Glimepirid ratiopharm 6 mg Tabletten

ATC Code
A10BB12
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Teva B.V.

Standardarzneimittel Human
Wirkstoff
Glimepirid
Suchtgift Psychotrop
Nein Nein
Zulassungsdatum 17.08.2006
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. insuline

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Alle Informationen

Autor

Teva B.V.

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Glimepirid ratiopharm ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Dieses Arzneimittel gehört zu einer Gruppe blutzuckersenkender Mittel, die „Sulfonylharnstoffe“ genannt werden. Glimepirid ratiopharm führt zu einer verstärkten Freisetzung von Insulin aus Ihrer Bauchspeicheldrüse. Dieses Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel.

Wofür Glimepirid ratiopharm angewendet wird:

Glimepirid ratiopharm dient zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit (sogenannter Diabetes mellitus Typ 2), wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsabnahme alleine Ihren Blutzuckerspiegel nicht ausreichend kontrollieren.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nehmen Sie Glimepirid ratiopharm nicht ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn:

  • Sie allergisch gegen Glimepirid oder andere „Sulfonylharnstoffe“ (das sind Arzneimittel zur Blutzuckersenkung wie z.B. Glibenclamid) oder „Sulfonamide“ (das sind Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen wie z.B. Sulfamethoxazol) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • Sie Diabetes mellitus Typ 1 haben
  • Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation der Zuckerkrankheit, bei der der Säurespiegel in Ihrem Körper erhöht ist und Sie folgende Beschwerden haben können: Erschöpfung, Übelkeit, häufiger Harndrang und Muskelsteifheit)
  • Sie extrem erhöhte Blutzuckerwerte haben (diabetisches Koma)
  • Sie eine schwere Nierenerkrankung haben
  • Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft. Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm verwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen, wenn:

  • Sie sich gerade von einer Verletzung, einer Operation, einer Infektion mit Fieber oder anderen Belastungen erholen; eine vorübergehende Änderung Ihrer Behandlung könnte notwendig sein
  • Sie eine schwere Störung Ihrer Leber- oder Nierenfunktion haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob das auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen.

Bei Patienten, denen das Enzym „Glucose-6-Phosphat Dehydrogenase“ fehlt, kann es zu einem Absinken des Hämoglobinspiegels und einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen (sogenannte „hämolytische Anämie“) kommen.

Wichtige Informationen zur sogenannten „Hypoglykämie“ (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen, kann Ihr Blutzuckerspiegel stark absinken (sogenannte Hypoglykämie). Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Hypoglykämie, ihren Anzeichen und ihrer Behandlung.

Folgende Faktoren können das Risiko für eine Hypoglykämie erhöhen

  • Unterernährung, unregelmäßige Mahlzeiten, ausgelassene bzw. verspätete Mahlzeiten oder Fastenperioden
  • Änderung Ihrer gewohnten Ernährung (Diät)
  • die Einnahme von zu viel Glimepirid ratiopharm
  • eine verringerte Nierenfunktion
  • eine schwere Lebererkrankung
  • wenn Sie unter bestimmten, durch Hormone verursachte Beschwerden leiden (Störung der Funktion der Schilddrüse, der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde)
  • Alkoholkonsum (vor allem wenn Sie eine Mahlzeit auslassen)
  • die Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe weiter unten „Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“)
  • wenn Sie Ihre körperliche Aktivität steigern aber nicht ausreichend essen, oder Nahrung zu sich nehmen, die weniger Kohlenhydrate als üblich enthält.

Anzeichen einer Hypoglykämie umfassen

  • quälenden Hunger, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Trägheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Aggression, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit, Depression, Verwirrung, Sprech- und Sehstörungen, undeutliches Sprechen, unsicherer Gang, teilweise Lähmung, gestörte Sinneswahrnehmung, Schwindel, Hilflosigkeit.
  • Folgende Anzeichen können auch auftreten: Schwitzen, feuchte Haut, Angst, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, plötzliche starke Schmerzen in der Brust, die in benachbarte Körperteile ausstrahlen können (Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen).

Wenn der Blutzuckerspiegel weiter abfällt, kann es zu starker Verwirrung (Delirium), Krämpfen, einem Verlust der Selbstkontrolle, flacher Atmung und verlangsamtem Herzschlag kommen und Sie können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann dem eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Behandlung einer Hypoglykämie

In den meisten Fällen verschwinden die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sehr rasch, wenn Sie zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen, z.B. Würfelzucker, eine zuckerhaltigen Saft oder gezuckerten Tee. Sie müssen daher stets etwas Zuckerhaltiges bei sich haben (z.B. Würfelzucker). Bedenken Sie, dass künstlicher Süßstoff wirkungslos ist. Bitte verständigen Sie einen Arzt oder suchen Sie umgehend ein Krankenhaus auf, wenn die Aufnahme von Zucker nicht hilft, oder die Beschwerden wiederkehren.

Labortests

Ihr Zuckerspiegel im Blut oder Harn sollte regelmäßig überprüft werden. Ihr Arzt kann auch Bluttests durchführen um Ihre Blutzellzahl und die Leberfunktion zu überprüfen.

Kinder und Jugendliche

Die verfügbare Information zur Verwendung von Glimepirid ratiopharm bei Personen unter 18 Jahren ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Glimepirid ratiopharm darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden.

Stillzeit

Glimepirid ratiopharm kann in die Muttermilch gelangen. Glimepirid ratiopharm darf während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig (sogenannte „Hypoglykämie“) oder zu hoch ist (sogenannte „Hyperglykämie“), oder wenn Sie aufgrund dieser Umstände eine vorübergehende Sehstörung haben. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst, oder andere Personen, in Gefahr bringen könnten (z.B. wenn Sie Autofahren oder eine Maschine bedienen). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie Autofahren können, wenn Sie:

  • häufig einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel („Hypoglykämie“) haben
  • wenige oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels an sich bemerken.

Glimepirid ratiopharm enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Glimepirid ratiopharm enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu “natriumfrei”.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Glimepirid ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder während der ersten Mahlzeit des Tages (üblicherweise das Frühstück) ein. Wenn Sie kein Frühstück zu sich nehmen, wenden Sie das Arzneimittel zu dem Zeitpunkt an, den Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Es ist wichtig, während der Behandlung mit Glimepirid ratiopharm keine Mahlzeit auszulassen.
  • Schlucken Sie die Tabletten zusammen mit zumindest einem halben Glas Wasser. Sie dürfen die Tabletten weder zerdrücken noch zerkauen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wieviele Tabletten sind einzunehmen

Die Glimepirid-Dosis hängt von Ihren Bedürfnissen, den Umständen und den Ergebnissen der Blut- und Harnzuckertests ab und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.

  • die übliche Anfangsdosis ist 1 mg Glimepirid 1x täglich
  • nötigenfalls kann Ihr Arzt diese Dosis im Abstand von 1-2 Behandlungswochen erhöhen
  • die maximale empfohlene Tagesdosis ist 6 mg Glimepirid.
  • eine Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid und Insulin kann eingeleitet werden. In diesem Fall wird Ihr Arzt die geeignete Dosis Glimepirid, Metformin oder Insulin individuell für Sie festlegen
  • wenn sich Ihr Körpergewicht ändert, Sie Ihren Lebensstil umstellen oder wenn Sie sich in einer Stress-Situation befinden, kann das eine geänderte Glimepirid ratiopharm-Dosis erfordern.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt

wenn Sie das Gefühl haben, dass dieses Arzneimittel zu schwach oder zu stark wirkt verändern Sie nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel oder eine zusätzliche Dosis Glimepirid ratiopharm eingenommen haben besteht die Gefahr eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Anzeichen dieser sogenannten Hypoglykämie werden im Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ beschrieben). In so einem Fall müssen Sie unverzüglich ausreichend Zucker zu sich nehmen (z.B. einige Stücke Würfelzucker, einen süßen Saft oder gesüßten Tee) und sofort einen Arzt benachrichtigen. Wird eine versehentlich herbeigeführte Hypoglykämie bei Kindern behandelt, muss die verabreichte Menge an Zucker sorgfältig kontrolliert werden um die Möglichkeit einer gefährlichen Hyperglykämie (das ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel) zu vermeiden. Bewusstlosen Personen darf weder Nahrung noch ein Getränk eingeflößt werden.

Da eine Hypoglykämie längere Zeit andauern kann ist es sehr wichtig, dass der Patient solange sorgfältig überwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Aufnahme in ein Krankenhaus kann notwendig sein, auch als Vorsichtsmaßnahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die übrigen Tabletten, damit er weiß was eingenommen wurde.

Schwere Fälle einer Hypoglykämie die von Bewusstlosigkeit und schweren Störungen des Nervensystems begleitet sind, sind medizinische Notfälle, die eine sofortige Behandlung und

Aufnahme in ein Krankenhaus erfordern. Stellen Sie sicher, dass immer eine vorinformierte Person verfügbar ist, die im Notfall einen Arzt verständigen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid ratiopharm vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid ratiopharm abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder abbrechen, muss Ihnen bewusst sein, dass die angestrebte blutzuckersenkende Wirkung nicht erreicht wird, oder die Erkrankung sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie Glimepirid ratiopharm solange ein, bis der Arzt das Ende der Behandlung vorschreibt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt kann die Glimepirid ratiopharm-Dosis gegebenenfalls ändern, wenn Sie auch andere Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung von Glimepirid ratiopharm auf Ihren Blutzuckerspiegel abschwächen oder verstärken.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm verstärken. Das kann zum Risiko einer Hypoglykämie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel) führen:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Wirkstoffe: z.B. Insulin oder Metformin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (Wirkstoffe: z.B. Phenylbutazon, Azopropazon, Oxyphenbutazon, Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie z.B. langwirksame Sulfonamide)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder Pilzen (Wirkstoffe: z.B. Tetracycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin)
  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Wirkstoffe: Cumarinderivate wie z.B. Warfarin)
  • Arzneimittel zum Muskelaufbau (sogenannte Anabolika)
  • Arzneimittel zum Ersatz männlicher Sexualhormone
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Wirkstoffe: z.B. Fluoxetin, sogenannte „MAO- Hemmer“)Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Fibrate)
  • Arzneimittel zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks (sogenannte „ACE-Hemmer“)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Disopyramid)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Wirkstoffe: Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)
  • Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Wirkstoffe: Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht (Wirkstoff: Fenfluramin)
  • Arzneimittel zur Steigerung der Zirkulation, wenn es in hohen Dosen intravenös verabreicht wird (Wirkstoff: Pentoxifyllin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien im Nasenraum, wie z.B. Heuschnupfen (Wirkstoff: Tritoqualin)
  • Arzneimittel, die „Sympatholytika“ genannt werden und zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzschwäche oder Prostatabeschwerden dienen.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm abschwächen. Das kann zum Risiko einer Hyperglykämie (einem zu hohen Blutzuckerspiegel) führen:

  • Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (Östrogene, Gestagene)
  • Arzneimittel, die die Harnbildung unterstützen (sogenannte „Thiazid-Diuretika“)
  • Arzneimittel, die die Schilddrüse anregen (Wirkstoff: z.B. Levothyroxin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen (sogenannte „Glukokortikoide“)
  • Arzneimittel zur Behandlung schwerer geistiger Störungen (Wirkstoffe: Chlorpromazin und andere Phenothiazinderivate)
  • Arzneimittel die den Herzschlag verstärken, zur Behandlung von Asthma, einer verstopften Nase oder von Husten oder Erkältung dienen, zur Gewichtsreduktion oder bei lebensbedrohlichen Notfällen eingesetzt werden (Wirkstoffe: Adrenalin und sogenannte „Sympathomimetika“)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels (Wirkstoff: Nicotinsäure)
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Verstopfung, wenn sie über lange Zeit angewendet werden (sogenannte „Laxantien“)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Wirkstoff: Phenytoin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Nervosität und Schlafstörungen (sogenannte „Barbiturate“)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines zu hohen Augendrucks (Wirkstoff: Acetazolamid)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder eines niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Diazoxid)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Wirkstoff: Rifampicin)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines sehr niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Glukagon)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm verstärken oder abschwächen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (sogenannte „H2-Antagonisten“)
  • Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einer Herzschwäche, wie z.B. „Beta- Blocker“, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Mittel können die Zeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels verdecken, deshalb ist bei ihrer Anwendung besondere Vorsicht geboten.

Glimepirid ratiopharm kann die Wirkung folgender Arzneimittel sowohl verstärken als auch abschwächen:

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate wie z.B. Warfarin).

Colesevelam, ein Arzneimittel zur Cholesterinsenkung, hat Einfluss auf die Glimepirid ratiopharm- Aufnahme. Um diesen Effekt zu verhindern, wird Ihnen empfohlen, Glimepirid ratiopharm mindestens 4 Stunden vor der Einnahme von Colesevelam einzunehmen.

Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit Alkohol

Alkoholkonsum kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm in einer nicht vorhersehbaren Weise verstärken oder abschwächen.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Verständigen Sie umgehend Ihren Arzt falls eine der folgenden Beschwerden bei Ihnen auftritt: Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

  • allergische Reaktionen (einschließlich Entzündung der Blutgefäße, oft zusammen mit einem Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, Blutdruckabfall, manchmal bis hin zum Schock führen können.
  • abnorme Leberfunktion, einschließlich einer Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht), Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallestauung), Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

    allergische Hautreaktionen (Überempfindlichkeit) wie z.B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht. Manche zunächst geringfügige allergische Reaktionen können schwerwiegend werden und zu Beschwerden beim Schlucken oder Atmen, zu Schwellung der Lippen, im Halsbereich oder der Zunge führen.

  • schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Krämpfen oder Koma.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

  • zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
  • Abnahme bestimmter Blutzellen:
    • Blutplättchen (erhöhtes Risiko einer Blutung oder eines Blutergusses)
    • weiße Blutkörperchen (es kann leichter zu Infektionen kommen)
    • rote Blutkörperchen (kann zu blasser Haut, Schwäche oder Kurzatmigkeit führen). Diese Beschwerden verbessern sich üblicherweise, wenn Sie Glimepirid ratiopharm nicht mehr einnehmen.
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Geschmacksstörung

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl, Gefühl von Aufgeblähtheit und Bauchschmerzen
  • Abnahme des Natriumspiegels im Blut (durch eine Blutuntersuchung feststellbar).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • allergische Reaktionen mit „Sulfonylharnstoffen“, „Sulfonamiden“ oder verwandten Wirkstoffen können auftreten
  • zu Beginn der Glimepirid ratiopharm-Behandlung können Sehstörungen auftreten. Das hängt mit der Veränderung des Blutzuckerspiegels zusammen und sollte sich bald bessern
  • erhöhte Leberenzymwerte
  • schwere ungewöhnliche Blutungen und blaue Flecken unter der Haut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http//www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Glimepirid ratiopharm 6 mg enthält

Der Wirkstoff ist Glimepirid. Jede Tablette enthält 6 mg Glimepirid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Povidon K30, Polysorbat 80, Talkum, Magnesiumstearat, Gelbes Eisenoxid (E 172), Rotes Eisenoxid (E 172).

Wie Glimepirid ratiopharm 6 mg aussieht und Inhalt der Packung

Hellrote, längliche Tabletten mit abgeschrägter Kante und einseitiger Bruchrille.

Glimepirid ratiopharm 6 mg ist erhältlich in

Blisterpackungen mit 10, 20, 28, 30, 50, 60, 90, 100, 120 oder 180 Tabletten, Bündelpackungen mit 6 Kartons, die jeweils 30 Tabletten enthalten,

10x1, 20x1, 30x1, 50x1, 60x1, 90x1, 100x1 oder 120x1 Tabletten und HDPE-Flaschen mit 100 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.

Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland Glimepirid-ratiopharm 6 mg Tabletten Österreich Glimepirid ratiopharm 6 mg Tabletten

Z.Nr.: 1-26631

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2020.

Zuletzt aktualisiert: 11.09.2021

Quelle: Glimepirid ratiopharm 6 mg Tabletten - Packungsbeilage

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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