Wirkstoff(e) Desmopressin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 06.05.1991
ATC Code H01BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hypophysenhinterlappenhormone

Zulassungsinhaber

Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Octostim 15 ¬Ķg/ml - Ampullen Desmopressin Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H.
Desmopressin Actavis 0,1mg/ml Nasenspray Desmopressin Actavis
Minirin Melt 60 ¬Ķg - Lyophilisat zum Einnehmen Desmopressin Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H.
Nocdurna 50 Mikrogramm ‚Äď Lyophilisat zum Einnehmen Desmopressin FERRING Arzneimittel Ges.m.b.H
Novidin 0,2 mg - Tabletten Desmopressin Gebro Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

MINIRIN ist dem Vasopressin, einem nat√ľrlichen Hormon der Gehirnanhangdr√ľse nachgebildet, das prim√§r den Wasserhaushalt des K√∂rpers regelt und so auch zu einer Herabsetzung der Harnausscheidung f√ľhrt. MINIRIN steigert die Menge des f√ľr die Blutgerinnung notwendigen Faktors VIII.

MINIRIN - Ampullen werden verwendet

Als Antidiuretikum (Mittel, das die Wasserausscheidung hemmt).

Zentraler Diabetes insipidus (Erkrankung mit erh√∂hter Wasserausscheidung, bei der die ADH- Bildung im Gehirn gest√∂rt ist; ADH = antidiuretisches Hormon ist ein Hormon der Hirnanhangdr√ľse, das die Wasserausscheidung vermindert) - idiopathisch; nach Hypophysektomie (Ausschaltung der Hirnanhangdr√ľse), Operationen im Hypophysenbereich oder Sch√§delhirnverletzungen

Als Antihämorrhagikum (Mittel, das die Blutgerinnungsaktivität steigert).

  • zur Steigerung der Faktor VIII-Gerinnungsaktivit√§t (Faktor VIII = wichtiger k√∂rpereigener Stoff, der zur Blutgerinnung ben√∂tigt wird) vor Operationen, Zahnextraktionen und nach Unf√§llen bei leichter bis mittelschwerer H√§mophilie A (erbliche St√∂rung der Blutgerinnung durch Mangel an Faktor VIII) und von-Willebrand-J√ľrgens-Krankheit (erbliche St√∂rung der Blutgerinnung, bei der die Aktivit√§t von Faktor VIII stark vermindert ist) bei ausreichender Wirksamkeit.
    F√ľr die Behandlung von Erwachsenen wird wegen der h√∂heren Wirkstoffkonzentration auf die OCTOSTIM-Pr√§parate verwiesen.

Als Diagnostikum (Mittel zur Erkennung von Krankheiten)

  • Differentialdiagnose des Diabetes insipidus;
  • Schnelltest zur Bestimmung der Konzentrationsf√§higkeit der Niere ohne Dursten.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

MINIRIN - Ampullen d√ľrfen nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Desmopressinacetat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Schwangerschaftstoxikosen.
  • bei krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit stark erh√∂hter Fl√ľssigkeitsaufnahme (‚ÄěVieltrinker‚Äú).
  • bei bereits bestehendem vermindertem Gehalt des Blutserums an Natrium (Hyponatri√§mie)
  • bei Patienten mit Syndrom der inad√§quaten ADH-Sekretion (SIADH).
  • bei Herzleistungsschw√§che und anderen Erkrankungen, die eine Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln erfordern.
  • bei m√§√üig starken bis schweren Nierenfunktionsst√∂rungen.
  • bei Patienten mit von Willebrand-J√ľrgens-Syndrom bei (Subtyp IIb) und thrombotisch- thrombozytopenischer Purpura (TTP).

Bei Patienten mit Herzleiden, hohem Blutdruck und chronischem Nierenleiden m√ľssen die unten angef√ľhrten Nebenwirkungen in Betracht gezogen werden.

MINIRIN sollte mit Vorsicht bei zystischer Fibrose (generalisierter Funktionsst√∂rung von Dr√ľsen) angewendet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie:

  • an anderen Krankheiten leiden
  • Allergien haben oder
  • andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Alle vom Arzt angeordneten Kontrollen sind einzuhalten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie MINIRIN - Ampullen anwenden.

Bei sehr jungen oder älteren Patienten sowie bei bestimmten Grunderkrankungen

(z.B.: Bluthochdruck, Herzleiden, Nierenfunktionsstörungen) ist Vorsicht bei vermehrter Wasseraufnahme geboten.

Vermeiden Sie w√§hrend der Anwendung von MINIRIN eine √ľberm√§√üige Fl√ľssigkeitsaufnahme. Dies ist besonders wichtig bei Kleinkindern und bei √§lteren Patienten sowie bei Krankheiten mit gest√∂rtem Wasser- und Salzhaushalt und bei erh√∂htem Sch√§delinnendruck (intrakranieller Druck).

Die Behandlung ohne gleichzeitige Verminderung der Fl√ľssigkeitsaufnahme kann zu einer √úberw√§sserung des K√∂rpers (Wasserretention) und einem verminderten Natrium-Gehalt im Blut (Hyponatri√§mie) f√ľhren. Dies ist von Symptomen wie Kopfschmerzen, √úbelkeit/Erbrechen, erniedrigtem Natrium-Serumspiegel, Gewichtszunahme und in schweren F√§llen Kr√§mpfen begleitet.

√úberw√§sserung des K√∂rpers und sich daraus ergebender Natriummangel sind durch eine eingeschr√§nkte Fl√ľssigkeitsaufnahme weitgehend vermeidbar.

Sollten dennoch anhaltende Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten, ist der Arzt zu verständigen und gegebenenfalls die MINIRIN-Behandlung abzusetzen.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Warnhinweis: Die Anwendung des Arzneimittels MINIRIN kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Anwendung von MINIRIN - Ampullen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Medikamente können die Wirkung von MINIRIN - Ampullen beeinträchtigen. Folgende Arzneimittel können die Wirkung von MINIRIN - Ampullen verstärken:

  • Indometacin und eventuell andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs)
  • Clofibrat (zur Senkung der Blutfettwerte)
  • Oxytocin (zur F√∂rderung der Geburtswehen)
  • Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie)
  • Trizyklische Antidepressiva und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (zur Behandlung von Depressionen)
  • Chlorpromazin (zur Behandlung von psychischen Erkrankungen)

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von MINIRIN - Ampullen abschwächen:

  • Lithium (zur Behandlung von Depressionen)
  • Glibenclamid (zur Behandlung von Zuckerkrankheit)

Bestimmte Rheumamittel (nichtsteroidale Antirheumatika) können eine Überwässerung des Körpers (Wasserretention) und einen verminderten Natrium-Gehalt im Blut (Hyponatriämie) verursachen.

Loperamid (in bestimmten Mitteln gegen Durchfall enthalten) steigert die Konzentration von MINIRIN

im Blutserum und kann damit das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.

Anwendung von MINIRIN - Ampullen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie w√§hrend der Anwendung von MINIRIN eine √ľberm√§√üige Fl√ľssigkeitsaufnahme.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ob MINIRIN - Ampullen während der Schwangerschaft oder Stillperiode angewendet werden können, entscheidet Ihr Arzt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Desmopressin im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch gegebenenfalls das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

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Wie wird es angewendet?

Wie sind MINIRIN - Ampullen anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

MINIRIN wird i.v. oder i.m. injiziert.

MINIRIN - Ampullen als Antidiuretikum

Zentraler Diabetes insipidus sowie zentral traumatisch bedingte Polyurie und Polydipsie:

Zu Beginn der Behandlung muss die optimale Dosierung vom Arzt individuell durch Bestimmung der Harnmenge und Harnosmolalit√§t ermittelt werden. Bei nicht ausreichender Wirkung ist die Dosis zu erh√∂hen. Die Therapie sollte sich an zwei Parametern ausrichten: an einer angemessenen Schlafdauer und an einer ausgewogenen Fl√ľssigkeitszufuhr.

Injektion i.v., i.m. (1 ‚Äď 2mal t√§glich)

zur Verabreichung von:1 Ampulle verd√ľnnt mitGesamtmenge L√∂sungL√∂sungsmenge zur Injektion
1/4 Ampulle3 ml NaCl-Lsg4 ml1 ml
1/10 Ampulle9 ml NaCI-Lsg10 ml1 ml
1/40 Ampulle39 ml NaCI-Lsg40 ml1 ml
1/80 Ampulle79 ml NaCl-Lsg80 ml1 ml

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt beim

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bei der Auflistung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

H√§ufig: Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis), Schw√§che (Asthenie)

Gelegentlich: Nasenverstopfung, Nasenbluten, Entz√ľndung der Nasenschleimhaut, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Bauchkr√§mpfe, Erbrechen

Selten: Hirnödem,Krämpfe (bedingt durch erniedrigte Natriumspiegel im Blut)

Nicht bekannt: allergische Reaktionen und √úberempfindlichkeitsreaktionen [mit Juckreiz, Hautausschlag, Fieber, Verkrampfung der Atemwegsmuskeln, schwerwiegender √úberempfindlichkeitsreaktion (Anaphylaxie)]

Herzerkrankungen:

Das Auftreten einer Herzenge (Angina pectoris) bei Patienten mit einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße (Koronarsklerose) ist möglich.

Au√üerdem k√∂nnen folgende Wirkungen hervorgerufen werden: vor√ľbergehende √Ąnderung des Blutdruckes (Anstieg oder Abfall) und der Herzfrequenz, Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Flush- Ph√§nomen) zum Zeitpunkt der Verabreichung.

Mit Ausnahme der allergischen Reaktionen können diese Nebenwirkungen durch Dosisreduktion verhindert werden oder verschwinden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Im K√ľhlschrank lagern (2-8¬įC).

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Eine spezielle Entsorgung ist nicht erforderlich. Die leeren Glas-Ampullen können nach der Entnahme im Glascontainer entsorgt werden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was MINIRIN - Ampullen enthalten

Der Wirkstoff ist: Desmopressinacetat

1 Ampulle mit 1 ml wässriger Lösung enthält 4 Mikrogramm Desmopressinacetat (1-Desamino-8-D- Arginin-Vasopressinacetat).

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Salzs√§urel√∂sung (zur Einstellung des pH-Wertes auf ca. 4) und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie MINIRIN - Ampullen aussehen und Inhalt der Packung

Klare, farblose Lösung in Ampullen aus Weißglas.

MINIRIN ‚Äď Ampullen sind in Packungen mit 10 Ampullen mit 1 ml Injektionsl√∂sung verf√ľgbar.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

FERRING Arzneimittel Ges.m.b.H.

1100 Wien

Hersteller

FERRING GmbH

Wittland 11

D-24109 Kiel/Deutschland

Z.Nr.: 1-19335

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Minirin - Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Desmopressin
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Hersteller Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H.
Suchtgift Nein
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Zulassungsdatum 06.05.1991
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden