Glucophage 1000 mg - Filmtabletten

Abbildung Glucophage 1000 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Metformin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Merck Gesellschaft mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.07.2001
ATC Code A10BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

Merck Gesellschaft mbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Glucophage enthÀlt Metformin, einen Arzneistoff aus der Gruppe der so genannten Biguanide, der zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird.

Insulin ist ein von der BauchspeicheldrĂŒse gebildetes Hormon, das fĂŒr die Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Körperzellen sorgt. Dort wird die Glukose in Energie umgewandelt oder als Vorrat zur spĂ€teren Verwendung gespeichert.

Wenn Sie an Diabetes leiden, produziert Ihre BauchspeicheldrĂŒse entweder nicht genug Insulin oder das Körpergewebe kann das gebildete Insulin nicht richtig nutzen. Hohe Blutzuckerspiegel sind die Folge. Glucophage hilft, Ihren Blutzucker auf möglichst normale Werte zu senken.

Bei ĂŒbergewichtigen Erwachsenen trĂ€gt die langfristige Einnahme von Glucophage außerdem dazu bei, das Risiko von diabetesbedingten Komplikationen zu senken.

Glucophage wird zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes (auch „nicht insulinabhĂ€ngiger Diabetes“ genannt) eingesetzt, deren Blutzuckerspiegel durch DiĂ€t und Bewegung allein nicht ausreichend kontrolliert werden konnte. Das Arzneimittel wird insbesondere bei ĂŒbergewichtigen Patienten eingesetzt.

Erwachsene können Glucophage allein oder zusammen mit anderen Diabetesmitteln (ĂŒber den Mund eingenommene Arzneimittel oder Insulin) anwenden.

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Glucophage allein oder zusammen mit Insulin anwenden.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Glucophage darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metformin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Leberprobleme haben.

wenn Sie eine schwere EinschrÀnkung der Nierenfunktion haben.

wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer HyperglykĂ€mie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schneller Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe „Risiko einer Laktatazidose“ weiter unten) oder Ketoazidose. Die Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als „Ketonkörper“ bezeichnete Substanzen im Blut anhĂ€ufen, die zu einem diabetischen PrĂ€koma fĂŒhren können. Zu den Symptomen gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, SchlĂ€frigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs des Atems.

wenn Sie zu viel Körperwasser verloren haben (Dehydrierung), zum Beispiel durch lang andauernden bzw. starken Durchfall, oder wenn Sie sich mehrmals hintereinander erbrochen haben. Diese Dehydrierung könnte zu Nierenproblemen fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe “Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

wenn Sie an einer schweren Infektion leiden, zum Beispiel einer Infektion der Lunge, der Bronchien oder der Niere. Schwere Infektionen könnten zu Nierenproblemen fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe “Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

wenn Sie wegen akuter HerzschwĂ€che behandelt werden oder vor kurzem einen Herzinfarkt erlitten haben, schwere Kreislaufprobleme (wie z. B. Schock) oder Schwierigkeiten mit der Atmung haben. Dies könnte zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

wenn Sie viel Alkohol trinken.

Falls irgendeines der oben genannten Kriterien auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt um Rat,

wenn Sie sich einer Röntgen- oder anderen bildgebenden Untersuchung unterziehen mĂŒssen, bei der Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt wird

wenn Sie sich einem grĂ¶ĂŸeren operativen Eingriff unterziehen mĂŒssen

Sie mĂŒssen die Einnahme von Glucophage ĂŒber einen bestimmten Zeitraum vor und nach der Untersuchung oder der Operation absetzen. Ihr Arzt entscheidet, ob Sie wĂ€hrend dieser Zeit eine andere Behandlung benötigen. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau befolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Risiko einer Laktatazidose

Glucophage kann vor allem dann, wenn Ihre Nieren nicht richtig funktionieren, eine

sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung verursachen, die als Laktatazidose bezeichnet wird. Das Risiko, eine Laktatazidose zu entwickeln, wird auch durch schlecht eingestellten Diabetes, schwere Infektionen, lĂ€ngeres Fasten oder Alkoholkonsum, Dehydrierung (weitere Informationen siehe unten), Leberprobleme und Erkrankungen erhöht, bei denen ein Teil des Körpers nicht mit genĂŒgend Sauerstoff versorgt wird (zum Beispiel bei akuten schweren Herzerkrankungen).

Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt hinsichtlich weiterer Anweisungen.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Glucophage fĂŒr eine kurze Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung (erheblicher Verlust an KörperflĂŒssigkeit) verbunden sein kann, wie beispielsweise schweres Erbrechen, Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere FlĂŒssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Glucophage und wenden Sie sich unverzĂŒglich an einen Arzt oder an das nĂ€chstgelegene Krankenhaus, wenn Sie Symptome einer Laktatazidose bemerken, da dieser Zustand zum Koma fĂŒhren kann.

Symptome einer Laktatazidose sind: Erbrechen Bauchschmerzen MuskelkrÀmpfe

allgemeines Unwohlsein mit starker MĂŒdigkeit Schwierigkeiten beim Atmen

verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus behandelt werden.

Falls bei Ihnen eine grĂ¶ĂŸere Operation geplant ist, mĂŒssen Sie die Einnahme von Glucophage wĂ€hrend des Eingriffs und fĂŒr einige Zeit danach unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Glucophage beenden mĂŒssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Glucophage alleine verursacht keine HypoglykĂ€mie (einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel). Wenn Sie jedoch Glucophage zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes einnehmen, die HypoglykĂ€mie hervorrufen können (wie Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide), besteht ein Risiko eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels. Wenn Anzeichen einer HypoglykĂ€mie auftreten, wie SchwĂ€chegefĂŒhl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten, hilft es normalerweise, wenn Sie etwas essen oder trinken, das Zucker enthĂ€lt.

WĂ€hrend der Behandlung mit Glucophage wird Ihr Arzt mindestens einmal jĂ€hrlich oder – falls Sie Ă€lter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert – auch hĂ€ufiger Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

Einnahme von Glucophage zusammen mit anderen Arzneimitteln

Falls Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss, zum Beispiel in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, mĂŒssen Sie die Einnahme von Glucophage vor bzw. zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Glucophage beenden mĂŒssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Möglicherweise mĂŒssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion hĂ€ufiger kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Glucophage anpassen.

Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwÀhnen:

Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und EntzĂŒndungen (NSARs und COX-2- Hemmer wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten)

Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Terbutalin (zur Behandlung von Asthma)

Kortikosteroide (finden zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie schweren EntzĂŒndungen der Haut oder bei Asthma Verwendung)

Arzneimittel, die die Menge an Glucophage in Ihrem Blut verÀndern können, insbesondere, wenn bei Ihnen eine eingeschrÀnkte Nierenfunktion vorliegt (wie Verapamil, Rifampicin, Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol, Crizotinib, Olaparib)

andere Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit.

Einnahme von Glucophage zusammen mit Alkohol

Meiden Sie wĂ€hrend der Einnahme von Glucophage ĂŒbermĂ€ĂŸigen Alkoholkonsum, da dieser das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Änderungen an Ihrer Behandlung oder Überwachung Ihres Blutzuckerspiegels erforderlich sind. Dieses Arzneimittel wird nicht empfohlen, wenn Sie stillen oder vorhaben, dies zu tun.

VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Glucophage selbst fĂŒhrt nicht zu HypoglykĂ€mie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel). Das heißt, dass Ihre VerkehrstĂŒchtigkeit oder FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen durch die Einnahme von Glucophage nicht beeintrĂ€chtigt wird.

Besondere Vorsicht ist hingegen geboten, wenn Sie Glucophage zusammen mit anderen Diabetesmitteln einnehmen, die HypoglykĂ€mie hervorrufen können (wie zum Beispiel Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide). Zu den Anzeichen einer HypoglykĂ€mie gehören SchwĂ€chegefĂŒhl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie erste Anzeichen derartiger Beschwerden bemerken.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Glucophage kann die VorzĂŒge einer gesunden Lebensweise nicht ersetzen. Folgen Sie weiterhin allen ErnĂ€hrungsratschlĂ€gen Ihres Arztes und sorgen Sie fĂŒr regelmĂ€ĂŸige körperliche Bewegung.

Empfohlene Dosis

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche beginnen normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Glucophage einmal tĂ€glich. Die Höchstdosis betrĂ€gt 2000 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei oder drei Einnahmen. Eine Behandlung von Kindern zwischen 10 und 12 Jahren wird nur auf ausdrĂŒcklichen Rat des Arztes hin empfohlen, da die Erfahrung in dieser Altersgruppe begrenzt ist.

Erwachsene beginnen normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Glucophage zwei- oder dreimal tÀglich. Die Höchstdosis betrÀgt 3000 mg pro Tag, aufgeteilt in drei Einnahmen.

Falls Sie eine eingeschrÀnkte Nierenfunktion haben, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnen.

Wenn Sie außerdem Insulin anwenden, erfahren Sie von Ihrem Arzt, wie Sie mit der Einnahme von Glucophage beginnen sollen.

Überwachung

Ihr Arzt wird regelmĂ€ĂŸige Blutzuckerspiegelmessungen durchfĂŒhren und passt Ihre Glucophage-Dosis Ihrem Blutzuckerspiegel an. Sprechen Sie unbedingt regelmĂ€ĂŸig mit

Ihrem Arzt. Dies ist besonders wichtig fĂŒr Kinder und Jugendliche oder wenn Sie schon Ă€lter sind.

Ihr Arzt ĂŒberprĂŒft außerdem mindestens einmal jĂ€hrlich Ihre Nierenfunktion. Bei Ă€lteren Patienten oder solchen mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion können auch hĂ€ufigere Untersuchungen notwendig sein.

Wie ist Glucophage einzunehmen?

Nehmen Sie Glucophage mit oder nach einer Mahlzeit ein. So vermeiden Sie Nebenwirkungen, die Ihre Verdauung beeintrÀchtigen.

Die Tabletten dĂŒrfen nicht zerstoßen oder gekaut werden. Schlucken Sie jede Tablette mit einem Glas Wasser.

Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum FrĂŒhstĂŒck) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf einmal einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum FrĂŒhstĂŒck) und abends (zum Abendessen) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf zwei Einnahmen aufteilen.

Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum FrĂŒhstĂŒck), mittags (zum Mittagessen) und abends (zum Abendessen) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf drei Einnahmen aufteilen.

Wenn Sie nach einiger Zeit den Eindruck haben, dass die Wirkung von Glucophage zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Glucophage eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Glucophage eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu einer Laktatazidose kommen. Diese Ă€ußert sich durch unspezifische Symptome wie Erbrechen, Bauchschmerzen mit MuskelkrĂ€mpfen, einem allgemeinen GefĂŒhl des Unwohlseins mit starker MĂŒdigkeit sowie Schwierigkeiten beim Atmen. Weitere Symptome sind eine verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen. Wenn Sie einige dieser Symptome bei sich bemerken, sollten Sie sofort Ă€rztliche Behandlung suchen, da eine Laktatazidose zum Koma fĂŒhren kann. Beenden Sie die Einnahme von Glucophage und kontaktieren Sie unverzĂŒglich einen Arzt oder das nĂ€chstgelegene Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Glucophage vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nÀchste Dosis zur vorgesehenen Zeit ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

Glucophage kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte Laktatazidose, hervorrufen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Falls diese bei Ihnen auftritt, mĂŒssen Sie die Einnahme von Glucophage beenden und umgehend einen Arzt oder das nĂ€chstgelegene Krankenhaus aufsuchen, da eine Laktatazidose zum Koma fĂŒhren kann.

Sehr hÀufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust. Diese Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Behandlung mit Glucophage auf. Eine Aufteilung der Tagesdosis auf mehrere ĂŒber den Tag verteilte Einnahmen und die Einnahme von Glucophage mit oder direkt nach einer Mahlzeit helfen, diesen Problemen vorzubeugen. Wenn die Beschwerden andauern, beenden Sie die Einnahme von Glucophage und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

HÀufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • GeschmacksverĂ€nderungen
  • Verminderte oder niedrige Vitamin-B12-Spiegel im Blut (Symptome können extreme MĂŒdigkeit (Fatigue), eine wunde und rote Zunge (Glossitis), Kribbeln (ParĂ€sthesie) oder blasse oder gelbe Haut sein). Ihr Arzt kann einige Tests durchfĂŒhren lassen, um die Ursache Ihrer Symptome herauszufinden, da einige davon auch durch Diabetes oder andere nicht verwandte Gesundheitsprobleme verursacht werden können.

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Laktatazidose. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikation, insbesondere bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion. Die Symptome einer Laktatazidose sind unspezifisch (siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).
  • AuffĂ€llige Leberfunktionswerte oder Hepatitis (LeberentzĂŒndung; diese kann MĂŒdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne GelbfĂ€rbung der Haut und des Augenweißes verursachen). Wenn Sie derartige Beschwerden bekommen, beenden Sie die Einnahme von Glucophage und kontaktieren Sie Ihren Arzt.
  • Hautreaktionen wie Rötung (Erythem), Juckreiz oder juckender Ausschlag (Quaddeln).

Kinder und Jugendliche

Begrenzte Daten fĂŒr Kinder und Jugendliche zeigten, dass die Nebenwirkungen in Art und Schwere jenen glichen, wie sie fĂŒr Erwachsene gemeldet wurden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

AT-1200 Wien

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Wenn Glucophage zur Behandlung von Kindern eingesetzt wird, sollten Eltern und Betreuer die Anwendung des Arzneimittels ĂŒberwachen.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Flasche oder der Blisterpackung nach „Verwendbar bis/Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Glucophage enthÀlt

Der Wirkstoff ist Metforminhydrochlorid. Eine Filmtablette Glucophage 1000 mg enthÀlt 1000 mg Metforminhydrochlorid entsprechend 780 mg Metformin.

Die sonstigen Bestandteile sind Povidon K 30, Magnesiumstearat, Hypromellose, Macrogol 400 und Macrogol 8000.

Wie Glucophage aussieht und Inhalt der Packung

Glucophage 1000 mg Filmtabletten sind weiß, oval und bikonvex mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten sowie der PrĂ€gung '1000' auf einer Seite. Die Tablette kann in zwei gleiche HĂ€lften geteilt werden.

Die Tabletten sind in Blisterpackungen oder Kunststoffflaschen mit Deckel mit Kindersicherung zu je 1(x30), 20, 30, 50, 60, 90, 100, 120, 180, 600 Tabletten erhÀltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck GmbH, 1147 Wien

Hersteller

Merck Santé s.a.s.

2 rue du Pressoir Vert

45400 Semoy Frankreich

oder

Merck Healthcare KGaA

Frankfurter Str. 250

64293 Darmstadt

Deutschland

oder

Merck S.L.

Poligono Merck

Mollet Del VallĂšs 08100 Barcelona

Spanien

oder

(nur fĂŒr Griechenland)

Petsiavas S.A.

Agion Anargiron 24, Kaliftaki

Kato Kifisia

Attiki 14564

Griechenland

Z.Nr.: 1-24142

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Irland, Italien, Lettland, Norwegen, Österreich, Polen, RumĂ€nien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Zypern: Glucophage

Ungarn: Merckformin

Portugal: Risidon

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Juni 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Glucophage 1000 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metformin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Merck Gesellschaft mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.07.2001
ATC Code A10BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden