Glimepirid ratiopharm 1 mg Tabletten

Abbildung Glimepirid ratiopharm 1 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Glimepirid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.09.2005
ATC Code A10BB12
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

Teva B.V.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Glimepirid ratiopharm 6 mg Tabletten Glimepirid Teva B.V.
Amaryl 2 mg Tabletten Glimepirid sanofi-aventis GmbH
Tandemact 30 mg/4 mg Tabletten Pioglitazon Glimepirid Cheplapharm Arzneimittel GmbH
Glimepirid Sandoz 2 mg - Tabletten Glimepirid Sandoz GmbH
Glimepirid Teva 1 mg Tabletten Glimepirid Teva

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Glimepirid ratiopharm ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Dieses Arzneimittel geh√∂rt zu einer Gruppe blutzuckersenkender Mittel, die ‚ÄěSulfonylharnstoffe‚Äú genannt werden. Glime- pirid ratiopharm f√ľhrt zu einer verst√§rkten Freisetzung von Insulin aus Ihrer Bauchspeicheldr√ľse. Die- ses Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel.

Wof√ľr Glimepirid ratiopharm angewendet wird:

Glimepirid ratiopharm dient zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit (sogenannter Diabetes mellitus Typ 2), wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsabnah- me alleine Ihren Blutzuckerspiegel nicht ausreichend kontrollieren.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nehmen Sie Glimepirid ratiopharm nicht ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn:

  • Sie allergisch gegen Glimepirid oder andere ‚ÄěSulfonylharnstoffe‚Äú (das sind Arzneimittel zur Blutzuckersenkung wie z.B. Glibenclamid) oder ‚ÄěSulfonamide‚Äú (das sind Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen wie z.B. Sulfamethoxazol) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sons- tigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • Sie Diabetes mellitus Typ 1 haben
  • Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation der Zuckerkrankheit, bei der der S√§urespiegel in Ihrem K√∂rper erh√∂ht ist und Sie folgende Beschwerden haben k√∂nnen: Ersch√∂p- fung, √úbelkeit, h√§ufiger Harndrang und Muskelsteifheit)
  • Sie extrem erh√∂hte Blutzuckerwerte haben (diabetisches Koma)
  • Sie eine schwere Nierenerkrankung haben
  • Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft. Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm verwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen, wenn:

  • Sie sich gerade von einer Verletzung, einer Operation, einer Infektion mit Fieber oder anderen Belastungen erholen; eine vor√ľbergehende √Ąnderung Ihrer Behandlung k√∂nnte notwendig sein
  • Sie eine schwere St√∂rung Ihrer Leber- oder Nierenfunktion haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob das auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen.

Bei Patienten, denen das Enzym ‚ÄěGlucose-6-Phosphat Dehydrogenase‚Äú fehlt, kann es zu einem Ab- sinken des H√§moglobinspiegels und einer verminderten Anzahl roter Blutk√∂rperchen (sogenannte ‚Äěh√§molytische An√§mie‚Äú) kommen.

Wichtige Informationen zur sogenannten ‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen, kann Ihr Blutzuckerspiegel stark absinken (sogenannte Hypoglykämie). Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Hypoglykämie, ihren Anzei- chen und ihrer Behandlung.

Folgende Faktoren k√∂nnen das Risiko f√ľr eine Hypoglyk√§mie erh√∂hen

  • Unterern√§hrung, unregelm√§√üige Mahlzeiten, ausgelassene bzw. versp√§tete Mahlzeiten oder Fas- tenperioden
  • √Ąnderung Ihrer gewohnten Ern√§hrung (Di√§t)
  • die Einnahme von zu viel Glimepirid ratiopharm
  • eine verringerte Nierenfunktion
  • eine schwere Lebererkrankung
  • wenn Sie unter bestimmten, durch Hormone verursachte Beschwerden leiden (St√∂rung der Funk- tion der Schilddr√ľse, der Hirnanhangdr√ľse oder der Nebennierenrinde)
  • Alkoholkonsum (vor allem wenn Sie eine Mahlzeit auslassen)
  • die Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe weiter unten ‚ÄěEinnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú)
  • wenn Sie Ihre k√∂rperliche Aktivit√§t steigern aber nicht ausreichend essen, oder Nahrung zu sich nehmen, die weniger Kohlenhydrate als √ľblich enth√§lt.

Anzeichen einer Hypoglykämie umfassen

  • qu√§lenden Hunger, Kopfschmerz, √úbelkeit, Erbrechen, Tr√§gheit, M√ľdigkeit, Schlafst√∂rungen, Ruhelosigkeit, Aggression, Konzentrationsst√∂rungen, verminderte Aufmerksamkeit und Reakti- onsf√§higkeit, Depression, Verwirrung, Sprech- und Sehst√∂rungen, undeutliches Sprechen, unsi- cherer Gang, teilweise L√§hmung, gest√∂rte Sinneswahrnehmung, Schwindel, Hilflosigkeit.
  • Folgende Anzeichen k√∂nnen auch auftreten: Schwitzen, feuchte Haut, Angst, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, pl√∂tzliche starke Schmerzen in der Brust, die in be- nachbarte K√∂rperteile ausstrahlen k√∂nnen (Angina pectoris und Herzrhythmusst√∂rungen).

Wenn der Blutzuckerspiegel weiter abfällt, kann es zu starker Verwirrung (Delirium), Krämpfen, ei- nem Verlust der Selbstkontrolle, flacher Atmung und verlangsamtem Herzschlag kommen und Sie können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann dem eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Behandlung einer Hypoglykämie

In den meisten F√§llen verschwinden die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sehr rasch, wenn Sie zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen, z.B. W√ľrfelzucker, eine zuckerhaltigen Saft oder gezuckerten Tee. Sie m√ľssen daher stets etwas Zuckerhaltiges bei sich haben (z.B. W√ľrfelzucker). Bedenken Sie, dass k√ľnstlicher S√ľ√üstoff wirkungslos ist. Bitte verst√§ndigen Sie einen Arzt oder su- chen Sie umgehend ein Krankenhaus auf, wenn die Aufnahme von Zucker nicht hilft, oder die Be- schwerden wiederkehren.

Labortests

Ihr Zuckerspiegel im Blut oder Harn sollte regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden. Ihr Arzt kann auch Bluttests durchf√ľhren um Ihre Blutzellzahl und die Leberfunktion zu √ľberpr√ľfen.

Kinder und Jugendliche

Die verf√ľgbare Information zur Verwendung von Glimepirid ratiopharm bei Personen unter 18 Jahren ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Glimepirid ratiopharm darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden.

Stillzeit

Glimepirid ratiopharm kann in die Muttermilch gelangen. Glimepirid ratiopharm darf während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und die Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chti- gen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsf√§higkeit kann beeintr√§chtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig (sogenannte ‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú) oder zu hoch ist (sogenannte ‚ÄěHyperglyk√§mie‚Äú), oder wenn Sie aufgrund dieser Umst√§nde eine vor√ľbergehende Sehst√∂rung haben. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst, oder andere Personen, in Gefahr bringen k√∂nnten (z.B. wenn Sie Autofahren oder eine Maschine be- dienen). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie Autofahren k√∂nnen, wenn Sie:

  • h√§ufig einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel (‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú) haben
  • wenige oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels an sich bemerken.

Glimepirid ratiopharm enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Glimepirid ratiopharm enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äúnat- riumfrei‚ÄĚ.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Glimepirid ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder w√§hrend der ersten Mahlzeit des Tages (√ľblicherweise das Fr√ľhst√ľck) ein. Wenn Sie kein Fr√ľhst√ľck zu sich nehmen, wenden Sie das Arzneimittel zu dem Zeitpunkt an, den Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Es ist wichtig, w√§hrend der Behandlung mit Glimepirid ratiopharm keine Mahlzeit auszulassen.
  • Schlucken Sie die Tabletten zusammen mit zumindest einem halben Glas Wasser. Sie d√ľrfen die Tabletten weder zerdr√ľcken noch zerkauen.

Wieviele Tabletten sind einzunehmen

Die Glimepirid-Dosis h√§ngt von Ihren Bed√ľrfnissen, den Umst√§nden und den Ergebnissen der Blut- und Harnzuckertests ab und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.

  • die √ľbliche Anfangsdosis ist 1 mg Glimepirid 1x t√§glich
  • n√∂tigenfalls kann Ihr Arzt diese Dosis im Abstand von 1-2 Behandlungswochen erh√∂hen
  • die maximale empfohlene Tagesdosis ist 6 mg Glimepirid.
  • eine Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Glimepirid und Metformin oder mit Glimepi- rid und Insulin kann eingeleitet werden. In diesem Fall wird Ihr Arzt die geeignete Dosis Glime- pirid, Metformin oder Insulin individuell f√ľr Sie festlegen
  • wenn sich Ihr K√∂rpergewicht √§ndert, Sie Ihren Lebensstil umstellen oder wenn Sie sich in einer Stress-Situation befinden, kann das eine ge√§nderte Glimepirid ratiopharm-Dosis erfordern. Infor- mieren Sie deshalb Ihren Arzt
  • wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass dieses Arzneimittel zu schwach oder zu stark wirkt ver√§ndern Sie nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel oder eine zus√§tzliche Dosis Glimepirid ratiopharm eingenommen ha- ben besteht die Gefahr eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Anzeichen dieser sogenannten Hypoglyk√§mie werden im Abschnitt 2 ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú beschrieben). In so einem Fall m√ľssen Sie unverz√ľglich ausreichend Zucker zu sich nehmen (z.B. einige St√ľcke W√ľrfel- zucker, einen s√ľ√üen Saft oder ges√ľ√üten Tee) und sofort einen Arzt benachrichtigen. Wird eine verse- hentlich herbeigef√ľhrte Hypoglyk√§mie bei Kindern behandelt, muss die verabreichte Menge an Zucker sorgf√§ltig kontrolliert werden um die M√∂glichkeit einer gef√§hrlichen Hyperglyk√§mie (das ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel) zu vermeiden. Bewusstlosen Personen darf weder Nahrung noch ein Getr√§nk eingefl√∂√üt werden.

Da eine Hypoglyk√§mie l√§ngere Zeit andauern kann ist es sehr wichtig, dass der Patient solange sorg- f√§ltig √ľberwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Aufnahme in ein Krankenhaus kann not- wendig sein, auch als Vorsichtsma√ünahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die √ľbrigen Tablet- ten, damit er wei√ü was eingenommen wurde.

Schwere F√§lle einer Hypoglyk√§mie die von Bewusstlosigkeit und schweren St√∂rungen des Nervensystems begleitet sind, sind medizinische Notf√§lle, die eine sofortige Behandlung und Aufnahme in ein Krankenhaus erfordern. Stellen Sie sicher, dass immer eine vorinformierte Person verf√ľgbar ist, die im Notfall einen Arzt verst√§ndigen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid ratiopharm vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid ratiopharm abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder abbrechen, muss Ihnen bewusst sein, dass die angestreb- te blutzuckersenkende Wirkung nicht erreicht wird, oder die Erkrankung sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie Glimepirid ratiopharm solange ein, bis der Arzt das Ende der Behandlung vorschreibt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrz- lich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt kann die Glimepirid ratiopharm-Dosis gegebenenfalls ändern, wenn Sie auch andere Arznei- mittel einnehmen, die die Wirkung von Glimepirid ratiopharm auf Ihren Blutzuckerspiegel abschwä- chen oder verstärken.

Die folgenden Arzneimittel k√∂nnen die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm ver- st√§rken. Das kann zum Risiko einer Hypoglyk√§mie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel) f√ľhren:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Wirkstoffe: z.B. Insulin oder Metfor- min)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entz√ľndungen (Wirkstoffe: z.B. Phenylbuta- zon, Azopropazon, Oxyphenbutazon, Acetylsalicyls√§ure-haltige Arzneimittel)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie z.B. langwirksame Sulfonamide)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder Pilzen (Wirkstoffe: z.B. Tetra- cycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin)
  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Wirkstoffe: Cumarinderivate wie z.B. Warfarin)
  • Arzneimittel zum Muskelaufbau (sogenannte Anabolika)
  • Arzneimittel zum Ersatz m√§nnlicher Sexualhormone
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Wirkstoffe: z.B. Fluoxetin, sogenannte ‚ÄěMAO- Hemmer‚Äú)Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Fibrate)
  • Arzneimittel zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks (sogenannte ‚ÄěACE-Hemmer‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (Disopyramid)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Wirkstoffe: Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)
  • Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Wirkstoffe: Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid)
  • Arzneimittel zur Behandlung von √úbergewicht (Wirkstoff: Fenfluramin)
  • Arzneimittel zur Steigerung der Zirkulation, wenn es in hohen Dosen intraven√∂s verabreicht wird (Wirkstoff: Pentoxifyllin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien im Nasenraum, wie z.B. Heuschnupfen (Wirkstoff: Tritoqualin)
  • Arzneimittel, die ‚ÄěSympatholytika‚Äú genannt werden und zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzschw√§che oder Prostatabeschwerden dienen.

Die folgenden Arzneimittel k√∂nnen die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm abschw√§chen. Das kann zum Risiko einer Hyperglyk√§mie (einem zu hohen Blutzuckerspiegel) f√ľhren:

  • Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (√Ėstrogene, Gestagene)
  • Arzneimittel, die die Harnbildung unterst√ľtzen (sogenannte ‚ÄěThiazid-Diuretika‚Äú)
  • Arzneimittel, die die Schilddr√ľse anregen (Wirkstoff: z.B. Levothyroxin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entz√ľndungen (sogenannte ‚ÄěGlukokortikoide‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung schwerer geistiger St√∂rungen (Wirkstoffe: Chlorpromazin und ande- re Phenothiazinderivate)
  • Arzneimittel die den Herzschlag verst√§rken, zur Behandlung von Asthma, einer verstopften Nase oder von Husten oder Erk√§ltung dienen, zur Gewichtsreduktion oder bei lebensbedrohlichen Not- f√§llen eingesetzt werden (Wirkstoffe: Adrenalin und sogenannte ‚ÄěSympathomimetika‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels (Wirkstoff: Nicotins√§ure)
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Verstopfung, wenn sie √ľber lange Zeit angewendet werden (sogenannte ‚ÄěLaxantien‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Wirkstoff: Phenytoin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Nervosit√§t und Schlafst√∂rungen (sogenannte ‚ÄěBarbiturate‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines zu hohen Augendrucks (Wirkstoff: Acetazolamid)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder eines niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Diazoxid)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Wirkstoff: Rifampicin)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines sehr niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Glukagon)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm ver- stärken oder abschwächen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschw√ľren (sogenannte ‚ÄěH2-Antagonisten‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einer Herzschw√§che, wie z.B. ‚ÄěBeta- Blocker‚Äú, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Mittel k√∂nnen die Zeichen eines zu niedri- gen Blutzuckerspiegels verdecken, deshalb ist bei ihrer Anwendung besondere Vorsicht geboten.

Glimepirid ratiopharm kann die Wirkung folgender Arzneimittel sowohl verstärken als auch abschwä- chen:

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate wie z.B. Warfarin).

Colesevelam, ein Arzneimittel zur Cholesterinsenkung, hat Einfluss auf die Glimepirid ratiopharm- Aufnahme. Um diesen Effekt zu verhindern, wird Ihnen empfohlen, Glimepirid ratiopharm mindestens 4 Stunden vor der Einnahme von Colesevelam einzunehmen.

Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit Alkohol

Alkoholkonsum kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm in einer nicht vorhersehbaren Weise verstärken oder abschwächen.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Verständigen Sie umgehend Ihren Arzt falls eine der folgenden Beschwerden bei Ihnen auftritt: Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

  • allergische Reaktionen (einschlie√ülich Entz√ľndung der Blutgef√§√üe, oft zusammen mit einem Hau- tausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, Blutdruckabfall, manchmal bis hin zum Schock f√ľhren k√∂nnen.
  • abnorme Leberfunktion, einschlie√ülich einer Gelbf√§rbung der Haut und Augen (Gelbsucht), Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallestauung), Leberentz√ľndung (Hepatitis) oder Leber- versagen

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

allergische Hautreaktionen (√úberempfindlichkeit) wie z.B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und erh√∂hte Empfindlichkeit gegen√ľber Sonnenlicht. Manche zun√§chst geringf√ľgige allergi- sche Reaktionen k√∂nnen schwerwiegend werden und zu Beschwerden beim Schlucken oder Atmen, zu Schwellung der Lippen, im Halsbereich oder der Zunge f√ľhren.

schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Krämpfen oder Koma.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

  • zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglyk√§mie) (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWarnhinweise und Vor- sichtsma√ünahmen‚Äú)
  • Abnahme bestimmter Blutzellen:
    • Blutpl√§ttchen (erh√∂htes Risiko einer Blutung oder eines Blutergusses)
    • wei√üe Blutk√∂rperchen (es kann leichter zu Infektionen kommen)
    • rote Blutk√∂rperchen (kann zu blasser Haut, Schw√§che oder Kurzatmigkeit f√ľhren).

Diese Beschwerden verbessern sich √ľblicherweise, wenn Sie Glimepirid ratiopharm nicht mehr ein- nehmen.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

  • √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, V√∂llegef√ľhl, Gef√ľhl von Aufgebl√§htheit und Bauchschmerzen
  • Abnahme des Natriumspiegels im Blut (durch eine Blutuntersuchung feststellbar).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • allergische Reaktionen mit ‚ÄěSulfonylharnstoffen‚Äú, ‚ÄěSulfonamiden‚Äú oder verwandten Wirkstoffen k√∂nnen auftreten
  • zu Beginn der Glimepirid ratiopharm-Behandlung k√∂nnen Sehst√∂rungen auftreten. Das h√§ngt mit der Ver√§nderung des Blutzuckerspiegels zusammen und sollte sich bald bessern
  • erh√∂hte Leberenzymwerte
  • schwere ungew√∂hnliche Blutungen und blaue Flecken unter der Haut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkun- gen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http//www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú ange- gebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Glimepirid ratiopharm 1 mg enthält

Der Wirkstoff ist Glimepirid. Jede Tablette enthält 1 mg Glimepirid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Povidon K30, Polysorbat 80, Talkum, Magnesiumstearat, Rotes Eisenoxid (E 172).

Wie Glimepirid ratiopharm 1 mg aussieht und Inhalt der Packung

Hellrote, längliche Tabletten mit abgeschrägter Kante.

PVC/PVDC/Aluminium Blisterpackungen.

Packungsgrößen:

10, 20, 30, 50, 60, 90, 100, 120 Tabletten

10x1, 20x1, 30x1, 50x1, 60x1, 90x1, 100x1, 120x1 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.

Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0 Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich Glimepirid ratiopharm 1 mg Tabletten

Z.Nr.: 1-26024

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Glimepirid ratiopharm 1 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Glimepirid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.09.2005
ATC Code A10BB12
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

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