Heparin AL Salbe 30 000

Abbildung Heparin AL Salbe 30 000
Wirkstoff(e) Heparin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 24.04.1997
ATC Code C05BA03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus nicht verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antivarikosa

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Thrombocutan Ultra Gel 60.000 I.E. Heparin mibe GmbH Arzneimittel
Heparin 60.000 I.E. Heumann Creme Heparin Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Thrombareduct Sandoz 100 000 I.E. / 100g Gel Heparin Hexal Aktiengesellschaft
Heparin-ratiopharm 30000 Salbe Heparin Ratiopharm GmbH
Heparin-ratiopharm Sport-Gel Heparin Ratiopharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Heparin AL wird angewendet zur unterst√ľtzenden Behandlung bei akuten Schwellungszust√§nden nach stumpfen Verletzungen (Prellungen/Bluterg√ľsse).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Heparin AL darf NICHT angewendet werden

  • wenn Sie allergisch gegen Heparin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn bei Ihnen ein akuter oder aus der Vorgeschichte bekannter allergischer Abfall der Zahl der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie Typ II) durch Heparin vorliegt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Heparin AL soll nicht auf offene oder entz√ľndete Hautstellen (z.B. Sonnenbrand), Schleimh√§ute und/oder n√§ssende Ekzeme aufgebracht werden.

Beim Auftreten von neuen Symptomen, die auf eine Thrombose oder Lungenembolie hindeuten können, wie:

  • Schwellung und W√§rmegef√ľhl im betroffenen K√∂rperteil
  • ger√∂tetete und gespannte Haut, evtl. Blauf√§rbung
  • Spannungsgef√ľhl und Schmerzen im Fu√ü, Wade und Kniekehle (Linderung bei Hochlagerung)
  • pl√∂tzliche Luftnot, Brustschmerzen und Schw√§che/Kollaps

muss das Vorliegen einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ II ausgeschlossen und unverz√ľglich die Blutpl√§ttchenzahl (Thrombozytenzahl) kontrolliert werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die in die Blutgerinnung eingreifen, kann ein erhöhtes Blutungsrisiko nicht ausgeschlossen werden.

Bluterg√ľsse k√∂nnen h√§ufiger auftreten oder an Ausdehnung zunehmen (siehe

Abschnitt 2. ‚ÄěAnwendung von Heparin AL zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

W√§hrend der Behandlung mit Heparin AL sind Spritzen in den Muskel wegen der Gefahr von Bluterg√ľssen (H√§matomen) zu vermeiden.

Anwendung von Heparin AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bei örtlicher Anwendung nicht bekannt, können jedoch insbesondere bei längerer Anwendung nicht ausgeschlossen werden, da eine Penetration von Heparin durch die gesunde Haut beschrieben ist.

Insbesondere bei Arzneimitteln, die in die Blutgerinnung eingreifen, wie:

  • Thrombozytenaggregationshemmer (Acetylsalicyls√§ure, Ticlopidin, Clopidogrel, Dipyridamol in hohen Dosen)
  • Fibrinolytika
  • andere Antikoagulanzien (Cumarin-Derivate)
  • nicht-steroidale Antiphlogistika (Phenylbutazon, Indometacin, Sulfinpyrazon)
  • Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten
  • Penicillin in hohen Dosen
  • Dextrane

kann ein erhöhtes Blutungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Hämatome können gehäuft auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bisherige Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren und Stillenden haben keine Anhaltspunkte f√ľr sch√§digende Wirkungen ergeben.

Heparin ist nicht plazentag√§ngig und tritt nicht in die Muttermilch √ľber.

Heparin AL enhält Cetylstearylalkohol, Propylenglycol, Sorbinsäure

und Kaliumsorbat

Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen hervorrufen

Propylenglykol kann Hautreizungen hervorrufen.

Sorbinsäure und Kaliumsorbat können örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Gebrauchsinformation beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis

Heparin AL soll 2 bis 3-mal t√§glich d√ľnn und gleichm√§√üig auf das Erkrankungsgebiet aufgetragen werden.

Dauer der Anwendung

Heparin AL darf nicht länger als 10 Tage angewendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Heparin AL Salbe 30.000 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000

nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

nicht bekannt: Ein Auftreten von Heparin-induzierten, antik√∂rpervermittelten Thrombozytopenien Typ II (HIT Typ II, Verminderung der Zahl der Blutpl√§ttchen < 100 000/¬Ķl oder einem schnellen Abfall der Blutpl√§ttchenzahl auf < 50 % des Ausgangswertes), mit arteriellen und ven√∂sen Thrombosen oder Embolien, die t√∂dlich verlaufen k√∂nnen, ist bei lokaler Anwendung auf der Haut bisher nicht berichtet worden. Da aber die Aufnahme von Heparin nach lokaler Anwendung durch die gesunde Haut beschrieben wurde, kann dieses Risiko nicht mit

Sicherheit ausgeschlossen werden. Eine erh√∂hte Aufmerksamkeit ist daher angezeigt (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Aus der Anwendung von parenteralem Heparin (Heparin-Lösungen zum Einspritzen unter die Haut oder in eine Vene) ist bekannt, dass bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlichkeit gegen Heparin der Abfall der Zahl der Blutplättchen in der Regel 6-14 Tage nach Behandlungsbeginn eintritt. Bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Heparin tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb von Stunden auf.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Allergische Reaktionen auf Heparin bei Anwendung auf der Haut sind sehr selten. Jedoch können in Einzelfällen allergische Reaktionen wie Rötung der Haut und Juckreiz auftreten, die nach Absetzen des Präparates rasch verschwinden.

Gegenmaßnahmen

Heparin AL sollte bei Auftreten von allergischen Hautreaktionen abgesetzt werden. Bitte informieren Sie hier√ľber Ihren Arzt. Dar√ľber hinaus sind keine weiteren besonderen Ma√ünahmen notwendig.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Tube nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach Anbruch ist Heparin AL Salbe 30.000 bei sachgerechter Aufbewahrung 12 Monate haltbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Heparin AL enthält

Der Wirkstoff ist Heparin-Natrium.

100 g Salbe enthalten 0,15 g Heparin-Natrium (Mucosa vom Schwein), entspr. 30.000 I.E.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Cetylstearylalkohol, Citronens√§ure, Levomenthol, Natriumedetat, Oleyloleat, Palmitoylascorbins√§ure, Propylenglycol, , - Tocopherol, mittelkettige Triglyceride, gereinigtes Wasser, Sorbins√§ure und Kaliumsorbat als Konservierungsmittel, Parf√ľm√∂l Sport F.

Wie Heparin AL aussieht und Inhalt der Packung

Heparin AL ist eine weiße Salbe.

Heparin AL ist in Packungen mit 40g Salbe und 100 g Salbe erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD¬ģ PHARMA GmbH Gottlieb-Daimler-Stra√üe 19 ¬∑ D-89150 Laichingen E-Mail: info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG Stadastr. 2-18

61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2019

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Heparin AL Salbe 30 000 - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Heparin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 24.04.1997
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden