Captopril HCT Sandoz 25/25 mg Tabletten

Abbildung Captopril HCT Sandoz 25/25 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Captopril
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 06.05.1996

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Captopril HCT Sandoz ist ein Kombinationsarzneimittel zur Blutdrucksenkung.

Captopril HCT Sandoz wird angewendet bei nicht organbedingtem Bluthochdruck, der mit Captopril oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend gesenkt werden kann.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

  • wenn Sie allergisch gegen√ľber Captopril, Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie allergisch gegen Captopril HCT Sandoz-√§hnliche Arzneimittel (andere ACE-Hemmer oder Sulfonamidderivate) sind
  • wenn Sie bereits in der Vergangenheit infolge einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine Gewebeschwellung (Angio√∂dem) hatten
  • wenn bei Ihnen schon einmal Gewebeschwellungen (Angio√∂dem) auftraten, wobei die Ursache daf√ľr unbekannt sein kann oder Sie diese Anlage geerbt haben k√∂nnen
  • wenn Sie an schwerer Nierenfunktionsst√∂rung leiden
  • wenn Sie an schwerer Leberfunktionsst√∂rung leiden
  • wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden k√∂nnten (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú)
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksen- kenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bestimmte Erkrankungen, an denen Sie möglicherweise leiden oder gelitten haben, erfordern eine spezielle Behandlung vor oder während der Einnahme von Captopril HCT Sandoz.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Captopril HCT Sandoz einnehmen, wenn

Sie Fl√ľssigkeits- und/oder Salzmangel haben, z. B. infolge von Durchfall, Erbrechen, √ľbertriebener Di√§ten, Dialyse, Einnahme von harntreibenden Mitteln

  • Sie an beidseitiger Einengung der Nierenschlagader bzw. einseitiger Einengung bei Einzelniere (Nierenarterienstenose) leiden
  • Sie an Zuckerkrankheit leiden
  • Sie eine Fettstoffwechselst√∂rung haben
  • Sie Gicht haben
  • Sie kaliumsparende Entw√§sserungsmittel, Kaliumpr√§parate, oder andere Arzneimittel anwenden, die im Zusammenhang mit erh√∂hten Blutkaliumwerten stehen (z. B. Heparin)
  • Ihre Herzklappen (Aorten-/Mitralklappe) verengt sind
  • Sie eine bestimmte Erkrankung mit Verdickung des Herzmuskels haben (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)
  • Sie eine bestimmte angeborene Erkrankung des Bindegewebes (Kollagenerkrankung) haben
  • Sie mit Medikamenten behandelt werden, die die Abwehrreaktion unterdr√ľcken, z. B. kortisonhaltige Arzneimittel
  • Sie Allopurinol (Mittel gegen Gicht) oder Procainamid (Mittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen) einnehmen
  • in Ihrem Harn Eiwei√ü ausgeschieden wird
  • Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist
  • Ihre Leberfunktion eingeschr√§nkt ist
  • Sie an Leberzirrhose leiden
  • Sie Allergien und Asthma haben
  • Sie an einer Erkrankung der Haut und des Gef√§√übindegewebes (systemischer Lupus erythematodes) leiden
  • Ihre Hirngef√§√üe verengt sind (zerebrovaskul√§re Durchblutungsst√∂rungen)
  • Ihre Herzkranzgef√§√üe verengt sind (koronare Herzkrankheit)
  • Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erh√∂ht sich das Risiko eines Angio√∂dems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen):

    Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören (wer- den zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet)

  • Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Vals- artan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes melli- tus haben
    • Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen. Siehe auch Abschnitt ‚ÄěCaptopril HCT Sandoz darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Der Wirkstoff Hydrochlorothiazid kann eine seltene Reaktion hervorrufen, die zu einer verminderten Seh- sch√§rfe und Augenschmerzen f√ľhrt. Diese k√∂nnen Anzeichen f√ľr einen erh√∂hten Augeninnendruck sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Einnahme von Captopril HCT Sandoz auftreten. Ohne Behandlung k√∂nnen diese Anzeichen zu dauerhaftem Sehverlust f√ľhren.

Bei Auftreten dieser Symptome sollte Captopril HCT Sandoz schnellstmöglichst abgesetzt und ein Arzt zur Untersuchung des Augendruckes aufgesucht werden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten) (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú).

Bitte beachten Sie, dass bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe die Blutdrucksenkung durch Captopril HCT Sandoz im Vergleich zu Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe weniger stark ist.

Au√üerdem k√∂nnen sie leichter ein angioneurotisches √Ėdem (schwere allergische Reaktion) bekommen.

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie (bestimmte Behandlung gegen Allergien) mit Insektengift unterziehen, ist besondere Vorsicht geboten hinsichtlich lebensbedrohlicher allergischer Reaktionen. Wenn bei Ihnen eine √úberempfindlichkeit gegen tierische Gifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) besteht, und Sie sich einer Behandlung gegen diese √úberempfindlichkeit unterziehen, sprechen Sie vor der Einnahme von Captopril HCT Sandoz unbedingt mit Ihrem Arzt!

Bei gleichzeitiger Anwendung von Captopril HCT Sandoz im Rahmen einer Blutw√§sche (Dialyse) mit bestimmten Dialysemembranen (High-Flux-Membranen) bzw. bei einer bestimmten Behandlung von stark erh√∂hten Blutfetten (LDL-Apherese mit Dextransulfat-Absorption) besteht die Gefahr, dass √úberempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, falls Sie sich solchen Behandlungen unterziehen m√ľssen.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) stehen, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Captopril HCT Sandoz einnehmen, da es unter der Narkose zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Beschwerden, wie Mundtrockenheit, Durst, Schw√§che, Lethargie, Muskelschmerzen oder -kr√§mpfe, Herzrasen, Schwindel, √úbelkeit, Erbrechen, verminderte Harnproduktion k√∂nnen Ausdruck eines gest√∂rten Fl√ľssigkeits- oder Mineralstoffhaushalts sein. Falls solche Beschwerden bei Ihnen auftreten, informieren Sie Ihren Arzt.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

  • Schwellung von Gesicht, Gliedma√üen, Lippen, Schleimhaut, Zunge und/oder Kehlkopf, Atemnot
  • l√§ngeranhaltende Bauchbeschwerden
  • Gelbf√§rbung von Haut und Schleimh√§uten
  • Fieber, Lymphknotenschwellung und/oder Halsentz√ľndung

In diesen F√§llen d√ľrfen Sie Captopril HCT Sandoz nicht weiter einnehmen und Ihr Arzt wird entsprechende Ma√ünahmen ergreifen.

Während der Therapie kann ein trockener Husten auftreten, der nach Absetzen der Behandlung wieder verschwindet.

Die Anwendung dieses Arzneimittels bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen unbedingt ein.

Die Anwendung von Captopril HCT Sandoz mit Lithium (Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen) wird nicht empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel ist nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern bestimmt, da die Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht wurden.

√Ąltere Patienten und Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion

Bei älteren Patienten und bei Diabetikern sollte die Dosis reduziert werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Captopril HCT Sandoz kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Captopril HCT Sandoz als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Einnahme von Captopril HCT Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen können auftreten mit

  • Kalium-Erg√§nzungsmitteln, kaliumhaltigen Salzersatz stoffen, Diuretika (Wassertabletten, insbesondere jene, die als kaliumsparend bezeichnet werden), anderen Arzneimitteln, die den Kaliumspiegel in Ihrem K√∂rper erh√∂hen k√∂nnen (wie Heparin und Co-Trimoxazol, auch bekannt als

    Herz-Kreislauf-wirksamen Arzneimitteln (z. B. Betablocker, langwirkende Kalziumkanalblocker, Nitro-

glycerin und andere Nitrate oder andere Vasodilatatoren, Alphablocker)

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte ‚ÄěCaptopril HCT Sandoz darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • Arzneimitteln zur Behandlung von depressiven bzw. psychiatrischen Erkrankungen (trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika) einschlie√ülich Lithium
  • Allopurinol (Mittel gegen Gicht)
  • Procainamid (Mittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen)
  • Arzneimitteln, zur Behandlung von Krebs (Zytostatika)
  • Arzneimitteln, die sehr oft zur Verhinderung einer Absto√üung des Organtransplantats verwendet
    werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren geh√∂ren). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsnahmen‚Äú.
  • Arzneimitteln, die das sympathische Nervensystem beeinflussen (Sympathomimetika, z.B.Arzneimitteln zur Behandlung einer verschnupften Nase oder Nasennebenh√∂hle oder andere Mittel gegen Erk√§ltung (einschlie√ülich solcher, die Sie rezeptfrei in der Apotheke kaufen k√∂nnen))
  • Insulin oder blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen (z. B. Sulfonylharnstoffe)
  • injizierbaren Goldzubereitungen (Natriumaurothiomalat). Es kann in seltenen F√§llen zu nitritoiden Reak- tionen mit Symtpomen wie Gesichtsr√∂tung, Schwindel, √úbelkeit, Erbechen und Abfall des Blutdrucks bis hin zum Kreislaufkollaps kommen.
  • Amphotericin B (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen)
  • Carbenoxolon (Arzneimittel zur Behandlung von Magen-/Darm-Geschw√ľren)
  • Kortikosteroiden wie kortisonhaltige Arzneimittel sowie Corticotropin (ACTH)
  • bestimmten (stimulierenden) Abf√ľhrmitteln
  • Kalziumsalzen
  • herzst√§rkenden Arzneimitteln (Herzglykoside)
  • Arzneimitteln, die eine Senkung der Blutfette bewirken (Colestyramin, Colestipol)
  • Arzneimitteln mit muskelerschlaffender Wirkung (z. B. Tubocurarinchlorid)
  • Arzneimitteln, die mit bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen in Zusammenhang stehen (bestimmte
    Mittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen, gegen psychiatrische Erkrankungen und andere Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie so genannte ‚ÄěTorsade de pointes‚Äú hervorrufen k√∂nnen)
  • Carbamazepin (Mittel bei Epilepsie)
  • entz√ľndungshemmenden Schmerzmitteln

Bei Anwendung von Captopril HCT Sandoz k√∂nnen die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflusst werden (Aceton-Harntest, Schilddr√ľsenfunktionstest).

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen, Captopril HCT Sandoz vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen, denn die Einnahme von Captopril HCT Sandoz kann zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Captopril HCT Sandoz wird nicht zur Anwendung bei stillenden M√ľttern empfohlen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt sein. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe bei Behandlungsbeginn und Dosiserh√∂hung, aber auch in Verbindung mit Alkohol. Diese Wirkungen h√§ngen jedoch von der individuellen Empfindlichkeit ab.

Captopril HCT Sandoz enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Captopril HCT Sandoz daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Hinweis
Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung (einschleichend) begonnen werden.

Die fixe Kombination wird √ľblicherweise erst nach vorangegangener Behandlung mit der freien Kombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid angewendet, falls die Erhaltungsdosen der Einzelstoffe denen der fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte. Falls klinisch angebracht, kann ein direkter Wechsel von der Monotherapie zur fixen Kombination in Erw√§gung gezogen werden.

Die empfohlene Dosis beträgt

1 Tablette Captopril HCT Sandoz 25/25 mg (entsprechend 25 mg Captopril und 25 mg Hydrochlorothiazid) täglich. Dies ist gleichzeitig die Tageshöchstdosis.

Spezielle Patientengruppen
Bei Patienten mit Salz-/Fl√ľssigkeitsverlust, √§lteren Patienten, Diabetikern und Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rung betr√§gt die √ľbliche Anfangsdosis 25 mg Captopril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid t√§glich. Daf√ľr stehen andere Kombinationspr√§parate zur Verf√ľgung. Patienten mit schwerer Nierenfunktionsst√∂rung d√ľrfen Captopril HCT Sandoz 25/25 mg nicht einnehmen.

Wenn Ihr Blutdruck mit Captopril HCT Sandoz nicht ausreichend gesenkt wird, ist es möglich, dass Ihr Arzt ein weiteres Arzneimittel verordnet.

Art der Anwendung

Die Einnahme kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten erfolgen. Captopril HCT Sandoz sollte t√§glich morgens mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) eingenommen werden.

Die Tabletten können in 2 gleiche Dosen geteilt werden.
Zur Halbierung der Tablette legt man diese mit der Bruchkerbe nach oben auf eine feste Unterlage und dr√ľckt mit beiden Zeigefingern gleichzeitig links und rechts einer Bruchkerbe. Die Tablette bricht dabei in 2 H√§lften auseinander.

Wenn Sie eine größere Menge von Captopril HCT Sandoz eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Vergiftung √ľber die erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

In Abhängigkeit von dem Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: anhaltende Steigerung des Harnflusses, Elektrolytstörungen, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Krampfanfälle, Lähmungserscheinungen, Herzrhythmusstörungen, verlangsamte Herzschlagfolge, Nierenversagen.

Bei dringendem Verdacht auf eine Überdosierung benötigen Sie ärztliche Hilfe!

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Captopril HCT Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Captopril HCT Sandoz abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Captopril HCT Sandoz nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort einen Arzt auf, falls bei Ihnen die folgenden Neben- wirkungen aufgetreten sind:

  • Gewebeschwellungen mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge, m√∂glicherweise auch H√§nden und F√ľ√üen
  • schwerwiegende Hautreaktionen
  • √ľberm√§√üiger Blutdruckabfall (Schwindel, Ohnmacht)
  • Gelbsucht (Gelbf√§rbung der Haut und/oder des Augenwei√ü)
  • Auftreten von Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentz√ľndung

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, die bei Captopril und/oder einer Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer berichtet wurden, sind:

Captopril

Häufig (kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen)

  • Herzrhythmusst√∂rungen (Tachykardie oder Tachyarrhythmie), Herzschmerz infolge Mangeldurchblutung (Angina pectoris), Herzklopfen
  • Blutdruckabfall, Durchblutungsst√∂rungen der Finger (Raynaud-Syndrom), anfallsweise Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Flush), Bl√§sse
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Gliedma√üen, Hals und/oder Kehlkopf, eventuell in Verbindung mit Schluckbeschwerden oder Atemnot (Angio√∂dem)
  • Brustschmerzen, Ersch√∂pfung, Unwohlsein

Selten (kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen)

  • Appetitlosigkeit
  • Benommenheit, Kopfschmerzen und Missempfindungen (Kribbeln)
  • Entz√ľndung der Mundschleimhaut mit Geschw√ľrbildung (Aphthen), Schwellungen im Magen-Darm- Trakt (intestinales Angio√∂dem)
  • Nierenfunktionsst√∂rungen einschlie√ülich Nierenversagen, vermehrte bzw. verminderte Harnausscheidung, vermehrtes Wasserlassen

Sehr selten (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

Verminderung bzw. weitgehendes Fehlen bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie/Agranulozytose), starke Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie) vor allem bei Patienten mit Nierenfunktionsstörun-

gen, Blutarmut (einschließlich von Sonderformen der Blutarmut infolge verminderter Bildung bzw. Zer- fall von roten Blutzellen), Blutplättchenmangel, krankhafte Veränderung der Lymphknoten, Vermehrung bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie), Autoimmunerkrankungen und/oder positive ANA-Titer (be- stimmte Laborwerte, die auf eine Autoimmunerkrankung hinweisen)

  • Absinken des Blutzuckerspiegels, Ansteigen des Kaliumspiegels im Blut
  • Verwirrung, Depression
  • Zwischenf√§lle infolge Hirnmangeldurchblutung einschlie√ülich Schlaganfall und Ohnmacht
  • verschwommenes Sehen
  • Herzstillstand, Herz-Kreislauf-Schock
  • krampfartige Verengung der Bronchien, Schnupfen, allergische Lungenentz√ľndung
  • Entz√ľndung der Zungenschleimhaut, Magen-Darm-Geschw√ľre, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung
  • eingeschr√§nkte Leberfunktion und Gallestau (einschlie√ülich Gelbsucht), Leberentz√ľndung einschlie√ülich Zerfall von Lebergewebe (Hepatitis einschlie√ülich Nekrose), erh√∂hte Leberenzyme und Bilirubin-Werte (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs)
  • Nesselsucht, bestimmte schwerwiegende Hauterkrankungen (Erythrodermie, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme), Licht√ľberempfindlichkeit, Hautreaktionen mit Blasen- bzw. Schuppenbildung (pemphigoide Reaktionen und exfoliative Dermatitis)
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
  • bestimmte Nierenerkrankung mit Ausscheidung von Eiwei√ü im Harn (nephrotisches Syndrom)
  • Impotenz, Brustvergr√∂√üerung beim Mann
  • Fieber
  • Ver√§nderung einzelner Laborparameter

Hydrochlorothiazid

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Speicheldr√ľsenentz√ľndung
  • Verminderung der wei√üen Blutzellen, Verminderung bzw. weitgehendes Fehlen bestimmter wei√üer Blut- zellen (Neutropenie/Agranulozytose), Blutpl√§ttchenmangel, Blutarmut infolge verminderter Bildung bzw. vermehrten Zerfalls roter Blutzellen, verminderte Knochenmarkfunktion
  • Appetitlosigkeit, erh√∂hter Blutzucker, Zucker im Harn, Erh√∂hung der Harns√§ure im Blut, gest√∂rter Mine- ralstoffhaushalt (einschlie√ülich Natrium- bzw. Kaliummangel im Blut), Anstieg des Cholesterins und der Blutfette
  • Unruhe, Depression, Schlafst√∂rungen
  • Appetitlosigkeit, Missempfindungen (Kribbeln), Benommenheit
  • Gelbsehen, vor√ľbergehendes verschwommenes Sehen
  • Schwindel
  • Blutdruckabfall nach Lagewechsel, Herzrhythmusst√∂rungen
  • Entz√ľndung der kleinen Gef√§√üe (nekrotisierende Angiitis, Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
  • Atemnot (einschlie√ülich Entz√ľndung des Lungenbindegewebes und Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lun- ge)
  • Magenreizung, Durchfall, Verstopfung, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung
  • Gelbsucht
  • Licht√ľberempfindlichkeitsreaktionen, fl√ľchtiger Hautausschlag, dem kutanen Lupus erythematodes √§hnli- che Hautreaktionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes (bestimmte Autoimmunerkran- kung mit Hautbeteiligung), Nesselsucht, √úberempfindlichkeitsreaktionen, bestimmte schwerwiegende Hauterkrankung mit Blasenbildung (toxische epidermale Nekrolyse)
  • Muskelkr√§mpfe
  • Nierenfunktionsst√∂rung, Entz√ľndung des Nierenbindegewebes
  • Fieber, Schw√§che
  • Verschlechterung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in den Augen wegen zu hohen Drucks (m√∂gliche Anzeichen eines Engwinkelglaukoms

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Die Wirkstoffe sind Captopril und Hydrochlorothiazid.

1 Tablette enthält 25 mg Captopril und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), vorverkleisterte Stärke (aus Maisstärke), Stearinsäure (Ph.Eur.)

Wie Captopril HCT Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Captopril HCT Sandoz sind wei√üe bis gebrochen wei√üe, runde Tabletten mit einer Bruchkerbe (snap-tab) auf einer Seite und der Gravur ‚ÄěCc‚Äú auf der gew√∂lbten anderen Seite.

Captopril HCT Sandoz ist in Packungen mit 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2017.

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Captopril HCT Sandoz 25/25 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Captopril
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden