Heparin medicamentum 5000 I.E/ml - Durchstichflasche

Abbildung Heparin medicamentum 5000 I.E/ml - Durchstichflasche
Wirkstoff(e) Heparin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller medicamentum pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code B01AB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antithrombotische Mittel

Zulassungsinhaber

medicamentum pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Heparin hemmt die Blutgerinnung. Es wird angewendet bei Lungenembolie und tiefer Venenthrombose (Bildung eines Blutgerinnsels in der Lunge oder in den Venen), zur Hemmung der Blutgerinnung nach der Auflösung eines Blutgerinnsels, zur Vermeidung eines erneuten Herzinfarkts, zur Therapie eines drohenden Herzinfarktes, zur Einleitung der Blutgerinnungshemmung unmittelbar nach einem Herzinfarkt und zur Vermeidung der Bildung von Blutgerinnseln bei Gefäßoperationen.

Heparin wird auch eingesetzt zur Therapie der Verbrauchskoagulopathie (Blutgerinnung wird aktiviert z.B. nach Schock oder Verbrennung) und zur Gerinnungshemmung bei Einsatz der Herz-Lungen- Maschine (extrakorporaler Kreislauf).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Heparin medicamentum darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Heparin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn bei Ihnen eine heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT, Abnahme der Blutpl√§ttchen nach Heparinverabreichung) diagnostiziert wurde oder vermutet wird
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Benzylalkohol (Konservans) sind
  • wenn Sie eine gesteigerte Blutungsneigung haben (z.B. H√§mophilie, Thrombozytopenie)
  • wenn Sie Blutungen im Magen/Darm Trakt, in der Lunge, in der Niere oder im Gehirn haben
  • wenn Sie an schweren Erkrankungen von Leber, Bauchspeicheldr√ľse oder Niere leiden
  • wenn Sie an einer Krankheit leiden, die eventuell die Gef√§√üe besch√§digen k√∂nnte, z.B.
    • Magen-Darm Geschw√ľre
    • Krebsgeschw√ľre im Magen-Darm Trakt
    • operative Eingriffe am Zentralnervensystem (Gehirn, Wirbels√§ule) sowie am Auge
    • durch Diabetes bedingte Erkrankung der Netzhaut
    • teilweiser oder vollst√§ndiger Verschluss eines Hirngef√§√ües
    • unkontrollierter schwerer Bluthochdruck
    • erh√∂hte Durchl√§ssigkeit der Kapillargef√§√üe
    • bakterielle Entz√ľndung des Herzens
  • wenn Sie an aktiver Tuberkulose leiden
  • wenn Ihnen eine Fehlgeburt droht
  • bei Fr√ľhgeborenen oder Neugeborenen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Heparin medicamentum anwenden. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Heparin medicamentum ist erforderlich,

  • wenn bei Ihnen Eingriffe an der Prostata oder Wirbels√§ule durchgef√ľhrt werden und bei Blutgerinnseln im Gehirn
  • wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist
  • wenn Sie Medikamente einnehmen oder verabreicht bekommen die den Kaliumspiegel im Blut beeinflussen oder die Blutgerinnung herabsetzen k√∂nnen.

Ihr behandelnder Arzt wird Ihre Blutgerinnung regelm√§√üig mittels Blutuntersuchung kontrollieren. Aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse kann die Behandlung abgebrochen oder verschoben werden. Ihr Arzt wird Sie informieren falls bei Ihnen die sogenannte Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) diagnostiziert wurde; in diesem Fall wird die Therapie sofort abgesetzt und Sie d√ľrfen nie wieder mit Heparin oder Heparin-√§hnlichen Medikamenten behandelt werden. Sie werden ein anderes Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung erhalten.

Falls Sie √ľber 60 Jahre alt sind k√∂nnen vermehrt Blutungen auftreten.

In den ersten 36 Stunden nach einer Geburt ist besondere Vorsicht geboten.

Falls Sie unter erhöhtem Blutdruck leiden, wird dies ihr behandelnder Arzt regelmäßig kontrollieren.

Falls ihr Arzt eine √úberempfindlichkeit auf Heparin vermutet, kann er Ihnen eine kleine Probedosis verabreichen.

Anwendung von Heparin medicamentum zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Bestimmte Arzneimittel k√∂nnen zu einer Verst√§rkung der Wirkung von Heparin und damit zu einer erh√∂hten Blutungsgefahr f√ľhren:

  • bestimmte entz√ľndungshemmende Mittel (z.B. Indometacin)
  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (z.B. Acetylsalicyls√§ure/Aspirin, Dipyridamol, Cumarin- Derivate, Antithrombin III-Konzentrat) oder Arzneimittel zur Aufl√∂sung von Blutgerinnseln (z.B. Streptokinase, Alteplase)
  • Volumsersatzl√∂sungen (Dextrane)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (Sulfinpyrazon, Probenecid)
  • Arzneimittel zur Entw√§sserung (Etacryns√§ure)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (Valproins√§ure)
  • Bestimmte Antibiotika (Penicillin i.v. in hohen Dosen, manche Cephalosporine)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Zytostatika)

Bestimmte Arzneimittel k√∂nnen zu einer Verminderung der Wirkung von Heparin f√ľhren:

  • Ascorbins√§ure (Vitamin C)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (Antihistaminika)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (Digitalis)
  • Nikotin
  • Bestimmte Antibiotika (Tetrazykline)

- Arzneimittel zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen (Phenothiazine)

Heparin kann die Wirkung von anderen Arzneimitteln verstärken:

Der Bilirubinspiegel im Blut kann erhöht sein.

Mit bestimmten ‚Äěbasischen‚Äú Medikamenten (z.B. Chinin, tricyclische Antidepressiva) kann es zu gegenseitiger Wirkungsabschw√§chung kommen.

Falls Sie Medikamente wie

  • bestimmte Entw√§sserungsmittel (kaliumsparende Diuretika)
  • bestimmte Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten) einnehmen, wird Ihr Arzt Sie besonders sorgf√§ltig √ľberwachen.

Wenn mehrere Arzneimittel (oder Arzneimittel und Genussmittel, wie z.B. Alkohol) eingenommen werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) der Arzneimittel kommen, selbst dann, wenn Sie die Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten anwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Falls Sie schwanger sind oder stillen wird Ihr behandelnder Arzt Sie besonders sorgf√§ltig √ľberwachen.

Hohe Dosierungen von Heparin √ľber einen l√§ngeren Zeitraum k√∂nnen zu einem erh√∂hten Risiko von Osteoporose f√ľhren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Heparin medicamentum hat keinen oder einen zu vernachl√§ssigenden Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Heparin medicamentum enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23mg) pro ml, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Heparin medicamentum

Benzylalkohol (Konservans) kann bei Säuglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen.

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Wie wird es angewendet?

Heparin medicamentum wird Ihnen von Ihrem Arzt oder anderem medizinischen Fachpersonal verabreicht. Versuchen Sie nicht, sich Heparin selbst zu spritzen!

Ihr behandelnder Arzt bestimmt die Dosis und die Therapiedauer; diese h√§ngt davon ab wof√ľr Heparin eingesetzt wird, von den Ergebnissen der einzelnen Blutuntersuchung und von Ihrem K√∂rpergewicht. Normalerweise erhalten Sie eine h√∂here Anfangsdosis und anschlie√üend eine geringere Dosis √ľber einen l√§ngeren Zeitraum.

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach Alter, Gewicht, Allgemeinzustand und Ansprechen des Patienten sowie vor allem nach den Gerinnungswerten: aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT), Thrombinzeit und Vollblutgerinnungszeit. Als gebräuchlichste Kontrollmethode ist die Bestimmung der aPTT zu nennen.

Bei Verabreichung von Heparin in therapeutischen Dosen sollte die aPTT das 1,5 ‚Äď 2,5fache des Normalwertes erreichen.

Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist im Allgemeinen eine Dosisreduktion erforderlich.

F√ľr Erwachsene gelten nachstehende Dosierungsrichtlinien:

1) Lungenembolie und tiefe Venenthrombose

Man beginnt die gerinnungshemmende Behandlung mit Heparin medicamentum beim normalgewichtigen Erwachsenen mit einer intraven√∂sen Bolusinjektion von 5000 I.E. Anschlie√üend setzt man vorzugsweise mit einer Dauerinfusion fort, wobei als Richtwert eine Dosis von 14 ‚Äď 18 I.E./kg K√∂rpergewicht pro Stunde gilt. Ist eine Dauerinfusion nicht m√∂glich, kann eine intermittierende intraven√∂se Therapie mit 5000 bis 10.000 I.E. in 4-st√ľndigen Intervallen durchgef√ľhrt werden.

Die Behandlung sollte √ľber mindestens 5 Tage erfolgen bzw. sollte so lange fortgef√ľhrt werden bis eine ausreichende orale Antikoagulierung erreicht worden ist. Anschlie√üend setzt man die Antikoagulantientherapie im Allgemeinen √ľber 3 - 6 Monate fort.

Kinder (>1 Jahr):

Initial verabreicht man eine i.v. Bolusinjektion von 50 ‚Äď 75 I.E./kg KG und setzt mit einer Dauerinfusion von 15 ‚Äď 25 I.E./kg KG/h fort.

2) Verbrauchskoagulopathie (Disseminierte intravaskuläre Gerinnung)

Die intravasale Aktivierung des H√§mostasesystems kann durch eine Reihe von Grundkrankheiten ausgel√∂st werden. In akuten F√§llen ist das klinische Bild durch ein schweres Schocksyndrom, verbunden mit erh√∂hter Blutungstendenz, gekennzeichnet. Allgemeine Richtlinien f√ľr die Therapie mit Heparin medicamentum zur Unterbrechung der Umsatzst√∂rungen k√∂nnen nur f√ľr das Initialstadium und f√ľr die prophylaktische Anwendung gegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, dass eine derartige Therapie nur an spezialisierten Abteilungen durchgef√ľhrt werden soll. Die individuell erforderliche Dosierung richtet sich u.a. nach der Thrombozytenz√§hlung, aPTT, Thrombinzeit, Fibrinogenbestimmung und dem Nachweis von Fibrin/Fibrinogen-Spaltprodukten.

Bei Erwachsenen wird folgende Vorgangsweise empfohlen: Nach einer Initialdosis von 2000 ‚Äď 5000 I.E. Heparin i.v. werden 12-18 I.E./kg K√∂rpergewicht pro Stunde als Dauerinfusion verabreicht.

Kindern(>1 Jahr) verabreicht man initial eine i.v. Bolusinjektion von 30 I.E. Heparin/kg Körpergewicht und setzt mit einer Dauerinfusion von 15 I.E./kg Körpergewicht pro Stunde fort.

3) Extrakorporaler Kreislauf

Der Einsatz von Heparin medicamentum bei extrakorporalem Kreislauf unterscheidet im Wesentlichen zwei Anwendungsgebiete: Die Anwendung bei Operationen mit der Herz-Lungen-Maschine und die extrakorporale Dialyse bei der k√ľnstlichen Niere. Heparin passiert die Dialysemembran normalerweise nicht, ebenso wenig wie die H√§mofiltrationsmembran.

Herz-Lungen-Maschine

Nachstehende Angaben k√∂nnen nur als Richtwerte aufgefasst werden, da die exakt ben√∂tigte Menge von der Dauer der Operation und dem verwendeten Maschinentyp abh√§ngt. Vor Beginn der extrakorporalen Zirkulation verabreicht man dem Patienten intraven√∂s 300 I.E. Heparin/kg K√∂rpergewicht. Der Heparinzusatz f√ľr die Maschinenf√ľllung betr√§gt bei der Verwendung von Blutkonserven 2500 I.E. pro 500 ml Blut. Falls eine andere Perfusionsfl√ľssigkeit verwendet wird, gibt man initial 400 I.E./kg K√∂rpergewicht und bei l√§ngerer Operationsdauer nach 60 Minuten nochmals 50% der Initialdosis. Nach Beendigung der extrakorporalen Zirkulation ist der Heparineffekt durch Protaminsulfat oder Protaminhydrochlorid zu neutralisieren (10 mg Protaminhydrochlorid neutralisieren 1000 I.E. Heparin). Nach Protamingabe ist die Thrombinzeit f√ľr die Dauer von ca. 1 Stunde in 15min√ľtigen Abst√§nden, anschlie√üend zweimal in Intervallen von 3 Stunden zu kontrollieren. Sollte sich die Thrombinzeit wieder auf Werte im pathologischen Bereich verl√§ngern, ist die H√§lfte der Protaminsulfat- bzw. Protaminhydrochloridgabe nachzuapplizieren.

Extrakorporale Dialyse

Die ben√∂tigte Heparinmenge h√§ngt von der Dauer und Art der Dialyse (allgemeine oder regionale Heparinisierung), dem verwendeten Maschinentyp sowie von der zugrundeliegenden Indikation und dem Gerinnungsstatus des Patienten ab. Aus diesen Gr√ľnden k√∂nnen allgemeine Angaben zur Dosierung nicht erfolgen. Die Heparinzufuhr sollte allerdings so gew√§hlt werden, dass eine Konzentration von 1 I.E./ml Blut gegeben ist, die als ausreichend angesehen wird, um Gerinnungsprozesse im Schlauchsystem zu verhindern.

Vor Dialyse sowie nach 30 Minuten und anschlie√üend in Intervallen von 1 Stunden ist die Durchf√ľhrung von Gerinnungsanalysen empfehlenswert: Bestimmung der aPTT, der Thrombinzeit, Fibrinogenbestimmung, Thrombozytenz√§hlung, Antithrombin III-Bestimmung.

Bei der regionalen Heparinisierung, wobei das aus dem ven√∂sen Schlauchteil des Dialysators r√ľckflie√üende Blut durch Protamin neutralisiert wird, ist die Kontrolle der Rekalzifizierungszeit im K√∂rperblut und Dialysatorblut anzuraten. Letzteres sollte Werte von etwa 5 Minuten aufweisen.

4) Anschlussantikoagulierung nach Fibrinolyse

Im Anschluss an eine Fibrinolysetherapie empfiehlt sich die Verabreichung von 10 I.E./kg Körpergewicht pro Stunde als Dauerinfusion. 9 Stunden nach dem Ende der Fibrinolysetherapie erhöht man die Dosis auf 15 I.E./kg Körpergewicht pro Stunde.

5) Herzinfarkt

Reinfarktprophylaxe und Therapie des drohenden Infarktes

Folgendes Therapieschema ist angezeigt: 12 - 24 I.E./kg Körpergewicht pro Stunde als Dauerinfusion oder, falls eine Dauerinfusion nicht möglich ist, 10.000 bis 15.000 I.E. intermittierend intravenös im Abstand von 6 Stunden.

Einleitung der niedrig dosierten Thromboseprophylaxe im Anschluss an das akute Herzinfarktstadium

Zur Einleitung der niedrig dosierten Prophylaxe mit Heparin medicamentum werden zus√§tzlich zur subkutanen Gabe von 5000 I.E. weitere 5000 I.E. intraven√∂s gegeben, um den verz√∂gerten Wirkungseintritt nach s.c. Injektion zu √ľberbr√ľcken. Anschlie√üend f√§hrt man mit der s.c. Gabe von 5000 I.E. in Abst√§nden von 8 ‚Äď 12 Stunden fort.

6) Thromboseprophylaxe bei Operationen an Gefäßen

Wählt man bei gefäßrekonstruierenden Eingriffen die intravenöse Heparintherapie, so verabreicht man 10.000 I.E. intravenös vor Abklemmen der Gefäße und gibt nach Operationsende 12 I.E./kg Körpergewicht pro Stunde als Dauerinfusion bis zum 4. postoperativen Tag.

Art der Anwendung Intravenöse Anwendung.

Zur intraven√∂sen Injektion oder intraven√∂sen Infusion nach Verd√ľnnung.

Heparin medicamentum kann als Dauerinfusion (Motorspritze) mit 5%iger Glucose- oder 0,9%iger Natriumchloridl√∂sung zugef√ľhrt werden.

Falls Sie Fragen zu Ihrer Therapie haben, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Heparin medicamentum erhalten haben, als Sie sollten

Im Falle einer Überdosierung können Sie verstärkt an Blutungen leiden. Die Blutungen treten zumeist aus Haut- und Schleimhäuten, Wunden, Magen/Darmtrakt und in der Blase auf.

Bei leichten, nicht lebensbedrohlichen Blutungen wird die Heparindosis reduziert bzw. gegebenenfalls die Heparintherapie abgesetzt.

Bei schweren, lebensbedrohlichen Blutungen wird als Gegenmittel zur Neutralisierung der Heparinwirkung Protaminsulfat oder Protaminhydrochlorid gegeben. Als Regel gilt, dass 1mg Protamin die Wirkung von 100 I.E. Heparin neutralisiert.

Die Protamin-Verabreichung darf nur unter strenger √úberwachung erfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die Häufigkeiten der beobachteten Nebenwirkungen sind definiert als:

  • Sehr h√§ufig: betreffen mehr als 1 Behandelten von 10
  • H√§ufig: betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100
  • Gelegentlich: betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1000
  • Selten: betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10000
  • Sehr selten: betreffen weniger als 1 Behandelten von 10000
  • Unbekannt: Die H√§ufigkeit kann aus den verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden.

Häufig bis sehr häufig:

  • Verminderte Zahl von Blutpl√§ttchen; dies wird von ihrem behandelnden Arzt √ľberwacht. Eine schwerwiegende Komplikation ist das Auftreten einer heparininduzierten Thrombocytopenie (HIT Typ II), was zu einem starken Abfall der Blutpl√§ttchen mit gleichzeitiger Bildung von Blutgerinnseln f√ľhrt. Dabei kann es zu Blutgerinnseln und daraus resultierendem Absterben von Gewebe in verschiedenen Organen, in Armen und Beinen und zum Schlaganfall kommen. Seltener kann es auch zu Blutungen f√ľhren (Blutungen unter der Haut, Blut im Stuhl, Blutungen nach Operationen). Diese Komplikation kann zum Tod f√ľhren.
  • Leichter Anstieg der Leberwerte (Transaminasen)
  • Schmerzen sowie Schwellungen, Entz√ľndungen, R√∂tungen, Juckreiz und kleinere blaue Flecken an der Injektionsstelle

Selten:

  • Geringere Anzahl von bestimmten wei√üen Blutk√∂rperchen (Eosinophilie)
  • allergische Reaktionen wie Schnupfen, tr√§nende Augen, juckender Ausschlag, Kopfschmerzen, Gelenksschmerzen, Fieber, Atemnot, Blutdruckabfall, Bronchialasthma, Kollaps und toxische und allergische Reaktionen auf Benzylalkohol (Konservans)
  • Funktionsst√∂rung der Nebenniere durch Blutung
  • St√∂rungen des Elektrolythaushaltes, besonders wenn Sie unter Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden oder Ihre Nierenfunktion beeintr√§chtigt ist
  • Blutdruckanstieg
  • vorr√ľbergehender Haarausfall
  • Zerst√∂rung von Gewebe und Blutungen an der Injektionsstelle sowie Blutungen aus Wunden

Sehr selten:

  • schmerzhafte Dauererektion des Penis
  • anaphylaktischer (allergischer) Schock

Nicht bekannt:

  • Blutungen im Magen/Darm Trakt
  • Blut im Stuhl, schwarz gef√§rbter Stuhl
  • √úbelkeit und Erbrechen
  • Haut- und Schleimhautblutungen
  • Hautausschl√§ge
  • Bei h√∂heren Dosen √ľber l√§ngere Zeit: Verminderung der Knochendichte, Br√ľche
  • Blutungen in der Blase/Blut im Urin
  • Anstieg der freien Fetts√§uren und des Thyroxins (Schilddr√ľsenhormon)
  • vorr√ľbergehender Kaliumanstieg im Blut
  • Erniedrigung des HDL-Cholesterins
  • Verf√§lschung der Blutzuckerwerte und des Ergebnisses des Bromsulfaleintestes
  • Hirninfarkt
  • Prellungen
  • Bluterguss unter der Hirnhaut (Subduralh√§matom)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern. Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

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Weitere Informationen

Was Heparin medicamentum enthält

  • Der Wirkstoff ist: Heparin-Natrium
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, 10 mg Benzylalkohol (Konservans) pro ml, Aqua ad injectionem

1ml der Injektionslösung enthält 5.000 I.E. Heparin-Natrium.

Wie Heparin medicamentum aussieht und Inhalt der Packung

Durchstechflasche aus Klarglas mit Gummistopfen und Bördelkappe aus Aluminium.

5 Durchstechflaschen zu 5 ml Klare, farblose bis gelbliche Lösung

Pharmazeutischer Unternehmer medicamentum pharma GmbH

Allerheiligen 51

8643 Allerheiligen im M√ľrztal T: + 43(0) 800 ‚Äď 080 744

F: + 43(0) 800 ‚Äď 080 766

E: office@medicamentum.at

Z.Nr.: 1-11741-P01

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2014.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden