Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Berlin-Chemie AG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 08.07.1997
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Zulassungsinhaber

Berlin-Chemie AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Enalapril ALMUS 5 mg Tabletten Enalapril Almus Deutschland GmbH
Enalapril AWD 5mg Tabletten Enalapril AWD.pharma GmbH & Co. KG
Enalapril AAA - Pharma 5 mg Tabletten Enalapril AAA-Pharma GmbH
Enalapril accedo 5 mg Tabletten Enalapril AWD.pharma GmbH & Co. KG
Enalapril Sandoz 10 mg Tabletten Enalapril Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Benalapril1 enthält den Wirkstoff Enalaprilmaleat. Dieser Wirkstoff gehört zu der Klasse der ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)-Hemmer genannten Arzneimittel.

Benalapril wird angewendet zur:

nach leichter k√∂rperlicher Bet√§tigung wie Gehen, oder Schwellungen an Kn√∂cheln und F√ľ√üen.

Benalapril wirkt √ľber eine Erweiterung der Blutgef√§√üe. Das senkt Ihren Blutdruck. Das Arzneimittel beginnt normalerweise innerhalb einer Stunde zu wirken und seine Wirkung dauert mindestens 24 Stunden lang an. Einige Patienten ben√∂tigen eine Behandlung von mehreren Wochen, bis die beste Wirkung auf den Blutdruck zu beobachten ist.

Mit der Nennung von Benalapril sind alle Tablettenstärken gemeint.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Benalapril darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Enalaprilmaleat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie schon auf andere, Benalapril √§hnliche Arzneimittel aus der Klasse der ACE- Hemmer √ľberempfindlich reagiert haben
  • wenn bei Ihnen schon einmal Schwellungen an Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen auftraten, die zu Schluckbeschwerden oder Atemnot f√ľhrten (Angio√∂dem), wobei die Ursache daf√ľr unbekannt sein kann oder Sie diese Anlage ererbt haben k√∂nnen
  • wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Benalapril auch in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit.)
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erh√∂ht.

Nehmen Sie Benalapril nicht ein, wenn einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Benalapril einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Benalapril einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt,

  • wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Blutgef√§√üe im Gehirn leiden
  • wenn Sie an Ver√§nderungen in der Blutbildung leiden, wie z. B. einer verminderten Anzahl von oder einem Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen (Neutropenie/Agranulozytose), einer niedrigen Anzahl an Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder einer verminderten Anzahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie)
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden (einschlie√ülich einer Nierenverpflanzung). Dies kann zu erh√∂hten Kaliumspiegeln im Blut f√ľhren, was schwerwiegend sein kann. Ihr Arzt muss m√∂glicherweise die Dosis von Benalapril anpassen oder Ihren Kaliumspiegel im Blut √ľberwachen.
  • wenn Sie eine Blutw√§sche (Dialyse) erhalten
  • wenn bei Ihnen das Risiko eines √ľberm√§√üigen Blutdruckabfalls besteht, weil Sie an St√∂rungen des Salz- und Fl√ľssigkeitshaushaltes leiden, z. B. weil Sie harntreibende Arzneimittel einnehmen oder eine salzarme Di√§t durchf√ľhren oder als Folge von Erbrechen oder Durchfall
  • wenn Sie Kaliumerg√§nzungsmittel einnehmen, kaliumsparende Arzneimittel oder Pr√§parate, die Kaliumsalze enthalten, einnehmen
  • wenn Sie √§lter als 70 Jahre sind
  • wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. Sie sollten Ihr Blut auf niedrige Blutzuckerspiegel √ľberpr√ľfen lassen, besonders im ersten Monat der Behandlung. Der Kaliumspiegel im Blut kann in diesem Fall erh√∂ht sein.
  • wenn bei Ihnen bereits einmal eine allergische Reaktion auftrat, mit Schwellung an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und mit Schluck- oder Atembeschwerden. Bitte beachten Sie, dass Patienten mit schwarzer Hautfarbe ein erh√∂htes Risiko haben, so auf ACE-Hemmer zu reagieren.
  • wenn bei Ihnen ein hartn√§ckiger trockner Husten auftritt
  • wenn Sie niedrigen Blutdruck haben (Sie k√∂nnen das eventuell als Schw√§che- oder Schwindelgef√ľhl, besonders im Stehen, bemerken.)
  • wenn Sie an einer Kollagen-Erkrankung mit Gef√§√übeteiligung leiden (z. B. Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie), wenn Sie mit Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdr√ľcken behandelt werden oder wenn Sie Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht) oder Procainamid (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen) oder Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen) erhalten, bzw. wenn Sie gleichzeitig mehrere der o. g. Risikofaktoren aufweisen
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angio√∂dems erh√∂ht sein:
    • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.
    • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).
    • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.
    • Alteplase (Arzneimittel zur Aufl√∂sung von Blutgerinnseln).
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet ‚Äď z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben
    • Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěBenalapril darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Die Einnahme von Benalapril in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Benalapril darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Benalapril in diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Bitte beachten Sie, dass bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe die Blutdrucksenkung durch ACE-Hemmer im Vergleich zu Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe weniger stark ist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Benalapril einnehmen.

Wenn Sie eine besondere Behandlung erhalten sollen

Wenn eine der folgenden Behandlungen f√ľr Sie geplant ist, informieren Sie bitte Ihren Arzt, dass Sie Benalapril einnehmen:

  • alle Operationen oder jeder Einsatz von Bet√§ubungs- oder Narkosemitteln (auch beim Zahnarzt)
  • eine Behandlung zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut, die als LDL-Apherese bezeichnet wird
  • eine Desensibilisierungsbehandlung, um das Ausma√ü einer allergischen Reaktion auf Bienen- oder Wespenstiche zu vermindern.

Wenn eine der o. g. Behandlungen oder Eingriffe f√ľr Sie geplant ist, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt.

Kinder und Jugendliche

Die Daten zur Anwendung von Enalaprilmaleat bei Kindern mit Bluthochdruck sind begrenzt. Bez√ľglich der anderen Anwendungsgebiete gibt es keine Daten. Zur Anwendung von Enalaprilmaleat liegen Daten zur Vertr√§glichkeit und Wirksamkeit nur zur Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren bei der Behandlung von Bluthochdruck vor, daher wird Benalapril f√ľr Kinder ausschlie√ülich zur Behandlung dieser Erkrankung empfohlen.

Neugeborene, Kinder und Jugendliche mit Nierenerkrankungen sollen nicht mit Benalapril behandelt werden.

Einnahme von Benalapril zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Einige Arzneimittel k√∂nnen in ihrer Wirkung durch Benalapril beeinflusst werden, sowie auch andere Arzneimittel die Wirkung von Benalapril beeinflussen k√∂nnen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, insbesondere wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel einnehmen oder anwenden:

  • Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, darf nicht zusammen mit Benalapril angewendet werden (siehe Abschnitt ‚ÄěBenalapril darf nicht eingenommen werden‚Äú)
  • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.
  • Arzneimittel, die zur Verhinderung einer Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren geh√∂ren). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚ÄĚ.
  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid) und andere Arzneimittel, die

den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erh√∂hen k√∂nnen (z. B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)

  • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes
  • Arzneimittel, die zur Aufl√∂sung von Blutgerinnseln verwendet werden (Thrombolytika). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚ÄĚ.
  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel, wie z. B. Betablocker, oder harntreibende Arzneimittel (Wassertabletten bezeichnet als ‚ÄěDiuretika‚Äú).
    Wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen siehe auch Abschnitte ‚ÄěBenalapril darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.
  • Nitroglycerin und andere Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Angina pectoris)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (einschlie√ülich blutzuckersenkender Arzneimittel zur Einnahme und Insulin)
  • Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen)
  • Arzneimittel gegen Depressionen, die als trizyklische Antidepressiva bezeichnet werden
  • Arzneimittel zur Behandlung seelischer Probleme, die als Antipsychotika bezeichnet werden
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Husten und Erk√§ltungen oder Arzneimittel zur Gewichtsabnahme, die einen als ‚ÄěSympathomimetikum‚Äú bezeichneten Stoff enthalten
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen oder Gelenkerkrankungen darunter auch Goldpr√§parate
  • entz√ľndungshemmende Arzneimittel, die auch zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden (nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAIDs] einschlie√ülich selektiver COX-2- Hemmer)
  • Aspirin (Acetylsalicyls√§ure)
  • Alkohol

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Benalapril einnehmen.

Einnahme von Benalapril zusammen mit Nahrungsmitteln

Benalapril kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Benalapril vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Benalapril in der fr√ľhen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Benalapril darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Benalapril in diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Fr√ľhgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Benalapril einnehmen.

Bei √§lteren S√§uglingen sollte der Arzt Sie √ľber Nutzen und m√∂gliche Sch√§den der Anwendung von Benalapril in der Stillzeit im Vergleich zu Behandlungsalternativen aufkl√§ren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie k√∂nnen unter der Behandlung Schwindel oder M√ľdigkeit sp√ľren. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie kein Fahrzeug steuern oder Werkzeuge bzw. Maschinen bedienen.

Benalapril enthält Lactose

Benalapril enth√§lt Lactose, eine Zuckerart. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Es ist sehr wichtig, Benalapril so lange einzunehmen, wie es von Ihrem Arzt verordnet wird.
  • Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein, als verordnet.

Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Die Einnahme kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten erfolgen. Die angegebene Tagesmenge wird in der Regel morgens auf einmal eingenommen, kann aber gegebenenfalls auch auf 2 Einnahmen morgens und abends verteilt werden.

Teilung der Tablette
Bitte legen Sie die Tablette mit der Bruchkerbe nach oben auf eine ebene und harte Unterlage. Brechen Sie nun die Tablette entlang der Bruchkerbe, wie in den Abbildungen gezeigt, indem Sie sie mit beiden Zeigefingern auf die Unterlage dr√ľcken.

Bluthochdruck

  • Die Behandlung wird normalerweise mit einer Dosis von 5 mg bis 20 mg Enalaprilmaleat (entspricht 1 Benalapril 5 mg Tablette bis 1 Benalapril 20 mg Tablette) einmal t√§glich begonnen.
  • Einige Patienten ben√∂tigen m√∂glicherweise zu Beginn der Behandlung eine niedrigere Dosis.
  • Die normale Dosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 20 mg Enalaprilmaleat (entspricht 1 Benalapril 20 mg Tablette) einmal t√§glich.
  • Die H√∂chstdosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 40 mg Enalaprilmaleat (entspricht 2 Benalapril 20 mg Tabletten) einmal t√§glich.

Herzleistungsschwäche

  • Die Behandlung wird normalerweise mit einer Dosis von 2,5 mg Enalaprilmaleat (entspricht ¬Ĺ Tablette Benalapril 5 mg) einmal t√§glich begonnen.
  • Ihr Arzt wird diese Menge schrittweise erh√∂hen, bis die Dosis erreicht wird, die f√ľr Sie geeignet ist.
  • Die normale Dosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 20 mg Enalaprilmaleat (entspricht 1 Benalapril 20 mg Tablette) pro Tag, einmal t√§glich oder auf zwei Dosen verteilt.
  • Die H√∂chstdosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 40 mg Enalaprilmaleat (entspricht 2 Benalapril 20 mg Tabletten) pro Tag auf zwei Dosen verteilt.

Patienten mit Nierenerkrankungen

Die Dosis des Arzneimittels wird der Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren angepasst.

  • M√§√üige Nierenerkrankung: 5 mg bis 10 mg Enalaprilmaleat (entspricht 1 Benalapril 5 mg Tablette bis 1 Benalapril 10 mg Tablette) pro Tag
  • Schwere Nierenerkrankung: 2,5 mg Enalaprilmaleat (entspricht ¬Ĺ Tablette Benalapril 5 mg) pro Tag
  • Dialysepatienten: 2,5 mg Enalaprilmaleat (entspricht ¬Ĺ Tablette Benalapril 5 mg) pro Tag. An dialysefreien Tagen kann die Dosis der H√∂he Ihres Blutdrucks angepasst werden.

√Ąltere Patienten

Ihr Arzt wird Ihre Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion festlegen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Erfahrungen mit der Anwendung von Benalapril bei Kindern mit Bluthochdruck sind begrenzt. Wenn die Kinder Tabletten schlucken können, wird die Dosis dem Gewicht und dem Blutdruck des Kindes angepasst.

Zu Beginn der Behandlung beträgt die Dosis normalerweise:

  • Kinder mit einem Gewicht zwischen 20 kg und 50 kg: 2,5 mg Enalaprilmaleat (entspricht ¬Ĺ Tablette Benalapril 5 mg Tablette) pro Tag
  • Kinder mit einem Gewicht √ľber 50 kg: 5 mg Enalaprilmaleat (entspricht 1 Benalapril 5 mg Tablette) pro Tag

Die Dosis kann dem Bedarf des Kindes entsprechend angepasst werden:

Eine Tageshöchstdosis von 20 mg Enalaprilmaleat (entspricht 1 Benalapril 20 mg Tablette) kann von Kindern mit einem Gewicht zwischen 20 kg und 50 kg eingenommen werden.

  • Eine Tagesh√∂chstdosis von 40 mg Enalaprilmaleat (entspricht 2 Benalapril 20 mg Tabletten) kann von Kindern mit einem Gewicht √ľber 50 kg eingenommen werden.

Benalapril wird nicht f√ľr die Behandlung von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und nicht f√ľr die Behandlung von Kindern mit Nierenerkrankungen empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Benalapril eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Benalapril eingenommen haben als verordnet, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Verpackung von Benalapril mit. Sie k√∂nnen Schwindel oder Benommenheit als Folge eines pl√∂tzlichen oder starken Blutdruckabfalls versp√ľren.

Wenn Sie die Einnahme von Benalapril vergessen haben

  • Wenn Sie eine Dosis vergessen, lassen Sie diese aus.
  • Nehmen Sie die n√§chste Dosis wie gew√∂hnlich ein.
  • Nehmen Sie keine zus√§tzliche Dosis ein, um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Benalapril abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit Benalapril nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Folgende Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:

Beenden Sie die Behandlung mit Benalapril und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken:

  • Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, die Atem- und Schluckbeschwerden bereiten k√∂nnen
  • Schwellungen an H√§nden, F√ľ√üen oder Kn√∂cheln
  • Auftreten eines Hautausschlages mit roten Quaddeln (Nesselsucht)

Bitte beachten Sie, dass f√ľr Patienten mit schwarzer Hautfarbe das Risiko f√ľr diese Art von Reaktion h√∂her ist. Wenn eines der o. g. Anzeichen auftritt, beenden Sie bitte umgehend die Einnahme von Benalapril und wenden Sie sich an einen Arzt.

Zu Beginn der Behandlung mit Benalapril k√∂nnen Sie sich schwach oder schwindelig f√ľhlen. In diesem Fall hilft es, sich hinzulegen. Diese Beschwerden werden durch die Blutdrucksenkung verursacht und sollten sich mit andauernder Behandlung verbessern. Wenn Sie sich Sorgen machen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zu den weiteren Nebenwirkungen zählen:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Schwindel-, Schw√§che- oder √úbelkeitsgef√ľhl

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Niedriger Blutdruck, Ver√§nderungen des Herzrhythmus, schneller Herzschlag, Engegef√ľhl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder Schmerzen im Brustkorb
  • Kopfschmerzen, Ohnmacht (Synkope)
  • Ver√§nderungen des Geschmackssinns, Kurzatmigkeit
  • Durchfall oder Bauchschmerzen, Hautausschlag
  • M√ľdigkeit/Abgeschlagenheit, Depression
  • Allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und Kehlkopf mit Schluck- oder Atembeschwerden
  • Erh√∂hte Blutkaliumspiegel, erh√∂hte Blutkreatininspiegel (beides wird normalerweise durch Labortests festgestellt)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Pl√∂tzlicher Blutdruckabfall
  • Schneller oder unregelm√§√üiger Herzschlag/Herzklopfen
  • Herzinfarkt (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei bestimmten besonders gef√§hrdeten Patienten wie z. B. Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe oder an den Blutgef√§√üen des Gehirns)
  • Blutarmut (An√§mie einschlie√ülich aplastischer und h√§molytischer An√§mie)
  • Schlaganfall (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei besonders gef√§hrdeten Patienten)
  • Verwirrung, Schlaflosigkeit, oder Schl√§frigkeit, Nervosit√§t
  • Kribbeln oder taubes Gef√ľhl auf der Haut
  • Drehschwindel (Vertigo)
  • Ohrger√§usche (Tinnitus)
  • Laufende Nase, Halsschmerzen oder Heiserkeit
  • Asthma
  • Verlangsamte Darmpassage (einschlie√ülich Darmverschluss), Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • √úbelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Appetitlosigkeit
  • Magenreizungen, trockener Mund, Magengeschw√ľr, verminderte Nierenfunktion, Nierenversagen
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Juckreiz oder Nesselsucht
  • Haarausfall
  • Muskelkr√§mpfe, Hitzewallungen (Flush), allgemeines Unwohlsein, erh√∂hte Temperatur (Fieber), Impotenz
  • Hoher Eiwei√ügehalt im Urin (durch einen Labortest festzustellen)
  • Niedriger Blutzucker- oder Blutnatriumspiegel, hoher Blutharnstoffwert (alles wird in Labortests festgestellt)

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Durch verminderten Blutfluss bedingt sehr kalte und wei√üe H√§nde und F√ľ√üe, was als ‚ÄěRaynaud-Ph√§nomen‚Äú bezeichnet wird
  • Ver√§nderte Blutwerte wie erniedrigte Anzahl wei√üer und roter Blutk√∂rperchen, erniedrigter H√§moglobinwert, erniedrigte Anzahl Blutpl√§ttchen
  • Unterdr√ľckung der Knochenmarksfunktion
  • Autoimmun-Krankheiten
  • Ungew√∂hnliche Tr√§ume oder Schlafst√∂rungen
  • Ver√§nderungen im Lungengewebe (pulmonale Infiltrate)
  • Entz√ľndungen an der Nase
  • Lungenentz√ľndung
  • Entz√ľndungen an den Wangen, am Gaumen, Zunge, Lippen und Rachen einschl. Kehlkopf
  • Verringerte Urinausscheidung
  • Eine als ‚ÄěErythema multiforme‚Äú bezeichnete Hautreaktion
  • Schwerwiegende Hauterkrankungen, wie Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse, welche z. B. mit R√∂tung und Absch√§len der Haut sowie mit Blasenbildung und Abl√∂sung der oberen Hautschichten einhergehen
  • Lebererkrankungen wie Einschr√§nkung der Leberfunktion/Leberversagen, Leberentz√ľndung, Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut oder Augen), erh√∂hte Werte von Leberenzymen oder Bilirubin (wird in einem Labortest des Blutes gemessen)
  • Vergr√∂√üerte Brustdr√ľsen bei M√§nnern

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Schwellungen im Magendarmtrakt (intestinales Angioödem)

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Syndrom der ungen√ľgenden Aussch√ľttung des Antidiuretischen Hormons (SIADH), das zu niedrigen Spiegeln von Natrium im Blut f√ľhrt (die Anzeichen sind M√ľdigkeit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen √ľber das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Benalapril enthält

Der Wirkstoff ist: Enalaprilmaleat.

Benalapril 5 mg Tabletten

1 Tablette (mit Teilungskerbe) enthält 5 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Gelatine, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], leichtes basisches Magnesiumcarbonat, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)

Benalapril 10 mg Tabletten

1 Tablette (mit Teilungskerbe) enthält 10 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, leichtes basisches Magnesiumcarbonat, Gelatine, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Eisen(II,III)-oxid (braun, E 172)

Benalapril 20 mg Tabletten

1 Tablette (mit Teilungskerbe) enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, leichtes basisches Magnesiumcarbonat, Gelatine, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Eisen(III)-oxid (rot, E 172)

Wie Benalapril aussieht und Inhalt der Packung

Benalapril 5 mg Tabletten

Nahezu weiße, leicht gewölbte Tabletten mit Facettenrand und einseitiger Teilungskerbe

Benalapril 10 mg Tabletten

Schwach braune, leicht gewölbte Tabletten mit Facettenrand und einseitiger Teilungskerbe

Benalapril 20 mg Tabletten

Schwach rötliche, leicht gewölbte Tabletten mit Facettenrand und einseitiger Teilungskerbe

Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten.

Möglicherweise werden nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125

12489 Berlin, Deutschland

Hersteller

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125

12489 Berlin, Deutschland

oder

Menarini - Von Heyden GmbH

Leipziger Straő≤e 7‚Äď13

01097 Dresden, Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Benalapril 5 mg - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Berlin-Chemie AG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 08.07.1997
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden