Levodopa/Benserazid Devatis

Abbildung Levodopa/Benserazid Devatis
Wirkstoff(e) Levodopa Benserazid
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Devatis AG
Suchtgift Nein
ATC Code N04BA02
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dopaminerge Mittel

Zulassungsinhaber

Devatis AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Lecigon¬ģ Levodopa Entacapon Carbidopa Spirig HealthCare AG
Stalevo¬ģ Levodopa Carbidopa Entacapon Orion Pharma AG
Levacin 100/25 und 200/50, Retardtabletten Carbidopa Levodopa ACINO PHARMA
Carbidopa/Levodopa Sandoz¬ģ CR Carbidopa Levodopa Sandoz Pharmaceuticals AG
Duodopa¬ģ Levodopa Carbidopa AbbVie AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

1. Parkinsonsche Krankheit

Die Parkinsonsche Krankheit √§ussert sich in verlangsamten Bewegungen, Steifigkeit der Muskulatur und Zittern. Diese Krankheitszeichen sind von Patient zu Patient bzw. von Patientin zu Patientin verschieden stark ausgepr√§gt. Daher ist die im Volksmund gebr√§uchliche Bezeichnung ¬ęSch√ľttell√§hmung¬Ľ nicht immer zutreffend.

Man weiss heute, dass bei der Parkinsonschen Krankheit in bestimmten Zentren des Gehirns ein gewisser Stoff in ungen√ľgender Menge vorhanden ist. Dieser Stoff heisst Dopamin. Dessen Mangel kann zu den erw√§hnten St√∂rungen f√ľhren. Die Schwierigkeit bei der Behandlung der Parkinsonschen Krankheit liegt darin, dass Dopamin nur in ungen√ľgender Menge vom Blut ins Gehirn √ľbertreten kann. Dagegen kann dies die chemische Vorstufe von Dopamin (Levodopa).

Leider verwandelt der Körper einen grossen Teil des verabreichten Levodopas schon ausserhalb des Gehirns in Dopamin. Das hat zur Folge, dass das Blut nicht genug Levodopa ins Gehirn transportieren kann. Zudem verursacht das ausserhalb des Gehirns entstandene Dopamin unangenehme Nebenwirkungen.

Levodopa/Benserazid Devatis ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Beschwerden bei Parkinsonscher Krankheit. Es enthält zwei Komponenten: Levodopa und Benserazid (als Hydrochlorid).

Benserazid verhindert ausserhalb des Gehirns die Umwandlung von Levodopa in Dopamin. Da Benserazid selbst nicht ins Gehirn eindringt, geschieht in Ihrem K√∂rper folgendes: Das zugef√ľhrte Levodopa (1. Komponente von Levodopa/Benserazid Devatis) kann sich wegen Benserazid (2. Komponente von¬†Levodopa/Benserazid Devatis) ausserhalb des Gehirns kaum in Dopamin umwandeln. Da Levodopa vom Blut ins Gehirn eindringt - und Benserazid nicht -, wird Levodopa nun haupts√§chlich im Gehirn in Dopamin verwandelt. Dies ist das Ziel der Behandlung, n√§mlich das fehlende Dopamin¬†im Gehirn zu erg√§nzen. Levodopa/Benserazid Devatis kann auf diese Weise die Beschwerden der Parkinsonschen Krankheit g√ľnstig beeinflussen. Es heilt aber die Krankheit nicht, da es die Ursache des Dopaminmangels im Gehirn nicht behebt. Eine urs√§chliche Bek√§mpfung der Krankheit¬†ist bis heute nicht m√∂glich.

2. Restless Legs Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine)

Levodopa/Benserazid Devatis wird zur Behandlung des idiopathischen (ohne bekannte Ursache) und symptomatischen (bei Nierenversagen) Restless Legs Syndroms eingesetzt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Levodopa/Benserazid Devatis Vorsicht geboten?

Es sind in regelmässigen Abständen Untersuchungen der Leber, der Niere und des Blutbildes notwendig.

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird¬†Ihren Augendruck regelm√§ssig messen, falls Sie an einem gr√ľnen Star (Offenwinkelglaukom) leiden.

Wenn Sie an einem Magengeschw√ľr, an Osteomalazie (Erkrankung mit Verlust der Knochenfestigkeit), oder an Depressionen leiden oder fr√ľher einmal an bestimmten schweren Herzkrankheiten (Myokardinfarkt, Erkrankung der Herzkranzgef√§sse, Herzrhythmusst√∂rungen) erkrankt waren, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihre Behandlung besonders sorgf√§ltig √ľberwachen.

Bei Diabetikern und Diabetikerinnen sollten die Blutzuckerwerte¬†√∂fter √ľberpr√ľft werden und die Dosierung der antidiabetischen Therapie angepasst werden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen!

In seltenen F√§llen kann w√§hrend der Behandlung Schl√§frigkeit und pl√∂tzliches Einschlafen auftreten. Letzteres kann manchmal ohne Vorwarnung oder Schl√§frigkeit auftreten. Sie d√ľrfen deshalb w√§hrend der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis kein Fahrzeug f√ľhren oder andere Aktivit√§ten aus√ľben (z.B. Werkzeuge oder Maschinen bedienen), bei denen eine verminderte Aufmerksamkeit Sie selbst oder andere gef√§hrdet, falls Sie an pl√∂tzlichem Einschlafen oder starker Schl√§frigkeit tags√ľber leiden und bis ausreichend Erfahrungen √ľber die Beeintr√§chtigungen vorliegen.

Manche Patienten bzw. Patientinnen haben unter Einnahme von Arzneimitteln aus der gleichen und verwandten Substanzklasse wie Levodopa/Benserazid Devatis f√ľr sie ungew√∂hnliche Verhaltensweisen gezeigt. Beispiele f√ľr ein solches Verhalten sind ein ungew√∂hnlich starker Spieldrang (Gl√ľcksspiel mit vermehrten Geldausgaben), gesteigerter Sexualtrieb und/oder andere St√∂rungen der Impulskontrolle (Unf√§higkeit, pl√∂tzlichen Impulsen zu widerstehen) bzw. suchtartiges Verhalten bzw. zwanghafte Verhaltensweisen wie zwanghaftes Einkaufen, Essattacken und Esszwang.

Falls Sie bei sich selber oder Ihre Familienmitglieder bei Ihnen die Entwicklung von f√ľr Sie atypischen, ungew√∂hnlichen Verhaltensweisen feststellen, besprechen Sie diese bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin.

Bei einer kleinen Anzahl an Patienten und Patientinnen ist es unter der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis zu einer zwanghaften Steigerung der t√§glichen Dosis von Levodopa/Benserazid Devatis gekommen, ohne dass dies zur Kontrolle der motorischen F√§higkeiten notwendig war. Diese¬†zwanghafte Steigerung der t√§glichen Dosis von Levodopa/Benserazid Devatis f√ľhrte zu mentalen und verhaltensbezogenen St√∂rungen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie oder Ihre Familie/Betreuungsperson bemerken, dass Sie sucht√§hnliche Symptome entwickeln, die¬†zum heftigen Verlangen nach hohen Dosen von Levodopa/Benserazid Devatis und anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung von Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, f√ľhren (bekannt als Dopamin-Dysregulationssyndrom).Es wurde beobachtet, dass Patientinnen und Patienten mit Parkinson-Krankheit im Vergleich zur Allgemeinbev√∂lkerung ein h√∂heres Risiko haben, schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Es ist nicht bekannt, ob das erh√∂hte Risiko der Parkinson-Krankheit selbst oder anderen Faktoren, wie z.B. der Behandlung mit Levodopa, zuzuschreiben ist. Deshalb sollten Sie bei einer Levodopa/Benserazid Devatis Behandlung Ihre Haut regelm√§ssig auf verd√§chtige Ver√§nderungen hin untersuchen und regelm√§ssige Hautuntersuchungen durch geeignete Fachkr√§fte (z.B. Haut√§rzte/Haut√§rztinnen) durchf√ľhren lassen.

Falls Sie Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, gegen die Parkinsonsche Krankheit oder Arzneimittel, welche das sympathische Nervensystem stimulieren (sogenannte Sympathomimetika wie z.B. gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Asthma und Kreislaufschw√§che) einnehmen, m√ľssen Sie unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin informieren.

Die Wirkung von Levodopa/Benserazid Devatis kann durch bestimmte Arzneimittel beeinflusst werden. Es sind dies zum Beispiel gewisse blutdrucksenkende Arzneimittel, gewisse Arzneimittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen, gewisse Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen (sogenannte Antipsychotika), gewisse Eisenpräparate, stark wirksame Schmerzmittel vom Typ der Opioide sowie einige Arzneimittel gegen Magenbeschwerden (z.B. Übelkeit, Reizmagen, Sodbrennen).

Durch die gleichzeitige Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Beschwerden bei der Parkinsonschen Krankheit (z.B. Amantadin, Selegilin, Bromocriptin, Dopaminagonisten, COMT-Inhibitoren, Anticholinergika) k√∂nnen die Nebenwirkungen verst√§rkt werden. Es kann daher eventuell notwendig sein, dass Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihnen eine geringere Dosis von Levodopa/Benserazid Devatis oder des anderen Arzneimittels verschreibt.

Bitte beachten Sie, dass bei einer gleichzeitigen Einnahme einer eiweissreichen Mahlzeit die Wirkung von Levodopa/Benserazid Devatis vermindert wird.

Levodopa/Benserazid Devatis darf nicht pl√∂tzlich abgesetzt werden, da es sonst zu Entzugserscheinungen kommen kann mit Symptomen wie hohem Fieber, Muskelsteifheit oder psychischen Ver√§nderungen. Da dies lebensbedrohlich sein kann, m√ľssen Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kontaktieren. Ein Absetzen von Levodopa/Benserazid Devatis darf daher nur schrittweise in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin erfolgen.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin, wenn Sie

‚ÄĘan anderen Krankheiten leiden,

‚ÄĘAllergien haben oder

‚ÄĘandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Darf Levodopa/Benserazid Devatis während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Sie d√ľrfen Levodopa/Benserazid Devatis nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind. Wenn Sie im geb√§rf√§higen Alter sind, d√ľrfen Sie Levodopa/Benserazid Devatis nur unter¬†Einhaltung einer zuverl√§ssigen Massnahme zur Schwangerschaftsverh√ľtung anwenden. Wenn Sie w√§hrend der Behandlung schwanger werden, muss Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin entscheiden, wie das Absetzen erfolgt.

Während einer Behandlung mit Levodopa/Benserazid Devatis darf nicht gestillt werden.

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Wie wird es angewendet?

Wichtig f√ľr den Erfolg der Behandlung ist die Einnahme der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird deshalb die f√ľr Ihren Fall richtige Menge und H√§ufigkeit der Einnahme festlegen und in¬†enger Zusammenarbeit mit Ihnen das f√ľr Sie bestgeeignete Behandlungsschema finden. Befolgen Sie deshalb mit peinlichster Genauigkeit seine/ihre Anweisungen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen im Allgemeinen zu Beginn der Behandlung Levodopa/Benserazid Devatis in geringen Dosen verschreiben und die Dosis allm√§hlich steigern. Er/sie tut dies, um Ihrem K√∂rper Zeit zur Anpassung an das Arzneimittel zu geben. Damit vermeidet er unerw√ľnschte Wirkungen so weit als m√∂glich.

Da Levodopa/Benserazid Devatis einen vom K√∂rper selbst ungen√ľgend bereitgestellten Stoff ersetzen hilft, wird es fast immer ein Arzneimittel zur Dauereinnahme. Es gibt aber F√§lle, in denen die Dosis reduziert oder das Arzneimittel ganz abgesetzt werden muss. Neben der bereits¬†erw√§hnten Schwangerschaft kann dies beispielsweise beim √úbergang auf ein anderes notwendiges Arzneimittel oder bei bestimmten zus√§tzlichen Krankheiten der Fall sein. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin weiss dar√ľber Bescheid und wird Sie beraten. Als Patient mit Parkinsonscher Krankheit m√ľssen Sie in regelm√§ssiger √§rztlicher Kontrolle bleiben und d√ľrfen ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin keine anderen Krankheitsbehandlungen vornehmen. Sollten Sie gezwungen sein, den Arzt bzw. die √Ąrztin zu wechseln oder einen weiteren Arzt bzw. eine √Ąrztin aufzusuchen, so informieren Sie ihn/sie unverz√ľglich √ľber Ihre Behandlung mit Levodopa/Benserazid Devatis.

An der Krankheitsursache des Restless Legs Syndrom ist das ungen√ľgende Vorhandensein von Dopamin ebenfalls beteiligt. Beim Restless Legs Syndrom richtet sich die Dosierung nach dem Schweregrad der Krankheit, wobei die optimale Wirksamkeit durch sorgf√§ltige Dosisanpassung individuell ermittelt werden muss. Levodopa/Benserazid Devatis wird in der Regel √ľber einen l√§ngeren Zeitraum eingenommen. √úber die Dosierung und die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Die Einnahme erfolgt eine Stunde vor dem Zubettgehen, am besten mit etwas Fl√ľssigkeit und einem eiweissarmen Snack (z.B. Keksen). Wenn Sie die Tabletten w√§hrend einer¬†Mahlzeit einnehmen, die viel Eiweiss enth√§lt, wird die Aufnahme von Levodopa/Benserazid Devatis im Magen-Darm-Kanal vermindert und die Wirksamkeit kann eingeschr√§nkt sein.

Hinweise f√ľr alle Patientinnen bzw. Patienten, die Levodopa/Benserazid Devatis erhalten

Niemals d√ľrfen Sie Levodopa/Benserazid Devatis ohne √§rztliche Vorschrift einnehmen. Sie sollten auch keineswegs ohne Einwilligung Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin die Dosierung √§ndern. Nehmen Sie gleichzeitig etwas eiweissarme Nahrung (z.B. Kekse) ein. Levodopa/Benserazid Devatis sollte, wenn m√∂glich, 30 Minuten vor oder 1 Stunde nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die verschriebene Menge von Levodopa/Benserazid Devatis Tabletten können Sie bei Bedarf beliebig zerbröckeln, um das Schlucken zu erleichtern.

Steht Ihnen eine Operation unter Vollnarkose bevor, empfiehlt es sich - abgesehen von Notf√§llen - mit der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis mindestens 12¬†-¬†48 Stunden vorher aufzuh√∂ren. Die Wiederaufnahme erfolgt gem√§ss Anordnung des¬†Arztes bzw. der √Ąrztin.

Wenn Sie j√ľnger sind als 25 Jahre, d√ľrfen Sie Levodopa/Benserazid Devatis nicht einnehmen.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder¬†Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Levodopa/Benserazid Devatis nicht eingenommen werden?

Bei √úberempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe.

Wenn Sie j√ľnger sind als 25 Jahre, d√ľrfen Sie Levodopa/Benserazid Devatis nicht einnehmen.

Wenn Sie an einer speziellen Form des gr√ľnen Stars leiden (Engwinkelglaukom), d√ľrfen Sie Levodopa/Benserazid Devatis nicht einnehmen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird diese Frage pr√ľfen.

Bei sehr schweren hormonalen St√∂rungen, schweren Nieren-, Leber- und Herzkrankheiten ist die Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis untersagt. Gleiches gilt f√ľr gewisse Nervenkrankheiten.

Wenn Sie bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder gegen die Parkinsonsche Krankheit einnehmen (sogenannte nicht-selektive MAO-Hemmer oder die Kombination zweier selektiver MAO-Hemmer, eines Typs A mit einem Typ B), d√ľrfen Sie Levodopa/Benserazid Devatis nicht anwenden.

Levodopa/Benserazid Devatis darf nicht eingenommen werden w√§hrend der Schwangerschaft oder von geb√§rf√§higen Frauen, die keine verl√§ssliche Schwangerschaftsverh√ľtung einhalten.

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kann in bestimmten F√§llen noch andere Gr√ľnde haben, Ihnen die Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis nicht zu gestatten. Er/sie wird Ihnen dies im Einzelfall erkl√§ren.

Welche Nebenwirkungen kann Levodopa/Benserazid Devatis haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis auftreten:

Besonders bei √§lteren Patienten resp. Patientinnen oder bei Patienten resp. Patientinnen, die in der Vergangenheit an solchen St√∂rungen gelitten haben, werden psychische St√∂rungen (Schlafst√∂rungen, Erregtheit, √Ąngstlichkeit, Halluzinationen, Verhaltensauff√§lligkeiten, Aggressivit√§t, Wahnideen, Verwirrung), Alptr√§ume und zeitliche Desorientierung,¬†niedriger Blutdruck und Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet. Depressionen und Suizidgedanken k√∂nnen auftreten, sie k√∂nnen aber auch durch die Grunderkrankung bedingt sein.

Appetitlosigkeit, √úbelkeit, Brechreiz, Durchfall und Mundtrockenheit k√∂nnen auftreten.¬†In Einzelf√§llen tritt eine vor√ľbergehende √Ąnderung im Geschmacksempfinden auf, insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Durch √úberempfindlichkeitsreaktionen verursachte Hauterscheinungen wie Juckreiz und Rash (fl√ľchtige Hautr√∂tung) k√∂nnen auftreten. Es k√∂nnen auch Blutbildst√∂rungen und Ver√§nderungen weiterer Blutwerte auftreten.

Ungew√∂hnliche Verhaltensweisen wie z.B. ungew√∂hnlich starker Spieldrang (Gl√ľcksspiel mit vermehrten Geldausgaben), gesteigerter Sexualtrieb und/oder andere St√∂rungen der Impulskontrolle (Unf√§higkeit, pl√∂tzlichen Impulsen zu widerstehen) bzw. suchtartiges oder zwanghaftes Verhalten wie zwanghaftes Einkaufen, Essattacken und Esszwang wurden unter der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis beobachtet. Lesen Sie in diesem Zusammenhang bitte auch den Abschnitt ¬ęWann ist bei der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis Vorsicht geboten?¬Ľ.

Starkes Verlangen nach hohen Dosen von Levodopa/Benserazid Devatis, die jene Dosen deutlich √ľberschreiten, die zur ad√§quaten Kontrolle von Bewegungssymptomen erforderlich sind, ist bekannt als Dopamin-Dysregulationssyndrom. Bei manchen Patienten kommt es nach der Einnahme von hohen Dosen Levodopa/Benserazid Devatis zu ungew√∂hnlich heftigen unwillk√ľrlichen Bewegungen (Dyskinesien), Stimmungsschwankungen oder anderen Nebenwirkungen.

Schl√§frigkeit und pl√∂tzliche Schlafattacken k√∂nnen auftreten. Lesen Sie in diesem Zusammenhang bitte auch den Abschnitt ¬ęWann ist bei der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis Vorsicht geboten?¬Ľ.

Zudem k√∂nnen Kopfschmerzen, fiebrige Infekte, Schnupfen, Bronchitis und leichte Urinverf√§rbung (Rotf√§rbung) auftreten. Es kann auch¬†zu einer Verf√§rbung bzw. F√§rbung anderer K√∂rperfl√ľssigkeiten oder -gewebe einschliesslich des Speichels, der Zunge, der Z√§hne oder der Mundschleimhaut kommen. Eine vor√ľbergehende Erh√∂hung von gewissen Leberenzymen wurde unter der Einnahme von Levodopa/Benserazid Devatis beobachtet.

In sp√§teren Phasen der Behandlung, oft erst nach jahrelanger regelm√§ssiger Einnahme, k√∂nnen andere Nebenerscheinungen auftreten. Es handelt sich dabei am h√§ufigsten um unwillk√ľrliche, √ľberschiessende Bewegungen der Glieder, der Gesichtsmuskeln und¬†der Zunge. Zudem ist eine Verschlechterung (im Sinne eines zeitlich verschobenen Auftretens der Symptome vom Abend/Nacht in die fr√ľhen Nachmittagsstunden und in den Abend) vor Einnahme der n√§chsten Dosis f√ľr die Nacht die h√§ufigste Nebenwirkung einer dopaminergen Langzeittherapie.

Nach Langzeitbehandlung k√∂nnen Schwankungen im Ansprechen auf das Arzneimittel auftreten, wodurch z.B. pl√∂tzliches Erstarren (¬ęfreezing¬Ľ), Nachlassen der Wirkung (¬ęend-of-dose¬Ľ) oder abrupter √úbergang von einer √ľberm√§ssigen Bewegungsaktivit√§t zu Bewegungsarmut (¬ęon-off-Ph√§nomen¬Ľ) auftreten.

Sowohl fr√ľhe wie sp√§te Nebenerscheinungen sind stark abh√§ngig von der eingenommenen Menge des Arzneimittels. Die Verteilung der einzelnen Dosen √ľber den Tag spielt eine vielleicht noch gr√∂ssere¬†Rolle. Bei besserer Verteilung der Menge √ľber den Tag oder Verminderung der Tagesdosis, manchmal auch spontan, k√∂nnen sich die Nebenerscheinungen zur√ľckbilden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Den Beh√§lter fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Der Test auf Ketonkörper im Urin kann fälschlicherweise positiv ausfallen.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Levodopa/Benserazid Devatis enthalten?

Levodopa/Benserazid Devatis Tabletten (rund, hellrot) ¬ę62.5¬Ľ, ¬ę125¬Ľ (Kreuzbruchrille, teilbar) und ¬ę250¬Ľ (Kreuzbruchrille, teilbar).

Wirkstoffe

1 Levodopa/Benserazid Devatis Tablette 62.5 enthält: Levodopa 50 mg und Benserazid 12.5 mg als Benserazidhydrochlorid

1 Levodopa/Benserazid Devatis Tablette 125 enthält: Levodopa 100 mg und Benserazid 25 mg als Benserazidhydrochlorid

1 Levodopa/Benserazid Devatis Tablette 250 enthält: Levodopa 200 mg und Benserazid 50 mg als Benserazidhydrochlorid

Hilfsstoffe

Calciumhydrogenphosphat, Mannitol, mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, vorverkleisterte Stärke, Magnesiumstearat, Ethylcellulose, Eisenoxid rot (E172), hochdisperses Siliciumdioxid, Docusat-Natrium.

Zulassungsnummer

68472 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Levodopa/Benserazid Devatis? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tabletten zu 62.5 mg: 30 und 100.

Tabletten zu 125 mg (Kreuzbruchrille, teilbar): 30 und 100.

Tabletten zu 250 mg (Kreuzbruchrille, teilbar): 30 und 100.

Zulassungsinhaberin

Devatis AG, 6330 Cham.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2020 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Levodopa Benserazid
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Devatis AG
Suchtgift Nein
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Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden