Medikinet retard 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Abbildung Medikinet retard 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung
Wirkstoff(e) Methylphenidat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co KG
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.10.2006
ATC Code N06BA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Psychostimulanzien, Mittel zur Behandlung der ADHS und Nootropika

Zulassungsinhaber

Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Anwendung

Medikinet retard wird zur Behandlung einer Aufmerksamkeitsdefizit-/HyperaktivitÀts-Störung (ADHS) angewendet.

  • Das Arzneimittel wird bei Kindern, Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren und Erwachsenen angewendet.
  • Das Arzneimittel wird erst angewendet, wenn sich andere nicht-medikamentöse therapeutische Maßnahmen, wie psychologische Beratung und Verhaltenstherapie als unzureichend erwiesen haben.

Medikinet retard wird nicht zur Behandlung von ADHS bei Kindern unter 6 Jahren angewendet.

Wie das Arzneimittel wirkt

Medikinet retard verbessert die AktivitÀt bestimmter nicht ausreichend aktiver Bereiche des Gehirns. Das Arzneimittel kann helfen, die Aufmerksamkeitsspanne und die Konzentration zu erhöhen und impulsives Verhalten zu verringern.

Dieses Arzneimittel wird als Teil eines Behandlungsprogramms verabreicht, welches ĂŒblicherweise psychologische, pĂ€dagogische und soziale Maßnahmen umfasst.

Die Behandlung mit Medikinet retard darf nur von einem Spezialisten fĂŒr Verhaltensstörungen, wie zum Beispiel einem erfahrenen Kinderarzt, einem Kinder- und Jugendpsychiater oder einem Psychiater begonnen und unter dessen Aufsicht durchgefĂŒhrt werden. Eine sorgfĂ€ltige Untersuchung durch diesen Arzt ist erforderlich. Wenn Sie als Erwachsener bisher nicht behandelt wurden, wird der Arzt Untersuchungen durchfĂŒhren, um zu bestĂ€tigen, dass ADHS seit der Kindheit besteht.

Obwohl es keine Heilung fĂŒr ADHS gibt, können Behandlungsprogramme zu einer besseren Steuerung der Krankheit beitragen.

Über ADHS

FĂŒr Kinder und Jugendliche mit ADHS ist es schwierig:

  • still zu sitzen
  • sich zu konzentrieren.

Sie sind nicht daran schuld, dass sie diese Dinge nicht können.

Patienten mit ADHS haben in unterschiedlich starker AusprÀgung:

  • mangelnde KonzentrationsfĂ€higkeit
  • innere Unruhe
  • ÜberaktivitĂ€t
  • ImpulsivitĂ€t
  • emotionale InstabilitĂ€t
  • Unorganisiertheit.

Dies zeigt sich zum Beispiel durch:

  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
  • Vergesslichkeit
  • ĂŒbermĂ€ĂŸigen Rededrang
  • Schwierigkeiten, sich lĂ€ngere Zeit still zu verhalten
  • Schwierigkeiten, Aufgaben zu planen und bis zum Ende durchzufĂŒhren
  • unĂŒberlegtes Handeln
  • Ungeduld.

Die Intelligenz eines Kindes oder Jugendlichen wird durch ADHS nicht beeintrÀchtigt.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind Medikinet retard immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Dosierung

Anwendung bei Kindern

Die Tageshöchstdosis betrÀgt 60 mg.

  • Ihr Arzt wird normalerweise die Behandlung mit einer niedrigen Dosis beginnen und falls notwendig die Dosis schrittweise erhöhen.
  • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche StĂ€rke der Kapseln Sie oder Ihr Kind einnehmen sollen.
  • Teilen Sie die Dosis einer Kapsel nicht auf, nehmen Sie oder Ihr Kind den ganzen Inhalt ein.
  • Medikinet retard sollte nicht zu spĂ€t am Vormittag eingenommen werden, da es sonst zu Schlafstörungen kommen kann.

Anwendung bei Erwachsenen

Erwachsene, die bereits Medikinet retard eingenommen haben

  • Wenn Sie schon im Kindes- bzw. Jugendalter Medikinet retard eingenommen haben, kann die Behandlung zunĂ€chst in gleicher Tagesdosierung (mg/Tag) fortgefĂŒhrt werden. Ihr Arzt wird regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen, ob eine Dosisanpassung erforderlich ist.
  • Bei erwachsenen Patienten kann eine höhere Tagesdosierung erforderlich sein. Ihr Arzt wird die geringste Dosis anstreben, die bei Ihnen eine zufriedenstellende Verbesserung erreicht.
  • Die Tageshöchstdosis orientiert sich unter anderem an Ihrem Körpergewicht (siehe weiter unten).

Erwachsene, die Medikinet retard bisher nicht eingenommen haben

Die empfohlene Anfangsdosis betrÀgt tÀglich 10 mg.

  • Ihr Arzt wird in AbhĂ€ngigkeit von der VertrĂ€glichkeit und Wirksamkeit die Tagesdosis jeweils wöchentlich in Schritten von 10 mg tĂ€glich erhöhen.
  • Das Ziel sollte die geringste Dosis sein, die bei Ihnen eine zufriedenstellende Verbesserung erreicht.
  • Die Tageshöchstdosis orientiert sich unter anderem an Ihrem Körpergewicht (siehe weiter unten).
  • Die tĂ€gliche Höchstdosis wird Ihr Arzt fĂŒr Sie festlegen.
  • Die tĂ€gliche Maximaldosis ist 1 mg Methylphenidat pro kg Körpergewicht und es sollten pro Tag nicht mehr als 80 mg Methylphenidat eingenommen werden.

Untersuchungen, die Ihr Arzt wĂ€hrend Ihrer bzw. der Behandlung Ihres Kindes durchfĂŒhrt

Ihr Arzt wird einige Untersuchungen durchfĂŒhren

  • Bevor Sie bzw. Ihr Kind mit der Einnahme beginnen, um sicherzustellen, dass Medikinet retard sicher ist und eine positive Wirkung hat.
  • Nachdem Sie bzw. Ihr Kind mit der Behandlung beginnen - mindestens alle 6 Monate, möglicherweise auch öfter. Untersuchungen erfolgen auch bei einer Änderung der Dosis.
  • Diese Untersuchungen umfassen folgende Punkte:
    • Überwachung Ihres Appetits
    • Messung der GrĂ¶ĂŸe und des Gewichts bei Kindern
    • Messung des Gewichts
    • Messung des Blutdrucks und der Herzfrequenz
    • Überwachung in Bezug auf Probleme, wie Stimmungsschwankungen, Geisteszustand oder andere ungewöhnliche emotionale ZustĂ€nde oder deren Verschlechterung unter der Behandlung mit Medikinet retard.

Art der Anwendung

Das Arzneimittel ist zum Einnehmen bestimmt.

Kinder nehmen Medikinet retard am Morgen mit oder nach dem FrĂŒhstĂŒck ein.

Erwachsene nehmen Medikinet retard mit oder nach dem FrĂŒhstĂŒck und dem Mittagessen ein.

Medikinet retard ist eine Form von Methylphenidat mit „verzögerter Freisetzung“, die das Arzneimittel nach und nach ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum freisetzt. Es ist sehr wichtig, die Kapseln mit oder nach einer Mahlzeit einzunehmen, um eine ausreichend lange Wirkung zu erzielen.

Die Kapseln können im Ganzen mit etwas Wasser geschluckt werden. Alternativ können die Kapseln geöffnet werden und der Kapselinhalt auf eine kleine Menge (Esslöffel) Apfelmus oder Joghurt gestreut und unverzĂŒglich verabreicht werden. Heben Sie diese nicht fĂŒr zukĂŒnftige Anwendungen auf.

Die Kapseln und der Kapselinhalt dĂŒrfen nicht zerdrĂŒckt oder gekaut werden.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind sich nach einem Monat Behandlung nicht besser fĂŒhlen

Wenn Sie bzw. Ihr Kind sich nach einer einmonatigen Behandlung nicht besser fĂŒhlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt entscheidet vielleicht, dass Sie oder Ihr Kind eine andere Behandlung benötigen.

Langzeitbehandlung

Medikinet retard muss nicht fĂŒr immer angewendet werden. Falls Sie oder Ihr Kind Medikinet retard lĂ€nger als ein Jahr einnehmen, sollte Ihr Arzt die Behandlung mindestens einmal jĂ€hrlich fĂŒr eine kurze Zeit absetzen. Bei Kindern kann dies wĂ€hrend der Schulferien sein. Dadurch kann ĂŒberprĂŒft werden, ob die Behandlung noch erforderlich ist.

Bei unsachgemĂ€ĂŸer Anwendung von Medikinet retard

Bei unsachgemĂ€ĂŸer Anwendung von Medikinet retard kann es zu auffĂ€lligem Verhalten kommen. Das kann auch bedeuten, dass bei Ihnen bzw. Ihrem Kind eine beginnende AbhĂ€ngigkeit besteht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen bzw. Ihrem Kind jemals ein Missbrauch oder AbhĂ€ngigkeit von Alkohol, verschreibungspflichtigen Medikamenten oder illegalen Drogen bekannt war. Dieses Arzneimittel ist nur fĂŒr Sie. Geben Sie dieses Arzneimittel an niemand anderen weiter, auch wenn dessen Symptome Ă€hnlich zu sein scheinen.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge von Medikinet retard eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge des Arzneimittels als verordnet eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder rufen Sie die Rettung und sagen Sie, wie viel eingenommen wurde. Es könnte sein, dass Sie eine medizinische Behandlung benötigen.

Anzeichen einer Überdosierung sind: Übelkeit, Unruhe, Zittern, verstĂ€rkte unkontrollierte Bewegungen, Muskelzuckungen, KrampfanfĂ€lle (möglicherweise mit anschließendem Koma), extremes HochgefĂŒhl, Verwirrtheit, Halluzinationen (Sehen, FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind), SchweißausbrĂŒche, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, VerĂ€nderungen des Herzschlags (langsam, schnell oder unregelmĂ€ĂŸig), Bluthochdruck, erweiterte Pupillen sowie Nasen- und Mundtrockenheit. MuskelkrĂ€mpfe, Fieber und rotbrauner Urin können mögliche Anzeichen krankhaften Muskelabbaus sein (Rhabdomyolyse).

Wenn Sie bzw. Ihr Kind die Einnahme von Medikinet retard vergessen haben

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine Einnahme vergessen haben, warten Sie bis Sie die nĂ€chste Dosis einnehmen mĂŒssen.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind die Einnahme von Medikinet retard abbrechen

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen, können ADHS Symptome oder unerwĂŒnschte Nebenwirkungen, wie Depression erneut auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise ein schrittweises Absetzen der tĂ€glich eingenommenen Dosis empfehlen, bevor die Einnahme vollstĂ€ndig beendet wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme von Medikinet retard abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Obwohl bei manchen Patienten Nebenwirkungen auftreten, haben die meisten Patienten die Meinung, dass ihnen Methylphenidat hilft. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber diese Nebenwirkungen sprechen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Wenn eine der unten angefĂŒhrten Nebenwirkungen auf Sie zutrifft, informieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt.

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Herzklopfen)
  • PersönlichkeitsverĂ€nderungen
  • ÜbermĂ€ĂŸiges ZĂ€hneknirschen (Bruxismus)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Stimmungsschwankungen, StimmungsverĂ€nderungen
  • Suizidgedanken oder Suizidabsichten FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind, dies sind Anzeichen einer Psychose
  • Unkontrollierte Sprache und Körperbewegungen (Tourette-Syndrom) oder Verschlechterung davon
  • Anzeichen einer Allergie, wie Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselausschlag, Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder anderer Körperteile, Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

‱ GefĂŒhl ungewöhnlicher Erregtheit, ÜberaktivitĂ€t und Hemmungslosigkeit (Manie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Herzinfarkt
  • AnfĂ€lle (KrĂ€mpfe, Epilepsie mit KrĂ€mpfen)
  • SchĂ€len der Haut oder purpurfarbene bis rote Flecken
  • Unkontrollierbare MuskelkrĂ€mpfe, welche die Augen, den Kopf, den Nacken, den Körper und das Nervensystem betreffen, verursacht durch eine zeitweise mangelnde Blutversorgung des Gehirns.
  • LĂ€hmungserscheinungen oder Bewegungs- und Sehstörungen, Sprachschwierigkeiten (diese können Anzeichen fĂŒr Probleme mit BlutgefĂ€ĂŸen im Gehirn sein), zeitweiliger Mangel an einer ausreichenden Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns (IschĂ€mie)
  • Abnahme der Anzahl an Blutzellen (rote Blutzellen, weiße Blutzellen und BlutplĂ€ttchen), was zu einer höheren AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infektionen, einer höheren Blutungsneigung und BlutergĂŒssen fĂŒhren kann
  • Ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, sehr hoher Blutdruck und schwere KrĂ€mpfe („Malignes Neuroleptisches Syndrom“). Es ist nicht sicher, ob diese Nebenwirkung durch Methylphenidat oder andere Arzneimittel, die gleichzeitig mit Methylphenidat eingenommen werden, verursacht wird.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • UnerwĂŒnschte Gedanken, die immer wiederkehren
  • UnerklĂ€rbare Ohnmacht, Kurzatmigkeit (diese können Anzeichen fĂŒr Herzprobleme sein)

Wenn eine der oben angefĂŒhrten Nebenwirkungen bei Ihnen oder Ihrem Kind zutrifft, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Andere Nebenwirkungen beinhalten das Folgende, sollten diese in schwerer Form auftreten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • depressive Stimmung oder GefĂŒhllosigkeit oder GefĂŒhlsarmut oder zu hohes Interesse zeigen
  • Gelenkschmerzen
  • Hohe Temperatur (Fieber)
  • Ungewöhnlicher Haarausfall oder dĂŒnner werdendes Haar
  • Ungewöhnliche SchlĂ€frigkeit oder Benommenheit
  • Appetitverlust
  • Panikattacken
  • Verringerter Geschlechtstrieb
  • Zahnschmerzen
  • Juckreiz, Hautausschlag oder stark juckender roter Hautausschlag (Nesselausschlag)
  • Husten, Halsschmerzen oder Nasen- und Halsreizungen, Kurzatmigkeit oder Schmerzen im Brustkorb
  • VerĂ€nderung des Blutdrucks (meist hoher Blutdruck),
  • schneller Herzschlag (Tachykardie), kalte HĂ€nde und FĂŒĂŸe
  • SchĂŒtteln oder Zittern, Schwindel,
  • unkontrollierte Bewegungen, GefĂŒhl der inneren Unruhe
  • ungewöhnliche AktivitĂ€t
  • Aggressionen, Agitiertheit, Ruhelosigkeit, emotionale LabilitĂ€t, Angst, Stress, reizbares Verhalten und abnormes Verhalten, Schlafprobleme, MĂŒdigkeit
  • Magenschmerzen, Durchfall, Magenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Durst und Erbrechen. Diese Nebenwirkungen treten normalerweise zu Beginn der Behandlung auf und können verringert werden, wenn man zur Einnahme des Arzneimittels etwas isst.
  • Mangelnder Appetit/Nahrungsaversion
  • Gewichtsverlust
  • ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Muskelschmerzen, Muskelzucken, Muskelverspannungen
  • Verstopfung
  • Brustschmerzen
  • EntzĂŒndung der SchleimhĂ€ute von Magen und DĂŒnndarm
  • zusĂ€tzliche HerzschlĂ€ge (auf Grundlage von Untersuchungsergebnissen)
  • Blut im Harn
  • Doppeltsehen oder verschwommen Sehen
  • Erhöhte Leberwerte (bei Bluttests)
  • Wut, Weinerlichkeit, ĂŒbermĂ€ĂŸige Wahrnehmung der Umwelt, Anspannung
  • GefĂŒhl von Ruhe oder SchlĂ€frigkeit
  • Schlafstörungen
  • MĂŒdigkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • VerĂ€nderung im sexuellen Verlangen
  • Desorientierung
  • Erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • Brustwachstum bei MĂ€nnern
  • Hautrötung, erhabener roter Hautausschlag
  • Schmerzen durch verringerten Blutfluss zum Herzen
  • Störungen oder VerĂ€nderungen der Menstruation

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Herzinfarkt
  • Plötzlicher Tod
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • Kleine rote Flecken auf der Haut
  • EntzĂŒndung oder Verschluss von Arterien im Gehirn
  • Gestörte Leberfunktion, einschließlich Leberversagen und Koma
  • VerĂ€nderungen bei Testergebnissen – einschließlich Leber- und Bluttests
  • Selbstmordversuch, (einschließlich vollendeter Selbsttötung), anormale Gedanken, Mangel an GefĂŒhlen oder Emotionen, zwanghafte Wiederholung
  • Energielosigkeit
  • Kurzzeitiges GefĂŒhl der Traurigkeit
  • Taubheits- und KĂ€ltegefĂŒhl in den Fingern und den Zehen, Kribbeln und FarbverĂ€nderungen (von weiß zu blau und dann zu rot) bei KĂ€lte („Raynaud PhĂ€nomen“)

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • MigrĂ€ne
  • Sehr hohes Fieber
  • Langsame, schnelle oder zusĂ€tzliche HerzschlĂ€ge
  • Schwerer Krampfanfall („Grand Mal Anfall“)
  • Sich Dinge vorstellen, die nicht der Wirklichkeit entsprechen,
  • Verwirrtheit,
  • traurige/dunkle Gedanken
  • Körperliches BedĂŒrfnis die Wirkung bzw. das Ausbleiben der Wirkung des Medikaments zu spĂŒren
  • Probleme mit BlutgefĂ€ĂŸen im Gehirn (Schlaganfall, EntzĂŒndung oder Verstopfung einer Arterie im Gehirn)
  • erektile Dysfunktion
  • Dauererektionen, die manchmal schmerzhaft sind, oder hĂ€ufigere Erektionen
  • ÜbermĂ€ĂŸiger unkontrollierter Redefluss
  • Wiederauftreten der ADHS-Symptome oder Auftreten unerwĂŒnschter Effekte, wie z.B. Depression nach Absetzen des Arzneimittels
  • Prickeln
  • Probleme mit der Sprache und dem Sprechen
  • WĂŒrgereiz
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • GrippeĂ€hnliche Erkrankung
  • Kraftlosigkeit/SchwĂ€chegefĂŒhl
  • DurstgefĂŒhl
  • Erhöhte Blutspiegel des Thyreoidea-stimulierenden Hormons
  • Schmerzen im Mund- und Halsbereich
  • Nasenbluten
  • Herzbeschwerden
  • Trockene Augen
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Schwierigkeiten mit dem Partner oder der Familie
  • Brustschmerzen
  • Hitzewallungen, Erröten
  • Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
  • Missbrauch
  • Panzytopenie (abnormale Abnahme von allen Arten von Blutzellen)
  • UnfĂ€higkeit, die Ausscheidung von Urin zu kontrollieren (Inkontinenz)
  • Krampf der Kiefermuskulatur, der das Öffnen des Mundes erschwert (Trismus)
  • Stottern

Auswirkungen auf das Wachstum

Bei Anwendung von mehr als einem Jahr, kann Methylphenidat bei einigen Kindern eine Wachstumsverzögerung verursachen. Dies betrifft weniger als 1 von 10 Kindern.

  • Es kann zu verminderter Gewichts- oder GrĂ¶ĂŸenzunahme kommen.
  • Ihr Arzt wird deshalb sorgfĂ€ltig Ihre GrĂ¶ĂŸe und Ihr Gewicht bzw. das Ihres Kindes ĂŒberwachen, und ebenso, wie gut Sie oder Ihr Kind essen.
  • Wenn Sie bzw. Ihr Kind nicht erwartungsgemĂ€ĂŸ wachsen, kann die Behandlung mit Methylphendidat fĂŒr kurze Zeit unterbrochen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Medikinet retard enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Methylphenidathydrochlorid

Medikinet retard 5 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 5 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 4,35 mg Methylphenidat.

Medikinet retard 10 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 10 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 8,65 mg Methylphenidat.

Medikinet retard 20 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 20 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 17,30 mg Methylphenidat.

Medikinet retard 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 30 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 25,95 mg Methylphenidat.

Medikinet retard 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 40 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 34,60 mg Methylphenidat.

Medikinet retard 50 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 50 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 43,25 mg Methylphenidat.

Medikinet retard 60 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 60 mg Methylphenidathydrochlorid, entsprechend 51,90 mg Methylphenidat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:

Zucker-StÀrke Pellets (Saccharose, MaisstÀrke) MethacrylsÀure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Talkum

Triethylcitrat Poly(vinylalkohol) Macrogol 3350 Polysorbat 80 Natriumhydroxid Natriumdodecylsulfat Simeticon

hochdisperses Siliciumdioxid Methylcellulose

SorbinsÀure Indigocarmin-Aluminium-Lack (E 132)

KapselhĂŒlle: Gelatine Titandioxid (E 171)

Natriumdodecylsulfat gereinigtes Wasser

ZusĂ€tzlich in der KapselhĂŒlle von Medikinet retard 10 mg und 20 mg:

Erythrosin (E 127)

Patentblau V (E 131)

ZusĂ€tzlich in der KapselhĂŒlle von Medikinet retard 30 mg, 40 mg, 50 mg und 60 mg:

Erythrosin (E 127) Eisenoxid, schwarz (E 172) Indigocarmin (E 132)

Wie Medikinet retard aussieht und Inhalt der Packung

Medikinet retard 5 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Weißer, undurchsichtiger Kapselunterteil/weißer, undurchsichtiger Kapseloberteil (15,9 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

Medikinet retard 10 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Weißer, undurchsichtiger Kapselunterteil/hellvioletter, undurchsichtiger Kapseloberteil (15,9 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

Medikinet retard 20 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Hellvioletter, undurchsichtiger Kapselunterteil/hellvioletter,undurchsichtiger Kapseloberteil (15,9 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

Medikinet retard 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Hellgrauer, undurchsichtiger Kapselunterteil/dunkelvioletter, undurchsichtiger Kapseloberteil (15,9 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

Medikinet retard 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Grauer, undurchsichtiger Kapselunterteil/dunkelvioletter, undurchsichtiger Kapseloberteil (18,0 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

Medikinet retard 50 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Violetter, undurchsichtiger Kapselunterteil/dunkelvioletter, undurchsichtiger Kapseloberteil (18,0 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

Medikinet retard 60 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Dunkelvioletter, undurchsichtiger Kapselunterteil/dunkelvioletter, undurchsichtiger Kapseloberteil (19,4 mm), mit weißen und blauen Pellets gefĂŒllt.

PackungsgrĂ¶ĂŸen:

Medikinet retard 5 mg:

Faltschachteln mit 20, 24, 27, 30, 36, 45, 48, 50, 54, 60, 90, 96 oder 99 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC, hitzeversiegelt mit Aluminiumfolie.

Medikinet retard 10 mg, 20 mg:

Faltschachteln mit 20, 24, 27, 28, 30, 36, 45, 48, 50, 54, 60, 90, 96 oder 99 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC, hitzeversiegelt mit Aluminiumfolie.

Medikinet retard 30 mg und 40 mg:

Faltschachteln mit 20, 24, 27, 28, 30, 36, 45, 48, 50, 54 oder 60 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC, hitzeversiegelt mit Aluminiumfolie.

Medikinet retard 50 mg:

Faltschachteln mit 20, 24, 27, 28, 30, 36, 40, 45 oder 48 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC, hitzeversiegelt mit Aluminiumfolie.

Medikinet retard 60 mg:

Faltschachteln mit 20, 24, 27, 28, 30, 36 oder 40 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC, hitzeversiegelt mit Aluminiumfolie.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

MEDICE Arzneimittel FĂŒtter GmbH & Co. KG Kuhloweg 37

58638 Iserlohn Deutschland Telefon: 02371/937-0

Telefax: 02371/937-106 e-mail: info@medice.de

Medikinet retard 5 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 1-30056

Medikinet retard 10 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 1-26725

Medikinet retard 20 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 1-26726

Medikinet retard 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 1-26727

Medikinet retard 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 1-26728

Medikinet retard 50 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 135358

Medikinet retard 60 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Z.Nr.: 135389

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Medikinet retard 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung
DĂ€nemark: Medikinet CR 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
Spanien: Medikinet 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  cåpsula dura de liberación modificada
Finnland: Medikinet CR 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
Island: Medikinet CR 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  hart hylki meÔ breyttan losunarhraÔa
Luxemburg: Medikinet retard 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung
Niederlande: Medikinet 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  capsule met gereguleerde afgifte, hard
Norwegen: Medikinet 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  Medikinet CR 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
Schweden: Medikinet 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  Kapsel med modifierad frisÀttning, hÄrd
Vereinigtes Königreich: Medikinet XL 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg
  modified-release capsule, hard

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im August 2022.

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Wirkstoff(e) Methylphenidat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co KG
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.10.2006
ATC Code N06BA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Psychostimulanzien, Mittel zur Behandlung der ADHS und Nootropika

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