Volon A 40 mg - Kristallsuspension - Spritzampulle

Abbildung Volon A 40 mg - Kristallsuspension - Spritzampulle
Wirkstoff(e) Triamcinolon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Dermapharm GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.03.1979
ATC Code H02AB08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Dermapharm GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Volon A - Tinktur Triamcinolon Dermapharm GmbH
Trispan 20 mg/ml Injektionssuspension Triamcinolon Esteve Pharmaceuticals GmbH
Pevisone - Creme Econazol Triamcinolon KARO Pharma AB
Volon A - Salbe antibiotikafrei Triamcinolon Dermapharm GmbH
Solu - Volon A 40 mg - Ampulle Triamcinolon Dermapharm GmbH

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Volon A 40 mg enthĂ€lt als Wirkstoff Triamcinolonacetonid. Es wird angewandt bei EntzĂŒndungen der:

  • Gelenke
  • Haut und Muskeln

Es greift durch seine Ähnlichkeit zu den Hormonen der Nebennierenrinde in wesentliche StoffwechselvorgĂ€nge ein.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Volon A 40 mg darf nicht an angwendet werden, wenn Sie an einer der hier aufgelisteten Erkrankungen leiden.

Wie wird es angewendet?

Die Anwendung von Volon A 40 mg darf nur durch einen Arzt erfolgen. Das Arzneimittel darf aufgrund seiner Zusammensetzung nicht intravenös verabreicht werden sondern muss in einen Muskel oder ein Gelenk injiziert werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Gelegentlich können bei der Anwendung Rötungen und andere Hautreaktionen auftreten. Das Herz-Kreislauf-System kann ebenfalls von Nebenwirkungen betroffen sein. Hier finden Sie eine Liste der seltenere Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Die Ampullen mĂŒssen vor Licht geschĂŒtzt gelagert werden und dĂŒrfen nicht eingefroren werden. Bewahren sie Volon A 40 mg fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf. 

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Volon A 40 mg enthĂ€lt als arzneilich wirksamen Bestandteil Triamcinolonacetonid. Das ist eine Substanz, die in der Nebennierenrinde erzeugten Hormonen nachgebildet wurde. Sie hat ausgeprĂ€gte Wirkung auf entzĂŒndliche Prozesse und greift in wesentliche StoffwechselvorgĂ€nge ein.

Volon A 40 mg wird angewendet bei

Volon A 40 mg ist zur intramuskulÀren, intraartikulÀren, intrafokalen und sublÀsionalen Anwendung geeignet.

1. Systemische (intramuskulÀre) Anwendung: Injektion in einen Muskel

Bei Erkrankungen, die auf eine systemische bzw. lokale Glucocorticoidtherapie (falls erforderlich zusÀtzlich zur Basistherapie) ansprechen, bei denen aber eine orale bzw. lokale Behandlung (Behandlung mit Tabletten bzw. Inhalation) nicht möglich oder unzureichend ist.

Zur kurzfristigen Therapie von schweren Verlaufsformen einer Pollenallergie und andere Allergien, schweren andauernden Formen des Asthma bronchiale (falls mit hochdosierten zu inhalierenden Steroiden in Kombination mit anderen Controller- Arzneimitteln keine Asthmakontrolle erzielt wird).

Ausgedehnte, schwere und akute Formen von folgenden Hauterkrankungen: Kontaktdermatitiden (durch Kontakt mit Fremdstoffen ausgelöste juckende, entzĂŒndliche Hautkrankheit), Pemphigus vulgaris (Blasenbildung der Haut), Psoriasis (Schuppenflechte), Dermatitis herpetiformis Duhring (chronische, blasenbildende Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz einhergeht), atopische, exfoliative ekzematoide Dermatitis (allergische, schuppende und juckende Hauterkrankung).

2. Lokale Anwendung:

IntraartikulÀre Anwendung (Injektionen ins Gelenk):

Die intraartikulĂ€re Anwendung ist angezeigt bei entzĂŒndlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen (Gelenkerkrankungen durch AbnĂŒtzung), aber nicht bei bakteriell infizierten; außerdem als Zusatz bei intraartikulĂ€ren Injektionen von Radionukliden oder Chemikalien bei chronischen EntzĂŒndungen der Gelenkkapsel- Innenschicht (Synviorthese).

Intrafokale Anwendung (Infiltrationstherapie):

Die intrafokale Anwendung ist angezeigt bei EntzĂŒndungen der Schleimbeutel und des Periosts (der Knochenhaut);

Zur intrafokalen Behandlung von Sehnen- und SehnenscheidenentzĂŒndungen und Tennisellenbogen wird Volon A 10 mg empfohlen.

Indiziert ist eine Infiltrationstherapie nur, wenn eine umschriebene, nicht bakterielle, entzĂŒndliche Reaktion vorliegt.

SublÀsionale Anwendung:

Die sublĂ€sionale Unterspritzung ist bei bestimmten Hauterkrankungen angezeigt, wie bei Keloiden (wuchernde Narben), Neurodermitis circumscripta (Lichen simplex chronicus, in SchĂŒben verlaufende juckende Hauterkrankung), isolierten Psoriasisherden (Schuppenflechtenherde), Lupus erythematodes chronicus discoides (bestimmte Autoimmunerkrankung der Haut), Formen der Knötchenflechte (Lichen ruber planus et verrucosus) sowie Lichen planus der Mundschleimhaut, Lichen sclerosus et atrophicus (chronisch entzĂŒndliche Hauterkrankung) und bei schweren VerlĂ€ufen von Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall).

Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bestimmt:

Kristallsuspensionen sollten vorrangig zur intraartikulĂ€ren Therapie großer Gelenke eingesetzt werden. Hierbei können Suspensionen mit geringer KristallgrĂ¶ĂŸe eine bessere lokale VertrĂ€glichkeit besitzen. Suspensionen mit langer Verweildauer im Gelenk sollten bevorzugt verwendet werden, da sie eine lĂ€ngere lokale Wirksamkeit und eine geringere systemische Wirkung aufweisen. Die mittlere Verweildauer im Gelenk fĂŒr Triamcinolonacetonid, dem Wirkstoff in Volon A 40 mg, betrĂ€gt 3 Tage.

Die Therapie kleiner Gelenke sollte wegen der geringeren Gewebsreizung vorrangig mit wÀssrigen Lösungen oder mikrokristallinen Suspensionen erfolgen.

Es empfiehlt sich zur Infiltrationstherapie bevorzugt wÀssrige Glucocorticoid-Lösungen (oder mikrokristalline Suspensionen) zu verwenden, um Kristallreaktionen und insbesondere SehnenschÀden und Sehnenruptur zu vermeiden.

Bei Volon A 40 mg handelt es sich um eine Kristallsuspension mit einer mittleren PartikelgrĂ¶ĂŸe von etwa 10 ”m.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Volon A 40 mg darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie allergisch gegen Triamcinolonacetonid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • Magen-Darm-GeschwĂŒre
  • höhergradige Osteoporose (Knochenschwund)
  • schwere Myopathien (Muskelerkrankungen)
  • Virusinfektionen
  • HBsAg-positive chronisch aktive Hepatitis
  • KinderlĂ€hmung mit Ausnahme der bulbĂ€renzephalitischen Form
  • LymphdrĂŒsenvergrĂ¶ĂŸerung nach Tbc (Tuberkulose)-Impfung
  • GrĂŒner Star
  • Divertikulitis (EntzĂŒndung von AusstĂŒlpungen der Darmwand), frische Darmanastomosen (NĂ€hte am Darm), Krebs mit TochtergeschwĂŒlsten
  • Psychiatrische Anamnese
  • Pilzerkrankungen der inneren Organe (systemische Mykosen) und Parasitosen
  • bei Lokaltherapie Infektionen im Anwendungsbereich
  • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer Schutzimpfung
  • Amöbeninfektionen
  • periorale Dermatitis (HautentzĂŒndung um den Mund)
  • Rosacea (chronische, akneĂ€hnliche Hauterkrankung)
  • Krampferkrankungen
  • Myasthenia gravis (Autoimmunerkrankung der Skelettmuskulatur)

Bei folgenden Erkrankungen sollte keine intraartikulÀre Injektion erfolgen:

  • Bakterielle Arthritiden (EntzĂŒndungen von Gelenken durch Bakterien)
  • Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer NĂ€he des zu behandelnden Gelenks
  • Sehnenruptur (Gerissene Sehnen)
  • InstabilitĂ€t des zu behandelnden Gelenks
  • PeriartikulĂ€re Kalzifikation (Verkalkungen um das Gelenk)
  • Charcot-Gelenk (sekundĂ€re Gelenkzerstörung nach Verlust der peripheren SensibilitĂ€t)
  • Blutungsneigung (durch Arzneimittel oder spontan)
  • nicht vaskularisierte Knochennekrose

Die intramuskulÀre Anwendung von Corticosteroiden ist bei idiopathischer, thrombozytopenischer Purpura (Autoimmunkrankheit, die die Thrombozyten (BlutblÀttchen) betrifft) kontraindiziert.

Volon A 40 mg darf nicht in den Glaskörper des Auges (intravitreal) injiziert werden!

Da es sich um eine Kristallsuspension handelt, darf Volon A 40 mg nicht intravenös injiziert werden.

Kinder und Jugendliche

Volon A 40 mg nicht anwenden bei Kindern unter 14 Jahren und nicht intramuskulĂ€r anwenden bei Jugendlichen unter 16 Jahren. Allgemein gilt fĂŒr die Anwendung von Volon A 40 mg im Wachstumsalter eine sehr strenge Indikationsstellung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die Anwendung von Volon A 40 mg hat ausschließlich durch den Arzt zu erfolgen.

Vor Gebrauch Suspension gleichmĂ€ĂŸig aufschĂŒtteln und den Gummistopfen kurz nach hinten ziehen, um ein besseres Gleiten zu gewĂ€hrleisten.

Da es sich um eine Kristallsuspension handelt, darf Volon A 40 mg nicht intravenös (in eine Vene) injiziert werden.

Die intraartikulÀre Gabe von Glucocorticoiden erhöht substanzimmanent die Gefahr einer Gelenkinfektion.

Vorsicht auch vor unbeabsichtigten intravasalen (in ein GefĂ€ĂŸ) Injektionen; das gilt speziell fĂŒr das Gesicht (oberhalb des Mundes) und fĂŒr die Kopfhaut, aber auch fĂŒr die intraglutĂ€ale (in den GesĂ€ĂŸmuskel) Injektion.

Da Glucocorticoide den Blutzuckerspiegel erhöhen können, ist eine sorgfĂ€ltige Überwachung bei Therapiebeginn oder -abbruch oder bei DosisĂ€nderung erforderlich.

WĂ€hrend der Anwendung von Volon A 40 mg ist bei Diabetikern eventuell eine Dosissteigerung der Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Insulin, orale Antidiabetika) notwendig.

Eine lĂ€ngere Anwendung von Corticosteroiden kann zu AugenschĂ€den wie HornhautschĂ€digung (bis zur Hornhautablösung) und Hervortreten der Augen (Exophthalmus), zu steroidbedingtem grauen Star (posteriore subkapsulĂ€re LinsentrĂŒbung) und steroidbedingtem grĂŒnen Star (mit einer möglichen SchĂ€digung des Sehnervs) fĂŒhren. Die Wahrscheinlichkeit von sekundĂ€ren Infektionen am Auge wird erhöht.

Unter der Anwendung von Corticosteroiden kann es zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (unzureichende körpereigene Produktion von Glucocorticoiden) kommen, die ĂŒber mehrere Monate auch nach Absetzen der Behandlung anhĂ€lt. Deshalb kann in Stresssituationen, bedingt durch traumatische Ereignisse, operative Eingriffe oder eine schwere Erkrankung (die innerhalb dieser Periode auftreten) ein Ersatz mit Nebennierenhormonen erforderlich sein.

Vor Beginn einer Glucocorticoid-Therapie ist eine genaue Untersuchung erforderlich, insbesondere sind Magen-Darm-GeschwĂŒre auszuschließen. Wenn Sie an GeschwĂŒren im Verdauungstrakt leiden, wird Ihr Arzt Ihnen sĂ€urehemmende PrĂ€parate verschreiben und Ihre Behandlung sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen.

Wegen der Gefahr eines Durchbruches der Darmwand (Darmperforation) mit BauchfellentzĂŒndung darf Volon A 40 mg nur bei Vorliegen zwingender medizinischer GrĂŒnde und unter entsprechender Überwachung angewendet werden bei schwerer EntzĂŒndung der Dickdarmschleimhaut (Colitis ulcerosa) mit drohendem Durchbruch, mit Abszessen oder eitrigen EntzĂŒndungen.

Bei einer lÀnger dauernden Glucocorticoid-Therapie sind, unabhÀngig von den krankheitsbedingten Untersuchungskontrollen, abhÀngig von der Dosierung und der

individuellen Ausgangslage des Patienten, in angemessenen AbstĂ€nden Überwachungsmaßnahmen bezĂŒglich möglicher Nebenwirkungen vorzunehmen. Eine lĂ€nger dauernde Anwendung darf zur Vermeidung eines Glucocorticoid- Entzugssyndroms nicht abrupt abgesetzt werden, es ist ausschleichend zu dosieren. Auch bei lokaler Anwendung, insbesondere bei hoher Dosierung, wiederholter Anwendung und bei Anwendung an grĂ¶ĂŸeren Gelenken, sind die Nebenwirkungen und Gegenanzeigen einer systemischen Glucocorticoid-Therapie zu beachten.

Es muss so injiziert werden, dass Depots im Fettgewebe unter der Haut vermieden werden.

Bei Behandlung von Sehnen-, SehnenscheidenentzĂŒndungen und verwandter Krankheitsbilder, muss darauf geachtet werden, nicht in Sehnen zu injizieren. Um eventuelle septische (infizierte) Prozesse der Gelenke auszuschließen, soll allfĂ€llige GelenksflĂŒssigkeit sachgemĂ€ĂŸ untersucht werden.

Die lĂ€ngerfristige und wiederholte Anwendung von Glucocortioiden in stark belasteten Gelenken kann zu einer Verschlimmerung der verschleißbedingten VerĂ€nderungen im Gelenk fĂŒhren.

Es ist wichtig, dass Sie bei Besserung die Gelenke nicht gleich ĂŒberbelasten, solange die entzĂŒndlichen Prozesse noch anhalten.

Bei Patienten mit Hypothyreose (Unterfunktion der SchilddrĂŒse) und mit Leberzirrhose (chronische Lebererkrankung) wirken Glucocorticoide verstĂ€rkt.

Corticoide können die MotilitÀt und die Zahl der Spermien erhöhen.

Wegen der möglichen fruchtschÀdigenden Wirkung sollen Frauen den Eintritt einer Schwangerschaft bzw. eine bestehende Schwangerschaft sofort Ihrem Arzt melden.

Benzylalkohol kann in zu hohen Dosen bei Neugeborenen, vor allem FrĂŒhgeborenen zu irreversiblen SchĂ€den fĂŒhren Es darf daher nicht bei FrĂŒh- oder Neugeborenen angewendet werden. Benzylalkohol kann toxische Wirkungen und lebensbedrohende Reaktionen bei Kindern unter 3 Jahren verursachen.

Ihr Arzt wird Ihre Behandlung sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen, wenn Sie an Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Tuberkulose, akuten oder chronischen bakteriellen Infektionen, bestimmten Nierenerkrankungen (akute Glomerulonephritis) und thromboembolischen Prozessen (Verstopfung von GefĂ€ĂŸen) leiden. Die Grundkrankheit muss in solchen FĂ€llen mitbehandelt werden.

Eine Corticosteroid-Therapie kann das Risiko des Auftretens einer Tuberkulose (Tbc) bei Patienten mit latenter (schlafender) Tbc erhöhen und kann bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen (Candida-Infektionen) begĂŒnstigen.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

WĂ€hrend der Anwendung von Volon A 40 mg, sollten Sie sich kalium- (besonders reichlich in getrockneten FrĂŒchten und Bananen), eiweiß- und vitaminreich ernĂ€hren, aber wenig Fett, Kohlenhydrate (Mehl, Zucker) und Kochsalz zu sich nehmen.

Die Anwendung des Arzneimittels Volon A 40 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Anwendung von Volon A 40 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um Arzneimittel handelt, die ohne Ă€rztliche Verschreibung erhĂ€ltlich sind.

Einige Arzneimittel können die Wirkungen von Volon A 40 mg verstĂ€rken und Ihr Arzt wird Sie möglicherweise sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschließlich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).

Wenn Sie gleichzeitig

  • Arzneimittel zur Behandlung einer HerzleistungsschwĂ€che (Herzglykoside) einnehmen, kann die Wirkung der Herzglykoside verstĂ€rkt werden.
  • bestimmte Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (ACE-Hemmer) einnehmen kann das Risiko des Auftretens von BlutbildverĂ€nderungen erhöht sein.
  • EntwĂ€sserungsmittel (Saluretika) einnehmen, kann die Kaliumausscheidung noch weiter erhöht werden.
  • AbfĂŒhrmittel (Laxantien) einnehmen, kann der Kaliumverlust verstĂ€rkt werden.
  • blutzuckersenkende Arzneimittel (Insulin oder orale Antidiabetika) einnehmen, kann die erwĂŒnschte Blutzuckersenkung vermindert werden.
  • blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Cumarinderivate) nehmen, kann die erwĂŒnschte Blutgerinnungshemmung abgeschwĂ€cht werden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von KrampfanfĂ€llen bzw. Herzrhythmusstörungen bzw. der Tuberkulose (Barbiturate, Hydantoine, Rifampicin) einnehmen, kann die Corticoidwirkung vermindert werden.
  • schmerz- und entzĂŒndungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale Antiphlogistika, Antirheumatika) einnehmen, wird das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöht.
  • die „Pille“ einnehmen, kann die Wirkung von Glucocorticoiden verstĂ€rkt werden und es besteht ein grĂ¶ĂŸeres Risiko von Nebenwirkungen.
  • Aspirin einnehmen besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr gastrointestinale Blutungen und das Risiko einer reduzierten Wirksamkeit. Nach dem Absetzen von Volon A 40 mg ist das Risiko fĂŒr unerwĂŒnschte Wirkungen von Aspirin erhöht.
  • Wachstumshormone einnehmen ist eine AbschwĂ€chung oder Verhinderung der Wirkung der Wachstumshormone möglich.
  • Arzneimittel einnehmen, die die Kaliumausscheidung fördern wie z.B. bei systemischer Gabe (z.B. in die Vene verabreicht) von Amphotericin B, kann es zu zuwenig Kalium im Blut kommen und damit das Risiko fĂŒr Herzrhythmusstörungen erhöht sein.
  • Ketokonazol (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen) einnehmen wird durch verminderte Ausscheidung von Glucocorticoiden die Wirkung von Ketokonazol verstĂ€rkt.
  • bestimmte Arzneimittel gegen Malaria wie Chloroquin, Hydrochloroquin, Mefloquin einnehmen: besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr das Auftreten von Myopathien (Muskelerkrankungen) und Kardiomyopathien (Herzmuskelerkrankungen).
  • Bupropion (Raucherentwöhnungsmittel) einnehmen kann das Risiko von KrampfanfĂ€llen erhöht sein.
  • Methotrexat (Mittel gegen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises) einnehmen kann dies zu einer verstĂ€rkten Wirkung von Volon A 40 mg fĂŒhren.
  • Ciclosporin (Mittel gegen Transplantatabstoßung) einnehmen, kann die Wirkung sowohl von Ciclosporin als auch von Volon A 40 mg erhöht sein.
  • Erfolgt 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer aktiven Immunisierung eine Glucocorticoidbehandlung, so ist mit einer Verminderung oder Fehlen der immunisierenden Wirkung zu rechnen. Mangelhafter Impfschutz ist auch bei Tot- und Toxoid-Impfstoffe möglich.
  • Isoniazid (Mittel gegen Tuberkulose) einnehmen kann dessen Konzentration im Blut vermindert sein.
  • an Myasthenia gravis leiden und Cholinesterasehemmer einnehmen mĂŒssen, kann deren Wirkung aufgehoben werden.
  • nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien (Mittel zur Muskelentspannung) einnehmen mĂŒssen, kann deren Wirkung vermindert oder verstĂ€rkt werden.
  • Augendruck steigernde Arzneimittel (Atropin und andere Anticholinergika) einnehmen, ist eine zusĂ€tzliche Augeninnendrucksteigerung nicht ausgeschlossen.
  • das Wachstumshormon Somatropin einnehmen, kann insbesondere bei hoher Dosierung dessen Wirkung vermindert werden.
  • Arzneimittel gegen Wurmerkrankungen (Praziquantel) einnehmen, kann deren Wirkung vermindert werden.

Einfluss auf Untersuchungsmethoden:

  • Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrĂŒckt werden.
  • Wenn Sie einen SchilddrĂŒsenfunktionstest (Gabe von Protirelin) durchfĂŒhren lassen mĂŒssen, kann der TSH-Anstieg (Anstieg eines bestimmten die SchilddrĂŒse beeinflussenden Hormons) reduziert sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Anwendung von Triamcinolonacetonid in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft sollte unterbleiben, da Tierversuche Hinweise auf Fehlbildungen ergeben haben und Erkenntnisse ĂŒber die Sicherheit einer Anwendung in diesem Zeitraum fĂŒr den Menschen nicht vorliegen. Bei Langzeitanwendung sind Wachstums- störungen in der GebĂ€rmutter nicht auszuschließen. Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht fĂŒr den Feten die Gefahr einer RĂŒckbildung der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Ersatzbehandlung bei Neugeborenen erforderlich macht.

Glucocorticoide gehen in die Muttermilch ĂŒber. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Volon A 40 mg enthÀlt Natriumverbindungen

Volon A 40 mg enthĂ€lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Die Anwendung von Volon A 40 mg hat ausschließlich durch den Arzt zu erfolgen. Volon A 40 mg ist zur intramuskulĂ€ren, intraartikulĂ€ren, sublĂ€sionalen und intrafokalen Injektion bestimmt (siehe Dosierung).

  1. Allgemeinbehandlung (intramuskulÀr)
    Die Dosierung von Corticoiden muss stets individuell und nach dem Krankheitsbild und Ansprechen auf die Therapie vorgenommen werden.
    Zur Allgemeinbehandlung wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ĂŒber 16 Jahre (s. Abschnitt „Volon A 40 mg darf nicht angewendet werden“) 1 ml Volon A 40 (= 40 mg Triamcinolonacetonid) grundsĂ€tzlich langsam und tief intraglutĂ€al (nicht intravenös und nicht subkutan) injiziert. Bei schweren Erkrankungen können Dosierungen bis zu 80 mg Triamcinolonacetonid erforderlich sein. Mit der tief intraglutĂ€alen Anwendung kann die sonst mögliche Entstehung von Gewebeschwund weitestgehend vermieden werden. Nach der Injektion sollte ein steriler Tupfer 1 - 2 Minuten fest auf die Injektionsstelle gepresst werden, um das RĂŒcklaufen der Suspension in den Stichkanal zu vermeiden.
    Zur Behandlung der Pollenallergie und anderer saisonaler allergischer Erkrankungen genĂŒgt im Allgemeinen pro Jahr 1 Injektion Volon A 40 (= 40 mg Triamcinolonacetonid) wĂ€hrend des Pollenflugs.
    Sind mehrere Injektionen erforderlich, sollte ein Injektionsintervall von 3 - 4 Wochen eingehalten werden.
  2. Lokalbehandlung

    1. Bei der intraartikulĂ€ren Anwendung ist die Dosierung abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe des Gelenks und von der Schwere der Symptome. Im Allgemeinen genĂŒgen bei Erwachsenen und Kindern ĂŒber 14 Jahre (s. Abschnitt „Volon A 40 mg darf nicht angewendet werden“) zur Besserung der Beschwerden fĂŒr:
Kleine Gelenke (z.B. Finger, Zehen) bis 10 mg Triamcinolonacetonid
Mittelgroße Gelenke (z.B. Schulter, Ellenbogen) 20 mg Triamcinolonacetonid
Große Gelenke (z.B. HĂŒfte, Knie) 20-40 mg Triamcinolonacetonid

Bei Beteiligung mehrerer Gelenke können Gesamtmengen bis zu 80 mg verabreicht werden. ĂŒr den unteren Dosisbereich wird das schwĂ€cher konzentrierte Volon A 10 mg-Kristallsuspension-Ampulle empfohlen.

Bei ErgĂŒssen (FlĂŒssigkeitsansammlungen) wird zunĂ€chst abpunktiert, um schnellere Schmerzfreiheit zu erreichen und das Corticoid nicht unnötig zu verdĂŒnnen. Es muss so injiziert werden, dass Depots im subkutanen Fettgewebe vermieden werden. Bei der Injektion ist auf strengste Keimfreiheit zu achten. Bei der intraartikulĂ€ren Anwendung wird die Haut wie zur Operation vorbereitet. Die unbeabsichtigte Injektion in periartikulĂ€re (das Gelenk umgebende) Weichteile lĂ€sst den Effekt der intraartikulĂ€ren Applikation vermissen; sie wirkt Ă€hnlich wie eine intramuskulĂ€re Injektion.

Bei wiederholter Anwendung sollte ein Injektionsintervall von 3 - 4 Wochen eingehalten werden.

Zur intrafokalen Behandlung von Sehnen- und SehnenscheidenentzĂŒndungen und Tennisellenbogen wird Volon A 10 mg empfohlen (Einzelheiten siehe Gebrauchsinformation Volon A 10 mg).

  1. Zur intrafokalen Behandlung von Bursitis (SchleimbeutelentzĂŒndung), Periostitis erhalten Erwachsene und Kinder ĂŒber 14 Jahre (s. Abschnitt „Volon A 40 mg darf nicht angewendet werden“) je nach GrĂ¶ĂŸe und Lokalisation des zu behandelnden Gebietes bis 10 mg Triamcinolonacetonid fĂŒr kleinere und 10 - 40 mg Triamcinolonacetonid fĂŒr grĂ¶ĂŸere Gebiete. FĂŒr den unteren Dosisbereich wird das schwĂ€cher konzentrierte Volon A 10 mg-Kristallsuspension-Ampulle empfohlen.
    Volon A 40 wird fĂ€cherförmig in das Gebiet der grĂ¶ĂŸten Schmerzhaftigkeit verteilt. GrĂ¶ĂŸere Depots sind zu vermeiden.
  2. Bei der sublĂ€sionalen Unterspritzung dermatologischer Herde wird als Richtdosis 1 mg Triamcinolonacetonid pro cm2 HautlĂ€sion empfohlen. Bei Behandlung mehrerer Herde in einer Sitzung soll die Tagesdosis bei Erwachsenen 30 mg, bei Kindern (s. Abschnitt „Volon A 40 mg darf nicht angewendet werden“) 10 mg Triamcinolonacetonid nicht ĂŒbersteigen. FĂŒr den unteren Dosisbereich wird das schwĂ€cher konzentrierte Volon A 10 mg-Kristallsuspension-Ampulle empfohlen. Bei Keloiden kann Volon A 40 unverdĂŒnnt direkt in das Narbengewebe - nicht subkutan - gespritzt werden.

Kinder und Jugendliche

Zur lokalen Anwendung von Volon A 40 mg bei Kindern unter 14 Jahren bzw. zur intramuskulĂ€ren Anwendung bei Kindern unter 16 Jahren liegen keine ausreichenden Daten zum Beleg der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vor (s. Abschnitt „Volon A 40 mg darf nicht angewendet werden“). Allgemein gilt fĂŒr die Anwendung von Glucocorticoiden im Wachstumsalter eine sehr strenge Indikationsstellung.

Ältere Patienten

Bei Àlteren Patienten sollte die Anwendung nur unter besonderer Nutzen/Risiko- AbwÀgung erfolgen (Osteoporose-Risiko erhöht).

Patienten mit eingeschrÀnkter Leber- /Nierenfunktion:

Es gibt keine speziellen Dosierungsempfehlungen.

Dosierung bei SchilddrĂŒsenfunktionsstörungen:

Die metabolische Clearance von Nebennierenrindenhormonen ist bei Patienten mit einer SchilddrĂŒsenunterfunktion herabgesetzt und erhöht bei Patienten mit einer SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion. Eine verĂ€nderte SchilddrĂŒsenfunktion kann eine Anpassung der Dosierung des Corticoids erforderlich machen.

Die Behandlungsdauer ist abhĂ€ngig von Art und Schwere der Erkrankung und wird vom Arzt bestimmt. In der Regel reicht eine einmalige intraartikulĂ€re Injektion von Volon A 40 mg fĂŒr eine erfolgreiche Symptomlinderung aus. Die Behandlungsdauer reicht bei der intramuskulĂ€ren Behandlung von einer einmaligen Anwendung bei Pollenallergie bis zur Therapie ĂŒber mehrere Jahre, z.B. bei schwerem Asthma bronchiale. Bei der Lokaltherapie (intraartikulĂ€r, sublĂ€sional, intrafokal) sollte das PrĂ€parat abgesetzt und eine andere Therapie eingeleitet werden, wenn nach 3 – 5

Injektionen keine zufrieden stellende Reaktion erreicht wird. Bei wiederholter Anwendung mĂŒssen die unter Dosierung aufgefĂŒhrten Injektionsintervalle beachtet und gegebenenfalls verlĂ€ngert werden.

Infiltration: Volon A 40 mg wird in den Bereich des stÀrksten Schmerzes bzw. der SehnenansÀtze infiltriert. Vorsicht, keine intratendinöse Injektion! Injektionen in kurzen AbstÀnden vermeiden.

Wenn eine grĂ¶ĂŸere Menge von Volon A 40 mg angewendet wurde, als nötig

Akute Vergiftungen mit Volon A 40 mg sind nicht bekannt. Bei Überdosierungen ist mit verstĂ€rkten Nebenwirkungen (s. Abschnitt „4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) insbesondere mit Störungen im Hormonsystem, Stoffwechsel und Elektrolythaushalt zu rechnen. Ein Gegenmittel fĂŒr Volon A 40 mg ist nicht bekannt. Die möglicherweise auftretenden Glucocorticoid-Nebenwirkungen mĂŒssen entsprechend symptomatisch behandelt werden. Zur Vorbeugung von Magen-ZwölffingerdarmgeschwĂŒren sollte ein dafĂŒr geeignetes Arzneimittel verabreicht werden. Bei Diabetikern muss der Blutglukosespiegel ĂŒberwacht und die Dosis der Arzneimittel gegen die Zuckerkrankheit bei Bedarf erhöht werden. Bei erhöhter InfektgefĂ€hrdung kann eine Antibiotikatherapie erforderlich sein.

Wenn die Behandlung mit Volon A 40 mg abgebrochen wird

Bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch der Langzeitgabe ist an folgende Risiken zu denken: Exazerbation (Verschlimmerung) bzw. Rezidiv (das Wiederauftreten) der Grundkrankheit, akute NebennierenrindenschwÀche (insbesondere in Stresssituationen, z.B. wÀhrend Infektionen, nach UnfÀllen, bei verstÀrkter körperlicher Belastung), Cortison-Entzugssyndrom.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeiten zu Grunde gelegt:

Sehr hÀufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

HĂ€ufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

HĂ€ufigkeit auf Grund der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Gelegentlich können unabhĂ€ngig von der Art und HĂ€ufigkeit der Anwendung, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Rötung, BlĂ€schenbildung auf der Haut, Herz- Kreislauf-Reaktionen auftreten.

Bei wiederholter lokaler Anwendung kann es zu Striae (Hautstreifen), Hautatrophie (DĂŒnnerwerden der Haut), Teleangiektasien (Erweiterung der ganz kleinen GefĂ€ĂŸe in der Haut), Steroidakne, Miliaria (SchwitzblĂ€schen), Hypertrichose (ĂŒbermĂ€ĂŸige Behaarung), Follikulitis (EntzĂŒndung der Haarwurzeln), Pigmentverschiebung (Änderungen der Farbe der Haut) und perioraler Dermatitis (HautentzĂŒndung um den Mund) kommen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

BlutbildverĂ€nderungen (mĂ€ĂŸige Leukozytose, Lymphopenie, Eosinopenie, Polyglobulie).

Störungen des Hormonhaushaltes:

Regelstörungen (Ausbleiben und UnregelmĂ€ĂŸigkeiten der Menstruationsblutung), postmenopausale vaginale Blutung, vermehrte Sexual-, Körper- und Gesichtsbehaarung, Impotenz, Pseudo-Cushing-Syndrom (erkennbar am Auftreten von Vollmondgesicht, Stiernacken, MuskelschwĂ€che, blauroten Streifen auf der Haut, punktförmigen Hautblutungen), Wachstumsverzögerung in der Kindheit und Jugend, sekundĂ€re Nebennieren- und Hypophysenunempfindlichkeit, besonders in Zeiten von Stress (z.B. Trauma, Operation oder Krankheit), verringerte Kohlenhydrattoleranz, Zuckerkrankheit, Verminderung der Funktion bzw. VerkĂŒmmern der Nebennierenrinde, erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika bei Diabetikern, Gewichtszunahme. Negative Protein- und Calciumbalance. Gesteigerter Appetit.

Störungen des Elektrolythaushalts:

Verminderung der Wasserausscheidung, verminderte Natriumausscheidung, vermehrte Kaliumausscheidung (erkennbar an MuskelkrÀmpfen), Stauungsinsuffizienz bei empfindlichen Patienten, Hypertonie.

Neurologische Erkrankungen:

KrĂ€mpfe, Hirndrucksteigerung mit Stauungspapille, Kopfschmerzen, psychische Störungen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Auftreten einer bis dahin unerkannten Fallsucht (Epilepsie), Neuritis (NervenentzĂŒndung), ParĂ€sthesien (Missempfindung wie Kribbeln oder Taubheit).

Augenerkrankungen:

Grauer Star, GrĂŒner Star, Ansteigen des Augendrucks, Hervortreten der Augen, Hornhautperforation (Hornhautablösung), verschwommenes Sehen.

Unter systemischer Corticoid-Behandlung wird ĂŒber ein erhöhtes Risiko einer FlĂŒssigkeitsansammlung unter der Netzhaut mit Gefahr einer Netzhautablösung (zentralen, serösen Chorioretinopathie) berichtet.

Herzerkrankungen

Herzinsuffizienz (HerzschwĂ€che; Ă€ußert sich durch Kurzatmigkeit und/oder Schwellung der (Fuß-)Gelenke), Arrhythmien (unregelmĂ€ĂŸige HerztĂ€tigkeit).

Magen-Darmerkrankungen:

Magen-Darm-Beschwerden, Wiederaufleben oder Entstehung von Magen- und/oder Zwölffingerdarm-GeschwĂŒren (Magenbeschwerden, Schmerzen im Bauchraum), EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse, Trommelbauch, SpeiseröhrenentzĂŒndung mit GeschwĂŒrbildung. Alkoholismus begĂŒnstigt das Entstehen einer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung, DickdarmgeschwĂŒre das Entstehen eines Darmdurchbruches.

Hauterkrankungen:

verzögerte Wund- und Knochenheilung, dĂŒnne Haut, Petechien (punktförmige Blutungen), Ekchymosen (kleinflĂ€chige Hautblutungen), Erytheme (umschriebene Hautrötung) im Gesicht, verstĂ€rktes Schwitzen, Schwund von subkutanem Fettgewebe, blaurote Streifen der Haut, Akne, VerstĂ€rkung der Pigmentierung (Ă€rbung der Haut), allergische Dermatitis (HautentzĂŒndung), Nesselausschlag.

Skelett und Muskulatur:

MuskelschwĂ€che, Myopathien (Muskelerkrankungen), Verlust von Muskelmasse, Osteoporose (Schwund des Knochengewebes), WirbelsĂ€ulenbrĂŒche, Absterben von Knochengewebe, Sehnenriss, pathologische BrĂŒche langer Knochen.

GefĂ€ĂŸerkrankungen:

Nekrotisierende Angiitis (bestimmte Form der GefĂ€ĂŸentzĂŒndung), Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos (Risikos fĂŒr GefĂ€ĂŸverstopfung), wenn gleichzeitig chronischer Rheumatismus besteht: Vaskulitis (GefĂ€ĂŸentzĂŒndung),

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

anaphylaktische Reaktionen (lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen), HitzegefĂŒhl besonders nach intraartikulĂ€rer Injektion.

Infektionen:

Entstehung bzw. des Wiederauflebens von Pilz-, Virus- und anderen Infektionen, Herabsetzung der AbwehrkrÀfte des Körpers gegen Ansteckungen verschiedenster Art.

UnerwĂŒnschte Glucocorticoidwirkungen wie Ödembildung (Wassereinlagerung im Gewebe) und Bluthochdruck treten nach Triamcinolonacetonid-Verabreichung im Allgemeinen nicht auf. Eine Ă€rztliche Überwachung ist jedoch angezeigt.

Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen durch Benzylalkohol auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 WIEN, Fax: +43 (0) 50 555 36207, Website: http://www.basg.gv.at/ anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Das Arzneimittel darf nach dem auf dem BehÀltnis und dem Umkarton nach «Verwendbar bis» angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht einfrieren. Die Spritzampulle im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen Volon A 40 mg nicht verwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Verklumpung der Kristallsuspension (nicht mehr komplett aufschĂŒttelbar).

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Weitere Informationen

Was Volon A 40 mg enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist Triamcinolonacetonid.
    1 ml Kristallsuspension enthÀlt 40 mg Triamcinolonacetonid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Benzylalkohol (9,9 mg in 1 ml), Natriumcarboxy- methylcellulose, Polysorbat 80, Natriumchlorid, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

Wie Volon A 40 mg aussieht und Inhalt der Packung

Volon A 40 mg ist in Packungen zu 1x1 ml weißer bis cremefarbiger Kristallsuspension (Injektionssuspension) in Spritzampullen aus farblosem Glas erhĂ€ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Dermapharm GmbH

Kleeblattgasse 4/13 1010 Wien

E-Mail: office@dermapharm.at

Hersteller

mibe GmbH Arzneimittel

MĂŒnchener Straße 15 06796 Brehna Deutschland

Z.Nr. 16.439

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im MĂ€rz 2022.

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Wirkstoff(e) Triamcinolon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Dermapharm GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.03.1979
ATC Code H02AB08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

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