Wirkstoff(e) Lidocain
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Gebro Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.03.1984
ATC Code N01BB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Gebro Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Xylanaest 0,5 % mit Epinephrin 1 : 200.000 - Durchstechflaschen Lidocain Epinephrin Gebro Pharma GmbH
Lidocain Gr√ľnenthal 5 % wirkstoffhaltiges Pflaster Lidocain Gr√ľnenthal
Xylocain 2 % - Gel Lidocain Aspen Pharma Trading Limited
Lonqtiv 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster Lidocain Gr√ľnenthal GmbH
Lidocorit 2 % - Ampullen Lidocain Gebro Pharma GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xyloneural wird im Rahmen der Neuraltherapie eingesetzt. Die Neuraltherapie ist ein Verfahren, bei welchem √∂rtlich wirksame Bet√§ubungsmittel injiziert werden um Erkrankungen aufzusp√ľren und Schmerzen zu lindern. Der enthaltene Wirkstoff ist Lidocainhydrochlorid.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, darf Ihnen Xyloneural nicht verabreicht werden.

Wie wird es angewendet?

Xyloneural wird grunds√§tzlich nur durch einen speziell ausgebildeten Arzt angewendet. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich √ľber die Anwendung nicht im Klaren sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xyloneural wird im Rahmen der Neuraltherapie eingesetzt.

Die Neuraltherapie ist ein Verfahren, bei welchem √∂rtlich wirksame Bet√§ubungsmittel injiziert werden um Erkrankungen aufzusp√ľren und Schmerzen zu lindern. Xyloneural wird grunds√§tzlich nur durch √Ąrzte angewendet, die in diesen Verfahren entsprechend ausgebildet sind.

Anwendungsgebiete sind:

Erkrankungen der Wirbelsäule:

  • Hals-Wirbels√§ulen-Syndrom
  • Brust- Wirbels√§ulen-Syndrom
  • Lenden-Wirbels√§ulen-Syndrom
  • Lumbago (Hexenschuss)
  • Ischialgie (Schmerzen durch Reizung des Ischiasnervs)

Erkrankungen der Extremitäten:

  • Schulter-Arm-Syndrom, Epikondylitis (‚ÄěTennisellbogen‚Äú)
  • Koxarthrose (H√ľftgelenksarthrose), Gonarthrose (Kniegelenksarthrose)

Beschwerden im Kopfbereich:

Andere Anwendungen der Neuraltherapie:

  • Psychovegetative Organbeschwerden (Reizblase)
  • Tendomyopathien (Beschwerden im Bereich von Muskeln und Sehnen)
  • Myogelosen (Muskelverh√§rtungen)
  • Triggerpunktbehandlungen (Schmerzpunktbehandlungen)
  • Neuritiden (Nervenentz√ľndungen), Neuralgien (Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines Nervs) als Zusatztherapie
  • Narbenschmerzen

Therapieformen:

Lokaltherapie:

- Behandlung am Locus dolendi (= lokale Schmerzregion)

Segmenttherapie:

  • Segmentale Behandlung √ľber das zugeh√∂rige Metamer (zB. Haut- oder Muskelbereiche, die von einer aus dem R√ľckenmark ausgehenden Nervenwurzel versorgt werden)

Störfeldsuche/Störfeldtherapie:

  • Aufsp√ľren des St√∂rfeldes; Unter einem St√∂rfeld ist die Wirkung eines st√∂renden Impulses auf andere Organe und K√∂rperbereiche gemeint. (z.B. Entz√ľndungen, verheilte Knochenbr√ľche oder Narben etwa k√∂nnen √ľber das Nervensystem an geschw√§chte Organe St√∂rimpulse abgeben und dort Regulationsst√∂rungen und Schmerzen verursachen.)
  • Probatorische (versuchsweise durchgef√ľhrte Injektion zur Kl√§rung einer Diagnose) und therapeutische Injektion an das St√∂rfeld

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xyloneural darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Lidocainhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie allergisch gegen andere Lokalan√§sthetika vom Amid-Typ sind,
  • bei hochgradigen Formen von Bradykardie (langsame Herzt√§tigkeit), AV-Block II. und III. Grades und anderen √úberleitungsst√∂rungen,
  • wenn Sie an Herzmuskelinsuffizienz (unzureichende Herzleistung) leiden,
  • wenn Sie an schwerer Hypotonie (stark erniedrigter Blutdruck) leiden,
  • bei Schock.

Hinweis f√ľr den Arzt:

Weitere Gegenanzeigen f√ľr die lokalan√§sthetische Anwendung von Lidocain, auch wenn Xyloneural daf√ľr nicht vorgesehen ist:

  • Parazervikalblockade in der Geburtshilfe,
  • bei einer drohenden oder bereits bestehenden Blutung ist die Epiduralan√§sthesie mit Lidocain kontraindiziert

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • wenn Sie an Blutgerinnungsst√∂rungen leiden,
  • wenn Sie Arzneimittel zur Blutgerinnungshemmung (z.B. Heparin) oder Plasmaersatzmittel einnehmen/anwenden,
  • wenn Sie nichtsteroidale Schmerz- oder Entz√ľndungshemmer einnehmen/anwenden
  • wenn Sie mit Medikamenten gegen Herzrhythmusst√∂rungen (z.B. Amiodaron) behandelt werden (EKG-√úberwachung),
  • wenn Sie an einer verlangsamten Herzt√§tigkeit (teilweisen oder vollst√§ndigen Blockierung des Herz-Reizleitungssystems) leiden,
  • wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden,
  • wenn Sie an Krampfanf√§llen (z.B.Epilepsie) leiden,
  • wenn Sie am Melkersson-Rosenthal Syndrom leiden (seltene entz√ľndliche Erkrankung, die zu Gesichtsl√§hmungen f√ľhrt)
  • bei Schwangeren gegen Ende der Schwangerschaft (siehe auch Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú),
  • bei √§lteren Patienten und Patienten in schlechtem Allgemeinzustand,
  • bei Kindern unter 12 Jahren: Die Anwendung in der Neuraltherapie wird nicht empfohlen, da unzureichende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit in dieser Altersgruppe vorliegen,
  • wenn Sie an einer St√∂rung der Blutfarbstoffbildung (akuter Porphyrie) leiden,
  • wenn Sie an Myasthenia gravis leiden (eine bestimmte Form der Muskelschw√§che)
  • bei gewissen lokalan√§sthetischen Verfahren sind weitere Vorsichtsma√ünahmen geboten (siehe Abschnitt ‚ÄěDie folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt‚Äú)

Hinweis f√ľr den Arzt:

Neuraltherapeutische und lokalan√§sthetische Verfahren sollten immer in einer technisch und personell vollst√§ndig ausger√ľsteten Umgebung durchgef√ľhrt werden, in der Personal und Arzneimittel f√ľr die √úberwachung des Patienten und im Notfall die sofortige Reanimation zur Verf√ľgung stehen.

Gewisse lokalanästhetische Verfahren können unabhängig vom verwendeten Anästhetikum ernste Nebenwirkungen hervorrufen, z.B.:

Zentralnerv√∂se Blockaden, retro- und peribulb√§re Injektionen, Parazervikalblockade. Xyloneural ist f√ľr diese Anwendungen nicht vorgesehen. Gegebenenfalls sind die Warnhinweise entsprechender Lidocain-Pr√§parate zu ber√ľcksichtigen.

Anwendung von Xyloneural zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Die Wirkung von Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (=Antiarrhythmika) und gegen erhöhten Blutdruck (inklusive Beta-Rezeptorenblockern und Kalzium-Antagonisten), kann beeinflusst werden.

Bei gleichzeitiger Therapie mit bestimmten Arzneimitteln f√ľr Herz-Kreislauferkrankungen

(Propranolol, Diltiazem und Verapamil) kann eine Abnahme der Lidocain-Ausscheidung erfolgen. Es besteht die Gefahr einer Anhäufung von Lidocain.

Kombinationen verschiedener Lokalanästhetika rufen eine verstärkende Wirkung am Herz- Kreislauf-System und am Nervensystem hervor.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin (einem Arzneimittel zur Hemmung der Magensaftproduktion). Der Lidocainabbau wird verzögert und es können verstärkte Nebenwirkungen durch erhöhte Lidocain-Blutkonzentrationen auftreten.

Falls Sie gleichzeitig mit gefäßverengenden Arzneimitteln behandelt werden, wird die Wirkdauer von Xyloneural verlängert.

Die Wirkung von Arzneimittel zur Muskelerschlaffung (= Muskelrelaxantien) wird durch Xyloneural verlängert.

Bei gleichzeitiger Gabe von Xyloneural und Secale-Alkaloiden (z. B. Arzneimittel gegen Migräne wie Ergotamin) kann ein ausgeprägter Blutdruckabfall auftreten.

Vorsicht ist geboten bei Einsatz von Beruhigungs- und Schlafmitteln, die ebenfalls die Funktion des Zentralnervensystems beeinflussen und die Wirkung von Lokalanästhetika verändern können.

Falls Sie Arzneimittel gegen Epilepsie (z.B. Phenytoin), bestimmte Schlafmittel (Barbiturate) und andere Arzneimittel, die den Stoffwechsel von Xyloneural beeinflussen (Enzymhemmer) √ľber l√§ngere Zeit angewendet haben, ist Vorsicht geboten. Es kann zu einer geringeren oder verst√§rkten Wirksamkeit und damit zu ver√§nderten Dosierungserfordernissen von Lidocain kommen.

Die schmerzstillende Wirkung von Lokalanästhetika kann durch Opioide (Schmerzmittel) und Clonidin (Bluthochdruckmittel) verstärkt werden.

Alkohol kann, besonders bei chronischem Missbrauch, die Wirkung von Lokalanästhetika vermindern.

Schwangerschaft , Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Schwangerschaft

Eine Anwendung von Xyloneural während der Schwangerschaft soll nur erfolgen, wenn es unbedingt erforderlich ist. Es darf nicht angewendet werden, bei einer drohenden oder bestehenden Blutung vor oder während einer Geburt.

Xyloneural passiert die Plazenta rasch und gelangt in den m√ľtterlichen Blutkreislauf. Bei Neugeborenen mit hohen Xyloneural-Blutspiegeln kann es zu einer Beeintr√§chtigung des Nervensystems kommen. Lidocain ist deshalb in der Geburtshilfe nicht in Konzentrationen √ľber 1% anzuwenden.

Stillzeit

Xyloneural kann in der Stillperiode gegeben werden. Wie andere Lokalan√§sthetika kann Lidocain in die Muttermilch gelangen, jedoch in so kleinen Mengen, dass es im Allgemeinen kein Risiko f√ľr das Neugeborene darstellt.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Nach Injektion von Lokalan√§sthetika kann eine vor√ľbergehende Beeintr√§chtigung des Reaktionsverm√∂gens auftreten. Bis zum Abklingen der Wirkung darf kein Fahrzeug gelenkt oder eine Maschine bedient werden. Fragen Sie Ihren Arzt ob Sie am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen d√ľrfen.

Xyloneural ‚Äď Ampullen enthalten Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt bis zu 2,09 mmol (48 mg) Natrium pro maximale Einzeldosis (20 ml, bei 70 kg K√∂rpergewicht). Dies sollte bei Patienten ber√ľcksichtigt werden, die eine kontrollierte salzarme Di√§t einhalten m√ľssen.

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Wie wird es angewendet?

Xyloneural wird grunds√§tzlich nur durch einen speziell ausgebildeten Arzt angewendet. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich √ľber die Anwendung nicht im Klaren sind.

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Es soll stets die niedrigste Dosis verwendet werden, die zu einer wirksamen Schmerzbek√§mpfung f√ľhrt, um hohe Blutspiegel und damit ernste Nebenwirkungen zu vermeiden.

Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahre:

Je nach Beschwerden und Anwendungstechnik unterschiedlich.

  • Quaddelung

intrakutan: 0,2 - 0,4 ml pro Quaddel

  • Infiltration

subkutan, submukös, periartikulär, perineural, perivasal: 0,5 - 1,0 - 5,0 ml intramuskulär: 1,0 - 5,0 - 10,0 ml

  • Injektion

intraartikulär: 0,5 - 1,0 - 2,0 ml

(eine intraartikul√§re Anwendung darf nur bei eindeutiger Indikationsstellung erfolgen und muss unter entsprechenden aseptischen Bedingungen durchgef√ľhrt werden).

Eine H√∂chstdosis von 20 Milliliter/70 kg K√∂rpergewicht (= 200 Milligramm Lidocainhydrochlorid) pro Behandlung soll bei der Neuraltherapie nicht √ľberschritten werden. Bei den meisten Behandlungen gen√ľgen bereits 5 - 10 Milliliter Xyloneural.

Besondere Patientengruppen:

Bei eingeschr√§nkter Leber- und/oder Nierenfunktion, bei Herzinsuffizienz (Herzschw√§che) sowie bei alten Patienten soll zur√ľckhaltend dosiert werden.

Die Anwendung an Kindern unter 12 Jahren wird in der Neuraltherapie nicht empfohlen, da keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Art der Anwendung

Es wird langsam gespritzt, eine wiederholte Aspiration zur Vermeidung einer ungewollten Verabreichung in ein Blutgefäß ist notwendig.

Das Behandlungsziel in der Neuraltherapie besteht darin, durch eine kurzzeitige, gezielte Behandlung mit einer möglichst geringen Menge an Lokalanästhetikum, eine längerfristige Besserung oder ein Verschwinden der Beschwerden zu erzielen. Eine kontinuierliche Langzeitbehandlung soll nicht erfolgen. Wenn nach 4 bis 8 Wochen (mit 2 - 3 Behandlungen pro Woche) das Behandlungsziel nicht erreicht ist, sind therapeutische Alternativen zu erwägen.

Hinweise f√ľr den Arzt:

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung

Vor einer Lokalan√§sthesie ist grunds√§tzlich auf eine ausreichende Volumensubstitution zu achten. Bestehende Hypovol√§mien m√ľssen behoben werden.

Der Patient soll bei der Anwendung sitzen oder liegen. Eine nicht indizierte intravasale Applikation ist unbedingt zu vermeiden.

Dosierung so niedrig wie möglich wählen.

Nicht in entz√ľndetes Gewebe injizieren (starke Resorption, Inaktivierung von Lidocain am Wirkort). Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein h√∂herer Gef√§hrdungsgrad (ungewollte Injektion in eine Arterie), weil das Risiko f√ľr zentralnerv√∂se Intoxikationssymptome erh√∂ht ist.

Wenn eine größere Menge von Xyloneural angewendet wurde

Notfallma√ünahmen und Gegenmittel werden durch den behandelnden Arzt sofort eingeleitet (siehe Abschnitt ‚ÄěDie folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt‚Äú).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgende international definierte Einteilung verwendet:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Die möglichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Xyloneural entsprechen weitgehend denen anderer Lokalanästhetika vom Amid-Typ, allerdings sind die therapeutischen Dosen in der Neuraltherapie relativ gering, sodass bei neuraltherapeutischen Verfahren vor allem folgende Nebenwirkungen beobachtet werden:

Häufig kommt es bei der Quaddelung oder Infiltration (Injektion ins Gewebe) zu lokalen Schmerzen, Brennen, Rötung oder Juckreiz.

Gelegentlich auftretendes Schwindelgef√ľhl bzw. Benommenheit und ein selten auftretender Kollaps k√∂nnen sowohl Zeichen einer geringen √úberdosierung als auch Zeichen einer psychovegetativen Fehlreaktion sein und verschwinden in der Regel schnell nach erfolgter ‚ÄěSchocklagerung‚Äú. Allergische Reaktionen sind selten, z.B. Urtikaria (Nesselsucht), Larynx√∂dem (Fl√ľssigkeitsansammlung im Kehlkopfgewebe), Bronchospasmus (Zusammenkrampfen der Bronchien) oder im Extremfall anaphylaktischer Schock

Bei h√∂heren als meist angewendeten Dosierungen, insbesondere bei versehentlicher Injektion in Gef√§√üe sind die allgemeinen Nebenwirkungen f√ľr Lidocain zu ber√ľcksichtigen.

Die in der Folge angegebenen Häufigkeiten beziehen sich auf diese speziellen älle.

Unerw√ľnschte Wirkungen f√ľr den gesamten K√∂rper k√∂nnen bei h√∂heren Blutspiegeln auftreten. Sie sind meist Folge von √úberdosierungen, versehentlicher Injektion der L√∂sung in Blutgef√§√üe, ungew√∂hnlichen Resorptionsverh√§ltnissen (z.B. im stark durchbluteten Gewebe) oder St√∂rungen des Leber- bzw. Nierenstoffwechsels.

Ein Blutdruckabfall kann ein erstes Zeichen f√ľr eine relative √úberdosierung im Sinne einer herzsch√§digenden Wirkung sein.

Eine sch√§digende Wirkung auf das Zentralnervensystem durch das Lokalan√§sthetikum k√ľndigt sich oft durch Warnsymptome, wie Brechreiz, Erbrechen, Unruhe, Zittern, Angst, Verwirrtheit, Sehst√∂rungen, Schl√§frigkeit, Ohrensausen, Sprachst√∂rungen an; Muskelzuckungen k√∂nnen in Krampfanf√§lle √ľbergehen und weiters zu Koma und zentraler Ateml√§hmung f√ľhren. Bei schweren Formen einer Vergiftung durch Lokalan√§sthetika k√∂nnen Warnsymptome sehr kurz sein bzw. fehlen und es kommt rasch zu einem komat√∂sen Zustand.

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Sehr selten: Veränderung des Blutfarbstoffs mit Störung des Sauerstofftransports bei Neugeborenen.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht, Fl√ľssigkeitsansammlung im Kehlkopfgewebe, Verkrampfung der Atemwege mit Atemnot oder im Extremfall allergischer Schock.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Sogenannte ‚ÄěMaligne Hyperthermie‚Äú: schwere akute Erkrankung mit stark gesteigerten Sauerstoffverbrauch, beschleunigter Herzt√§tigkeit, erh√∂hter Temperatur und Muskelsteifigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Missempfindungen, Schwindel, Benommenheit.

Transitorisches Neurologisches Syndrom (vor√ľbergehende Schmerzen nach Spinalan√§sthesie in den unteren Extremit√§ten und im unteren R√ľckenbereich, welche bis zu 5 Tage anhalten k√∂nnen und danach spontan abklingen).

Gelegentlich: Anzeichen und Symptome einer Sch√§digung des Gehirns und R√ľckenmarks wie Kr√§mpfe, Kribbeln um den Mund, Taubheit der Zunge, Ger√§usch√ľberempfindlichkeit, Sehst√∂rungen, Muskelzuckungen, Ohrensausen, Sprachst√∂rungen, Benommenheit.

Selten: Nervenleiden, periphere Nervenverletzung, Entz√ľndung der Hirn- und R√ľckenmarksh√§ute, Cauda equina Syndrom (Schmerzen und L√§hmungen der Beine, Empfindungsst√∂rung an der Oberschenkelinnenseite und Entleerungsst√∂rung der Blase und des Mastdarms aufgrund einer Sch√§digung des R√ľckenmarks).

Augenerkrankungen

Selten: Doppeltsehen.

Erkrankungen des Ohres

Selten: Hörstörungen.

Herzerkrankungen

Häufig: verlangsamte/beschleunigte Herztätigkeit.

Selten: Herzstillstand, unregelmäßige Herztätigkeit.

Gefäßerkrankungen

Häufig: erniedrigter/erhöhter Blutdruck.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums (Mittelfell)

Selten: verminderte Atmung, Atemstillstand.

Erkrankungen des Magen-Darm Trakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen.

Bei Lumbalan√§sthesien (Schmerzausschaltung in der unteren K√∂rperh√§lfte durch Einspritzen des Lokalan√§sthetikums in den R√ľckenmarkskanal der Lendenwirbels√§ule) k√∂nnen Kopf-, R√ľckenschmerzen und Atembeschwerden auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Hinweis f√ľr den Arzt:

Beim Erkennen erster Anzeichen von Nebenwirkungen ist die Lokalanästhetikazufuhr sofort zu unterbrechen.

Es muss Vorsorge getroffen werden f√ľr:

die Anlage eines intraven√∂sen Zugangs (i.v. Verweilkan√ľle) mit Infusionsl√∂sung die Bereitstellung von spezifischen Notfallmedikamenten:

Sauerstoff; bei Kr√§mpfen Diazepam i.v.; bei Bradykardie und AV-Block Atropin bzw. Sympathomimetika i.v.; bei anaphylaktischem Schock Plasmaexpander, Adrenalin, Glukokortikoid (entspr. 1000 mg Prednisolon) die Bereitstellung einer Ausr√ľstung zur kardio-pulmonalen Reanimation.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Injektionsl√∂sung aus Ampullen ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach √Ėffnung des Beh√§ltnisses erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

Entsorgen Sie dieses Arzneimittel nicht im Abwasser oder Hausabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsoregne ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Xyloneural enthält

  • Der Wirkstoff ist: Lidocainhydrochlorid.
    1 ml Lösung enthält 10 mg Lidocainhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Wasser f√ľr Injektionszwecke

Wie Xyloneural aussieht und Inhalt der Packung

Xyloneural ist eine klare und farblose Injektionsl√∂sung; pH 6,0 ‚Äď 7,0.

Packungsgrößen: 5 bzw. 50 Ampullen zu 5 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Gebro Pharma GmbH 6391 Fieberbrunn √Ėsterreich

Z.Nr.: 14.379

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2013.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

√úberdosierung

Die Lidocainhydrochlorid Intoxikation verläuft in folgenden Phasen:

1. Stimulation

- ZNS: Periorale Missempfindungen, Gef√ľhl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Kr√§mpfe (tonisch-klonisch).

- Kardiovaskulär: Herzfrequenz erhöht (beschleunigter Herzschlag), Blutdruck erhöht, Rötung der Haut.

2. Depression

  • ZNS: Koma, Atemstillstand.
  • Kardiovaskul√§r: Pulse nicht tastbar, Bl√§sse, Hypotonie, Bradykardie, Herzstillstand.

Bei ungewollten intravasalen Injektionen macht sich die toxische Wirkung innerhalb von 1 bis 3 Minuten bemerkbar, während im Falle von Überdosierung die Spitzenplasmakonzentrationen je nach Injektionsstelle erst nach 20 bis 30 Minuten erreicht werden, Zeichen von Toxizität können daher verzögert auftreten.

Patienten mit einer beginnenden Lokalan√§sthetika-Intoxikation fallen zun√§chst durch exzitatorische Symptome auf. Sie werden unruhig, klagen √ľber Schwindel, akustische und visuelle St√∂rungen

0

sowie Kribbeln, vor allem im Zungen- und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen, Sch√ľttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden generalisierten Krampfanfalles. Subkonvulsive Plasmaspiegel von Lidocain f√ľhren oft auch zu Schl√§frigkeit und Sedierung der Patienten. Die Krampfanf√§lle sind zuerst von klonisch tonischer Form. Bei fortschreitender ZNS- Intoxikation kommt es zu einer zunehmenden Funktionsst√∂rung des Hirnstammes mit den Symptomen Atemdepression und Koma bis hin zum Tod.

Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen eines toxischen Effekts auf das kardiovaskuläre System. Die Hypotension wird hauptsächlich durch eine Hemmung bzw- Blockade der kardialen Reizleitung verursacht.

Notfallmaßnahmen und Gegenmittel bei Überdosierung

Bei Auftreten zentraler oder kardiovaskulärer Symptome einer Intoxikation sind folgende Gegenmaßnahmen erforderlich:

  • Sofortige Unterbrechung der Zufuhr von Xyloneural
  • Freihalten der Atemwege.
  • Zus√§tzlich Sauerstoff zuf√ľhren; falls notwendig mit reinem Sauerstoff assistiert oder kontrolliert beatmen (zun√§chst √ľber Maske und mit Beatmungsbeutel, dann erst √ľber einen Trachealtubus). Die Sauerstofftherapie darf nicht bereits bei Abklingen der Symptome, sondern erst dann abgesetzt werden, wenn alle Vitalfunktionen zur Norm zur√ľckgekehrt sind.
  • Sorgf√§ltige Kontrolle von Blutdruck, Puls und Pupillenweiten.

Diese Ma√ünahmen gelten auch f√ľr den Fall einer akzidentellen totalen Spinalan√§sthesie, deren erste Anzeichen Unruhe, Fl√ľsterstimme und Schl√§frigkeit sind; letztere kann in Bewusstlosigkeit und Atemstillstand √ľbergehen.

Weitere mögliche Gegenmaßnahmen sind:

Bei einem akuten und bedrohlichen Blutdruckabfall sollte unverz√ľglich eine Flachlagerung des Patienten mit einer Hochlagerung der Beine erfolgen und ein Beta-Sympathomimetikum langsam intraven√∂s injiziert werden (z. B. 10 bis 20 Tropfen pro Minute einer L√∂sung von 1 mg Isoprenalin in 200 ml Glukosel√∂sung 5 %).

Zusätzlich ist eine Volumensubstitution vorzunehmen (z. B. mit kristalloiden Lösungen).

  • Bei erh√∂htem Vagotonus (Bradykardie) wird Atropin (0,5 bis 1,0 mg i.v.) verabreicht. Bei Verdacht auf Herzstillstand sind die erforderlichen Ma√ünahmen der Reanimation durchzuf√ľhren.
  • Konvulsionen werden mit kleinen, wiederholt verabreichten Dosen ultrakurz-wirkender Barbiturate (z. B. Thiopental-Natrium 25 bis 50 mg) oder mit Diazepam 5 bis 10 mg i.v. behandelt; dabei werden die Dosen fraktioniert bis zum Zeitpunkt der sicheren Kontrolle verabreicht. Grunds√§tzlich ist darauf hinzuweisen, dass in vielen F√§llen bei Anzeichen von Kr√§mpfen die obligate Sauerstoffbeatmung zur Behandlung ausreicht.

Bei anhaltenden Krämpfen werden Thiopental-Natrium (250 mg) und ein kurzwirksames Muskelrelaxans verabreicht, und nach Intubation wird mit 100 % Sauerstoff beatmet.

Zentral wirkende Analeptika sind kontraindiziert bei Intoxikation durch Lokalanästhetika!

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Xyloneural - Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Lidocain
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Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.03.1984
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden