Captopril "ratiopharm" 50 mg - Tabletten

Abbildung Captopril "ratiopharm" 50 mg - Tabletten
Wirkstoff(e) Captopril
Zulassungsland Österreich
Hersteller ratiopharm
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C09AA01
Abgabestatus Abgabe durch einen GrosshÀndler mit Bewilligung / Genehmigung
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Zulassungsinhaber

ratiopharm

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Captopril „ratiopharm“ hemmt die Bildung eines körpereigenen, gefĂ€ĂŸverengenden Stoffes. Dadurch wirkt Captopril „ratiopharm“ gefĂ€ĂŸerweiternd. Es senkt einen erhöhten Blutdruck und verbessert die Herzleistung bei HerzschwĂ€che.

Captopril ”ratiopharm” kann die Komplikationen, die nach einem Herzinfarkt auftreten können, verringern. Captopril ”ratiopharm” kann eine weitere Verschlechterung der Nierenerkrankung im Rahmen einer Zuckerkrankheit, die die Gabe von Insulin erfordert, verzögern.

Captopril „ratiopharm“ eignet sich zur Behandlung von

  • Bluthochdruck,
  • chronischer HerzmuskelschwĂ€che in Kombination mit EntwĂ€sserungsmitteln und, wenn erforderlich, anderen herzkreislaufwirksamen Arzneimitteln (Digitalis, Betablocker),
  • Herzinfarkt:
    • Kurzzeitbehandlung (4 Wochen): bei kreislaufmĂ€ĂŸig stabilen Patienten innerhalb von 24 Stunden nach einem akuten Herzinfarkt.
    • Langzeitvorbeugung einer mit Beschwerden einhergehenden HerzmuskelschwĂ€che bei kreislaufmĂ€ĂŸig stabilen Patienten mit eingeschrĂ€nkter Herzfunktion ohne Beschwerden.
  • Nierenerkrankung bei Patienten mit insulinabhĂ€ngiger Zuckerkrankheit (diabetische Nephropathie bei Typ-I-Diabetikern)

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Captopril „ratiopharm“darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Captopril, einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder andere Ă€hnliche Wirkstoffe (ACE-Hemmer) sind
  • wenn nach Einnahme eines ACE-Hemmers schon einmal ein sogenanntes Angioödem

(Schwellung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Hals und/oder Kehlkopf, eventuell in Verbindung mit Schluckbeschwerden oder Atemnot) aufgetreten ist

  • wenn Sie an einem angeborenen Angioödem leiden bzw wenn dessen Ursache nicht bekannt ist.
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthĂ€lt, behandelt werden.
  • wenn Sie lĂ€nger als 3 Monate schwanger sind. Es ist auch besser, Captopril „ratiopharm“ in der frĂŒhen Schwangerschaft zu vermeiden – siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs/-GebĂ€rfĂ€higkeit“.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten oder an einer Allergie leiden,
  • noch andere Arzneimittel einnehmen – auch solche, die ohne Rezept in der Apotheke erhĂ€ltlich sind
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet – z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
    • Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒberprĂŒfen.

Siehe auch Abschnitt „Captopril „ratiopharm“ darf nicht eingenommen werden“.

Geben Sie unbedingt Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen). Captopril „ratiopharm“ wird in der frĂŒhen Schwangerschaft nicht empfohlen, und es darf nicht eingenommen werden, wenn Sie lĂ€nger als 3 Monate schwanger sind, da es Ihrem Baby in dieser Phase schweren Schaden zufĂŒgen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs/-GebĂ€rfĂ€higkeit“)

Wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden bzw. folgende UmstĂ€nde bei Ihnen vorliegen, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Dieser wird die nötigen Vorsichtsmaßnahmen treffen.

  • FlĂŒssigkeits- und/oder Salzmangel (z.B. infolge Durchfall, Erbrechen, salzarmer ErnĂ€hrung, Behandlung mit EntwĂ€sserungsmitteln, Dialyse)
  • HerzmuskelschwĂ€che
  • Angina pectoris (Durchblutungsstörung des Herzmuskels)
  • Durchblutungsstörung des Gehirns
  • Einengungen im Bereich der linken Herzkammer (Aorten- bzw. Mitralklappenverengung, bestimmte Erkrankung mit Verdickung des Herzmuskels)
  • Nierenfunktionsstörungen
  • beidseitige Einengung der Nierenschlagader bzw. Einengung der Nierenschlagader bei Einzelniere
  • Zuckerkrankheit
  • GefĂ€ĂŸbindewebserkrankungen (z. B. Sklerodermie)
  • Anwendung von kaliumsparenden EntwĂ€sserungsmitteln, KaliumprĂ€paraten, kaliumhaltigen Salzen; Arzneimitteln, die zu einem erhöhten Kalium-Blutspiegel fĂŒhren können (z.B. Heparin);
  • Einnahme von allopurinolhĂ€ltigen Mitteln gegen Gicht/erhöhten HarnsĂ€urespiegel; procainamidhĂ€ltigen Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen; Arzneimitteln, die die körpereigene Abwehrreaktion unterdrĂŒcken.

Unter folgenden UmstĂ€nden sollte die gleichzeitige Anwendung von Captopril „ratiopharm“ unterbleiben:

  • Verwendung bestimmter Dialysemembranen (High-Flux-Dialysemembranen)
  • Anwendung einer bestimmten Form der BlutwĂ€sche zur Entfernung von Blutfetten (LDL-Apherese mit Dextransulfat)
  • Behandlung zur AbschwĂ€chung der Überempfindlichkeit gegenĂŒber Insektengiften (Desensibilisierung)

Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, falls Sie sich solchen Behandlungen unterziehen mĂŒssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

  • Schwellung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Schleimhaut, Zunge und/oder Kehlkopf, Schluck- und/oder Atembeschwerden
  • Zeichen einer Infektion (wie Fieber, Lymphknotenschwellung und/oder HalsentzĂŒndung), die auf normale Behandlung nicht ansprechen
  • starke Schwindel- oder OhnmachtsanfĂ€lle
  • starke Bauchschmerzen (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen)
  • GelbfĂ€rbung von Haut und SchleimhĂ€uten
  • plötzliche, ungeklĂ€rte Hautreaktionen wie Hautausschlag, Hautbrennen, Hautrötung oder HautabschĂ€lung

In diesem Fall dĂŒrfen Sie Captopril „ratiopharm“ nicht weiter einnehmen und Ihr Arzt wird entsprechende Maßnahmen ergreifen.

WĂ€hrend der Behandlung mit Captopril „ratiopharm“ kann ein trockener Husten auftreten, der nach Absetzen der Behandlung wieder verschwindet.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe kann die blutdrucksenkende Wirkung von Captopril „ratiopharm“ schwĂ€cher sein als bei nicht-schwarzen Patienten.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch in der Zahnarztordination) stehen, teilen Sie Ihrem Narkosearzt mit, dass Sie Captopril „ratiopharm“ einnehmen, da es unter der Narkose zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Die Behandlung des Bluthochdruckes mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmĂ€ĂŸigen Ă€rztlichen Kontrolle. Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen unbedingt ein.

Einnahme von Captopril „ratiopharm“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen können auftreten mit:

  • kaliumsparenden EntwĂ€sserungsmitteln, KaliumprĂ€paraten oder kaliumhaltigen Salzersatzstoffen
  • anderen herzkreislaufwirksamen Mitteln (blutdrucksenkende Arzneimittel, EntwĂ€sserungsmittel, procainamidhĂ€ltige Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Nitroglycerin und andere Nitrate, gefĂ€ĂŸerweiternde Mittel, Sympathomimetika [z.B.: Adrenalin, Noradrenalin])
  • Mitteln gegen depressive Erkrankungen einschließlich Lithium
  • Mitteln gegen Psychosen (schwere psychische Störungen wie z.B.: Schizophrenie)
  • bestimmten schmerz- und entzĂŒndungshemmenden Arzneimitteln (nichtsteroidale Antirheumatika)
  • allopurinolhĂ€ltigen Mitteln gegen Gicht/erhöhten HarnsĂ€urespiegel
  • Arzneimitteln, die das Wachstum von Tumoren hemmen
  • Arzneimitteln, die die körpereigene Abwehrreaktion unterdrĂŒcken
  • blutzuckersenkenden Arzneimitteln (einschließlich Insulin)

Captopril kann bestimmte Laborergebnisse beeinflussen (falsch positiver Urintest auf Aceton). Informieren Sie daher den Arzt ĂŒber die Einnahme von Captopril „ratiopharm“.

Ihr Arzt muss unter UmstĂ€nden Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „Captopril „ratiopharm“ darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/GebÀrfÀhigkeit

Schwangerschaft

Geben Sie unbedingt Ihrem Arzt Bescheid,, wenn Sie glauben, dass sie schwanger sind (oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen). Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise raten, die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ zu beenden, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und wird Ihnen ein anderes Medikament statt Captopril „ratiopharm“ verschreiben. Captopril „ratiopharm“ wird in der frĂŒhen Schwangerschaft nicht empfohlen und es darf gar nicht eingenommen werden, wenn Sie lĂ€nger als 3 Monate schwanger sind, da es Ihrem Baby in dieser Phase schwere SchĂ€den zufĂŒgen kann.

Stillzeit

Geben Sie Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen möchten. Captopril „ratiopharm“ wird fĂŒr stillende MĂŒtter nicht empfohlen.

Das Stillen von Neugeborenen (erste Wochen nach der Geburt) und speziell von FrĂŒhgeborenen wird, wĂ€hrend der Einnahme von Captopril „ratiopharm“ nicht empfohlen

Im Falle von Ă€lteren Babys sollte Ihr Arzt Sie ĂŒber Nutzen und Risiken bei der Einnahme von Captopril „ratiopharm“ wĂ€hrend der Stillzeit im Vergleich zu anderen Therapien beraten.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und die VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Dies beruht jedoch auf der individuellen Empfindlichkeit und gilt insbesondere fĂŒr den Beginn der Behandlung oder bei Änderung der Dosis und auch in Verbindung mit Alkohol. Sie sollten daher beobachten, wie Sie auf die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ reagieren, bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Captopril „ratiopharm“ enthĂ€lt Lactose (Milchzucker).

Bitte nehmen Sie Captopril „ratiopharm“ daher erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Captopril „ratiopharm“ immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Die empfohlene Anfangsdosis betrĂ€gt 25 bis 50 mg tĂ€glich auf zwei Gaben verteilt. Um den angestrebten Blutdruck zu erreichen, kann der Arzt die Dosis im Abstand von mindestens 2 Wochen je nach Notwendigkeit schrittweise auf 100 - 150 mg/Tag, auf zwei Gaben verteilt, steigern. Ihr Arzt wird Ihnen Captopril „ratiopharm“ alleine oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, insbesondere mit EntwĂ€sserungsmitteln (unter UmstĂ€nden nur einmal tĂ€glich), verordnen. Bei Patienten mit FlĂŒssigkeitsmangel, Bluthochdruck infolge Nierenschlagaderverengung oder HerzmuskelschwĂ€che wird der Arzt die Behandlung unter engmaschiger Überwachung einleiten und anfĂ€nglich eine Dosis von 6,25 mg oder 12,5 mg zweimal tĂ€glich verordnen. Im weiteren Verlauf wird der Arzt die Dosis allmĂ€hlich auf 50 mg pro Tag und, falls nötig, auf 100 mg pro Tag in ein oder zwei Dosen erhöhen.

Der Arzt wird die Behandlung unter engmaschiger Überwachung einleiten. Die Anfangsdosis betrĂ€gt normalerweise 6,25 mg-12,5 mg zweimal oder dreimal tĂ€glich.

Der Arzt wird die Dosis schrittweise - in AbstÀnden von mindestens 2 Wochen - erhöhen, um die Wirkung auf Ihren Blutdruck zu ermitteln. Je nachdem wie Sie auf die Behandlung ansprechen betrÀgt die Erhaltungsdosis 75 bis maximal 150 mg tÀglich in geteilten Gaben.

Sobald sich Ihr Zustand stabiliert hat, wird die Behandlung mit Captopril „ratiopharm“ im Krankenhaus so schnell wie möglich begonnen. Nach einer Anfangsdosis von 6,25 mg wird der Arzt zwei Stunden spĂ€ter eine Dosis von 12,5 mg und 12 Stunden spĂ€ter eine Dosis von 25 mg verabreichen. Ab dem nĂ€chsten Tag wird die Dosis auf 100 mg pro Tag, aufgeteilt auf 2 Einnahmen, gesteigert. Sofern keine unerwĂŒnschten Kreislaufreaktionen auftreten, wird diese Dosis die nĂ€chsten 4 Wochen beibehalten. Nach Ende der 4wöchigen Behandlung wird der Arzt Ihren Zustand neuerlich bewerten, bevor eine Entscheidung bezĂŒglich einer weiteren Behandlung getroffen wird.

  • Langzeitbehandlung:

Wenn innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem akuten Herzinfarkt keine Behandlung mit Captopril erfolgt ist, wird der Arzt – sobald sich Ihr Zustand stabilisiert hat - die Behandlung zwischen dem 3. und 16. Tag nach dem Infarkt beginnen. Die Behandlung sollte im Krankenhaus unter strenger Überwachung (besonders des Blutdrucks) begonnen werden, bis eine Dosis von 75 mg erreicht ist. Die Anfangsdosis muss niedrig sein, insbesondere wenn Ihr Blutdruck zu Beginn der Behandlung normal oder niedrig ist. Der Arzt wird die Behandlung mit einer Dosis von 6,25 mg beginnen, gefolgt von 12,5 mg 3mal tĂ€glich ĂŒber 2 Tage, und danach 25 mg 3mal tĂ€glich, sofern bei Ihnen keine unerwĂŒnschten Kreislaufreaktionen auftreten. FĂŒr einen wirksamen Herzschutz wĂ€hrend der Langzeitbehandlung wird eine Dosierung von 75 – 150 mg tĂ€glich aufgeteilt auf zwei oder drei Dosen empfohlen.

Captopril „ratiopharm“ kann zusammen mit anderen Arzneimitteln, wie sie bei Herzinfarkt ĂŒblicherweise angewendet werden (wie z.B. Arzneimittel, die Blutgerinnsel auflösen, Betablocker und AcetylsalicylsĂ€ure), gegeben werden.

  • Nierenerkrankung bei Patienten mit insulinabhĂ€ngiger Zuckerkrankheit (diabetische Nephropathie bei Typ-I-Diabetikern):

Die empfohlene tĂ€gliche Dosierung von Captopril betrĂ€gt 75 - 100 mg in geteilten Dosen. Falls eine zusĂ€tzliche Blutdrucksenkung gewĂŒnscht ist, wird Ihnen der Arzt weitere blutdrucksenkende Arzneimittel zusĂ€tzlich verordnen.

Besondere Patientengruppen

  • Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion:

Eine Dosisanpassung ist erforderlich. Der Arzt wird entweder die DosierungsabstÀnde verlÀngern oder die Dosis vermindern.

  • Ältere Patienten:

Ältere Patienten können empfindlicher auf Captopril reagieren, da bei dieser Patientengruppe mitunter die Nierenfunktion verringert und andere Organfunktionen beeintrĂ€chtigt sind. Der Arzt wird daher die Behandlung mit einer niedrigeren Anfangsdosis (6,25 mg 2mal tĂ€glich) beginnen und die Dosis vorsichtig steigern, bis der gewĂŒnschte Blutdruck erreicht ist, wobei die Erhaltungsdosis so niedrig wie möglich sein sollte.

  • Kinder und Jugendliche:

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist bisher noch nicht nachgewiesen.

Captopril „ratiopharm“ 25 mg-Tabletten sind fĂŒr Kinder nicht geeignet, da die in dieser Altersgruppe erforderliche Dosierung mit Captopril „ratiopharm“ 25 mg-Tabletten nicht gewĂ€hrleistet werden kann.

Die Anwendung von Captopril bei Jugendlichen (12-18 Jahre) sollte unter sorgfĂ€ltiger medizinischer Überwachung begonnen werden. Nach einer Testdosis von 6,25 mg können bei guter VertrĂ€glichkeit 12,5 bis 25 mg 2 bis 3 mal tĂ€glich verabreicht werden. So nötig, können bis zu 150 mg tĂ€glich in aufgeteilten Dosen verabreicht werden.

Der Arzt wird die Dosis und den Einnahmeabstand je nach Ansprechen individuell anpassen.

Art der Anwendung

Sie können die Tabletten vor, wĂ€hrend und nach den Mahlzeiten mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einnehmen.

Dauer der Anwendung

Captopril „ratiopharm“ soll so lange eingenommen werden, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat. Auch wenn Sie keinerlei Beschwerden spĂŒren, soll Captopril „ratiopharm“ weiterhin regelmĂ€ĂŸig eingenommen werden.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Captopril „ratiopharm“ eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie irrtĂŒmlich zu viele Tabletten eingenommen haben, können Blutdruckabfall, Kreislaufschock, Regungslosigkeit, verlangsamter Herzschlag, Störungen des Mineralstoffhaushaltes und Nierenversagen auftreten.

Bei starkem Blutdruckabfall und SchwindelgefĂŒhl sollen Sie sich hinlegen und die Beine hochlagern. VerstĂ€ndigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser ĂŒber das weitere Vorgehen entscheiden kann.

FĂŒr den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Packungsbeilage!

Wenn Sie die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die ĂŒbliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfĂŒr gibt und ob andere Arzneimittel fĂŒr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Folgende Nebenwirkungen können wĂ€hrend der Behandlung mit Captopril „ratiopharm“ auftreten:

HĂ€ufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Herzprobleme wie ungewöhnlich rascher und/oder unregelmĂ€ĂŸiger Puls, Brustschmerzen infolge mangelnder Herzmuskeldurchblutung (Angina pectoris), Herzklopfen
  • Blutdruckabfall, Durchblutungsstörungen der Finger (Raynaud-Syndrom), anfallsweise Gesichtsrötung, BlĂ€sse
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Gliedmaßen, Hals und/oder Kehlkopf, eventuell in Verbindung mit Schluckbeschwerden oder Atemnot (Angioödem) (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
  • Brustschmerzen, Erschöpfung, Unwohlsein

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Appetitlosigkeit
  • Benommenheit, Kopfschmerzen und Empfindungsstörungen (z.B. Kribbeln)
  • EntzĂŒndung/GeschwĂŒre der Mundschleimhaut
  • allergische Reaktion im agen-Darm-Trakt, die starke Bauchschmerzen (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen) verursacht (intestinales Angioödem)
  • Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen, vermehrte bzw. verminderte Harnmenge, vermehrtes Harnlassen

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

  • Verminderung bzw. Fehlen von bestimmten weißen Blutkörperchen, Verminderung aller Blutkörperchen (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung), Blutarmut (AnĂ€mie), BlutplĂ€ttchenmangel, Lymphknotenerkrankungen, Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Autoimmunerkrankungen
  • erhöhte Blutkaliumwerte, erniedrigte Blutzuckerwerte
  • Verwirrung, Depression
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns (einschließlich Schlaganfall und Bewusstlosigkeit)
  • verschwommenes Sehen
  • Herzstillstand, Herz-Kreislauf-Schock
  • Atemstörungen infolge Verengung der Atemwege, Schnupfen, allergische LungenentzĂŒndung
  • EntzĂŒndung der Zungenschleimhaut, Magen-Darm-GeschwĂŒre, BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung
  • BeeintrĂ€chtigung der Leberfunktion und Gallestauung (einschließlich Gelbsucht), LeberentzĂŒndung einschließlich Zerfall von Lebergewebe, erhöhte Leber- bzw. Bilirubinwerte (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs)
  • Nesselsucht, schwere Hautreaktionen (einschließlich Blasen- und Schuppenbildung), Lichtempfindlichkeit
  • Muskel- bzw. Gelenkschmerz
  • bestimmte Nierenfunktionstörung mit Ausscheidung von Eiweiß im Harn (nephrotisches Syndrom)
  • Impotenz, VergrĂ¶ĂŸerung der mĂ€nnlichen BrustdrĂŒse
  • Fieber
  • VerĂ€nderung bestimmter Laborwerte im Zusammenhang mit den angefĂŒhrten Nebenwirkungen, erhöhte Blutsenkung. Informieren Sie daher bitte den behandelnden Arzt ĂŒber die Einnahme von Captopril „ratiopharm“.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Captopril „ratiopharm“ enthĂ€lt

  • Der Wirkstoff ist: Captopril

1 Tablette enthÀlt 50 mg Captopril.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, MaisstÀrke, Hydriertes Rizinusöl, Hochdisperses

Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Wie Captopril „ratiopharm“ aussieht und Inhalt der Packung

Captopril „ratiopharm“ sind weiße, runde, gewölbte Tabletten mit einseitiger Kreuz-Snap-Tab. Die Tablette kann in gleiche Dosen (Viertel) geteilt werden.

Captopril „ratiopharm“ ist in PVC-/PVDC-/Aluminium-Folien-Blisterpackungen mit 30 und 60 Tabletten erhĂ€ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Tel.-Nr.: +4/97007-0

Fax-Nr.:+4/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-23076

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Oktober 2014.

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Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome einer Überdosierung sind schwere Hypotonie, Schock, Stupor, Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nierenversagen.

Therapie einer Überdosierung:

Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zurĂŒckliegt, sollten Maßnahmen zur Resorptionsverhinderung (z.B. MagenspĂŒlung, Verabreichung von Adsorbenzien und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten nach Einnahme), und zur Beschleunigung der Elimination eingeleitet werden. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Schocklage gelagert werden und schnell eine Salz- und Volumensubstitution erhalten. Eine Behandlung mit Angiotension-II sollte erwogen werden. Bradykardie oder ausgeprĂ€gte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von Atropin behandelt werden. Eine Schrittmachertherapie kann in ErwĂ€gung gezogen werden.

Captopril kann durch HĂ€modialyse aus dem Kreislauf entfernt werden.

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Wirkstoff(e) Captopril
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Hersteller ratiopharm
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Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden