Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.12.1999
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Tramadol Temmler 50 mg Tabletten Tramadol Temmler Pharma GmbH & Co.KG
Tramadol AL 150 mg Retardtabletten Tramadol ALIUD PHARMA GmbH
Tramadolor long 100 Tramadol Hexal Aktiengesellschaft
Tramadura 100 mg retard Tramadol Mylan dura GmbH
Tramadol STADA 50 mg Hartkapseln Tramadol STADAPHARM

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tramadolhydrochlorid ‚Äď der Wirkstoff in Tramadolor 200 mg ID ‚Äď ist ein zentralwirksames Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Seine schmerzlindernde Wirkung erzielt es durch seine Wirkung an spezifischen Nervenzellen des R√ľckenmarks und des Gehirns.

Tramadolor 200 mg ID wird angewendet

zur Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tramadolor 200 mg ID darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tramadol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei einer akuten Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, zentralwirksamen Schmerzmitteln, Opioiden oder anderen Psychopharmaka (Arzneimittel mit Wirkung auf Stimmung, Gem√ľtsverfassung und Gef√ľhlsleben)
  • wenn Sie gleichzeitig Monoaminooxidase-(MAO-)Hemmstoffe (bestimmte Arzneimittel, die gegen krankhaft traurige Verstimmung [Depression] oder die
    Parkinson-Krankheit wirken) einnehmen oder innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung mit Tramadolor 200 mg ID eingenommen haben (siehe ‚ÄěEinnahme von
    Tramadolor 200 mg ID zusammen mit anderen Arzneimitteln“)
  • wenn Sie an Epilepsie leiden und die Anf√§lle durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden k√∂nnen
  • als Ersatzmittel beim Drogenentzug.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Tramadolor 200 mg ID einnehmen, wenn Sie

  • eine Abh√§ngigkeit von anderen Schmerzmitteln (Opioide) f√ľr m√∂glich halten
  • an einer Bewusstseinsst√∂rung leiden (z. B. wenn Sie sich ungew√∂hnlich benommen f√ľhlen)
  • sich im Schockzustand befinden (kalter Schwei√ü k√∂nnte ein Anzeichen daf√ľr sein)
  • Schwierigkeiten beim Atmen haben
  • unter einem erh√∂hten Hirndruck (eventuell nach einer Kopfverletzung oder Erkrankung des Gehirns) leiden
  • ein Leber- oder Nierenleiden haben
  • empfindlich auf Opiate reagieren
  • zu Epilepsie neigen oder unter Krampfanf√§llen leiden.

Wenn etwas davon auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt.

Bei Patienten, die Tramadol in der empfohlenen Dosierung eingenommen haben, wurden epileptische Anfälle berichtet. Dieses Risiko kann erhöht sein, wenn die empfohlene

Tagesh√∂chstdosis von 400 mg Tramadolhydrochlorid √ľberschritten wird oder wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die die Krampfschwelle erniedrigen (siehe ‚ÄěEinnahme von Tramadolor 200 mg ID zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Bitte beachten Sie, dass die Einnahme von Tramadolor 200 mg ID zu einer seelischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Bei l√§ngerem Gebrauch kann die Wirkung von Tramadolor 200 mg ID nachlassen, sodass h√∂here Arzneimengen angewendet werden m√ľssen (Toleranz-Entwicklung). Aus diesem Grund darf Tramadolor 200 mg ID bei Patienten mit einem Risiko zur Entwicklung einer Medikamentenabh√§ngigkeit nur kurzfristig und unter strengster √§rztlicher Kontrolle angewendet werden.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, wenn eines dieser Probleme während der Einnahme von Tramadolor 200 mg ID auftritt oder solche Probleme in der Vergangenheit auftraten.

Tramadol wird in der Leber √ľber ein Enzym umgewandelt. Manche Personen weisen eine Modifikation dieses Enzyms auf, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Manche Personen erreichen dadurch m√∂glicherweise keine ausreichende Schmerzlinderung, bei anderen wiederum besteht eine h√∂here Wahrscheinlichkeit f√ľr das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen. Wenn Sie bei sich eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht mehr einnehmen und m√ľssen sich unverz√ľglich in √§rztliche Behandlung begeben: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schl√§frigkeit, kleine Pupillen, √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Appetitmangel.

Kinder und Jugendliche

Tramadolor 200 mg ID ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren geeignet.

Anwendung bei Kindern mit Atemproblemen
Tramadol wird bei Kindern mit Atemproblemen nicht empfohlen, da sich die Symptome einer Tramadol-Toxizität bei diesen Kindern verschlimmern können.

√Ąltere Patienten

Patienten √ľber 75 Jahre sollten sorgf√§ltig √ľberwacht werden, da die Ausscheidung von Tramadol verl√§ngert sein kann (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWie ist Tramadolor 200 mg ID einzunehmen?‚Äú).

Einnahme von Tramadolor 200 mg ID zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sie d√ľrfen Tramadolor 200 mg ID nicht gleichzeitig mit Monoaminooxidase-(MAO- )Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung krankhaft trauriger Verstimmung [Depression] oder der Parkinson-Krankheit) einnehmen, oder wenn Sie diese in den letzten 14 Tagen vor Behandlungsbeginn mit Tramadolor 200 mg ID eingenommen haben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass lebensbedrohliche Wechselwirkungen, einschlie√ülich Wirkungen auf das zentrale Nervensystem sowie Atmungs- und Kreislauffunktion, auftreten k√∂nnten.

Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadolor 200 mg ID kann vermindert und die Wirkungsdauer verk√ľrzt werden, wenn Sie Arzneimittel mit einem der folgenden Wirkstoffe einnehmen:

  • Carbamazepin (zur Behandlung von epileptischen Anf√§llen)
  • Pentazocin, Nalbuphin oder Buprenorphin (Schmerzmittel)
  • Ondansetron (zur Behandlung von √úbelkeit)

Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich,

  • wenn Sie Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel
    (z. B. Beruhigungsmittel, Schlaftabletten) einnehmen. Die gleichzeitige Anwendung von Tramadolor 200 mg ID und Beruhigungsmitteln (wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erh√∂ht das Risiko f√ľr Schl√§frigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten gibt. Wenn Ihr Arzt jedoch Tramadolor 200 mg ID zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte dar√ľber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
  • wenn Sie Tramadolor 200 mg ID gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln einnehmen, die ebenfalls d√§mpfend auf die Gehirnfunktion wirken, z. B. andere Schmerzmittel wie Morphin und Codein (auch als Hustenstiller) und Alkohol. Sie f√ľhlen sich eventuell schl√§friger oder einer Ohnmacht nahe. Falls dies auftritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Kr√§mpfe (Anf√§lle) ausl√∂sen k√∂nnen, wie z. B.

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder Psychosen. Das Risiko f√ľr Krampfanf√§lle kann ansteigen, wenn Sie gleichzeitig Tramadolor 200 mg ID einnehmen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Tramadolor 200 mg ID f√ľr Sie geeignet ist.

  • wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen. Die Wirkungen von diesen Arzneimitteln und Tramadolor 200 mg ID k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen, und bei Ihnen k√∂nnen Symptome auftreten wie unwillk√ľrliches, rhythmisches Muskelzucken, einschlie√ülich Augenzucken (Zucken der Muskeln, die die Augenbewegung steuern), Unruhe, √ľberm√§√üiges Schwitzen, unwillk√ľrliches Zittern, gesteigerte Reflexe, erh√∂hte Muskelanspannung, K√∂rpertemperatur √ľber 38 ¬įC.
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die eine normale Blutgerinnung verhindern (sogenannte Cumarin-Derivate wie z. B. Warfarin). Die gerinnungshemmende Wirkung dieser Arzneimittel kann verst√§rkt werden und es kann zu starken Blutungen und kleinfl√§chigen Unterhautblutungen (Ekchymosen) kommen.

Einnahme von Tramadolor 200 mg ID zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Trinken Sie während der Einnahme von Tramadolor 200 mg ID keinen Alkohol, da dies die Wirkungen des Arzneimittels verstärken könnte.

Nahrungsmittel haben keinen Einfluss auf die Wirkung von Tramadolor 200 mg ID (siehe

Abschnitt 3 ‚ÄěWie ist Tramadolor 200 mg ID einzunehmen?‚Äú).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Es liegen nur sehr wenige Informationen √ľber die Unbedenklichkeit von Tramadolhydrochlorid w√§hrend der Schwangerschaft beim Menschen vor. Daher sollten Sie Tramadolor 200 mg ID nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind.

Die dauerhafte Anwendung von Tramadolor 200 mg ID in der Schwangerschaft kann nach der Geburt zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren.

Stillzeit

Tramadol geht in die Muttermilch √ľber. Aus diesem Grund sollten Sie Tramadolor 200 mg ID w√§hrend der Stillzeit nicht mehr als einmal einnehmen; wenn Sie Tramadolor 200 mg ID hingegen mehr als einmal einnehmen, sollten Sie das Stillen unterbrechen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Basierend auf Erfahrungen beim Menschen wird angenommen, dass Tramadolhydrochlorid die weibliche oder männliche Fruchtbarkeit nicht beeinflusst.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Tramadolor 200 mg ID kann unter anderem zu

  • Benommenheit und Schwindel
  • Sehst√∂rungen (verschwommene Sicht)

f√ľhren und damit Ihr Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigen. In diesem Fall, und wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass Ihr Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigt ist, fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen.

Tramadolor 200 mg ID enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Tramadolor 200 mg ID daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Tramadolor 200 mg ID enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Retardtablette, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung sollte entsprechend der Stärke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit angepasst werden. Grundsätzlich sollte die geringste schmerzlindernd wirkende Dosis gewählt werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis: Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahre

Nehmen Sie 1 Retardtablette Tramadolor 200 mg ID (200 mg Tramadolhydrochlorid) 2- mal täglich, wobei sich die Einnahme morgens und abends empfiehlt.

Grundsätzlich sollte die kleinste Dosis, mit der eine Schmerzkontrolle erreicht werden kann, eingenommen werden.

Sie d√ľrfen nicht mehr als 2 Retardtabletten Tramadolor 200 mg ID t√§glich einnehmen, es sei denn, es liegen besondere medizinische Umst√§nde daf√ľr vor.

Zwischen jeder Dosis muss ein Mindestabstand von 8 Stunden eingehalten werden.

Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren
Bei Kindern unter 12 Jahren wird die Anwendung von Tramadolor 200 mg ID nicht empfohlen.

√Ąltere Patienten
Bei √§lteren Patienten (√ľber 75 Jahre) kann es zu einer Verz√∂gerung der Ausscheidung von Tramadol kommen. Falls dies bei Ihnen zutrifft, kann Ihr Arzt Ihnen eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Einnahmen empfehlen.

Leber- oder Nierenfunktionsschwäche (Insuffizienz)/Dialyse-Patienten
Patienten mit schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che d√ľrfen Tramadolor 200 mg ID nicht einnehmen. Wenn bei Ihnen eine geringe oder moderate Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che vorliegt, kann Ihr Arzt eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Einnahmen empfehlen.

Hinweis

Die oben empfohlenen Dosierungen sind Anhaltswerte. Wenn Sie das Mittel zur Behandlung chronischer Schmerzen einnehmen, sollten Sie sich, wenn möglich, immer nach einem festen Einnahmeplan richten.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Retardtabletten unzerteilt mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein. Teilen, brechen oder kauen Sie die Tabletten nicht. Sie k√∂nnen die Retardtabletten unabh√§ngig von den Mahlzeiten einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie Tramadolor 200 mg ID nicht länger als unbedingt notwendig einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Tramadolor 200 mg ID eingenommen haben als Sie sollten,

hat dies im Regelfall keine negativen Auswirkungen. Die weitere Einnahme von Tramadolor 200 mg ID sollten Sie in Abhängigkeit vom Wiederauftreten der Schmerzen wie sonst auch vornehmen.

Nach Einnahme erheblich zu hoher Arzneimengen kann es zu folgenden Anzeichen kommen: verengte Pupillen, Erbrechen, Blutdruckabfall, Kreislaufversagen, Bewusstseinsstörungen (bis hin zum Koma), epileptische Anfälle (Krampfanfälle) und Verminderung der Atmung bis hin zum Atemstillstand.

Wenn Sie eines dieser Krankheitszeichen beobachten oder wenn ein Kind versehentlich Tramadolor 200 mg ID eingenommen hat, rufen Sie unverz√ľglich den n√§chst erreichbaren Arzt oder ein Krankenhaus zu Hilfe!

Wenn Sie die Einnahme von Tramadolor 200 mg ID vergessen haben

k√∂nnen Ihre Schmerzen erneut auftreten. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie vorher fort.

Wenn Sie die Einnahme von Tramadolor 200 mg ID abbrechen

Sie sollten dieses Arzneimittel nur dann abrupt absetzen, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist. Wenn Sie Ihr Arzneimittel absetzen möchten, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt; dies gilt insbesondere, wenn Sie es seit einer längeren Zeit einnehmen. Ihr Arzt wird Sie beraten, wann und wie Sie das Arzneimittel absetzen sollten; dies kann unter Umständen durch eine allmähliche Verringerung der Dosis erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass unnötige Nebenwirkungen (Entzugssymptome) auftreten.

Es k√∂nnten folgende Entzugserscheinungen auftreten: Sie k√∂nnten sich unruhig, √§ngstlich, nerv√∂s oder zittrig f√ľhlen. Sie k√∂nnten hyperaktiv sein, Schlafst√∂rungen und Magen- oder Darmbeschwerden haben. Sehr wenige Personen k√∂nnten Panikanf√§lle, Halluzinationen, Fehlempfindungen wie Kribbeln, Prickeln und Taubheitsgef√ľhl oder Ohrger√§usche (Tinnitus) bekommen. Weitere ungew√∂hnliche Symptome des zentralen Nervensystems, wie z. B. Verwirrung, Wahn, ver√§nderte Wahrnehmung der eigenen Person (Depersonalisation) und der Realit√§t (Derealisation) sowie Verfolgungswahn (Paranoia), sind sehr selten beobachtet worden. Wenn eine dieser Nebenwirkungen nach Abbruch der Behandlung mit Tramadolor 200 mg ID bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Sie sollten unverz√ľglich einen Arzt konsultieren, wenn Sie Symptome einer allergischen Reaktion bei sich bemerken, wie z. B. Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schwierigkeiten beim Schlucken oder Nesselsucht mit gleichzeitigen Atembeschwerden.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Beeinflussung der Kreislaufregulation (Herzklopfen, erh√∂hter Herzschlag, Schw√§cheanfall und Kreislaufzusammenbruch). Diese Nebenwirkungen k√∂nnen insbesondere bei aufrechter K√∂rperhaltung und k√∂rperlicher Belastung auftreten.
  • Brechreiz (W√ľrgen)
  • Magenbeschwerden (z. B. Magendruck, V√∂llegef√ľhl)
  • Durchfall
  • Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • allergische Reaktionen (z. B. Atemnot, ‚Äěpfeifende‚Äú Atemger√§usche, Hautschwellungen) und Schock (pl√∂tzliches Kreislaufversagen)
  • Halluzinationen, Verwirrtheit, Delirium, Schlafst√∂rungen, Angstgef√ľhl und Albtr√§ume
  • Nach einer Behandlung mit Tramadol k√∂nnen psychische Beschwerden auftreten, wobei ihre Intensit√§t und ihr Wesen individuell unterschiedlich in Erscheinung treten k√∂nnen (je nach Pers√∂nlichkeit und Dauer der Anwendung). Hierbei kann es sich um Stimmungsschwankungen (meist gehobene, manchmal gereizte Stimmung), Ver√§nderungen der Aktivit√§t (meist D√§mpfung, gelegentlich Steigerung) und Ver√§nderungen der Denk- und Wahrnehmungsf√§higkeit (Ver√§nderung der Sinneswahrnehmung und des Erkennens, was zu Fehlern im Entscheidungsverhalten f√ľhren kann) handeln.
  • eine Arzneimittelabh√§ngigkeit kann auftreten
  • Appetitver√§nderung
  • Fehlempfindungen auf der Haut (wie z. B. Kribbeln, Prickeln, Taubheitsgef√ľhl)
  • Zittern
  • epileptische Krampfanf√§lle: √ľberwiegend nach Anwendung hoher Tramadol-Dosen oder bei gleichzeitiger Anwendung anderer Medikamente, die Krampfanf√§lle ausl√∂sen
  • unwillk√ľrliche Muskelzuckungen
  • Koordinationsst√∂rungen
  • vor√ľbergehender Verlust des Bewusstseins (Ohnmacht)
  • Sprachst√∂rungen
  • verschwommenes Sehen, Pupillenverengung (Miosis), Pupillenerweiterung (Mydriasis)
  • Verringerung der Herzfrequenz (Bradykardie)
  • Anstieg des Blutdruckes
  • verlangsamte Atmung, Atemnot (Dyspnoe)
    Eine flache Atmung kann auftreten, wenn die verschriebene Dosierung √ľberschritten wird oder gleichzeitig andere Arzneimittel eingenommen werden, die d√§mpfend auf die Gehirnfunktion wirken.
  • √úber eine Verschlimmerung von Asthma ist berichtet worden, wobei jedoch ein urs√§chlicher Zusammenhang mit dem Wirkstoff Tramadol nicht hergestellt werden konnte.
  • Muskelschw√§che
  • St√∂rungen oder Schmerzen beim Wasserlassen, Ausscheidung von weniger Urin als normal

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Anstieg der Leberenzymwerte

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • erniedrigter Blutzuckerspiegel (Hypoglyk√§mie)

Es besteht das Risiko, eine Abh√§ngigkeit zu entwickeln. Bei Beendigung der Therapie k√∂nnen Entzugssymptome auftreten (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Tramadolor 200 mg ID abbrechen‚Äú).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Tramadolor 200 mg ID enthält

Der Wirkstoff ist: Tramadolhydrochlorid

Jede Retardtablette enthält 200 mg Tramadolydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Initialschicht:

Lactose-Monohydrat, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid

Depotschicht:

Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Povidon K 25, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, hydriertes Rizinusöl, Chinolingelb (E 104), Indigocarmin (E 132) und Aluminiumhydroxid

Wie Tramadolor 200 mg ID aussieht und Inhalt der Packung

Die Retardtabletten sind flache, runde Zweischichttabletten, die schnell freisetzende Schicht ist wei√ü und die langsam freisetzende Schicht ist gr√ľn, mit der einseitigen Pr√§gung ‚ÄěTR/200 R‚Äú.

Tramadolor 200 mg ID ist in Packungen mit 10, 20, 30, 50, 60 und 100 Retardtabletten in F/Aluminiumblisterpackung erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG Industriestraße 25 83607 Holzkirchen Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290 E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Dänemark: Tramadol Retard "Hexal"

Finnland: Tramadol Retard HEXAL 200 mg depottabletti Schweden Tramadol Retard Hexal 200 mg depottablett Vereinigtes Königreich:Tilodol SR 200 mg Prolonged-Release Tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2018.

Liebe Patientin, lieber Patient, bei Tramadolor 200 mg ID handelt es sich um eine Zweischichttablette mit einem schnell und einem langsam freisetzenden Anteil. Die Abk√ľrzung ID steht f√ľr Initial- und Depot-Wirkung.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Tramadolor 200 mg ID - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.12.1999
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Opioide

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden