Wirkstoff(e) Glimepirid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.10.1996
ATC Code A10BB12
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

sanofi-aventis GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Glimepirid Genericon 2 mg Tabletten Glimepirid Genericon Pharma GmbH
Glimepirid Actavis 2 mg Tabletten Glimepirid Actavis Group PTC ehf
Glimepirid 1A Pharma 2 mg - Tabletten Glimepirid 1A Pharma GmbH
Glimepirid Teva 1 mg Tabletten Glimepirid Teva
Glimepirid Sandoz 2 mg - Tabletten Glimepirid Sandoz GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Amaryl ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Dieses Arzneimittel geh√∂rt zu einer Gruppe blutzuckersenkender Mittel, die ‚ÄěSulfonylharnstoffe‚Äú genannt werden. Amaryl f√ľhrt zu einer verst√§rkten Freisetzung von Insulin aus Ihrer Bauchspeicheldr√ľse. Dieses Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel.

Wof√ľr Amaryl angewendet wird:

Amaryl dient zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit (sogenannter ‚ÄěDiabetes mellitus Typ 2‚Äú), wenn Di√§t, k√∂rperliche Aktivit√§t und Gewichtsabnahme allein Ihren Blutzuckerspiegel nicht ausreichend kontrollieren.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nehmen Sie Amaryl nicht ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn:

  • Sie allergisch gegen Glimepirid oder andere ‚ÄěSulfonylharnstoffe‚Äú (das sind Arzneimittel zur Blutzuckersenkung wie z. B. Glibenclamid) oder ‚ÄěSulfonamide‚Äú (das sind Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen wie z. B. Sulfamethoxazol) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Sie Diabetes mellitus Typ 1 haben.
  • Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation der Zuckerkrankheit, bei der der S√§urespiegel in Ihrem K√∂rper erh√∂ht ist und Sie folgende Beschwerden haben k√∂nnen: Ersch√∂pfung, √úbelkeit, h√§ufiger Harndrang und Muskelsteifheit).
  • Sie extrem erh√∂hte Blutzuckerwerte haben (diabetisches Koma).
  • Sie eine schwere Nierenerkrankung haben.
  • Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft. Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amaryl verwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amaryl einnehmen, wenn:

  • Sie sich gerade von einer Verletzung, einer Operation, einer Infektion mit Fieber oder anderen Belastungen erholen; eine vor√ľbergehende √Ąnderung Ihrer Behandlung k√∂nnte notwendig sein.
  • Sie eine schwere St√∂rung Ihrer Leber- oder Nierenfunktion haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob das auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amaryl einnehmen.

Bei Patienten, denen das Enzym ‚ÄěGlukose-6-Phosphat-Dehydrogenase‚Äú fehlt, kann es zu einem Absinken des H√§moglobinspiegels und einer verminderten Anzahl roter Blutk√∂rperchen (sogenannte ‚Äěh√§molytische An√§mie‚Äú) kommen.

Die verf√ľgbare Information zur Verwendung von Amaryl bei Personen unter 18 Jahren ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Wichtige Informationen zur sogenannten ‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Sie Amaryl einnehmen, kann Ihr Blutzuckerspiegel stark absinken (sogenannte ‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú). Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Hypoglyk√§mie, ihren Anzeichen und ihrer Behandlung.

Folgende Faktoren k√∂nnen das Risiko f√ľr eine Hypoglyk√§mie erh√∂hen:

  • Unterern√§hrung, unregelm√§√üige Mahlzeiten, ausgelassene bzw. versp√§tete Mahlzeiten oder Fastenperioden,
  • √Ąnderung Ihrer gewohnten Ern√§hrung (Di√§t),
  • die Einnahme von zu viel Amaryl,
  • eine verringerte Nierenfunktion,
  • eine schwere Lebererkrankung,
  • wenn Sie unter bestimmten, durch Hormone verursachten Beschwerden leiden (St√∂rung der Funktion der Schilddr√ľse, der Hirnanhangsdr√ľse oder der Nebennierenrinde),
  • Alkoholkonsum (vor allem wenn Sie eine Mahlzeit auslassen),
  • die Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe weiter unten ‚ÄěEinnahme von Amaryl zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú),
  • wenn Sie Ihre k√∂rperliche Aktivit√§t steigern, aber nicht ausreichend essen, oder Nahrung zu sich nehmen, die weniger Kohlenhydrate als √ľblich enth√§lt.

Anzeichen einer Hypoglykämie umfassen:

  • qu√§lenden Hunger, Kopfschmerz, √úbelkeit, Erbrechen, Tr√§gheit, M√ľdigkeit, Schlafst√∂rungen, Ruhelosigkeit, Aggression, Konzentrationsst√∂rungen, verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionsf√§higkeit, Depression, Verwirrung, Sprech- und Sehst√∂rungen, undeutliches Sprechen, unsicheren Gang, teilweise L√§hmung, gest√∂rte Sinneswahrnehmung, Schwindel, Hilflosigkeit.
  • Folgende Anzeichen k√∂nnen auch auftreten: Schwitzen, feuchte Haut, Angst, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, pl√∂tzliche starke Schmerzen in der Brust, die in benachbarte K√∂rperteile ausstrahlen k√∂nnen (Angina pectoris und Herzrhythmusst√∂rungen).

Wenn der Blutzuckerspiegel weiter abfällt, kann es zu starker Verwirrung (Delirium), Krämpfen, einem Verlust der Selbstkontrolle, flacher Atmung und verlangsamtem Herzschlag kommen und Sie können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann dem eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Behandlung einer Hypoglykämie

In den meisten F√§llen verschwinden die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sehr rasch, wenn Sie zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen, z. B. W√ľrfelzucker, einen zuckerhaltigen Saft oder gezuckerten Tee.

Sie m√ľssen daher stets etwas Zuckerhaltiges bei sich haben (z. B. W√ľrfelzucker).

Bedenken Sie, dass k√ľnstlicher S√ľ√üstoff wirkungslos ist. Bitte verst√§ndigen Sie einen Arzt oder suchen Sie umgehend ein Krankenhaus auf, wenn die Aufnahme von Zucker nicht hilft oder die Beschwerden wiederkehren.

Labortests

Ihr Zuckerspiegel im Blut oder Harn sollte regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden. Ihr Arzt kann auch Bluttests durchf√ľhren, um Ihre Blutzellzahl und die Leberfunktion zu √ľberpr√ľfen.

Kinder und Jugendliche

Amaryl wird zur Behandlung von Kindern unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Einnahme von Amaryl zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt kann die Amaryl-Dosis ggf. ändern, wenn Sie auch andere Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung von Amaryl auf Ihren Blutzuckerspiegel abschwächen oder verstärken.

Die folgenden Arzneimittel k√∂nnen die blutzuckersenkende Wirkung von Amaryl verst√§rken. Das kann zum Risiko einer Hypoglyk√§mie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel) f√ľhren:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Wirkstoffe: z. B. Insulin oder Metformin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entz√ľndungen (Wirkstoffe: z. B. Phenylbutazon, Azopropazon, Oxyphenbutazon, acetylsalicyls√§urehaltige Arzneimittel),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie z. B. langwirksame Sulfonamide),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder Pilzen (Wirkstoffe: z. B. Tetracycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin),
  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Wirkstoffe: Cumarinderivate wie z. B. Warfarin),
  • Arzneimittel zum Muskelaufbau (sogenannte ‚ÄěAnabolika‚Äú),
  • Arzneimittel zum Ersatz m√§nnlicher Sexualhormone,
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Wirkstoffe: z. B. Fluoxetin, sogenannte ‚ÄěMAO-Hemmer‚Äú),
  • Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Fibrate),
  • Arzneimittel zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks (sogenannte ‚ÄěACE-Hemmer‚Äú),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Wirkstoffe: Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon),
  • Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Wirkstoffe: Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid),
  • Arzneimittel zur Behandlung von √úbergewicht (Wirkstoff: Fenfluramin),
  • Arzneimittel zur Steigerung der Zirkulation, wenn es in hohen Dosen intraven√∂s verabreicht wird (Wirkstoff: Pentoxifyllin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien im Nasenraum, wie z. B. Heuschnupfen (Wirkstoff: Tritoqualin),
  • Arzneimittel, die ‚ÄěSympatholytika‚Äú genannt werden und zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzschw√§che oder Prostatabeschwerden dienen,
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (Wirkstoff: Disopyramid).

Die folgenden Arzneimittel k√∂nnen die blutzuckersenkende Wirkung von Amaryl abschw√§chen. Das kann zum Risiko einer Hyperglyk√§mie (einem zu hohen Blutzuckerspiegel) f√ľhren:

  • Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (√Ėstrogene, Gestagene),
  • Arzneimittel, die die Harnbildung unterst√ľtzen (sogenannte ‚ÄěThiazid-Diuretika‚Äú),
  • Arzneimittel, die die Schilddr√ľse anregen (Wirkstoff: z. B. Levothyroxin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entz√ľndungen (sogenannte ‚ÄěGlukokortikoide‚Äú),
  • Arzneimittel zur Behandlung schwerer geistiger St√∂rungen (Wirkstoffe: Chlorpromazin und andere Phenothiazinderivate),
  • Arzneimittel, die den Herzschlag verst√§rken, zur Behandlung von Asthma, einer verstopften Nase oder von Husten oder Erk√§ltung dienen, zur Gewichtsreduktion oder bei lebensbedrohlichen Notf√§llen eingesetzt werden (Wirkstoffe: Adrenalin und sogenannte ‚ÄěSympathomimetika‚Äú),
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels (Wirkstoff: Nicotins√§ure),
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Verstopfung, wenn sie √ľber lange Zeit angewendet werden (sogenannte ‚ÄěLaxanzien‚Äú),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Wirkstoff: Phenytoin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Nervosit√§t und Schlafst√∂rungen (sogenannte ‚ÄěBarbiturate‚Äú),
  • Arzneimittel zur Behandlung eines zu hohen Augendrucks (Wirkstoff: Acetazolamid),
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder eines niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Diazoxid),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Wirkstoff: Rifampicin),
  • Arzneimittel zur Behandlung eines sehr niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Glukagon).

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Amaryl verstärken oder abschwächen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschw√ľren (sogenannte ‚ÄěH2-Antagonisten‚Äú),
  • Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einer Herzschw√§che, wie z. B. sogenannte ‚ÄěBetablocker‚Äú, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Mittel k√∂nnen die Zeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels verdecken, deshalb ist bei ihrer Anwendung besondere Vorsicht geboten.

Amaryl kann die Wirkung folgender Arzneimittel sowohl verstärken als auch abschwächen:

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate wie z. B. Warfarin).

Colesevelam, ein Arzneimittel zur Cholesterinsenkung, hat Einfluss auf die Amaryl-Aufnahme. Um diesen Effekt zu verhindern, wird Ihnen empfohlen, Amaryl mindestens 4 Stunden vor der Einnahme von Colesevelam einzunehmen.

Einnahme von Amaryl zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Alkoholkonsum kann die blutzuckersenkende Wirkung von Amaryl in einer nicht vorhersehbaren Weise verstärken oder abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Amaryl darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Stillzeit

Amaryl kann in die Muttermilch gelangen. Amaryl darf während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen!

Ihre Konzentrations- und Reaktionsf√§higkeit kann beeintr√§chtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig (sogenannte ‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú) oder zu hoch ist (sogenannte ‚ÄěHyperglyk√§mie‚Äú) oder wenn Sie aufgrund dieser Umst√§nde eine vor√ľbergehende Sehst√∂rung haben. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst, oder andere Personen, in Gefahr bringen k√∂nnten (z. B. wenn Sie Auto fahren oder eine Maschine bedienen). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie Auto fahren k√∂nnen, wenn Sie:

  • h√§ufig einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel (‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú) haben,
  • wenige oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels an sich bemerken.

Amaryl enthält Lactose (Milchzucker).

Amaryl enth√§lt Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Amaryl erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Amaryl enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder w√§hrend der ersten Mahlzeit des Tages (√ľblicherweise das Fr√ľhst√ľck) ein. Wenn Sie kein Fr√ľhst√ľck zu sich nehmen, wenden Sie das Arzneimittel zu dem Zeitpunkt an, den Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Es ist wichtig, w√§hrend der Behandlung mit Amaryl keine Mahlzeit auszulassen.
  • Schlucken Sie die Tabletten mit zumindest einem halben Glas Wasser. Sie d√ľrfen die Tabletten weder zerdr√ľcken noch zerkauen.
  • Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wie viele Tabletten sind einzunehmen

Die Amaryl-Dosis h√§ngt von Ihren Bed√ľrfnissen, den Umst√§nden und den Ergebnissen der Blut- und Harnzuckertests ab und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein, als Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.

  • Die √ľbliche Anfangsdosis ist 1 Amaryl 1 mg Tablette 1 x t√§glich.
  • N√∂tigenfalls kann Ihr Arzt diese Dosis im Abstand von 1‚Äď2 Behandlungswochen erh√∂hen.
  • Die maximale empfohlene Tagesdosis ist 6 mg Amaryl.
  • Eine Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid und Insulin kann eingeleitet werden. In diesem Fall wird Ihr Arzt die geeignete Dosis Glimepirid, Metformin oder Insulin individuell f√ľr Sie festlegen.
  • Wenn sich Ihr K√∂rpergewicht √§ndert, Sie Ihren Lebensstil umstellen oder wenn Sie sich in einer Stresssituation befinden, kann das eine ge√§nderte Amaryl-Dosis erfordern. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt.
  • Wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass dieses Arzneimittel zu schwach oder zu stark wirkt, ver√§ndern Sie nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Amaryl eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel oder eine zus√§tzliche Dosis Amaryl eingenommen haben, besteht die Gefahr eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Anzeichen dieser sogenannten ‚ÄěHypoglyk√§mie‚Äú siehe Abschnitt 2.). In so einem Fall m√ľssen Sie unverz√ľglich ausreichend Zucker zu sich nehmen (z. B. einige St√ľcke W√ľrfelzucker, einen s√ľ√üen Saft oder ges√ľ√üten Tee) und sofort einen Arzt benachrichtigen. Wird eine versehentlich herbeigef√ľhrte Hypoglyk√§mie bei Kindern behandelt, muss die verabreichte Menge an Zucker sorgf√§ltig kontrolliert werden, um die M√∂glichkeit einer gef√§hrlichen Hyperglyk√§mie (das ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel) zu vermeiden. Bewusstlosen Personen darf weder Nahrung noch ein Getr√§nk eingefl√∂√üt werden.

Da eine Hypoglyk√§mie l√§ngere Zeit andauern kann, ist es sehr wichtig, dass der Patient so lange sorgf√§ltig √ľberwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Aufnahme in ein Krankenhaus kann notwendig sein, auch als Vorsichtsma√ünahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die √ľbrigen Tabletten, damit er wei√ü, was eingenommen wurde.

Schwere F√§lle einer Hypoglyk√§mie, die von Bewusstlosigkeit und schweren St√∂rungen des Nervensystems begleitet sind, sind medizinische Notf√§lle, die eine sofortige Behandlung und Aufnahme in ein Krankenhaus erfordern. Stellen Sie sicher, dass immer eine vorinformierte Person verf√ľgbar ist, die im Notfall einen Arzt verst√§ndigen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Amaryl vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Amaryl abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder abbrechen, muss Ihnen bewusst sein, dass die angestrebte blutzuckersenkende Wirkung nicht erreicht wird oder die Erkrankung sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie Amaryl so lange ein, bis der Arzt das Ende der Behandlung vorschreibt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Verständigen Sie umgehend Ihren Arzt, falls eine der folgenden Beschwerden bei Ihnen auftritt:

  • Allergische Reaktionen (inkl. Entz√ľndung der Blutgef√§√üe, oft zusammen mit einem Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, Blutdruckabfall, manchmal bis hin zum Schock f√ľhren k√∂nnen.
  • Abnorme Leberfunktion, einschlie√ülich einer Gelbf√§rbung der Haut und Augen (Gelbsucht), Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallestauung), Leberentz√ľndung (Hepatitis) oder Leberversagen.
  • Allergische Hautreaktionen (√úberempfindlichkeit) wie z. B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und erh√∂hte Empfindlichkeit gegen√ľber Sonnenlicht. Manche, zun√§chst geringf√ľgige allergische Reaktionen k√∂nnen schwerwiegend werden.
  • Schwere Hypoglyk√§mie mit Bewusstlosigkeit, Kr√§mpfen oder Koma.

Bei manchen Patienten, die Amaryl einnahmen, traten folgende Nebenwirkungen auf:

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglyk√§mie) (siehe Abschnitt 2.).
  • Abnahme bestimmter Blutzellen:
    • Blutpl√§ttchen (erh√∂htes Risiko einer Blutung oder eines Blutergusses),
    • wei√üe Blutk√∂rperchen (es kann leichter zu Infektionen kommen),
    • rote Blutk√∂rperchen (kann zu blasser Haut, Schw√§che oder Kurzatmigkeit f√ľhren).

Diese Beschwerden verbessern sich √ľblicherweise, wenn Sie Amaryl nicht mehr einnehmen.

  • Gewichtszunahme.
  • Haarausfall.
  • Geschmacksst√∂rung.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Allergische Reaktionen (inkl. Entz√ľndung der Blutgef√§√üe, oft zusammen mit einem Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, Blutdruckabfall, manchmal bis hin zum Schock f√ľhren k√∂nnen. Wenn bei Ihnen eine dieser Beschwerden auftritt, informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt.
  • Abnorme Leberfunktion, einschlie√ülich einer Gelbf√§rbung der Haut und Augen (Gelbsucht), Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallestauung), Leberentz√ľndung (Hepatitis) oder Leberversagen. Wenn bei Ihnen eine dieser Beschwerden auftritt, informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt.
  • √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, V√∂llegef√ľhl, Gef√ľhl von Aufgebl√§htheit und Bauchschmerzen.
  • Abnahme des Natriumspiegels im Blut (durch eine Blutuntersuchung feststellbar).

Nicht bekannt, H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar:

  • Allergische Hautreaktionen (√úberempfindlichkeit) wie z. B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und erh√∂hte Empfindlichkeit gegen√ľber Sonnenlicht. Manche, zun√§chst geringf√ľgige allergische Reaktionen k√∂nnen schwerwiegend werden und zu Beschwerden beim Schlucken oder Atmen, zu Schwellung der Lippen, im Halsbereich oder der Zunge f√ľhren. Deshalb m√ľssen Sie Ihren Arzt unverz√ľglich verst√§ndigen, wenn eine dieser Nebenwirkungen auftritt.
  • Allergische Reaktionen mit sogenannten ‚ÄěSulfonylharnstoffen‚Äú, ‚ÄěSulfonamiden‚Äú oder verwandten Wirkstoffen k√∂nnen auftreten.
  • Zu Beginn der Amaryl-Behandlung k√∂nnen Sehst√∂rungen auftreten. Das h√§ngt mit der Ver√§nderung des Blutzuckerspiegels zusammen und sollte sich bald bessern.
  • Erh√∂hte Leberenzymwerte.
  • Schwere ungew√∂hnliche Blutungen und blaue Flecken unter der Haut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Verwenden Sie Amaryl nicht, wenn Sie sichtbare Zeichen einer Beschädigung feststellen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Amaryl enthält

  • Der Wirkstoff ist: Glimepirid. Jede Tablette enth√§lt 4 mg Glimepirid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Carboxymethylst√§rke-Natrium (Typ A), Magnesiumstearat, mikrokristalline Cellulose, Povidon 25.000, Indigocarmin-Aluminiumsalz (E 132).

Wie Amaryl 4 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Amaryl 4 mg sind längliche, hellblaue Tabletten mit Bruchrillen auf beiden Seiten. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Die Tabletten werden in Blisterpackungen zu 14, 20, 28, 30, 50, 60, 90, 112, 120, 280 und 300 Tabletten angeboten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstra√üe 11, 1100 Wien, √Ėsterreich

Hersteller:

  • Sanofi S.r.l., Strada Statale 17, km 22, 67019 Scoppito (L¬īAquila), Italien
  • Sanofi Winthrop Industrie, 30‚Äď36 avenue Gustave Eiffel, 37100 Tours, Frankreich
  • Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Industriepark H√∂chst-Br√ľningstra√üe50, 65926 Frankfurt am Main, Germany

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigtem Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

    • Amaryl: Bulgarien, D√§nemark, Deutschland, Estland, Finnland, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, √Ėsterreich, Rum√§nien, Slowakei, Schweden, Spanien, Tschechische Republik, Vereinigtes K√∂nigreich, Zypern
    • Amaryl Tablete: Slowenien
    • Amaryl Tabletes: Lettland
    • Amaryl Tablet√®s: Litauen
    • Amarylle: Belgien, Luxemburg
    • Amarel: Frankreich
    • Solosa: Griechenland Z. Nr.: 1-21665

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Amaryl 4 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Glimepirid
Zulassungsland √Ėsterreich
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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.10.1996
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Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden