Sandostatin 100 Mikrogramm/ml Injektions-/Infusionslösung

Abbildung Sandostatin 100 Mikrogramm/ml Injektions-/Infusionslösung
Wirkstoff(e) Octreotid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 03.10.1990
ATC Code H01CB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hypothalamushormone

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Sandostatin ist eine synthetisch hergestellte Form von Somatostatin; einer k√∂rpereigenen Substanz, die die Wirkung bestimmter Hormone wie das Wachstumshormon hemmt. Sandostatin hat gegen√ľber Somatostatin die Vorteile, dass es st√§rker und l√§nger wirkt.

Sandostatin wird angewendet

  • bei Akromegalie, einer Erkrankung, bei der der K√∂rper zu viel Wachstumshormon produziert. Normalerweise reguliert das Wachstumshormon das Wachstum von Geweben, Organen und Knochen. Die gesteigerte Produktion des Wachstumshormons f√ľhrt zu einer Vergr√∂√üerung der Knochen und bestimmter Gewebe, insbesondere der H√§nde und F√ľ√üe. Sandostatin bewirkt eine deutliche Besserung der Beschwerden bei Akromegalie, wie Kopfschmerzen, √ľberm√§√üiges Schwitzen, Taubheitsgef√ľhl in H√§nden und F√ľ√üen, M√ľdigkeit und Gelenkschmerzen.
  • zur Linderung von Beschwerden, die auf bestimmte Geschwulste (Tumoren) des Magen-Darm- Traktes (z. B. Karzinoid, VIPom, Glukagonom, Gastrinom, Insulinom, GRFom) zur√ľckzuf√ľhren sind. Diese Erkrankungen k√∂nnen die √úberproduktion bestimmter Hormone und √§hnlicher k√∂rpereigener Stoffe im Magen, Darm oder der Bauchspeicheldr√ľse hervorrufen. Dadurch wird das nat√ľrliche hormonelle Gleichgewicht im K√∂rper gest√∂rt, und es treten verschiedene Beschwerden auf, beispielsweise Hitzewallungen mit Hautr√∂tung, Durchfall, niedriger Blutdruck, Hautausschlag und Gewichtsverlust. Die Behandlung mit Sandostatin hilft, diese Beschwerden zu lindern.
  • zur Vorbeugung von Komplikationen nach einer Operation der Bauchspeicheldr√ľse. Die Behandlung mit Sandostatin tr√§gt dazu bei, die Wahrscheinlichkeit f√ľr das Auftreten von Komplikationen nach der Operation (z. B. Abszesse im Bauchraum, Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse) zu verringern.
  • um Blutungen gastro-√∂sophagealer Varizen (Krampfadern der Speiser√∂hre) bei Patienten mit Leberzirrhose (einer chronischen Lebererkrankung) zu stillen und um dem Wiederauftreten solcher gastro-√∂sophagealen Varizenblutungen vorzubeugen. Die Behandlung mit Sandostatin hilft, die Blutungen zu kontrollieren und den Bedarf an Bluttransfusionen zu verringern.
  • zur Behandlung von Hypophysentumoren, die zu viel schilddr√ľsenstimulierendes Hormon (TSH) produzieren. Zu viel schilddr√ľsenstimulierendes Hormon (TSH) f√ľhrt zu Hyperthyreose.
  • Sandostatin wird zur Behandlung von Patienten mit Hypophysentumoren, die zu viel schilddr√ľsenstimulierendes Hormon (TSH) produzieren, eingesetzt:
    • wenn eine andere Art der Behandlung (Operation oder Radiotherapie) nicht angemessen ist oder nicht erfolgreich war;
    • nach der Radiotherapie, um den Zeitraum zu √ľberbr√ľcken bis die Radiotherapie ihre volle Wirkung zeigt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sandostatin darf nicht angewendet werden:

wenn Sie allergisch gegen Octreotid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Sandostatin anwenden:

  • wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie jetzt Gallensteine haben oder fr√ľher einmal hatten oder, wenn Sie Komplikationen wie Fieber, Sch√ľttelfrost oder Gelbf√§rbung von Haut oder Augen haben, da sich bei Langzeitanwendung von Sandostatin Gallensteine bilden k√∂nnen. Es kann daher sein, dass Ihr Arzt in regelm√§√üigen Abst√§nden Ihre Gallenblase untersuchen wird.
  • wenn Sie Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben, sei es in Form eines zu hohen (Diabetes) oder zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Hypoglyk√§mie). Wenn Sandostatin zur Behandlung von gastro-√∂sophagealen Varizenblutungen angewendet wird, ist die √úberwachung des Blutzuckerspiegels unbedingt notwendig.
  • wenn Sie fr√ľher schon einmal Vitamin-B12-Mangel hatten. Es kann daher sein, dass Ihr Arzt Ihren Vitamin-B12-Spiegel in regelm√§√üigen Abst√§nden kontrollieren wird.
  • Octreotid kann Ihre Herzfrequenz herabsetzen und bei sehr hohen Dosen zu Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren. Ihr Arzt kann Ihre Herzfrequenz w√§hrend der Behandlung √ľberwachen.

Tests und Untersuchungen

Wenn Sie eine Langzeitbehandlung mit Sandostatin erhalten, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihre Schilddr√ľsenfunktion in regelm√§√üigen Abst√§nden kontrollieren wird.

Ihr Arzt wird Ihre Leberfunktion untersuchen.

Ihr Arzt wird m√∂glicherweise Ihre Pankreasenzyme √ľberpr√ľfen.

Kinder

Die Erfahrung mit der Anwendung von Sandostatin bei Kindern ist begrenzt.

Anwendung von Sandostatin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Grundsätzlich können Sie während der Behandlung mit Sandostatin andere Arzneimittel weiter anwenden. Allerdings kann Berichten zufolge die Wirkung bestimmter Arzneimittel wie Cimetidin, Ciclosporin, Bromocriptin, Chinidin und Terfenadin durch Sandostatin beeinflusst werden.

Wenn Sie Arzneimittel zur Einstellung Ihres Blutdrucks (z. B. einen Beta-Blocker oder einen Calciumkanalblocker) oder zur Regulierung Ihres Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalts nehmen, wird Ihr Arzt m√∂glicherweise die Dosis anpassen.

Wenn Sie Diabetes haben, wird Ihr Arzt möglicherweise Ihre Insulindosis anpassen.

Falls Sie Lutetium (177Lu) Oxodotreotid, eine radiopharmazeutische Therapie, erhalten werden, wird Ihr Arzt möglicherweise die Behandlung mit Sandostatin unterbrechen und/oder anpassen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Sandostatin darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es unbedingt notwendig ist.

Frauen im geb√§rf√§higen Alter sollen f√ľr die Dauer der Behandlung eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden.

Sie d√ľrfen w√§hrend der Behandlung mit Sandostatin nicht stillen. Es ist nicht bekannt, ob Sandostatin in die Muttermilch √ľbergeht.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Sandostatin hat keinen oder einen zu vernachl√§ssigenden Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der Nebenwirkungen, die w√§hrend der Behandlung mit Sandostatin auftreten k√∂nnen, wie Kopfschmerzen und M√ľdigkeit, k√∂nnen jedoch Ihre F√§higkeit beeintr√§chtigen, sicher am Stra√üenverkehr teilzunehmen und Maschinen zu bedienen.

Sandostatin enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittels immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Je nachdem, welche Krankheit behandelt wird, kann Sandostatin wie folgt angewendet werden:

  • als subkutane Injektion (unter die Haut) oder
  • als intraven√∂se Infusion (in eine Vene)

Wenn Sie eine Leberzirrhose (chronische Lebererkrankung) haben, wird ihr Arzt möglicherweise die Erhaltungsdosis anpassen.

Ihr Arzt wird Ihnen erkl√§ren, wie Sie Sandostatin unter die Haut spritzen. Eine Infusion in eine Vene muss hingegen immer durch einen Arzt durchgef√ľhrt werden.

Subkutane Injektion

Die Oberarme, die Oberschenkel und der Bauch sind gute Stellen f√ľr eine subkutane Injektion.

W√§hlen Sie f√ľr die subkutane Injektion jedes Mal eine andere Stelle, damit die Reizung einer bestimmten Stelle vermieden wird. Patienten, die sich die Spritzen selbst geben, m√ľssen eine genaue Einweisung durch den Arzt erhalten.

Wenn Sie das Arzneimittel im K√ľhlschrank aufbewahren, wird empfohlen, dass Sie es vor der Anwendung auf Raumtemperatur bringen. Sie verringern dadurch die Gefahr von Schmerzen an der Einstichstelle. Sie k√∂nnen das Arzneimittel in der Hand aufw√§rmen, d√ľrfen es aber nicht erhitzen.

Bei einigen Menschen treten Schmerzen an der Stelle der subkutanen Injektion auf. Diese Schmerzen dauern in der Regel nur kurze Zeit an. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, können Sie die Schmerzen lindern, indem Sie die Einstichstelle nach einigen Sekunden sanft reiben.

Bevor Sie eine Ampulle Sandostatin verwenden, √ľberpr√ľfen Sie, ob die L√∂sung Partikel enth√§lt oder verf√§rbt ist. Wenn Sie etwas Ungew√∂hnliches bemerken, verwenden Sie die L√∂sung nicht.

Wenn Sie eine größere Menge Sandostatin angewendet haben, als Sie sollten

Bei einer √úberdosierung k√∂nnen folgende Beschwerden auftreten: unregelm√§√üiger Herzschlag, niedriger Blutdruck, Herzstillstand, Sauerstoffmangel des Gehirns, starke Schmerzen im Oberbauch, Gelbf√§rbung der Haut und der Augen, √úbelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Schw√§che, M√ľdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtsverlust, Anschwellen des Bauches, Unwohlsein, √úbers√§uerung des Blutes durch Ansammlung von Laktat (Laktatazidose) und Herzrhythmusst√∂rungen.

Wenn Sie glauben, dass eine √úberdosierung passiert ist und Sie diese Anzeichen bei sich bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Sandostatin vergessen haben

Holen Sie die vergessene Dosis nach, sobald Sie es bemerken, und setzen Sie dann die Behandlung wie gewohnt fort. Es ist nicht sch√§dlich, wenn Sie eine Dosis vergessen, aber es k√∂nnte sein, dass vor√ľbergehend einige Ihrer Beschwerden wieder auftreten, bis Sie wieder planm√§√üig behandelt werden.

Wenden Sie sich nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Sandostatin abbrechen

Wenn Sie die Behandlung mit Sandostatin plötzlich beenden, können die Symptome wieder auftreten. Beenden Sie daher die Anwendung von Sandostatin nur, wenn Ihr Arzt es anordnet.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Gallensteine, die zu pl√∂tzlichen R√ľckenschmerzen f√ľhren.
  • Zu hoher Blutzuckerspiegel.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose). Diese verursacht Ver√§nderungen der Herzschlagfrequenz, des Appetits oder des Gewichts, M√ľdigkeit, K√§ltegef√ľhl oder Kropfbildung Ver√§nderte Werte in Schilddr√ľsenfunktionstests.
  • Entz√ľndung der Gallenblase (Cholezystitis); m√∂gliche Symptome sind Schmerzen im oberen rechten Bauchraum, Fieber, √úbelkeit, Gelbf√§rbung der Haut und der Augen (Gelbsucht).
  • Zu niedriger Blutzuckerspiegel.
  • Beeintr√§chtigte Glukosetoleranz.
  • Langsamer Herzschlag.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Durstgef√ľhl, verringerte Urinmenge, dunkler Urin, trockene ger√∂tete Haut.
  • Beschleunigter Herzschlag.

Andere schwerwiegende Nebenwirkungen:

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) einschlie√ülich Hautausschlag.
  • Eine bestimmte Form der allergischen Reaktion (Anaphylaxie), die Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Schwellung und kribbeln, m√∂glicherweise mit Blutdruckabfall mit Schwindel oder Bewusstseinsverlust verursachen kann.
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis); m√∂gliche Symptome sind pl√∂tzliche Schmerzen im oberen Bauchraum, √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall.
  • Leberentz√ľndung (Hepatitis); m√∂gliche Symptome sind Gelbf√§rbung der Haut und Augen (Gelbsucht), √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, allgemeines Unwohlsein, Juckreiz, heller Urin.
  • Unregelm√§√üiger Herzschlag.
  • Niedrige Anzahl an Blutpl√§ttchen. Dies kann zu verst√§rkter Blutungsneigung oder blauen Flecken f√ľhren.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.

Sonstige Nebenwirkungen:

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der nachstehend aufgef√ľhrten Nebenwirkungen bemerken. Sie treten meist in milder Form auf und klingen im weiteren Verlauf der Behandlung wieder ab.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Magenbeschwerden nach dem Essen (Dyspepsie).

  • Erbrechen.
  • V√∂llegef√ľhl im Bauch.
  • Vermehrte Fettausscheidung im Stuhl.
  • Ungeformter Stuhl.
  • Entf√§rbter Stuhl.
  • Schwindel.
  • Appetitlosigkeit.
  • Ver√§nderungen bei Leberfunktionstests.
  • Haarausfall.
  • Kurzatmigkeit.
  • Schw√§che.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Bei einigen Menschen treten Schmerzen an der Stelle der subkutanen Injektion auf. Diese Schmerzen dauern in der Regel nur kurze Zeit an. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, können Sie die Schmerzen lindern, indem Sie die Einstichstelle nach einigen Sekunden sanft reiben.

Wenn Sie Sandostatin als subkutane Injektion anwenden, kann es das Risiko von Magen-Darm- Nebenwirkungen verringern, wenn Sie zwischen dem Essen und den Injektionen zeitlichen Abstand lassen. Es wird empfohlen, Sandostatin zwischen den Mahlzeiten oder vor dem Zubettgehen zu injizieren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

√Ėsterreich

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Im K√ľhlschrank (2 ¬įC bis 8 ¬įC) aufbewahren. Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Die Ampullen k√∂nnen bis zu 2 Wochen bei einer Temperatur unter 30¬įC aufbewahrt werden.

Die Ampullen sind unmittelbar nach dem √Ėffnen zu verwenden.

Verd√ľnnte L√∂sungen sind unmittelbar nach der Herstellung anzuwenden.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht anwenden, wenn Sie Partikel oder Farb√§nderungen bemerken.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Sandostatin enthält

  • Der Wirkstoff ist: Octreotid
  • Sandostatin 50 Mikrogramm: 1 ml L√∂sung enth√§lt 50 Mikrogramm Octreotid
  • Sandostatin 100 Mikrogramm: 1 ml L√∂sung enth√§lt 100 Mikrogramm Octreotid
  • Sandostatin 500 Mikrogramm: 1 ml L√∂sung enth√§lt 500 Mikrogramm Octreotid
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Milchs√§ure, Mannitol (E 421), Natriumhydrogencarbonat, Wasser f√ľr Injektionszwecke

Wie Sandostatin aussieht und Inhalt der Packung

Farblose Glasampulle mit zwei Farbcode Ringen mit einer klaren, farblosen Lösung. Sandostatin 50 Mikrogramm/ml: ein blauer und ein gelber Ring

Sandostatin 100 Mikrogramm/ml: ein blauer und ein gr√ľner Ring Sandostatin 500 Mikrogramm/ml: ein blauer und ein rosa Ring

Packungen mit 3, 5, 6, 10, 20 und 50 Ampullen

B√ľndelpackungen mit 30 Ampullen (10 Packungen mit je 3 Ampullen).

Es werden möglicherweise nicht alle Stärken oder Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH, Wien

Hersteller

Novartis Farmacéutica S.A., Gran Via de les Corts Catalanes, 764, 08013 Barcelona, Spanien Novartis Pharma GmbH, Wien

Sandostatin 50 Mikrogramm/ml:Z. Nr.:1-19101
Sandostatin 100 Mikrogramm/ml:Z. Nr.:1-19099
Sandostatin 500 Mikrogramm/ml:z. Nr.:1-19100

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Sandostatin

Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Griechenland,

 
Ungarn, Island, Irland, Lettland, Litauen, Malta, Norwegen,  

Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden,

Vereinigtes Königreich (Nordirland)

Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

Sandostatine

Italien, Portugal

Sandostatina

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2021.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Intraven√∂se Infusion (Informationen f√ľr medizinisches Fachpersonal)

Bevor Sie eine Ampulle Sandostatin verwenden, √ľberpr√ľfen Sie, ob die L√∂sung Partikel enth√§lt oder verf√§rbt ist. Wenn Sie irgendetwas Ungew√∂hnliches bemerken, verwenden Sie sie nicht. Zur intraven√∂sen Infusion verd√ľnnen Sie das Arzneimittel vor der Anwendung. Sandostatin (Octreotidacetat) ist in steriler physiologischer Kochsalzl√∂sung oder steriler 5-%iger Dextrose- (Glucose-)L√∂sung in Wasser 24 Stunden physikalisch und chemisch stabil. Da Sandostatin den Glucosehaushalt beeinflussen kann, wird allerdings empfohlen, keine Dextrose zu verwenden, sondern physiologische Kochsalzl√∂sung. Die verd√ľnnte L√∂sung ist bei Temperaturen unter 25¬įC 24 Stunden physikalisch und chemisch stabil. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die L√∂sung sofort verwendet werden. Falls sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeit und ‚Äďbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.

Der Inhalt einer 500 Mikrogramm-Ampulle wird √ľblicherweise mit 60 ml Kochsalzl√∂sung verd√ľnnt und die entstehende L√∂sung mit einer Infusionspumpe verabreicht. Dies ist so oft zu wiederholen, bis die verordnete Behandlungsdauer erreicht wurde.

Wieviel Sandostatin wird angewendet?

Die Dosis Sandostatin hängt von der Indikation ab.

  • Akromegalie

Die Anfangsdosis betr√§gt √ľblicherweise 50 -100 Mikrogramm alle 8 oder 12 Stunden als subkutane Injektion. Anhand der Wirkung und Besserung der Symptome (wie M√ľdigkeit, Transpiration und Kopfschmerzen) wird die Dosis dann angepasst. Bei den meisten Patienten betr√§gt die optimale Tagesdosis 100 Mikrogramm dreimal t√§glich. Eine Gesamtdosis von maximal 1500 Mikrogramm pro Tag sollte nicht √ľberschritten werden.

Tumoren des Gastrointestinaltraktes

Die Anfangsdosis betr√§gt √ľblicherweise 50 Mikrogramm ein- bis zweimal t√§glich als subkutane Injektion. Je nach Ansprechen und Vertr√§glichkeit kann die Dosis schrittweise auf 100-200 Mikrogramm dreimal t√§glich erh√∂ht werden. Wenn bei Karzinoiden nach einw√∂chiger Behandlung mit der maximal tolerierten Dosis keine positive Wirkung zu erkennen ist, sollte die Therapie nicht fortgesetzt werden.

  • Komplikationsprophylaxe nach Pankreasoperationen

Die √ľbliche Dosis betr√§gt 100 Mikrogramm dreimal t√§glich als subkutane Injektion f√ľr eine Woche, beginnend mindestens eine Stunde vor der Operation.

Blutungen von gastroösophagealen Varizen

Die empfohlene Dosis betr√§gt 25 Mikrogramm/Stunde f√ľr 5 Tage als intraven√∂se Dauerinfusion. Die √úberwachung des Blutzuckerspiegels w√§hrend der Behandlung ist erforderlich.

  • TSH-sezernierende Hypophysenadenome

In den meisten F√§llen betr√§gt die wirksame Dosierung 100 Mikrogramm dreimal t√§glich als subkutane Injektion. Die Dosis kann anhand des Ansprechens von TSH und Schilddr√ľsenhormon angepasst werden. Eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Tagen ist erforderlich, um die Wirksamkeit zu beurteilen.

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Wirkstoff(e) Octreotid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 03.10.1990
ATC Code H01CB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hypothalamushormone

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden