Allopurinol Sandoz 300 mg - Tabletten

Abbildung Allopurinol Sandoz 300 mg - Tabletten
Wirkstoff(e) Allopurinol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.06.1997
ATC Code M04AA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Gichtmittel

Zulassungsinhaber

Sandoz GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Allopurinol G.L. 300 mg - Tabletten Allopurinol G.L. Pharma GmbH
Gichtex Retard 250 mg - Kapseln Allopurinol G.L. Pharma GmbH
Zyloric 300 mg - Tabletten Allopurinol Aspen Pharma Trading Limited
Allopurinol Genericon retard 300 mg Tabletten Allopurinol Genericon Pharma GmbH
Allopurinol Genericon 300 mg teilbare Tabletten Allopurinol Genericon Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Allopurinol Sandoz wird eingenommen, um den Harnsäurespiegel im Blut zu senken:

bei Erwachsenen mit einem zu hohen Harnsäurespiegel, welcher durch eine Diät nicht kontrollierbar ist, oder mit Beschwerden, besonders:

  • Gicht
  • Nierensch√§den, verursacht durch Harns√§ure
  • zur Aufl√∂sung und Vermeidung von Harns√§uresteinen
  • zur Vermeidung von Kalziumoxalatsteinen bei erh√∂htem Harns√§urespiegel

bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen mit einem K√∂rpergewicht von 45 kg oder dar√ľber, mit zu hohem Harns√§urespiegel und einem erh√∂hten Harns√§uregehalt im Urin, verursacht z. B. durch

  • Bestrahlung
  • Tumorbehandlung mit Arzneimitteln
  • andere schwere Zellzerfallserscheinungen

bei Kindern und Jugendlichen mit einem K√∂rpergewicht von 45 kg oder dar√ľber

  • Nierensch√§den aufgrund von Harns√§ure w√§hrend der Behandlung von Blutkrebs mit zu vielen oder abnormalen wei√üen Blutzellen
  • bestimmte vererbbare Enzymmangelerkrankungen, bekannt als Lesch-Nyhan Syndrom und Adenin Phosphoribosyl Transferasemangel

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Allopurinol Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Allopurinol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

- bei stark eingeschr√§nkter Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min Dieses Arzneimittel ist nicht geeignet f√ľr Kinder mit einem K√∂rpergewicht von weniger als 45 kg.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihren Arzt bevor Sie Allopurinol Sandoz einnehmen, wenn Sie

  • eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben. Eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion ist bei

Patienten wahrscheinlicher

    • die Mittel gegen Bluthochdruck (ACE-Hemmer) einnehmen, oder die
    • Entw√§sserungsmittel (Diuretika) einnehmen, um einen hohen Blutdruck oder Herzst√∂rungen zu behandeln
  • eine eingeschr√§nkte Leberfunktion aufweisen
  • St√∂rungen der Blutbildung aufweisen
  • zur Zeit einen Gichtanfall haben
  • Han-chinesischer, afrikanischer oder indischer Abstammung sind
  • Probleme mit der Schilddr√ľse haben

In diesen Fällen wird Ihr Arzt Ihr Blutbild beobachten.

Bei Auftreten von √úberempfindlichkeitsreaktionen seitens der Haut muss die Behandlung sofort abgesetzt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Allopurinol Sandoz:

- Bei Anwendung von Allopurinol wurde von schweren, potentiell lebensbedrohlichen Hautausschl√§gen (√úberempfindlichkeitssyndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Toxische Epidermale Nekrolyse) berichtet, die zun√§chst als r√∂tliche Flecken mit dunklerem Zentrum oder als kreisf√∂rmige Flecken mit zentraler Blasenbildung am Rumpf erscheinen. H√§ufig geht der Ausschlag mit Geschw√ľren in Mund, Nase, Rachen, Genitalbereich und Konjunktivitis (rote und geschwollene Augen) einher. Diesen schweren Hautausschl√§gen gehen h√§ufig grippe√§hnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Ganzk√∂rperschmerz voraus. Der Ausschlag kann zu gro√üfl√§chiger Blasenbildung und Sch√§lung der Haut f√ľhren. Diese schweren Hautreaktionen k√∂nnen bei Menschen, die von Han-Chinesen, Thail√§ndern oder Koreanern abstammen, h√§ufiger auftreten. Eine chronische Nierenkrankheit kann das Risiko bei diesen Patienten m√∂glicherweise noch weiter erh√∂hen.

Wenn Sie einen Ausschlag bekommen oder bei Ihnen diese Hautreaktionen auftreten, beenden Sie die Einnahme von Allopurinol und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt und sagen Sie dem Arzt, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Das h√∂chste Risiko f√ľr das Auftreten von schweren Hautreaktionen besteht w√§hrend der ersten Wochen der Behandlung.

Wenn sich bei Ihnen das Überempfindlichkeitssyndrom, Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxische epidermale Nekroylse während der Einnahme von Allopurinol Sandoz entwickelt hat, darf die Behandlung mit Allopurinol Sandoz zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

  • Wenn Sie Krebs oder das Lesch-Nyhan Syndrom haben, kann der Harns√§urespiegel in Ihrem Urin erh√∂ht sein. Um dem vorzubeugen, m√ľssen Sie sicherstellen, dass Sie ausreichend trinken, um Ihren Urin zu verd√ľnnen.
  • Wenn Sie Nierensteine haben, werden diese kleiner und k√∂nnen in Ihre Harnwege gelangen.

Es ist wichtig zu ber√ľcksichtigen, dass die Behandlung nicht notwendig ist, wenn:

  • Ihre Harns√§ureblutwerte unter 9 mg/100 ml liegen und
  • Ihre Nierenfunktion normal ist und
  • Sie folgende Di√§tempfehlungen, wie unter ‚ÄěEinnahme von Allopurinol Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln, Getr√§nken und Alkohol‚Äú befolgen

Trinken Sie gen√ľgend Fl√ľssigkeit, damit Ihre Harnmenge t√§glich mindestens 2 Liter betr√§gt. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Allopurinol Sandoz zur Behandlung von

Bei großen Harnsteinen im Nierenbecken ist nicht auszuschließen, dass sich Teile der infolge einer Allopurinol Sandoz-Behandlung aufgelösten Steine im Harnleiter festsetzen können. Wenn Sie Beschwerden beim Harnlassen oder Schmerzen haben, verständigen Sie bitte sofort einen Arzt.

Zu Beginn der Behandlung können Gichtanfälle auftreten. Aus diesem Grund wird Ihnen Ihr Arzt Schmerzmittel oder Colchicin während der ersten 4 Behandlungswochen mit Allopurinol Sandoz verschreiben.

Bei Vorliegen von akuten Gichtanfällen sollte die Behandlung mit Allopurinol erst nach deren vollständigem Abklingen begonnen werden, weil weitere Anfälle ausgelöst werden können.

Einnahme von Allopurinol Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Allopurinol Sandoz und folgende Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen:

  • 6-Mercaptopurin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Blutkrebs mit zu vielen oder abnormalen wei√üen Blutzellen
  • Arzneimittel zur Behandlung aggressiver Tumore, wie
    • Cyclophosphamid
    • Doxorubicin
    • Bleomycin
    • Procarbazin
    • Mechlorethamin
    • Alkylhalogenide
  • Bei Gabe von Allopurinol und Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Doxorubicin, Bleomycin, Procarbazin, Alkylhalogenide) treten Blutbildver√§nderungen h√§ufiger auf als bei Einzelgabe der Wirkstoffe. Blutbildkontrollen sind daher in regelm√§√üigen Zeitabst√§nden durchzuf√ľhren.
  • Azathioprin, Cyclosporin, Arzneimittel, die verwendet werden, um das Immunsystem zu unterdr√ľcken oder andere Erkrankungen zu behandeln

Bitte beachten Sie, dass unter Cyclosporin Nebenwirkungen häufiger auftreten können.

  • Vidarabin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen (z. B. Herpes oder Windpocken). Bitte beachten Sie, dass unter Vidarabin Nebenwirkungen h√§ufiger auftreten k√∂nnen.
  • Didanosin, ein Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektion
  • Ampicillin, Amoxicillin, Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen

Wenn möglich, sollten die Patienten andere Antibiotika erhalten, da das Auftreten allergischer Reaktionen wahrscheinlicher ist.

  • Salicylate, Arzneimittel zur Verminderung von Schmerz, Fieber oder Entz√ľndungen wie Acetylsalicyls√§ure
  • Probenecid, Benzbromaron, Arzneimittel zur Erh√∂hung der Harns√§ureausscheidung beim Urinieren
  • Chlorpropamid, ein Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes)

Eine Verminderung der Chlorpropamiddosis kann insbesondere bei Patienten mit herabgesetzter Nierenfunktion notwendig sein.

Warfarin, Phenprocoumon, Acenocoumarol, Arzneimittel zur Vorbeugung der normalen Blutgerinnung

Ihr Arzt wird Ihre Blutgerinnungswerte öfter kontrollieren und, wenn notwendig, die Dosis dieser Arzneimittel herabsetzen.

  • Phenytoin, ein Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie oder bestimmter Schmerzbeschwerden
  • Theophyllin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma und anderen Atembeschwerden. Ihr Arzt wird Ihren Theophyllinspiegel im Blut bestimmen, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Allopurinol Sandoz oder bei nachfolgenden Dosisanpassungen.
  • ACE-Hemmer (z. B. Captopril) und Entw√§sserungstabletten (Diuretika), Arzneimittel zur

Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen

Das Risiko einer Hautreaktion kann sich, besonders wenn Ihre Nierenfunktion chronisch verringert ist, erhöhen.

  • Antazida, Arzneimittel zur Neutralisierung der Magens√§ure. Die Einnahme von Antazida sollte in einem Mindestabstand von 3 Stunden erfolgen.
  • Allopurinol kann bei gleichzeitiger Einnahme von Aluminiumhydroxid eine eingeschr√§nkte Wirkung haben. Zwischen der Einnahme beider Arzneimittel sollten mindestens 3 Stunden liegen.

Teilen Sie Ihrem Arzt daher mit, welche Arzneimittel Sie zurzeit einnehmen, besonders dann, wenn diese Ihnen von einem anderen (Fach-) Arzt verschrieben wurden.

Einnahme von Allopurinol Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Vermeiden Sie:

  • Alkohol, insbesondere Bier
  • Nahrungsmittel mit einem hohen Puringehalt, wie Innereien (Bries, Nieren, Hirn, Herz und Zunge) und Fleischextrakt

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Nehmen Sie Allopurinol Sandoz w√§hrend der Schwangerschaft nur dann ein, wenn Ihr Arzt es f√ľr absolut notwendig h√§lt, da keine ausreichenden Kenntnisse existieren.

Stillzeit
Allopurinol geht in die Muttermilch √ľber. W√§hrend der Stillzeit wird Allopurinol Sandoz nicht empfohlen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeitbeeintr√§chtigen.

Lenken Sie nur dann ein Fahrzeug, bedienen Sie nur dann eine Maschine oder nehmen Sie nur dann an Aktivitäten teil, die eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, wenn Sie sich sicher sind, dass Allopurinol Sandoz Ihre Handlungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

W√§hrend der Einnahme von Allopurinol Sandoz k√∂nnen Sie sich schwindlig und m√ľde f√ľhlen oder es kann zu St√∂rungen von Bewegungsabl√§ufen kommen. Wenn diese Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, kann Ihre Fahrt√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt sein.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

In der Regel wird Ihr Arzt Allopurinol zu Beginn niedrig dosieren (z. B. 100 mg/Tag), um das Risiko möglicher Nebenwirkungen zu verringern. Bei Bedarf wird Ihre Dosis erhöht.

Erwachsene

  • √ľbliche Anfangsdosis: t√§glich 100 mg. Ihr Arzt kann Ihre Dosis abh√§ngig vom Harns√§urewert Ihres Blutes anpassen.
  • Maximaldosis: 3 Tabletten t√§glich

Allopurinol Sandoz 100 mg ‚Äď Tabletten sind ebenso zur individuellen Dosisanpassung erh√§ltlich.

Kinder und Jugendliche mit einem K√∂rpergewicht von 45 kg oder dar√ľber

  • √ľbliche Dosis: t√§glich 10 mg Allopurinol pro kg K√∂rpergewicht, verteilt auf 3 Dosen
  • Maximaldosis: t√§glich 400 mg

Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von weniger als 45 kg

Aufgrund des h√∂heren Wirkstoffgehalts sind Allopurinol Sandoz 300 mg ‚Äď Tabletten nicht f√ľr diese Patientengruppe geeignet. Allopurinol Sandoz 100 mg ‚Äď Tabletten sind f√ľr diese Patienten erh√§ltlich.

Personen √ľber 65 Jahre

Ihr Arzt wird Ihnen die niedrigste mögliche Dosis verschreiben, um Ihre Beschwerden zu behandeln.

Personen mit einer verminderten Nierenfunktion

Aufgrund des h√∂heren Wirkstoffgehalts sind Allopurinol Sandoz 300 mg ‚Äď Tabletten nicht f√ľr diese Patientengruppe geeignet. In diesem Fall sind m√∂glicherweise Allopurinol Sandoz 100 mg - Tabletten geeignet.

Ihr Arzt kann Ihnen nach jeder Dialyse (Blutw√§sche) 300 ‚Äď 400 mg Allopurinol Sandoz verschreiben, die sofort nach der Behandlung einzunehmen sind.

Verminderte Leberfunktion

Ihr Arzt wird Ihre Dosierung festsetzen.

Ist eine Einzeldosis erforderlich, die durch Allopurinol Sandoz 300 mg nicht erreicht werden kann (z. B. weniger als 150 mg, also ¬Ĺ Tablette Allopurinol Sandoz 300 mg oder h√∂here Zwischendosierungen), so stehen Allopurinol Sandoz 100 mg ‚Äď Tabletten zur Verf√ľgung.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie Allopurinol Sandoz

  • unzerkaut
  • mit reichlich Fl√ľssigkeit
  • nach der Mahlzeit und
  • immer zur gleichen Tageszeit ein.

Verteilen Sie die Dosis √ľber den Tag, wenn

  • Sie mehr als 1 Tablette pro Tag einnehmen oder
  • Magen- oder Darmbeschwerden als Nebenwirkungen auftreten.

Dauer der Einnahme

Die Behandlung mit Allopurinol Sandoz ist im Allgemeinen √ľber einen l√§ngeren Zeitraum notwendig. Bitte nehmen Sie Allopurinol Sandoz regelm√§√üig und so lange ein, wie es Ihr Arzt verschrieben hat.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen.

Wenn Sie eine größere Menge von Allopurinol Sandoz eingenommen haben als Sie sollten

Bitte wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie zuviel Allopurinol Sandoz eingenommen haben. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel können Anzeichen einer Überdosierung sein.

Hinweis f√ľr den Arzt:
Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Dosis sobald wie m√∂glich ein. Wenn es Zeit ist f√ľr die n√§chste Dosis, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes ab, da der Therapieerfolg herabgesetzt werden kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, wenden Sie sich an einen Facharzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf:

√úberempfindlichkeit

Die Anzeichen können sein:

Häufig, kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:

  • schuppende Haut, Eiterbeulen oder wunde Lippen und wunder Mund
  • In seltenen F√§llen k√∂nnen die Anzeichen pl√∂tzliche Pfeifger√§usche beim Atmen, Flattern oder Engegef√ľhl im Brustkorb und Kollaps umfassen.

Gelegentlich, kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:

√úberempfindlichkeitsreaktionen, unter anderem mit Fieber, Hautreaktionen, Sch√ľttelfrost,

Gelenksschmerzen, Leberfunktionsst√∂rung, akute Cholangitis (Entz√ľndung der Galleng√§nge) und Xanthinsteinen (bekannt als DRESS oder √úberempfindlichkeitssyndrom)

Wenn solche Reaktionen auftreten, was zu jedem Zeitpunkt der Behandlung sein kann, ist Allopurinol Sandoz sofort abzusetzen und die Behandlung nie wieder aufzunehmen.

Selten, kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen:

  • Schwere allergische Reaktionen

    Fieber und Sch√ľttelfrost, Kopfschmerz, Muskelschmerzen (grippe√§hnliche Symptome) und allgemeines Unwohlsein

  • schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen mit Fieber, Hautausschlag, Gelenksschmerz und Auff√§lligkeiten bei den Blut- und Leberfunktionstests (dies k√∂nnen Anzeichen f√ľr eine Multi-Organ-Sensitivit√§tsst√∂rung sein)
  • Blutungen der Lippen, Augen, des Mundes, der Nase und der Genitalien, Hautver√§nderungen aller Art wie zum Beispiel: Geschw√ľre im Mund, im Rachen, in der Nase, dem Genitalbereich und Konjunktivitis (rote und geschwollene Augen), gro√üfl√§chige Blasenbildung oder Sch√§lung der Haut

Sehr selten, kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen:

  • Allergische Reaktion in unterschiedlichen Formen
    • reversibler Anstieg der Leberenzymtransaminasen und der alkalischen Phosphatase
    • Entz√ľndungen der Gallenwege
    • Xanthinsteine in den Harnwegen
  • lebensbedrohende allergische Schockreaktion
  • schwere allergische Reaktion, die zu einem Anschwellen des Gesichts oder des Rachens f√ľhrt
  • schwere, m√∂glicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion

Wenn bei Ihnen eine dieser Nebenwirkungen auftritt, beenden Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz und informieren Sie unverz√ľglich einen Arzt.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, die bei diesem Arzneimittel ebenfalls möglich sind:

Häufig, kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:

Hautreaktionen wie: Jucken, gefleckte Haut mit kleinen Knoten, Abblättern der Haut, Flecken, Bluten der Haut, Abschälen der Haut (in seltenen Fällen)

Diese Nebenwirkungen können zu jedem Behandlungszeitpunkt auftreten.

Brechen Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz sofort ab und kontaktieren Sie einen Arzt, wenn diese Hautreaktionen auftreten, weil eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion folgen könnte.

  • erh√∂hter Thyreotropinspiegel im Blut

Gelegentlich, kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:

  • √úbelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen und Durchfall
    Diese Magen-/Darm-Beschwerden treten gelegentlich zu Beginn der Behandlung auf und sind meist vor√ľbergehender Natur. Sie lassen sich oft durch Einnahme nach den Mahlzeiten mit reichlich Fl√ľssigkeit vermeiden.
  • Ferner k√∂nnen am Anfang der Behandlung bei einzelnen Patienten Gichtanf√§lle auftreten
  • auff√§llige Ergebnisse im Lebertest

Selten, kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen:

  • Erkrankungen der Leber, die von
    • einer Erh√∂hung der Leberfunktionswerte ohne Beschwerden;
    • bis zu Entz√ľndungen der Leber einschlie√ülich der Zerst√∂rung der Leberzellen und in extremen F√§llen bis zu entz√ľndetem, knotigem Lebergewebe reichen

Sehr selten, kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen:

  • Ver√§nderung der Lymphknoten (angioimmunoblastische Lymphadenopathie), die nach Absetzen von Allopurinol wieder verschwindet
  • verminderte Anzahl an Blutpl√§ttchen und wei√üen Blutk√∂rperchen, Blutarmut, ver√§ndertes Blutbild
  • Erbrechen von Blut (wiederkehrend)
  • vermehrte Fettausscheidung mit dem Stuhl
  • Entz√ľndung der Mundschleimhaut, ver√§nderter Stuhlgang
  • Es kann mitunter vorkommen, dass Allopurinol-Tabletten Einfluss auf Ihr Blut haben, was sich darin √§u√üern kann, dass Sie leichter blaue Flecken bekommen oder dass Halsschmerzen oder andere Anzeichen einer Infektion auftreten. Diese Auswirkungen treten in der Regel bei Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen auf. Wenden Sie sich in einem solchen Fall so bald wie m√∂glich an Ihren Arzt.
  • Furunkel
  • Schw√§chegef√ľhl
  • allgemeines Unwohlsein
  • schmerzhafte, tiefe, knotige Entz√ľndung der Haarfollikel, die von Bakterien verursacht wird
  • Bewusstlosigkeit
  • Schmerzen in der Brust (Angina pectoris)
  • erh√∂hter Blutdruck
  • Blut im Harn
  • Zunahme der Gr√∂√üe der Brust bei M√§nnern (Gyn√§komastie) auf einer oder auf beiden Seiten
  • Sinnesst√∂rungen wie Kribbeln oder Benommenheit
  • ansteigende Werte von Blutfetten
  • Ver√§nderungen der Geschmackswahrnehmung
  • Schwierigkeit, Bewegungen zu kontrollieren
  • Haarverlust
  • Halsschmerzen
  • Impotenz
  • Unfruchtbarkeit bei M√§nnern
  • Kopfschmerzen
  • ungew√∂hnlicher Anstieg von Substanzen im Blut, die f√ľr gew√∂hnlich im Harn auftreten, aufgrund einer verringerten Nierenfunktion
  • L√§hmung
  • Muskelschmerzen
  • Erkrankungen der Nerven, einschlie√ülich Entz√ľndungen der Nerven in den Armen und Beinen
  • Schl√§frigkeit
  • Schwindel
  • Depression
  • Sehst√∂rungen
  • Tr√ľbung der Augenlinse
  • bestimmte Augenerkrankungen mit Makuladegeneration, die zum Verlust der zentralen Sehsch√§rfe f√ľhren kann
  • Entf√§rben der Haare
  • verringerte Herzfrequenz
  • Anstieg der Wasseransammlung im Gewebe
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Fieber (ohne Zusammenhang mit einer √úberempfindlichkeitsreaktion)
  • Hautausschl√§ge als Reaktion auf Arzneimittelgabe (Arzneimittelexanthem)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)‚Äú

Aseptische Meningitis (Entz√ľndung der Membrane, die das Gehirn und das R√ľckenmark umgeben): Symptome umfassen Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Fieber und Bewusstseinstr√ľbung. Begeben Sie sich sofort in √§rztliche Behandlung, wenn diese Symptome auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerw. bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Allopurinol Sandoz enthält

  • Der Wirkstoff ist Allopurinol. 1 Tablette enth√§lt 300 mg Allopurinol.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Cellulose (Pulver), Povidon (K 25), Macrogol 4000, Crospovidon, Magnesiumstearat, Talkum, mikrokristalline Cellulose

Wie Allopurinol Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis cremefarbige, bikonvexe, längliche Tabletten mit Bruchrille auf beiden Seiten. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgr√∂√üen: 30, 50 und 100 St√ľck

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Hersteller:
Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Lek Pharmaceuticals d.d., 9220 Lendava, Slowenien

Z.Nr. 1-22013

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2021.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei √úberdosierung
Ein spezielles Antidot ist nicht bekannt.

Bei Verdacht auf Vorliegen einer Vergiftung, besonders in Fällen bei Komedikation mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurin, kann dem Patienten beim Erbrechen geholfen werden oder es können

Magensp√ľlungen angewendet werden, zus√§tzlich zur Verabreichung von Aktivkohle und Natriumphosphat (nur wenn die Einnahme nicht l√§nger als eine Stunde zur√ľck liegt).

Extensive Resorption von Allopurinol kann die Xanthinoxidaseaktivit√§t betr√§chtlich hemmen, was zu keinen Nebenwirkungen f√ľhrt, au√üer es beeinflusst gleichzeitig verabreichte Arzneimittel, insbesondere Azathioprin und/oder 6-Mercaptopurin. In solchen F√§llen sollte das Risiko einer verst√§rkten Wirkung erkannt werden.

Ad√§quate Hydrierung zur maximalen Diurese stimuliert die Ausscheidung von Allopurinol und seinen Metaboliten. Falls notwendig kann eine H√§modialyse durchgef√ľhrt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Allopurinol Sandoz 300 mg - Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Allopurinol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.06.1997
ATC Code M04AA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden