Metformin Hexal 850 mg - Filmtabletten

Abbildung Metformin Hexal 850 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Metformin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Hexal Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 21.02.1995
ATC Code A10BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

Hexal Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Metformin Hexal enthÀlt Metformin, einen Arzneistoff aus der Gruppe der so genannten Biguanide, der zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird.

Insulin ist ein von der BauchspeicheldrĂŒse gebildetes Hormon, das fĂŒr die Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Körperzellen sorgt. Dort wird die Glukose in Energie umgewandelt oder als Vorrat zur spĂ€teren Verwendung gespeichert.

Wenn Sie an Diabetes leiden, produziert Ihre BauchspeicheldrĂŒse entweder nicht genug Insulin oder das Körpergewebe kann das gebildete Insulin nicht richtig nutzen. Hohe Blutzuckerspiegel sind die Folge. Metformin Hexal hilft, Ihren Blutzucker auf möglichst normale Werte zu senken.

Bei ĂŒbergewichtigen Erwachsenen trĂ€gt die langfristige Einnahme von Metformin Hexal außerdem dazu bei, das Risiko von diabetesbedingten Komplikationen zu senken.

Metformin Hexal wird zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes (auch „nicht insulinabhĂ€ngiger Diabetes“ genannt) eingesetzt, deren Blutzuckerspiegel durch DiĂ€t und Bewegung allein nicht ausreichend kontrolliert werden konnte. Das Arzneimittel wird insbesondere bei ĂŒbergewichtigen Patienten eingesetzt.

Erwachsene können Metformin Hexal allein oder zusammen mit anderen Diabetesmitteln (ĂŒber den Mund eingenommene Arzneimittel oder Insulin) anwenden.

Insulinpflichtige Diabetiker können nicht ausschließlich mit Metformin behandelt werden, da in diesem Fall der Körper kein eigenes Insulin mehr produziert. Eine kombinierte Anwendung von Metformin Hexal mit Insulin ist jedoch möglich.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metformin Hexal darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Metformin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie eine schwere EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion haben
  • wenn Sie Leberprobleme haben
  • wenn Sie an einer akuten metabolischen Azidose leiden (stoffwechselbedingter SĂ€ureĂŒberschuss des Blutes)
  • wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer HyperglykĂ€mie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schneller Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe „Risiko einer Laktatazidose“ weiter unten) oder Ketoazidose. Die Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als „Ketonkörper“ bezeichnete Substanzen im Blut anhĂ€ufen, die zu einem diabetischen PrĂ€koma fĂŒhren können. Zu den Beschwerden gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, SchlĂ€frigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs des Atems.
  • wenn Sie zu viel FlĂŒssigkeit verloren haben (Dehydrierung), zum Beispiel durch lang andauernden bzw. starken Durchfall oder wenn Sie sich mehrmals hintereinander erbrochen haben. Diese Dehydrierung könnte zu Nierenproblemen fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie an einer schweren Infektion leiden, zum Beispiel einer Infektion der Lunge, der Bronchien oder der Nieren. Schwere Infektionen könnten zu Nierenproblemen fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie wegen akuter HerzschwĂ€che behandelt werden oder vor kurzem einen Herzinfarkt erlitten haben, schwere Kreislaufprobleme (wie z. B. Schock) oder Schwierigkeiten mit der Atmung haben. Dies könnte zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie viel Alkohol trinken

Falls irgendeines der oben genannten Kriterien auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt um Rat

  • wenn Sie sich einer Röntgen- oder anderen bildgebenden Untersuchung unterziehen mĂŒssen, bei der Ihnen ein jodhĂ€ltiges Kontrastmittel gespritzt wird
  • wenn Sie sich einem grĂ¶ĂŸeren operativen Eingriff unterziehen mĂŒssen

Sie mĂŒssen die Einnahme von Metformin Hexal ĂŒber einen bestimmten Zeitraum vor und nach der Untersuchung bzw. der Operation absetzen. Ihr Arzt entscheidet, ob Sie wĂ€hrend dieser Zeit eine andere Behandlung benötigen. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau befolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metformin Hexal einnehmen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

  • FĂŒhren Sie die Ihnen vorgeschriebene DiĂ€t weiter und achten Sie auf eine regelmĂ€ĂŸige Verteilung der Kohlehydratzufuhr ĂŒber den Tag. Falls Sie ĂŒbergewichtig sind, sollten Sie Ihre kalorienreduzierte DiĂ€t weiterfĂŒhren.
  • Nehmen Sie die regelmĂ€ĂŸigen Routine-Laboruntersuchungen zur Überwachung des Diabetes mellitus (v. a. der Nierenfunktion) unbedingt wahr.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Metformin Hexal fĂŒr eine kurze Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung (erheblicher Verlust an KörperflĂŒssigkeit) verbunden sein kann, wie beispielsweise schweres Erbrechen, Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere FlĂŒssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Metformin Hexal und wenden Sie sich unverzĂŒglich an einen Arzt oder an das nĂ€chstgelegene Krankenhaus, wenn Sie Anzeichen einer Laktatazidose bemerken, da dieser Zustand zum Koma fĂŒhren kann.

Anzeichen einer Laktatazidose sind:

  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • allgemeines Unwohlsein mit starker MĂŒdigkeit
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus behandelt werden.

Falls bei Ihnen eine grĂ¶ĂŸere Operation geplant ist, mĂŒssen Sie die Einnahme von Metformin Hexal wĂ€hrend des Eingriffs und fĂŒr einige Zeit danach unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Metformin Hexal beenden mĂŒssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Metformin Hexal allein verursacht normalerweise keine HypoglykĂ€mie (einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel). Wenn Sie jedoch Metformin Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes einnehmen, die HypoglykĂ€mie hervorrufen können (wie Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide), die Kalorienzufuhr unzureichend ist oder Sie Alkohol trinken, besteht ein Risiko eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels. Wenn Anzeichen einer HypoglykĂ€mie auftreten, wie SchwĂ€chegefĂŒhl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten, hilft es normalerweise, wenn Sie etwas essen oder trinken, das Zucker enthĂ€lt.

WĂ€hrend der Behandlung mit Metformin Hexal wird Ihr Arzt mindestens einmal jĂ€hrlich oder – falls Sie Ă€lter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert – auch hĂ€ufiger Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Patientinnen mit Diabetes, die schwanger sind oder dies werden möchten, sollen nicht mit Metformin Hexal behandelt werden. Der Blutzuckerspiegel ist in diesen FÀllen durch Insulin so gut wie möglich auf normale Werte einzustellen, um das Risiko von Missbildungen infolge von krankhaften Blutzuckerwerten zu senken.

Metformin geht in die Muttermilch ĂŒber. Aufgrund der geringen verfĂŒgbaren Daten wird Stillen wĂ€hrend der Behandlung mit Metformin Hexal nicht empfohlen.

Die Entscheidung, ob abgestillt wird, soll der Arzt je nach dem Nutzen des Stillens und dem Risiko fĂŒr Nebenwirkungen beim Kind fĂ€llen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Metformin Hexal selbst fĂŒhrt nicht zu HypoglykĂ€mie (ein zu niedriger Blutzuckerspiegel). Das heißt, dass Ihre VerkehrstĂŒchtigkeit oder FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen durch die Einnahme von Metformin Hexal nicht beeintrĂ€chtigt wird.

Besondere Vorsicht ist hingegen geboten, wenn Sie Metformin Hexal zusammen mit anderen Diabetesmitteln einnehmen, die HypoglykĂ€mie hervorrufen können (wie zum Beispiel Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide). Zu den Anzeichen einer HypoglykĂ€mie gehören SchwĂ€chegefĂŒhl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie erste Anzeichen derartiger Beschwerden bemerken.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Metformin Hexal einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Metformin Hexal sonst nicht richtig wirken kann.

Empfohlene Dosis

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche beginnen normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Metformin Hexal einmal tĂ€glich. Nach 10 bis 15 Tagen wird die Dosierung in AbhĂ€ngigkeit von den Messungen des Blutzuckerspiegels angepasst. Die Höchstdosis betrĂ€gt 2000 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei oder drei Einnahmen (es stehen auch andere StĂ€rken von Metformin zur VerfĂŒgung). Eine Behandlung von Kindern zwischen 10 und 12 Jahren wird nur auf ausdrĂŒcklichen Rat des Arztes hin empfohlen, da die Erfahrung in dieser Altersgruppe begrenzt ist.

Erwachsene beginnen normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Metformin Hexal zwei- oder dreimal tĂ€glich. Die Höchstdosis betrĂ€gt 3000 mg pro Tag, aufgeteilt in drei Einnahmen. Nach 10 – 15 Tagen wird Ihr Arzt die Dosierung in AbhĂ€ngigkeit von den Messungen des Blutzuckerspiegels anpassen.

Die maximal empfohlene Tagesdosis fĂŒr Erwachsene betrĂ€gt 3000 mg Metformin tĂ€glich, aufgeteilt in drei Einnahmen (es stehen auch andere StĂ€rken von Metformin zur VerfĂŒgung). Nehmen Sie pro Tag nicht mehr als die Ihnen vom Arzt empfohlene Dosis ein. Höhere Dosen verbessern nicht die blutzuckersenkende Wirkung, sondern erhöhen nur die Gefahr fĂŒr Nebenwirkungen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) wĂ€hrend oder nach den Mahlzeiten eingenommen.

Im Laufe der Behandlung kann der Bedarf an Metformin Hexal sinken, weswegen regelmĂ€ĂŸige Aufzeichnungen des Blutzuckers und die Einhaltung der Kontrolltermine beim Arzt wichtig sind. Auch wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metformin zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

EingeschrÀnkte Nierenfunktion

Falls Sie eine eingeschrÀnkte Nierenfunktion haben, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnen.

Ältere Patienten

Bedingt durch die bei Ă€lteren Patienten hĂ€ufig eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion richtet sich die Dosierung von Metformin nach der Nierenfunktion. RegelmĂ€ĂŸige Messungen der Nierenfunktion sind notwendig, da sich die erforderliche Dosis Ă€ndern kann.

Die Dauer der Einnahme hÀngt von Ihren Blutzuckerwerten ab und wird vom Arzt bestimmt.

Falls Sie bisher andere blutzuckersenkende Arzneimittel eingenommen haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit die Umstellung korrekt durchgefĂŒhrt werden kann.

Kombination mit Insulin

Metformin und Insulin können kombiniert werden, um eine bessere Einstellung des Blutzuckerspiegels zu erreichen. Fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie in diesem Fall mit der Einnahme von Metformin beginnen sollen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Metformin Hexal eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Metformin Hexal eingenommen haben als Sie sollten, kann es zu einer Laktatazidose kommen. Diese Ă€ußert sich durch unspezifische Beschwerden wie Erbrechen, Bauchschmerzen mit MuskelkrĂ€mpfen, einem allgemeinen GefĂŒhl des Unwohlseins mit starker MĂŒdigkeit sowie Schwierigkeiten beim Atmen. Weitere Beschwerden sind eine verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen. Wenn Sie einige dieser Beschwerden bei sich bemerken, sollten Sie sofort Ă€rztliche Behandlung suchen, da eine Laktatazidose zum Koma fĂŒhren kann. Beenden Sie die Einnahme von Metformin Hexal und kontaktieren Sie unverzĂŒglich einen Arzt oder das nĂ€chstgelegene Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Metformin Hexal vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nÀchste Dosis zur vorgesehenen Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Metformin Hexal abbrechen

Unterbrechen Sie die Einnahme von Metformin Hexal nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt. Beachten Sie, dass stĂ€ndig erhöhter Blutzucker vor allem zu SchĂ€digungen der Augen, der Nieren, des Nervensystems, der GefĂ€ĂŸe und des Herzens fĂŒhrt. Die optimale Einstellung Ihres Blutzuckers kann nur erreicht werden, wenn Sie die Einnahmevorschrift sorgfĂ€ltig beachten.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Metformin Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln

Falls Ihnen ein jodhĂ€ltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss, zum Beispiel in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, mĂŒssen Sie die Einnahme von Metformin Hexal vor bzw. zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Metformin Hexal beenden mĂŒssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Möglicherweise mĂŒssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion hĂ€ufiger kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Metformin Hexal anpassen. Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwĂ€hnen:

  • Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und EntzĂŒndungen (NSARs und COX-2- Hemmer wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten)
  • Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Terbutalin (zur Behandlung von Asthma)
  • Kortikosteroide (finden zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie schweren EntzĂŒndungen der Haut oder bei Asthma Verwendung)
  • SchilddrĂŒsenprĂ€parate
  • Östrogen (ein Steroidhormon)
  • orale Kontrazeptiva (zur hormonalen EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung)
  • Phenothiazine (vor allem in der Behandlung der Schizophrenie eingesetzt)
  • Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)
  • NicotinsĂ€ure (ein Lipidsenker)
  • Kalziumkanalblocker (zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen), z. B. Nifedipin
  • Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose)
  • Furosemid (ein Schleifendiuretikum)
  • Glyburid (ein Blutzuckersenker)
  • kationische Wirkstoffe, wie z. B. Cimetidin, Amilorid, Digoxin, Morphin, Procainamid, Chinidin, Chinin, Ranitidin, Triamteren, Trimethoprim oder Vancomycin
  • Arzneimittel, die die Menge an Metformin Hexal in Ihrem Blut verĂ€ndern können, insbesondere, wenn bei Ihnen eine eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion vorliegt (wie Verapamil, Rifampicin, Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol, Crizotinib, Olaparib)
  • andere Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit

WÀhrend einer Dauerbehandlung mit Metformin Hexal kann sowohl das An- als auch das Absetzen anderer Arzneimittel die Diabeteseinstellung stören.

Einnahme von Metformin Hexal zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

Meiden Sie wĂ€hrend der Einnahme von Metformin Hexal ĂŒbermĂ€ĂŸigen Alkoholkonsum, da dieser das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann, insbesondere, wenn Sie Leberprobleme haben oder unterernĂ€hrt sind (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Dies gilt auch fĂŒr alkoholhĂ€ltige Arzneimittel.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Zu Behandlungsbeginn sind die hĂ€ufigsten Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust. In den meisten FĂ€llen bilden sich diese spontan zurĂŒck.

Metformin Hexal kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte Laktatazidose, hervorrufen (siehe

Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Falls diese bei Ihnen auftritt, mĂŒssen Sie die Einnahme von Metformin Hexal beenden und umgehend einen Arzt oder das nĂ€chstgelegene Krankenhaus aufsuchen, da eine Laktatazidose zum Koma fĂŒhren kann.

Sehr hÀufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verdauungsprobleme wie BlĂ€hungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust. Diese Nebenwirkungen treten meist zu Beginn der Behandlung mit Metformin Hexal auf. Eine Aufteilung der Tagesdosis auf mehrere ĂŒber den Tag verteilte Einnahmen und die Einnahme von Metformin Hexal mit oder direkt nach einer Mahlzeit helfen, diesen Problemen vorzubeugen. Wenn die Beschwerden andauern, beenden Sie die Einnahme von Metformin Hexal und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

HĂ€ufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Geschmacksstörungen

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Laktatazidose. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikation insbesondere bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion. Die Beschwerden einer Laktatazidose sind unspezifisch (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Hautreaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz, Nesselausschlag
  • auffĂ€llige Leberfunktionswerte oder Hepatitis (LeberentzĂŒndung; diese kann MĂŒdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne GelbfĂ€rbung der Haut und des Augenweiß verursachen). Wenn Sie derartige Beschwerden bekommen, beenden Sie die Einnahme von Metformin Hexal und kontaktieren Sie Ihren Arzt.
  • niedrige Konzentration von Vitamin B12 im Blut

Kinder und Jugendliche

Begrenzte Daten fĂŒr Kinder und Jugendliche zeigten, dass die Nebenwirkungen in Art und Schwere jenen glichen, wie sie fĂŒr Erwachsene gemeldet wurden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ĂŒber 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Blisterpackung oder dem Etikett nach „Verwendbar bis“ oder „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Metformin Hexal enthÀlt

Der Wirkstoff ist Metformin.

Metformin Hexal 500 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthÀlt 500 mg Metforminhydrochlorid.

Metformin Hexal 850 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthÀlt 850 mg Metforminhydrochlorid.

Metformin Hexal 1000 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthÀlt 1000 mg Metforminhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Povidon, Magnesiumstearat

TablettenĂŒberzug: Hypromellose, Macrogol 4000, Titandioxid (E 171)

Wie Metformin Hexal aussieht und Inhalt der Packung

Die Filmtabletten sind in Blisterpackungen (PVC/Alu) oder HDPE-Flaschen mit LDPE-Kappe oder HDPE-Flaschen mit F-Kappe und Trocknungsmittel verpackt.

Metformin Hexal 500 mg – Filmtabletten:

Weiße, runde Filmtabletten mit PrĂ€gung M 500 auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

PackungsgrĂ¶ĂŸen

Blisterpackungen und HDPE-Flaschen: 20 und 60 StĂŒck

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Lek S.A., 95-010 Strykow und 02-672 Warschau, Polen

Lek Pharmaceuticals d.d., 1526 Laibach, Slowenien

Z.Nr.:

Metformin Hexal 500 mg – Filmtabletten: 1-20785

Metformin Hexal 850 mg – Filmtabletten: 1-20788

Metformin Hexal 1000 mg – Filmtabletten: 1-26266

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Dezember 2020.

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Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Überdosierung:

Bei starker Überdosierung oder Vorhandensein von Begleitrisiken kann es zu einer Laktatazidose kommen. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss. Die wirksamste Methode zur Entfernung von Laktat und Metformin aus dem Körper ist die HĂ€modialyse. Metformin ist bei guten hĂ€modynamischen VerhĂ€ltnissen mit einer Clearance von 170 ml/min dialysierbar. Daher kann die HĂ€modialyse zur Entfernung von akkumulierten Arzneimitteln aus Patienten, bei denen eine Metformin-Überdosierung vermutet wird, nĂŒtzlich sein.

Im Falle einer Überdosierung mĂŒssen angemessene unterstĂŒtzende Behandlungen ergriffen werden, entsprechend der klinischen Anzeichen und Symptome des Patienten.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Metformin Hexal 850 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metformin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Hexal Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 21.02.1995
ATC Code A10BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden