Wirkstoff(e) Quetiapin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals AG
Suchtgift Nein
ATC Code N05AH04
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

Sandoz Pharmaceuticals AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Quetiapin-Mepha, Filmtabletten Quetiapin Mepha Pharma AG
Seroquel¬ģ Quetiapin AstraZeneca AG
Sequase XR¬ģ Quetiapin AstraZeneca AG
Quetiapin XR Zentiva¬ģ Quetiapin Helvepharm AG
Sequase¬ģ Quetiapin AstraZeneca AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

Quetiapin Sandoz wird bei Erwachsenen zur Behandlung von psychischen Krankheiten angewendet bei denen das Denken, die Wahrnehmung, das F√ľhlen, der Antrieb und/oder das Handeln beeintr√§chtigt sind (Schizophrenie). Typische Symptome k√∂nnen z.B. sein: Halluzinationen (etwas h√∂ren, sehen oder f√ľhlen, was nicht da ist), Wahnvorstellungen (sonderbare und teilweise Angst einfl√∂ssende Gedanken), ungew√∂hnliches Misstrauen, emotionaler und sozialer R√ľckzug, Gef√ľhle von Einsamkeit und Verwirrtsein, Angespanntheit und Angst.

Quetiapin Sandoz wird auch alleine (bis zu 12 Wochen) oder zusammen mit Lithium bzw. Valproat (3‚Äď6 Wochen) zur zeitlich begrenzten Behandlung von erwachsenen Patienten, deren Krankheit, durch besonders gehobene und reizbare Stimmung charakterisiert ist, verwendet (manische Episode bei bipolarer St√∂rung). In diesem Zustand k√∂nnen die Patienten ein vermindertes Schlafbed√ľrfnis, gehetztes Sprechen, Gedanken- oder Ideenflucht erleben.

Quetiapin Sandoz wird bei Erwachsenen auch zur Behandlung von Depressionen verwendet, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin bei Ihnen eine bipolare Erkrankung festgestellt hat.

Quetiapin Sandoz wird zur R√ľckfallprophylaxe bei Erwachsenen mit bipolarer Erkrankung verwendet, falls sie in der akuten Phase ihrer Krankheit gut auf Quetiapin angesprochen haben.

Quetiapin Sandoz wird bei Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren zur Behandlung von psychischen Krankheiten angewendet bei denen das Denken, die Wahrnehmung, das F√ľhlen, der Antrieb und/oder das Handeln beeintr√§chtigt sind (Schizophrenie). Typische Symptome k√∂nnen z.B. sein: Halluzinationen (etwas h√∂ren, sehen oder f√ľhlen, was nicht da ist), Wahnvorstellungen (sonderbare und teilweise Angst einfl√∂ssende Gedanken), ungew√∂hnliches Misstrauen, emotionaler und sozialer R√ľckzug, Gef√ľhle von Einsamkeit und Verwirrtsein, Angespanntheit und Angst.

Quetiapin Sandoz wird bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren zur Behandlung einer besonders gehobenen und reizbaren Stimmung (manische Episode bei bipolarer Störung) während 3 Wochen verwendet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Es k√∂nnte hilfreich sein, einem Verwandten oder einem guten Freund zu erz√§hlen, dass Sie unter Depressionen oder einer anderen psychischen Erkrankung leiden. Bitten Sie ihn, diese Patienteninformation zu lesen. Vielleicht fragen Sie nach, ob sich Ihre Depression oder Ihre psychische Erkrankung verschlechtert hat, oder ob er/sie sich Sorgen √ľber eine Ver√§nderung Ihres Verhaltens macht.

Wann ist bei der Einnahme von Quetiapin Sandoz Vorsicht geboten?

Sie sollten Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mitteilen, falls Sie Arzneimittel gegen Angstzust√§nde, Depressionen, Epilepsie (z.B. Phenytoin oder Carbamazepin), gegen Tuberkulose (z.B. Rifampicin), Psychosen (z.B. Risperidon), Pilzerkrankungen, Infektionen (z.B. Makrolidantibiotika) oder hohen Blutdruck einnehmen. Teilen Sie ebenso mit, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Verstopfung verursachen k√∂nnen oder die die Art und Weise, wie Nervenzellen funktionieren, beeinflussen (sogenannte ¬ęAnticholinergika¬Ľ).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin,

  • falls Sie Probleme mit dem Herzen und/oder einen niedrigen oder hohen Blutdruck haben, oder einen Herzinfarkt oder einen epileptischen Anfall hatten. Ebenso m√ľssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin informieren, wenn Sie einen Schlaganfall oder andere Durchblutungsst√∂rungen im Gehirn hatten, unabh√§ngig davon, ob diese nur vor√ľbergehend waren oder bleibende Folgen wie z.B. L√§hmungen verursacht haben;
  • wenn Sie w√§hrend Ihrem normalen n√§chtlichen Schlaf f√ľr kurze Zeit aufh√∂ren zu atmen (genannt ¬ęSchlafapnoe¬Ľ) oder wenn Sie eine Schlafapnoe in der Vergangenheit hatten und Sie Arzneimittel einnehmen, die die normale Aktivit√§t des Gehirns d√§mpfen;
  • wenn Sie einen Zustand hatten, wo Sie Ihre Blase nicht vollst√§ndig entleeren konnten (Harnverhalt), eine vergr√∂sserte Prostata haben, eine Verstopfung im Darm oder erh√∂hten Augeninnendruck haben;
  • wenn Sie an einer Funktionsst√∂rung der Leber gelitten haben oder immer noch leiden, da unter Umst√§nden die Dosierung angepasst werden muss;
  • wenn Sie Diabetikerin oder Diabetiker sind, denn ein bereits bestehender Diabetes kann sich verschlimmern oder es kann h√§ufig w√§hrend der Behandlung mit Quetiapin Sandoz eine krankhafte Erh√∂hung des Blutzuckers (Hyperglyk√§mie) auftreten. Es gab auch sehr selten F√§lle, wo es zu einer Blutans√§uerung (diabetische Ketoazidose) kam;
  • wenn Sie wissen, dass Ihr Wert an weissen Blutk√∂rperchen in der Vergangenheit tief war;
  • wenn Sie einen Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte haben.

Bei einem Spitalaufenthalt sollten Sie dem medizinischen Personal mitteilen, dass Sie Quetiapin Sandoz einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie ein starkes Schl√§frigkeitsgef√ľhl haben.

Selten wird ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom verursacht, welches sich vor allem durch Fieber, unregelm√§ssigen Puls, Bewusstseinsst√∂rungen und Muskelsteifheit √§ussert. Eine weitere seltene Nebenwirkung (sogenanntes Serotoninsyndrom), welche besonders bei Kombination mit gewissen anderen Arzneimitteln auftritt, √§ussert sich durch Bewusstseinstr√ľbung, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen und Fieber. Beide F√§lle k√∂nnen zu lebensbedrohlichen Zust√§nden f√ľhren. Deshalb sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin informieren.

Informieren Sie so schnell wie m√∂glich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin,

  • wenn w√§hrend der Quetiapin Sandoz-Therapie unkontrollierbare Bewegungen, haupts√§chlich des Gesichts oder der Zunge auftreten;
  • wenn Sie Fieber, grippe√§hnliche Symptome, Halsschmerzen oder eine andere Infektion haben, da dies das Resultat von einem sehr tiefen Wert an weissen Blutk√∂rperchen sein k√∂nnte. Eventuell muss die Quetiapin Sandoz-Therapie abgebrochen werden und/oder eine Behandlung Ihrer Symptome muss angefangen werden;
  • wenn Sie eine Verstopfung mit anhaltenden Bauchschmerzen haben oder eine Verstopfung, die nicht auf Behandlungen anspricht, da dies zu einer schwerwiegenderen Blockade des Darms f√ľhren kann.

Bei einzelnen Patienten kam es zu einer Schw√§chung und zu einer Entz√ľndung des Herzmuskels (Kardiomyopathie und Myokarditis); es ist nicht ausgeschlossen, dass dies im Zusammenhang mit der Quetiapin Sandoz-Behandlung stehen k√∂nnte.

W√§hrend der Anwendung von Quetiapin wurden potentiell lebensbedrohliche Arzneimittelreaktionen mit einzelnen oder mehreren schweren Hautreaktionen (Schleimh√§ute k√∂nnen betroffen sein) wie weit verbreitete Blasenbildung (m√∂glicherweise mit Eiter gef√ľllt), Absch√§len der Haut oder juckender Hautausschlag mit rosafarbenen unregelm√§ssigen Flecken, Fieber, Blutver√§nderungen (Anstieg eines Typs der weissen Blutk√∂rperchen) oder geschwollene Lymphknoten beobachtet (siehe auch ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Quetiapin Sandoz haben?¬Ľ). Wenn diese Reaktionen auftreten, ist Quetiapin sofort abzusetzen und ein Arzt bzw. eine √Ąrztin zu konsultieren.

M√∂glicherweise wird Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin die Blutfettwerte, die Elektrolyte im Blut, den Blutzuckerspiegel oder den Schilddr√ľsenhormonspiegel kontrollieren, da diese durch Quetiapin Sandoz ver√§ndert sein k√∂nnen.

Bei einigen Patienten, die Quetiapin Sandoz einnehmen, wurde eine Gewichtszunahme beobachtet. Sie und Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin sollten regelm√§ssig Ihr Gewicht √ľberpr√ľfen.

Wenn Sie depressiv sind und/oder an anderen psychischen Erkrankungen leiden, könnten Selbstverletzungs- oder Selbstmordgedanken auftreten. Diese Gedanken können in den ersten Behandlungswochen verstärkt vorkommen. Falls Sie Selbstverletzungs- oder Selbstmordgedanken haben, informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie umgehend ein Spital auf.

Sie sollten den Konsum von Alkohol vermeiden, wenn Sie Quetiapin Sandoz einnehmen. Während der Behandlung mit Quetiapin Sandoz soll kein Grapefruitsaft eingenommen werden.

Wird Quetiapin Sandoz abrupt abgesetzt, so k√∂nnen Entzugssymptome wie √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit auftreten. Setzen Sie sich deshalb mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer √Ąrztin in Verbindung, wenn das Arzneimittel abgesetzt werden soll.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen. Deshalb sollten Sie weder Fahrzeuge lenken noch Maschinen bedienen, bis die individuelle Sensibilit√§t abgekl√§rt ist.

Bei älteren Patientinnen und Patienten mit Demenz wird die Anwendung von Quetiapin Sandoz nicht empfohlen.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Bitte nehmen Sie Quetiapin Sandoz erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden.

Darf Quetiapin Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie schwanger sind oder es werden wollen oder wenn Sie stillen. Quetiapin Sandoz soll w√§hrend einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. In besonderen F√§llen kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin jedoch ausdr√ľcklich Ausnahmen machen. W√§hrend der Behandlung mit Quetiapin Sandoz darf nicht gestillt werden.

Bei Anwendung von Quetiapin Sandoz w√§hrend des letzten Drittels der Schwangerschaft k√∂nnen bei Neugeborenen Zittern, Muskelsteifigkeit, Schw√§che, Schl√§frigkeit, Erregung, Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme bei der Ern√§hrung auftreten. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin unverz√ľglich im Falle einer Schwangerschaft, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ein pl√∂tzliches Absetzen von Quetiapin Sandoz kann schwerwiegende Folgen haben. Bitte informieren Sie auch unverz√ľglich Ihren Frauenarzt bzw. -√§rztin oder Geburtshelfer/-in √ľber eine Einnahme w√§hrend der Schwangerschaft, insbesondere, wenn beschriebene Auff√§lligkeiten bei Ihrem Kind nach der Geburt auftreten.

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Wie wird es angewendet?

Der Arzt bzw. die √Ąrztin wird die f√ľr Sie zutreffende Dosierung festlegen. Quetiapin Sandoz kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Filmtabletten k√∂nnen ganz geschluckt werden oder zur Halbierung oder zur Erleichterung der Einnahme geteilt werden.

Quetiapin Sandoz soll bei der Behandlung von psychischen Krankheiten, bei denen das Denken, die Wahrnehmung, das F√ľhlen, der Antrieb und/oder das Handeln beeintr√§chtigt sind (Schizophrenie), zweimal t√§glich, n√§mlich morgens und abends, eingenommen werden. √úblicherweise wird die Quetiapin Sandoz-Dosis f√ľr Erwachsene w√§hrend der ersten 4¬†Behandlungstage gem√§ss folgendem Schema erh√∂ht:

1. Tag: 50 mg pro Tag (morgens 1 Filmtablette à 25 mg und abends 1 Filmtablette à 25 mg).

2. Tag: 100 mg pro Tag (morgens 2 Filmtabletten à 25 mg und abends 2 Filmtabletten à 25 mg).

3. Tag: 200 mg pro Tag (morgens 1 Filmtablette à 100 mg und abends 1 Filmtablette à 100 mg).

4. Tag: 300 mg pro Tag (morgens 1 Filmtablette à 100 mg und abends 1 Filmtablette à 200 mg).

Ab dem 5. Tag betr√§gt die Tagesdosis √ľblicherweise 300¬†mg‚Äď450 mg. Der Arzt bzw. die √Ąrztin kann Ihnen jedoch je nach Ansprechen der Behandlung eine h√∂here oder tiefere Dosierung verschreiben (Tagesdosen zwischen 150 mg‚Äď750 mg).

Quetiapin Sandoz soll bei der Behandlung einer besonders gehobenen und reizbaren Stimmung (Manie) zweimal t√§glich, n√§mlich morgens und abends eingenommen werden. Die Tagesdosis betr√§gt f√ľr die ersten vier Tage der Therapie 100 mg (Tag 1), 200 mg (Tag 2), 300 mg (Tag 3) und 400 mg (Tag 4). Weitere Dosiserh√∂hungen bis zu einer Tagesdosis von 800 mg am 6. Tag k√∂nnen in Schritten von maximal 200 mg pro Tag erfolgen. Die Dosis kann abh√§ngig vom klinischen Ansprechen des einzelnen Patienten bzw. der einzelnen Patientin und der Vertr√§glichkeit bis auf maximal 800 mg erh√∂ht werden. Meistens liegt die wirksame Dosis zwischen 400 mg bis 800 mg pro Tag.

F√ľr die Behandlung einer Depression bei Patienten, bei denen eine gehobene und reizbare Stimmung (Manie) mit einer depressiven Stimmung abwechselt (bipolare St√∂rung), wird abends vor dem Zubettgehen am 1. Tag 50 mg, am 2. Tag 100 mg, am 3. Tag 200 mg, und am 4. Tag 300 mg eingenommen.

Zur R√ľckfallprophylaxe bei bipolarer Erkrankung wird Quetiapin Sandoz gleich dosiert wie in der Akutphase. Die Dosis kann durch den Arzt bzw. die √Ąrztin abh√§ngig vom klinischen Ansprechen des einzelnen Patienten bzw. der einzelnen Patientin und der Vertr√§glichkeit innerhalb des Dosierungsbereichs von 300 mg bis 800 mg pro Tag angepasst werden.

√Ąltere Patienten und √§ltere Patientinnen (√ľber 65 Jahre) erhalten ein tieferes Dosierungsschema, welches vom Arzt bzw. von der √Ąrztin festgelegt wird.

Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren sollen Quetiapin Sandoz bei der Behandlung von psychischen Krankheiten, bei denen das Denken, die Wahrnehmung, das F√ľhlen, der Antrieb und/oder das Handeln (Schizophrenie) beeintr√§chtigt sind, zwei- oder dreimal t√§glich einnehmen. Die Einnahme kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten erfolgen. Die Tagesdosis f√ľr die ersten 5 Tage der Therapie ist 50 mg (Tag 1), 100 mg (Tag 2), 200 mg (Tag 3), 300 mg (Tag 4) und 400 mg (Tag 5). Nach dem 5. Therapietag kann die Dosis abh√§ngig vom klinischen Ansprechen des einzelnen Patienten bzw. der einzelnen Patientin und der Vertr√§glichkeit, innerhalb des wirksamen Dosisbereichs von 400 mg bis 800 mg angepasst werden. Dosisanpassungen sollten in Schritten von maximal 100 mg pro Tag durchgef√ľhrt werden.

Sicherheit und Wirksamkeit von Quetiapin Sandoz bei Kindern und Jugendlichen j√ľnger als 13 Jahre mit Schizophrenie wurden nicht gepr√ľft; Quetiapin Sandoz sollte daher in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren sollen Quetiapin Sandoz bei der Behandlung einer besonders gehobenen und reizbaren Stimmung (Manie) zwei- oder dreimal t√§glich einnehmen. Die Einnahme kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten erfolgen. Die Tagesdosis f√ľr die ersten 5 Tage der Therapie ist 50 mg (Tag 1), 100 mg (Tag 2), 200 mg (Tag 3), 300 mg (Tag 4) und 400 mg (Tag 5). Nach dem 5. Therapietag kann die Dosis abh√§ngig vom klinischen Ansprechen des einzelnen Patienten bzw. der einzelnen Patientin und der Vertr√§glichkeit, innerhalb des wirksamen Dosisbereichs von 400 mg bis 600 mg angepasst werden. Dosisanpassungen sollten in Schritten von maximal 100 mg pro Tag durchgef√ľhrt werden.

Sicherheit und Wirksamkeit von Quetiapin Sandoz bei Kindern j√ľnger als 10 Jahre mit Bipolarer Manie wurden nicht gepr√ľft; Quetiapin Sandoz sollte daher in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Anwendung und Sicherheit in der Behandlung der Depression bei bipolaren St√∂rungen nicht gepr√ľft worden.

Während der Behandlung mit Quetiapin Sandoz soll kein Grapefruitsaft eingenommen werden.

Jede Filmtablettenstärke von Quetiapin Sandoz hat eine andere Farbe und Grösse. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn Ihre Quetiapin Sandoz Filmtabletten verschieden aussehen.

Wenn Sie einmal eine Dosis vergessen haben, dann nehmen Sie diese ein, sobald Sie sich daran erinnern. Es d√ľrfen jedoch nicht zwei Dosen auf einmal eingenommen werden. Halten Sie sich danach wieder an die normalen Einnahmezeiten.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Quetiapin Sandoz nicht eingenommen werden?

Falls Sie jemals √ľberempfindlich auf Quetiapin Sandoz reagiert haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, bevor Sie die Behandlung beginnen. Quetiapin Sandoz darf nicht gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen HIV-Infektionen, gegen Pilzinfektionen oder gegen bakterielle Infektionen (Makrolidantibiotika) eingenommen werden.

Während der Stillzeit sollten Sie Quetiapin Sandoz nicht einnehmen.

Welche Nebenwirkungen kann Quetiapin Sandoz haben?

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Vor allem zu Beginn der Behandlung kann Quetiapin Sandoz sehr h√§ufig Schl√§frigkeit und Gewichtszunahme verursachen. Ebenfalls sehr h√§ufig k√∂nnen Schwindel, Kopfschmerzen, unwillk√ľrliche Muskelkontraktionen oder unkontrollierte Muskelbewegungen, Mundtrockenheit, Abnahme der Anzahl roter Blutk√∂rperchen und hoher Blutzucker vorkommen. Sehr h√§ufig kam es zu Entzugssymptomen (das sind Symptome, die nach dem Beenden der Quetiapin Sandoz-Therapie auftreten) wie √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

H√§ufig werden Hautausschlag, Herzklopfen, Herzrasen, Halsentz√ľndungen, verst√§rkter Husten, Atemnot (Dyspnoe), Schw√§che, Reizbarkeit, ungew√∂hnliche Tr√§ume, Albtr√§ume, Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression, St√∂rungen der Aussprache, unscharfes Sehen, vermehrtes Hungergef√ľhl, Erbrechen (vor allem bei √§lteren Patienten), Verdauungsst√∂rungen, Verstopfung, Fieber oder geschwollene Kn√∂chel beobachtet. H√§ufig kann es vor allem zu Behandlungsbeginn zu einem tiefen Blutdruck kommen. Sollten Sie sich deshalb schwindlig oder schwach f√ľhlen, oder f√ľhlen Sie sich schl√§frig, so setzen oder legen Sie sich hin, bis es Ihnen wieder besser geht. So k√∂nnen Sie St√ľrze vermeiden.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Gelegentlich wurde √ľber epileptische Anf√§lle, Migr√§ne, tiefe Venenthrombose, Schlaganfall oder √§hnliche Ereignisse, Ohnmacht, Asthma, eine verstopfte Nase, Nasenbluten, Schwierigkeiten beim Urin L√∂sen, Verwirrtheit und √ľber das Syndrom der unruhigen Beine ¬ęRestless Legs Syndrom¬Ľ berichtet. Dieses Syndrom besteht in attackenf√∂rmig auftretenden schmerzhaften Empfindungen und Drang zu Bewegungen in den Beinen, vor allem nachts bzw. im Liegen. Gelegentlich wurde √ľber unwillk√ľrliche Bewegungen, haupts√§chlich des Gesichts oder der Zunge (Sp√§tdyskinesien) berichtet.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

In seltenen F√§llen kann Quetiapin Sandoz ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom oder ein Serotoninsyndrom mit Fieber, Muskelsteifheit, Muskelzittern, Zucken, unregelm√§ssiger Puls und Benommenheit verursachen (siehe auch ¬ęWann ist bei der Einnahme von Quetiapin Sandoz Vorsicht geboten?¬Ľ). Wenn dies passiert, sollten Sie die Behandlung abbrechen und sich sofort beim Arzt bzw. bei der √Ąrztin melden. Selten k√∂nnen Schlafwandeln, tiefere K√∂rpertemperatur, Schluckauf, oberfl√§chliche Venenentz√ľndungen, Darmblockaden, Leberentz√ľndung mit oder ohne Gelbsucht, Galaktorrh√∂ (Anschwellung der Br√ľste bei M√§nnern und Frauen und unerwartete Milchabsonderung; die monatliche Periode kann unregelm√§ssig sein oder ausfallen) oder Priapismus (lang anhaltende und schmerzhafte Erektion) vorkommen. Selten kann eine Kombination von Fieber, grippe√§hnlichen Symptomen, Halsschmerzen oder von anderen Infektionen mit einem sehr tiefen Wert an weissen Blutk√∂rperchen vorkommen, ein Zustand der Agranulozytose genannt wird.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Sehr selten wurden Unruhe, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, Lebererkrankungen, Schluckst√∂rungen, Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelfasern und Muskelschmerzen), Schwellungen der Haut, vor allem des Gesichtes, der Lippen oder Schleimhaut (Angio√∂dem) und schwere Formen von allergischen Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, allergischem Schock und schweren Hautver√§nderungen (schwerwiegende Hautausschl√§ge, Blasen oder rote Flecken) beobachtet.

Bei der Anwendung von Quetiapin Sandoz während des letzten Drittels der Schwangerschaft können sehr selten bei Neugeborenen Zittern, Muskelsteifigkeit, Schwäche, Schläfrigkeit, Erregung, Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme bei der Ernährung auftreten.

Weitere Beobachtungen

W√§hrend der Anwendung von Quetiapin wurden potentiell lebensbedrohliche Arzneimittelreaktionen beobachtet mit einer Kombination aus ausgedehntem Hautausschlag, Fieber, ver√§nderten Blutwerten (Anstieg der Leberenzyme, Anstieg eines Typs der weissen Blutk√∂rperchen, der h√§ufig bei allergischen Reaktionen beobachtet wird) und vergr√∂sserten Lymphknoten (eine Erkrankung mit der Bezeichnung ¬ęArzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen¬Ľ).

Es k√∂nnen rasch rote Hautareale mit kleinen Pusteln (kleine, mit weiss-gelber Fl√ľssigkeit gef√ľllte Bl√§schen, die als akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) bezeichnet werden) oder eine schwere Form von Hautausschlag mit juckenden rosafarbenen unregelm√§ssigen Flecken (ein als Erythema multiforme (EM) bekannter Zustand) auftauchen.

Entz√ľndung von Blutgef√§ssen (Vaskulitis), h√§ufig einhergehend mit Hautausschlag mit kleinen roten oder violetten Pusteln.

Die folgenden unerw√ľnschten Wirkungen k√∂nnen auftreten und werden bei einer Blutuntersuchung gefunden: Verminderung der weissen Blutk√∂rperchen und Erh√∂hung von Leberenzymen. Diese Ver√§nderungen normalisieren sich nach Absetzen von Quetiapin Sandoz. Erh√∂hung eines bestimmten Typs von weissen Blutzellen, die man manchmal bei allergischen Reaktionen findet. Verminderung der Blutpl√§ttchen, die helfen eine Blutung zu stillen. Erh√∂hung der Fettspiegel (z.B. Triglycerid- und Cholesterinspiegel) im Blut, Erh√∂hung des Prolaktins (Hormon) im Blut. Dies kann selten zu Galaktorrh√∂ (siehe weiter oben) f√ľhren und die monatliche Periode kann unregelm√§ssig sein oder ausfallen. Ver√§nderung der Schilddr√ľsenhormonspiegel.

Unter Quetiapin Sandoz wurden, wie bei anderen Neuroleptika auch, Herzklopfen, unregelmässiger Puls, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und EKG-Veränderungen beobachtet.

Bei einzelnen Patienten kam es zu einer Schw√§chung und zu einer Entz√ľndung des Herzmuskels (Kardiomyopathie und Myokarditis); es ist nicht ausgeschlossen, dass dies im Zusammenhang mit der Quetiapin Sandoz-Behandlung stehen k√∂nnte.

Bei Kindern und Jugendlichen kamen die folgenden unerw√ľnschten Wirkungen h√§ufiger vor als bei Erwachsenen. Sehr h√§ufig wurden vermehrtes Hungergef√ľhl, Erbrechen, erh√∂hter Blutdruck und Erh√∂hung der Prolaktins (Hormon) im Blut beobachtet. Sehr selten f√ľhrte letzteres zu Anschwellungen der Br√ľste bei Knaben und M√§dchen und zu unerwarteter Milchabsonderung. Die M√§dchen hatten sehr selten keine oder eine unregelm√§ssige monatliche Periode. H√§ufig kam es zu Ohnmacht oder einer verstopften Nase.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mit, wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen oder irgendein Krankheitszeichen im Zusammenhang mit der Einnahme von Quetiapin Sandoz beobachten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

In der Originalverpackung, nicht √ľber 30¬įC und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Weitere Hinweise

Bitte bringen Sie Filmtabletten, die nicht verwendet wurden oder deren Verfalldatum abgelaufen ist, in die Apotheke zur Entsorgung zur√ľck.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Quetiapin Sandoz enthalten?

Wirkstoffe

1 Filmtablette enthält als Wirkstoff 25 mg, 100 mg, 200 mg oder 300 mg Quetiapin als Quetiapin-Fumarat.

Hilfsstoffe

Kern

Povidon K29/32, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-Hydrat, Magnesiumstearat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A).

√úberzug

Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol 4000, Lactose-Monohydrat, rotes Eisenoxid (E 172) (nur 25 mg Filmtabletten), gelbes Eisenoxid (E 172) (nur in 25 mg und 100 mg Filmtabletten).

Zulassungsnummer

61374 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Quetiapin Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt folgende Packungen:

Quetiapin Sandoz 25 mg: Packungen zu 60 Filmtabletten.

Quetiapin Sandoz 100 mg: Packungen zu 60 und 100 Filmtabletten mit Kreuzbruchrille (viertelbar).

Quetiapin Sandoz 200 mg: Packungen zu 60 und 100 Filmtabletten mit Kreuzbruchrille (viertelbar).

Quetiapin Sandoz 300 mg: Packungen zu 60 und 100 Filmtabletten mit Bruchrille (teilbar).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im September 2021 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Quetiapin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals AG
Suchtgift Nein
ATC Code N05AH04
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden