Wirkstoff(e) Morphin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Lipomed AG
Suchtgift Nein
ATC Code N02AA01
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Lipomed AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Oramorph¬ģ Morphin Norgine
M-retard Zentiva¬ģ Morphin Morphinhydrochlorid Helvepharm AG
SEVRE-LONG¬ģ Morphin Morphinsulfat-Pentahydrat Mundipharma Medical Company
SEVREDOL¬ģ Morphin Mundipharma Medical Company
MST¬ģ Continus¬ģ Morphin Mundipharma Medical Company

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Kapanol ist ein Arzneimittel zur Behandlung mittelstarker bis starker, andauernder Schmerzen. Es wird ausserdem zur Substitutionsbehandlung bei Opioidabhängigkeit im Rahmen einer medizinischen und psychosozialen Betreuung eingesetzt. Es enthält als Wirkstoff Morphin.

Kapanol darf ausschliesslich auf Verschreibung und unter Kontrolle des Arztes oder der √Ąrztin verwendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann darf Kapanol nicht angewendet werden?

Kapanol darf nicht eingenommen werden bei √úberempfindlichkeit gegen√ľber Morphin oder einem anderen Bestandteil des Pr√§parates, bei Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, schweren Atemwegserkrankungen, gest√∂rter Magendarmfunktion, insbesondere L√§hmung der Darmt√§tigkeit (paralytischer Ileus), akuten Bauchschmerzen, Gallenwegserkrankungen, akuten Lebererkrankungen, Vergr√∂sserung der Prostata mit damit verbundenen Schwierigkeiten beim Wasserlassen, niedrigem Blutdruck in Verbindung mit einem verringerten Blutvolumen, bei einem Tumor der Nebennierenrinde, bei Schockzust√§nden und schweren Kopfverletzungen mit erh√∂htem Hirndruck.

Kapanol darf nicht gleichzeitig mit sogenannten Monoaminooxidase-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) eingenommen werden. Mit der Einnahme von Kapanol darf erst 2 Wochen nach Absetzen des Monoaminooxidase-Hemmers begonnen werden.

Wann ist bei der Einnahme von Kapanol Vorsicht geboten?

Kapanol ist f√ľr die orale Einnahme bestimmt. Die Kapseln d√ľrfen weder aufgel√∂st und injiziert noch inhaliert werden, da dies zu einer sofortigen Freisetzung von Morphin und einer potenziell t√∂dlichen √úberdosierung bzw. zu schweren lokalen Reaktionen f√ľhren kann.

Um die Retardierung nicht zu beeintr√§chtigen, darf der Inhalt der Kapseln nicht zerkaut oder zerrieben werden. Die Anwendung eines zerkauten oder zerriebenen Kapselinhaltes f√ľhrt zu einer schnellen Freisetzung und einer potenziell t√∂dlichen √úberdosierung.

Falls Sie operiert werden m√ľssen, teilen Sie bitte Ihrem Arzt bzw. lhrer √Ąrztin mit, dass Sie Kapanol einnehmen. Bei √§lteren und geschw√§chten Patienten, Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen sowie verz√∂gerter Magen-Darm-Passage und Patienten mit Schilddr√ľsen- und Nebennierenfunktionsst√∂rungen muss Kapanol vorsichtig dosiert werden. Vorsicht ist ausserdem geboten bei Harnr√∂hrenverengung, schockartigen Zust√§nden und psychischen Erkrankungen, schwerer Wirbels√§ulenverkr√ľmmung sowie bei Sichelzellkrankheit (akutes Thorax-Syndrom). Morphin kann auch zu akuten Schwierigkeiten beim Wasserlassen f√ľhren, speziell bei M√§nnern mit einer gutartigen Prostatavergr√∂sserung.

Bitte sprechen Sie mit lhrem Arzt bzw. lhrer √Ąrztin oder lhrem Apotheker bzw. lhrer Apothekerin oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn w√§hrend der Einnahme von Kapanol folgende Symptome bei Ihnen auftreten:

‚ÄĘ√ľberm√§ssige Benommenheit (begleitet von Schwanken und Verwirrtheit) oder l√§nger als einige Tage dauernde d√§mpfende Wirkung/Benommenheit. Ihr Arzt bzw. lhre √Ąrztin wird entscheiden, ob lhre Dosis ge√§ndert werden muss.

‚ÄĘSchw√§che, Ersch√∂pfung, Schwindelgef√ľhl, Appetitlosigkeit, √úbelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck. Dies kann ein Symptom einer zu geringen Produktion des Hormons Kortisol in den Nebennieren sein, und m√∂glicherweise m√ľssen Sie ein Hormonerg√§nzungsmittel einnehmen.

‚ÄĘvermindertes sexuelles Verlangen, Erektionsst√∂rungen, Ausbleiben der monatlichen Regelblutung. Dies kann auf eine verminderte Produktion von Sexualhormonen zur√ľckzuf√ľhren sein. Die Fortpflanzungsf√§higkeit kann durch Kapanol beeintr√§chtigt werden.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Kapanol enth√§lt einen Wirkstoff, der zur Gruppe der Opioide geh√∂rt. Opioide k√∂nnen schlafbezogene Atmungsst√∂rungen wie zum Beispiel zentrale Schlafapnoe (flache Atmung beziehungsweise Aussetzen der Atmung im Schlaf) und schlafbezogene Hypox√§mie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen. Das Risiko des Auftretens einer zentralen Schlafapnoe h√§ngt von der Opioid-Dosis ab. Wenn bei Ihnen eine zentrale Schlafapnoe auftritt, zieht Ihr Arzt bzw. lhre √Ąrztin m√∂glicherweise die Reduzierung lhrer Opioid-Gesamtdosis in Betracht.

Einnahme von Kapanol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie lhren Arzt bzw. lhre √Ąrztin oder lhren Apotheker bzw. lhre Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie eines der nachstehend genannten Arzneimittel bzw. Arzneimittel gegen die folgenden Beschwerden und Erkrankungen einnehmen:

‚ÄĘCimetidin (gegen √ľberm√§ssige Magens√§uresekretion) kann die Wirkung von Kapanol verst√§rken.

‚ÄĘDie Wirkung von Diuretika (Arzneimittel gegen Bluthochdruck) kann durch Kapanol reduziert werden.

‚ÄĘDie Wirkung von Muskelrelaxantien kann durch Kapanol verst√§rkt werden.

‚ÄĘRifampicin, z.B. zur Behandlung von Tuberkulose, kann die Wirkung von Kapanol herabsetzen.

‚ÄĘJohanniskraut kann m√∂glicherweise die Wirkung von Kapanol herabsetzen, respektive nach Absetzen die Wirkung von Kapanol erh√∂hen.

‚ÄĘDie Wirkung einiger Arzneimittel zur Behandlung von Blutgerinnseln (z.B. Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor) kann bei gleichzeitiger Einnahme mit Opium verz√∂gert und vermindert sein.

‚ÄĘDie gleichzeitige Anwendung von Kapanol und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erh√∂ht das Risiko f√ľr Benommenheit, Beeintr√§chtigung der Atmung (Atemdepression) und Bewusstlosigkeit und kann mitunter lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur dann in Erw√§gung gezogen werden, wenn andere Behandlungsm√∂glichkeiten nicht infrage kommen. Wenn Ihr Arzt bzw. lhre √Ąrztin dennoch Kapanol zusammen mit Beruhigungsmitteln verschreibt, sollte er die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Behandlung beschr√§nken. Bitte informieren Sie lhren Arzt bzw. lhre √Ąrztin √ľber alle Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie genau die Dosisempfehlungen lhres Arztes bzw. lhrer √Ąrztin. Es kann hilfreich sein, Freunde oder Verwandte auf die vorstehend genannten Anzeichen und Symptome achten zu lassen. Wenden Sie sich an lhren Arzt bzw. lhre √Ąrztin, wenn derartige Symptome bei Ihnen auftreten.

Kapanol Retardkapseln d√ľrfen nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Kapanol kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen! Insbesondere bei Auftreten von M√ľdigkeit und Schwindel muss auf diese T√§tigkeiten verzichtet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie in der Vergangenheit √ľberempfindlich auf morphin√§hnliche Substanzen reagiert haben.

Die Anwendung von Kapanol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Schmerzbehandlung

Bei l√§ngerfristiger Anwendung von Kapanol kann es zu einer Gew√∂hnung kommen. Das bedeutet, dass Sie m√∂glicherweise f√ľr die erw√ľnschte schmerzlindernde Wirkung eine h√∂here Dosis ben√∂tigen.

Ausserdem kann eine erh√∂hte Schmerzempfindlichkeit auftreten, trotz der Tatsache, dass Sie h√∂here Dosen einnehmen (Hyperalgesie). Ihr Arzt bzw. lhre √Ąrztin wird entscheiden, ob lhre Dosis ge√§ndert oder das starke Analgetikum (¬ęSchmerzmittel¬Ľ) umgestellt werden muss.

Stark wirksame Schmerzmittel, die als Inhaltsstoff Morphin oder eine morphin√§hnliche Substanz enthalten, k√∂nnen bei nicht vorschriftsm√§ssiger oder missbr√§uchlicher Einnahme eine Abh√§ngigkeit erzeugen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Kapanol nur auf Verschreibung Ihres Arztes oder Ihrer √Ąrztin und genau nach seinen resp. ihren Anweisungen regelm√§ssig einnehmen. Auch beim Absetzen der Therapie sind die Anweisungen des Arztes oder der √Ąrztin sorgf√§ltig zu beachten (z.B. stufenweises Absetzen).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie in der Vergangenheit drogen- oder alkoholabh√§ngig waren. Er/sie wird dann entscheiden, ob die Einnahme von Kapanol zur Schmerzbehandlung f√ľr Sie geeignet ist. Geben Sie ebenfalls Bescheid, wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass Sie abh√§ngig von Kapanol werden, w√§hrend Sie es anwenden. In diesem Fall kann es zum Beispiel sein, dass Sie begonnen haben, viel dar√ľber nachzudenken, wann Sie die n√§chste Dosis einnehmen k√∂nnen, selbst wenn Sie sie nicht zur Linderung der Schmerzen ben√∂tigen.

Da zu wenige Erfahrungen vorliegen, darf Kapanol bei Kindern unter 12 Jahren zur Schmerzbehandlung nur in Ausnahmefällen angewendet werden.

Substitutionsbehandlung bei Opioidabhängigkeit

Sie d√ľrfen keinesfalls weitere Opioide, Schlaf- und Beruhigungsmittel (z.B. Benzodiazepine), Alkohol oder andere auf das Zentralnervensystem wirkende Mittel ohne Kontrolle durch Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin einnehmen. Die Kombination mit Kapanol kann lebensbedrohende Wirkungen haben. Wenn Sie mit einem Beikonsum solcher Mittel nicht selbstst√§ndig aufh√∂ren k√∂nnen, so sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, oder suchen Sie eine spezialisierte Beratungsstelle auf. Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen, Schlafst√∂rungen, Depressionen oder Unruhezust√§nde k√∂nnen gezielt behandelt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

‚ÄĘan anderen Krankheiten leiden,

‚ÄĘAllergien haben oder

‚ÄĘandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Darf Kapanol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Wird Kapanol √ľber einen l√§ngeren Zeitraum w√§hrend der Schwangerschaft angewendet, besteht das Risiko, dass beim Neugeborenen Entzugssymptome (Abstinenzsymptome) auftreten, die durch einen Arzt bzw. eine √Ąrztin behandelt werden sollten. Wenn Kapanol w√§hrend der Geburt angewendet wird, kann es beim neugeborenen Kind zu einer Verlangsamung und Abflachung der Atmung (Atemdepression) kommen.

Wenn Sie schwanger sind oder es werden m√∂chten, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Er/sie wird √ľber die Anwendung von Kapanol entscheiden.

Stillzeit

W√§hrend der Stillzeit sollte Kapanol nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin erachtet es als unbedingt notwendig.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie Ihr Kind stillen.

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Wie wird es angewendet?

Die Retardkapseln sind unzerkaut mit Fl√ľssigkeit einzunehmen. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Schlucken haben, k√∂nnen Sie die in den Kapseln enthaltenen K√ľgelchen in einer kleinen Menge Joghurt, Apfelmus oder Marmelade einr√ľhren oder mit wenig Wasser aufschl√§mmen. Diese Mischung sollte unmittelbar nach Zubereitung eingenommen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die K√ľgelchen weder zerdr√ľckt noch zerkaut werden. Um sicher zu sein, dass alle K√ľgelchen geschluckt worden sind, sollte nach der Einnahme das Glas und danach der Mund mit Wasser gesp√ľlt werden.

Schmerzbehandlung

Grunds√§tzlich wird der Arzt oder die √Ąrztin die f√ľr Sie geeignete Dosierung festlegen. Die Dosierung ist dabei von individuellen Faktoren wie z.B. dem Ausmass der Schmerzen, dem Alter oder dem Vorliegen gewisser Krankheiten abh√§ngig.

Die Behandlung wird √ľblicherweise mit 2¬†Kapseln zu 20¬†mg alle 24 Stunden oder 1¬†Kapsel zu 20¬†mg alle 12¬†Stunden begonnen. Bei Bedarf wird der Arzt oder die √Ąrztin die Dosierung schrittweise erh√∂hen.

Halten Sie sich an den vom Arzt oder von der √Ąrztin vorgeschriebenen Einnahmerhythmus, der √ľblicherweise 24 oder 12¬†Stunden betr√§gt. Um vor den Schmerzen optimal gesch√ľtzt zu sein, ist es wichtig, dass die Kapanol Retardkapseln in regelm√§ssigen, vom Arzt oder von der √Ąrztin bestimmten Abst√§nden eingenommen werden. Warten Sie nicht mit der Einnahme, bis Sie wieder Schmerzen versp√ľren.

Wenn Sie eine grössere Menge von Kapanol eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Personen, die eine √úberdosis eingenommen haben, kann eine Lungenentz√ľndung durch Einatmen von Erbrochenem oder Fremdk√∂rpern auftreten; Symptome k√∂nnen Atemnot, Husten und Fieber sein.

Bei Personen, die eine √úberdosis eingenommen haben, k√∂nnen ausserdem Atembeschwerden auftreten, die zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod f√ľhren.

Wenn Sie die Anwendung von Kapanol abbrechen

Setzen Sie Kapanol nicht abrupt ab, sondern beenden Sie die Behandlung nur nach R√ľcksprache mit lhrem Arzt oder lhrer √Ąrztin. Wenn Sie die Behandlung mit Kapanol beenden m√∂chten, fragen Sie lhren Arzt bzw. lhre √Ąrztin, wie Sie die Dosis langsam verringern k√∂nnen, damit Sie Entzugserscheinungen vermeiden k√∂nnen.

Entzugserscheinungen können Körperschmerzen, Zittern, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, grippeähnliche Symptome, schneller Herzschlag und grosse Pupillen sein.

Psychische Symptome sind ein ausgepr√§gtes Gef√ľhl der Unzufriedenheit, Angst und Reizbarkeit.

Fahren Sie nicht eigenm√§chtig mit der Therapie weiter nach einem Unterbruch, sondern besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin die Fortsetzung der Therapie, da die Gefahr einer √úberdosierung besteht.

Substitutionsbehandlung bei Opioidabhängigkeit

Die Dosis wird von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin sorgf√§ltig festgelegt. Beachten Sie daher bitte genau seine bzw. ihre Anweisungen. Die geeignete Dosis ist diejenige, bei der keine Entzugserscheinungen auftreten oder Verlangen nach zus√§tzlichen Opioiden versp√ľrt wird. Sollten solche auftreten, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin. Eine schrittweise Dosisanpassung kann erforderlich sein.

Wenn Sie die Einnahme von Kapanol vergessen haben, nehmen Sie am Folgetag nicht die doppelte Menge, sondern wie gewohnt die verordnete Dosis ein.

Bei l√§ngerem Unterbruch geht die Gew√∂hnung an Kapanol verloren. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Die Dosis muss von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin neu festgelegt werden, da ansonsten eine h√∂chst gef√§hrliche √úberdosierung erfolgen kann.

Ist eine Beendigung der Substitutionstherapie vorgesehen, erfolgt diese √ľber Wochen bis Monate durch schrittweise Dosisreduktionen.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung oder den Einnahmerhythmus. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme auftreten:

Die Einnahme von Kapanol kann zu Verstopfung f√ľhren. Mit ballaststoffreicher Ern√§hrung kann dem entgegengewirkt werden. Vielfach kann es aber notwendig sein, dass der Arzt oder die √Ąrztin zus√§tzlich ein abf√ľhrendes Arzneimittel verschreibt.

Schmerzbehandlung

Dosisabhängig können besonders zu Beginn der Behandlung Übelkeit, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit und Erbrechen beobachtet werden.

Harnverhalten, Bauchkr√§mpfe, ein Abflachen der Atmung, Beruhigung, Benommenheit, Schwindel, Schwanken (z.B. im Zusammenhang mit Blutdruckabfall bei √§lteren oder geschw√§chten Patienten), rascher Puls, Herzklopfen, Gesichtsr√∂tung, Sch√ľttelfrost, M√ľdigkeit, Kopfschmerzen, Sehst√∂rungen, Ver√§nderungen der Stimmungslage, D√§mpfungs- und Erregungszust√§nde und √úberempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, R√∂tung, Hautausschlag und Nesselfieber (in seltenen F√§llen auch schwere Reaktionen bis hin zum allergischen Schock) sind weitere m√∂gliche Nebenwirkungen.

Bei Ateml√§hmung oder Kreislaufversagen ist unverz√ľglich der Arzt oder die √Ąrztin zu informieren, der resp. die entsprechende Gegenmassnahmen einleiten wird.

Folgende Nebenwirkungen können ausserdem bei der Einnahme von Kapanol mit einer unbekannten Häufigkeit auftreten:

‚ÄĘschwere allergische Reaktionen, die Atemnot oder Schwindel verursachen;

‚ÄĘEntzugssymptome oder Arzneimittelabh√§ngigkeit;

‚ÄĘSchmerzempfindung durch Reize, die √ľblicherweise keinen Schmerz verursachen (Allodynie);

‚ÄĘ√ľberm√§ssige Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie);

‚ÄĘAusbleiben der Regelblutung, Erektionsst√∂rungen, Abnahme der Libido;

‚ÄĘAngst, Verwirrung, Schlaflosigkeit;

‚ÄĘSchwitzen, Mattigkeit, Ohnmacht, unkontrollierbare Augenbewegungen;

‚ÄĘHerz- und Kreislaufst√∂rungen;

‚ÄĘGeschmacksver√§nderungen, Gallenkoliken, √Ėdem, Schw√§chegef√ľhl;

‚ÄĘperiodische Atemstillst√§nde w√§hrend des Schlafs (Schlafapnoe-Syndrom).

Substitutionsbehandlung bei Opioidabhängigkeit

Die häufigsten Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit der Substitutionsbehandlung beobachtet wurden, sind:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Verstopfung, √úbelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Entzugserscheinungen.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Unruhe, Depression, Schlafst√∂rungen, Schwindel, Herzklopfen, Atemnot, Bauchschmerzen, Durchfall, Juckreiz, R√ľckenschmerzen, h√§ufiges Wasserlassen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Darmverschluss.

√úberdosierung

Bei vermuteter √úberdosierung ist sofort der Arzt bzw. die √Ąrztin zu benachrichtigen, der/die entsprechende Gegenmassnahmen einleiten wird. Zeichen einer √úberdosierung sind verengte Pupillen, extreme Verlangsamung der Atmung, Schl√§frigkeit, Bewusstseinsst√∂rungen, tiefer Blutdruck, tiefer Puls bis zu narkoseartigen Zust√§nden. Eine Ateml√§hmung ist die bedeutsamste Gef√§hrdung einer √úberdosierung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Die gleichzeitige Einnahme von Beruhigungs-, Bet√§ubungs-, Schlaf- und anderen Schmerzmitteln, die nicht ausdr√ľcklich vom Arzt oder von der √Ąrztin verschrieben wurden, oder von Rauschmitteln, wie z.B. Alkohol, ist zu unterlassen, da sie die Wirkung von Kapanol unvorhersehbar ver√§ndern k√∂nnen.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXPŕ∑ bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Kapanol Retardkapseln sind unter 30 ¬įC, vor Licht gesch√ľtzt, trocken und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Weitere Hinweise

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle (Arztpraxis, Apotheke) zur fachgerechten Entsorgung zur√ľckbringen.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Kapanol enthalten?

Wirkstoff

1 Retardkapsel Kapanol 20 mg, 50 mg resp. 100 mg enthält 20 mg, 50 mg resp. 100 mg Morphinsulfat als Wirkstoff, entsprechend 15,04 mg, 37,6 mg resp. 75,2 mg Morphin.

Hilfsstoffe

Zucker-Stärke-Pellets (aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt), Ethylcellulose (aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt), sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

53'842 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Kapanol? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Kapanol 20 mg: 60 Retardkapseln
Kapanol 50 mg: 60 Retardkapseln
Kapanol 100 mg: 60 Retardkapseln

Zulassungsinhaberin

Lipomed AG
Fabrikmattenweg 4
4144 Arlesheim

Diese Packungsbeilage wurde im August 2021 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Morphin
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Hersteller Lipomed AG
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden