Levohelm 50 Mikrogramm/5 ml Lösung zum Einnehmen

Abbildung Levohelm 50 Mikrogramm/5 ml Lösung zum Einnehmen
Wirkstoff(e) Levothyroxin-Natrium
Zulassungsland Österreich
Hersteller Helm AG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.04.2019
ATC Code H03AA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe SchilddrĂŒsenprĂ€parate

Zulassungsinhaber

Helm AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Levohelm enthÀlt den Wirkstoff Levothyroxin-Natrium.

Levohelm wird zur Behandlung der Hypothyreose angewendet, einer Erkrankung, bei welcher eine Unterfunktion der SchilddrĂŒse vorliegt. Dies bedeutet, dass die SchilddrĂŒse keine den Bedarf des Körpers deckende Menge an Thyroxin bildet.

Levohelm wird außerdem zur Behandlung von SchilddrĂŒsenkrebs sowie von nichttoxischemdiffusen Struma oder Hashimoto-Thyreoiditis angewendet. Bei diesen Erkrankungen vergrĂ¶ĂŸert sich die SchilddrĂŒse, so dass es zur Kropfbildung (Geschwulst im vorderen Halsbereich) kommt.

Anzeige

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Levohelm darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Levothyroxin-Natrium, Natriummethyl-4-hydroxybenzoat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie an einer Unterfunktion der Nebennieren (Nebenniereninsuffizienz) leiden und keine entsprechende Behandlung mit Kortikosteroiden erhalten;
  • wenn bei Ihnen ein frischer Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt), eine EntzĂŒndung des Herzmuskels (akute Myokarditis) oder eine EntzĂŒndung aller Wandschichten des Herzens (akute Pankarditis) vorliegt;
  • wenn Sie schwanger sind, dĂŒrfen Sie dieses Arzneimittel nicht zusammen mit Arzneimitteln zur Behandlung einer Überfunktion der SchilddrĂŒse (Hyperthyreose) einnehmen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Levohelm einnehmen:

  • wenn Sie an einer Herzerkrankung, an Kreislaufproblemen oder an Bluthochdruck leiden;
  • wenn bei Ihnen eine Überfunktion der SchilddrĂŒse (Hyperthyreose), eine Unterfunktion der Nebennieren, die Zuckerkrankheit (Diabetes) oder bereits seit geraumer Zeit eine Unterfunktion der SchilddrĂŒse vorliegt.
  • wenn Sie von Ihrem bisherigen Levothyroxin-PrĂ€parat auf ein anderes wechseln. Die Wirkung kann sich geringfĂŒgig unterscheiden, d. h. Sie mĂŒssen gegebenenfalls hĂ€ufiger kontrolliert werden und eventuell muss Ihre Dosis angepasst werden.
  • SchilddrĂŒsenhormone dĂŒrfen nicht zur Gewichtsabnahme angewendet werden. Die Einnahme von SchilddrĂŒsenhormonen fĂŒhrt nicht zu einer Reduktion Ihres Gewichtes, wenn bei Ihnen eine normale SchilddrĂŒsenfunktion vorliegt. Schwere und sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen können auftreten, wenn Sie die Dosierung ohne Anweisung Ihres Arztes steigern. Hohe Dosen von SchilddrĂŒsenhormonen dĂŒrfen nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln zur Gewichtsreduktion, wie z. B. Amfepramon, Cathin und Phenylpropanolamin, eingenommen werden, da das Risiko fĂŒr schwere oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen zunehmen könnte.

Kinder

Bei Kindern kann es zu Beginn der Behandlung zu Haarausfall kommen, der jedoch ĂŒblicherweise vorĂŒbergehender Natur ist. Das Haarwachstum ĂŒblicherweise setzt wieder ein.

Der Blutdruck wird regelmĂ€ĂŸig ĂŒberwacht, wenn eine Behandlung mit Levothyroxin bei FrĂŒhgeborenen mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht begonnen wird, da es zu einem schnellen Blutdruckabfall (Kreislaufkollaps) kommen kann. (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Einnahme von Levohelm zusammen mit anderen Arzneimittel

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Levothyroxin kann die Wirkung bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen und bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Levothyroxin beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere dann, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • Arzneimittel zur Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln (zum Beispiel Warfarin)
  • Arzneimittel gegen Depression (zum Beispiel Sertralin, Imipramin, Amitriptylin)
  • Arzneimittel gegen Epilepsie (zum Beispiel Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin)
  • Arzneimittel gegen die Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Rifampicin (bei Infektionen, insbesondere Tuberkulose)
  • Digoxin oder Amiodaron (bei Herzerkrankungen)
  • Propranolol (bei Bluthochdruck), Lovastatin (bei erhöhten Cholesterinspiegeln) oder Phenylbutazon oder AcetylsalicylsĂ€ure (entzĂŒndungshemmende Arzneimittel)
  • Östrogen, östrogenhaltige Arzneimittel und ĂŒber den Mund eingenommene (orale) VerhĂŒtungsmittel, mĂ€nnliche Geschlechtshormone (Androgene) oder Kortikosteroide
  • andere Arzneimittel inklusive der rezeptfreien Arzneimittel, die Sie sich selbst gekauft haben
  • Sucralfat, Cimetidin oder Aluminiumhydroxid gegen MagengeschwĂŒre
  • andere Aluminium-haltige Arzneimittel
  • Colestyramin oder Colesevelam zur Senkung des Cholesterinspiegels, Natriumsalze der PolystyrolsulfonsĂ€ure oder Calcium oder EisenprĂ€parate

Levohelm kann mit den folgenden Arzneimitteln eingenommen werden, jedoch nicht zeitgleich:

  • Chloroquin oder Proguanil zur Vorbeugung gegen Malaria
  • Proteasehemmer (zum Beispiel Ritonavir, Indinavir und Lopinavir) zur Behandlung der HIV- Infektion
  • Sevelamer (zur Behandlung hoher Phosphatspiegel im Blut bei Patienten mit Nierenversagen)
  • Tyrosinkinase-Inhibitoren (zum Beispiel Imatinib und Sunitinib) zur Behandlung von Krebserkrankungen
  • Propylthiouracil (zur Behandlung der Hyperthyreose)
  • Beta-Rezeptorenblocker (zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzproblemen)
  • Sympathomimetika (Arzneimittel, die u.a. die Herzfunktion beeinflussen können)
  • Glukokortikoide (Steroidhormone zur Behandlung einer Unterfunktion der Nebennieren und weiterer Erkrankungen)
  • Jodhaltige Kontrastmittel (die verwendet werden um vaskulĂ€re Strukturen und Organe wĂ€hrend radiographischer Verfahren besser sichtbar zu machen)
  • Orlistat (Arzneimittel zur Gewichtsreduktion)

Wenn bei Ihnen im Krankenhaus eine Operation durchgefĂŒhrt werden soll, informieren Sie den Narkosearzt oder das medizinische Fachpersonal, dass Sie mit Levohelm behandelt werden. Diese kann mit einem bestimmten Narkosemittel (Ketamin), das Ihnen eventuell vor der Operation gegeben wird, in Wechselwirkung treten.

Einnahme von Levohelm zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Sojahaltige Produkte (sojahÀltige NahrungsergÀnzungsmittel) interagieren möglicherweise mit Levothyroxin, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat bevor Sie ein Arzneimittel einnehmen/anwenden. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzneimittel einen Einfluss auf Ihre VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Levohelm enthÀlt Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219)

kann allergische Reaktionen hervorrufen (möglicherweise verzögert)

Levohelm enthÀlt Glycerol

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Levohelm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt hat in AbhĂ€ngigkeit von Ihrer Erkrankung festgelegt, welche Dosis Sie tĂ€glich einnehmen sollen. Ihr Arzt wird Ihnen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Blutproben entnehmen, um zu kontrollieren, wie Sie auf die Behandlung ansprechen.

Wenn Sie von der Lösung zum Einnehmen auf die Tablettenformulierung von Levothyroxin oder

von der Tablettenformulierung auf die Lösung zum Einnehmen von Levothyroxin umgestellt werden, dann wird Sie Ihr Arzt engmaschiger ĂŒberwachen. Dies gilt auch, wenn Patienten auf andere Levothyroxin-haltige Lösungen zum Einnehmen umgestellt werden.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Erwachsene und Kinder ĂŒber 12 Jahre

Die Anfangsdosis betrĂ€gt 50 bis 100 Mikrogramm pro Tag. Diese wird alle 3 bis 4 Wochen um jeweils 25 bis 50 Mikrogramm so lange erhöht, bis Sie die fĂŒr Ihre Erkrankung richtige Menge einnehmen. Die ĂŒbliche Erhaltungsdosis betrĂ€gt 100 bis 200 Mikrogramm tĂ€glich.

Zur Behandlung der nichtknotigen Kropferkrankungen und Hashimoto-Thyreoiditis betrÀgt die empfohlene Dosis 50 bis 200 Mikrogramm pro Tag.

Zur Behandlung des SchilddrĂŒsenkrebses betrĂ€gt die empfohlene Dosis 150 bis 300 Mikrogramm pro Tag.

Älteren Patienten (ĂŒber 50 Jahre)

Die Anfangsdosis betrĂ€gt 12,5 Mikrogramm pro Tag. Diese wird alle 4 Wochen um jeweils 12,5 Mikrogramm so lange erhöht, bis die richtige Dosis erreicht ist. Die schließlich erreichte Dosis liegt normalerweise zwischen 50 und 200 Mikrogramm tĂ€glich. Diese Dosis gilt auch fĂŒr Patienten mit schwerer Hypothyreose sowie fĂŒr herzkranke Patienten.

Kindern unter 12 Jahre

Die Dosis fĂŒr Kinder hĂ€ngt von deren Alter, Körpergewicht und der zu behandelnden Krankheit ab. Ihr Kind wird ĂŒberwacht um sicher zu gehen, dass es die richtige Dosierung erhĂ€lt. Geben Sie Ihrem Kind dieses Arzneimittel mindestens eine halbe Stunde vor der ersten Mahlzeit des Tages.

Angeborene Hypothyreose bei SĂ€uglingen und Kleinkindern

Die Anfangsdosis betrĂ€gt 10 - 15 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag fĂŒr die ersten 3 Monate. Die Dosis wird dann je nach Ansprechen auf die Behandlung angepasst.

Erworbene Hypothyreose bei Kindern

Die Anfangsdosis betrÀgt 12,5 - 50 Mikrogramm pro Tag. Die Dosis sollte je nach Ansprechen auf die Behandlung alle 2 bis 4 Wochen schrittweise erhöht werden.

Bitte verwenden Sie die mitgelieferte Applikationsspritze zur Verabreichung der festgelegten Dosis - beachten Sie hierzu bitte die untenstehenden Anweisungen. Die jeweilige Dosis kann mithilfe der Spritze abgemessen werden, indem Sie die FlĂŒssigkeit bis zur entsprechenden Markierung in die Spritze aufziehen.

Beispiel: Wenn Sie eine Dosis von 50 Mikrogramm tĂ€glich einnehmen sollen, dann ist folgende Menge in die Spritze aufzuziehen: FĂŒr diese 50 Mikrogramm/5 ml Lösung DosisstĂ€rke: 5ml

Gebrauch der Applikationsspritze fĂŒr Zubereitungen zum Einnehmen:

  1. SchĂŒtteln Sie die Flasche gut. Achten Sie dabei darauf, dass der Verschluss dabei fest auf der Flasche sitzt.
  2. Nehmen Sie den Verschluss ab. Hinweis: Behalten Sie den Verschluss in der NĂ€he, da die Flasche nach jedem Gebrauch wieder zu verschließen ist.
  3. DrĂŒcken Sie den Plastikadapter in den Flaschenhals. Hinweis: Der Adapter muss stets in der Flasche verbleiben.
  4. Nehmen Sie die Spritze und vergewissern Sie sich, dass sich der Kolben vollstÀndig in der Spritze befindet.
  5. Halten Sie die Flasche senkrecht und stecken Sie die Applikationsspritze fest in den Plastikadapter.
  6. Drehen Sie die Flasche mitsamt der befestigten Spritze auf den Kopf.
  7. Ziehen Sie den Kolben langsam vollstÀndig nach unten, damit sich die Spritze mit dem

Arzneimittel fĂŒllt. DrĂŒcken Sie den Kolben wieder vollstĂ€ndig zurĂŒck, um grĂ¶ĂŸere LuftblĂ€schen zu entfernen, die sich eventuell in der Applikationsspritze befinden.

  1. Ziehen Sie dann den Kolben langsam zurĂŒck, bis das fĂŒr Ihre Dosis benötigte Volumen erreicht ist.
  2. Stellen Sie die Flasche mitsamt der befestigten Spritze wieder in eine senkrechte Position und nehmen Sie dann die Spritze aus der Flasche.
  3. Die Arzneimitteldosis kann daraufhin direkt aus der Applikationsspritze in den Mund entleert werden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie aufrecht sitzen. DrĂŒcken Sie den Kolben langsam hinein, damit Sie die Dosis schlucken können.
  4. Setzen Sie den kindergesicherten Verschluss nach dem Gebrauch wieder auf. Der Adapter verbleibt in der Flasche.
  5. Reinigung: Reiben Sie die SpritzenoberflÀche nach dem Gebrauch mit einem trockenen sauberen Tuch ab.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Levohelm ist auf leeren Magen einzunehmen, ĂŒblicherweise vor dem FrĂŒhstĂŒck.

Dauer der Anwendung

Wenn Sie wegen Hypothyreose, nichttoxischer diffuser Struma oder Hashimoto-Thyreoiditis behandelt werden, erfolgt die Behandlung in der Regel lebenslÀnglich.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Levohelm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich eine Überdosis Ihres Arzneimittels eingenommen haben, wenden Sie sich bitte sofort telefonisch an Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nĂ€chstgelegenen Krankenhauses auf. Zu den Symptomen einer Überdosierung gehören Fieber, unregelmĂ€ĂŸige Herzschlagfolge, MuskelkrĂ€mpfe, Kopfschmerzen, Unruhe, anfallsweise Hautrötung mit HitzegefĂŒhl, SchweißausbrĂŒche und DurchfĂ€lle. Nehmen Sie immer eventuelle Reste des Arzneimittels, das BehĂ€ltnis und die Packungsbeilage/das Etikett unbedingt mit, damit man dort weiß, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Levohelm vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken, und nehmen Sie dann Ihre nĂ€chste Dosis zum ĂŒblichen Zeitpunkt ein. Wenn Sie die Einnahme mehrmals vergessen haben, informieren Sie Ihren Arzt bei Ihrem nĂ€chsten Kontrolltermin bzw. bei Ihrer nĂ€chsten Blutuntersuchung.

Wenn Sie die Einnahme von Levohelm abbrechen

FĂŒr den Behandlungserfolg ist die regelmĂ€ĂŸige Einnahme von Levohelm in der von Ihrem Arzt vorgeschriebenen Dosierung erforderlich. Sie dĂŒrfen auf keinen Fall die Behandlung eigenmĂ€chtig verĂ€ndern, unterbrechen oder vorzeitig beenden, da sonst Ihre Beschwerden wieder auftreten können. Die Art der Symptome hĂ€ngt von der jeweiligen Krankheit ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Dazu kommt es in der Regel nur dann, wenn die von Ihnen eingenommene Dosis zu hoch ist.

Wenn es zu einer der folgenden Erscheinungen kommt, beenden Sie die Einnahme von Levohelm und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nÀchstgelegenen Krankenhauses auf.

  • Anschwellen der HĂ€nde, der FĂŒĂŸe, der Knöchel, des Gesichts, der Lippen, des Mundes oder des Rachens, wodurch es zu Schluck- oder Atembeschwerden kommen kann
  • Nesselausschlag
  • Bewusstseinsverlust
  • GelbfĂ€rbung der Haut und des Augenweißes (Gelbsucht)

SÀmtliche genannten Nebenwirkungen sind sehr gravierend. Wenn diese bei Ihnen auftreten, liegt bei Ihnen eventuell eine schwerwiegende allergische Reaktion auf Levohelm vor. Sie benötigen unter UmstÀnden dringend Àrztliche Hilfe oder eine stationÀre Behandlung im Krankenhaus. Alle der genannten sehr gravierenden Nebenwirkungen sind sehr selten.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erscheinungen bemerken: Schnelle oder unregelmĂ€ĂŸige Herzschlagfolge, Herzklopfen, Schmerzen in der Brustgegend,

MuskelkrĂ€mpfe oder -schwĂ€che, Kopfschmerzen, Unruhe, Erregbarkeit, Hautrötung mit HitzegefĂŒhl, Kreislaufkollaps bei FrĂŒhgeborenen mit niedrigem Geburtsgewichtanfallsweise (siehe Abschnitt 2.), SchweißausbrĂŒche, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Probleme mit der Regelblutung, Druckerhöhung im SchĂ€del, Zittern, Schlaflosigkeit, HitzeunvertrĂ€glichkeit und ĂŒbermĂ€ĂŸiger Gewichtsverlust.

Nesselausschlag, Hautausschlag, Juckreiz und Schwellungen können ebenfalls auftreten.

Wenn Levohelm entweder auf einmal oder stĂ€ndig ĂŒber viele Jahre hinweg in viel zu hoher Dosierung eingenommen wurde, kann es in sehr seltenen FĂ€llen zu Herzversagen kommen, und es wurde in diesem Zusammenhang ĂŒber Koma und einen tödlichen Verlauf berichtet.

Wenn Sie sich in irgendeiner anderen Hinsicht unwohl fĂŒhlen, informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich.

ZusÀtzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Bei Kindern kann es zu Behandlungsbeginn zu einem teilweisen Haarverlust kommen. Dieser ist jedoch normalerweise nur vorĂŒbergehend und die Haare wachsen wieder nach.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Haltbarkeitsdatum

Entsorgen Sie sĂ€mtliche verbleibende Arzneimittelreste 2 Monate nach Anbruch. Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach „Verwendbar bis/Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht ĂŒber 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Lösung einen Eigengeruch aufweist oder sich optisch verĂ€ndert hat. Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Levohelm enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Levothyroxin-Natrium
    5 ml Lösung zum Einnehmen enthalten Levothyroxin, entsprechend 50 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Glycerol, CitronensÀure-Monohydrat, Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E 219) und gereinigtes Wasser.

Wie Levohelm aussieht und Inhalt der Packung

Levohelm ist eine klare, farblose Lösung. Eine Flasche enthĂ€lt 75 ml oder 100 ml Lösung zum Einnehmen. Levohelm ist in PackungsgrĂ¶ĂŸen von einer oder zwei Glasflaschen erhĂ€ltlich, die jeweils mit 75 ml Lösung zu Einnehmen oder einer Glasflasche mit 100 ml Lösung zum Einnehmen gefĂŒllt sind. Zur leichteren Abmessung der Dosis wird eine 5 ml Kunststoff- Applikationsspritze (Pipette) mit einem Adapter fĂŒr die Flasche mitgeliefert.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Helm AG

Nordkanalstrasse 28 20097 Hamburg Tel.: +49 40 2375 0

Fax: +49 40 2375 1845 E-Mail: info@helmag.com

Hersteller

Galenica Pharmaceutical Industry S.A.

3rd km Old National Road Chalkida – Athen Glifa Chalkida Eubia, 34100

Griechenland

Tel.: +30 222 10 764 30

Fax: +30 222 10 222 02 E-Mail: industrial@galenica.gr

Z.Nr.: 138875

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Juli 2020.

Anzeige

Wirkstoff(e) Levothyroxin-Natrium
Zulassungsland Österreich
Hersteller Helm AG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.04.2019
ATC Code H03AA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe SchilddrĂŒsenprĂ€parate

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-QualitĂ€tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen ĂŒber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten fĂŒr hĂ€ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden