Wirkstoff(e) Prednisolon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller mibe GmbH Arzneimittel
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.03.1999
ATC Code H02AB06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

mibe GmbH Arzneimittel

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
PREDNI H Tablinen 5 mg Prednisolon Winthrop Arzneimittel GmbH
Prednisolon STADA 10 mg Tabletten Prednisolon STADAPHARM
Prednisolut 25 mg L Prednisolon mibe GmbH Arzneimittel
Prednisolon Fettcreme LAW Prednisolon Abanta Pharma GmbH
Solu-Decortin H 100mg Prednisolon Merck Serono GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Prednisolut 100 mg L ist ein Glucocorticoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Salz (Elektrolyt)-Haushalt und auf Gewebefunktionen. Die Indikationen f√ľr Prednisolut sind hier aufgelistet.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wenn Sie allergisch auf einen der Inhaltsstoffe sind, darf dieses Arzneimittel nicht angewandt werden.

Bevor Sie Prednisolut 100 mg L zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Prednisolut wird Ihnen von Ihrem Arzt in die Vene gespritzt oder als Infusion verabreicht. Die Gabe in den Muskel sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, wenn kein intravenöser Zugang vorhanden ist.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Prednisolut 100 mg L ist ein Glucocorticoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Salz (Elektrolyt)-Haushalt und auf Gewebefunktionen.

Prednisolut 100 mg L wird angewendet bei

Schock und Notfallmedizin:
Schockzustand aufgrund einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock;
nach vorangegangener Behandlung mit Epinephrin [Kreislaufmittel]), schweren
Verlaufsformen allergischer Reaktionen bei Insektenstichen und Schlangenbissen

Neurologie:
Hirnschwellung (Hirnödem), ausgelöst durch Hirntumor, neurochirurgische Operationen,
Hirnabszess, bakterielle Hirnhautentz√ľndung (Meningitis)

Transplantationsmedizin:
Gefahr der Organabstoßung nach Nierentransplantation

Pneumologie:
Schwerem akutem Asthmaanfall
Lungenödem durch Inhalation toxischer Substanzen wie Chlorgas, Isocyanate,
Schwefelwasserstoff, Phosgen, Nitrosegas, Ozon, ferner durch Magensaftaspiration und durch
Ertrinken

Erkrankungen der oberen Luftwege:
Pseudokrupp

Infektiologie:
Schweren Infektionskrankheiten mit vergiftungsähnlichen Zuständen (z.B. bei Tuberkulose,
Typhus), nur in Verbindung mit entsprechender antiinfektiöser Therapie

Rheumatologie:
Verlust des Sehvermögens (Akuter Visusverlust) bei Arteriitis temporalis
Schwer verlaufenden/lebensbedrohlichen Situationen bei folgenden rheumatischen
Erkrankungen:
Rheumatoide Arthritis und Still-Syndrom, Felty-Syndrom, Polymyalgia rheumatica,
systemische juvenile idiopathische Arthritis (z.B. Morbus Still, seropositive Polyarthritis),
Kollagenosen, Vaskulitiden, rheumatisches Fieber

Hauterkrankungen:
Parenteraler Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten
(Erythrodermie, Pemphigus vulgaris)

Hämatologie:
Akuten Blutkrankheiten (autoimmunhämolytische Anämie, akute thrombozytopenische
Purpura)

Gastroenterologie:
Chronisch-entz√ľndlicher Dickdarmerkrankung (Colitis ulcerosa; schwerer Verlauf eines
akuten Schubes)

Substitutionstherapie:
Verminderter oder fehlender Nebennierenrinden-Funktion (Akute NNR-Insuffizienz): Addison-
Krise; Stresszustände bei und nach langfristiger Corticoidtherapie.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Prednisolut darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Prednisolon bzw. Prednisolon-21-hydrogensuccinat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Prednisolut anwenden,

  • wenn Sie an Sklerodermie leiden (auch bekannt als systemische Sklerose, eine Autoimmunerkrankung), da t√§gliche Dosen von 15 mg oder mehr das Risiko f√ľr eine schwere Komplikation, der sogenannten sklerodermiebedingten renalen Krise, erh√∂hen k√∂nnen. Zu den Anzeichen einer sklerodermiebedingten renalen Krise z√§hlen erh√∂hter Blutdruck und verringerte Harnbildung. Der Arzt kann Sie anweisen, regelm√§√üig Ihren Blutdruck und Ihren Urin √ľberpr√ľfen zu lassen.

In Einzelf√§llen wurden bei Anwendung von Prednisolut schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mit Kreislaufversagen, Herzstillstand, Herzrhythmusst√∂rungen (Arrhythmien), Atemnot (Bronchospasmus) und/oder Blutdruckabfall oder ‚Äďanstieg beobachtet.
Die Behandlung mit Glucocorticoiden wie Prednisolut kann durch die Schw√§chung der k√∂rpereigenen Abwehr zu einem erh√∂hten Risiko f√ľr bakterielle, virale, parasit√§re, opportunistische sowie Pilzinfektionen f√ľhren. Die Anzeichen einer Infektion k√∂nnen verdeckt und somit die Feststellung einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion erschwert werden. Latente Infektionen, wie Tuberkulose oder Hepatitis B, k√∂nnen wieder aktiviert werden.

Bei gleichzeitigem Vorliegen einer der folgenden Erkrankungen m√ľssen ggf. zus√§tzlich gezielt Arzneimittel gegen die Krankheitserreger angewendet werden:

  • akute Virusinfektionen (Hepatitis B, G√ľrtelrose, Herpes simplex-Infektionen, Windpocken,
    Entz√ľndungen der Augenhornhaut durch Herpesviren)
  • HBsAg-positive chronisch-aktive Hepatitis (infekti√∂se Leberentz√ľndung)
  • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit einem abgeschw√§chten Erreger (Lebendimpfstoff)
  • Pilzerkrankungen mit Befall innerer Organe
  • bestimmte Erkrankungen durch Parasiten (Am√∂ben-, Wurminfektionen)
  • bei Patienten mit Verdacht auf oder best√§tigter Infektion mit Zwergfadenw√ľrmern (Strongyloidiasis) kann Prednisolut zur Aktivierung und Massenvermehrung der Parasiten f√ľhren
  • Kinderl√§hmung
  • Lymphknotenerkrankung nach Tuberkulose-Impfung
  • akute und chronische bakterielle Infektionen
  • bei Tuberkulose in der Krankengeschichte Anwendung nur bei gleichzeitiger Gabe von Arzneimitteln gegen Tuberkulose.

Folgende Erkrankungen m√ľssen bei gleichzeitiger Behandlung mit Prednisolut gezielt √ľberwacht und den Erfordernissen entsprechend behandelt werden:

  • Magen-Darm-Geschw√ľre
  • Abbau des Knochengewebes (Osteoporose)
  • schwere Herzschw√§che (Herzinsuffizienz)
  • schwer einstellbarer Bluthochdruck
  • schwer einstellbare Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • psychiatrische Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte) einschlie√ülich Selbstmordgef√§hrdung. In diesem Fall wird neurologische oder psychiatrische √úberwachung empfohlen.
  • erh√∂hter Augeninnendruck (Eng- und Weitwinkelglaukom): Augen√§rztliche √úberwachung und begleitende Therapie wird empfohlen.
  • Geschw√ľre und Verletzungen der Hornhaut des Auges: Augen√§rztliche √úberwachung und begleitende Therapie wird empfohlen.

Wegen der Gefahr eines Darmwanddurchbruchs mit Bauchfellentz√ľndung darf Prednisolut nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gr√ľnde und unter entsprechender √úberwachung angewendet werden

  • bei schwerer Dickdarmentz√ľndung (Colitis ulcerosa) mit drohendem Durchbruch, mit Abszessen oder eitrigen Entz√ľndungen, m√∂glicherweise auch ohne Bauchfellreizung
  • bei entz√ľndeten Darmwandausst√ľlpungen (Divertikulitis)
  • unmittelbar nach bestimmten Darmoperationen (Enteroanastomosen).

Die Zeichen einer Bauchfellreizung nach Durchbruch eines Magen-Darm-Geschw√ľres k√∂nnen bei Patienten, die hohe Dosen von Glucocorticoiden erhalten, fehlen.
Das Risiko von Sehnenbeschwerden, Sehnenentz√ľndung und von Sehnenabrissen ist erh√∂ht, wenn Fluorochinolone (bestimmte Antibiotika) und Prednisolut zusammen verabreicht werden.
Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Prednisolut behandelt werden, besonders schwer verlaufen. Besonders gefährdet sind abwehrgeschwächte (immunsupprimierte) Patienten, die bisher keine Windpocken oder Masern hatten. Wenn diese Personen während einer Behandlung mit Prednisolut Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollten sie sich umgehend an ihren Arzt wenden, der ggf. eine vorbeugende Behandlung einleitet.

Impfungen mit Impfstoffen aus abgetöteten Erregern (Totimpfstoffe) sind grundsätzlich möglich. Es ist jedoch zu beachten, dass die Immunreaktion und damit der Impferfolg bei höheren Dosierungen von Prednisolut beeinträchtigt werden kann.


Eine gleichzeitig bestehende Myasthenia gravis (bestimmte Form der Muskellähmung) kann sich anfangs unter der Behandlung mit Prednisolut verschlechtern.
Während oder nach der intravenösen Gabe von hohen Dosen von Prednisolon kann es gelegentlich zu einer verlangsamten Herzschlagfolge (Bradykardie) kommen, die nicht unbedingt mit der Geschwindigkeit oder der Dauer der Verabreichung zusammenhängt.


Insbesondere bei l√§nger dauernder Behandlung mit hohen Dosen von Prednisolut ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr (z. B. Gem√ľse, Bananen) und auf eine begrenzte Kochsalzzufuhr zu achten. Lassen Sie den Kalium-Blutspiegel vom Arzt √ľberwachen.


Kommt es w√§hrend der Behandlung zu besonderen k√∂rperlichen Belastungen, wie fieberhaften Erkrankungen, Unf√§llen, Operationen, Geburt etc., kann eine vor√ľbergehende Steigerung der t√§glichen Corticoiddosis notwendig werden.


Schwere anaphylaktische Reaktionen (Überreaktion des Immunsystems) können auftreten.
Bei Beendigung oder ggf. Abbruch der Langzeitgabe von Glucocorticoiden ist an folgende Risiken zu denken: Verschlimmerung bzw. Wiederauftreten der Grundkrankheit, akute Nebenniereninsuffizienz, Cortison-Entzugssyndrom.
Bei Prednisolut handelt es sich um ein Arzneimittel zur kurzfristigen Anwendung. Bei nicht bestimmungsgem√§√üer Anwendung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum sind weitere Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen zu beachten, wie sie f√ľr Glucocorticoid-haltige Arzneimittel zur Langzeitanwendung beschrieben sind.


Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche
In der Wachstumsphase von Kindern sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Behandlung mit Prednisolut sorgfältig erwogen werden.

√Ąltere Patienten
Da ältere Patienten ein erhöhtes Osteoporose-(Knochenschwund-) Risiko haben, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Behandlung mit Prednisolut sorgfältig erwogen werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Prednisolut kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.
Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Prednisolut als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Anwendung von Prednisolut zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn es sich um Arzneimittel handelt, die ohne √§rztliche Verschreibung erh√§ltlich sind.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Prednisolut?

  • Bestimmte weibliche Geschlechtshormone, z. B. zur Schwangerschaftsverh√ľtung (‚ÄěPille‚Äú), k√∂nnen die Wirkung von Prednisolut verst√§rken.
  • Einige Arzneimittel k√∂nnen die Wirkungen von Prednisolut verst√§rken, und Ihr Arzt wird Sie m√∂glicherweise sorgf√§ltig √ľberwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschlie√ülich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).
  • Arzneimittel, die den Abbau in der Leber beschleunigen, wie bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), Arzneimittel gegen Krampfanf√§lle (Phenytoin, Carbamazepin, Primidon) und bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose (Rifampicin), k√∂nnen die Wirkung von Prednisolut abschw√§chen.
  • Arzneimittel, die den Abbau in der Leber verlangsamen, wie bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Ketoconazol, Itraconazol), k√∂nnen die Wirkung von Prednisolut verst√§rken.
  • Ephedrin (kann in Arzneimitteln gegen Hypotonie, chronische Bronchitis, Asthmaanf√§lle und zur Abschwellung der Schleimh√§ute bei Schnupfen sowie als Bestandteil von Appetitz√ľglern enthalten sein): Durch beschleunigten Abbau im K√∂rper kann die Wirksamkeit von Prednisolut herabgesetzt werden.

Wie beeinflusst Prednisolut die Wirkung von anderen Arzneimitteln?
Prednisolut kann

  • bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln zur Blutdrucksenkung (ACE-Hemmstoffe) das Risiko des Auftretens von Blutbildver√§nderungen erh√∂hen.
  • durch Kaliummangel die Wirkung von Arzneimitteln zur Herzst√§rkung (Herzwirksame Glykoside) verst√§rken.
  • die Kaliumausscheidung durch harntreibende Arzneimittel (Saluretika) oder Abf√ľhrmittel (Laxanzien) verst√§rken.
  • die Blutzucker-senkende Wirkung von oralen Antidiabetika und Insulin vermindern.
  • die Wirkung von Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien, Cumarine) abschw√§chen oder verst√§rken. Ihr Arzt wird entscheiden, ob eine Dosisanpassung des blutgerinnungshemmenden Arzneimittels notwendig ist.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Entz√ľndungen und Rheuma (Salicylate, Indometacin und andere nicht-steroidale Antiphlogistika) die Gefahr von Magengeschw√ľren und Magen-Darm-Blutungen erh√∂hen.
  • die Muskel-erschlaffende Wirkung bestimmter Arzneimittel (nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien) verl√§ngern.
  • die Augeninnendruck-steigernde Wirkung bestimmter Arzneimittel (Atropin sowie andere Anticholinergika) verst√§rken.
  • die Wirkung von Arzneimitteln gegen Wurmerkrankungen (Praziquantel) vermindern.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Malaria oder rheumatische Erkrankungen (Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin) das Risiko des Auftretens von Muskelerkrankungen oder Herzmuskelerkrankungen (Myopathien, Kardiomyopathien) erh√∂hen.
  • bei Langzeitbehandlung die Wirkung des Wachstumshormons Somatropin vermindern.
  • den Anstieg des Schilddr√ľsen-stimulierenden Hormons (TSH) nach Gabe von Protirelin (TRH, Hormon des Zwischenhirns) vermindern.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Substanzen, die das Immunsystem abschw√§chen, also immunsuppressiv sind, zu einer erh√∂hten Infektanf√§lligkeit und m√∂glichen Verschlimmerung oder Ausbruch einer bisher verborgenen Infektion f√ľhren.
  • den Blutspiegel von Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Abwehr) erh√∂hen und hierdurch die Gefahr f√ľr Krampfanf√§lle verst√§rken.
    Fluorochinolone, eine bestimmte Gruppe von Antibiotika, k√∂nnen das Risiko f√ľr Sehnenbeschwerden erh√∂hen.

Einfluss auf Untersuchungsmethoden:

  • Hautreaktionen auf Allergietests k√∂nnen unterdr√ľckt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
W√§hrend einer Schwangerschaft soll die Anwendung nur auf Anraten des Arztes erfolgen. Verst√§ndigen Sie daher den Arzt √ľber eine bestehende oder eingetretene Schwangerschaft. Bei
einer Langzeitbehandlung mit Prednisolut w√§hrend der Schwangerschaft sind Wachstumsst√∂rungen des ungeborenen Kindes nicht auszuschlie√üen. Wird Prednisolut am Ende der Schwangerschaft angewendet, kann beim Neugeborenen eine R√ľckbildung der Nebennierenrinde auftreten, die eine ausschleichende Ersatzbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann. Prednisolon zeigte im Tierversuch fruchtsch√§digende Wirkungen (z. B. Gaumenspalten). Ein erh√∂htes Risiko f√ľr solche Sch√§den beim Menschen durch die Gabe von Prednisolon w√§hrend der ersten drei Schwangerschaftsmonate wird diskutiert.

Stillzeit
Der Wirkstoff Prednisolon geht in geringen Mengen in die Muttermilch √ľber. Eine Sch√§digung des S√§uglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte die Notwendigkeit der Anwendung in der Stillzeit genau gepr√ľft werden. Sind aus Krankheitsgr√ľnden h√∂here Dosen erforderlich, sollten Sie abstillen. Bitte setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Bisher liegen keine Hinweise vor, dass Prednisolut die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt. Gleiches gilt auch f√ľr Arbeiten ohne sicheren Halt.

Prednisolut 100 mg L enthält Natrium
Prednisolut 100 mg L enth√§lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Prednisolut wird im Allgemeinen durch einen Arzt angewendet. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung
Die Behandlung mit Glucocorticoiden beginnt im Allgemeinen mit hohen Dosierungen, die im Rahmen der Notfallbehandlung zumeist parenteral (unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes; z. B. durch Injektion oder Infusion) verabreicht werden. Je nach Indikation und Schwere des Falles wird die Anfangsdosis einige Tage weiter beibehalten, langsam abgebaut (ausgeschlichen) oder bis zur notwendigen Erhaltungsdosis, die durchaus oral verabreicht werden kann, reduziert.
Die Dosierung von Prednisolut richtet sich nach Art und Schwere des Krankheitsbildes und der individuellen Reaktion des Patienten.

Als Dosierungsrichtlinien können gelten:
Schockzustand aufgrund einer schweren allergischen Reaktion, schwere Verlaufsformen allergischer Reaktionen bei Insektenstichen und Schlangenbissen
Nach prim√§rer intraven√∂ser Epinephrin-Injektion (1 ml der handels√ľblichen Epinephrin-L√∂sung 1 : 1000 auf 10 ml mit physiologischer Natriumchlorid-L√∂sung oder Blut verd√ľnnen und milliliterweise unter √§rztlicher Wirkungskontrolle die notwendige Dosis langsam injizieren; cave Herzrhythmusst√∂rungen!) durch die noch liegende Kan√ľle 1000 mg Prednisolon i.v. applizieren (bei Kindern 250 mg), anschlie√üend Volumensubstitution und evtl. Beatmung; die Epinephrin- und Prednisolon-Injektionen k√∂nnen bei Bedarf wiederholt werden. (Mit Epinephrin zusammen d√ľrfen keine Kalzium- oder Digitalispr√§parate verabreicht werden!)

Hirnschwellung (Hirnödem)
Bei Prophylaxe oder Behandlung eines akuten Hirn√∂dems Anfangsdosis 250 bis 1000 mg Prednisolon i.v. (wenn keine Dexamethasondihydrogenphosphat-Injektionsl√∂sung f√ľr die parenterale Initialtherapie zur Verf√ľgung steht), dann Weiterbehandlung mit 8 bis 16 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v. in 2- bis 6-st√ľndigen Abst√§nden.

Gefahr der Organabstoßung nach Nierentransplantation
Zusätzlich zur Basistherapie 1000-mg-Stöße von Prednisolon i.v. je nach Schwere des Falles an 3 bis 7 Folgetagen.

Postmyokardinfarkt-Syndrom (Dressler-Syndrom)
50 mg Prednisolon i.v. pro Tag als Anfangsdosis, danach vorsichtige Dosisreduktion.

Schwerer akuter Asthmaanfall
Erwachsene: Anfangsdosis 100 bis 500 mg Prednisolon i.v., dann Weiterbehandlung mit der gleichen oder einer niedrigeren Dosis in ca. 6-st√ľndigen Abst√§nden, danach langsame Dosisreduktion bis zur Erhaltungsdosis.
Kinder: Fr√ľhzeitig 2 mg Prednisolon/kg KG, danach 1 bis 2 mg/kg KG alle 6 Stunden bis zur Besserung. Gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von Bronchodilatatoren.
Lungenödem durch Inhalation toxischer Substanzen wie Chlorgas, Isocyanate, Schwefelwasserstoff, Phosgen, Nitrosegas, Ozon, ferner durch Magensaftaspiration und durch Ertrinken
Anfangsdosis von 1000 mg Prednisolon i.v. (bei Kindern 10 bis 15 mg/kg KG), evtl. nach 6, 12 und 24 Stunden wiederholen, anschlie√üend 2 Tage je 150 mg i.v. und 2 Tage je 75 mg Prednisolon i.v. √ľber den Tag verteilt (bei Kindern 2 mg/kg KG bzw. 1 mg/kg KG), danach stufenweise abbauen mit √úbergang auf inhalative Therapie.

Pseudokrupp
Bei schweren Verlaufsformen sofort 3 bis 5 mg/kg KG Prednisolon i.v., evtl. Wiederholung nach 2 bis 3 Stunden.
Schwere Infektionskrankheiten mit vergiftungsähnlichen Zuständen (z. B. bei Tuberkulose, Typhus)
100 bis 500 mg Prednisolon i.v. als Tagesdosis zusätzlich zur Antibiotikatherapie.

Verlust des Sehvermögens (Akuter Visusverlust) bei Arteriitis temporalis
I.v.-Infusion von 1000 mg Prednisolon, evtl. mehrmals.

Schwer verlaufende/lebensbedrohliche Situationen bei rheumatischen Erkrankungen
Hochdosierte intraven√∂se Sto√ütherapie (pulse-therapy): > 250 mg Prednisolon/Tag f√ľr einen oder mehrere Tage, z. B. 500 bis 1000 mg Prednisolon in 500 ml Tr√§gerl√∂sung (5 %ige Glucose- bzw. isotonische Kochsalzl√∂sung) morgens innerhalb von 20 bis 30 Minuten intraven√∂s (bis 5 Tage; in der Regel 3 Tage) mit einer √ľber Wochen (z. B. 4 Wochen) anhaltenden Pause.
Kinder und Jugendliche: Kurzinfusion mit 20 mg Prednisolon/kg KG.

Parenterale Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hauterkrankungen (Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme); Akute Blutkrankheiten (autoimmunhämolytische Anämie, thrombozytopenische Purpura)
40 bis 250 mg Prednisolon i.v., in Einzelfällen bis 400 mg als Tagesdosis.
Chronisch-entz√ľndliche Dickdarmerkrankung (Colitis ulcerosa; schwerer Verlauf eines akuten Schubes)
40 bis 80 mg Prednisolon i.v. täglich bis zu 10 Tagen, so bald wie möglich Umstellung auf orale Gabe mit Dosisreduktion.

Verminderte oder fehlende Nebennierenrinden-Funktion (Akute NNR-Insuffizienz): Addison-Krise, Stresszustände bei und nach langfristiger Corticoidtherapie
25 bis 50 mg Prednisolon i.v. als Anfangsdosis; bei Bedarf orale Weiterbehandlung mit Prednison oder Prednisolon und ggf. Kombination mit einem Mineralocorticoid.

Art der Anwendung
Prednisolut wird Ihnen von Ihrem Arzt in die Vene gespritzt oder als Infusion verabreicht. Die Gabe in den Muskel sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, wenn kein intravenöser Zugang vorhanden ist.
Die intravenöse Gabe hoher Dosen muss langsam erfolgen.
Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Injektionsl√∂sung Prednisolut 100 mg L wird das beiliegende L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) in die Ampulle mit Pulver (Lyophilisat) unmittelbar vor der Anwendung eingespritzt und vorsichtig bis zum Aufl√∂sen geschwenkt.
Die gebrauchsfertige Injektionsl√∂sung Prednisolut 100 mg L ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach √Ėffnung der Ampullen erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.
Zur Anwendung in Infusionslösungen ist die gebrauchsfertige Injektionslösung von Prednisolut 100 mg L unmittelbar nach der Herstellung zur Infusionslösung zuzugeben.
Kompatibilität mit Infusionslösungen:
Prednisolut 100 mg L-Injektionsl√∂sung ist mit 100 ml folgender handels√ľblicher Infusionsl√∂sungen kompatibel:
- 5 %ige Glucoselösung
- isotonische Kochsalzlösung.
Bei Kombination mit Infusionsl√∂sungen sind die Informationen der jeweiligen Anbieter √ľber ihre Infusionsl√∂sungen, so auch zur Kompatibilit√§t, zu Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, zu beachten.
Bei der spritzfertigen L√∂sung von Prednisolut 100 mg L handelt es sich um eine gepufferte Injektionsl√∂sung im pH-Bereich von 6,6 bis 7,5. Auf Grund m√∂glicher pH-Wert-√Ąnderungen sollte die spritzfertige Prednisolut 100 mg L-L√∂sung nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Sollten bei Mischungen der spritzfertigen Prednisolut 100 mg L-L√∂sung mit Tr√§gerl√∂sungen bzw. anderen Arzneimitteln Tr√ľbungen oder Ausf√§llungen auftreten, darf die Arzneimittelmischung nicht verwendet werden.
Parenterale Arzneimittel sind vor Gebrauch visuell zu pr√ľfen. Nur klare L√∂sungen ohne Partikel d√ľrfen verwendet werden.

Dauer der Anwendung
Behandlungsdauer und Dosis richten sich nach dem Krankheitsbild. Wenn eine Dosisreduktion oder sogar ein Absetzen vorgesehen ist, legt Ihr Arzt hierf√ľr ein Anwendungsschema fest.
Wenn eine größere Menge von Prednisolut angewendet wurde als empfohlen
Im Allgemeinen wird Prednisolut auch bei kurzfristiger Anwendung großer Mengen ohne Komplikationen vertragen. Es sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Falls Sie verstärkte oder ungewöhnliche Nebenwirkungen an sich beobachten, sollten Sie den Arzt um Rat fragen (siehe Abschnitt 4.).

Wenn die Anwendung von Prednisolut vergessen wurde
Die unterlassene Anwendung kann im Laufe des Tages nachgeholt werden, am darauffolgenden Tag wird Ihr Arzt die verordnete Dosis wie gewohnt weiter anwenden. Wenn die Anwendung mehrmals vergessen wurde, kann es unter Umst√§nden zu einem Wiederaufflammen oder einer Verschlimmerung der behandelten Krankheit kommen. In solchen F√§llen sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der die Behandlung √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls anpassen wird.

Wenn Sie die Anwendung von Prednisolut abbrechen
Eine Behandlung mit Prednisolut darf nie eigenm√§chtig abgebrochen werden, da insbesondere eine l√§nger dauernde Behandlung mit Prednisolut zu einer Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Produktion von Glucocorticoiden (Unterfunktion der Nebennierenrinde) f√ľhren kann. Eine ausgepr√§gte k√∂rperliche Stresssituation kann dann lebensgef√§hrlich sein (Addison-Krise).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Die Gefahr unerw√ľnschter Wirkungen bei kurzfristiger Anwendung von Prednisolut ist gering. Eine Ausnahme stellt die parenterale hoch dosierte Therapie dar, bei der auch bei kurzfristiger Gabe mit der klinischen Manifestation von Infektionen gerechnet werden muss.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten, die sehr stark von Dosis und Therapiedauer abhängig sind und deren Häufigkeit daher nicht angegeben werden kann:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Maskierung von Infektionen, Auftreten, Wiederauftreten und Verschlimmerung von Virus-, Pilzinfektionen, bakteriellen, parasitären oder opportunistischen Infektionen, Aktivierung einer Zwergfadenwurminfektion.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Blutbildveränderungen (Vermehrung der weißen Blutkörperchen oder aller Blutzellen, Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).

Erkrankungen des Immunsystems
Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Arzneimittelhautausschlag), schwere anaphylaktische Reaktionen, wie Herzrhythmusstörungen, Bronchospasmen (Krämpfe der glatten Bronchialmuskulatur), zu niedriger oder zu hoher Blutdruck, Kreislaufkollaps, Herzstillstand, Schwächung der Immunabwehr.

Erkrankungen des Hormonsystems
Ausbildung eines sog. Cushing Syndroms (typische Zeichen sind Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Gesichtsröte), Inaktivität bzw. Schwund der Nebennierenrinde.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gewebswassersucht (√Ėdem), Kaliummangel durch vermehrte Kaliumausscheidung (kann zu Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren), Gewichtszunahme, erh√∂hte Blutzuckerwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Erh√∂hung der Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride), Appetitsteigerung.
Vor√ľbergehende Fettablagerungen sind in verschiedenen K√∂rperteilen, z. B. im Wirbelkanal (epidural) oder Brustkorb (epikardial, mediastinal) m√∂glich (H√§ufigkeit nicht bekannt).

Psychiatrische Erkrankungen
Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebssteigerung, Psychosen, Manie, Halluzinationen, Stimmungslabilit√§t, Angstgef√ľhle, Schlafst√∂rungen, Selbstmordgef√§hrdung.

Erkrankungen des Nervensystems
Erhöhter Hirndruck (Pseudotumor cerebri; insbesondere bei Kindern), Auftreten einer bis dahin unerkannten Fallsucht (Epilepsie) und Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei bestehender Epilepsie.

Augenerkrankungen
Linsentr√ľbung (Katarakt), Steigerung des Augeninnendruckes (Glaukom), Verschlimmerung von Hornhautgeschw√ľren (Hornhautulkus), Beg√ľnstigung von durch Viren, Pilze oder Bakterien bedingten Entz√ľndungen am Auge, verschwommenes Sehen.
Unter systemischer Corticosteroid-Behandlung wird √ľber ein erh√∂htes Risiko einer zentralen, ser√∂sen Chorioretinopathie (Erkrankung der Netzhaut mit Verlust der Sehf√§higkeit) berichtet. Lassen Sie Ihre Augen regelm√§√üig von einem Augenarzt untersuchen.

Gefäßerkrankungen
Blutdruckerh√∂hung, Erh√∂hung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis; auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie), erh√∂hte Gef√§√übr√ľchigkeit (Kapillarfragilit√§t).

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Magen-Darm-Geschw√ľre (Ulzera), Magen-Darm-Blutungen, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Dehnungsstreifen der Haut (Striae rubrae), D√ľnnwerden der Haut (‚ÄěPergamenthaut‚Äú), punktf√∂rmige oder fl√§chige Hautblutungen (Petechien), Neigung zu Bluterg√ľssen (Ekchymosen), Akne, verz√∂gerte Wundheilung, entz√ľndliche Hautver√§nderungen im Gesicht, besonders um Mund, Nase und Augen.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Muskelerkrankungen, Muskelschw√§che, Muskelschwund und Knochenschwund (Osteoporose) treten dosisabh√§ngig auf und sind auch bei nur kurzzeitiger Anwendung m√∂glich, andere Formen des Knochenabbaus (Knochennekrosen, Kopf des Oberarm- und Oberschenkelknochens), Sehnenbeschwerden, Sehnenentz√ľndung, Sehnenrisse, Wachstumshemmung bei Kindern.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sklerodermiebedingte renale Krise bei Patienten, die bereits an Sklerodermie (einer Autoimmunerkrankung) leiden. Zu den Anzeichen einer sklerodermiebedingten renalen Krise zählen erhöhter Blutdruck und verringerte Harnbildung.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Störungen der Sexualhormonsekretion (in Folge davon Auftreten von: Ausbleiben der Regelblutung [Amenorrhö], männliche Körperbehaarung bei Frauen [Hirsutismus], Impotenz).

Bei Prednisolut handelt es sich um ein Arzneimittel zur kurzfristigen Anwendung. Bei nicht bestimmungsgem√§√üer Anwendung von Prednisolut √ľber einen l√§ngeren Zeitraum sind weitere Nebenwirkungen zu beachten, wie sie f√ľr Glucocorticoid-haltige Arzneimittel zur Langzeitanwendung beschrieben sind.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen oder andere unerw√ľnschte Wirkungen unter der Behandlung mit Prednisolut bemerken. Brechen Sie auf keinen Fall die Behandlung selbst ab.

Wenn Magen-Darm-Beschwerden, Schmerzen im R√ľcken-, Schulter- und H√ľftgelenksbereich, depressive Verstimmungen, bei Diabetikern auff√§llige Blutzuckerschwankungen oder sonstige St√∂rungen auftreten, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.
Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.
Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett der Ampulle mit Pulver und dem Umkarton nach ‚Äěverw. bis:‚Äú bzw. ‚Äěverwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Haltbarkeit nach Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung
Die Injektionslösung ist nach Zubereitung zum sofortigen Gebrauch bestimmt.

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Weitere Informationen

Was Prednisolut 100 mg L enthält
- Der Wirkstoff ist: Prednisolon-21-hydrogensuccinat, Natriumsalz.
Eine Ampulle mit Pulver (Lyophilisat) enthält
104,8 mg Prednisolon-21-hydrogensuccinat, Natriumsalz
(entstanden aus Prednisolon-21-hydrogensuccinat und Natriumhydrogencarbonat),
entsprechend 100 mg Prednisolon-21-hydrogensuccinat
bzw. 78,3 mg Prednisolon.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat und Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat.
Eine Ampulle mit 2 ml Lösungsmittel enthält
Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Prednisolut 100 mg L aussieht und Inhalt der Packung
Prednisolut 100 mg L besteht aus einer 5-ml-Ampulle mit einem weißen bis cremefarbenen oder gelblichen Pulver (Lyophilisat) und einer 2-ml-Ampulle mit einem klaren, farblosen Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.
Prednisolut 100 mg L ist erhältlich als
Packung mit
1 Ampulle mit Pulver und
1 Ampulle mit 2 ml Lösungsmittel,
Packung mit
3 Ampullen mit Pulver und
3 Ampullen mit je 2 ml Lösungsmittel,
B√ľndelpackung mit
2 x 3 Ampullen mit Pulver und
2 x 3 Ampullen mit je 2 ml Lösungsmittel,
B√ľndelpackung mit
4 x 3 Ampullen mit Pulver und
4 x 3 Ampullen mit je 2 ml Lösungsmittel und
B√ľndelpackung mit
10 x 3 Ampullen mit Pulver und
10 x 3 Ampullen mit je 2 ml Lösungsmittel (Klinikpackung).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
mibe GmbH Arzneimittel
M√ľnchener Stra√üe 15
06796 Brehna
Tel.: 034954/247-0
Fax: 034954/247-100
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2017.

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Zuletzt aktualisiert: 01.03.2023

Quelle: Prednisolut 100 mg L - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Prednisolon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller mibe GmbH Arzneimittel
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.03.1999
ATC Code H02AB06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

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