Metformin

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Allgemein

ATC Code A10BA02
Anatomische Gruppe Alimentäres system und stoffwechsel
Therapeutische Gruppe Antidiabetika
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. insuline
Chemische Gruppe Biguanide
Löslichkeit mäßig in Wasser / schlecht in Ethanol

Chemisch

Summenformel C4H11N5
Molare Masse (g·mol−1) 129,16
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (°C) 218–220
PKS Wert 12.4
CAS-Nummer 657-24-9
PUB-Nummer 4091
Drugbank ID DB00331

Beschreibung

Metformin ist das Medikament der ersten Wahl zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, vor allem bei Übergewichtigen, weil die Einnahme oftmals mit einer einhergehenden Gewichtsabnahme verbunden ist. Es wird auch bei der Behandlung des polyzystischen Ovarsyndroms eingesetzt. Metformin wird durch den Mund eingenommen und ist rezeptpflichtig. Metformin wird oft in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika angewandt.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Die Wirkmechanismen von Metformin sind einzigartig im Vergleich zu anderen Klassen von oralen Antihyperglykämika. Metformin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die hepatische Glukoseproduktion (Glukoneogenese) verringert, die intestinale Absorption von Glukose vermindert und die Insulinsensitivität durch Erhöhung der peripheren Glukoseaufnahme und -verwertung erhöht. Es ist bekannt, dass Metformin die Atmungskette in den Mitochondrien hemmt, wodurch die antidiabetische Wirkung zustande kommt. Der genaue Mechanismus dieser Vorgänge ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.


Pharmakokinetik

Metformin hat eine orale Bioverfügbarkeit von 50-60 % unter Nüchternbedingungen und wird langsam absorbiert. Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) wird innerhalb von ein bis drei Stunden nach der Einnahme erreicht. Die Plasmaproteinbindung ist vernachlässigbar. Metformin wird weitestgehend unverändert über den Urin ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit beträgt rund 17 Stunden.


Wechselwirkungen

Der H2-Rezeptor-Antagonist Cimetidin bewirkt einen Anstieg der Plasmakonzentration von Metformin.
Das Antibiotikum Cephalexin kann ebenfalls die Metforminkonzentration erhöhen.

Metformin interagiert auch mit anticholinergen Medikamenten. Anticholinergika reduzieren die Magenmotilität und verlängern so die Verweildauer der Medikamente im Magen-Darm-Trakt. Diese Beeinträchtigung kann dazu führen, dass mehr Metformin absorbiert wird, wodurch die Konzentration von Metformin im Plasma erhöht wird und das Risiko für unerwünschte Wirkungen steigt.

Toxizität

Nebenwirkungen

Metformin ist in der Regel gut verträglich. 

Häufige unerwünschte Wirkungen sind Durchfall, Übelkeit und Unterleibsschmerzen. 


Toxikologische Daten

LD50 (Ratte, oral):  1 g/kg


Drugbank

PubChem

Aktories, Förstermann, Hofmann, Starke: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Elsvier, 2017

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