Tramadol STADA 100 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Abbildung Tramadol STADA 100 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung
Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.03.1995
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Opioide

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Tramadol LIBRAPHARM retard 150 mg Retardtabletten Tramadol Libra-Pharm GmbH
TRAVEX DIREKT 50 mg Schmelztablette Tramadol MEDA Pharma GmbH & Co. KG
Tramadol-Actavis 50 mg Hartkapseln Tramadol Actavis Group PTC ehf
Tramundin 50mg Filmtabletten Tramadol Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Tramadol-saar 100 mg Ampulle Tramadol MIP Pharma GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tramadol ‚Äď der Wirkstoff in Tramadol STADA¬ģ ‚Äď ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, das auf das zentrale Nervensystem wirkt. Seinen schmerzlindernden Effekt erzielt es durch seine Wirkung an bestimmten Nervenzellen des R√ľckenmarks und des Gehirns.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt wird √ľber die Dosierung und die Art der Verabreichung entscheiden. Die empfohlene Einzeldosis betr√§gt 50 bis 100 mg Tramadolhydrochlorid 3- bis 4-mal t√§glich (entsprechend 1 bis 2 ml Tramadol STADA¬ģ Injektionsl√∂sung 3- bis 4-mal t√§glich). Tramadol STADA¬ģ wird Ihnen von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal verabreicht

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Sehr häufige Nebenwirkungen:

‚ÄĘ √úbelkeit
‚ÄĘ Schwindel

Die weiteren Nebenwirkungen finden Sie in der Langbeschreibung.

Weiter unten finden Sie eine Liste mit allen Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tramadol ‚Äď der Wirkstoff in Tramadol STADA¬ģ ‚Äď ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, das auf das zentrale Nervensystem wirkt. Seinen schmerzlindernden Effekt erzielt es durch seine Wirkung an bestimmten Nervenzellen des R√ľckenmarks und des Gehirns.

Tramadol STADA¬ģ wird angewendet
‚ÄĘ zur Behandlung m√§√üig starker bis starker Schmerzen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tramadol STADA¬ģ darf NICHT angewendet werden
‚ÄĘ wenn Sie allergisch gegen Tramadol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
‚ÄĘ bei akuten Vergiftungen durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder andere Psychopharmaka (Arzneimittel mit Wirkungen auf Stimmungslage und Gef√ľhlsleben)
‚ÄĘ wenn Sie gleichzeitig Monoaminoxidase-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen) anwenden
‚ÄĘ wenn Sie innerhalb der letzten 2 Wochen vor dem Beginn der Behandlung mit Tramadol STADA¬ģ Monoaminoxidase-Hemmer angewendet haben
‚ÄĘ wenn Sie an Epilepsie leiden und diese durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann
‚ÄĘ als Ersatzmittel beim Drogenentzug.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tramadol STADA¬ģ anwenden:
‚ÄĘ wenn Sie zu Epilepsie oder Krampfanf√§llen neigen, da das Risiko f√ľr Anf√§lle steigen kann. √úbliche Dosen von Tramadol STADA¬ģ k√∂nnen Kr√§mpfe (Anf√§lle) verursachen, h√∂here Dosen von Tramadol STADA¬ģ k√∂nnen das Risiko f√ľr Kr√§mpfe steigern. Das Risiko f√ľr Kr√§mpfe ist auch erh√∂ht, wenn Tramadol STADA¬ģ gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet wird (siehe unter Abschnitt 2: Anwendung von Tramadol STADA¬ģ zusammen mit anderen Arzneimitteln)
‚ÄĘ wenn Sie eine Kopfverletzung erlitten haben
‚ÄĘ wenn der Druck in Ihrem Sch√§del h√∂her ist als normal. Dies kann nach einer Kopfverletzung auftreten oder durch eine Erkrankung des Gehirns wie einen Gehirntumor verursacht werden
‚ÄĘ wenn Sie sich im Schockzustand befinden (kalter Schwei√ü kann ein Anzeichen daf√ľr sein)
‚ÄĘ wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben
‚ÄĘ wenn Sie an einer Bewusstseinsst√∂rung leiden (wenn Sie sich einer Ohnmacht nahe f√ľhlen)
‚ÄĘ wenn Sie eine Leber- oder Nierenerkrankung haben
‚ÄĘ wenn Sie meinen, dass Sie von anderen Schmerzmitteln (Opioiden) abh√§ngig sind.
Tramadol wird in der Leber √ľber ein Enzym umgewandelt. Manche Personen weisen eine Modifikation dieses Enzyms auf, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Manche Personen erreichen dadurch m√∂glicherweise keine ausreichende Schmerzlinderung, bei anderen wiederum besteht eine h√∂here Wahrscheinlichkeit f√ľr das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen. Wenn Sie bei sich eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht mehr anwenden und m√ľssen sich unverz√ľglich in √§rztliche Behandlung begeben: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schl√§frigkeit, kleine Pupillen, √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Appetitmangel.

Kinder und Jugendliche
Anwendung bei Kindern mit Atemproblemen
Tramadol wird bei Kindern mit Atemproblemen nicht empfohlen, da sich die Symptome einer Tramadol-Toxizität bei diesen Kindern verschlimmern können.

Arzneimittel-Abhängigkeit
Bitte beachten Sie, dass Tramadol STADA¬ģ zu einer seelischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Bei l√§ngerer Anwendung von Tramadol STADA¬ģ kann die Wirkung nachlassen, sodass h√∂here Arzneimengen angewendet werden m√ľssen (Toleranz-Entwicklung).
Wenn Ihr Arzt meint, dass Sie ein Risiko f√ľr die Entwicklung einer Abh√§ngigkeit haben, wird er Sie nur f√ľr kurze Zeit mit Tramadol STADA¬ģ behandeln. Ihr Arzt wird auch regelm√§√üig √ľberpr√ľfen, ob Sie eine weitere Anwendung von Tramadol STADA¬ģ ben√∂tigen.

Anwendung von Tramadol STADA¬ģ zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
Wenden Sie Tramadol STADA¬ģ NICHT gleichzeitig mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) oder 2 Wochen vor oder nach der Anwendung dieser Arzneimittel an. MAO-Hemmer sind Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen.

Die Wirkung von Tramadol STADA¬ģ kann st√§rker sein
‚ÄĘ wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel anwenden, die auf Ihr zentrales Nervensystem wirken, z.B. Beruhigungsmittel, Schlafmittel, andere Schmerzmittel wie Morphin oder Codein (auch als Hustenmittel)
‚ÄĘ wenn Sie Alkohol trinken (siehe auch unter Abschnitt 2: Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen).
Sie k√∂nnen sich dann benommener f√ľhlen oder das Gef√ľhl haben, ohnm√§chtig zu werden. Wenn dies geschieht, informieren Sie Ihren Arzt.

Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol STADA¬ģ kann vermindert und die Wirkungsdauer verk√ľrzt werden, wenn
‚ÄĘ Sie Arzneimittel anwenden, die Ondansetron (gegen √úbelkeit) enthalten
‚ÄĘ Sie auch Carbamazepin anwenden (ein Arzneimittel gegen Epilepsie und geistige St√∂rungen).
Sie sollten Tramadol STADA¬ģ nicht gemeinsam mit folgenden Schmerzmitteln anwenden:
‚ÄĘ Buprenorphin
‚ÄĘ Nalbuphin
‚ÄĘ Pentazocin.

Das Risiko f√ľr Nebenwirkungen erh√∂ht sich
‚ÄĘ wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Kr√§mpfe (Anf√§lle) ausl√∂sen k√∂nnen, wie z.B. bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder Psychosen. Das Risiko f√ľr Krampfanf√§lle kann ansteigen, wenn Sie gleichzeitig Tramadol STADA¬ģ anwenden. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Tramadol STADA¬ģ f√ľr Sie geeignet ist.
‚ÄĘ wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen. Die Wirkungen von diesen Arzneimitteln und Tramadol STADA¬ģ k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen, und bei Ihnen k√∂nnen Symptome auftreten wie unwillk√ľrliches, rhythmisches Muskelzucken, einschlie√ülich Augenzucken (Zucken der Muskeln, die die Augenbewegung steuern), Unruhe, √ľberm√§√üiges Schwitzen, unwillk√ľrliches Zittern, gesteigerte Reflexe, erh√∂hte Muskelanspannung, K√∂rpertemperatur √ľber 38¬įC.
Sie sollten vorsichtig sein, wenn Sie gleichzeitig blutverd√ľnnende Arzneimittel (z.B. Warfarin) anwenden. Tramadol STADA¬ģ kann die Gerinnungszeit Ihres Blutes verl√§ngern und Hautblutungen (Ekchymose) verursachen.

Wenn Sie Ondansetron ‚Äď ein Arzneimittel gegen Erbrechen ‚Äď anwenden, m√ľssen Sie m√∂glicherweise mehr Tramadol STADA¬ģ anwenden. Ihr Arzt wird Ihre Dosis festlegen. Ondansetron wird oft in der Krebsbehandlung (Chemotherapie) oder vor oder nach einer Operation angewendet.
Die gleichzeitige Anwendung von Tramadol STADA¬ģ und Beruhigungsmitteln, wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, erh√∂ht das Risiko f√ľr Schl√§frigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten gibt.
Wenn Ihr Arzt jedoch Tramadol STADA¬ģ zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte dar√ľber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Anwendung von Tramadol STADA¬ģ zusammen mit Nahrungsmitteln, Getr√§nken und Alkohol
Trinken Sie w√§hrend der Behandlung mit Tramadol STADA¬ģ keinen Alkohol, da seine Wirkung verst√§rkt werden kann. Nahrungsmittel beeinflussen die Wirkung von Tramadol STADA¬ģ nicht.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
√úber die Unbedenklichkeit von Tramadol in der Schwangerschaft liegen nur wenige Informationen vor.
Dieses Arzneimittel kann Ihrem ungeborenen Kind schaden. Wenn Sie planen, schwanger zu werden oder bereits schwanger sind
wird Ihr Arzt dar√ľber entscheiden, ob Sie Tramadol STADA¬ģ anwenden d√ľrfen.

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie Tramadol STADA¬ģ w√§hrend der Schwangerschaft anwenden d√ľrfen, wird er Ihnen nur Einzeldosen geben. Sie d√ľrfen Tramadol STADA¬ģ w√§hrend der Schwangerschaft nicht √ľber l√§ngere Zeit anwenden. Dies k√∂nnte Ihr ungeborenes Kind sch√§digen, das Entzugserscheinungen entwickeln k√∂nnte.

Stillzeit
Tramadol geht in die Muttermilch √ľber. Aus diesem Grund sollten Sie Tramadol STADA¬ģ w√§hrend der Stillzeit nicht mehr als einmal anwenden; wenn Sie Tramadol STADA¬ģ hingegen mehr als einmal anwenden, sollten Sie das Stillen unterbrechen.


Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Tramadol STADA¬ģ kann zu Benommenheit, Schwindel und Sehst√∂rungen (verschwommene Sicht) f√ľhren und damit Ihr Reaktionsverm√∂gen beeinflussen. Wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass Ihr Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigt ist, fahren Sie nicht Auto oder ein anderes Fahrzeug, bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen.

Tramadol STADA¬ģ enth√§lt Natrium
Dieses Arzneimittel enth√§lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 1ml Injektionsl√∂sung, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die Dosierung sollte entsprechend der Stärke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit angepasst werden. Grundsätzlich sollte die geringste schmerzlindernd wirkende Dosis gewählt werden.
Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol STADA¬ģ h√§lt in Abh√§ngigkeit von der St√§rke Ihrer Schmerzen 4 bis 8 Stunden an.


Ihr Arzt wird Sie f√ľr kurze Zeitr√§ume mit regelm√§√üigen Unterbrechungen mit Tramadol STADA¬ģ behandeln. Dies wird Ihr Risiko, eine Abh√§ngigkeit zu entwickeln, so gering wie m√∂glich halten (siehe unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Kinder von 1 bis 12 Jahren
Ihr Arzt wird √ľber die Dosierung und die Art der Verabreichung entscheiden.
Die Dosierung f√ľr Kinder h√§ngt vom K√∂rpergewicht ab. Die √ľbliche Anfangsdosis ist eine einzelne Injektion von 1 bis 2 mg pro kg K√∂rpergewicht. Eine Tagesh√∂chstdosis von 8 mg pro kg K√∂rpergewicht bzw. von 400 mg Tramadolhydrochlorid sollte nicht √ľberschritten werden, es sei denn, Ihr Arzt hat ausdr√ľcklich etwas anderes verordnet.

Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahren
Ihr Arzt wird √ľber die Dosierung und die Art der Verabreichung entscheiden.
Die empfohlene Einzeldosis betr√§gt 50 bis 100 mg Tramadolhydrochlorid 3- bis 4-mal t√§glich (entsprechend 1 bis 2 ml Tramadol STADA¬ģ Injektionsl√∂sung 3- bis 4-mal t√§glich).
Ist die Schmerzlinderung 30 bis 60 Minuten nach Verabreichung von 50 mg Tramadolhydrochlorid noch unzureichend, kann Ihr Arzt entscheiden, eine weitere Dosis von 50 mg Tramadolhydrochlorid zu verabreichen.
Bei starken Schmerzen wird Ihr Arzt dar√ľber entscheiden, ob 100 mg Tramadolhydrochlorid verabreicht werden sollen. Wenn damit noch keine Schmerzlinderung erreicht wird, wird Ihr Arzt Ihre Dosis von Tramadol STADA¬ģ erh√∂hen, bis eine zufriedenstellende Schmerzlinderung eintritt.


Es sollte Ihnen nicht mehr als insgesamt 400 mg Tramadolhydrochlorid pro Tag verabreicht werden, es sei denn, Ihr Arzt hat ausdr√ľcklich etwas anderes verordnet. Dies entspricht 8 ml der Tramadol STADA¬ģ Injektionsl√∂sung (4 Ampullen).

Die Injektionslösung sollte Ihnen alle 4 bis 6 Stunden verabreicht werden
‚ÄĘ wenn sie in eine Vene gespritzt wird (intraven√∂se Injektion)
‚ÄĘ wenn sie in einen Muskel gespritzt wird (intramuskul√§re Injektion) oder
‚ÄĘ wenn sie nach Verd√ľnnung als ‚ÄěTropf‚Äú gegeben wird (intraven√∂se Infusion).
Die Injektionsl√∂sung sollte √ľber einen Zeitraum von 2 bis 3 Minuten verabreicht werden, wenn sie als langsame Injektion in eine Vene (intraven√∂se Injektion) gegeben wird.

√Ąltere Patienten
Bei √§lteren Patienten (√ľber 75 Jahren) kann es zu einer Verz√∂gerung der Ausscheidung von Tramadol kommen. Falls dies bei Ihnen zutrifft, kann Ihr Arzt Ihnen eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Anwendungen empfehlen.

Leber- oder Nierenfunktionsschwäche (Insuffizienz)/Dialyse-Patienten
Patienten mit schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che d√ľrfen Tramadol STADA¬ģ nicht anwenden. Wenn bei Ihnen eine geringe oder moderate Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che vorliegt, kann Ihr Arzt eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Anwendungen empfehlen.
Wenn Sie schwere Leber- oder Nierenerkrankungen haben, wird Ihr Arzt m√∂glicherweise entscheiden, dass Sie dieses Arzneimittel nicht anwenden d√ľrfen, da Tramadol f√ľr solche Patienten nicht empfohlen wird.

Art der Anwendung
Tramadol STADA¬ģ wird Ihnen von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal verabreicht als Spritze
‚ÄĘ in eine Vene, ggf. unter Verwendung eines ‚ÄěTropfs‚Äú (langsame intraven√∂se Injektion, intraven√∂se Infusion)
‚ÄĘ in einen Muskel (intramuskul√§re Injektion)
‚ÄĘ unter die Haut (subkutane Injektion).

Dauer der Anwendung
Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Tramadol STADA¬ģ erhalten sollen.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Tramadol STADA¬ģ angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich eine zusätzliche Dosis angewendet haben, hat dies im Regelfall keine negativen Auswirkungen. Wenden Sie die nächste Dosis wie verordnet an.
Nach Anwendung sehr hoher Arzneimengen kann es zu stark verengten Pupillen, Erbrechen, Blutdruckabfall, beschleunigtem Herzschlag, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit), epileptischen Krampfanfällen und Schwierigkeiten mit der Atmung bis hin zum Atemstillstand kommen.
Rufen Sie in solchen F√§llen unverz√ľglich Ihren Arzt zu Hilfe oder suchen Sie die Notfallaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses auf! Ihr Arzt wird die Symptome der Tramadol STADA¬ģ √úberdosierung behandeln.

Wenn Sie die Anwendung von Tramadol STADA¬ģ abbrechen
Sie sollten dieses Arzneimittel nur dann abrupt absetzen, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist. Wenn Sie Ihr Arzneimittel absetzen möchten, besprechen Sie
dies zuerst mit Ihrem Arzt; dies gilt insbesondere, wenn Sie es seit einer längeren Zeit anwenden. Ihr Arzt wird Sie beraten, wann und wie Sie das Arzneimittel absetzen sollten; dies kann unter Umständen durch eine allmähliche Verringerung der Dosis erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass unnötige Nebenwirkungen (Entzugssymptome) auftreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt

‚ÄĘ wenn bei Ihnen Symptome einer allergischen Reaktion auftreten wie
‚ąí Schwellungen des Gesichts, der Arme und Beine, der Zunge, des Kehlkopfs oder des Rachens
‚ąí Schluckbeschwerden
‚ąí Atembeschwerden
‚ąí Nesselsucht und Atembeschwerden.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
‚ÄĘ √úbelkeit
‚ÄĘ Schwindel.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
‚ÄĘ Erbrechen
‚ÄĘ Verstopfung
‚ÄĘ Mundtrockenheit
‚ÄĘ Kopfschmerzen
‚ÄĘ Schwitzen
‚ÄĘ Benommenheit
‚ÄĘ M√ľdigkeit.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
‚ÄĘ Brechreiz
‚ÄĘ Reizung des Magen-Darm-Trakts (Magendruck, Bl√§hungen)
‚ÄĘ Durchfall
‚ÄĘ St√∂rungen der Kreislaufregulation einschlie√ülich Herzklopfen, schneller Herzschlag, Schwindel- oder Schw√§chegef√ľhl beim Aufstehen, wenn nicht gen√ľgend Blut zirkuliert, weil das Herz nicht richtig arbeitet
(Kreislaufzusammenbruch). Diese Nebenwirkungen k√∂nnen insbesondere bei k√∂rperlicher Belastung auftreten, z.B. wenn Sie k√ľrzlich eine Operation hatten
‚ÄĘ Hautreaktionen einschlie√ülich
‚ąí Juckreiz (Pruritus)
‚ąí Hautausschlag
‚ąí Nesselsucht.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
‚ÄĘ Ver√§nderungen des Appetits
‚ÄĘ Langsamer Herzschlag
‚ÄĘ Blutdruckanstieg
‚ÄĘ Langsame oder flache Atmung (Atemdepression). Sie k√∂nnen eine Atemdepression entwickeln, wenn
‚ąí Sie viel mehr als die empfohlene Dosis anwenden (siehe unter Abschnitt 2: Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Tramadol STADA¬ģ angewendet haben, als Sie sollten)
‚ąí Sie gleichzeitig andere Substanzen anwenden, die auf das zentrale Nervensystem d√§mpfend wirken (siehe unter Abschnitt 2: Anwendung von Tramadol STADA¬ģ zusammen mit anderen Arzneimitteln)
‚ÄĘ Epileptische Anf√§lle. Diese treten wahrscheinlicher auf
‚ąí nach hohen Dosen von Tramadol STADA¬ģ oder
‚ąí nach der Anwendung von Arzneimitteln, die Krampfanf√§lle ausl√∂sen oder wahrscheinlicher machen, z.B. Arzneimittel gegen Depressionen oder Antipsychotika (siehe unter Abschnitt 2: Anwendung von Tramadol STADA¬ģ zusammen mit anderen Arzneimitteln)
‚ÄĘ Muskelzuckungen
‚ÄĘ Missempfindungen (Par√§sthesien)
‚ÄĘ Zittern
‚ÄĘ Psychische Beschwerden k√∂nnen infolge der Anwendung von Tramadol auftreten. Sie k√∂nnen sich in Schwere und Art unterscheiden, in Abh√§ngigkeit von
‚ąí Ihrer Pers√∂nlichkeit
‚ąí der Dauer Ihrer Anwendung von Tramadol STADA¬ģ
Sie umfassen
‚ąí Stimmungs√§nderungen ‚Äď gew√∂hnlich gehobene, gelegentlich auch gereizte Stimmung
‚ąí Ver√§nderungen der Aktivit√§t (meist D√§mpfung, gelegentlich Steigerung)
‚ąí Ver√§nderungen Ihrer F√§higkeit, klar zu denken oder Dinge wahrzunehmen (Ihrer kognitiven und sensorischen Leistungsf√§higkeit) wie
‚ąí Ver√§nderung der F√§higkeit, Entscheidungen zu treffen (Entscheidungsverhalten)
‚ąí das Fehlen von Erkennen oder Verstehen (Wahrnehmungsst√∂rungen)
‚ąí Dinge sehen oder h√∂ren, die nicht wirklich vorhanden sind (Halluzinationen)
‚ąí Verwirrtheit
‚ąí Schlafst√∂rungen
‚ąí Alptr√§ume
‚ÄĘ Verschwommenes Sehen
‚ÄĘ Muskelschw√§che
‚ÄĘ Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlassen, geringeres Wasserlassen als normal
‚ÄĘ Unkoordinierte Bewegungen
‚ÄĘ Vor√ľbergehende Bewusstlosigkeit
‚ÄĘ Angstzust√§nde
‚ÄĘ Allergische (√úberempfindlichkeits-)Reaktionen einschlie√ülich
‚ąí Kurzatmigkeit
‚ąí Atemnot durch krampfhafte Verengung der unteren Atemwege
‚ąí Keuchen
‚ąí Angio√∂dem (Schwellung von z.B. Gesicht, Lippe, Zunge)/schwere allergische Reaktionen/Schock mit Atembeschwerden.
Wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird, können nach Beendigung der Arzneimittelgabe Entzugsreaktionen auftreten.

Sehr selten (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen):
‚ÄĘ Abh√§ngigkeit
‚ÄĘ Anstieg der Leberenzymwerte.
Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):
‚ÄĘ √úber eine Verschlimmerung von Asthma ist berichtet worden, wobei jedoch ein urs√§chlicher Zusammenhang mit dem Wirkstoff Tramadol nicht hergestellt werden konnte.
‚ÄĘ √úberm√§√üige Pupillenerweiterung (Mydriasis)
‚ÄĘ Sprachst√∂rungen
‚ÄĘ erniedrigter Blutzuckerspiegel.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:
Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Ampulle nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Die Ampulle im Umkarton aufbewahren.

Tramadol STADA¬ģ ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt.

Haltbarkeit nach √Ėffnen:
Die chemische und physikalische Stabilit√§t nach √Ėffnen wurde f√ľr 24 Stunden bei +25¬įC nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die L√∂sung sofort verwendet werden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender f√ľr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Reste der L√∂sung, die nach der Anwendung verbleiben, m√ľssen angemessen entsorgt werden.

Sie d√ľrfen Tramadol STADA¬ģ nicht verwenden, wenn Sie irgendwelche Partikel darin bemerken.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Tramadol STADA¬ģ 100 mg Injektionsl√∂sung enth√§lt
Der Wirkstoff ist Tramadolhydrochlorid.
1 ml Tramadol STADA¬ģ Injektionsl√∂sung enth√§lt 50 mg Tramadolhydrochlorid.
1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 100 mg Tramadolhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind
Natriumacetat-Trihydrat, Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Tramadol STADA¬ģ 100 mg Injektionsl√∂sung aussieht und Inhalt der Packung
Tramadol STADA¬ģ Injektionsl√∂sung ist eine klare, farblose L√∂sung.
Es ist in farblosen Glas-Ampullen erhältlich.
Jede Ampulle enth√§lt 2 ml Tramadol STADA¬ģ Injektionsl√∂sung.
Tramadol STADA¬ģ 100 mg Injektionsl√∂sung ist in Packungen mit 5, 10 und 20 Ampullen zu je 2 ml Injektionsl√∂sung erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer
STADAPHARM GmbH, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller
STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien Tramadol EG 100 mg/2 ml
Deutschland Tramadol STADA 100 mg Injektionslösung
Luxemburg Tramadol EG 100 mg/2 ml
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2018.

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Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.03.1995
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Opioide

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden