Wirkstoff(e) Prednisolon
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Spirig HealthCare AG
Suchtgift Nein
ATC Code H02AB06
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Zulassungsinhaber

Spirig HealthCare AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Scheriproct¬ģ Prednisolon Prednisolon-21-hexanoat Medius AG
Premandol Prednisolon Galderma SA
Hexacorton¬ģ Prednisolon SPIRIG
Imacort Prednisolon Clotrimazol Bailleul (Suisse) SA
Prednisolon Streuli Prednisolon Streuli Pharma AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Spiricort enth√§lt als Wirkstoff Prednisolon, ein synthetisch hergestelltes Hormon, das zu den sogenannten Kortikosteroiden geh√∂rt. Kortikosteroide sind Hormone, die im K√∂rper von der Nebenniere produziert werden. Sie beeinflussen lebenswichtige Vorg√§nge im K√∂rper wie z.B. den Fl√ľssigkeitshaushalt, den Mineralstoffwechsel und die Anpassung des Organismus an Belastungssituationen. Unabh√§ngig von der zugrundeliegenden Erkrankung hemmt Spiricort √ľberdies, wie alle Kortikosteroide, entz√ľndliche und allergische Reaktionen.

Spiricort wird auf Verschreibung und unter st√§ndiger Kontrolle des Arztes bzw. der √Ąrztin zur Behandlung aller Erkrankungen, die eine allgemeine Kortikosteroidbehandlung erfordern, angewendet. Dazu z√§hlen:

  • rheumatische Erkrankungen (z.B. chronische Polyarthritis, Arthrosen, rheumatische Herzentz√ľndung, Entz√ľndungen der Schleimbeutel oder Sehnenscheiden, Tennisellenbogen) als kurzfristige Zusatzbehandlung w√§hrend eines akuten Schubs oder, in ausgew√§hlten F√§llen, als niedrig dosierte Dauerbehandlung;
  • schwere entz√ľndliche Hautkrankheiten (z.B. generalisiertes Ekzem, Schuppenflechte);
  • schwere Formen von allergischen Erkrankungen (z.B. Bronchialasthma, Heuschnupfen, √úberempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel, Kontaktekzeme), wenn diese auf herk√∂mmliche Behandlungen nicht oder nur ungen√ľgend ansprechen;
  • gewisse Blutkrankheiten (z.B. gewisse Formen von ¬ęBlutarmut¬Ľ [An√§mie]);
  • gewisse Nierenkrankheiten (z.B. nephrotisches Syndrom);
  • als Zusatzbehandlung bei gewissen b√∂sartigen Wucherungen (Tumoren) der weissen Blutk√∂rperchen (gewisse Formen von Leuk√§mie) und gewisse Organe (z.B. Lymphknotentumor);
  • gewisse Magen-Darm-Krankheiten (z.B. w√§hrend kritischer Phasen geschw√ľrartiger Darmwandzerst√∂rung, sogenannte Colitis ulcerosa oder Enteritis regionalis);
  • vermehrte Fl√ľssigkeitsansammlung in den Geweben (√Ėdeme), z.B. bei Hirntumor oder Hirnoperationen;
  • hormonelle St√∂rungen bei Erkrankungen bestimmter Organe (z.B. bei Unterfunktion der [auf den Nieren liegenden] Nebennieren). In einem solchen Fall wird der Arzt bzw. die √Ąrztin ein sogenanntes Mineralokortikoid verschreiben. Bei Kindern ist die gleichzeitige Einnahme dieses zweiten Pr√§parats besonders wichtig.

In der Regel wird Spiricort nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zur Behandlung der Grundkrankheit verwendet.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Beachtung der folgenden Empfehlungen trägt bei einer Langzeitbehandlung zur Verbesserung der Verträglichkeit bei:

- Keine Gewichtszunahme (täglich wiegen, Gewichtsanpassung durch Anpassung der Kalorienzufuhr);

-¬†Zur√ľckhaltung mit Salz und Zucker;

-¬†m√∂glichst kaliumreiche Ern√§hrung (Obst und Gem√ľse, speziell Aprikosen und Bananen); ausreichende Kalziumzufuhr (Milch, Milchprodukte);

- ausreichend Eiweiss in der Nahrung.

Wann ist bei der Einnahme von Spiricort Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die F√§higkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrt√ľchtigkeit beeintr√§chtigen!

Bei den folgenden Erkrankungen darf die Anwendung nur auf ausdr√ľckliche Verschreibung durch den Arzt bzw. die √Ąrztin erfolgen: Diabetes mellitus, Tuberkulose, Bluthochdruck, Herz- und Nierenfunktionsschw√§che, frischem Herzinfarkt, schwere Lebererkrankung, Unterfunktion der Schilddr√ľse, Krankheiten mit hormonellen St√∂rungen (z.B. Cushing-Krankheit), Muskelschw√§che, psychische St√∂rungen (z.B. Depressionen, Psychosen).

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin unbedingt mit, wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden, denn durch die Behandlung mit Spiricort kann sich der Zuckerstoffwechsel verschlechtern. Bei zuckerkranken Patienten bzw. Patientinnen und solchen mit einer entsprechenden famili√§ren Belastung wird der Arzt bzw. die √Ąrztin daher h√§ufigere Kontrollen des Blutzuckers machen und es kann m√∂glich sein, dass er bzw. sie die Dosierung der Arzneimittel gegen zu hohen Blutzucker neu festlegen muss.

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie eine der folgenden Krankheiten durchgemacht haben: ansteckende Krankheiten (z.B. Tuberkulose), Herz-Kreislaufst√∂rungen (hoher Blutdruck, Herzschw√§che, Herzinfarkt), Magen-Darm-Krankheiten wie Geschw√ľre (Ulcus), geschw√ľrartige Darmwandzerst√∂rung (Colitis ulcerosa), Entz√ľndungen von Darmausst√ľlpungen (Divertikulitis), chronischer Durchfall, schwere Leber- oder Nierenerkrankungen, Krankheiten mit hormonellen St√∂rungen, Knochenerkrankungen (Knochenschwund [Osteoporose]), Muskelschw√§che (Myasthenia gravis), gr√ľner Star (Glaukom), Blutgerinnsel in den Beinen oder in der Lunge (Thrombose, Embolie), psychische St√∂rungen (z.B. Depressionen, Psychosen).

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Bei Frauen in oder nach den Wechseljahren, aber auch bei betagten m√§nnlichen Patienten wird der Arzt bzw. die √Ąrztin wegen der erh√∂hten Neigung zu Knochenschwund die Behandlung mit Spiricort besonders sorgf√§ltig √ľberwachen.

Da eine lang dauernde Einnahme von Kortikosteroiden zu einer Linsentr√ľbung (grauer Star, Katarakt) oder erh√∂htem Augeninnendruck (gr√ľner Star, Glaukom) f√ľhren kann, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Sie m√∂glicherweise periodisch vom Augenarzt bzw. von der Augen√§rztin untersuchen lassen. Falls Sie an einem Magen- oder Darmgeschw√ľr erkrankt sind oder k√ľrzlich einen Herzinfarkt hatten, ist bei einer Behandlung mit Spiricort erh√∂hte Vorsicht geboten. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird das Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin des Weiteren, wenn Sie eine besondere Di√§t (mit wenig Salz und/oder viel Kalium), einhalten m√ľssen, wenn Sie eine schwere Verletzung haben oder wenn Sie mit Lebendimpfstoffen, z.B. Polio (gegen spinale Kinderl√§hmung) oder BCG (gegen Tuberkulose) geimpft wurden.

W√§hrend der Behandlung mit Spiricort sollten Sie sich nicht impfen lassen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin weiss, was in diesem Falle zu tun ist. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit, wenn Sie in letzter Zeit tropische L√§nder besucht haben.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin unverz√ľglich, wenn im Laufe der Behandlung mit Spiricort eine Infektionskrankheit auftritt. Dies ist besonders wichtig, wenn Kinder an Windpocken erkranken (bei Erwachsenen ist dies selten), da Windpocken unter diesen Umst√§nden eine schwere Verlaufsform annehmen k√∂nnen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin weiss, was in einem solchen Fall zu tun ist. Falls Sie sich einem medizinischen Test unterziehen, ist es wichtig, den betreffenden Arzt bzw. die betreffende √Ąrztin vorher dar√ľber zu informieren, dass Sie Spiricort nehmen, denn wie jedes Kortikosteroid kann auch dieses Pr√§parat die Ergebnisse einiger Hauttests verf√§lschen.

Da Kortikosteroide bei Kindern das Wachstum und die Entwicklung hemmen, sollte auch Spiricort nur mit gr√∂sster Vorsicht an Kinder verabreicht werden. Bei Kindern unter 12 Jahren wird sich der Arzt bzw. die √Ąrztin im Allgemeinen darauf beschr√§nken, Spiricort nur in Notf√§llen zu verschreiben.

Die Anweisungen des Arztes bzw. der √Ąrztin sind genau zu befolgen.

Viele andere Arzneimittel und Spiricort k√∂nnen sich bei gleichzeitiger Verabreichung gegenseitig in ihrer Wirkung abschw√§chen oder verst√§rken. Dazu geh√∂ren gewisse Antibiotika, gewisse Arzneimittel, die zur Verhinderung von √ľber das Gehirn ausgel√∂sten (besonders epilepsieartigen) Kr√§mpfen, zur psychischen D√§mpfung von Angst- und Erregungszust√§nden, zur Empf√§ngnisverh√ľtung (¬ęPille¬Ľ) sowie zur Behandlung von Herzmuskelschw√§che, Zuckerkrankheit, Geschw√ľlsten, einer gewissen Form von Muskelschw√§che (Myasthenie) oder St√∂rungen der Blutgerinnung eingenommen werden m√ľssen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie gleichzeitig gewisse Arzneimittel gegen entz√ľndliche oder rheumatische Erkrankungen verwenden oder harntreibende Mittel einnehmen.

Nur Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kann dar√ľber entscheiden, in welcher Form die Behandlung mit Spiricort und einem dieser Arzneimittel angepasst werden muss.

Während der Behandlung mit Spiricort sollten Sie auf alkoholische Getränke verzichten.

Bitte nehmen Sie Spiricort erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, so kann dies zu einem geh√§uften Auftreten unerw√ľnschter Wirkungen f√ľhren. Besondere Aufmerksamkeit ist bei gleichzeitiger Einnahme von folgenden Arzneimitteln geboten: Arzneimittel, die das Immunsystem unterdr√ľcken und Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, z.B. Ritonavir, Cobicistat.

Darf Spiricort während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder einen Kinderwunsch haben, oder wenn Sie Ihr Kind stillen, sollten Sie vorsichtshalber möglichst auf Arzneimittel verzichten.

Wirkstoffe vom Typ, wie sie in Spiricort enthalten sind, durchqueren die Plazenta und treten auch in die Muttermilch √ľber und k√∂nnen die Entwicklung Ihres Kindes beeintr√§chtigen. Deshalb darf das Arzneimittel w√§hrend der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, nur auf ausdr√ľckliche √§rztliche Verschreibung und nur in Notf√§llen eingenommen werden.

Bei einer vermuteten oder best√§tigten Schwangerschaft sollten Sie unbedingt den Arzt bzw. die √Ąrztin verst√§ndigen, bevor Sie mit der Einnahme von Spiricort fortfahren. Sollte eine Behandlung mit Spiricort w√§hrend der Schwangerschaft zwingend notwendig sein, wird der Arzt bzw. die √Ąrztin den S√§ugling nach der Geburt besonders sorgf√§ltig auf Zeichen untersuchen, die auf Spiricort zur√ľckzuf√ľhren sein k√∂nnten, und er bzw. sie wird gegebenenfalls eine geeignete Behandlung einleiten.

Da Kortikosteroide in die Muttermilch √ľbertreten, besteht die Gefahr von unerw√ľnschten Wirkungen auf den S√§ugling. Deshalb d√ľrfen Sie Spiricort nicht nehmen, wenn Sie stillen, oder Sie m√ľssen abstillen.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Die Dosis wird vom Arzt bzw. von der √Ąrztin f√ľr jeden einzelnen Patienten bzw. jede einzelne Patientin, je nach Art und Schwere der Erkrankung, festgelegt. Der Arzt bzw. die √Ąrztin wird auch dar√ľber entscheiden, ob der Behandlung mit Spiricort eine intraven√∂se Injektion (¬ęSpritze¬Ľ) eines anderen Arzneimittels vom gleichen Typ vorausgehen muss, ob im Laufe der Behandlung die Dosierung erh√∂ht werden muss oder schrittweise gesenkt werden kann und ob eine Zusatzbehandlung oder eine Umstellung auf ein anderes Arzneimittel vom gleichen Typ wie Spiricort erforderlich ist.

Spiricort wird, wie vom Arzt bzw. von der √Ąrztin verschrieben, ein oder mehrmals t√§glich eingenommen. Im Allgemeinen erhalten Erwachsene zu Anfang der Behandlung 5-60 mg Spiricort t√§glich. Um Magenbeschwerden zu vermeiden, sollten sie zusammen mit dem Essen eingenommen werden. Bei Langzeitbehandlungen kann es vorteilhaft sein, wenn (in Anpassung an den Rhythmus der k√∂rpereigenen Produktion von Kortikosteroiden, das wichtigste heisst Cortisol) die gesamte Tagesdosis morgens vor 8 Uhr eingenommen wird.

Zur Vermeidung der weiter unten beschriebenen Nebenwirkungen wird der Arzt bzw. die √Ąrztin, sobald es Ihr Zustand erlaubt, die Dosierung soweit wie m√∂glich und schrittweise herabsetzen.

Bei Kindern wird der Arzt bzw. die √Ąrztin eine Dosierung verschreiben, die sich mehr nach dem Schweregrad der Krankheit als nach dem Alter und K√∂rpergewicht richtet.

Wenn Sie einmal die Einnahme bzw. die Verabreichung einer Dosis vergessen haben, holen Sie dies nach, sobald Sie sich daran erinnern. Sollte es jedoch bald Zeit f√ľr die n√§chste Dosis sein, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen bzw. verabreichen Sie die Filmtablette einfach weiter zu den gewohnten Zeiten und in der vom Arzt bzw. von der √Ąrztin verschriebenen Menge. Sie d√ľrfen die Dosis auf keinen Fall verdoppeln. Sollten Sie einmal wesentlich mehr Filmtabletten als verschrieben genommen haben, m√ľssen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin dar√ľber informieren.

Da unter einer Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden die Reaktion des K√∂rpers auf pl√∂tzliche starke Belastungen (¬ęStress¬Ľ, schwere Infektionen, Verletzungen oder operative Eingriffe) gest√∂rt ist, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin vor, w√§hrend und nach solchen Situationen die Dosierung von Spiricort m√∂glicherweise vor√ľbergehend erh√∂hen oder Ihnen zus√§tzlich ein anderes Arzneimittel verschreiben. Nach einer Langzeitbehandlung ist die Reaktion auf Belastungen unter Umst√§nden noch bis zu einem Jahr nach Absetzen der Behandlung gest√∂rt und macht in Stresssituationen eine vorbeugende Kortikosteroideinnahme erforderlich! Das Vorgehen wird von Ihrem Arzt bzw. √Ąrztin festgelegt.

Um bei l√§nger dauernder, hochdosierter Behandlung mit Spiricort einen m√∂glicherweise gesteigerten Verlust von Kalium und einer erh√∂hten Salz- oder Wasseransammlung entgegenzuwirken, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin vielleicht die Verwendung von Di√§tsalz empfehlen. Einem Kaliumverlust k√∂nnen Sie selbst vorbeugen, indem Sie Spiricort mit einem Glas Orangensaft einnehmen.

Nach Beendigung einer l√§nger dauernden Behandlung mit Kortikosteroiden kann es zu Entzugserscheinungen wie Fieber, Unwohlsein, Muskel- oder Gelenkschmerzen, aber auch zu schweren oder sogar bedrohlichen St√∂rungen kommen, die durch einen Funktionsausfall der Nebennieren verursacht werden. Deshalb darf eine l√§nger dauernde Behandlung auf keinen Fall abrupt abgebrochen werden, sondern Spiricort muss unter √§rztlicher Kontrolle sehr langsam und schrittweise (√ľber mehrere Wochen bis Monate) abgesetzt werden.

Nach einer Langzeitbehandlung ist es notwendig, dass Sie auch nach dem Absetzen von Spiricort weiterhin √§rztlich kontrolliert werden, damit wiederauftretende Beschwerden fr√ľhzeitig erkannt und behandelt werden k√∂nnen.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Spiricort nicht eingenommen werden?

Spiricort darf nicht eingenommen werden bei √úberempfindlichkeit auf den Wirkstoff Prednisolon.

Eine l√§nger dauernde Behandlung mit Spiricort darf nicht erfolgen bei folgenden Krankheiten bzw. Zust√§nden: Allgemeininfektionen durch Am√∂ben oder Pilze (Mykosen), akute Magen- und Darmgeschw√ľre, bakterielle Infektionen und Viruserkrankungen (Herpes [G√ľrtelrose], Masern, Windpocken, Kinderl√§hmung), stark erh√∂hte Knochenbr√ľchigkeit (Knochenschwund, Osteoporose), mit Arzneimitteln schlecht kontrollierbarer Blutdruck, erh√∂hter Augeninnendruck (gr√ľner Star, Glaukom), ungen√ľgende Nierenfunktion, schwere Zuckerkrankheit (Diabetes), frische Lungen- und Knochen-Tuberkulose, schwere Muskelerkrankungen, Lymphknotenver√§nderungen nach Tuberkulose-Impfung und ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoff (z.B. gegen Windpocken oder Masern).

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin weiss, was in solchen F√§llen zu tun ist. In Notf√§llen kann er bzw. sie entscheiden, Ihnen auch bei diesen Krankheiten die Filmtabletten f√ľr eine kurzfristige (h√∂chstens einige Tage dauernde) Behandlung zu verschreiben.

Welche Nebenwirkungen kann Spiricort haben?

Nebenwirkungen treten unter einer Kortikosteroidtherapie in Abh√§ngigkeit von der H√∂he der Dosis und der Behandlungsdauer auf. Bei kurzfristiger Anwendung ist Spiricort im Allgemeinen gut vertr√§glich. Bei der Verabreichung hoher Dosen oder √ľber einen l√§ngeren Zeitraum k√∂nnen jedoch die f√ľr Kortikosteroide typischen Nebenwirkungen auftreten:

Fl√ľssigkeitsansammlungen in den Geweben (√Ėdeme, z.B. Anschwellen von H√§nden und F√ľssen), Appetitzunahme, vermehrter Durst, Gewichtszunahme, Fettverteilungsst√∂rung (wie Vollmondgesicht und sogenannte Stammfettsucht), Blutdruckanstieg, √ľberm√§ssiges Schwitzen, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder Schw√§che, Muskelschw√§che, erh√∂hte Knochenbr√ľchigkeit (Osteoporose), Magen- und Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen) mit dem Risiko des Wiederaufbrechens von Magen-Darm-Geschw√ľren, Muskelschmerzen, R√ľckenschmerzen oder allgemeine Knochenschmerzen, verz√∂gerte Wundheilung, Hautver√§nderungen (rote Streifen, punktf√∂rmige Hautblutungen, Bluterg√ľsse), Augenver√§nderungen (Linsentr√ľbung [grauer Star, Katarakt], erh√∂hter Augeninnendruck [gr√ľner Star Glaukom]), langsamer Herzschlag, Erh√∂hung der Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen und Bildung von Blutgerinnseln in den Blutgef√§ssen (Thrombosen), psychische Ver√§nderungen (mit Stimmungs- und Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen, die von Euphorie [gesteigertes Lebensgef√ľhl] bis zu Depressionen und psychotischen Zust√§nden reichen k√∂nnen), St√∂rungen der Freisetzung der Geschlechtshormone (was beim Mann zu Impotenz und bei der Frau zum Ausbleiben der Regelblutung und zur Zunahme der K√∂rperbehaarung [Hirsutismus] f√ľhren kann).

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Spiricort selten auftreten: Verschwommenes Sehen.

Bei Kindern kann es zu Wachstumsstörungen kommen.

Unter einer Behandlung mit Kortikosteroiden kann eine Verschlechterung des Kohlenhydratstoffwechsels auftreten (siehe oben: ¬ęWann ist bei der Einnahme von Spiricort Vorsicht geboten?¬Ľ).

Eine Kortikosteroidbehandlung 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer Impfung kann eine Verminderung oder ein Ausbleiben der Immunisierung verursachen.

Mit Ausnahme der Knochenbr√ľchigkeit (Osteoporose), dem gr√ľnen Star, dem grauen Star und den Wachstumsst√∂rungen im Kindesalter verschwinden die Nebenwirkungen nach Absetzen des Pr√§parates im Allgemeinen nach und nach.

Ausser den oben aufgef√ľhrten k√∂nnen in Einzelf√§llen noch andere Nebenwirkungen auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr¬†Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden. Bei Raumtemperatur (15-25¬įC) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

Anzeige

Weitere Informationen

Was ist in Spiricort enthalten?

Wirkstoffe

1 teilbare Filmtablette Spiricort 5 bzw. 20 bzw. 50 enthält 5 bzw. 20 bzw. 50 mg Prednisolon.

Hilfsstoffe

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver (bei 5 mg Filmtabletten), Natriumstärkeglycolat, Hydroxypropylmethylcellulose, Macrogol 4000, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Dimeticon-Emulsion, Sorbinsäure (E200), Indigokarmin (E132) (bei 20 mg Filmtabletten), Eisenoxid gelb (E172) (bei 50 mg Filmtabletten).

Zulassungsnummer

38840 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Spiricort? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 20 und zu 100 teilbaren Filmtabletten (Spiricort 5, 20, 50).

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen

Diese Packungsbeilage wurde im April 2021 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

Anzeige

Wirkstoff(e) Prednisolon
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Spirig HealthCare AG
Suchtgift Nein
ATC Code H02AB06
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden