Autor: PRO CONCEPTA ZUG


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Menamig Filmtabletten werden zur akuten Behandlung von Migränekopfschmerzen auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingesetzt. Das Medikament kann bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura angewendet werden. Dem eigentlichen Migräneanfall kann die sogenannte Auraphase vorausgehen und beinhaltet Sehstörungen, Taubheitsgefühle oder Sprachstörungen.

Menamig gehört zur Gruppe der sogenannten Serotonin-Agonisten. Es bewirkt eine Verengung der Blutgefässe im Gehirn und lindert dadurch die Kopfschmerzen und die weiteren Symptome der Migräne.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sie dürfen Menamig nicht einnehmen:

bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels,

bei in der Vorgeschichte aufgetretenem Herzinfarkt, Minderdurchblutung des Herzens (ischämische Herzkrankheit), Verkrampfungen der Herzkranzgefässe (z.B. Prinzmetal-Angina), peripherer Gefässerkrankung (z.B. arterielle Verschlusskrankheit) sowie bei Beschwerden und Krankheitszeichen, die auf eine Erkrankung der Herzkranzgefässe hindeuten,

bei mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck sowie bei unkontrolliertem leichtem Bluthochdruck,

bei in der Vorgeschichte aufgetretenem Schlaganfall oder vorübergehender Minderdurchblutung des Gehirns (transitorischer ischämischer Attacke),

bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C),

gleichzeitig mit Arzneimitteln, die Ergotamin oder ergotaminverwandte Substanzen (z.B. Dihydroergotamin, Lisurid, Methysergid) enthalten oder gleichzeitig mit anderen Migränemitteln aus derselben Substanzgruppe wie Menamig (5-HT1-Rezeptor-Agonisten, Triptane).


Wie bei anderen Migränemitteln derselben Wirkstoffgruppe (Triptane) sollten sich Patienten bzw. Patientinnen, bei denen die Möglichkeit einer nicht erkannten Herzkrankheit besteht, vor einer Behandlung mit Menamig auf eine zugrundeliegende Herz-Kreislauf-Erkrankung untersuchen lassen. Zu diesen Patienten bzw. Patientinnen gehören starke Raucher bzw. Patienten oder Patientinnen, die sich einer Nikotinsubstitutionstherapie unterziehen und Patienten oder Patientinnen mit Risikofaktoren für eine Erkrankung der Herzkranzgefässe (insbesondere Frauen nach den Wechseljahren sowie Männer über 40

Wie wird es angewendet?

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Menamig nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Menamig sonst nicht richtig wirken kann.

Zur Behandlung des Migräneanfalls bei Erwachsenen (18

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Menamig auftreten:

Häufig (1 bis 10%): Schwindel, Kribbeln/«Ameisenlaufen» (Parästhesien), Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, veränderte, bzw. verminderte Berührungsempfindlichkeit (Dysästhesie/Hypästhesie), Sehstörungen, Herzklopfen, Hitzewallungen, Engegefühl im Hals, Übelkeit, Mundtrockenheit, Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Bauchschmerzen, vermehrtes Schwitzen, Skelettschmerzen, Ermüdung, abnormales Temperaturempfinden, Brustschmerzen.

Gelegentlich (0,1 bis 1%): Durst, Dehydratation, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Nervosität, Erregtheit, verminderte Konzentration, Euphorie, Depression, anormales Denken, Fremdheitsgefühl (Depersonalisation), Zittern, gesteigerte Wahrnehmung von Sinnesreizen, Drehschwindel, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Ohrenschmerzen, unspezifische Störungen der Ohren, beschleunigter Herzschlag, Schnupfen, Rachenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Kehlkopfentzündung, Durchfall, Schluckbeschwerden, Blähungen, Verstopfung, Juckreiz, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Arthrose, Muskelschwäche, häufigeres Wasserlassen, vermehrte Harnmenge, Schmerzen, Schwäche, Fieber, zu hoher oder zu tiefer Blutdruck, Geschmacksstörungen.

Selten (0,01 bis 0,1%): Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade (z.B. Hautausschlag, Atemnot bis zum Schock, der lebensbedrohlich sein kann), verminderter Blutzucker (Hypoglykämie), Erinnerungsstörung, Verstärkung einer Depression, anormales Träumen, Persönlichkeitsstörungen, Muskelverspannung, Muskelerschlaffung, verlangsamte Reflexe, Lähmung der Zunge, gesteigertes Hörempfinden, verlangsamter Herzschlag, gesteigerte Atmung (Hyperventilation), Lippenentzündung, Aufstossen, unspezifische Magen-Darm-Störungen, Rückfluss von Magenflüssigkeit in die Speiseröhre, Schluckauf, Speiseröhrenkrampf, Magengeschwür, Schmerzen der Speicheldrüsen, Entzündung der Mundschleimhaut, Zahnschmerzen, Nesselsucht (Urtikaria), nächtliches Wasserlassen, Nierenschmerzen, dunkler Urin, Beinschmerzen, kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkope), zugefügte Verletzung.

Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, damit er bzw. sie über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Massnahmen entscheiden kann.

Sollten Schwierigkeiten mit dem Blutdruck oder Schmerzen in der Brust auftreten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder die Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern und an einem trockenen, dunklen Ort bei Raumtemperatur (15?25 °C) aufzubewahren. Es darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen der Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über die ausführliche Fachinformation verfügen.

Weitere Informationen

1 Filmtablette enthält als Wirkstoff 2,5 mg Frovatriptan (als Succinatmonohydrat) sowie Hilfsstoffe zur Herstellung einer Filmtablette.

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