Wirkstoff(e) Methylphenidat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co KG
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.02.2007
ATC Code N06BA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Psychostimulanzien, Mittel zur Behandlung der ADHS und Nootropika

Zulassungsinhaber

Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Anwendung

Medikinet Tabletten werden zur Behandlung einer Aufmerksamkeitsdefizit-HyperaktivitÀts-Störung (ADHS) angewendet.

  • Das Arzneimittel wird bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren angewendet.
  • Das Arzneimittel wird erst angewendet, wenn sich andere therapeutische Maßnahmen wie psycho- logische Beratung und Verhaltenstherapie allein als unzureichend erwiesen haben.

Medikinet Tabletten werden nicht zur Behandlung von Kindern unter 6 Jahren oder bei Erwachsenen angewendet, da die Sicherheit oder der Nutzen in diesen Patientengruppen nicht bekannt sind.

Wie das Arzneimittel wirkt

Medikinet Tabletten verbessern die AktivitÀt bestimmter nicht ausreichend aktiver Bereiche des Ge- hirns. Das Arzneimittel kann helfen, die Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsspanne) und die Konzent- ration zu erhöhen und impulsives Verhalten zu verringern.

Dieses Arzneimittel wird als Teil eines Behandlungsprogramms verabreicht, welches ĂŒblicherweise

  • psychologische,
  • pĂ€dagogische und
  • soziale Maßnahmen umfasst.

Medikinet Tabletten dĂŒrfen nur von einem Facharzt mit Erfahrung auf dem Gebiet der Verhaltensstörungen bei Kindern und/oder Jugendlichen begonnen und unter dessen Aufsicht angewendet werden.

Obwohl es keine Heilung fĂŒr ADHS gibt, können Behandlungsprogramme zu einer besseren Steuerung der Krankheit beitragen.

Über ADHS

FĂŒr Kinder und Jugendliche mit ADHS ist es schwierig:

still zu sitzen

sich zu konzentrieren

Sie sind nicht daran schuld, dass sie diese Dinge nicht können.

Viele Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten, still zu sitzen und sich zu konzentrieren. Gemeinsam mit ADHS können jedoch Probleme im Alltag auftreten. Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Schwierigkeiten beim Lernen und beim Erledigen der Hausaufgaben. Sie haben Schwierigkeiten sich zu Hause, in der Schule und anderswo gut zu benehmen.

Die Behandlung mit Medikinet Tabletten ist nicht bei allen Kindern und Jugendlichen mit ADHS angezeigt, und die Entscheidung zur Anwendung des Arzneimittels muss sich auf eine sehr grĂŒndliche Beurteilung des Schweregrades und der ChronizitĂ€t der Beschwerden des Kindes bzw. des Jugendlichen in AbhĂ€ngigkeit vom Alter stĂŒtzen. Die Anwendung von Me-dikinet Tabletten sollte stets auf diese Weise gemĂ€ĂŸ dem zugelassenen Anwendungsgebiet und in Übereinstimmung mit den Verschreibungs-/Diagnoseleitlinien erfolgen.

Nicht alle Patienten mit ADHS mĂŒssen medikamentös behandelt werden.

Die Intelligenz eines Kindes oder Jugendlichen wird durch ADHS nicht beeintrÀchtigt.

Überwachung wĂ€hrend der Behandlung mit Medikinet Tabletten

Ihr Arzt wird regelmĂ€ĂŸig Ihren Gesundheitszustand/den Gesundheitszustand Ihres Kindes (z. B. Blutdruck, Puls, psychische VerĂ€nderungen bzw. Auftreten von psychiatrischen Störun-gen) und auch das Wachstum ĂŒberprĂŒfen (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Ritalin einzunehmen?“)

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Wie wird es angewendet?

Wie viel soll eingenommen werden

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Ihr Arzt wird normalerweise die Behandlung mit einer niedrigen Dosis von 5 mg Methylphenidat einmal oder zweimal tĂ€glich zum FrĂŒhstĂŒck oder Mittagessen beginnen und falls notwendig die Dosis schrittweise erhöhen.
  • Die maximale Tagesdosis betrĂ€gt 60 mg.
  • Wenn die Wirkung der Tabletten zu frĂŒh am spĂ€ten Nachmittag oder am Abend aufhört, kann Ihr Arzt zu der EinschĂ€tzung kommen, dass eine kleine zusĂ€tzliche Dosis von Methylphenidathydro- chlorid (der Wirkstoff von Medikinet Tabletten) am Abend eingenommen werden kann.

Untersuchungen, die Ihr Arzt wĂ€hrend Ihrer bzw. der Behandlung Ihres Kindes durchfĂŒhrt

Ihr Arzt wird einige Untersuchungen durchfĂŒhren

  • Bevor Sie bzw. Ihr Kind mit der Einnahme beginnen, um sicherzustellen, dass Medikinet Tablet- ten sicher sind und eine positive Wirkung haben.
  • Nachdem Sie bzw. Ihr Kind mit der Behandlung beginnen, mindestens alle 6 Monate, möglicher- weise auch öfter. Diese Untersuchung wird auch bei einer DosisĂ€nderung durchgefĂŒhrt.
  • Diese Untersuchungen umfassen folgende Punkte:
    • Überwachung Ihres Appetits
    • Messung von GrĂ¶ĂŸe und Gewicht
    • Messung von Blutdruck und Herzfrequenz
    • Überwachung in Bezug auf Probleme hinsichtlich Stimmungsschwankungen, psychische Be- findlichkeit oder andere ungewöhnliche emotionale ZustĂ€nde bzw. ob sich diese wĂ€hrend der Einnahme von Medikinet Tabletten verschlimmert haben.

Dosisanpassung (Dosistitration)

Zu Beginn der Behandlung mit Ritalin ist eine sorgfÀltige Dosisanpassung erforderlich. Sie ist mit der niedrigst möglichen Dosis zu beginnen.

Art der Anwendung

Das Arzneimittel ist zum Einnehmen bestimmt.

Schlucken Sie oder Ihr Kind die Medikinet Tabletten mit ausreichend FlĂŒssigkeit. Falls erforderlich, können die Tabletten halbiert werden. Nehmen Sie die Tabletten zu oder direkt nach einer Mahlzeit ein.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind sich nach einem Monat Behandlung nicht besser fĂŒhlen

Wenn Sie bzw. Ihr Kind sich nicht besser fĂŒhlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt kann entscheiden, dass eine andere Behandlung erforderlich ist.

Langzeitbehandlung

Die Behandlung mit Medikinet Tabletten muss nicht unbegrenzt fortgefĂŒhrt werden. Wenn Sie bzw. Ihr Kind Medikinet Tabletten lĂ€nger als ein Jahr eingenommen haben, sollte der Arzt die Behandlung fĂŒr kurze Zeit absetzen, dies kann in den Schulferien versucht werden. Dadurch kann festgestellt werden, ob das Medikament noch notwendig ist.

Patienten unter Langzeitbehandlung (d. h. ĂŒber 12 Monate) mĂŒssen laufend sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden, vor allem auf Herz-Kreislauf-Zustand, Blutbefunde, Wachstum, Gewicht, Appetit und die Entwicklung neuer oder eine Verschlimmerung vorbestehender psychiatrischer Beschwer-den. Die Tests werden mindestens alle 6 Monate durchgefĂŒhrt, möglicherweise auch öfter. Sie werden auch durchgefĂŒhrt, wenn die Dosis geĂ€ndert wird.

Bei unsachgemĂ€ĂŸer Anwendung von Medikinet Tabletten

Ihr Kind muss auf die Gefahr einer Entwendung, einer falschen Verwendung und eines Miss-brauchs von Medikinet Tabletten ĂŒberwacht werden. Ein langfristiger Missbrauch von Mediki-net Tabletten kann zu ausgeprĂ€gter Toleranz, psychischer AbhĂ€ngigkeit, auffĂ€lligem Verhalten und psychotischen Episoden fĂŒhren

Dieses Arzneimittel ist nur fĂŒr Sie bzw. Ihr Kind bestimmt. Es muss von einem Arzt verordnet werden und darf deshalb an niemand anderen weitergegeben werden. Es kann anderen Men-schen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Ihr Kind.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge von Medikinet Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge des Arzneimittels als verordnet eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder rufen Sie die Rettung und sagen Sie, wie viele Tabletten eingenommen wurden.

Anzeichen einer Überdosierung sind: Erbrechen, Unruhe, Zittern, verstĂ€rkte unkontrollierte Bewegungen, Muskelzuckungen, KrampfanfĂ€lle (möglicherweise mit anschließendem Koma), extremes HochgefĂŒhl, Verwirrtheit, Halluzinationen (Sehen, FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind), SchweißausbrĂŒche, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, VerĂ€nderungen des Herzschlags (langsam, schnell oder unregelmĂ€ĂŸig), Bluthochdruck, erweiterte Pupillen sowie Nasen- und Mundtrockenheit.

MuskelkrĂ€mpfe, Fieber, rot-braun gefĂ€rbter Urin können mögliche Anzeichen fĂŒr einen abnor-malen Muskelabbau (Rhabdomyolyse) sein.

Hinweis fĂŒr das medizinische Fachpersonal

Informationen zur Behandlung einer Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind die Einnahme von Medikinet Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind keinesfalls die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme ver- gessen haben. Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine Einnahme vergessen haben, warten Sie bis Sie die nĂ€chste Dosis einnehmen mĂŒssen.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind die Einnahme von Medikinet Tabletten abbrechen

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen, können ADHS Symptome oder unerwĂŒnschte Nebenwirkungen, wie Depression erneut auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise ein schrittweises Absetzen der tĂ€glich eingenommenen Dosis empfehlen, bevor die Einnahme voll- stĂ€ndig beendet wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme von Medikinet Tabletten abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt o- der Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Obwohl bei manchen Patienten Nebenwirkungen auftreten, haben die meisten Patienten die Meinung, dass ihnen Methylphenidat hilft. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber diese Nebenwirkungen sprechen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Wenn eine der unten angefĂŒhrten Nebenwirkungen auf Sie zutrifft, informieren Sie unverzĂŒglich einen Arzt.

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • UnregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Palpitationen)
  • Stimmungswechsel, StimmungsumschwĂŒnge oder PersönlichkeitsverĂ€nderungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Gedanken bzw. der Wunsch, sich das Leben zu nehmen
  • FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind, dies sind Anzeichen einer Psychose
  • Unkontrollierte Sprechweise und Körperbewegungen (Tourette Syndrom)
  • Anzeichen einer Allergie, wie Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselausschlag, Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge oder anderen Körperteilen, Kurzatmigkeit, keuchende oder erschwerte Atmung.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Ungewöhnliches GlĂŒcksgefĂŒhl, ÜberaktivitĂ€t und Ungehemmtheit (Manie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Herzinfarkt
  • AnfĂ€lle (KrĂ€mpfe, Epilepsie mit KrĂ€mpfen)
  • SchĂ€len der Haut oder purpurfarbene bis rote Flecken
  • Unkontrollierbare MuskelkrĂ€mpfe, welche die Augen, den Kopf, den Nacken, den Körper und das Nervensystem betreffen, verursacht durch eine zeitweise mangelnde Blutversorgung des Ge- hirns.
  • LĂ€hmungserscheinungen oder Bewegungs- und Sehstörungen, Sprachschwierigkeiten (diese kön- nen Anzeichen fĂŒr Probleme mit BlutgefĂ€ĂŸen im Gehirn sein)
  • Abnahme der Anzahl an Blutzellen (rote Blutzellen, weiße Blutzellen und BlutplĂ€ttchen), was zu einer höheren AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infektionen, einer höheren Blutungsneigung und Verletzungsgefahr fĂŒhren kann.
  • Ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, sehr hoher Blutdruck und schwere KrĂ€mpfe („Ma- lignes Neuroleptisches Syndrom“). Es ist nicht sicher, dass diese Nebenwirkungen durch Methyl- phenidat oder andere Arzneimittel, die gleichzeitig mit Methylphenidat eingenommen werden, verursacht werden.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • UnerwĂŒnschte Gedanken, die immer wiederkehren
  • UnerklĂ€rbare Ohnmacht, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit (diese können Anzeichen fĂŒr Herzprob- leme sein)
  • Dauererektionen, die manchmal schmerzhaft sind, oder hĂ€ufigere Erektionen.

Wenn eine der oben angefĂŒhrten Nebenwirkungen bei Ihnen oder Ihrem Kind zutrifft, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Andere Nebenwirkungen beinhalten die Folgenden, sollten diese schwerwiegend sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Verringerter Appetit
  • Kopfschmerzen
  • NervositĂ€t
  • Schlaflosigkeit
  • Übelkeit
  • Trockener Mund

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Gelenkschmerzen
  • Hohe Temperatur (Fieber)
  • Ungewöhnlicher Haarverlust oder HaarverdĂŒnnung
  • Ungewöhnliche MĂŒdigkeit oder SchlĂ€frigkeit
  • Appetitverlust, Gewichtsverlust
  • Verminderung der Gewichtszunahme und des LĂ€ngenwachstums bei lĂ€ngerer Anwendung bei Kindern
  • Panikattacken
  • Verringerter Geschlechtstrieb
  • Zahnschmerzen
  • ÜbermĂ€ĂŸiges ZĂ€hneknirschen (Bruxismus)
  • Juckreiz, Hautausschlag oder stark juckender roter Hautausschlag (Nesselausschlag)
  • ÜbermĂ€ĂŸiges Schwitzen
  • Husten, Hals-, Kehlkopfschmerzen oder Nasen- und Halsreizungen, Kurzatmigkeit oder Schmer- zen im Brustkorb
  • VerĂ€nderung des Blutdrucks (meist hoher Blutdruck), schneller Herzschlag (Tachykardie), kalte HĂ€nde und FĂŒĂŸe
  • SchĂŒtteln oder Zittern, SchwindelgefĂŒhl, unkontrollierte Bewegungen, GefĂŒhl der inneren Unruhe und ungewöhnliche AktivitĂ€t
  • Aggressionen, Aufgeregtheit, Ruhelosigkeit, Angst, Depression, Stress, reizbares und abnormes Verhalten, Schlafprobleme, MĂŒdigkeit
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Unwohlsein im Magen, Verdauungsstörungen, Durst und Erbrechen. Diese Nebenwirkungen treten normalerweise zu Beginn der Behandlung auf und können verrin- gert werden, wenn man zur Einnahme des Arzneimittels etwas isst.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Verstopfung
  • EntzĂŒndung der SchleimhĂ€ute von Magen und DĂŒnndarm
  • Schmerzen in der Brust
  • Blut im Harn
  • Doppeltsehen oder verschwommenes Sehen
  • Muskelschmerzen, Muskelzucken, Muskelverspannungen
  • Erhöhte Leberwerte (bei Bluttests)
  • Wut, Weinerlichkeit, ĂŒbermĂ€ĂŸige Wahrnehmung der Umgebung, Anspannung, Unruhe

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • VerĂ€nderung des Sexualtriebs
  • Orientierungslosigkeit
  • Erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • BrustvergrĂ¶ĂŸerung bei MĂ€nnern
  • Hautrötung, erhabener roter Hautausschlag

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Plötzlicher Tod
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • Kleine rote Flecken auf der Haut
  • Eine EntzĂŒndung oder Blockierung der Arterien im Gehirn
  • VerĂ€nderungen bei Testergebnissen – einschließlich Leber- und Bluttests
  • Selbstmordversuch (einschließlich vollendete Selbsttötung), abnormales Denken, GefĂŒhllosigkeit und GefĂŒhlsarmut, hĂ€ufig wiederholtes Handeln, von einer Sache besessen sein
  • Taubheit, Kribbeln und FarbverĂ€nderungen in Fingern und Zehen (von weiß zu blau und dann zu rot) bei KĂ€lte („Raynauds PhĂ€nomen“)

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • MigrĂ€ne
  • Sehr hohes Fieber
  • Langsamer, schneller oder zusĂ€tzlicher Herzschlag
  • Epileptischer Anfall („Grand Mal Anfall“)
  • Sich Dinge vorstellen, die nicht der Wirklichkeit entsprechen, Verwirrtheit
  • Probleme mit BlutgefĂ€ĂŸen im Gehirn (Schlaganfall, EntzĂŒndung oder Verstopfung einer Arterie im Gehirn)
  • Erektile Dysfunktion
  • ÜbermĂ€ĂŸiger unkontrollierter Redefluss
  • AbhĂ€ngigkeit
  • UnfĂ€higkeit, die Ausscheidung von Urin zu kontrollieren (Inkontinenz)
  • Krampf der Kiefermuskulatur, der das Öffnen des Mundes erschwert (Trismus)
  • Stottern

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „Verwendbar/Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Medikinet Tabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Methylphenidathydrochlorid

Medikinet 5 mg Tabletten

Jede Tablette enthÀlt 5 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 4,32 mg Methylphenidat.

Medikinet 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthÀlt 10 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 8,65 mg Methylphenidat.

Medikinet 20 mg Tabletten

Jede Tablette enthÀlt 20 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 17,30 mg Methylphenidat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose MaisstÀrke, vorverkleistert Calciumhydrogenphosphat dihydrat Lactose-Monohydrat Magnesiumstearat

Wie Medikinet Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Medikinet 5 mg Tabletten

Weiße, runde, biplane, facettierte Tabletten mit beidseitiger, geschwungener Bruchkerbe, einseitige PrĂ€gung „S“ auf beiden HĂ€lften und 2 radialen, facettierten Einkerbungen im Stegbereich.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Medikinet 10 mg Tabletten

Weiße, runde, biplane, facettierte Tabletten mit beidseitiger, geschwungener Bruchkerbe, einseitige PrĂ€gung „M“ auf beiden HĂ€lften und 2 radialen, facettierten Einkerbungen im Stegbereich.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Medikinet 20 mg Tabletten

Weiße, runde, biplane, facettierte Tabletten mit beidseitiger, geschwungener Bruchkerbe, einseitige PrĂ€gung „L“ auf beiden HĂ€lften und 2 radialen, facettierten Einkerbungen im Stegbereich.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

PackungsgrĂ¶ĂŸen

Blisterpackungen mit PackungsgrĂ¶ĂŸen zu 20, 30 oder 50 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Medice Arzneimittel FĂŒtter GmbH & Co. KG

Kuhloweg 37, 58638 Iserlohn

Deutschland

Tel.: +49 2371 937-0

Fax: +49 2371 937-106

E-mail: info@medice.de

Medikinet 5 mg Tabletten

Z.Nr.: 1-26877

Medikinet 10 mg Tabletten

Z.Nr.: 1-26878

Medikinet 20 mg Tabletten

Z.Nr.: 1-26879

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im September 2021.

Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Behandlung der Überdosierung

Es gibt kein spezielles Antidot fĂŒr eine Methylphenidat-Überdosierung.

Die Behandlung besteht aus geeigneten unterstĂŒtzenden Maßnahmen.

Der Patient muss vor Selbstverletzung und vor Ă€ußeren Stimuli geschĂŒtzt werden, die die bereits vor- handene Überstimulation noch verschlimmern könnten. Wenn die Anzeichen und Symptome nicht zu schwerwiegend sind und der Patient bei Bewusstsein ist, kann der Magen durch Auslösen von Erbre- chen oder durch eine MagenspĂŒlung entleert werden. Vor DurchfĂŒhrung der MagenspĂŒlung mĂŒssen Agitiertheit und AnfĂ€lle ggf. unter Kontrolle gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Andere Maßnahmen zur Entgiftung des Darms sind die Verabreichung von Aktivkohle und eines AbfĂŒhrmit- tels. Bei Auftreten einer schweren Intoxikation ist vor Einleitung der MagenspĂŒlung eine sorgfĂ€ltig titrierte Dosis eines Benzodiazepins zu geben.

Eine intensivmedizinische Versorgung muss gewĂ€hrleistet sein, um Kreislauf und Atmung aufrecht zu erhalten; bei Hyperpyrexie kann eine Ă€ußerliche KĂŒhlung erforderlich sein.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Medikinet 20 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Methylphenidat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co KG
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.02.2007
ATC Code N06BA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Psychostimulanzien, Mittel zur Behandlung der ADHS und Nootropika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden