Wirkstoff(e) Rifampicin Isoniazid
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Sanofi-Aventis (Suisse) SA
Suchtgift Nein
ATC Code J04AM02
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Mittel zur Behandlung der Tuberkulose

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Rimactazid¬ģ 150/75 Rifampicin Isoniazid Sandoz Pharmaceuticals AG
Rifampicin Labatec¬ģ Rifampicin Labatec Pharma SA
Rimstar¬ģ Rifampicin Isoniazid Pyrazinamid Sandoz Pharmaceuticals AG
Rifater¬ģ Rifampicin Isoniazid Pyrazinamid Sanofi-Aventis (Suisse) SA
Rimactan¬ģ Rifampicin Sandoz Pharmaceuticals AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Die beiden Wirkstoffe, die in Rifinah enthalten sind, ergänzen sich in ihrer Wirkung gegen Bakterien, die Tuberkulose verursachen.

Sie erhalten Rifinah nur auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin zur Behandlung Ihrer gegenw√§rtigen Erkrankung verschrieben. Die Antibiotika in Rifinah sind nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Tuberkulose verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gew√§hlten oder nicht richtig dosierten Tuberkulostatikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus f√ľr die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei sp√§teren neuen Infektionen d√ľrfen Sie Rifinah nicht ohne erneute √§rztliche Konsultation anwenden.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Rifinah Vorsicht geboten?

√úberempfindlichkeitsreaktionen

Bei einem Auftreten von akuten, schweren arzneimittelbedingten √úberempfindlichkeitsreaktionen, insbesondere schweren Hautausschl√§gen, Bildung von weisslichen Pusteln oder Blasen auf der Haut, Ausschl√§gen an der Mundschleimhaut, Pharyngitis (Rachenentz√ľndung), Gesichts√∂dem oder hohem Fieber, Atembeschwerden, geschwollenen Lymphknoten, Hepatitis (Leberentz√ľndung) oder Entz√ľndungen anderer innerer Organe ist Rifinah¬†sofort abzusetzen und umgehend Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin aufzusuchen, da solche Nebenwirkungen lebensbedrohlich sein k√∂nnen. Wenn bei Ihnen solche Erscheinungen auftreten, d√ľrfen Sie nie wieder mit Rifinah behandelt werden.

Diese Therapie darf nur mit vorheriger Zustimmung Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin unterbrochen werden, um eventuellen Nebenwirkungen vorzubeugen (Hautreaktionen, grippe√§hnliche Beschwerden und andere schwere Reaktionen). Eine allf√§llige Wiederaufnahme der Therapie darf auf keinen Fall ohne √§rztliche Konsultation erfolgen, da sonst unter Umst√§nden schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten k√∂nnen.

Leberentz√ľndung

Die in Rifinah enthaltenen Wirkstoffe k√∂nnen Leberfunktionsst√∂rungen, Leberentz√ľndungen, Erkrankungen der Galleng√§nge und schwere Lebersch√§den, in Einzelf√§llen mit t√∂dlichem Verlauf, verursachen. Diese schwerwiegenden Leberentz√ľndungen k√∂nnen einige Tage bis hin zu mehrere Monate nach Behandlungsbeginn auftreten.

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird deshalb Ihre Leberfunktion sorgf√§ltig √ľberwachen, insbesondere bei Vorliegen folgender Risikofaktoren f√ľr Leberzellsch√§den:

  • Zunehmendes Alter
  • Vorbestehende Lebererkrankung
  • Gleichzeitige Einnahme lebersch√§digender Arzneimittel
  • Beeintr√§chtigte Nierenfunktion
  • T√§glicher Alkoholkonsum/Alkohol√ľberkonsum
  • Schlechter Ern√§hrungszustand
  • Schwarze oder lateinamerikanische Frauen

Fr√ľhe Warnzeichen einer Leberentz√ľndung oder einer Erkrankung der Galleng√§nge sind Juckreiz auf der Haut (Pruritus), M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Unwohlsein, Appetitverlust, √úbelkeit oder Erbrechen sowie Bauchschmerzen. Weitere Zeichen sind Gelbf√§rbung der weissen Augapfelanteile oder der Haut (Gelbsucht) oder entf√§rbter Stuhl und dunkler Urin. Suchen Sie bei Auftreten solcher Symptome sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin auf, da dies Anzeichen einer schweren Erkrankung der Leber sein k√∂nnen, welche √§rztlich behandelt werden muss und die Absetzung von Rifinah¬†erfordert.

Paradoxe Reaktion

Rifinah kann paradoxe Reaktionen ausl√∂sen, die sich durch eine Verschlechterung der Symptome oder ein Wiederauftreten der Tuberkulose zwischen 2¬†Wochen bis hin zu 18¬†Monaten nach Beginn der Behandlung mit Rifinah √§ussern. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt / Ihre √Ąrztin, wenn Sie folgende Symptome versp√ľren: Husten, Kurzatmigkeit, Fieber, geschwollene Lymphknoten, M√ľdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Gewichtsabnahme oder Schw√§chegef√ľhl.

Lungenerkrankungen

Rifinah kann eine Lungenentz√ľndung verursachen (interstitielle Lungenerkrankungen/Pneumonie).

Informieren Sie vor Beginn der Behandlung mit Rifinah Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie bereits einmal eine Lungenentz√ľndung hatten. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie w√§hrend der Behandlung neu oder pl√∂tzlich auftretende Atemschwierigkeiten (Kurzatmigkeit) bemerken, m√∂glicherweise begleitet von trockenem Husten oder Fieber. Sollten sich diese Symptome durch eine Antibiotikabehandlung nicht bessern, kann es sich um Symptome einer Lungenentz√ľndung handeln. Diese Erkrankung kann aufgrund einer anormalen Ansammlung von Entz√ľndungszellen in der Lunge zu gravierenden und lebensbedrohlichen Atemproblemen f√ľhren.

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie solche Symptome versp√ľren oder wenn sich die Symptome unter der Behandlung nicht bessern.

Abnahme der Blutplättchen

Rifinah kann lebensbedrohliche Blutgerinnsel in den kleinen Blutgef√§ssen im gesamten Organismus verursachen (thrombotische Mikroangiopathie). Sollten Sie w√§hrend Ihrer Behandlung Symptome wie Ekchymosen (blaue Flecken), Blutungen, Fieber, anhaltende Schw√§che und M√ľdigkeit, Verwirrtheit, √úbelkeit oder Kopfschmerzen beobachten, informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, sodass geeignete Massnahmen eingeleitet werden k√∂nnen, z.B. Blutuntersuchungen und Nierenfunktionstests.

Nervenerkrankungen

Rifinah kann Erkrankungen der Nerven hervorrufen. Patientinnen und Patienten mit schlechtem Ernährungszustand, Jugendlichen oder Patientinnen und Patienten mit Neigung zu Nervenleiden (z.B. bei Zuckerkrankheit) wird der Arzt allenfalls zusätzlich Vitamin B6 verordnen.

Epilepsie

Wenn Sie an Epilepsie leiden, m√ľssen Sie von Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer behandelnden √Ąrztin besonders aufmerksam medizinisch √ľberwacht werden. Bei Epileptikern k√∂nnen Anf√§lle m√∂glicherweise vermehrt auftreten.

Laboruntersuchungen

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird zu Beginn der Behandlung und danach in regelm√§ssigen Abst√§nden neben der Leberfunktion auch das Blutbild und die Nierenfunktion √ľberpr√ľfen.

Patientinnen und Patienten mit erh√∂htem Blutungsrisiko (zum Beispiel aufgrund von Geschw√ľren im Magen oder Darm oder wegen einer Blutgerinnungsst√∂rung) m√ľssen regelm√§ssig ihre Blutgerinnungszeit messen lassen. Gegebenenfalls wird der Arzt bzw. die √Ąrztin entscheiden, dass eine erg√§nzende Zufuhr von Vitamin¬†K notwendig ist.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gleichzeitig mit Rifinah ein, ausser wenn Sie es mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin so besprochen haben. Viele Arzneimittel (Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin wissen welche) k√∂nnen weniger wirksam sein oder es k√∂nnen vermehrt Nebenwirkungen auftreten, wenn sie gleichzeitig mit Rifinah angewendet werden:

  • bestimmte antivirale Arzneimittel gegen Hepatitis¬†C (Leberentz√ľndung),
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV- und Hepatitis-B-Infektionen,
  • √Ėstrogene und Progestagene in hormonellen Verh√ľtungsmitteln (¬ęAnti-Baby-Pille¬Ľ). Um eine Schwangerschaft zu vermeiden, m√ľssen Frauen im geb√§rf√§higen Alter, die verh√ľten wollen, wegen des Risikos von Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln eine zus√§tzliche, nicht-hormonelle Verh√ľtungsmethode anwenden, solange sie mit Rifinah behandelt werden.
  • Anti√∂strogene (z.B. Tamoxifen) im Rahmen einer Brustkrebstherapie,
  • Irinotecan (eine Krebstherapie),
  • bestimmte Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Statine),
  • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen,
  • Paracetamol (um das Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern),
  • Opioid-Analgetika (starke Schmerzmittel),
  • bestimmte Schlafmittel (z.B. Zolpidem),
  • Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks,
  • bestimmte Arzneimittel gegen Malaria (z.B. Atovaquon),
  • bestimmte Arzneimittel, die das Immunsystem unterdr√ľcken (z.B. Ciclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat),
  • das Medikament Antabus¬ģ,
  • bestimmte Antibiotika, insbesondere Cefazolin und Linezolid,
  • bestimmte Arzneimittel gegen Epilepsie, Antidepressiva, Neuroleptika, Methadon,
  • bestimmte Mittel gegen die Zuckerkrankheit,
  • bestimmte Herzmittel (Antiarrhythmika, Betablocker, Kalziumkanalblocker, Digoxin)
  • Mittel zur Blutverd√ľnnung und bestimmte Thrombozytenaggregationshemmer wie Clopidogrel,
  • Kortikosteroide,
  • bestimmte Antiasthmatika (z.B. Theophyllin),
  • magens√§urehemmende Mittel,
  • Mittel gegen Schilddr√ľsenerkrankungen,
  • bestimmte Arzneimittel gegen √úbelkeit und Erbrechen,
  • bestimmte Beruhigungsmittel,
  • Dapson (Antibiotikum zur Behandlung von Lepra).

Zuckerkrankheit

Patientinnen und Patienten mit Zuckerkrankheit m√ľssen vorsichtig sein, da die Kontrolle des Diabetes w√§hrend der Behandlung mit Rifinah erschwert ist.

Nahrungsmittel und Alkohol

Wechselwirkungen k√∂nnen mit bestimmten Nahrungsmitteln (Fisch, K√§se, Rotwein) auftreten und zu √ľberm√§ssigen Reaktionen wie Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzklopfen und Gesichtsr√∂tung f√ľhren. Die Einnahme dieser Nahrungsmittel sollte w√§hrend einer Behandlung mit Rifinah vermieden werden. Alkoholkonsum ist grunds√§tzlich zu vermeiden.

Verfärbungen

Urin, Speichel, Schweiss und Tränen und somit auch weiche Kontaktlinsen können sich aufgrund der roten Farbe eines der Wirkstoffe rötlich verfärben, Kontaktlinsen auch dauerhaft. Sie sollten daher während der Behandlung keine weichen Kontaktlinsen tragen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Maschinen oder Werkzeuge zu bedienen, beeintr√§chtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Dieses Arzneimittel enth√§lt Saccharose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1¬†mmol (23¬†mg) Natrium pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Darf Rifinah während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

W√§hrend den letzten Wochen der Schwangerschaft k√∂nnen durch Rifampicin bei der Mutter und beim Kind Blutungen ausgel√∂st werden. Beim Menschen ist das genaue Risiko f√ľr den F√∂tus nicht bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden nicht durchgef√ľhrt. W√§hrend der Schwangerschaft sollte dieses Arzneimittel nicht eingenommen werden, es sei denn, es wird Ihnen ausdr√ľcklich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin verordnet.

M√ľtter, die mit Rifinah behandelt werden, d√ľrfen ihr Kind nicht stillen, da die Wirkstoffe von Rifinah in die Muttermilch ausgeschieden werden.

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Wie wird es angewendet?

Rifinah muss gem√§ss den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin eingenommen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin setzt die Dosierung und Behandlungsdauer fest. Sofern vom Arzt bzw. der √Ąrztin nicht anders verordnet, betr√§gt die Tagesdosis bei Erwachsenen mit einem K√∂rpergewicht unter 50¬†kg einmal t√§glich 3¬†Filmtabletten, bei einem K√∂rpergewicht √ľber 50¬†kg einmal t√§glich 4 Filmtabletten.

Nehmen Sie die gesamte Tagesdosis auf einmal mit etwas Wasser mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit oder zwei Stunden danach ein.

Gegebenenfalls kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihnen zu Beginn der Behandlung zus√§tzlich noch andere Tuberkulosemittel verschreiben.

Rifinah eignet sich nicht f√ľr die Behandlung von Kindern.

Es ist wichtig, dass Sie Rifinah t√§glich, ohne Unterbruch einnehmen, da sonst die Wirksamkeit nicht gew√§hrleistet ist oder vermehrt unerw√ľnschte Wirkungen auftreten k√∂nnen (siehe auch Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme/Anwendung von Rifinah Vorsicht geboten?¬Ľ).

Eine begonnene Therapie mit Tuberkulostatika sollte so lange wie vom Arzt bzw. von der √Ąrztin verordnet durchgef√ľhrt werden. Weder die t√§gliche Dosis noch die Therapiedauer d√ľrfen ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin ge√§ndert werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollst√§ndig ausgeheilt ist. F√ľhren Sie die Behandlung auch dann nach Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin weiter, wenn Sie keine Krankheitszeichen mehr sp√ľren. Eine ungen√ľgende Anwendungsdauer oder ein zu fr√ľhzeitiger Unterbruch der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Rifinah nicht eingenommen/angewendet werden?

Rifinah darf nicht eingenommen werden:

Bei bekannter √úberempfindlichkeit gegen einen der zwei Wirkstoffe (Rifampicin und Isoniazid) oder einen Hilfsstoff.

Eine √úberempfindlichkeit √§ussert sich z.B. durch Asthma, Atem- und Schluckbeschwerden, Blutdruckabfall (Benommenheit, Schweissausbr√ľche, beschleunigter Puls, Ohrensausen, Sehst√∂rungen) bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, Schwellungen der Haut und der Schleimh√§ute (z.B. Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen) oder Hautausschl√§gen (z.B. Nesselsucht).

  • bei Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut oder Augen) oder einer schweren Lebererkrankung,
  • wenn Sie bereits einmal eine medikament√∂s bedingte Leberentz√ľndung durchgemacht haben,
  • wenn Sie an einer Nervenentz√ľndung der Gliedmassen leiden,
  • bei einer St√∂rung der Blutbildung (Porphyrie),
  • bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion (Kreatin-Clearance <¬†30¬†ml/min),
  • bei gleichzeitiger Therapie mit den folgenden Wirkstoffen:
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Voriconazol),
    • Halothan (Inhalationsan√§sthetikum),
    • Saquinavir/Ritonavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen),
    • bestimmte antivirale Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis-C-Virus-Infektionen (z.B. Daclatasvir).

Welche Nebenwirkungen kann Rifinah haben?

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen feststellen, sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kontaktieren:

  • Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000¬†Behandelten) und H√§ufigkeit nicht bekannt: schwere Hautreaktionen (siehe ¬ęWann ist bei der Einnahme/Anwendung von Rifinah¬†Vorsicht geboten?¬Ľ), die sich in einem oder mehreren der folgenden Anzeichen √§ussern: pl√∂tzlich auftretender tiefroter Ausschlag am K√∂rper, weissliche Pusteln oder Blasenbildung auf der Haut, Ausschl√§ge an der Mundschleimhaut, Pharyngitis (Rachenentz√ľndung), Gesichts√∂dem, hohes Fieber, Atembeschwerden, geschwollene Lymphknoten, Entz√ľndungen innerer Organe (Leberentz√ľndung/Hepatitis).
  • Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000¬†Behandelten): anaphylaktische Reaktionen (√úberempfindlichkeitsreaktionen mit Kreislaufversagen), Kurzatmigkeit, Keuchen, Blutdruckabfall, √Ėdeme (Wasseransammlung im Gewebe), angioneurotisches √Ėdem (Schwellungen von Gesicht, Zunge, Rachen oder Kehlkopf mit oder ohne Schluckbeschwerden und Atemprobleme).
  • Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000¬†Behandelten): Leberfunktionsst√∂rungen, Funktionsst√∂rungen der Galleng√§nge (H√§ufigkeit nicht bekannt), Leberentz√ľndungen und Lebersch√§den, in vereinzelten F√§llen mit t√∂dlichem Verlauf (siehe ¬ęWann ist bei der Einnahme/Anwendung von Rifinah¬†Vorsicht geboten?¬Ľ). M√∂gliche Anzeichen einer Leberentz√ľndung oder Erkrankung der Galleng√§nge sind Juckreiz (Pruritus), M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Appetitverlust, Unwohlsein, √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gelbf√§rbung der Haut oder des weissen Augapfelanteils, dunkler Urin oder entf√§rbter Stuhl.
  • H√§ufig (betrifft 1 bis 10 von 100¬†Behandelten): punktf√∂rmige Blutungen (blaue Flecken oder kleine rote Flecken) in der Haut (Purpura) aufgrund einer verringerten Anzahl Blutpl√§ttchen.
  • H√§ufigkeit nicht bekannt: Blutgerinnsel in den kleinen Blutgef√§ssen (thrombotische Mikroangiopathie) mit Auftreten der folgenden Symptome: Ekchymosen (blaue Flecken), Blutungen, Fieber, anhaltende Schw√§che und M√ľdigkeit, Verwirrtheitszustand, √úbelkeit, Kopfschmerzen.
  • Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000¬†Behandelten): Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (¬ęGummibauch¬Ľ und starke Schmerzen in Bauch und R√ľcken, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber, Herzrasen).
  • Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000¬†Behandelten): starke, anhaltende Durchf√§lle w√§hrend oder nach der Behandlung mit Rifinah. Bei Auftreten von Durchfall d√ľrfen keine Arzneimittel eingenommen werden, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung) hemmen.
  • Sehr h√§ufig/H√§ufig (betrifft mehr als 1 von 10¬†Behandelten): paradoxe Reaktion. Erneutes bzw. neues Auftreten von Tuberkulosesymptomen nach einer anf√§nglichen Besserung w√§hrend der Behandlung. Die Symptome k√∂nnen Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kurzatmigkeit, Husten, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Gewichtsabnahme oder M√ľdigkeit umfassen (siehe ¬ęWann ist bei der Einnahme/Anwendung von Rifinah Vorsicht geboten?¬Ľ).
  • H√§ufigkeit nicht bekannt: Lungenentz√ľndung (interstitielle Lungenerkrankungen/Pneumonie). Symptome sind pl√∂tzlich auftretende Atemschwierigkeiten (Kurzatmigkeit), wom√∂glich begleitet von trockenem Husten oder Fieber (siehe ¬ęWann ist bei der Einnahme/Anwendung von Rifinah Vorsicht geboten?¬Ľ).

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rifinah ausserdem auftreten:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Behandelten):

  • Grippesymptome (Fieber, Kopfschmerzen, Sch√ľttelfrost, Benommenheit, Knochenschmerzen),
  • starke, vor√ľbergehende Gesichtsr√∂tung,
  • Beschwerden an bestimmten Nerven (Polyneuritis) in Form von Kribbeln oder Taubheit in bestimmten K√∂rperregionen, Muskelschw√§che oder Verlust der Sehnenreflexe,
  • Erh√∂hung der Leberwerte und des Bilirubinspiegels im Blut.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten):

  • Mangel an Blutpl√§ttchen (mit oder ohne punktf√∂rmige Hautblutungen), Mangel an weissen Blutk√∂rperchen, An√§mie (Blutarmut), erh√∂hte Anzahl bestimmter weisser Blutk√∂rperchen,
  • M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel,
  • Appetitlosigkeit, √úbelkeit, Erbrechen, Unwohlsein, Gasansammlung im Darm, Magenschmerzen, Bauchbeschwerden,
  • Gesichtsr√∂tung, Augenr√∂tung, Juckreiz mit oder ohne Hautausschlag, Akne und erh√∂hte Lichtempfindlichkeit,
  • leichte Gelenk- und Muskelschmerzen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten):

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Behandelten):

  • Verringerung der roten Blutk√∂rperchen,
  • rheumatische Beschwerden, Autoimmunerkrankungen,
  • Verschlimmerung von Magengeschw√ľren; Mundtrockenheit,
  • Koordinationsst√∂rungen, Muskelschw√§che, Kr√§mpfe,
  • epileptische Anf√§lle, Verwirrtheit, Ged√§chtnisst√∂rungen, Bewusstseinsver√§nderungen, Psychosen (Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Denkst√∂rungen),
  • w√§hrend einer l√§ngeren antituberkul√∂sen Behandlung wie mit Rifinah¬†k√∂nnen St√∂rungen des Menstruationszyklus auftreten,
  • Gichtanf√§lle,
  • Bindehautentz√ľndung.

Seit der Markteinf√ľhrung von Rifinah¬†wurde von weiteren Nebenwirkungen berichtet, bei denen die H√§ufigkeit des Auftretens nicht bekannt ist:

  • Gerinnungsst√∂rungen, Blutungen,
  • Sehst√∂rungen,
  • Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Muskelschw√§che,
  • gelbliche, orangefarbene, r√∂tliche oder br√§unliche Verf√§rbung der Z√§hne und von K√∂rperfl√ľssigkeiten (Urin, Schweiss, Tr√§nen, Speichel, Auswurf),
  • entz√ľndliche Erkrankungen der Blutgef√§sse (Fieber, Gewichtsverlust, Nachtschweiss, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Sehst√∂rungen, schlechte Durchblutung der Gliedmassen, neurologische St√∂rungen),
  • Bei Fortsetzung oder Wiederaufnahme der Behandlung mit Rifampicin nach Auftreten einer Purpura (blaue Flecken oder kleine rote Flecken in der Haut) wurde von Hirnblutungen und sogar von t√∂dlichen Verl√§ufen berichtet.
  • Blutungen beim F√∂tus oder bei der Mutter w√§hrend der Schwangerschaft oder der Entbindung (fetomaternale bzw. postpartale Blutungen),
  • Ver√§nderung des Elektrolytspiegels (vor allem Calcium und Phosphat),
  • Vergr√∂sserung der Brust beim Mann.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15‚Äď25¬įC) und vor Feuchtigkeit gesch√ľtzt im verschlossenen Umkarton lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt zu Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. zu Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Rifinah enthalten?

Wirkstoffe

150 mg Rifampicin und 100 mg Isoniazid

Hilfsstoffe

Natriumlaurylsulfat, Calciumstearat, Natrium-Carmellose, mikrokristalline Zellulose, Magnesiumstearat, Gelatine, Gummi arabicum, Povidon, Titandioxid (E 171), Saccharose, Talk, schweres Kaolin, hochdisperses Siliciumdioxid, Erythrosin (E 127).

Zulassungsnummer

38931 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Rifinah? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Rifinah in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Packungen zu 100 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2022 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Rifampicin Isoniazid
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Sanofi-Aventis (Suisse) SA
Suchtgift Nein
ATC Code J04AM02
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Mittel zur Behandlung der Tuberkulose

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden