Wirkstoff(e) Cholecalciferol (Vitamin D3)
Zulassungsland Österreich
Hersteller Dermapharm GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.10.2015
ATC Code A11CC05
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen

Zulassungsinhaber

Dermapharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Dekristolmin enthÀlt Vitamin D3 (Colecalciferol) zur Regulation der Aufnahme und des Stoffwechsels von Calcium sowie des Calciumeinbaus in das Knochengewebe.

Dekristolmin wird angewendet

  • zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörung des Skeletts im Wachstumsalter) und Osteomalazie (Knochenerweichung) bei Kindern und Erwachsenen
  • zur Vorbeugung einer Vitamin-D-Mangelerkrankung bei Kindern und Erwachsenen mit erkennbarem Risiko
  • zur unterstĂŒtzenden Behandlung der Osteoporose (Abbau des Knochengewebes) bei Erwachsenen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dekristolmin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Colecalciferol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie unter HyperkalzĂ€mie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) leiden
  • wenn Sie Hyperkalzurie (erhöhte Calciumkonzentration im Harn) haben
  • wenn bei Ihnen eine Hypervitaminose D (hohe Vitamin-D-Konzentrationen im Blut) diagnostiziert wurde
  • wenn Sie Nierensteine haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Dekristolmin einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Dekristolmin ist erforderlich,

  • wenn Sie zur Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen neigen.
  • falls bei Ihnen eine gestörte Ausscheidung von Calcium und Phosphat ĂŒber die Niere vorliegt.
  • wenn Sie mit Arzneimitteln zur Förderung der Harnausscheidung (Benzothiadiazin-Derivate) behandelt werden.
  • wenn Ihre BewegungsfĂ€higkeit stark eingeschrĂ€nkt ist, da in diesem Fall das Risiko einer HyperkalzĂ€mie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) und Hyperkalzurie (erhöhte Calciumkonzentration im Harn) besteht.
  • falls Sie unter Sarkoidose leiden (eine spezifische Erkrankung, welche das Bindegewebe in Lunge, Haut und Gelenken angreift), da das Risiko einer verstĂ€rkten Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form besteht.
    In diesem Fall mĂŒssen bei Ihnen die Calciumspiegel im Blut und Urin ĂŒberwacht werden.
  • wenn Ihr Parathormon-Haushalt gestört ist (Pseudohypoparathyreoidismus), da der Vitamin-D- Bedarf durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein kann. Dann besteht das Risiko einer lang dauernden Überdosierung. Hierzu stehen leichter steuerbare Wirkstoffe mit Vitamin-D-AktivitĂ€t zur VerfĂŒgung.

Wenn Ihre Nierenfunktion gestört ist und Sie mit Dekristolmin behandelt werden, muss Ihr Arzt die Auswirkung der Behandlung auf den Calcium- und Phosphathaushalt ĂŒberwachen.

Wenn andere Vitamin-D-haltige Arzneimittel verordnet werden, muss die Dosis an Vitamin D von Dekristolmin berĂŒcksichtigt werden. ZusĂ€tzliche Verabreichungen von Vitamin D oder Calcium dĂŒrfen nur unter Ă€rztlicher Überwachung erfolgen. In solchen Ă€llen mĂŒssen die Calciumspiegel im Blut und Urin ĂŒberwacht werden.

SĂ€uglinge und Kleinkinder

Dekristolmin darf bei SĂ€uglingen und Kleinkindern nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da diese die Tabletten möglicherweise nicht schlucken können. Es wird empfohlen, stattdessen die Tabletten wie angegeben aufzulösen (siehe Abschnitt 3 „Wie ist Dekristolmin einzunehmen?“) oder Tropfen zu verwenden.

Tagesdosen ĂŒber 500 I.E.

WĂ€hrend einer Langzeitbehandlung mit Dekristolmin ĂŒber 500 I.E. tĂ€glich mĂŒssen die Calciumspiegel im Blut und im Urin ĂŒberwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins ĂŒberprĂŒft werden. Diese Überwachung ist besonders wichtig bei Ă€lteren Patienten und bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden (Arzneimittel zur örderung der Funktion der Herzmuskulatur) oder Diuretika (Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung). Im Falle von HyperkalzĂ€mie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) oder Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion muss die Dosis verringert oder die Behandlung unterbrochen werden. Es empfiehlt sich die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Calciumgehalt im Harn 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) ĂŒberschreitet.

Einnahme von Dekristolmin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung von Dekristolmin kann durch gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel beeintrÀchtigt werden:

  • Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) oder Barbiturate (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie und Schlafstörungen sowie zur Narkose)
  • Glukokortikoide (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen)
  • Rifampicin und Isoniazid (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose)
  • Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung eines hohen Cholesterinspiegels), AbfĂŒhrmittel (Laxantien) mit flĂŒssigem Paraffin
  • Actinomycin (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Imidazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen)
  • Orlistat (Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht).

Die Wirkung/Nebenwirkungen von Dekristolmin können durch die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel verstÀrkt werden:

  • Vitamin-D-Metabolite oder -Analoga (z. B. Calcitriol):
    Eine Kombination mit Dekristolmin wird nur in AusnahmefĂ€llen und unter strenger Überwachung empfohlen.
  • Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung (Thiazid-Diuretika):
    Die Verringerung der Calciumausscheidung ĂŒber die Niere kann zu erhöhten Calciumkonzentrationen im Blut (HyperkalzĂ€mie) fĂŒhren. Die Calciumspiegel im Blut und im Urin mĂŒssen daher wĂ€hrend einer Langzeitbehandlung ĂŒberwacht werden.

Das Nebenwirkungsrisiko folgender Arzneimittel kann durch die gleichzeitige Anwendung von Dekristolmin erhöht sein:

  • Herzglykoside (Arzneimittel zur Förderung der Funktion der Herzmuskulatur):
    Das Risiko fĂŒr Herzrhythmusstörungen kann infolge einer Erhöhung der Calciumspiegel im Blut wĂ€hrend der Behandlung mit Vitamin D zunehmen. In solchen FĂ€llen muss der behandelnde Arzt eine EKG-Überwachung sowie eine Kontrolle der Calciumkonzentrationen im Blut und im Urin sowie des Arzneimittelspiegels im Blut durchfĂŒhren.

Einnahme von Dekristolmin zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Dekristolmin Tabletten mĂŒssen zusammen mit Speisen und GetrĂ€nken eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Schwangere Frauen dĂŒrfen nicht mehr als 600 I.E. Vitamin D tĂ€glich bzw. nicht mehr als 1 Tablette Dekristolmin 400 I.E. einnehmen. Überdosierungen von Vitamin D in der Schwangerschaft mĂŒssen verhindert werden, da eine langanhaltende HyperkalzĂ€mie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) zu körperlicher und geistiger Behinderung sowie angeborenen Herz- und Augenerkrankungen des Kindes fĂŒhren kann.

Stillzeit

Frauen dĂŒrfen wĂ€hrend der Behandlung mit Dekristolmin stillen. Vitamin D und seine Stoffwechselprodukte gehen in die Muttermilch ĂŒber, dies muss bei Verabreichung von zusĂ€tzlichem Vitamin D an SĂ€uglinge berĂŒcksichtigt werden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und Ă€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Dekristolmin die VerkehrstĂŒchtigkeit und die Ă€higkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst.

Dekristolmin enthÀlt Lactose und Saccharose

Bitte nehmen Sie Dekristolmin erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Zur Vorbeugung gegen Rachitis und Osteomalazie bei Kindern und Erwachsenen

TĂ€glich 1 Tablette Dekristolmin 400 I.E. (entsprechend 0,01 mg oder 400 I.E. Vitamin D3).

Zur Vorbeugung gegen Rachitis bei FrĂŒhgeborenen

TĂ€glich 2 Tabletten Dekristolmin 400 I.E. (entsprechend 0,02 mg oder 800 I.E. Vitamin D3). Die Dosierung ist vom behandelnden Arzt festzulegen.

Zur Vorbeugung einer Vitamin-D-Mangelerkrankung bei Kindern und Erwachsenen mit erkennbarem Risiko

SĂ€uglinge (0 - 12 Monate):

TĂ€glich 1 Tablette Dekristolmin 400 I.E. (entsprechend 0,01 mg oder 400 I.E. Vitamin D3).

Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

TĂ€glich 1 - 2 Tabletten Dekristolmin 400 I.E. (entsprechend 0,01 - 0,02 mg oder 400 - 800 I.E. Vitamin D3).

Zur unterstĂŒtzenden Behandlung der Osteoporose bei Erwachsenen

TĂ€glich 2 Tabletten Dekristolmin 400 I.E. (entsprechend 0,02 mg oder 800 I.E. Vitamin D3).

Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Wasser ein.

Über die notwendige Dauer der Anwendung befragen Sie bitte Ihren Arzt.

Tagesdosen ĂŒber 500 I.E./Tag

WĂ€hrend einer Langzeitbehandlung mit Dekristolmin in Tagesdosen ĂŒber 500 I.E. mĂŒssen die Calciumspiegel im Blut und im Urin regelmĂ€ĂŸig ĂŒberwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins ĂŒberprĂŒft werden. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung entsprechend den Blutcalciumwerten vorzunehmen.

Anwendung bei SĂ€uglingen und Kleinkindern

Die Tablette auf einem Teelöffel mit Wasser oder Milch zerfallen lassen und die aufgelöste Tablette dem Kind direkt, am besten wÀhrend einer Mahlzeit, in den Mund geben.

Der Zusatz der Tabletten zu einer Flaschen- oder Breimahlzeit fĂŒr SĂ€uglinge ist nicht zu empfehlen, da hierbei keine vollstĂ€ndige Vitamin-D-Zufuhr garantiert werden kann.

Sofern die Tabletten dennoch in der Nahrung verabreicht werden, darf die Zugabe erst nach Aufkochen und anschließendem AbkĂŒhlen der Nahrung erfolgen. Bei der Verwendung vitaminisierter Nahrung ist die darin enthaltene Vitamin-D-Menge zu berĂŒcksichtigen.

SÀuglinge erhalten Dekristolmin von der zweiten Lebenswoche an bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Im zweiten Lebensjahr sind weitere Gaben von Dekristolmin zu empfehlen, vor allem wÀhrend der Wintermonate.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Dekristolmin eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie oder Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge von Dekristolmin eingenommen haben als Sie sollten, verstĂ€ndigen Sie sofort einen Arzt.

Die Anzeichen einer Überdosierung sind wenig charakteristisch und Ă€ußern sich in Übelkeit, Erbrechen, anfangs oft DurchfĂ€llen, spĂ€ter Verstopfung, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Arrhythmien (unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag), AzotĂ€mie (erhöhte Stickstoffkonzentration im Blut), gesteigertem Durst, erhöhtem Harndrang und in der Endphase Austrocknung.

Befragen Sie bitte Ihren Arzt zu den Anzeichen einer Überdosierung von Vitamin D. Ein spezielles Gegenmittel existiert nicht.

Ihr Arzt wird die notwendigen Gegenmaßnahmen einleiten.

Wenn Sie die Einnahme von Dekristolmin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Dekristolmin abbrechen

Bei einer Unterbrechung oder vorzeitigem Ende der Behandlung können sich Ihre Beschwerden wieder verschlechtern oder erneut auftreten. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die HĂ€ufigkeiten der Nebenwirkungen sind nicht bekannt, da keine grĂ¶ĂŸeren klinischen Studien durchgefĂŒhrt wurden, die eine AbschĂ€tzung der HĂ€ufigkeiten erlauben.

Brechen Sie die Einnahme von Dekristolmin ab und verstÀndigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn eines der folgenden Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion auftritt:

  • geschwollenes Gesicht, Anschwellen der Lippen, der Zunge oder des Rachens
  • Schluckstörungen
  • Nesselausschlag und Atembeschwerden.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

  • erhöhte Calciumkonzentration im Blut (HyperkalzĂ€mie) und erhöhte Calciumkonzentration im Urin (Hyperkalzurie)
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Verstopfung, BlĂ€hungen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall
  • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag oder Nesselsucht.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „Verw. bis:“ bzw. „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 25°C lagern.

Die Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Dekristolmin 400 I.E. enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Colecalciferol.
    Eine Tablette enthÀlt 4 mg Colecalciferol-Konzentrat (Pulverform) (entsprechend 10 Mikrogramm Colecalciferol = 400 I.E. Vitamin D3).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, MaisstÀrke, Modifizierte MaisstÀrke, CarboxymethylstÀrke-Natrium (Typ A), Saccharose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Natriumascorbat, Mittelkettige Triglyzeride, All-rac-alpha-Tocopherol.

Wie Dekristolmin 400 I.E. Tabletten aussieht und Inhalt der Packung

Dekristolmin 400 I.E. Tabletten sind runde, schwach gewölbte, weiße bis gelbliche Tabletten.

Dekristolmin 400 I.E. Tabletten sind in Blisterpackungen mit 20, 50, 100 und 200 Tabletten erhĂ€ltlich. Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Dermapharm GmbH

Kleeblattgasse 31010 Wien

Tel.: +43-13193001-0

Fax: +43-13193001-40

Hersteller

mibe GmbH Arzneimittel MĂŒnchener Straße 15 06796 Brehna Deutschland

Z.Nr.: 136629

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland: Colecalciferol mibe 400 I.E. Tabletten
Kroatien: Dekristolmin 400 IU tablete

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im JĂ€nner 2016.

Sonstige Hinweise

Vitamin D hat vielfĂ€ltige Funktionen im menschlichen Körper. Es ist wichtig fĂŒr die Knochengesundheit durch Mineralisierung des Knochens, sowie fĂŒr die Muskelentwicklung und Muskelkraft. Es reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und ist auch an weiteren StoffwechselvorgĂ€ngen im Körper beteiligt.

Des Weiteren lieferten Forschungsergebnisse der letzten Jahre Hinweise auf eine Rolle des Vitamin D fĂŒr die PrĂ€vention verschiedener chronischer Krankheiten.

Die deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt eine tĂ€gliche Vitamin-D-Zufuhr von bis zu 800 I.E. (Internationalen Einheiten). Dieser Referenzwert fĂŒr die Vitamin-D-Zufuhr ist als SchĂ€tzwert unter der Annahme einer fehlenden endogenen Synthese anzusehen.

Inzwischen gibt es jedoch Diskussionen darĂŒber, inwieweit diese Menge wirklich ausreicht, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Es werden Dosierungen im Bereich von 1.000-2.000 I.E. pro Tag diskutiert. Einen konkreten Nachweis hierfĂŒr gibt es jedoch derzeit noch nicht.

Generell gibt es zwei Wege, um dem Körper Vitamin D zuzufĂŒhren:

  1. durch Sonnenlicht
  2. ĂŒber die ErnĂ€hrung

1. Sonnenlicht

Die Vitamin-D-Produktion im Körper erfolgt ĂŒber Sonnenbestrahlung der Haut. Bei regelmĂ€ĂŸigem Aufenthalt im Freien wird der Großteil des Vitamin D vom Körper selbst gebildet und zwar zu ca. 80- 90 %.

Die körpereigene Bildung schwankt von Mensch zu Mensch und ist von weiteren Faktoren, wie dem Breitengrad und der Jahreszeit, abhĂ€ngig. Es wird empfohlen, sich insgesamt ca. 5 bis 25 Minuten pro Tag mit unbedecktem Gesicht, HĂ€nden und grĂ¶ĂŸeren Teilen von Armen und Beinen der Sonne auszusetzen.

Zu den Risikogruppen fĂŒr eine Unterversorgung gehören Menschen, die sich kaum oder gar nicht im Freien aufhalten oder nur mit bedecktem Körper nach draußen gehen. Außerdem zĂ€hlen zu den Risikogruppen Menschen mit einer dunklen Hautfarbe, da sie weniger Vitamin D bilden können. Eine weitere wichtige Risikogruppe sind Ă€ltere Menschen, da die Vitamin-D-Bildung im Alter deutlich abnimmt. Außerdem zĂ€hlen SĂ€uglinge zu den Risikogruppen fĂŒr eine Vitamin-D-Unterversorgung, da SĂ€uglinge grundsĂ€tzlich nicht einer direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden dĂŒrfen. Außerdem ist zu berĂŒcksichtigen, dass Pflegeprodukte mit hohen Lichtschutzfaktoren ebenfalls in hohem Maße die Vitamin-D-Produktion beeintrĂ€chtigen (bei LSF von 10 bereits Verringerung um 95 %).

2. ErnÀhrung

Die Vitamin-D-Zufuhr ĂŒber die ErnĂ€hrung mit den ĂŒblichen Lebensmitteln hat nur einen relativ geringen Anteil (10 bis 20 Prozent) an der Vitamin-D-Versorgung.

Es gibt nur wenige Lebensmittel, meist tierischer Herkunft, die Vitamin D in nennenswerten Mengen enthalten. Dazu gehören insbesondere Fettfische (z. B. Lachs, Hering, Makrele) und in deutlich geringerem Maße Leber, Margarine (mit Vitamin D angereichert), Eigelb und einige Speisepilze.

Wenn eine gezielte Verbesserung der Versorgung, insbesondere bei Risikogruppen, weder durch die körpereigene Vitamin-D-Bildung durch Sonnenbestrahlung noch durch die ErnÀhrung zu erreichen ist, empfiehlt sich die zusÀtzliche Einnahme von Vitamin-D-PrÀparaten.

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Hersteller Dermapharm GmbH
Suchtgift Nein
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Zulassungsdatum 30.10.2015
ATC Code A11CC05
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden