Matrifen¬ģ Depotpflaster

Matrifen¬ģ Depotpflaster
Wirkstoff(e) Fentanyl
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Takeda Pharma AG
Suchtgift Nein
ATC Code N02AB03
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Takeda Pharma AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Effentora¬ģ, Buccaltabletten Fentanyl Teva Pharma AG
Fentanyl Zentiva¬ģ TTS Fentanyl Helvepharm AG
Durogesic¬ģ Matrix Fentanyl Janssen-Cilag AG
Fentanyl-Mepha transdermales Pflaster Fentanyl Mepha Pharma AG
Actiq¬ģ Buccaltabletten mit integriertem Applikator Fentanyl Teva Pharma AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Matrifen Depotpflaster ist ein stark wirksames Schmerzmittel, das zur Gruppe der Opioide (= Morphium-√§hnliche Stoffe) geh√∂rt. Es wird zur Langzeit-Behandlung von starken chronischen Schmerzen bei Patienten ab 2 Jahren eingesetzt. Matrifen Depotpflaster darf nur auf Verschreibung und unter regelm√§ssiger Kontrolle des Arztes resp. der √Ąrztin verwendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann darf Matrifen Depotpflaster nicht angewendet werden?

Matrifen Depotpflaster darf nicht angewendet werden, wenn Sie

  • allergisch gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil des Depotpflasters sind;
  • pl√∂tzlich einsetzende Schmerzen oder Schmerzen nach einer Operation haben;
  • Atemprobleme mit langsamer und flacher Atmung haben.

Wenden Sie Matrifen Depotpflaster nicht an, es sei denn, Ihr Arzt resp. Ihre √Ąrztin hat es Ihnen f√ľr die Behandlung Ihrer Schmerzen verschrieben.

Wann ist bei der Anwendung von Matrifen Depotpflaster Vorsicht geboten?

Opioide k√∂nnen missbraucht werden und Sie riskieren eine Opioidabh√§ngigkeit, selbst wenn Sie Ihre Dosis wie vorgeschrieben einnehmen. Opioidabh√§ngigkeit und -missbrauch k√∂nnen zum Tod f√ľhren.

Bewahren Sie die ungebrauchten sowie die gebrauchten Matrifen Depotpflaster ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

In sehr seltenen F√§llen wurden im Zusammenhang mit Fentanyl-haltigen Pflastern schwere, lebensbedrohliche Atemschwierigkeiten (schwache Atmung [Hypoventilation], Koma) gemeldet. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie an einer Lungenerkrankung oder an Atembeschwerden leiden.

Matrifen Depotpflaster kann zu einem geringen Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxie) und zu einer sogenannten Schlafapnoe (gelegentliches Aussetzen der Atmung im Schlaf) f√ľhren. Falls bei Ihnen bereits in der Vergangenheit Schlafapnoe aufgetreten ist oder jemand bemerkt, dass Ihre Atmung im Schlaf gelegentlich aussetzt, m√ľssen Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mitteilen.

Des Weiteren sollten Sie unbedingt Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin informieren, falls Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihr zentrales Nervensystem d√§mpfen; z.B. Arzneimittel, die Sie schl√§frig machen, die Angstzust√§nde verringern oder die das Bewusstsein beeintr√§chtigen, wie Beruhigungsmittel (Sedativa, Tranquilizer) und Schlafmittel (Hypnotika) inkl. Benzodiazepine, Mittel gegen bestimmte psychische St√∂rungen (Antipsychotika), starke Schmerzmittel (Opioide), Arzneimittel, die bei Operationen angewendet werden (Narkosemittel), muskelentspannende Arzneimittel (Muskelrelaxantien), bestimmte Arzneimittel gegen Allergien (sedierende Antihistaminika) oder gewisse Drogen.

Sie sollten solche Arzneimittel nur auf Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer √Ąrztin einnehmen, da die Kombination starke Benommenheit, Bewusstseinsbeeintr√§chtigungen, Atembeschwerden mit verlangsamter oder flacher Atmung, Koma und Tod hervorrufen kann.

Vermeiden Sie während der Anwendung von Matrifen Depotpflaster die Einnahme von Alkohol, da diese Kombination ebenfalls verstärkte Schläfrigkeit, Atemdämpfung, Koma und Tod verursachen kann.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie an einer Leber-, Nieren-, Herz- oder Hirnkrankheit oder an chronischer Verstopfung leiden, da Sie eventuell eine strengere √§rztliche Kontrolle ben√∂tigen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin immer mit, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen. Er/Sie wird Ihnen sagen, welche Substanzen Sie nicht einnehmen d√ľrfen oder welche Massnahmen (z.B. Dosisreduktion) allenfalls notwendig sind. Matrifen soll nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, welche mit dem Abbau der Wirksubstanz Fentanyl interagieren. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin muss √ľber den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein. Eine Kombination mit Matrifen erfordert eine zus√§tzliche √úberwachung des Patienten und eventuell eine Anpassung der Dosierung. Beispiele f√ľr solche Arzneimittel sind:

  • Gewisse Arzneimittel gegen AIDS, wie z.B. HIV-Protease-Hemmer wie Ritonavir und Nelfinavir.
  • Gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Troleandomycin und Rifampicin.
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol und Voriconazol.
  • Gewisse Arzneimittel, welche eine Wirkung aufs Herz oder die Blutgef√§sse haben, wie z.B. gewisse Calciumkanal-Blocker wie Verapamil und Diltiazem.
  • Gewisse Arzneimittel f√ľr die Behandlung von Arrhythmien wie Amiodaron.
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression wie Nefazodon.
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie wie Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression, bekannt als Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI), trizyklische Antidepressiva (TCA) oder Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) einnehmen oder wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Migr√§ne, sogenannte Triptane, oder gewisse Arzneimittel zur Behandlung von √úbelkeit und Erbrechen, sogenannte Serotonin-Rezeptor-3-Antagonisten, oder das Schmerzmittel Tramadol sowie einige Muskelrelaxantien wie Cyclobenzaprin, Metaxalon einnehmen bzw. anwenden. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin muss √ľber den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein, weil die Kombination mit Matrifen Depotpflaster das Risiko des Serotonin-Syndroms, eines potenziell lebensbedrohlichen Zustandes, erh√∂hen kann.

Matrifen Depotpflaster kann bei l√§nger dauernder Anwendung zur Gew√∂hnung f√ľhren. Es ist deshalb m√∂glich, dass Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin Ihnen nach einer gewissen Zeit eine h√∂here Dosis Matrifen Depotpflaster verschreibt, um Ihnen dieselbe Schmerzlinderung zu verschaffen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Matrifen Depotpflaster:

  • das Gef√ľhl haben, dass das Pflaster bei Ihnen keine Schmerzlinderung mehr bewirkt;
  • den Eindruck haben, dass sich die Schmerzen verst√§rken;
  • den Eindruck haben, dass sich die Art Ihres Schmerzempfindens ver√§ndert (wenn Sie zum Beispiel Schmerzen in einem anderen Teil Ihres K√∂rpers wahrnehmen);
  • Schmerzen empfinden, wenn etwas Ihren K√∂rper ber√ľhrt, das normalerweise nicht weh tut.

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin entscheidet eventuell, Ihre Dosis oder Behandlung umzustellen. √Ąndern Sie die Dosierung nicht selbst√§ndig.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mit, wenn Sie (oder ein Familienmitglied) bereits einmal alkoholabh√§ngig waren oder verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben.

Bei hohen Temperaturen kann eine vermehrte Abgabe des Wirkstoffes aus dem Pflaster in Ihren K√∂rper erfolgen. Wenn Sie w√§hrend der Anwendung von Matrifen Depotpflaster Fieber bekommen, sollten Sie unverz√ľglich Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin aufsuchen, welcher/welche die Dosis, falls notwendig, anpassen wird. Eine verst√§rkte Wirkung von Matrifen Depotpflaster kann ebenfalls erfolgen, wenn das Pflaster direkter W√§rmeeinwirkung ausgesetzt wird. Verzichten Sie deshalb w√§hrend der Behandlung mit Matrifen Depotpflaster auf W√§rmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien, W√§rmeflaschen, ausgedehnte heisse B√§der, Sauna, heisse Whirlpool-B√§der usw. sowie intensive Sonnenbestrahlung.

Ein allfälliger Wechsel zwischen verschiedenen Fentanyl-haltigen Pflastern sollte zur Sicherstellung der kontinuierlichen Schmerzstillung und Sicherheit nur unter ärztlicher Überwachung vorgenommen werden; allenfalls ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Matrifen Depotpflaster darf ausschliesslich auf der Haut der Person zur Anwendung kommen, f√ľr welche es vom Arzt oder von der √Ąrztin verschrieben wurde, wenden Sie es auf keinen Fall als Wundverband an.

In einigen F√§llen wurde bekannt, dass das getragene Pflaster bei engem K√∂rperkontakt wie z.B. Schlafen im gleichen Bett versehentlich auf die Haut einer anderen Person √ľbertragen wurde. Dies kann insbesondere bei Kindern zu einer √úberdosis f√ľhren. Sollte versehentlich ein Matrifen Depotpflaster am K√∂rper einer anderen Person kleben, muss das Pflaster sofort entfernt und unverz√ľglich ein Arzt resp. eine √Ąrztin informiert werden.

Die Anwendung von Matrifen bei Kindern unter 2 Jahren wurde nicht untersucht. Matrifen sollte ausschliesslich bei mit Opioiden vorbehandelten Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden.

Matrifen Depotpflaster kann die Aufmerksamkeit, die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen. Sie sollten deshalb auf das F√ľhren von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten, bis Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin Ihnen andere Anweisungen gibt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Darf Matrifen Depotpflaster während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder es werden m√∂chten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin. Er/Sie wird √ľber die Anwendung von Matrifen Depotpflaster entscheiden.

Matrifen Depotpflaster sollte während der Geburt nicht angewendet werden, da das Arzneimittel die Atmung des neugeborenen Kindes verlangsamen kann.

Die Langzeitanwendung von Matrifen Depotpflaster während der Schwangerschaft kann bei Ihrem neugeborenen Kind Entzugssymptome auslösen, die lebensbedrohlich sein können, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, darf Matrifen Depotpflaster nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht. Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin.

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Wie wird es angewendet?

Matrifen Depotpflaster ist ein rechteckiges Depotpflaster, das auf die Haut geklebt wird. Das transdermale Pflaster besteht aus zwei funktionalen Schichten. Die Oberseite besteht aus einer wasserundurchlässigen Trägerfolie. Darunter befindet sich eine Fentanyl-haltige, selbstklebende Matrixschicht. Diese Matrixschicht ist durch eine Abziehfolie bedeckt, die vor dem Gebrauch aufgrund der Schlitzung einfach zu entfernen ist.

Durch eine Polymer-Matrixschicht wird der Wirkstoff Fentanyl kontinuierlich freigesetzt. Der Wirkstoff dringt aus der Matrixschicht durch die Haut und gelangt von dort in die Blutbahn. Solange es auf der Haut haftet, gibt Matrifen Depotpflaster fortwährend geringe Mengen von Fentanyl direkt an das Blut ab.

Matrifen Depotpflaster ist in 5 verschiedenen Dosierungen bzw. Gr√∂ssen erh√§ltlich, 12 ¬Ķg/h enth√§lt die niedrigste, 100 ¬Ķg/h die h√∂chste Dosis. Die verschiedenen Dosierungsst√§rken sind gut ersichtlich und in unterschiedlichen Farben auf den Packungen aufgedruckt:

Matrifen Depotpflaster 12 ¬Ķg/h: orange;

Matrifen Depotpflaster 25 ¬Ķg/h: rosa;

Matrifen Depotpflaster 50 ¬Ķg/h: t√ľrkis;

Matrifen Depotpflaster 75 ¬Ķg/h: hellblau;

Matrifen Depotpflaster 100 ¬Ķg/h: grau.

Die Dauer und Dosierung der Anwendung richtet sich nach der Art der zu behandelnden Schmerzen, nach dem Allgemeinzustand sowie der bisherigen Schmerzmedikation, und wird in jedem Fall von Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin bestimmt und √ľberwacht. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin wird ein f√ľr Sie resp. f√ľr Ihr Kind geeignetes Therapieschema empfehlen. Halten Sie sich genau an seine/ihre Vorschriften. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wird nach l√§ngerer Anwendung Matrifen Depotpflaster nicht mehr ben√∂tigt, so wird Ihr Arzt resp. Ihre √Ąrztin √ľber die stufenweise Reduktion der Dosis sowie √ľber das Absetzen der Behandlung entscheiden.

Anleitung zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung

Anwendung und Wechseln der Pflaster

  • Notieren Sie sich, wann das Pflaster appliziert worden ist (Tag, Datum und Uhrzeit), um nicht zu vergessen, wann es gewechselt werden muss.
  • Jedes Pflaster enth√§lt eine ausreichende Wirkstoffmenge f√ľr 3 Tage (72 Stunden).
  • Wechseln Sie das Pflaster alle drei Tage.
  • Entfernen Sie immer zuerst das alte Pflaster, bevor Sie ein neues Pflaster anbringen.
  • Wechseln Sie das Pflaster alle 3 Tage (72 Stunden) immer zur selben Uhrzeit.
  • Wenn mehrere Pflaster angewendet werden, m√ľssen alle Pflaster zur selben Zeit gewechselt werden.
  • Wenn das Pflaster direkter W√§rmeeinwirkung ausgesetzt wird, kann sich die Wirkung von Matrifen Depotpflaster verst√§rken. Verzichten Sie deshalb w√§hrend der Behandlung mit Matrifen Depotpflaster auf W√§rmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien, W√§rmeflaschen, ausgedehnte heisse B√§der, Sauna, heisse Whirlpool-B√§der usw. sowie intensive Sonnenbestrahlung.

Applikationsstelle

  • Bringen Sie das Pflaster nicht zweimal hintereinander an derselben Stelle an.
  • Matrifen Depotpflaster sind auf einer flachen, gesunden, m√∂glichst faltenfreien, nicht irritierten und nicht bestrahlten Hautstelle des Oberk√∂rpers oder der Oberarme anzubringen.

Kinder

  • Bei Kindern bringen Sie das Pflaster immer auf dem R√ľcken des Kindes an, wo es f√ľr das Kind schwer erreichbar ist und vom Kind nicht entfernt werden kann.
  • √úberpr√ľfen Sie h√§ufig, ob das Pflaster noch auf der Haut klebt.
  • Es ist wichtig, dass das Kind das Pflaster nicht entfernt und es in den Mund nimmt, da dies lebensbedrohlich oder sogar t√∂dlich sein k√∂nnte.
  • Beobachten Sie das Kind sehr engmaschig 48 Stunden lang, nachdem:
    • das erste Pflaster angebracht worden ist;
    • ein Pflaster mit h√∂herer Dosis angebracht worden ist.

Anbringen eines Pflasters

Schritt 1: Vorbereitung der Haut

  • Achten Sie darauf, dass Sie das Pflaster auf ein unbehaartes oder von Haaren befreites (mit Schere, nicht rasieren!), gesundes Hautareal aufkleben.
  • Vor dem Aufkleben sollte die Haut, falls notwendig, mit sauberem Wasser (keine Reinigungsmittel verwenden!) gereinigt und gut abgetrocknet werden.
  • Die Hautstelle soll trocken und nicht mit Cremes, √Ėl, Lotionen, Puder oder Fett behandelt sein.

Schritt 2: √Ėffnen des Beutels

  • Entnehmen Sie das Pflaster erst unmittelbar vor dem Aufkleben aus dem Schutzbeutel.
  • Zur Entnahme des Pflasters wird der Schutzbeutel wie folgt ge√∂ffnet: Schneiden Sie den Schutzbeutel bei der Markierung am Rand (wird durch einen Pfeil auf dem Etikett des Pflasters angezeigt) ca. 2 mm ein. Reissen Sie anschliessend den Beutel vorsichtig von Hand entlang der R√§nder auf und klappen Sie ihn wie Buchseiten auseinander.
  • Entnehmen Sie das Pflaster. √úberpr√ľfen Sie das Pflaster vor der Anwendung auf etwaige Besch√§digungen. Pflaster, welche zerschnitten, geteilt oder in irgendeiner Weise besch√§digt sind, sollen nicht verwendet werden.
  • Das Pflaster klebt auf einer gr√∂sseren Schutzfolie, die zum leichteren Entfernen s-f√∂rmig gekerbt ist. Ziehen Sie die eine H√§lfte der Schutzfolie von der R√ľckseite des Pflasters ab. Der freigelegte Teil des Pflasters kann nun auf die ausgew√§hlte Hautstelle geklebt werden. Die zweite H√§lfte der Schutzfolie kann entfernt werden. Das Ber√ľhren der klebenden Seite des Pflasters ist zu vermeiden.

Schritt 3: Abziehen und Andr√ľcken

  • Vermeiden Sie, die klebende Seite des Pflasters zu ber√ľhren.
  • Dr√ľcken Sie das Pflaster f√ľr mindestens 30 Sekunden mit der flachen Hand fest auf die Haut.
  • Achten Sie darauf, dass die R√§nder des Pflasters gut angedr√ľckt sind. Die Schutzfolie kann mit dem Hausm√ľll entsorgt werden.
  • Waschen Sie Ihre H√§nde mit Wasser (keine Seife).

Schritt 4: Entsorgung des Pflasters

  • Ziehen Sie das Pflaster ab und falten Sie es sofort mit der Klebeseite nach innen zusammen.
  • Das Pflaster zur√ľck in den Originalbeutel geben und nach Anweisung des Apothekers bzw. der Apothekerin entsorgen.
  • Nicht benutzte Pflaster sollten in der Apotheke (im Krankenhaus) zur√ľckgegeben werden.
  • Die Pflaster f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren - auch benutzte Pflaster enthalten noch eine gewisse Menge an Wirkstoff, der f√ľr Kinder sch√§dlich oder sogar t√∂dlich sein kann.
  • Waschen Sie Ihre H√§nde nach dem Entfernen des Pflasters mit Wasser (keine Seife).

Weitere Hinweise zur Anwendung

Wenn sich nach Abnahme des Depotpflasters eventuell R√ľckst√§nde auf der Haut befinden, k√∂nnen diese mit reichlich Wasser entfernt werden. Die Reinigung sollte keinesfalls mit Alkohol oder anderen L√∂sungsmitteln durchgef√ľhrt werden, da diese ‚Äď bedingt durch die Wirkung des transdermalen Pflasters ‚Äď durch die Haut gelangen k√∂nnten.

Bei Ersteinstellung von Matrifen Depotpflaster und bei Umstellung von anderen Schmerzmitteln kann der maximale schmerzstillende Effekt erst nach ca. 24 Stunden beurteilt werden, da die Fentanyl-Spiegel im Blut nach der Erstanwendung langsam ansteigen. Demzufolge benötigen Sie eventuell am ersten Tag der Behandlung ein zusätzliches Schmerzmittel.

Nachdem Matrifen entfernt worden ist, nimmt die Wirkstoffkonzentration im Blut nur langsam innerhalb 1‚Äď2 Tagen ab, da der Wirkstoff noch aus der Haut resorbiert wird.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin, wenn Ihre Schmerzen w√§hrend der Anwendung von Matrifen Depotpflaster st√§rker werden. Er/Sie wird die Dosis von Matrifen Depotpflaster anpassen. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin kann Ihnen auch die gleichzeitige Anwendung von mehreren Matrifen Depotpflastern verschreiben.

Ebenfalls kann Ihnen Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin ein zus√§tzliches Schmerzmittel verschreiben, um gelegentliche Schmerzsch√ľbe zu mildern.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie andere √§hnliche Schmerzmittel, kann Matrifen Depotpflaster die Atemt√§tigkeit vermindern. Falls die Person, welche mit Matrifen Depotpflaster behandelt wird, langsam oder schwach atmet, sollte unverz√ľglich der Arzt oder die √Ąrztin informiert werden. Halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu sch√ľtteln.

Folgende Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Fentanyl-haltigen Pflastern berichtet:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern): Schläfrigkeit (15%), Kopfschmerzen (12%), Schwindel (13%), Übelkeit (36%), Erbrechen (23%), Verstopfung (23%).

H√§ufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern): √úberempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Depression, Angstzust√§nde, Halluzinationen, Zittern, Taubheitsgef√ľhl (Par√§sthesie), Drehschwindel (Vertigo), Herzklopfen (Palpitationen), zu schneller Herzschlag, Bluthochdruck, Atemnot (Dyspnoe), Durchfall, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Verdauungsst√∂rung (Dyspepsie), √ľberm√§ssiges Schwitzen, Juckreiz (Pruritus), Hautauschlag, Hautreaktionen (z.B. Hautr√∂tung), unwillk√ľrliche Muskelkontraktionen, Harnverhalten, Ersch√∂pfung (Fatigue), Wasseransammlung im peripheren Gewebe, Kraftlosigkeit (Asthenie), Unwohlsein und K√§ltegef√ľhl.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern): Unruhe, Desorientierung, Euphorie, reduzierte Wahrnehmung von Sinnesreizen (Hypo√§sthesie), Krampfanf√§lle, Erinnerungsl√ľcken, verringerter Bewusstseinsgrad, Bewusstlosigkeit, verschwommenes Sehen, verlangsamter Herzschlag, blaurot verf√§rbte Lippen, erniedrigter Blutdruck, Atemdepression, Atemnot, geringer Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxie), Darmverschluss, Ekzem, Dermatitis, Hautfunktionsst√∂rungen, Muskelzucken, St√∂rungen der Sexualfunktion, Reaktion an der Applikationsstelle, grippe√§hnliche Symptome, Gef√ľhl von K√∂rpertemperaturschwankungen, √úberempfindlichkeit an der Applikationsstelle und Entzugssymptome.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern): Engstellung der Pupille (Miosis), Atemstillstand, Hypoventilation und Dermatitis oder Ekzem an der Applikationsstelle.

Mit nicht bekannter H√§ufigkeit wurden nach der Markteinf√ľhrung √ľber allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktion), gelegentliches Aussetzen der Atmung im Schlaf (Schlafapnoe), verlangsamte Atemfrequenz (Bradypnoe), Delirium (die Symptome k√∂nnen eine Kombination aus gesteigerter k√∂rperlicher Erregbarkeit [Agitiertheit], Unruhe, Orientierungsst√∂rung, Verwirrtheit, Furcht, Sehen oder H√∂ren von nicht vorhandenen Dingen, Schlafst√∂rung und Alptr√§umen umfassen), Fieber und Mangel an m√§nnlichen Geschlechtshormonen (Androgenmangel) sowie Hautverd√ľnnung, -r√∂tung oder -geschw√ľre an der Applikationsstelle berichtet.

Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Matrifen oder bei abruptem Abbruch der Therapie kann es zu schwerwiegenden Entzugserscheinungen, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzuständen und Kältezittern kommen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Behandlung mit Matrifen nie von sich aus abbrechen. Falls Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin entscheidet, dass die Therapie abgebrochen werden soll, so sollten Sie seine/ihre Anweisungen genau befolgen. Sollten Sie unter einer der oben aufgef√ľhrten unerw√ľnschten Wirkungen leiden, informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre √Ąrztin.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den bei der Opioidbehandlung von Schmerzen bei schwer kranken Kindern √ľblicherweise zu erwartenden Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bekannt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Falls irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, bei dem Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von Matrifen vermuten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin informieren.

√úberdosierung: Wichtigstes Anzeichen einer √úberdosierung ist abgeschw√§chte Atmung. Wenn die behandelte Person langsam oder schwach atmet, sollten sofort alle Matrifen Depotpflaster entfernt und unverz√ľglich der behandelnde Arzt oder die behandelnde √Ąrztin benachrichtigt werden. In der Zwischenzeit halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu sch√ľtteln.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15 ‚Äď 25 ¬įC) lagern.

Im verschlossenen Beutel in der Originalverpackung aufbewahren.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Bewahren Sie das Arzneimittel an einem Ort, der f√ľr andere nicht zug√§nglich ist, sicher auf. Das Arzneimittel kann Menschen schaden, die es versehentlich anwenden oder die es mit Absicht anwenden, obwohl es ihnen nicht verschrieben wurde.

Weitere Hinweise

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Matrifen Depotpflaster enthalten?

Wirkstoffe

1 Matrifen Depotpflaster 12 ¬Ķg/h (4.2 cm¬≤) enth√§lt 1.38 mg Fentanyl.

1 Matrifen Depotpflaster 25 ¬Ķg/h (8.4 cm¬≤) enth√§lt 2.75 mg Fentanyl.

1 Matrifen Depotpflaster 50 ¬Ķg/h (16.8 cm¬≤) enth√§lt 5.5 mg Fentanyl.

1 Matrifen Depotpflaster 75 ¬Ķg/h (25.2 cm¬≤) enth√§lt 8.25 mg Fentanyl.

1 Matrifen Depotpflaster 100 ¬Ķg/h (33.6 cm¬≤) enth√§lt 11.0 mg Fentanyl.

Hilfsstoffe

Dimeticon-350, Dipropylenglykol, Hydroxypropylcellulose, Siliconadhäsiva.

Kontrollmembran: Ethylen/Vinylacetat Copolymer.

Schutzfilm: Polyethylenterephthalate.

Zulassungsnummer

57460 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Matrifen Depotpflaster? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Matrifen Depotpflaster 12 ¬Ķg/h: 5, 10 Pflastern (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 25 ¬Ķg/h: 5, 10 Pflastern (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 50 ¬Ķg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 75 ¬Ķg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 100 ¬Ķg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, 8152 Opfikon.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2021 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Fentanyl
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Hersteller Takeda Pharma AG
Suchtgift Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden