Diabetormin 850 mg - Filmtabletten

Abbildung Diabetormin 850 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Metformin
Zulassungsland Österreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.05.2009
ATC Code A10BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

G.L. Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Was ist Diabetormin?

Diabetormin enthÀlt Metformin, einen Arzneistoff aus der Gruppe der so genannten Biguanide, der zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird.

Insulin ist ein von der BauchspeicheldrĂŒse gebildetes Hormon, das fĂŒr die Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Körperzellen sorgt. Dort wird die Glukose in Energie umgewandelt oder als Vorrat zur spĂ€teren Verwendung gespeichert. Wenn Sie an Diabetes leiden, produziert Ihre BauchspeicheldrĂŒse entweder nicht genug Insulin oder das Körpergewebe kann das gebildete Insulin nicht richtig nutzen. Hohe Blutzuckerspiegel sind die Folge. Diabetormin hilft, Ihren Blutzucker auf möglichst normale Werte zu senken. Unter Diabetormin wird ein stabiles Körpergewicht oder eine mĂ€ĂŸige Gewichtsabnahme beobachtet.

Bei ĂŒbergewichtigen Erwachsenen trĂ€gt die langfristige Einnahme von Diabetormin außerdem dazu bei, das Risiko von diabetesbedingten Komplikationen zu senken.

WofĂŒr wird Diabetormin angewendet?

Diabetormin wird zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes (auch „nicht insulinabhĂ€ngiger Diabetes“ genannt) eingesetzt, deren Blutzuckerspiegel durch DiĂ€t und Bewegung allein nicht ausreichend kontrolliert werden konnte. Das Arzneimittel wird insbesondere bei ĂŒbergewichtigen Patienten eingesetzt.

Erwachsene können Diabetormin allein oder zusammen mit anderen Diabetesmitteln (ĂŒber den Mund eingenommene Arzneimittel oder Insulin) anwenden. Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Diabetormin allein oder zusammen mit Insulin anwenden.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Diabetormin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (ĂŒberempfindlich) gegen Metforminhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie Leberprobleme haben.
  • wenn Sie eine schwere EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion haben.
  • wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer HyperglykĂ€mie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schneller Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe „Risiko einer Laktatazidose“ weiter unten) oder Ketoazidose. Die Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als „Ketonkörper“ bezeichnete Substanzen im Blut anhĂ€ufen, die zu einem diabetischen PrĂ€koma fĂŒhren können. Zu den Beschwerden gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, SchlĂ€frigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs des Atems.
  • wenn Sie zu viel Körperwasser verloren haben (Dehydration), zum Beispiel durch lang andauernden bzw. starken Durchfall, oder wenn Sie sich mehrmals hintereinander erbrochen haben. Diese Dehydration könnte zu Nierenproblemen fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe unten „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie an einer schweren Infektion leiden, zum Beispiel einer Infektion der Lunge, der Bronchien oder der Niere. Schwere Infektionen könnten zu Nierenproblemen fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe unten „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie wegen akuter HerzschwĂ€che behandelt werden oder vor kurzem einen Herzinfarkt erlitten haben, schwere Kreislaufprobleme (wie z.B. einen Schock) oder Schwierigkeiten mit der Atmung haben. Dies könnte zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe fĂŒhren, wodurch Sie gefĂ€hrdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe unten „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie viel Alkohol trinken.

Falls irgendeines der oben genannten Kriterien auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt um Rat,

  • wenn Sie sich einer Röntgen- oder anderen bildgebenden Untersuchung unterziehen mĂŒssen, bei der Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt wird;
  • wenn Sie sich einem grĂ¶ĂŸeren operativen Eingriff unterziehen mĂŒssen.

Sie mĂŒssen die Einnahme von Diabetormin ĂŒber einen bestimmten Zeitraum vor und nach der Untersuchung bzw. der Operation absetzen. Ihr Arzt entscheidet, ob Sie wĂ€hrend dieser Zeit eine andere Behandlung benötigen. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau befolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Risiko einer Laktatazidose

Diabetormin kann vor allem dann, wenn Ihre Nieren nicht richtig funktionieren, eine sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung verursachen, die als Laktatazidose bezeichnet wird. Das Risiko, eine Laktatazidose zu entwickeln, wird auch durch schlecht eingestellten Diabetes, schwere Infektionen, lĂ€ngeres Fasten oder Alkoholkonsum, Dehydrierung (weitere Informationen siehe unten), Leberprobleme und Erkrankungen erhöht, bei denen ein Teil des Körpers nicht mit genĂŒgend Sauerstoff versorgt wird (zum Beispiel bei akuten schweren Herzerkrankungen).

Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt hinsichtlich weiterer Anweisungen.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Diabetormin fĂŒr eine kurze Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung (erheblicher Verlust an KörperflĂŒssigkeit) verbunden sein kann, wie beispielsweise schweres Erbrechen, Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere FlĂŒssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Diabetormin und wenden Sie sich unverzĂŒglich an einen Arzt oder an das nĂ€chstgelegene Krankenhaus, wenn Sie Anzeichen einer Laktatazidose bemerken, da dieser Zustand zum Koma fĂŒhren kann.

Anzeichen einer Laktatazidose sind:

  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • allgemeines Unwohlsein mit starker MĂŒdigkeit
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus behandelt werden.

Falls bei Ihnen eine grĂ¶ĂŸere Operation geplant ist, mĂŒssen Sie die Einnahme von Diabetormin wĂ€hrend des Eingriffs und fĂŒr einige Zeit danach unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Diabetormin beenden mĂŒssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Diabetormin alleine verursacht keine HypoglykĂ€mie (einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel). Wenn Sie jedoch Diabetormin zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes einnehmen, die HypoglykĂ€mie hervorrufen können (wie Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide), besteht ein Risiko eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels. Wenn Anzeichen einer HypoglykĂ€mie auftreten, wie SchwĂ€chegefĂŒhl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten, hilft es normalerweise, wenn Sie etwas essen oder trinken, das Zucker enthĂ€lt.

WĂ€hrend der Behandlung mit Diabetormin wird Ihr Arzt mindestens einmal jĂ€hrlich oder – falls Sie Ă€lter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert – auch hĂ€ufiger Ihre Nierenfunktion kontrollieren

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

WÀhrend einer Schwangerschaft muss Diabetes mit Insulin behandelt werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie denken, dass sie schwanger sein könnten oder eine Schwangerschaft planen, damit Ihre Behandlung umgestellt werden kann. Dieses Arzneimittel wird nicht empfohlen, wenn Sie stillen oder vorhaben, dies zu tun.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Diabetormin selbst fĂŒhrt nicht zu HypoglykĂ€mie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel). Das heißt, dass Ihre VerkehrstĂŒchtigkeit oder FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen durch die Einnahme von Diabetormin nicht beeintrĂ€chtigt wird.

Besondere Vorsicht ist hingegen geboten, wenn Sie Diabetormin zusammen mit anderen Diabetesmitteln einnehmen, die HypoglykĂ€mie hervorrufen können (wie zum Beispiel Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide). Zu den Anzeichen einer HypoglykĂ€mie gehören SchwĂ€chegefĂŒhl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie erste Anzeichen derartiger Beschwerden bemerken.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Diabetormin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Diabetormin kann die VorzĂŒge einer gesunden Lebensweise nicht ersetzen. Folgen Sie weiterhin allen ErnĂ€hrungsratschlĂ€gen Ihres Arztes und sorgen Sie fĂŒr regelmĂ€ĂŸige körperliche Bewegung.

Die empfohlene Dosis betrÀgt

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche beginnen normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Diabetormin einmal tĂ€glich. Die Höchstdosis betrĂ€gt 2000 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei oder drei Einnahmen. Eine Behandlung von Kindern zwischen 10 und 12 Jahren wird nur empfohlen auf ausdrĂŒcklichen Rat des Arztes hin, da die Erfahrung in dieser Altersgruppe begrenzt ist.

Erwachsene beginnen normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Diabetormin zwei oder dreimal tÀglich. Die Höchstdosis betrÀgt 3000 mg pro Tag, aufgeteilt in drei Einnahmen.

Falls Sie eine eingeschrÀnkte Nierenfunktion haben, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnen.

Wenn Sie außerdem Insulin anwenden, erfahren Sie von Ihrem Arzt, wie Sie mit der Einnahme von Diabetormin beginnen sollen.

Überwachung

  • Ihr Arzt fĂŒhrt regelmĂ€ĂŸige Blutzuckerkontrollen bei Ihnen durch und passt Ihre Diabetormin-Dosis Ihrem Blutzuckerspiegel an. Sprechen Sie unbedingt regelmĂ€ĂŸig mit Ihrem Arzt. Dies ist besonders wichtig fĂŒr Kinder und Jugendliche oder wenn Sie schon Ă€lter sind.
  • Ihr Arzt ĂŒberprĂŒft außerdem mindestens einmal jĂ€hrlich Ihre Nierenfunktion. Bei Ă€lteren Patienten oder solchen mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion können auch hĂ€ufigere Untersuchungen notwendig sein.

Wie ist Diabetormin einzunehmen?

Nehmen Sie die Tabletten mit oder nach einer Mahlzeit ein. So vermeiden Sie Nebenwirkungen, die Ihre Verdauung beeintrÀchtigen.

Die Tabletten dĂŒrfen nicht zerstoßen oder gekaut werden. Schlucken Sie jede Tablette mit einem Glas Wasser.

  • Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum FrĂŒhstĂŒck) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf einmal einnehmen.
  • Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum FrĂŒhstĂŒck) und abends (zum Abendessen) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf zwei Einnahmen aufteilen.
  • Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum FrĂŒhstĂŒck), mittags (zum Mittagessen) und abends (zum Abendessen) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf drei Einnahmen aufteilen.

Wenn Sie nach einiger Zeit den Eindruck haben, dass die Wirkung von Diabetormin zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Diabetormin eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Diabetormin eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu einer Laktatazidose kommen. Diese Ă€ußert sich durch Erbrechen, Bauchschmerzen mit MuskelkrĂ€mpfen, einem allgemeinen GefĂŒhl des Unwohlseins mit starker MĂŒdigkeit sowie Schwierigkeiten beim Atmen. Weitere Anzeichen sind eine verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen. Wenn Sie einige dieser Beschwerden bei sich bemerken, holen Sie sich sofort Ă€rztliche Hilfe, da eine Laktatazidose zu Koma fĂŒhren kann. Beenden Sie die Einnahme von Diabetormin und kontaktieren Sie unverzĂŒglich einen Arzt oder das nĂ€chstgelegene Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Diabetormin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nÀchste Dosis zur vorgesehenen Zeit ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Diabetormin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Falls Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss, zum Beispiel in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, mĂŒssen Sie die Einnahme von Diabetormin vor bzw. zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Diabetormin beenden mĂŒssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Möglicherweise mĂŒssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion hĂ€ufiger kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Diabetormin anpassen. Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwĂ€hnen:

  • Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und EntzĂŒndungen (NSAR und COX-2- Hemmer wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten)
  • Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Terbutalin (zur Behandlung von Asthma)
  • Kortikosteroide (finden zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie schweren EntzĂŒndungen der Haut oder bei Asthma Verwendung)
  • Arzneimittel, die die Menge an Diabetormin in Ihrem Blut verĂ€ndern können, insbesondere, wenn bei Ihnen eine eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion vorliegt (wie Verapamil, Rifampicin, Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol, Crizotinib, Olaparib)
  • Andere Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit

Einnahme von Diabetormin zusammen mit Alkohol

Meiden Sie wĂ€hrend der Einnahme von Diabetormin ĂŒbermĂ€ĂŸigen Alkoholkonsum, da dieser das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Diabetormin kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte Laktatazidose, hervorrufen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Falls diese bei Ihnen auftritt, mĂŒssen

Sie die Einnahme von Diabetormin beenden und umgehend einen Arzt oder das nĂ€chstgelegene Krankenhaus aufsuchen, da eine Laktatazidose zum Koma fĂŒhren kann.

Sehr hÀufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust. Diese Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Behandlung mit Diabetormin auf. Eine Aufteilung der Tagesdosis auf mehrere ĂŒber den Tag verteilte Einnahmen und die Einnahme der Tabletten mit oder direkt nach einer Mahlzeit helfen, diesen Problemen vorzubeugen. Wenn die Beschwerden andauern, beenden Sie die Einnahme von Diabetormin und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

HÀufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • GeschmacksverĂ€nderungen

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Laktatazidose. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikation, insbesondere bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion. Die Anzeichen einer Laktatazidose sind unspezifisch (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • auffĂ€llige Leberfunktionswerte oder Hepatitis (LeberentzĂŒndung; diese kann MĂŒdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne GelbfĂ€rbung der Haut und des Augenweißes verursachen). Wenn Sie derartige Beschwerden bekommen, beenden Sie die Einnahme von Diabetormin und kontaktieren Sie Ihren Arzt.
  • Hautreaktionen wie Rötung (Erythem), Juckreiz oder juckender Ausschlag (Urtikaria)
  • niedrige Konzentration von Vitamin B12 im Blut

Kinder und Jugendliche

Begrenzte Daten fĂŒr Kindern und Jugendlichen zeigten, dass die Nebenwirkungen in Art und Schwere jenen glichen, wie sie fĂŒr Erwachsenen gemeldet wurden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf. Wenn Diabetormin zur Behandlung von Kindern eingesetzt wird, sollten Eltern und Betreuer die Anwendung des Arzneimittels ĂŒberwachen.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett, dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Diabetormin enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Metforminhydrochlorid. Eine Filmtablette enthĂ€lt 850 mg Metforminhydrochlorid entsprechend 663 mg Metformin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Povidon, Magnesiumstearat, Hypromellose und Macrogol 400.

Wie Diabetormin aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde (Durchmesser 12,7 mm), bikonvexe Filmtabletten mit der PrĂ€gung "A" auf der einen Seite und der PrĂ€gung "61" auf der anderen Seite.

Diabetormin 850 mg-Fimtabletten sind in Blisterpackungen (PVC-PVdC (transparent)/ Aluminium oder PVC (transparent)/Aluminium) oder undurchsichtig-weißen HDPE-Flaschen mit Polypropylen-Verschluss erhĂ€ltlich.

Blisterpackungen mit 20, 28, 30, 40, 42, 50, 56, 60, 70, 80, 84, 90, 98, 100, 120, 180, 200, 300 oder 400 Filmtabletten, jeder Blisterstreifen mit 10 oder 14 Filmtabletten.

HDPE-Flaschen mit 90, 100, 400 oder 500 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Hersteller

Milpharm Limited, South Ruislip HA4 6QD, Großbritannien

APL Swift Services (Malta) Limited, Birzebbugia, BBG 3000, Malta

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

UNI-Pharma Kleon Tsetis Pharmaceutical Laboratories SA, Kato Kifisia Attiki, 14564, Greece

Z.Nr.: 1-28284

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich Diabetormin 850 mg-Filmtabletten
DĂ€nemark Metformin “Aurobindo”
Frankreich METFORMINE ARROW LAB 850 mg, comprimés pelliculés
Irland Metformin Aurobindo 850 mg film-coated tablets
Italien METFORMINA DOC Generici 850 mg, compresse rivestite con film
Lettland Metformin Aurobindo 850 mg, apvalkotās tabletes
Niederlande Metformine HCl Aurobindo 850 mg, filmomhulde tabletten
Portugal Metformina Aurobindo
RumÀnien Metformin Aurobindo 850 mg comprimate filmate
Spanien Metformina ratiopharm 850 mg comprimidos recubiertos con pelĂ­cula
Schweden Metformin Aurobindo

Großbritannien Metformin hydrochloride 850 mg film-coated tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im September 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Diabetormin 850 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metformin
Zulassungsland Österreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.05.2009
ATC Code A10BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden