sie sollten Ihre tĂ€gliche Dosis möglichst um die gleiche Tageszeit nehmen, z. B. zum FrĂŒhstĂŒck.

Personen, die Amelior einnehmen, sollten keine Grapefruit essen und keinen Grapefruitsaft trinken, weil hierdurch der Blutspiegel des Wirkstoffs Amlodipin erhöht werden kann, was möglicherweise zu einer unvorhersehbaren VerstĂ€rkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Amelior fĂŒhrt.

Ältere Menschen

Sollten Sie ĂŒber 65 Jahre alt sein, wird Ihr Arzt bei jeder Dosiserhöhung Ihren Blutdruck regelmĂ€ĂŸig ĂŒberwachen, um sicherzustellen, dass Ihr Blutdruck nicht zu niedrig wird.

Patienten schwarzer Hautfarbe

Wie bei anderen vergleichbaren Arzneimitteln kann der blutdrucksenkende Effekt von Amelior bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Amelior vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Amelior in der frĂŒhen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Amelior darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Amelior in diesem Stadium zu schweren SchĂ€digungen Ihres ungeborenen Kindes fĂŒhren kann. Falls Sie schwanger werden, wĂ€hrend Sie Amelior einnehmen, informieren Sie bitte unverzĂŒglich Ihren Arzt und suchen ihn auf.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen möchten. Amlodipin geht in geringen Mengen in die Muttermilch ĂŒber. Amelior wird nicht zur Anwendung bei stillenden MĂŒttern empfohlen. Ihr Arzt kann eine andere Behandlung fĂŒr Sie wĂ€hlen, wenn Sie stillen möchten, insbesondere, wenn Ihr Kind neugeboren ist oder frĂŒhzeitig geboren wurde.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

WĂ€hrend der Behandlung eines hohen Blutdrucks können Sie sich mĂŒde fĂŒhlen, Übelkeit empfinden, oder Ihnen wird schwindelig, oder Sie bekommen Kopfschmerzen. Falls eine solche Wirkung auftritt, fĂŒhren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Symptome abgeklungen sind.

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Die empfohlene Dosis fĂŒr Amelior betrĂ€gt eine Tablette tĂ€glich.
  • Die Tabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhĂ€ngig davon eingenommen werden. Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit etwas FlĂŒssigkeit (z. B. mit einem Glas Wasser) ein. Die Tabletten dĂŒrfen nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden.
  • Sie sollten Ihre tĂ€gliche Dosis möglichst immer um die gleiche Tageszeit einnehmen, z. B. zum FrĂŒhstĂŒck

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Amelior eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Amelior eingenommen haben, als Sie sollten, kann Ihr Blutdruck zu niedrig werden, was sich in Form von SchwindelgefĂŒhl oder zu schnellem bzw. zu langsamem Puls Ă€ußern kann.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Amelior eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn ein Kind aus Versehen einige Tabletten geschluckt hat, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nĂ€chsten Krankenhauses in Verbindung und nehmen Sie die Arzneimittelpackung oder diese Gebrauchsinformation mit.

ÜberschĂŒssige FlĂŒssigkeit kann sich in Ihren Lungen ansammeln (Lungenödem) und Kurzatmigkeit, die sich bis zu 24-48 Stunden nach Einnahme entwickeln kann, verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von Amelior vergessen haben

Wenn Sie die tÀgliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nÀchsten Tag wie immer ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Amelior abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Amelior so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet. Über einen Abbruch der Einnahme sollte nur Ihr Arzt entscheiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Wenn Sie auftreten, sind sie oft leichter Natur und erfordern keinen Abbruch der Behandlung.

Obwohl die folgenden Nebenwirkungen nicht bei vielen Behandelten auftreten, können diese dafĂŒr aber schwerwiegend sein:

WÀhrend der Behandlung mit Amelior können allergische Reaktionen, die möglicherweise den ganzen Körper betreffen können, mit Schwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf gemeinsam mit Juckreiz und Ausschlag auftreten. Sollte dies eintreten, setzen Sie Amelior sofort ab und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Amelior kann bei empfindlichen Personen oder als Folge einer allergischen Reaktion eine zu starke Blutdrucksenkung auslösen. Dies kann starke Benommenheit oder Ohnmacht auslösen. Sollte dies eintreten, setzen Sie Amelior sofort ab, verstÀndigen Sie umgehend Ihren Arzt und legen Sie sich flach hin.

HĂ€ufigkeit nicht bekannt: Wenn bei Ihnen eine GelbfĂ€rbung des weißen Teils der Augen, dunkler Urin oder Juckreiz der Haut auftritt, auch wenn Sie Ihre Behandlung mit Amelior vor lĂ€ngerer Zeit begonnen haben, setzen Sie sich unverzĂŒglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, der Ihre Symptome beurteilen und ĂŒber die Fortsetzung Ihrer Blutdruckmedikation entscheiden wird.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Amelior

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

SchwindelgefĂŒhl; Kopfschmerzen; geschwollene Fußgelenke, FĂŒĂŸe, Beine, HĂ€nde oder Arme; MĂŒdigkeit.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

SchwindelgefĂŒhl beim Aufstehen; Kraftlosigkeit; Prickeln oder Taubheit von HĂ€nden oder FĂŒĂŸen; Drehschwindel; Herzklopfen; schneller Puls; niedriger Blutdruck mit Symptomen wie SchwindelgefĂŒhl und Benommenheit; schweres Atmen; Husten; Übelkeit; Erbrechen; Verdauungsstörungen; Durchfall; Verstopfung; Mundtrockenheit; Schmerzen im oberen

Bauchbereich; Ausschlag; KrĂ€mpfe; Schmerzen in den Beinen oder Armen; RĂŒckenschmerzen; erhöhter Harndrang; sexuelle Unlust; Erektionsstörungen; SchwĂ€che.

Einige VerÀnderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls beobachtet; dazu gehören:

erhöhte oder erniedrigte Kaliumspiegel im Blut; erhöhte Kreatininspiegel; Anstieg der HarnsÀure im Blut; Anstieg der Werte bei einem bestimmten Test zur Untersuchung der Leberfunktion (Gammaglutamyltransferase-Spiegel)

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

ArzneimittelĂŒberempfindlichkeit; Ohnmacht, Gesichtsröte und WĂ€rmegefĂŒhl im Gesicht, Quaddelbildung (Nesselsucht), Gesichtsschwellungen.

Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin allein berichtet wurden, aber nicht bei Amelior bzw. in einer höheren HÀufigkeit als bei Amelior berichtet wurden:

Olmesartanmedoxomil

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Bronchitis; Halsschmerzen; laufende oder verstopfte Nase; Husten; Bauchschmerzen; Magen-Darm- Grippe; Durchfall; Verdauungsstörungen; Übelkeit; Schmerzen in den Gelenken oder Knochen; RĂŒckenschmerzen; Blut im Urin; Harnwegsinfektionen; Schmerzen im Brustkorb; grippeĂ€hnliche Symptome; Schmerzen; VerĂ€nderungen in den Ergebnissen von Blutuntersuchungen wie erhöhte Blutfettwerte (HypertriglyceridĂ€mie); erhöhte Harnstoff- oder HarnsĂ€urewerte im Blut und Anstieg der Werte bei Tests zur Untersuchung von Leber- und Muskelfunktion.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen, d.h. der BlutplĂ€ttchen, was dazu fĂŒhren kann, dass Sie sehr leicht BlutergĂŒsse bekommen oder Wunden etwas lĂ€nger bluten als ĂŒblich; schnelle allergische Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen können und die sowohl Atemprobleme als auch einen schnellen Blutdruckabfall, der sogar bis zum Ohnmachtsanfall (anaphylaktische Reaktion) fĂŒhren kann, verursachen können; Brustenge (Schmerzen oder unangenehmes GefĂŒhl im Brustkorb, bekannt als Angina pectoris); Juckreiz; Hautausschlag; allergischer Hautausschlag (Rash); Hautausschlag mit Quaddeln; Schwellungen des Gesichtes; Muskelschmerzen; Unwohlsein.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Schwellung des Gesichts, des Mundes und/oder des Kehlkopfes (Stimmapparat); akutes Nierenversagen und Nierenfunktionsstörung; Antriebslosigkeit.

Amlodipin

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Ödeme (FlĂŒssigkeitsansammlung im Körper).

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Bauchschmerzen; Übelkeit; Schwellung der Fußgelenke; SchlĂ€frigkeitsgefĂŒhl; Gesichtsröte und WĂ€rmegefĂŒhl im Gesicht; Sehstörungen (einschließlich Doppeltsehen und verschwommenes Sehen); Herzklopfen; Durchfall; Verstopfung; Verdauungsstörungen; KrĂ€mpfe; SchwĂ€che; schweres Atmen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schlaflosigkeit; Schlafstörungen; Stimmungsschwankungen, einschließlich AngstgefĂŒhlen; Depressionen; Reizbarkeit; Zittern; GeschmacksverĂ€nderungen; Ohnmacht; OhrgerĂ€usche (Tinnitus); Verschlechterung einer Angina pectoris (Schmerz oder unangenehmes GefĂŒhl in der Brust); unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag; laufende oder verstopfte Nase; Haarausfall; rote Punkte oder Flecken auf der Haut aufgrund kleinster Blutungen (Purpura); HautverfĂ€rbungen; ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen; Hautausschlag; Juckreiz; Quaddelbildung (Nesselsucht); Schmerzen in den Muskeln oder Gelenken; Probleme beim Harnlassen; nĂ€chtlicher Harndrang; erhöhter Harndrang; VergrĂ¶ĂŸerung der Brust bei MĂ€nnern; Schmerzen im Brustkorb; Schmerzen; Unwohlsein; Gewichtszunahme oder -abnahme.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Verwirrtheit.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen, wodurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann; Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen, d.h. der BlutplĂ€ttchen, was dazu fĂŒhren kann, dass Sie sehr leicht BlutergĂŒsse bekommen oder Wunden etwas lĂ€nger bluten als ĂŒblich; Anstieg des Blutzuckerspiegels; erhöhte Muskelanspannung oder erhöhter Widerstand der Muskeln gegen Bewegung (Muskelhypertonie); Kribbeln oder TaubheitsgefĂŒhl der HĂ€nde oder FĂŒĂŸe; Herzanfall; EntzĂŒndung der BlutgefĂ€ĂŸe; EntzĂŒndung der Leber oder der BauchspeicheldrĂŒse; MagenschleimhautentzĂŒndung; Zahnfleischschwellung; erhöhte Leberenzymwerte; GelbfĂ€rbung der Haut und der Augen; erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut; allergische Reaktionen: Juckreiz, Ausschlag, Schwellung des Gesichts, des Mundes und/oder des Kehlkopfes (Stimmapparat), zusammen mit Juckreiz und Ausschlag; schwere Hautreaktionen mit starkem Hautausschlag, Quaddeln, Hautrötung am ganzen Körper, heftiger Juckreiz, Blasenbildung, AbschĂ€len und Schwellung der Haut, EntzĂŒndung von SchleimhĂ€uten (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), die manchmal sogar lebensbedrohlich sein können.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

Zittern, starre Haltung, maskenhaftes Gesicht, langsame Bewegungen und schlurfender, unausgewogener Gang.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Amelior enthÀlt

Die Wirkstoffe sind Olmesartanmedoxomil und Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Eine Filmtablette Amelior 20 mg/5 mg enthÀlt 20 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Eine Filmtablette Amelior 40 mg/5 mg enthÀlt 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Eine Filmtablette Amelior 40 mg/10 mg enthÀlt 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: vorverkleisterte MaisstÀrke, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses wasserfreies Siliciumdioxid, Croscarmellose-Natrium und Magnesiumstearat.

Film-Überzug: Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Talkum, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid gelb (E 172) (nur enthalten in Amelior 40 mg/5 mg und Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten), Eisen(III)- oxid rot (E 172) (nur enthalten in Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten)

Wie Amelior aussieht und Inhalt der Packung

Amelior 20 mg/5 mg Filmtabletten sind weiß, rund mit einseitiger PrĂ€gung "C73". Amelior 40 mg/5 mg Filmtabletten sind cremefarben, rund mit einseitiger PrĂ€gung "C75". Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten sind brĂ€unlich-rot, rund mit einseitiger PrĂ€gung "C77".

Amelior Filmtabletten sind erhÀltlich in OPA/Aluminium/PVC/Aluminium-Blisterpackungen mit 14, 28, 30, 56, 90, 98, 10 x 28 und 10 x 30 Filmtabletten und in Packungen mit 10 x 1, 50 x 1 und 500 x 1 Filmtabletten in perforierten Einzeldosis-Blistern.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Menarini International Operations Luxembourg S.A., 1, Avenue de la Gare, L-1611 Luxembourg, Luxemburg

Hersteller:

Daiichi Sankyo Europe GmbH, 85276 Pfaffenhofen/Ilm, Deutschland Berlin-Chemie AG, 12489 Berlin, Deutschland

Laboratorios Menarini, S.A., Alfons XII, 587, 08918 Badalona (Barcelona), Spanien

Medizinische Information in Österreich:

A. MENARINI Pharma GmbH, Wien

Unter Lizenz von Daiichi Sankyo Europe GmbH.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Forzaten 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Bulgarien: Tespadan 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Deutschland: Vocado 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Estland: Sanoral 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Frankreich: Axeler 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Griechenland: Orizal 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Irland: Konverge 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Italien: Bivis 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Lettland: Sanoral 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Litauen: Sanoral 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Luxemburg: Forzaten 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Malta: Konverge 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Niederlande: Belfor 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Österreich: Amelior 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Polen: Elestar 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Portugal: Zolnor 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
RumÀnien: Inovum 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Slowakei: Folgan 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Slowenien: Olectan 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Spanien: Balzak 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg

Tschechische Republik: Sintonyn 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg

Ungarn: Duactan 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg
Zypern: Orizal 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg, 40 mg/10 mg

Amelior 20 mg/5 mg Filmtabletten, Z.Nr.: 1-27894

Amelior 40 mg/5 mg Filmtabletten, Z.Nr.: 1-27895

Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten, Z.Nr.: 1-27896

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Juli 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Amelior 40 mg/10 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Olmesartanmedoxomil Amlodipin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Menarini International Operations Luxembourg S.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 17.12.2008
ATC Code C09DB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Pharmakologische Gruppe Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten, Kombinationen

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden