Wirkstoff(e) Venlafaxin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Viatris Pharma GmbH
Suchtgift Nein
ATC Code N06AX16
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Viatris Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Venlafaxin ER Sandoz¬ģ Venlafaxin Sandoz Pharmaceuticals AG
Venlafaxin retard Zentiva¬ģ Venlafaxin Helvepharm AG
Venlafaxin-Teva¬ģ Tabletten/- ER Retardkapseln Venlafaxin TEVA PHARMA
Venlafaxin Actavis Venlafaxin Actavis
Venlafaxin Viatris ER Venlafaxin Viatris Pharma GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Efexor ER ist ein Antidepressivum, welches zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) bezeichnet wird. Der enthaltene Wirkstoff ist Venlafaxin.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bei bekannter √úberempfindlichkeit gegen einen der in Efexor ER enthaltenen Stoffe oder bei gleichzeitiger Einnahme von sogenannten MAO-Hemmern, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Bevor Sie Efexor¬ģ ER zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die √ľbliche empfohlene Tagesdosis zur Behandlung der Depression betr√§gt 1 Efexor ER Kapsel zu 75 mg einmal t√§glich. Falls erforderlich, kann bei Depression die Dosis vom Arzt bzw. von der √Ąrztin schrittweise erh√∂ht werden, bis die gew√ľnschte Wirkung eintritt.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Trocken und bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Efexor ER ist ein Antidepressivum, welches zu einer Gruppe von Arzneimitteln geh√∂rt, die als Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) bezeichnet wird. Efexor ER enth√§lt den Wirkstoff Venlafaxin, der die Funktion gewisser k√∂rpereigener √úbertr√§gerstoffe im Gehirn (v.a. Noradrenalin und Serotonin) beeinflusst und dadurch zu einer stimmungsaufhellenden Wirkung bei Depression und anderen Leiden wie Angstzust√§nden f√ľhrt.

Efexor ER Kapseln sind f√ľr eine einmal t√§gliche Einnahme bestimmt. ER steht f√ľr ‚Äěextended release‚Äú, was eine verl√§ngerte Wirkstofffreigabe bedeutet.

Efexor ER wird nur auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin bei Erwachsenen zur Behandlung von Verstimmungszust√§nden verschiedenen Schweregrades und verschiedener Ursache eingesetzt. Efexor ER ist auch f√ľr die Behandlung von generalisierten Angstst√∂rungen, sozialer Angstst√∂rung (krankhafte Angst vor gesellschaftlichen Situationen) und Panikst√∂rungen angezeigt. Efexor ER kann auch das Wiederauftreten depressiver Symptome sowie neuer Episoden verhindern. Die Behandlung mit Efexor ER ist auch f√ľr √§ltere Patienten bzw. Patientinnen geeignet.

Die Verstimmungszust√§nde √§ussern sich durch Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Freudlosigkeit, Ersch√∂pfung, Wertlosigkeits- und Schuldgef√ľhle, verlangsamtes Denken, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafst√∂rungen, Krankheitsgef√ľhl, Interesselosigkeit f√ľr allt√§gliche T√§tigkeiten, Erregung und/oder Angst. Eine angemessene Behandlung der Depression oder Angsterkrankung ist wichtig, um Ihnen dabei zu helfen, sich davon zu erholen. Wenn sie nicht behandelt werden, kann Ihr Leiden anhalten, es kann ernster werden und schwieriger zu behandeln sein.

Die Wirkung von Efexor ER tritt in der Regel zwischen 1 und 4 Wochen ein.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann darf Efexor ER nicht angewendet werden?

Bei bekannter √úberempfindlichkeit gegen einen der in Efexor ER enthaltenen Stoffe.

Efexor ER soll weder zusammen, noch innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Absetzen von sogenannten MAO-Hemmern (werden u.a. zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Krankheit eingesetzt) eingenommen werden, da diese Kombination zu schweren Nebenwirkungen f√ľhren kann. Zwischen dem Absetzen von Efexor ER und dem Beginn einer Therapie mit einem MAO-Hemmer sollten mindestens 7 Tage verstreichen. Ein Therapiewechsel darf nur unter sorgf√§ltiger √§rztlicher Kontrolle erfolgen.

Efexor ER darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Efexor ER Vorsicht geboten?

Einnahme von Efexor ER mit anderen Arzneimitteln/Serotonin-Syndrom

Eine lebensbedrohliche Situation, das sogenannte Serotonin-Syndrom (ernsthafte Ver√§nderungen der Funktionen im Gehirn, in den Muskeln und im Verdauungstrakt durch hohe Serotoninwerte im K√∂rper) kann unter der Behandlung mit Venlafaxin auftreten, insbesondere wenn es gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, welche den Serotoninhaushalt beeinflussen. Das sind Arzneimittel zur Behandlung der Migr√§ne, die sogenannten Triptane, Arzneimittel gegen Depressionen wie selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs), Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) und trizyklische Antidepressiva, Amphetamine, Methylphenidat (Arzneimittel zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit√§tsst√∂rung (ADHS)), Lithium, die Schmerzmittel Tramadol, Fentanyl und Tapentadol, Dextromethorphan (Hustenstiller), Methadon, Johanniskraut-Pr√§parate (Naturheilmittel gegen leichte Depressionen), MAO-Hemmer (inkl. dem Antibiotikum Linezolid und Methylenblau) und Tryptophan-Supplementa (bei Schlafbeschwerden und Depression). Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder beabsichtigen diese einzunehmen, inklusive pflanzliche Stoffe oder Nahrungserg√§nzungsmittel.

Das Serotonin-Syndrom kann sich durch eine Kombination einiger der folgenden Symptome bemerkbar machen: √ľberm√§ssige Reflexe, Zittern, Bewusstseinsverlust, Muskelkr√§mpfe, Unruhe, Angst, Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Delirium und Koma, schneller Puls, rasche Ver√§nderungen des Blutdruckes, erh√∂hte K√∂rpertemperatur, √úbelkeit, Erbrechen und Durchfall. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin unverz√ľglich, falls solche Symptome auftreten.

Bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel mit Efexor ER ist ebenfalls Vorsicht geboten und Sie m√ľssen Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die folgende Wirkstoffe enthalten: Ketoconazol (Pilzinfektionen), Haloperidol, Risperidon und Clozapin (sogenannte Neuroleptika bei psychiatrischen Erkrankungen), Metoprolol (Bluthochdruck und Herzbeschwerden), Cimetidin (Magen√ľbers√§uerung), Arzneimittel wie Beruhigungsmittel und Arzneimittel gegen Depressionen. Da es zu Wechselwirkungen kommen kann wird Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin falls n√∂tig die Dosis entsprechend anpassen.

Efexor ER sollte nicht zusammen mit Appetitz√ľglern eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie Arzneimittel gegen Aids einnehmen.

Efexor ER soll weder gleichzeitig noch innerhalb der ersten Monate nach dem Absetzen von Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen, die den Wirkstoff Amiodaron enthalten, eingenommen werden.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression oder Angststörung

Wenn Sie depressiv sind und/oder unter Angstst√∂rungen leiden, k√∂nnen Sie manchmal Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken k√∂nnen bei erstmaliger Anwendung von Antidepressiva verst√§rkt sein, denn diese Arzneimittel ben√∂tigen einige Zeit (2 Wochen oder mehr) bis sie wirken. Das Auftreten solcher Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie schon fr√ľher solche Gedanken hatten, oder wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass junge Erwachsene unter 25 Jahren ein erh√∂htes Risiko f√ľr suizidale Verhaltensweisen haben k√∂nnen, wenn sie Antidepressiva einnehmen. Bei einer Verschlechterung der Symptome der Depression sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin sofort kontaktieren.

Aggressionen und manische Episoden

Sie m√ľssen Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin informieren, wenn Sie fr√ľher unter aggressivem Verhalten gelitten haben, wenn Ihre Vorgeschichte manische Episoden (Gef√ľhl √ľbererregt oder euphorisch zu sein) bzw. eine bipolare St√∂rung (abwechselnd depressiv und manisch) aufweist oder wenn jemand in Ihrer Familie daran gelitten hat.

Krampfanfälle

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls Sie an Krampfanf√§llen (Epilepsie) leiden. Sollten unter der Behandlung mit Efexor ER Krampfanf√§lle auftreten, m√ľssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin sofort informieren und Efexor ER absetzen.

Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten und Patientinnen, die an Nieren- und Leberfunktionsst√∂rungen leiden, ist die Therapie vom Arzt bzw. der √Ąrztin zu √ľberwachen und die Dosis gegebenenfalls entsprechend seinen/ihren Anweisungen zu reduzieren. Dialysepflichtige Patienten bzw. Patientinnen erhalten eine um 50% reduzierte Dosis.

Herz-Kreislauferkrankungen

Efexor ER sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten und Patientinnen mit Herzerkrankungen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie bekanntermassen an einer Herzerkrankung oder unregelm√§ssigem oder verlangsamtem Herzschlag (Herzrhythmusst√∂rungen) leiden, k√ľrzlich einen Herzinfarkt hatten oder eine Auff√§lligkeit im Elektrokardiogramm (EKG) haben, die ¬ęVerl√§ngerung der QT-Zeit¬Ľ genannt wird.

Es kann eine dosisabh√§ngige Blutdruckerh√∂hung auftreten. Daher ist eine regelm√§ssige Blutdruckkontrolle angezeigt. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls Sie an Bluthochdruck leiden.

Mundtrockenheit

√úber Mundtrockenheit wird bei √ľber 10% der mit Venlafaxin behandelten Patienten und Patientinnen berichtet. Dies kann das Risiko f√ľr Karies erh√∂hen. Daher sollten Sie besonders auf Ihre Zahnhygiene achten.

Blutungen

Bei entsprechend veranlagten Patienten bzw. Patientinnen k√∂nnen w√§hrend der Behandlung mit Efexor ER vermehrt Haut- oder Schleimhautblutungen auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls bei Ihnen die Neigung besteht, blaue Flecken zu entwickeln oder leicht zu bluten (fr√ľhere Blutgerinnungsst√∂rungen), oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko erh√∂hen k√∂nnen.

Cholesterinspiegel

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls Sie an erh√∂hten Cholesterinwerten leiden.

Glaukom (gr√ľner Star)

Bei Patienten bzw. Patientinnen, die an einem Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) leiden, ist Efexor ER vorsichtig anzuwenden.

Wasser- und Mineralienhaushalt

Ebenfalls mit Vorsicht soll Efexor ER bei Patienten bzw. Patientinnen mit ungen√ľgender Fl√ľssigkeitszufuhr oder vermehrtem Wasserverlust (Urin, Schwitzen), einschliesslich √§lterer Patienten bzw. Patientinnen und Patienten bzw. Patientinnen unter Diuretikatherapie (Mittel zur Erh√∂hung der Wasserausscheidung) eingesetzt werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls Sie in der Vergangenheit niedrige Natrium-Blutwerte (Hyponatri√§mie) hatten.

Hypersensibilität/Allergie

Beim Auftreten einer allergischen Reaktion, wie z.B. Ausschlag oder Nesselfieber, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Unruhe/unwillk√ľrliche Bewegungen

Efexor ER kann das Gef√ľhl der Ruhelosigkeit oder einer Unf√§higkeit, still zu sitzen oder zu stehen, hervorrufen. Sie sollten es Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mitteilen, wenn dies bei Ihnen zutrifft.

Alkohol

Sie sollten Alkohol meiden, während Sie Efexor ER einnehmen.

Absetzreaktionen bei Beendigung der Behandlung

Die Behandlung mit Efexor ER soll wegen m√∂glicher unerw√ľnschter Wirkungen nicht abrupt abgesetzt werden. Es wurden folgende Absetzsymptome beobachtet: Angstgef√ľhle oder Erregtheit, Kopfschmerzen, Grippe-√§hnliche Symptome, Schlafst√∂rungen (einschliesslich Schlaflosigkeit und intensiver Tr√§ume), √úbelkeit, Erbrechen, Empfindungsst√∂rungen (einschliesslich Par√§sthesien [Missempfinden, z.B. Kribbeln oder taubes, schmerzhaft brennendes Gef√ľhl]), Schwindelgef√ľhl und Zittern. Die Mehrzahl der Entzugssymptome sind nicht schwerwiegend und klingen spontan ab.

Laboruntersuchungen

Efexor ER kann gewisse Laboruntersuchungen zum Nachweis anderer Arzneimittel oder Drogen st√∂ren. Wenn Sie sich einem Labortest unterziehen m√ľssen, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin bzw. das Spital, dass Sie Efexor ER einnehmen.

Reaktionsf√§higkeit/Fahrt√ľchtigkeit

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen! Individuelle Reaktionen zu Beginn der Behandlung und deren Bedeutung beim Bedienen von Maschinen und beim F√ľhren von Fahrzeugen sollten von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer √Ąrztin beurteilt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden oder fr√ľher gelitten haben, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen bzw. √§usserlich anwenden!

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Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und Behandlungsdauer wird von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin individuell f√ľr Sie angepasst.

Die √ľbliche empfohlene Tagesdosis zur Behandlung der Depression betr√§gt 1 Efexor ER Kapsel zu 75 mg einmal t√§glich. Falls erforderlich, kann bei Depression die Dosis vom Arzt bzw. von der √Ąrztin schrittweise erh√∂ht werden, bis die gew√ľnschte Wirkung eintritt, um dann wieder bis zur √ľblichen Dosierung reduziert zu werden. Aus diesem Grund kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihnen st√§rkere Kapseln verschreiben oder die pro Tag verordnete Anzahl Kapseln erh√∂hen. Die maximale Tagesdosis betr√§gt 375 mg.

Die √ľbliche empfohlene Tagesdosis zur Behandlung der generalisierten Angstst√∂rung und der sozialen Angstst√∂rung betr√§gt 75 mg.

Die Behandlung bei Panikst√∂rungen beginnt √ľblicherweise mit der Einnahme von 1 Kapsel Efexor ER 37.5 mg pro Tag w√§hrend den ersten 7 Tagen und danach sollte die Dosis auf einmal t√§glich 75 mg erh√∂ht werden.

Die maximale Dosis beträgt bei generalisierter Angststörung, sozialer Angststörung und Panikstörung 225 mg täglich.

Die Einnahme sollte vorzugsweise w√§hrend einer Mahlzeit erfolgen. Die Kapseln m√ľssen ganz und unzerkaut mit Fl√ľssigkeit geschluckt werden. Die Kapseln d√ľrfen nicht geteilt, zerdr√ľckt, zerkaut oder aufgel√∂st werden.

Efexor ER Kapseln sollten 1-mal täglich jeweils ungefähr zur gleichen Tageszeit, entweder morgens oder abends, eingenommen werden.

Wenn Sie eine gr√∂ssere Menge Efexor ER eingenommen haben als Sie sollten, konsultieren Sie umgehend Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin. Die Symptome einer eventuellen √úberdosierung k√∂nnen einen raschen Herzschlag, √Ąnderungen des Wachheitsgrades (von Schl√§frigkeit bis Koma reichend), verschwommenes Sehen, Kr√§mpfe oder Anfall und Erbrechen einschliessen.

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis von Efexor ER vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Ihnen dies auff√§llt. Wenn aber bereits die Einnahme der n√§chsten Dosis f√§llig ist, √ľberspringen Sie die vers√§umte Dosis und nehmen nur eine einzelne Dosis wie √ľblich ein.

Beenden Sie nicht abrupt die Behandlung oder reduzieren Sie nicht die Dosis, ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin gehalten zu haben, selbst wenn Sie sich besser f√ľhlen. Eine Reduktion der Dosis oder m√∂gliche Beendigung der Behandlung sollte stufenweise und langsam und in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin erfolgen. Es ist bekannt, dass Nebenwirkungen auftreten, wenn die Einnahme von Efexor ER beendet wird, vor allem wenn Efexor ER pl√∂tzlich abgesetzt oder die Dosis zu schnell reduziert wird. Es k√∂nnen folgende Beschwerden auftreten: Angstgef√ľhle oder Erregtheit, Kopfschmerzen, Grippe-√§hnliche Symptome, Schlafst√∂rungen (einschliesslich Schlaflosigkeit und intensiver Tr√§ume), √úbelkeit, Erbrechen, Empfindungsst√∂rungen (einschliesslich Par√§sthesien [Missempfindungen, z.B. Kribbeln oder taubes, schmerzhaft brennendes Gef√ľhl]), Schwindelgef√ľhl und Zittern.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Seien Sie unbesorgt, falls Sie kleine weisse K√∂rnchen oder K√ľgelchen nach Einnahme von Efexor ER in Ihrem Stuhl erblicken. In den Efexor ER Kapseln befinden sich Sph√§roide (kleine weisse K√ľgelchen), die den Wirkstoff enthalten und diesen w√§hrend der Magen-Darm-Passage abgeben. Das Sph√§roid-Ger√ľst bleibt ungel√∂st zur√ľck und wird mit dem Stuhl ausgeschieden.

Unerw√ľnschte Wirkungen treten eher zu Beginn der Behandlung oder bei Einnahme hoher Dosen auf. Im Allgemeinen nehmen die Symptome im weiteren Verlauf der Behandlung an Intensit√§t und H√§ufigkeit wieder ab.

Allergische Reaktionen

Bei Auftreten der folgenden Nebenwirkungen brechen Sie die Behandlung unverz√ľglich ab und kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin bzw. suchen Sie die Notfallstation des n√§chstgelegenen Spitals auf: Engegef√ľhl in der Brust; pfeifendes Atmen, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Anschwellen des Gesichts, des Rachens, der H√§nde oder F√ľsse; Nervosit√§t oder Angst; Schwindelgef√ľhl; pochende Empfindung; pl√∂tzliches Err√∂ten der H√§nde und/oder W√§rmegef√ľhl; starker Ausschlag; Jucken oder Nesselsucht.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bei sich bemerken, benötigen Sie möglicherweise dringend ärztliche Hilfe:

  • Herzbeschwerden (beschleunigte oder unregelm√§ssige Herzfrequenz, erh√∂hter Blutdruck)
  • Keuchendes Atmen, Kurzatmigkeit und erh√∂hte Temperatur, Atemnot, Schmerzen im Brustraum
  • Beschwerden der Augen (verschwommenes Sehen, geweitete Pupillen)
  • Beschwerden des Nervensystems (Schwindelgef√ľhl, Kribbeln, Bewegungsst√∂rungen, Kr√§mpfe oder Anfall)
  • Psychiatrische Beschwerden wie Hyperaktivit√§t und Euphorie

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Efexor ER auftreten:

Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 behandelten Patienten oder Patientinnen):

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgef√ľhl, Benommenheit, √úbelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, starkes Schwitzen.

Häufig (bei weniger als 1 von 10 behandelten Patienten oder Patientinnen):

Verminderter Appetit, Nervosit√§t, ungew√∂hnliche Tr√§ume, Libidoabnahme, Angstgef√ľhle, Unruhe, Gef√ľhl der Ruhelosigkeit oder Unf√§higkeit, still zu sitzen oder zu stehen (Akathisie), fehlender Orgasmus, Par√§sthesien (Missempfinden, z.B. Kribbeln oder taubes, schmerzhaft brennendes Gef√ľhl), Zittern, Geschmacksver√§nderungen, Sehst√∂rungen inkl. St√∂rung der Sehsch√§rfeanpassung (Akkommodationsst√∂rung), Pupillenerweiterung (Mydriasis), Ohrger√§usche (Tinnitus), Herzrasen, Herzklopfen, erh√∂hter Blutdruck, Hitzewallungen, Atemnot, G√§hnen, Durchfall, Erbrechen, Ausschlag, Juckreiz, Nachtschweiss, erh√∂hte Muskelspannung, Harnverhaltung, Probleme beim Wasserl√∂sen, vermehrtes Harnlassen, Ejakulationsst√∂rungen, Erektionsst√∂rung, Erm√ľdung, Schw√§che, Kraftlosigkeit, Sch√ľttelfrost, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme.

Gelegentlich (bei weniger als 1 von 100 behandelten Patienten oder Patientinnen):

Kleinfl√§chige Hautblutungen, Verwirrtheit, Erregung, Gef√ľhl, √ľbererregt oder euphorisch zu sein, Teilnahmslosigkeit, Halluzinationen, ver√§nderte Selbstwahrnehmung, Orgasmusst√∂rung, n√§chtliches Z√§hneknirschen, Suizidverhalten und Gedanken, sich das Leben zu nehmen, Aggression, kurzdauernder Bewusstseinsverlust (Synkope), Muskelzuckungen (Myoklonie), beeintr√§chtigte Koordination und Balance, St√∂rungen des Bewegungsablaufes (Dyskinesie), Blutdruckabfall bei Lagewechsel, niedriger Blutdruck, Blutungen im Magen-Darmtrakt, Leberwertver√§nderungen, Nesselsucht, Haarausfall, Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Harninkontinenz, St√∂rungen der Regelblutung (Zwischenblutungen, verst√§rkte Blutungen), erh√∂hte Cholesterinwerte, Knochenbr√ľche.

Selten (bei weniger als 1 von 1000 behandelten Patienten oder Patientinnen):

St√∂rung der Blutbildung, Schwellungen der Haut oder Schleimh√§ute, √úberempfindlichkeitsreaktionen, St√∂rungen des Fl√ľssigkeits- und Salzhaushaltes, akute Verwirrtheit, Krampfanf√§lle, unwillk√ľrliche Muskelkontraktionen oder unkontrollierte Muskelbewegungen (Dystonien), Engwinkelglaukom, Herzrhythmusst√∂rungen (inklusive Torsade de Pointes, die in lebensbedrohliche Herzrhythmusst√∂rung √ľbergehen k√∂nnen),Tako-Tsubo-Kardiomyopathie (eine durch Stress ausgel√∂ste, akute Herzmuskelerkrankung, die √§hnliche Symptome wie ein Herzinfarkt verursachen kann, zum Beispiel Atemnot oder Schmerzen im Brustraum), Entz√ľndung des Bindegewebes der Lunge (interstitielle Lungenerkrankung die sich haupts√§chlich durch Atemnot bemerkbar macht), keuchendes Atmen, Kurzatmigkeit und erh√∂hte Temperatur, √§hnlich wie bei einer Lungenentz√ľndung (pulmonale Eosinophilie), Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, Leberfunktionsst√∂rungen, Leberversagen, Gelbsucht, Leberentz√ľndung, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), entz√ľndliche Erkrankung der Haut oder Schleimhaut, Aufl√∂sung quergestreifter Muskelfasern.

Es kann ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom verursacht werden, welches sich vor allem durch Fieber, unregelm√§ssigen Puls, Bewusstseinsst√∂rungen und Muskelsteifheit √§ussert. Eine weitere Nebenwirkung (sogenanntes Serotoninsyndrom), welche besonders bei Kombination mit gewissen anderen zentralwirksamen Arzneimitteln auftreten kann, √§ussert sich durch Bewusstseinstr√ľbung, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen und Fieber. In beiden F√§llen sollten Sie das Arzneimittel nicht weiter einnehmen und sofort Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin informieren.

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10000 behandelten Patienten oder Patientinnen):

Krankhafte Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Schleimhautblutungen, erhöhte Prolaktinwerte im Blut, Bewegungsstörungen, häufig im Gesichtsbereich (Spätdyskinesie), verlängerte Blutungszeit.

H√§ufigkeit nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Selbstverletzungen.

Es wurde ein erh√∂htes Risiko von Knochenbr√ľchen bei Patienten und Patientinnen im Alter √ľber 50 Jahren, welche diese Art von Arzneimittel einnehmen, beobachtet.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin, wenn Sie glauben, dass eine der beschriebenen Nebenwirkungen bei Ihnen aufgetreten ist.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Trocken und bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Efexor ER darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Efexor ER enthalten?

Efexor ER: 1 Kapsel mit verlängerter Wirkstofffreigabe enthält 37.5 mg, 75 mg oder 150 mg Venlafaxin als Wirkstoff.

Hilfsstoffe: Mikrokristalline Cellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Ethylcellulose, Talk. Kapselh√ľlle: Gelatine, rotes Eisenoxid (E172), gelbes Eisenoxid (E172), Titandioxid (E171). Efexor ER 37.5 mg Kapselh√ľllen enthalten zus√§tzlich schwarzes Eisenoxid (E172).

Zulassungsnummer

54168 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Efexor ER? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Efexor ER Kapseln zu 37.5 mg: Packung zu 7 und 28 Kapseln.

Efexor ER Kapseln zu 75 mg oder 150 mg: Packungen zu 14, 28 und 98 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Z√ľrich.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2019 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Venlafaxin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Viatris Pharma GmbH
Suchtgift Nein
ATC Code N06AX16
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden