Alisma 2mg/35¬Ķg Filmtabletten

Abbildung Alisma 2mg/35¬Ķg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Cyproteron Ethinylestradiol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Gynial GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.06.2010
ATC Code G03HB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antiandrogene

Zulassungsinhaber

Gynial GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Alisma enth√§lt zwei verschiedene Hormone, und zwar Cyproteronacetat und Ethinylestradiol. Cyproteronacetat hemmt den Einfluss der m√§nnlichen Hormone (Androgene), die auch vom weiblichen Organismus gebildet werden. Dadurch wird die Behandlung hormoneller St√∂rungen m√∂glich, deren Ursache auf einer erh√∂hten Produktion von m√§nnlichen Hormonen oder auf einer besonderen Empfindlichkeit gegen√ľber diesen Hormonen beruhen.

Ethinylestradiol geh√∂rt zur Gruppe der √∂strogenen Hormone. Aufgrund der Kombination der beiden Wirkstoffe bei Alisma hat das Pr√§parat die Eigenschaften einer kombinierten ‚ÄěPille‚Äú. W√§hrend der Behandlung mit Alisma findet keine Ovulation (Eisprung) statt, daher wird eine Empf√§ngnis vermieden. Die gleichzeitige Anwendung von hormonalen oder anderen Verh√ľtungsmitteln ist daher nicht erforderlich. Ein vorher eingenommenes Mittel zur Schwangerschaftsverh√ľtung sollte abgesetzt werden.

Alisma wird bei Frauen im geb√§rf√§higen Alter zur Behandlung von Hauterkrankungen wie z. B. Akne, sehr fettiger Haut und √ľberm√§√üigem Haarwachstum eingesetzt. Aufgrund ihrer verh√ľtenden Eigenschaften sollte Alisma Ihnen nur dann verschrieben werden, wenn Ihr Arzt der Ansicht ist, dass eine Behandlung mit einem hormonalen Verh√ľtungsmittel angebracht ist.

Sie sollten Alisma nur dann einnehmen, wenn sich Ihre Hauterkrankung nach der Anwendung anderer Behandlungen gegen Akne einschließlich lokal angewendeter Behandlungen und Antibiotika nicht gebessert hat.

Was ist vor der ersten Einnahme von Alisma zu beachten

In bestimmten Situationen d√ľrfen orale Kontrazeptiva nur unter besonders sorgf√§ltiger medizinischer Kontrolle eingenommen werden. Ihr Arzt kann Ihnen dies n√§her erl√§utern.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie

an folgenden Krankheiten leiden oder f√ľr Sie folgende Lebensumst√§nde zutreffen:

  • zunehmendes Alter;
  • Rauchen;
  • Zuckerkrankheit;
  • √úbergewicht (Body Mass Index = K√∂rpergewicht/Gr√∂√üe2 √ľber 30 kg/m2);
  • hoher Blutdruck;
  • Herzklappenfehler, Herzrhythmusst√∂rungen;
  • Venenentz√ľndung;
  • Krampfadern;
  • Auftreten von Blutgerinnseln, Herzinfarkt oder Schlaganfall bei nahen Verwandten (Geschwister oder Elternteil in relativ jungen Jahren), auch in der Vergangenheit;
  • Migr√§ne;
  • Epilepsie;
  • erh√∂hte Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride), auch bei nahen Verwandten;
  • Brustkrebs bei nahen Verwandten;
  • Erkrankung der Leber bzw. Gallenblase:
  • entz√ľndliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa);
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (eine Funktionsst√∂rung Ihrer Eierst√∂cke);
  • Systemischer Lupus erythematodes (eine immunologische Erkrankung mit Befall der Haut bzw. des gesamten K√∂rpers);
  • H√§molytisch-ur√§misches Syndrom (eine Erkrankung des Blutgerinnungssystems, die Nierenversagen ausl√∂sen kann);
  • Sichelzellan√§mie;
  • Chloasma (fleckenf√∂rmige, gelbbr√§unliche Verf√§rbungen der Haut, besonders im Gesicht), hierbei ist st√§rkere Sonnen- und UV-Bestrahlung zu vermeiden;
  • Stoffwelchselst√∂rung (Porphyrie);
  • Veitstanz (Chorea minor);
  • Bl√§schenausschlag w√§hrend einer fr√ľheren Schwangerschaft (Herpes gestationis);
  • Otosklerose-bedingter H√∂rverlust (Innenohrschwerh√∂rigkeit);
  • Ikterus (Gelbsucht) und/oder Pruritus (Juckreiz) im Zusammenhang mit Cholestase (Gallenstauung);
  • wenn Sie angeborenes Angio√∂dem haben, k√∂nnen Produkte, die √Ėstrogene enthalten, Beschwerden eines Angio√∂dems hervorrufen oder verschlechtern. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Anzeichen eines Angio√∂dems, wie geschwollenes Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Beschwerden beim Schlucken oder Nesselsucht mit Beschwerden beim Atmen auftreten.

Falls eine der oben angef√ľhrten Erkrankungen unter der Einnahme von oralen Kontrazeptiva das erste Mal oder erneut auftritt bzw. sich verschlechtert, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Wenn Sie unter vermehrter Behaarung an Gesicht und Beinen (Hirsutismus) leiden und Beschwerden in j√ľngster Zeit aufgetreten sind oder sich erheblich verschlechtert haben, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit; es m√ľssen m√∂gliche Ursachen abgekl√§rt werden.

Blutgerinnsel (Thrombose)

Bei der Einnahme von Alisma kann das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel (eine sogenannte Thrombose) leicht erh√∂ht sein. Die Wahrscheinlichkeit f√ľr ein Blutgerinnsel wird durch die Einnahme von Alisma im Vergleich zu Frauen, die weder Alisma noch eine andere Anti-Baby-Pille nehmen, nur leicht erh√∂ht.

Es erfolgt nicht immer eine vollst√§ndige Erholung und 1‚Äď2% der F√§lle k√∂nnen t√∂dlich verlaufen.

Blutgerinnsel in einer Vene

Ein Blutgerinnsel in einer Vene (eine sogenannte ‚ÄěVenenthrombose‚Äú) kann die Vene verstopfen. Dies kann in den Venen der Beine, Lunge (Lungenembolie) oder eines anderen Organs passieren.

Bei Anwendung einer kombinierten Pille ist das Risiko einer Frau zur Bildung solcher Gerinnsel im Vergleich zu einer Frau, die keine kombinierte Pille einnimmt, erhöht. Das Risiko in einer Vene ein Blutgerinnsel zu bilden, ist im ersten Jahr der Pillenanwendung am größten. Das Risiko ist nicht so groß wie dasjenige, während einer Schwangerschaft ein Blutgerinnsel zu bekommen.

Das Risiko von Blutgerinnseln in einer Vene bei Anwenderinnen einer kombinierten Pille steigt weiter:

  • mit zunehmendem Alter;
  • wenn Sie rauchen. Wenn Sie ein hormonales Verh√ľtungsmittel wie Alisma einnehmen, wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuh√∂ren, vor allem, wenn Sie √§lter als 35 Jahre sind;
  • wenn ein naher Verwandter in jungen Jahren ein Blutgerinnsel in einem Bein, der Lunge oder einem anderen Organ hatte;
  • wenn Sie √ľbergewichtig sind;
  • wenn Sie sich einer Operation unterziehen m√ľssen, oder wenn Sie aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung l√§ngere Zeit bettl√§gerig gewesen sind, oder wenn Ihr Bein eingegipst ist.

Wenn dies auf Sie zutrifft, ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt mitteilen, dass Sie Alisma anwenden, da die Behandlung unter Umständen abgesetzt werden muss. Ihr Arzt kann Sie anweisen, die Anwendung von Alisma mehrere Wochen vor einer Operation oder wenn Sie nur eingeschränkt beweglich sind, einzustellen. Ihr Arzt wird Ihnen außerdem mitteilen, wann Sie die Anwendung von Alisma wieder aufnehmen können, nachdem Sie wieder auf den Beinen sind.

Blutgerinnsel in einer Arterie

Ein Blutgerinnsel in einer Arterie kann schwerwiegende Probleme verursachen. So kann ein Blutgerinnsel in einer Herzarterie z. B. einen Herzinfarkt oder in einer Hirnarterie einen Schlaganfall verursachen.

Die Anwendung einer kombinierten Pille wurde mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr Blutgerinnsel in den Arterien verbunden. Das Risiko steigt weiter:

  • mit zunehmendem Alter;
  • wenn Sie rauchen. Wenn Sie ein hormonales Verh√ľtungsmittel wie Alisma einnehmen, wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuh√∂ren, vor allem, wenn Sie √§lter als 35 Jahre sind;
  • wenn Sie √ľbergewichtig sind;
  • wenn Sie hohen Blutdruck haben;
  • wenn ein naher Verwandter in jungen Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte;
  • wenn Sie erh√∂hte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
  • wenn Sie Migr√§ne bekommen;
  • wenn Sie ein Herzproblem (Herzklappenfehler, Herzrhythmusst√∂rungen) haben.

Anzeichen f√ľr Blutgerinnsel

Beenden Sie sofort die Einnahme der Tabletten und suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt auf, wenn Sie m√∂gliche Anzeichen eines Blutgerinnsels an sich bemerken, wie z. B.:

  • pl√∂tzlich auftretender Husten unklarer Ursache;
  • starke Schmerzen in der Brust, die in den linken Arm ausstrahlen k√∂nnen;
  • Atemnot;
  • ungewohnte, starke oder l√§nger anhaltende Kopfschmerzen oder Verschlimmerung von Migr√§ne;
  • teilweiser oder v√∂lliger Sehverlust oder Sehen von Doppelbildern;
  • undeutliche Sprache oder Probleme beim Sprechen;
  • pl√∂tzliche Ver√§nderungen des H√∂r-, Geruchs- oder Geschmacksverm√∂gens;
  • Schwindel oder Ohnmachtsanf√§lle;
  • Schw√§che oder Taubheitsgef√ľhl in einem K√∂rperteil;
  • starke Bauchschmerzen;
  • starker Schmerz oder Schwellung eines Beines.

Nach einem Blutgerinnsel kommt es nicht immer zu einer vollst√§ndigen Erholung. Selten k√∂nnen schwerwiegende dauerhafte Behinderungen auftreten oder das Blutgerinnsel zum Tode f√ľhren.

Frauen weisen direkt nach einer Geburt ein erh√∂htes Risiko f√ľr Blutgerinnsel auf, weshalb Sie Ihren Arzt fragen sollten, wie rasch nach der Entbindung Sie mit der Einnahme von Alisma anfangen k√∂nnen.

Arterielle thromboembolische Ereignisse können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.

Ihr Arzt wird √ľberpr√ľfen, ob Sie ein h√∂heres Thromboserisiko ausgel√∂st durch eine Kombination von Risikofaktoren oder vielleicht einen einzelnen sehr hohen Risikofaktor haben. Im Fall der Kombination von Risikofaktoren kann das Risiko h√∂her sein als beim Zusammentreffen zweier einzelner Risikofaktoren. Ist das Risiko zu hoch, wird Ihr Arzt Ihnen nicht die Pille verschreiben (siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄěAlisma darf nicht eingenommen werden‚Äú).

Pille und Krebs

Brustkrebs wurde bei Frauen, die die Pille nehmen, geringf√ľgig √∂fter festgestellt als bei Frauen gleichen Alters, die die Pille nicht nehmen. 10 Jahre nach Absetzen der Pille besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch die Pille verursacht wird. M√∂glicherweise wurden diese Frauen nur sorgf√§ltiger und √∂fter untersucht, so dass der Brustkrebs fr√ľher erkannt wurde.In seltenen F√§llen traten gutartige, noch seltener b√∂sartige Lebertumore bei Pillenanwenderinnen auf. Diese Tumore k√∂nnen zu inneren Blutungen f√ľhren. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch haben.

Bei Frauen, die die Pille √ľber l√§ngere Zeit nehmen, treten h√§ufiger F√§lle von Geb√§rmutterhalskrebs auf. Der bedeutendste Risikofaktor daf√ľr ist eine bestehende Infektion mit einem bestimmten Virus (HPV). Das erh√∂hte Risiko kann auch mit dem Sexualverhalten (z. B. h√§ufiger Partnerwechsel) und anderen Faktoren im Zusammenhang stehen.

Die zuvor erwähnten Tumore können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.

F√ľr h√∂here Dosen von Cyproteronacetat (25 mg pro Tag und dar√ľber) wurde ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Entstehung eines gutartigen Gehirntumors (Meningeom) berichtet. Wird bei Ihnen ein Meningeom festgestellt, wird Ihr Arzt alle cyproteronacetathaltigen Arzneimittel vorsichtshalber absetzen, einschlie√ülich Alisma (siehe Abschnitt ‚ÄěAlisma darf nicht eingenommen werden‚Äú).

Psychiatrische Erkrankungen:

Manche Frauen, die hormonelle Verh√ľtungsmittel wie Alisma anwenden, berichten √ľber Depression oder depressive Verstimmung. Depressionen k√∂nnen schwerwiegend sein und gelegentlich zu

Selbstt√∂tungsgedanken f√ľhren. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch wie m√∂glich von Ihrem Arzt medizinisch beraten.

Wenn Sie unerwartete Blutungen (Zwischenblutungen) haben

In den ersten Monaten der Einnahme von Alisma können Sie Durchbruch- oder Schmierblutungen (Bluttropfen oder -flecken) haben. Dauern diese Blutungen länger als ein paar Monate oder treten sie erstmals nach einigen Monaten auf, muss Ihr Arzt die Ursache ermitteln.

Wenn Ihre normale Monatsblutung ausbleibt

Wenn Sie Ihre Tabletten korrekt eingenommen, kein Erbrechen oder starken Durchfall gehabt, sowie keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger sind, äußerst gering.

Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf. Beginnen Sie nicht mit dem nächsten Blisterstreifen, solange eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist.

Kinder und Jugendliche

Alisma darf nicht angewendet werden, wenn Sie bisher noch keine Monatsblutung (Menstruation) hatten. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alisma bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine ausreichenden Daten vor.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Alisma beachten?

Allgemeine Anmerkungen

Bevor Sie mit der Einnahme von Alisma beginnen, wird Ihr behandelnder Arzt Sie sorgf√§ltig zu Ihrer Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und, abh√§ngig von Ihrer pers√∂nlichen Situation, weitere Untersuchungen durchf√ľhren. Wenn Sie oder nahe Verwandte in jungen Jahren Krankheiten im Zusammenhang mit der Blutgerinnung, wie Thrombose (Blutgerinnselbildung in Arterien oder Venen), Lungenembolie (Blutgerinnselbildung in

der Lunge), Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise daraufhin untersuchen, ob Sie ein höheres Risiko haben.

In dieser Gebrauchsinformation sind verschiedene F√§lle beschrieben, bei deren Auftreten Sie Alisma absetzen sollten bzw. bei denen die Zuverl√§ssigkeit von Alisma herabgesetzt sein kann. In diesen F√§llen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder andere nicht-hormonale Verh√ľtungsmethoden, wie z. B. ein Kondom oder ein anderes lokales Verh√ľtungsmittel, anwenden. Wenden Sie aber nicht die Kalendermethode oder die Temperaturmethode an. Diese Methoden k√∂nnen versagen, weil Alisma die monatlichen Schwankungen der K√∂rpertemperatur und die Zusammensetzung des Geb√§rmutterschleims ver√§ndert.

Wie alle oralen Kontrazeptiva (‚ÄěPillen‚Äú) sch√ľtzt Alisma nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) bzw. anderen Geschlechtskrankheiten.

Alisma darf nicht eingenommen werden,

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Anwendung von Alisma beginnen, wenn einer der nachfolgenden Punkte auf Sie zutrifft. Ihr Arzt kann Ihnen dann raten, eine andere Behandlung anzuwenden:

  • wenn Sie allergisch gegen Cyproteronacetat und/oder Ethinylestradiol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie ein anderes hormonales Verh√ľtungsmittel benutzen;
  • wenn Sie an einem Blutgerinnsel in Ihrem Bein (Thromobose), Ihrer Lunge (Lungenembolie) oder einem anderen K√∂rperteil leiden (oder jemals gelitten haben);
  • wenn Sie eine Krankheit haben (oder fr√ľher einmal gehabt haben), die Vorbote eines Herzinfarkts (z. B. Angina pectoris, die starke Brustschmerzen verursacht) oder eines leichten Schlaganfalls (transitorische isch√§mische Attacke) sein kann;
  • wenn Sie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben (oder fr√ľher einmal gehabt haben);
  • wenn Sie Beschwerden haben, welche das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in Ihren Arterien erh√∂hen k√∂nnen. Dies gilt f√ľr die folgenden Beschwerden:
    o Zuckerkrankheit mit Gefäßveränderungen; o Stark erhöhter Blutdruck;
    o Stark erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyceride);
  • wenn Sie Probleme mit der Blutgerinnung (z. B. Protein C Mangel) haben;
  • wenn Sie an Migr√§ne mit Sehst√∂rungen leiden (oder fr√ľher einmal gelitten haben);
  • wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden, solange sich die Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben;
  • wenn Sie an bestehenden oder vorausgegangenen gutartigen oder b√∂sartigen Tumoren der Leber leiden;
  • wenn Sie an bestehenden oder vermuteten b√∂sartigen Tumoren z. B. der Brust oder der Geschlechtsorgane leiden, die sexualhormonabh√§ngig sind;
  • wenn Sie unerkl√§rliche Blutungen aus der Scheide haben;
  • wenn eine Schwangerschaft besteht oder vermutet wird;
  • wenn Sie stillen;
  • wenn bei Ihnen eine angeborene oder erworbene Pr√§disposition (Veranlagung) f√ľr ven√∂se oder arterielle Thrombosen, wie APC-Resistenz, Antithrombin-III-Mangel, Protein C- und
    Protein S-Mangel, Hyperhomocysteinämie und Antiphospholipidantikörper (Antikardiolipidantikörper, Lupus koagulans) besteht;
  • Wenn Sie ein Meningeom haben oder bereits fr√ľher ein Meningeom (ein normalerweiser gutartiger Tumor in der Gewebeschicht zwischen Gehirn und Sch√§del) festgestellt wurde.

Nehmen Sie Alisma nicht ein, wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel einnehmen, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir enthalten (siehe auch Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Alisma zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Sollte einer der oben angef√ľhrten Zust√§nde oder Erkrankungen erstmals auftreten, w√§hrend Sie ein orales Kontrazeptivum einnehmen, unterbrechen Sie sofort die Einnahme und wenden Sie sich an

Ihren Arzt. Bis zur Abkl√§rung Ihrer Beschwerden sollten Sie eine nicht-hormonale Verh√ľtungsmethode anwenden. Alisma darf nicht an M√§nner verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alisma einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Alisma darf nicht von Schwangeren oder Frauen, die glauben, sie könnten schwanger sein, eingenommen werden. Tritt während der Einnahme von Alisma eine Schwangerschaft ein, sollten Sie die Einnahme der Pille sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen.

Stillzeit

Während der Stillzeit darf Alisma nicht angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Alisma hat keinen oder einen zu vernachl√§ssigenden Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Alisma enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Alisma erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Alisma einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Alisma ist regelm√§√üig einzunehmen, damit die therapeutische Wirksamkeit und der gew√ľnschte Empf√§ngnisschutz gew√§hrleistet sind.

Kombinierte orale Kontrazeptiva haben, sofern sie korrekt eingenommen werden, eine Versagerquote von weniger als 1% pro Jahr. Die Versagerquote kann sich erh√∂hen, wenn Tabletten vergessen oder fehlerhaft eingenommen werden. Die unregelm√§√üige Einnahme von Alisma kann zu Zwischenblutungen f√ľhren und die therapeutische und kontrazeptive Zuverl√§ssigkeit beeintr√§chtigen.

Der Blisterstreifen enth√§lt 21 Tabletten. Auf dem Blisterstreifen ist bei jeder Tablette ein Wochentag vermerkt. Nehmen Sie t√§glich zur gleichen Zeit eine Tablette unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit ein. Folgen Sie der Pfeilrichtung bis alle 21 Tabletten eingenommen sind.

Während der nächsten 7 Tage nehmen Sie keine Tabletten ein. In diesen 7 Tagen Einnahmepause sollte die Monatsblutung (Entzugsblutung) 2 - 3 Tage nach Einnahme der letzten Tablette einsetzen. Beginnen Sie den nächsten Blisterstreifen am 8. Tag nach der letzten Alisma-Tablette, auch wenn die Blutung noch anhält. Das bedeutet, dass Sie mit dem nächsten Blisterstreifen am gleichen Wochentag beginnen, und die Entzugsblutung jeden Monat am gleichen Tag einsetzen sollte.

Beginn der Einnahme

Wenn Sie w√§hrend des vergangenen Monats keine hormonalen Verh√ľtungsmittel eingenommen haben:

Beginnen Sie mit der Einnahme von Alisma am ersten Tag Ihres Zyklus, das hei√üt am 1. Tag Ihrer Monatsblutung. Nehmen Sie eine mit diesem Tag gekennzeichnete Tablette ein. Wenn Ihre Monatsblutung z. B. an einem Freitag beginnt, nehmen Sie die 1. Tablette des Blisterstreifens aus dem mit Fr (f√ľr Freitag) bezeichneten Feld ein, indem Sie es durch die Aluminiumfolie dr√ľcken. Dann

nehmen Sie der Reihe nach Tag f√ľr Tag eine Tablette ein. Der Empf√§ngnisschutz beginnt mit dem 1. Einnahmetag und besteht auch w√§hrend der 7-t√§gigen Pausen.

Sie k√∂nnen auch am 2.-5. Tag Ihres Zyklus mit der Tabletteneinnahme beginnen, dann m√ľssen Sie aber w√§hrend der ersten 7 Tage der Einnahme im 1. Zyklus zus√§tzliche Verh√ľtungsmethoden (lokale Schutzmittel, z. B. Kondom) verwenden.

  • Wenn Sie von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (kombiniertes orales

Kontrazeptivum/Pille), Vaginalring oder transdermalen Pflaster auf Alisma wechseln:

Sie k√∂nnen mit der Einnahme von Alisma vorzugsweise am folgenden Tag nach der letzten Wirkstofftablette (der letzten hormonhaltigen Tablette) der bisher verwendeten Pille, sp√§testens jedoch am Tag nach dem √ľblichen einnahmefreien Intervall bzw. der letzten inaktiven Tablette (Placebo) der bisher verwendeten Pille beginnen.

Bei der vorherigen Anwendung eines Vaginalringes oder transdermalen Pflasters ist mit der Einnahme von Alisma vorzugsweise am Tag der Entfernung zu beginnen, spätestens jedoch zum Zeitpunkt, an dem die nächste Anwendung erfolgen sollte.

Wenn Sie von einem reinen Gestagenpräparat (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einem

Gestagen-freisetzenden Intrauterinsystem (Hormonspirale) auf Alisma wechseln, ist folgendes zu beachten:

Die Umstellung von einer Minipille kann an jedem beliebigen Tag erfolgen, von einem Implantat oder Intrauterinsystem am Tag der Entfernung und von einem Injektionspr√§parat zum Zeitpunkt, an dem die n√§chste Injektion f√§llig w√§re. In all diesen F√§llen ist an den ersten 7 Tagen der Tabletteneinnahme zus√§tzlich ein lokales Verh√ľtungsmittel anzuwenden.

  • Nach einer Fehlgeburt in den ersten 3 Monaten oder Abtreibung:

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie nach einer Geburt oder einer Fehlgeburt in den Schwangerschaftsmonaten 4-6 (2. Trimenon) Alisma verwenden wollen:

Falls Sie sehr bald nach einer Entbindung mit der Einnahme von Alisma beginnen wollen, wird Ihnen Ihr Arzt zumeist empfehlen, bis zur ersten normalen Monatsblutung zu warten. Manchmal k√∂nnen Sie auch vorher damit beginnen. Ihr Arzt wird Ihnen dar√ľber Auskunft geben.

Wenn Sie stillen, d√ľrfen Sie Alisma nicht einnehmen (siehe ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú).

Dauer der Anwendung

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Alisma einnehmen m√ľssen.

Wenn Sie eine größere Menge von Alisma eingenommen haben, als Sie sollten

Es liegen keine Meldungen √ľber sch√§dliche Auswirkungen einer √úberdosierung vor. Wenn Sie mehrere Tabletten gleichzeitig eingenommen haben, k√∂nnen Sie sich krank f√ľhlen oder erbrechen oder Blutungen aus der Scheide haben. Sogar bei M√§dchen, die noch keine Monatsblutung haben und dieses Arzneimittel versehentlich eingenommen haben, k√∂nnen solche Blutungen auftreten.

Sollten Kinder Alisma eingenommen haben, ist der Arzt zu befragen.

Wenn Sie die Einnahme von Alisma vergessen haben

  • Wenn Sie die Tablette weniger als 12 Stunden zu sp√§t einnehmen, ist die Wirkung von Alisma nicht vermindert. Sie sollten die vergessene Tablette sofort einnehmen und alle darauffolgenden Tabletten wieder zur gewohnten Tageszeit einnehmen.
  • Wenn Sie die Tablette mehr als 12 Stunden zu sp√§t einnehmen, ist m√∂glicherweise kein vollst√§ndiger Empf√§ngnisschutz mehr gegeben. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto h√∂her ist das Risiko, dass die Wirkung von Alisma verringert ist.

Das Risiko eines verminderten Schutzes vor Schwangerschaft ist am größten, wenn Sie Tabletten am Anfang oder Ende des Blisterstreifens vergessen. Deshalb sollten Sie folgende Regeln beachten (siehe auch nachfolgendes Schema):

  • Sie haben mehr als eine Tablette von einem Blisterstreifen vergessen
    Fragen Sie Ihren Arzt.
  • Sie haben in der 1. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern - auch dann, wenn dadurch gleichzeitig 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. W√§hrend der n√§chsten 7 Tage ist zus√§tzlich ein lokales Verh√ľtungsmittel

(z. B. Kondom) anzuwenden. Hat in der Woche, bevor Sie die Einnahme vergessen haben, bereits ein Geschlechtsverkehr stattgefunden, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Teilen Sie dies umgehend Ihrem Arzt mit.

Sie haben in der 2. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern ‚Äď auch dann, wenn dadurch gleichzeitig 2 Tabletten einzunehmen sind ‚Äď und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Die Wirkung der Pille bleibt erhalten, vorausgesetzt, dass die Pilleneinnahme an den 7 Tagen vor dem Vergessen der Tabletteneinnahme korrekt erfolgt ist. Sie m√ľssen keine zus√§tzlichen lokalen Verh√ľtungsmittel anwenden. Wenn jedoch mehr als 1 Tablette vergessen wurde, sollen Sie zus√§tzliche Schutzma√ünahmen in den n√§chsten 7 Tagen anwenden.

  • Sie haben in der 3. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen

Ein voller Empf√§ngnisschutz ist aufgrund der bevorstehenden Einnahmepause nicht mehr gegeben. Durch Anpassung des Tabletten-Einnahmeschemas kann jedoch einem verminderten Empf√§ngnisschutz noch vorgebeugt werden. Bei Einhalten einer der beiden folgenden Vorgehensweisen sind daher keine zus√§tzlichen Verh√ľtungsma√ünahmen notwendig, vorausgesetzt, dass die Pilleneinnahme an den 7 Tagen vor dem Vergessen der Tabletteneinnahme korrekt erfolgt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie die erste dieser 2 M√∂glichkeiten befolgen und zus√§tzliche Schutzma√ünahmen in den n√§chsten 7 Tagen anwenden:

1. Nehmen Sie die letzte vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern - auch dann, wenn dadurch an einem Tag 2 Tabletten gleichzeitig einzunehmen sind - und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Mit der Einnahme aus dem n√§chsten Blisterstreifen beginnen Sie unmittelbar nach dem Ende des letzten Blisterstreifens, d. h. ohne Einhaltung der Einnahmepause. Es ist unwahrscheinlich, dass es dabei zur √ľblichen Entzugsblutung kommt; bis zum Aufbrauchen dieses zweiten Blisterstreifens k√∂nnen aber geh√§uft Schmier- bzw. Durchbruchblutungen auftreten.

ODER:

2. Sie können auch die Einnahme abbrechen. Nach einer Einnahmepause von höchstens 7 Tagen, die Tage der vergessenen Einnahme eingerechnet, setzen Sie die Einnahme der Tabletten aus dem nächsten Blisterstreifen fort.

Wenn Sie eine Tablette vergessen und keine Monatsblutung während der einnahmefreien Zeit haben, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Befragen Sie daher Ihren Arzt, ehe Sie mit der Pilleneinnahme aus der nächsten Packung beginnen.

Was m√ľssen Sie beachten, wenn Sie erbrechen oder starken Durchfall haben

Wenn Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach Einnahme der Alisma Tablette erbrechen oder starken Durchfall haben, sind die wirksamen Bestandteile der Tablette m√∂glicherweise nicht vollst√§ndig vom K√∂rper aufgenommen worden. Die Wirkung kann daher, √§hnlich wie beim Vergessen einer Tablette, vermindert sein. Befolgen Sie deshalb die Ratschl√§ge ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Alisma vergessen haben‚Äú. Falls Sie den gewohnten Einnahmerhythmus nicht ver√§ndern wollen, m√ľssen Sie die Ersatztablette(n) aus einem anderen Blister einnehmen.

Verschieben der Blutungstage: Was m√ľssen Sie beachten

Auch wenn es nicht empfohlen wird, k√∂nnen Sie Ihre Monatsblutung hinausschieben, indem Sie anstelle einer Einnahmepause mit der Einnahme aus dem n√§chsten Blisterstreifen von Alisma beginnen. Sie k√∂nnen Ihre Monatsblutung bis zum Ende des zweiten Blisterstreifens verschieben. Beenden Sie die Pilleneinnahme jedoch sp√§testens, wenn dieser zweite Blisterstreifen leer ist. W√§hrend der Verl√§ngerung der Einnahme kann es zu Zwischenblutungen kommen. Beginnen Sie mit dem n√§chsten Blisterstreifen nach der √ľblichen 7-t√§gigen Einnahmepause.

Sie sollten Ihren Arzt um Rat fragen, bevor Sie sich entscheiden, die Blutung zu verschieben.

√Ąndern des Wochentags, an dem Ihre Monatsblutung einsetzt: Was m√ľssen Sie beachten

Wenn Sie die Tabletten nach Anleitung einnehmen, werden Sie Ihre Monatsblutung alle 4 Wochen an ungef√§hr dem gleichen Tag haben. Wenn Sie diesen √§ndern wollen, verk√ľrzen (niemals verl√§ngern) Sie einfach die Einnahmepause beliebig. Wenn Ihre Monatsblutung f√ľr gew√∂hnlich am Freitag beginnt und Sie in Zukunft den Dienstag w√ľnschen (3 Tage fr√ľher), dann nehmen Sie die erste Tablette aus dem n√§chsten Blisterstreifen drei Tage fr√ľher als gew√∂hnlich. Je k√ľrzer die Einnahmepause wird (z. B. 3 Tage oder weniger), desto gr√∂√üer ist die M√∂glichkeit, dass es nicht zu einer Entzugsblutung kommt. Zwischenblutungen sind jedoch m√∂glich.

Wenn Sie die Einnahme von Alisma abbrechen

Sie k√∂nnen Alisma zu jedem beliebigen Zeitpunkt absetzen. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, fragen Sie Ihren Arzt √ľber andere Methoden der Empf√§ngnisverh√ľtung um Rat.

Dosierung bei bestimmten Patientengruppen

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Alisma darf nicht angewendet werden, wenn Sie bisher noch keine Monatsblutung (Menstruation) hatten. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alisma bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine ausreichenden Daten vor.

Anwendung bei älteren Frauen

Alisma soll nicht während oder nach den Wechseljahren (Menopause) angewendet werden.

Anwendung bei Frauen mit Leberfunktionsstörungen

Nehmen Sie Alisma nicht ein, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden (siehe auch Abschnitt ‚ÄěAlisma darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Anwendung bei Frauen mit Nierenfunktionsstörungen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Alisma beginnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Alisma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Diese k√∂nnen Ihnen sagen, ob Sie zus√§tzliche Verh√ľtungsma√ünahmen

(z. B. Kondome) anwenden m√ľssen und wenn ja, wie lange oder ob die Anwendung eines anderen Arzneimittels das Sie einnehmen ge√§ndert werden muss.

Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Alisma:

Einige Arzneimittel k√∂nnen einen Einfluss auf die Blut-Plasmaspiegel von Alisma haben und k√∂nnen zum Verlust der empf√§ngnisverh√ľtenden Wirksamkeit von Alisma oder zu unerwarteten Blutungen f√ľhren. Dazu geh√∂ren:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (z. B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxacarbazepin);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (z. B. Rifampicin);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z. B. Griseofulvin, Ketoconazol);
  • Arzneimittel zur Behandlung der HIV-und Hepatitis C-Infektion (sogenannte Protease- Inhibitoren und Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren wie Ritonavir, Nevirapin, Efavirenz);
  • Bosentan (Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck in den Blutgef√§√üen der Lunge);
  • Etoricoxib (zur Behandlung von Gelenkentz√ľndungen);
  • Johanniskraut (Hypericum)-haltige Arzneimittel.

Frauen, die mit Arzneimitteln dieser Art behandelt werden, sollten zus√§tzlich zu Alisma vor√ľbergehend eine Barrieremethode oder eine andere Verh√ľtungsmethode anwenden. Die Barrieremethode sollte w√§hrend der Zeit der Einnahme der Begleitarzneimittel und noch 28 Tage nach deren Absetzen angewendet werden.

Wenn die Anwendung der Barrieremethode √ľber das Ende der Tabletteneinnahme aus dem Blisterstreifen von Alisma hinausgeht, soll direkt, ohne die √ľbliche Pause, mit der Einnahme aus dem n√§chsten Blisterstreifen von Alisma begonnen werden.

Erste Anzeichen f√ľr eine beeintr√§chtigte Wirkung von Alisma k√∂nnen Zwischenblutungen sein. Sprechen Sie dar√ľber unbedingt mit Ihrem Arzt.

Einfluss von Alisma auf andere Arzneimittel:

Alisma kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen z. B.:

Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen, z. B. Cyclosporin;

  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie z. B. Lamotrigin (es kann zu vermehrten Krampfanf√§llen kommen);
  • Theophyllin (zur Behandlung von Atemproblemen);
  • Tizanidin (zur Behandlung von Muskelschmerzen und/oder Muskelkr√§mpfen).

Nehmen Sie Alisma nicht ein, wenn Sie Hepatitis C haben und Sie Arzneimittel einnehmen, die Ombitasivir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir enthalten, da dies ein Ansteigen der Leberwerte im Blut (Anstieg der ALT Leberenzyme) verursachen kann. Ihr Arzt wird Ihnen ein anderes Verh√ľtungsmittel verschreiben bevor Sie mit der Therapie mit diesem Arzneimittel beginnen. Alisma kann etwa 2 Wochen nach Abschluss dieser Therapie wieder eingenommen werden. Siehe Abschnitt ‚ÄěAlisma darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Die Dosierung von Tabletten gegen Diabetes oder Insulin muss gegebenenfalls angepasst werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Laboruntersuchungen

Die Anwendung von Alisma kann die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen, z. B. bei Untersuchungen der Leber-, Schilddr√ľsen-, Nebennieren- und Nierenfunktion, die Werte des Kohlenhydratstoffwechsels, der Blutgerinnung und der Fibrinolyse.

Teilen Sie bei Bluttests Ihrem Arzt oder den Mitarbeitern des Labors mit, dass Sie Alisma einnehmen, da Alisma die Ergebnisse mancher Tests beeinflussen kann.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, besonders wenn diese schwerwiegend und lang anhaltend sind, oder wenn Sie √Ąnderungen Ihrer Gesundheit bemerken, die Sie auf Alisma zur√ľckf√ľhren, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

F√ľr alle Frauen, die ein kombiniertes orales Kontrazeptivum einnehmen, besteht ein erh√∂htes Thrombose-Risiko [ven√∂se Thromboembolie (VTE) oder arterielle Thromboembolie (ATE)]. F√ľr ausf√ľhrliche Informationen zu den verschiedenen Risiken bei Einnahme von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von Alisma beachten?‚Äú

Andere Nebenwirkungen, die unter Einnahme von kombinierten Pillenpräparaten aufgetreten sind:

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Anwenderinnen betreffen):

√úbelkeit, abdominale Beschwerden (Bauchschmerzen); Gewichtszunahme; Kopfschmerz; depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen; Brustschmerzen, Spannungsgef√ľhl in den Br√ľsten.

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Anwenderinnen betreffen):

Erbrechen, Durchfall; Fl√ľssigkeitsansammlung im K√∂rper; Migr√§ne; verminderter Geschlechtstrieb; Vergr√∂√üerung der Brust; Ausschlag, Nesselsucht (Urtikaria).

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Anwenderinnen betreffen):

Blutgerinnsel in einer Vene; Kontaktlinsenunvertr√§glichkeit; √úberempfindlichkeit; Gewichtsabnahme; vermehrter Geschlechtstrieb; Vaginalausfluss, Brustdr√ľsensekretion; Knotenrose (Erythema nodosum), Hautausschlag mit Pusteln oder Blasen (Erythema multiforme).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar): Erh√∂hter Blutdruck

Weiters wurde bei Anwenderinnen der ‚ÄěPille‚Äú √ľber folgende Nebenwirkungen berichtet:

  • Blutgerinnsel in den Arterien,
  • Blutgerinnsel in den Venen,
  • Schlaganf√§lle,
  • Erh√∂hter Blutdruck,
  • Fettstoffwechselst√∂rungen,
  • √Ąnderungen der Zucker- (Glucose-) Toleranz bzw. Einfluss auf Zucker- und Insulinhaushalt,
  • Lebertumore (gutartige oder b√∂sartige),
  • Leberfunktionsst√∂rungen,

gelblich-braune Pigmentflecken im Gesicht (Chloasma).

Auftreten oder Verschlechterung von Erkrankungen, die mit der Einnahme der ‚ÄěPille‚Äú in Verbindung gebracht werden, deren Ursachen jedoch nicht eindeutig nachgewiesen sind:

  • Gelbsucht und/oder Juckreiz durch Gallestauung,
  • Gallensteine,
  • erbliche Stoffwechselerkrankung, die mit einer St√∂rung des Aufbaus des roten Blutfarbstoffes einhergeht (Porphyrie),
  • Erkrankung des Immunsystems (Schmetterlingsflechte, systemischer Lupus erythematodes),
  • bestimmte Bluterkrankung, die zu Nierensch√§den f√ľhrt (h√§molytisch-ur√§misches Syndrom, HUS),
  • eine Nervenerkrankung, bei der pl√∂tzliche unwillk√ľrliche K√∂rperbewegungen auftreten (Sydenham-Chorea (Chorea minor)),
  • Bl√§schenausschlag w√§hrend der Schwangerschaft (Herpes gestationis),
  • eine durch Verkn√∂cherung bedingte Innenohrschwerh√∂rigkeit (Otosklerose),
  • chronisch-entz√ľndliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa),
  • Geb√§rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Bei Frauen mit erblichem Angio√∂dem k√∂nnen Arzneimittel, die bestimmte weibliche Geschlechtshormone (√Ėstrogene) enthalten, Beschwerden eines Angio√∂dems ausl√∂sen oder verschlimmern (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von Alisma beachten?‚Äú)

Die H√§ufigkeit von Brustkrebsdiagnosen ist bei Anwenderinnen der ‚ÄěPille‚Äú geringf√ľgig erh√∂ht. Da bei Frauen unter 40 Jahren Brustkrebs selten auftritt, ist das Risiko an Brustkrebs zu erkranken im Verh√§ltnis zum Gesamtrisiko gering. F√ľr weitere Informationen siehe Abschnitte ‚ÄěAlisma darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú: ‚ÄěPille und Krebs‚Äú).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung nach ‚ÄěVerw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Alisma enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Cyproteronacetat und Ethinylestradiol
    Jede Tablette enth√§lt 2 mg des Anti-Androgens Cyproteronacetat und 35 Mikrogramm des √Ėstrogens Ethinylestradiol.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon (PVP K-25), Magnesiumstearat, gereinigtes Talkum.
    Tabletten√ľberzug: Hypromellose (HPMC E-15), Titandioxid (E171), gereinigtes Talkum, Propylenglykol, Chinolingelb (E104).

Wie Alisma aussieht und Inhalt der Packung

Alisma sind gelbe, beidseits gewölbte Filmtabletten. Jede Alisma Packung enthält 1, 3 oder 6 Blisterstreifen. Jeder Blisterstreifen enthält 21 Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer

Gynial GmbH

Ungargasse 37/4/1

A-1030 Wien

Hersteller

DREHM Pharma GmbH

A-1130 Wien

Z.Nr: 1-29268

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Alisma 2mg/35¬Ķg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Cyproteron Ethinylestradiol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Gynial GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.06.2010
ATC Code G03HB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antiandrogene

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden