Tramundin retard 200 mg Retardtabletten

Abbildung Tramundin retard 200 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 06.06.2002
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Tramadol "Gr√ľnenthal" long 150mg Tramadol Gr√ľnenthal GmbH
Tramamed 100mg Retardtabletten Tramadol Hexal Aktiengesellschaft
Tramundin Tropfen N Tramadol Mundipharma GmbH
Tramal 100 mg Tramadol Gr√ľnenthal GmbH
Tramal 50 mg Tramadol Gr√ľnenthal GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Tramundin retard ist Tramadol, das eine mäßig starke bis starke schmerzstillende Wirkung hat. Tramundin retard setzt den Wirkstoff im Magen-Darm-Trakt kontrolliert und verzögert frei. Dies gewährleistet eine Wirkdauer von 12 Stunden. Tramundin retard ist deshalb nur 2 x täglich einzunehmen. Tramundin retard wurde Ihnen zur Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen verschrieben. Es sollte nicht bei leichten Schmerzzuständen angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tramundin retard darf NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tramadol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei akuten Vergiftungen mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln, oder Mitteln gegen Depressionen, Beruhigungsmitteln oder √§hnlichen Mitteln (Psychopharmaka),
  • bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen
  • (Monoaminoxidase-Hemmer zum Beispiel Moclobemid) beziehungsweise bis zwei Wochen nach deren Absetzen,
    • Anfallsleiden (Epilepsie), das durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann,
    • als Ersatzmittel bei Drogens√ľchtigen.

Tramundin retard ist nicht geeignet f√ľr die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tramundin retard einnehmen:

  • wenn bei Ihnen eine Abh√§ngigkeit von anderen Schmerzmitteln (Opioiden) besteht,
  • wenn Sie an einer Bewusstseinsst√∂rung leiden,
  • wenn Sie an Verstopfung leiden,
  • wenn Sie sich im Schockzustand befinden (kalter Schwei√ü kann ein Anzeichen daf√ľr sein),
  • wenn bei Ihnen ein erh√∂hter Hirndruck vorliegt (bei Kopfverletzungen oder Erkrankungen des Gehirns),
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben (St√∂rungen des Atemzentrums und der Atemfunktion),
  • wenn Sie an Epilepsie leiden oder zu Krampfanf√§llen neigen,
  • wenn Sie Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen haben,
  • wenn Sie empfindlich auf andere Opiate reagieren,
  • wenn Sie gleichzeitig andere, auf die Gehirnfunktion d√§mpfend wirkende Arzneimittel einnehmen (siehe auch Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Tramundin retard mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Dieses Medikament kann Atemprobleme verursachen oder bereits bestehende Probleme im Schlaf verschlimmern. Zu diesen Problemen k√∂nnen Atemaussetzer w√§hrend des Schlafs (Schlafapnoe), Aufwachen durch Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten beim Durchschlafen oder √ľberm√§√üige Schl√§frigkeit am Tag geh√∂ren. Wenn Sie oder eine andere Person in Ihrem Umfeld diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. M√∂glicherweise m√∂chte Ihr Arzt Ihre Dosis senken.

Bei l√§ngerfristiger Anwendung von Tramundin retard kann es zur Entwicklung einer Gew√∂hnung (Toleranz) mit dem Erfordernis h√∂herer Dosen zum Erzielen des erw√ľnschten analgetischen Effektes kommen. Die chronische Anwendung von Tramundin retard kann zu k√∂rperlicher Abh√§ngigkeit f√ľhren, und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Tramadol nicht mehr l√§nger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allm√§hlich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden.

Der Wirkstoff Tramadol besitzt ähnlich wie andere stark wirksame Opioide (starke Schmerzmittel) ein Missbrauchspotenzial. Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit ist möglich. Daher ist Tramundin retard von Patienten mit bestehendem oder ehemaligem Alkohol-, Drogen oder Arzneimittelmissbrauch nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Das Risiko einer psychischen Abhängigkeit kann durch die Gabe nach festem Zeitplan (alle 12 Stunden) deutlich vermindert werden.

√Ąhnlich wie andere Opioide kann Tramundin retard die normale Produktion der k√∂rpereigenen Hormone (wie Kortisol oder Sexualhormone) beeinflussen. Dies geschieht vor allem, wenn Sie √ľber lange Zeitr√§ume hohe Dosen eingenommen haben. Ihr Arzt k√∂nnte derartige hormonelle Ver√§nderungen √ľberwachen wollen.

Ein niedriger Kortisolspiegel kann zu einer Kombination von Symptomen wie z. B. √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, M√ľdigkeit, Schw√§che, Schwindelgef√ľhl oder niedrigem Blutdruck f√ľhren. Ein niedriger

Sexualhormonspiegel kann zu vermindertem sexuellem Verlangen, Erektionsst√∂rungen, Impotenz, fehlender Regelblutung oder Unfruchtbarkeit f√ľhren.

Falls Sie eines der oben genannten Symptome bei sich bemerken, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Tramadol wird in der Leber √ľber ein Enzym umgewandelt. Manche Personen weisen eine Modifikation dieses Enzyms auf, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Manche Personen erreichen dadurch m√∂glicherweise keine ausreichende Schmerzlinderung, bei anderen wiederum besteht eine h√∂here Wahrscheinlichkeit f√ľr das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen. Wenn Sie bei sich eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht mehr einnehmen und m√ľssen sich unverz√ľglich in √§rztliche Behandlung begeben: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schl√§frigkeit, kleine Pupillen, √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Appetitmangel.

Einnahme von Tramundin retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Folgende Arzneimittel d√ľrfen NICHT mit Tramundin retard kombiniert werden:

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Monoaminoxidase-Hemmer, zum Beispiel Moclobemid) d√ľrfen mit Tramundin retard nicht kombiniert werden. Tramundin retard darf bis zu zwei Wochen nach deren Absetzen nicht eingenommen werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Tramundin retard und allen Arzneimitteln, die dämpfend auf die Gehirnfunktion wirken können, erhöht das Risiko von Schläfrigkeit, Beeinträchtigung der Atemfunktion (Atemdepression) oder Koma, und diese Nebenwirkungen können lebensbedrohlich sein. Derartige auf die Gehirnfunktion dämpfend wirkende Arzneimittel sind:

  • Schlaf- und Beruhigungsmittel (wie z. B. Benzodiazepine)
  • Mittel zur Behandlung von Angstst√∂rungen (wie z. B. Anxiolytika)
  • Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide
  • Mittel gegen Verstimmungen (Depression)
  • Mittel gegen psychische St√∂rungen (wie z. B. Antipsychotika oder Phenothiazine)
  • bestimmte Mittel gegen Allergien oder Reisekrankheiten (sogenannte m√ľde machende Antihistaminika)
  • Narkosemittel (vor Operationen, auch zahn√§rztlichen Eingriffen).

Aus diesem Grund sollte eine gleichzeitige Anwendung derartiger Arzneimittel nur dann in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsm√∂glichkeiten nicht verf√ľgbar sind.

Wenn Ihr Arzt Tramundin retard zusammen mit anderen, auf die Gehirnfunktion dämpfend wirkenden Arzneimitteln verschreibt, sollte er die Dosis und die Dauer der gleichzeitigen Behandlung mit diesen Arzneimitteln beschränken.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle derartigen Arzneimittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie streng die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, bei Ihren Freunden oder Verwandten ein Bewusstsein f√ľr die oben genannten Nebenwirkungen/Symptome zu schaffen. Wenn Sie derartige Symptome bei sich bemerken, kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Carbamazepin (Mittel gegen epileptische Krampfanf√§lle) oder Ondansetron (Mittel gegen √úbelkeit) k√∂nnen die schmerzstillende Wirkung von Tramundin¬ģ retard abschw√§chen.

Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich:

  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Kr√§mpfe (Anf√§lle) ausl√∂sen k√∂nnen, wie z. B. bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder Psychosen. Das Risiko f√ľr Krampfanf√§lle kann ansteigen, wenn Sie gleichzeitig Tramundin retard einnehmen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Tramundin retard f√ľr Sie geeignet ist.
  • wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen. Die Wirkungen von diesen Arzneimitteln und Tramundin retard k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen, und bei Ihnen k√∂nnen Symptome auftreten wie unwillk√ľrliches, rhythmisches Muskelzucken, einschlie√ülich Augenzucken (Zucken der Muskeln, die die Augenbewegung steuern), Unruhe, √ľberm√§√üiges Schwitzen, unwillk√ľrliches Zittern, gesteigerte Reflexe, erh√∂hte Muskelanspannung, K√∂rpertemperatur √ľber 38 ¬įC.

Die gleichzeitige Anwendung von Tramadol mit bestimmten opioidhaltigen Schmerzmitteln wie Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazocin ist nicht ratsam.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Tramadol mit blutverd√ľnnenden Mitteln (zum Beispiel Warfarin), da es zu einer Verst√§rkung der Blutungsneigung kommen kann.

Einnahme von Tramundin retard zusammen mit Alkohol

Vermeiden Sie Alkohol während der Behandlung mit Tramadol, da bestimmte Nebenwirkungen verstärkt werden können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Der Eintritt einer Schwangerschaft ist dem Arzt zu melden.

Tramundin retard soll nicht w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen werden, da nur geringe Erkenntnisse √ľber die Sicherheit der Anwendung bei schwangeren Frauen vorliegen. Die wiederholte Gabe von Tramadol in der Schwangerschaft kann zur Gew√∂hnung des ungeborenen Kindes an Tramadol und infolgedessen nach der Geburt zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren. Derartige Entzugserscheinungen k√∂nnen sich in Symptomen wie z. B. hochfrequentes Schreien, Reizbarkeit und Unruhe, Muskelzittern, Probleme beim Stillen und Schwitzen √§u√üern.

Stillzeit

Tramadol geht in die Muttermilch √ľber. Aus diesem Grund sollten Sie Tramundin retard w√§hrend der Stillzeit nicht mehr als einmal einnehmen; wenn Sie Tramundin retard hingegen mehr als einmal einnehmen, sollten Sie das Stillen unterbrechen.

Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und die Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen. Dies ist insbesondere zu Beginn einer Behandlung mit Tramundin retard, nach Dosiserh√∂hung oder Pr√§paratewechsel zu erwarten, sowie bei Zusammenwirken von Tramundin retard mit Alkohol oder anderen Substanzen, die d√§mpfend auf das Gehirn wirken.

Falls Sie das Gef√ľhl haben, dass Ihr Reaktionsverm√∂gen Verschwommensehen beeintr√§chtigt ist, fahren Sie nicht Werkzeuge oder Maschinen.

zum Beispiel durch Benommensein oder Auto, bedienen Sie keine elektrischen

Tramundin retard enthält Milchzucker (Lactose)

Bitte nehmen Sie Tramundin retard daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Die Dosierung sollte entsprechend der Stärke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit angepasst werden. Grundsätzlich sollte die geringste schmerzlindernd wirkende Dosis gewählt werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis wie folgt:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre

Die empfohlene Anfangsdosis betr√§gt 100 mg Tramadolhydrochlorid alle 12 Stunden, die jeweils morgens und abends einzunehmen ist. Bei nicht ausreichender Wirksamkeit kann die Dosis von Ihrem Arzt auf 150 mg oder 200 mg zweimal t√§glich (das entspricht einer Tagesdosis von 300 mg beziehungsweise 400 mg Tramadolhydrochlorid) erh√∂ht werden, bis Schmerzfreiheit erreicht wird. Tagesdosen von 400 mg Wirkstoff sollten nicht √ľberschritten werden, es sei denn, es liegen besondere medizinische Umst√§nde daf√ľr vor. Ein Dosierungsintervall von 8 Stunden darf nicht unterschritten werden.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion

Patienten mit schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che d√ľrfen Tramundin retard nicht einnehmen. Wenn bei Ihnen eine geringe oder moderate Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che vorliegt, kann Ihr Arzt eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Einnahmen empfehlen.

√Ąltere Patienten

Bei √§lteren Patienten (√ľber 75 Jahre) kann es zu einer Verz√∂gerung der Ausscheidung von Tramadol kommen. Falls dies bei Ihnen zutrifft, kann Ihr Arzt Ihnen eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Einnahmen empfehlen.

Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren

Tramundin retard ist f√ľr Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Art der Einnahme

Tramundin retard soll alle 12 Stunden eingenommen werden.

  • Bei der Therapie chronischer Schmerzen sollte Tramundin retard nach einem festen Zeitplan eingenommen werden.
  • Nehmen Sie die Retardtabletten mit ausreichend Wasser ein.
  • Tramundin retard kann unabh√§ngig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden.
  • Die Retardtabletten d√ľrfen nicht zerkaut oder zersto√üen werden.
  • Die Retardtabletten k√∂nnen bei Bedarf an der Bruchrille in zwei gleich gro√üe H√§lften geteilt werden, sofern die gew√ľnschte Dosierung dies erfordert.
  • Tramundin retard soll auf keinen Fall l√§nger als notwendig eingenommen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Tramundin retard zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Tramundin retard eingenommen haben, als Sie sollten

Nach Einnahme zu hoher Arzneimengen kann es zu stecknadelkopfgroßen Pupillen, Erbrechen, Kreislaufkollaps, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma und Verminderung der Atmung bis zum Atemstillstand, unter Umständen mit tödlichem Ausgang, kommen.

Rufen Sie bitte bei Verdacht einer Überdosis beziehungsweise beim ersten Auftreten dieser Beschwerden den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.

Wenn Sie die Einnahme von Tramundin retard vergessen haben,

k√∂nnen Schmerzen erneut auftreten. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie zuvor fort.

Wenn Sie die Einnahme von Tramundin retard abbrechen

Sie sollten dieses Arzneimittel nur dann abrupt absetzen, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist. Wenn Sie Ihr Arzneimittel absetzen möchten, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt; dies gilt insbesondere, wenn Sie es seit einer längeren Zeit einnehmen. Ihr Arzt wird Sie beraten, wann und wie Sie das Arzneimittel absetzen sollten; dies kann unter Umständen durch eine allmähliche Verringerung der Dosis erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass unnötige Nebenwirkungen (Entzugssymptome) auftreten.

Zu den Entzugssymptomen zählen: Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, Zittern oder Magen-Darmbeschwerden. In sehr seltenen Fällen wurden nach Absetzen Panikanfälle, Wahnvorstellungen, Fehlempfindungen der Haut, Ohrensausen oder andere Wirkungen beobachtet. Wenn eine dieser Wirkungen nach Abbruch der Behandlung mit Tramundin retard bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Schwindelgef√ľhl
  • √úbelkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Abh√§ngigkeit
  • Beeinflussung der Kreislaufregulation (Blutdruckabfall, Herzklopfen, Pulsbeschleunigung und Kreislaufzusammenbruch). Diese Nebenwirkungen k√∂nnen insbesondere bei aufrechter K√∂rperhaltung und k√∂rperlicher Belastung auftreten.
  • Kr√§mpfe der Atemmuskulatur
  • Brechreiz, Durchfall, Magenbeschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Bauch aufgetrieben)
  • Hauterscheinungen (z. B. Juckreiz, Ausschlag, rasch auftretende Hautr√∂tung, Nesselsucht)
  • Schw√§chegef√ľhl

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • allergische Reaktionen (zum Beispiel Atemnot, ‚Äěpfeifende Atemger√§usche‚Äú,
  • Hautschwellungen); pl√∂tzlich auftretende √úberempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum Schock oder Kreislaufversagen (Anaphylaxie)
  • Halluzinationen, Verwirrtheitszust√§nde, Schlafst√∂rungen und Albtr√§ume
  • Appetitver√§nderungen, Fehlempfindungen auf der Haut (wie z. B. Kribbeln, Prickeln, Nadelstiche), Muskelzittern
  • Krampfanf√§lle (√ľberwiegend nach Anwendung hoher Tramadol-Dosierungen oder nach gleichzeitiger Anwendung von Medikamenten, welche selbst krampfausl√∂send wirken k√∂nnen oder die Krampfschwelle erniedrigen)
  • Sehst√∂rung
  • Pulsverlangsamung (Bradykardie)
  • Blutdruckanstieg
  • Atemnot, ‚Äěpfeifende‚Äú Atemger√§usche; eine nicht ausreichende, d.h. deutlich abgeflachte und verlangsamte Atmung (Atemdepression) kann auftreten, insbesondere wenn die empfohlenen Arzneimengen √ľberschritten oder gleichzeitig andere Arzneimittel angewendet werden, die d√§mpfend auf das Gehirn wirken.
  • akute Haut- und Schleimhautschwellungen (Angio√∂dem oder Quincke√∂dem)
  • verminderte Muskelkraft (Muskelschw√§che)
  • St√∂rungen beim Wasserlassen, Harnverhalt

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 behandelten betreffen)

Erhöhung der Leberwerte

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Probleme mit der Atmung im Schlaf (Schlafapnoe-Syndrom)
  • Abfall des Blutzuckerspiegels
  • √úber erschwerte Atmung und eine Verschlimmerung von Asthma ist berichtet worden, wobei jedoch ein urs√§chlicher Zusammenhang mit dem Wirkstoff Tramadol nicht hergestellt werden konnte.
  • Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren M√ľtter in der Schwangerschaft Tramundin retard verwendet haben.
  • Gew√∂hnung (eine mit der Zeit verminderte Reaktion auf dieses Arzneimittel, sogenannte Arzneimitteltoleranz)

Psychische Beschwerden können je nach Behandlungsdauer und Persönlichkeit des Patienten hinsichtlich Stärke und Art unterschiedlich auftreten. Dazu zählen Stimmungsveränderungen (meist gehobene, gelegentlich auch gereizte Stimmung), Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung) und Veränderungen des Wahrnehmungsvermögens oder des Entscheidungsverhaltens.

Wird Tramundin retard √ľber einen l√§ngeren Zeitraum eingenommen, kann sich eine Arzneimittelabh√§ngigkeit entwickeln, was zum Auftreten von Entzugserscheinungen f√ľhren kann (siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen Tramundin retard nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung nach VERWENDBAR BIS angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Tramundin retard enthält

Der Wirkstoff ist Tramadolhydrochlorid.

1 Retardtablette Tramundin retard 150 mg Retardtabletten enthält 150 mg Tramadolhydrochlorid. 1 Retardtablette Tramundin retard 200 mg Retardtabletten enthält 200 mg Tramadolhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Cetylstearylalkohol (Ph.Eur.) [pflanzlich], Ethylcellulose, Dibutyldecandioat, √Ėls√§ure (Ph.Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Film√ľberzug: Lactose-Monohydrat, Hypromellose (E464), Titandioxid (E171), Macrogol 4000 (E1521), Talkum.

Wie Tramundin retard aussieht und Inhalt der Packung

Tramundin retard sind wei√üe l√§ngliche film√ľberzogene Retardtabletten mit Bruchrille auf einer Tablettenseite.

Tramundin retard ist in Packungen mit 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Mundipharma GmbH De-Saint-Exupéry-Straße 10 60549 Frankfurt am Main

Telefon: (0 69) 506029-000

Telefax: (0 69) 506029-201

Hersteller

Fidelio Healthcare Limburg GmbH

Mundipharmastraße 2

65549 Limburg

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland Tramundin¬ģ retard 150 mg Retardtabletten
Deutschland Tramundin¬ģ retard 200 mg Retardtabletten
√Ėsterreich Tramundal¬ģ retard 150 mg - Filmtabletten
√Ėsterreich Tramundal¬ģ retard 200 mg - Filmtabletten

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Tramundin retard 200 mg Retardtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 06.06.2002
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden