Wirkstoff(e) Desogestrel Ethinylestradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Labatec Pharma SA
Suchtgift Nein
ATC Code G03AA09
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

Zulassungsinhaber

Labatec Pharma SA

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Desiola¬ģ 30 Ethinylestradiol Desogestrel Sandoz Pharmaceuticals AG
Kivexa (Parallelimport) Desogestrel Tacrolimus Letrozol APS-Arzneimittel-Parallelimport-Service AG
Azalia 0,075 mg Desogestrel Gedeon Richter (Schweiz) AG
Desoren¬ģ 30 Ethinylestradiol Desogestrel Gedeon Richter (Schweiz) AG
Diamilla Desogestrel Mepha Pharma AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Desogynelle ist ein Pr√§parat zur hormonellen Schwangerschaftsverh√ľtung, ein sogenanntes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (CHC) bzw. die ¬ękombinierte Pille¬Ľ. Jede Tablette enth√§lt eine geringe Menge von zwei verschiedenen weiblichen Hormonen, und zwar Desogestrel als Gelbk√∂rperhormon und Ethinylestradiol als √Ėstrogen. Desogynelle wird wegen den geringen Hormonmengen in der Kategorie der niedrigdosierten oralen Kontrazeptiva eingestuft. Da alle Tabletten der Packung die gleichen Hormone in der gleichen Dosierung enthalten, handelt es sich um ein monophasisches orales Kontrazeptivum.

Desogynelle bietet bei vorschriftsm√§ssiger Anwendung auf mehrfache Weise Schutz vor einer Schwangerschaft: Im Allgemeinen wird verhindert, dass ein befruchtungsf√§higes Ei heranreift. Ausserdem bleibt der Schleim im Geb√§rmutterhals verdickt, so dass das Aufsteigen des m√§nnlichen Samens erschwert wird. Weiterhin ist die Schleimhaut der Geb√§rmutter f√ľr eine Schwangerschaft nicht vorbereitet. Die durch CHC ausgel√∂sten hormonellen Ver√§nderungen k√∂nnen ausserdem dazu f√ľhren, dass Ihr Zyklus regelm√§ssiger und Ihre Menstruation schw√§cher und k√ľrzer werden kann.

Desogynelle darf nur auf Verschreibung eines Arztes bzw. einer √Ąrztin angewendet werden.

Wichtige Information √ľber kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC)

  • Bei korrekter Anwendung z√§hlen die CHC zu den zuverl√§ssigsten reversiblen Verh√ľtungsmethoden.
  • CHC bewirken eine leichte Zunahme des Risikos f√ľr ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien, insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines CHC nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.
  • Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels (siehe Abschnitt ¬ęBlutgerinnsel¬Ľ) und wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin, wenn Sie vermuten, diese zu haben.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Desogynelle Vorsicht geboten?¬Ľ, bevor Sie mit der Anwendung von Desogynelle beginnen. Besonders wichtig ist es, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (siehe ¬ęSo erkennen Sie ein Blutgerinnsel¬Ľ).

Bevor Sie mit der Einnahme hormonaler Mittel zur Schwangerschaftsverh√ľtung beginnen, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin eine sorgf√§ltige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von eigenen Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben sowie eine gr√ľndliche allgemeine und gyn√§kologische Untersuchung durchf√ľhren. Eine Schwangerschaft ist auszuschliessen.

W√§hrend der Anwendung von Desogynelle empfehlen sich √§rztliche Kontrolluntersuchungen in periodischen Abst√§nden. Dabei wird Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin eventuell vorliegende Risiken (wie Alter, Gewicht, chirurgischer Eingriff, √Ąnderung Ihres Gesundheitszustandes und/oder Ihrer Risiken) erneut gegen den erwarteten Nutzen abw√§gen und mit Ihnen √ľber das Fortf√ľhren der Anwendung von Desogynelle entscheiden.

Auch bevor Sie von einem anderen Verh√ľtungsmittel oder sehr bald nach einer Entbindung oder Fehlgeburt auf Desogynelle √ľbergehen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin fragen (siehe auch ¬ęWie verwenden Sie Desogynelle?¬Ľ). Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Desogynelle beginnen k√∂nnen.

Desogynelle ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs informieren Sie die behandelnden √Ąrzte bzw. √Ąrztinnen dar√ľber, dass sie Desogynelle anwenden.

Hormonale Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel k√∂nnen weder vor AIDS noch vor anderen sexuell √ľbertragbaren Erkrankungen sch√ľtzen.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Desogynelle Vorsicht geboten?

Bei Auftreten einer oder mehrerer der folgenden Beschwerden sollten Sie unverz√ľglich Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin kontaktieren (siehe auch Tabelle ¬ęSo erkennen Sie ein Blutgerinnsel¬Ľ):

  • Neu auftretende Migr√§ne oder ungewohnt starke Kopfschmerzen.
  • Pl√∂tzliche Atembeschwerden oder pl√∂tzliches Auftreten von Husten unklarer Ursache.
  • Unerkl√§rliche Beinschmerzen mit oder ohne Schwellung.
  • Pl√∂tzliche Seh-, H√∂r-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsst√∂rung.
  • Pl√∂tzlicher starker Schmerz im Oberbauch oder Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den Arm.
  • Pl√∂tzliches Auftreten von Schwindel, Schw√§chegef√ľhl, Gef√ľhlsst√∂rungen.
  • Kollaps.
  • Mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und w√§hrend der Genesung nach Unfall oder Operation.
  • Deutlicher Blutdruckanstieg bei mehreren Messungen.
  • Bei Gelbsucht.
  • Bei Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen oder einmal bestanden haben oder sich w√§hrend der Anwendung von Desogynelle verschlimmern oder zum ersten Mal auftreten:

  • wenn Sie unregelm√§ssige Monatsblutungen, Brustver√§nderungen, Brustkrebs in der Familie oder gutartige Geschw√ľlste der Geb√§rmutter (sogenannte Myome) haben;
  • wenn Sie eine Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe (sogenannte √Ėdeme) haben;
  • wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben;
  • wenn Sie an Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) leiden;
  • wenn Sie erh√∂hte Blutfettspiegel (Hypertriglycerid√§mie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorkommt. Unter Anwendung von CHC bei Hypertriglycerid√§mie wurde √ľber ein erh√∂htes Risiko f√ľr Pankreatitis (Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse) berichtet;
  • wenn Sie an einer Venenentz√ľndung leiden (oberfl√§chliche Thrombophlebitis);
  • wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben (z.B. Gelbsucht) oder eine Gallenblasenerkrankung (z.B. Gallensteine) haben;
  • wenn Sie an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronische entz√ľndliche Darmerkrankung) leiden;
  • wenn Sie an systemischem Lupus erythematodes leiden (SLE; eine Erkrankung, die ihr nat√ľrliches Abwehrsystem beeintr√§chtigt);
  • wenn Sie an einem h√§molytisch-ur√§mischen Syndrom leiden (HUS; eine St√∂rung der Blutgerinnung, die zu Nierenversagen f√ľhrt);
  • wenn Sie eine Sichelzellan√§mie haben (eine seltene Bluterkrankung);
  • wenn Sie eine Herpes-Erkrankung w√§hrend einer fr√ľheren Schwangerschaft (Herpes gestationis) hatten;
  • wenn Sie eine bestimmte Form der Mittelohrschwerh√∂rigkeit (Otosklerose) haben;
  • wenn Sie an der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden.

Wenn Sie Chloasma (gelbbraune Pigmentflecken auf der Haut, besonders im Gesicht) haben oder hatten, sollten Sie sich nicht zu stark der Sonne oder ultravioletten Strahlen aussetzen.

BLUTGERINNSEL

Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels bezeichnet, welches ein Blutgef√§ss verstopfen kann. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (CHC) wie Desogynelle ist Ihr Risiko f√ľr die Ausbildung eines Blutgerinnsels h√∂her als wenn Sie keines anwenden.

Blutgerinnsel können auftreten

  • in Venen (sog. ¬ęVenenthrombose¬Ľ, ¬ęven√∂se Thromboembolie¬Ľ)
  • in Arterien (sog. ¬ęArterienthrombose¬Ľ, ¬ęarterielle Thromboembolie¬Ľ).

Am h√§ufigsten ereignet sich eine Thrombose in den tiefen Beinvenen (tiefe Venenthrombose). Wenn sich ein Blutgerinnsel von der Venenwand losl√∂st, kann es weiterwandern und die Lungenarterien verstopfen, was zu einer sogenannten Lungenembolie f√ľhrt. Blutgerinnsel k√∂nnen sehr selten auch in den Blutgef√§ssen des Herzens auftreten, was zu einem Herzinfarkt f√ľhren kann. Blutgerinnsel im Gehirn k√∂nnen einen Schlaganfall verursachen. Sehr selten k√∂nnen sich Blutgerinnsel in anderen K√∂rperteilen, einschliesslich Leber, Darm, Nieren oder Auge bilden.

Ven√∂se oder arterielle thromboembolische Ereignisse k√∂nnen selten zu schwerwiegenden bleibenden Gesundheitssch√§den f√ľhren oder sogar t√∂dlich sein.

So erkennen Sie ein Blutgerinnsel

Beim Auftreten folgender Zeichen sollten Sie sofort einen Arzt/eine √Ąrztin aufsuchen:

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuss, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

  • Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der m√∂glicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird;
  • ¬∑Erw√§rmung des betroffenen Beins;
  • √Ąnderung der Hautfarbe des Beins, z.B. Blau- oder Rotf√§rbung, oder selten aufkommende Bl√§sse.

Tiefe Beinvenenthrombose

  • pl√∂tzliche unerkl√§rliche Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung;
  • pl√∂tzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem evtl. Blut ausgehustet werden kann;
  • stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;
  • starke Benommenheit oder Schwindelgef√ľhl;
  • schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag;
  • starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt/einer √Ąrztin, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren Erkrankung wie z.B. einer Entz√ľndung der Atemwege (z.B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden k√∂nnen.

Lungenembolie

  • sofortiger Verlust des Sehverm√∂gens oder
  • schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust des Sehverm√∂gens fortschreiten kann.

Diese Symptome treten meistens nur in einem Auge auf.

Thrombose eines Netzhautgefässes (Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie im Auge)

  • Brustschmerz, Druckgef√ľhl in der Brust, Unwohlsein, Schweregef√ľhl;
  • Engegef√ľhl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;
  • V√∂llegef√ľhl, Verdauungsst√∂rungen oder Erstickungsgef√ľhl;
  • in den R√ľcken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlende Beschwerden im Oberk√∂rper;
  • Schwitzen, √úbelkeit, Erbrechen oder Schwindelgef√ľhl;
  • extreme Schw√§che, Angst oder Kurzatmigkeit;
  • schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag.

Herzinfarkt

  • pl√∂tzliche Schw√§che oder Taubheitsgef√ľhl des Gesichtes, Arms oder Beins, speziell auf einer K√∂perseite;
  • pl√∂tzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verst√§ndnisschwierigkeiten;
  • pl√∂tzliche Sehst√∂rungen in einem oder beiden Augen;
  • pl√∂tzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgef√ľhl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsst√∂rungen;
  • pl√∂tzliche schwere oder l√§nger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
  • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht.

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.

Schlaganfall

  • Schwellung und leicht bl√§uliche Verf√§rbung eines Armes oder Beines;
  • starke Magenschmerzen.

Blutgerinnsel, die andere Blutgefässe verstopfen

Wann ist das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂ht?

Das Risiko f√ľr ven√∂se Thromboembolien ist w√§hrend des ersten Anwendungsjahres eines CHC am h√∂chsten. Dieses erh√∂hte Risiko besteht ab der erstmaligen Einnahme von Desogynelle oder bei der erneuten Einnahme (nach einem mindestens 4-w√∂chigen oder l√§nger dauernden CHC-freien Zeitraum). Daten einer grossen Studie deuten darauf hin, dass dieses erh√∂hte Risiko vorwiegend w√§hrend der ersten 3 Monate besteht.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringf√ľgig h√∂her als wenn Desogynelle nicht angewendet w√ľrde.

Wenn Sie die Anwendung von Desogynelle beenden, kehrt das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den Normalwert zur√ľck.

Wie gross ist das Risiko f√ľr die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene?

Das Gesamtrisiko f√ľr ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge bei Anwendung von Desogynelle ist gering, ist aber mehrfach h√∂her als bei Frauen, die kein Desogynelle anwenden.

Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein CHC anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 9 bis 12 von 10'000 Frauen, die ein Desogestrel-haltiges CHC wie Desogynelle anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel. Ungefähr 5 bis 7 von 10'000 Frauen, die ein CHC mit Levonorgestrel, Norethisteron oder mit Norgestimat anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

In beiden Fällen ist die Anzahl an Blutgerinnseln pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der Phase nach der Geburt.

Das Risiko f√ľr die Bildung eines Blutgerinnsel ist entsprechend Ihrer pers√∂nlichen medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgender Abschnitt ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen¬Ľ).

Faktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen

Das Risiko f√ľr Gerinnselbildung in Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) nimmt zu:

  • mit steigendem Alter (insbesondere ab einem Alter von ungef√§hr 35 Jahren);
  • bei √úbergewicht (Body-Mass-Index √ľber 30 kg/m2);
  • bei fr√ľherem Auftreten eines Blutgerinnsels (Venenthrombose, Lungenembolie oder anderswo), bei einem Geschwister oder Elternteil in jungen Lebensjahren (j√ľnger als 50 Jahre), oder falls Sie oder einer Ihrer nahen Verwandten bekannte oder vermutete vererbliche St√∂rungen der Blutgerinnung (eine sogenannte Thrombophilie) haben. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Einnahme von Desogynelle einen Spezialisten aufsuchen. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, darf Desogynelle nicht angewendet werden. (siehe ¬ęWann darf Desogynelle nicht angewendet werden?¬Ľ);
  • bei l√§ngerfristiger Immobilisierung, gr√∂sseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen Eingriff an den Beinen oder wenn ein Bein eingegipst ist, sowie bei schweren Verletzungen. In diesen F√§llen sollte Desogynelle abgesetzt werden (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mind. 4 Wochen vorher). Der Arzt/die √Ąrztin entscheidet, wann mit der Einnahme von Desogynelle wieder begonnen werden kann (fr√ľhestens 2 Wochen nach vollst√§ndiger Mobilisierung);
  • bei l√§ngerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenfl√ľgen (>4 Stunden), insbesondere wenn bei Ihnen andere der aufgef√ľhrten Faktoren vorliegen.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Desogynelle beginnen k√∂nnen.

Andere Risikofaktoren sind systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches Syndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sichelzellanämie und Krebs.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ihr Arzt/ihre √Ąrztin kann dann entscheiden, ggf. Desogynelle abzusetzen.

Wann ist das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂ht?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Konsequenzen haben. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂hen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko f√ľr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Anwendung von Desogynelle sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

  • mit steigendem Alter (√§lter als 35 Jahre);
  • wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung eines CHC wie Desogynelle wird geraten, mit dem Rauchen aufzuh√∂ren. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufh√∂ren k√∂nnen und √§lter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin Ihnen raten, eine andere Verh√ľtungsmethode anzuwenden;
  • wenn Sie √ľbergewichtig sind (Body-Mass-Index √ľber 30 kg/m2);
  • wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
  • wenn einer Ihrer n√§chsten Angeh√∂rigen in jungen Jahren (j√ľnger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall k√∂nnten Sie ebenfalls ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;
  • wenn Sie oder einer Ihrer n√§chsten Angeh√∂rigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
  • wenn Sie unter Migr√§ne, insbesondere Migr√§ne mit Aura leiden;
  • wenn Sie an Herzproblemen leiden, wie einer Herzklappenerkrankung oder Vorhofflimmern (einer bestimmten Herzrhythmusst√∂rung);
  • wenn Sie zuckerkrank (Diabetikerin) sind.

Andere Risikofaktoren sind Hyperhomocysteinämie und systemischer Lupus erythematodes.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko f√ľr die Ausbildung eines Blutgerinnsels zus√§tzlich erh√∂ht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mit, wenn es bei einer der oben erw√§hnten Punkte w√§hrend der Anwendung von Desogynelle zu einer Ver√§nderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angeh√∂rigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt, oder wenn Sie stark zunehmen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs wurde bei Frauen, die CHC wie Desogynelle anwenden, geringf√ľgig √∂fter festgestellt als bei Frauen gleichen Alters, die keine solchen Pr√§parate anwenden. 10 Jahre nach Absetzen dieser Pr√§parate besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch diese Pr√§parate verursacht wird. M√∂glicherweise wurden diese Frauen nur sorgf√§ltiger und √∂fter untersucht, so dass der Brustkrebs fr√ľher erkannt wurde.

In einigen Studien waren Frauen, die ein CHC wie Desogynelle √ľber l√§ngere Zeit anwendeten, h√§ufiger von Geb√§rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) betroffen. Den st√§rksten Risikofaktor f√ľr das Auftreten von Geb√§rmutterhalskrebs stellt jedoch eine langandauernde Infektion mit dem Papillomavirus (HPV-Infektion) dar. Es ist nicht bekannt, inwieweit die Langzeitanwendung von CHC wie Desogynelle oder andere Faktoren wie z.B. das Sexualverhalten (z.B. h√§ufiger Partnerwechsel mit √úbertragung des Virus) zu der in den Studien beobachteten h√∂heren H√§ufigkeit von Geb√§rmutterhalskrebs beigetragen haben k√∂nnte.

In seltenen F√§llen wurde √ľber gutartige Lebertumore und in noch selteneren F√§llen √ľber b√∂sartige Lebertumore bei Frauen berichtet, die die Pille nahmen. Diese Tumore k√∂nnen zu inneren Blutungen f√ľhren. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie starke Oberbauchschmerzen haben.

Psychiatrische Erkrankungen

Manche Frauen, die hormonelle Verh√ľtungsmittel wie Desogynelle anwenden, berichten √ľber Depression oder depressive Verstimmung. Depressionen k√∂nnen schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbstt√∂tungsgedanken f√ľhren. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch wie m√∂glich von einem Arzt/einer √Ąrztin medizinisch beraten.

Sonstige Vorsichtsmassnahmen

Die in Desogynelle enthaltenen Hormone k√∂nnen die Ergebnisse bestimmter Blutuntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, dass Sie Desogynelle einnehmen, wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgef√ľhrt wird.

Desogynelle enthält <80 mg Laktose pro Tablette. Wenn Sie an der seltenen hereditären Galaktose-lntoleranz, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden und eine laktosefreie Diät einhalten, sollten Sie diese Menge beachten.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt/√Ąrztin in folgenden F√§llen sobald als m√∂glich:

  • wenn Ihre Periode zwei Mal hintereinander ausgefallen ist und Sie vermuten schwanger zu sein.
  • wenn bei Ihnen Anzeichen eines Angio√∂dems auftreten, z.B. Anschwellen des Gesichts, der Zunge und/oder des Halses und/oder Schluckbeschwerden oder Nesselausschlag in Verbindung mit Atembeschwerden;
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen werden (siehe unter ¬ęWechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln¬Ľ);
  • wenn Sie Tabletten in der ersten Woche vergessen haben und Geschlechtsverkehr in den vorhergehenden 7 Tagen hatten;
  • wenn Sie starken Durchfall haben.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel oder pflanzlichen Pr√§parate einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt bzw. √Ąrztin oder Zahn√§rztin, der/die Ihnen ein weiteres Medikament verschreibt (oder Ihren/Ihre Apotheker/Apothekerin), dass Sie Desogynelle einnehmen.

Gewisse Arzneimittel k√∂nnen bei gleichzeitiger Einnahme die empf√§ngnisverh√ľtende Wirkung von Desogynelle herabsetzen oder unerwartete Blutungen ausl√∂sen (Schmier-, Durchbruchblutungen): z.B. Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Primidon), HIV-Infektionen (Proteaseinhibitoren oder nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-lnhibitoren, z.B. Ritonavir, Nelfinavir, Nevaripin, Efavirenz), Hepatitis-C-Virus-Infektionen (z.B. Boceprevir, Telaprevir), Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), Bluthochdruck in den Blutgef√§ssen der Lungen (Bosentan), zur Behandlung einer speziellen Art der √ľberm√§ssigen Schl√§frigkeit (Modafinil), oder Arzneimittel, die das pflanzliche Pr√§parat Johanniskraut enthalten (siehe unten).

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel kurzfristig anwenden, k√∂nnen Sie Desogynelle weiterhin einnehmen. W√§hrend der Behandlung und f√ľr 28 Tage nach dem Beenden der Behandlung mit diesem Arzneimittel m√ľssen Sie jedoch zus√§tzliche, nichthormonale Massnahmen zur Empf√§ngnisverh√ľtung, z.B. Kondome, anwenden. Fragen Sie diesbez√ľglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Wird die gleichzeitige Behandlung mit dem Arzneimittel √ľber das Ende der aktuellen Packung von Desogynelle fortgesetzt, ist die n√§chste Packung ohne Unterbrechung, also ohne die √ľbliche Einnahmepause (siehe ¬ęWie verwenden Sie Desogynelle¬Ľ) zu beginnen. Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin wird Sie dar√ľber instruieren.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin oder Apotheker bzw. Apothekerin √ľber das weitere Vorgehen, falls Sie l√§ngerfristig (d.h. √ľber mehr als 10-14 Tage) Antibiotika einnehmen m√ľssen (z.B. bei Entz√ľndungen der Knochen oder bei Borreliose).

Wenn Sie Desogynelle anwenden, sollen Sie nicht gleichzeitig ein Johanniskrautpr√§parat (Hypericum) gegen Depressionen anwenden, da die empf√§ngnisverh√ľtende Wirkung beeintr√§chtigt werden kann. √úber Zwischenblutungen und Einzelf√§lle unerw√ľnschter Schwangerschaften wurde berichtet.

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft k√∂nnen die Wirkstoffkonzentration von Desogynelle im Blut erh√∂hen. Das kann zum vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen f√ľhren. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel oder Grapefruitsaft einnehmen:

  • Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie z.B. Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol oder Fluconazol enthalten,
  • Bestimmte Antibiotika (sogenannte Makrolide), die als Wirkstoff Clarithromycin oder Erythromycin enthalten.
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (mit den Wirkstoffen Diltiazem oder Verapamil).

Desogynelle kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und deren Wirkung entweder verst√§rken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Ciclosporin und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies k√∂nnte zu einer erh√∂hten H√§ufigkeit von Krampfanf√§llen f√ľhren, weshalb Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin zu Beginn der Anwendung von Desogynelle und wenn Sie Desogynelle absetzen die Lamotrigin-Blutspiegel √ľberwachen wird).

Wenn Sie zuckerkrank (Diabetikerin) sind, kann sich durch die Einnahme eines hormonalen Kontrazeptivums wie Desogynelle Ihr Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive lnsulin) ändern.

Verwenden Sie Desogynelle nicht, wenn Sie Hepatitis C haben und die Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir einnehmen, da dies eine Erh√∂hung der Leberfunktionswerte im Blut (Erh√∂hung des ALT Leberenzyms) bewirken kann. ¬†Desogynelle kann 2‚Äď4 Wochen nach Abschluss der Behandlung mit der Wirkstoffkombination wieder angewendet werden (siehe Abschnitt ¬ęWann darf Desogynelle nicht eingenommen/angewendet werden?¬Ľ). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, wann Sie nach dem Absetzen dieser Wirkstoffkombination wieder mit der Anwendung von Desogynelle beginnen k√∂nnen.

Es können aber auch weitere Arzneimittel betroffen sein, wie Schmerzmittel, Antidepressiva, Antimalariamittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente, Cortison-Präparate, Blutgerinnungshemmer und Asthmamittel.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel inkl. pflanzliche Pr√§parate (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden.

Wirkung von Desogynelle auf die Fahrt√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Desogynelle hat keinen Einfluss auf die Fahrt√ľchtigkeit oder die F√§higkeit Maschinen zu bedienen.

Darf Desogynelle während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?

Desogynelle darf bei Verdacht auf oder bei erwiesener Schwangerschaft nicht angewendet werden. Sie sollten so rasch wie m√∂glich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin konsultieren, falls Sie w√§hrend der Anwendung von Desogynelle schwanger werden.

Wenn Sie stillen, sollten Sie Desogynelle nicht einnehmen, da es Qualität und Quantität der Muttermilch beeinträchtigen kann.

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Wie wird es angewendet?

Eine Packung Desogynelle enth√§lt 21 weisse Tabletten. Auf der R√ľckseite der Packung ist f√ľr jede Tablette der entsprechende Wochentag vermerkt. Die Tabletten sollen nach den untenstehenden Anweisungen jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden. Jede Tablette ist unzerkaut zu schlucken, am besten mit etwas Wasser. Nehmen Sie die 1. Tablette aus dem Feld des betreffenden Wochentages (z.B. Mon f√ľr Montag). Der Pfeilrichtung folgend nehmen Sie nun jeden Tag eine Tablette, bis der Blister leer ist, das heisst w√§hrend insgesamt 21 Tagen. An den 7 darauffolgenden Tagen, nehmen Sie keine Tabletten ein. W√§hrend diesen 7 Tagen wird Ihre Periode (Entzugsblutungen) beginnen, in der Regel am 2. oder 3. Tag nach Einnahme der letzten Tablette. Starten Sie mit der n√§chsten Packung am 8. Tag, unabh√§ngig davon, ob die Blutung schon aufgeh√∂rt hat oder nicht. Dies bedeutet, dass Sie immer am gleichen Wochentag mit einer neuen Packung beginnen und auch dass Sie die Monatsblutungen immer ungef√§hr an den gleichen Wochentagen jeden Monat haben werden.

Einnahme der ersten Packung Desogynelle

Wenn Sie in den letzten Monaten kein hormonelles Verh√ľtungsmittel eingenommen haben

  1. Warten Sie auf den Beginn Ihrer n√§chsten Periode. Am ersten Tag dieser Periode nehmen Sie die erste Tablette Desogynelle aus der oberen Reihe der Packung, die mit dem Wochentag gekennzeichnet ist, an dem Ihre Periode beginnt. Desogynelle wirkt sofort, d.h. die Anwendung einer zus√§tzlichen nicht hormonalen Verh√ľtungsmethode ist nicht notwendig.
  2. Sie k√∂nnen auch am Tag 2 ‚Äď Tag 5 Ihrer Periode beginnen. In diesem Fall muss allerdings w√§hrend der ersten 7 Tage der Tabletteneinnahme eine zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende mechanische oder chemische Methode angewendet werden (keine Methoden wie Knaus-Ogino oder Temperaturmessung).
  3. Wenn Ihre Periode vor mehr als 5 Tagen begonnen hat, warten Sie auf die folgende Periode und beginnen dann erst mit der Einnahme von Desogynelle.

Wenn Sie von einem anderen kombinierten hormonalen Verh√ľtungsmittel (kombinierte Pille, Vaginalring oder transdermales Pflaster) wechseln

Sie k√∂nnen die erste Tablette Desogynelle am darauffolgenden Tag nach Beendigung der alten Packung einnehmen (d.h. ohne einnahmefreies Intervall). Wenn Ihre alte Packung auch Tabletten ohne Wirkstoffe enth√§lt, beginnen Sie mit der ersten Desogynelle Tablette am Tag nachdem Sie die letzte wirkstoffhaltige Tablette aus der alten Packung eingenommen haben (bei Unsicherheit, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin). Sie k√∂nnen auch sp√§ter beginnen, allerdings nicht sp√§ter als am Tag nach dem einnahmefreien Intervall der alten Pille oder nachdem Sie die letzte Tablette ohne Wirkstoff aus der alten Packung eingenommen haben. Falls Sie einen Vaginalring oder ein transdermales Pflaster anwenden, beginnen Sie mit der Anwendung von Desogynelle an dem Tag, an welchem der Ring oder das Pflaster entfernt wird, jedoch sp√§testens am Tag, an dem der neue Ring oder das neue Pflaster h√§tte appliziert werden m√ľssen.

Wenn Sie vorschriftsgem√§ss vorgehen, ist keine zus√§tzliche mechanische empf√§ngnisverh√ľtende Methode anzuwenden (z.B. Kondom).

Wenn Sie von einer Gestagen-Pille (Minipille) auf Desogynelle wechseln

Sie k√∂nnen die Minipille an jedem beliebigen Tag absetzen und mit der Einnahme von Desogynelle beginnen. Benutzen Sie allerdings w√§hrend der ersten 7 Tage der Desogynelle-Einnahme eine zus√§tzliche Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung (Barrieremethode).

Wenn Sie von einer Hormon-Injektion, einem Implantat oder einer gestagenabgebenden Spirale wechseln

Beginnen Sie mit der Einnahme von Desogynelle, wenn Ihre n√§chste Injektion f√§llig w√§re oder an dem Tag, an dem Ihr Implantat resp. Ihre Spirale entfernt wird. Benutzen Sie aber an den ersten 7 Tagen der Pilleneinnahme zus√§tzlich eine nichthormonale Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung.

Einnahme nach einer Geburt

Nach einer Geburt wird Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin Ihnen empfehlen, die n√§chste Monatsblutung abzuwarten, bevor Sie mit der Einnahme von Desogynelle beginnen. Manchmal kann fr√ľher begonnen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Sie beraten. Bitte beachten Sie, dass Sie Desogynelle nicht einnehmen sollten, wenn Sie stillen (siehe ¬ęDarf Desogynelle w√§hrend der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?¬Ľ).

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Desogynelle beginnen k√∂nnen.

Nach einem Schwangerschaftsabbruch oder einer Fehlgeburt

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin beraten.

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben (√úberdosierung)

Es gibt keine Berichte √ľber schwerwiegende Vorkommnisse nach Einnahme einer zu grossen Anzahl Desogynelle Tabletten. Sollten Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, k√∂nnten √úbelkeit, Erbrechen und vaginale Blutungen auftreten. Sollten Sie feststellen, dass Ihr Kind Desogynelle eingenommen hat, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Wenn Sie Desogynelle absetzen wollen

Sie können mit der Einnahme von Desogynelle an jedem beliebigen Tag aufhören. Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie in der Regel die nächste Monatsblutung abwarten, bevor Sie versuchen schwanger zu werden.

Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin √ľber andere Verh√ľtungsmethoden.

Was tun, wenn Sie eine oder mehrere Tabletten vergessen haben?

Wenn Sie den √ľblichen Einnahmezeitpunkt um weniger als 12 Stunden √ľberschritten haben, ist die Zuverl√§ssigkeit der Pille noch gegeben. Sie sollten die Tablette sofort einnehmen und alle darauffolgenden Tabletten wieder zur gewohnten Tageszeit einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme der Tablette um mehr als 12 Stunden versäumt haben, ist möglicherweise kein vollständiger Empfängnisschutz mehr gegeben. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto höher ist das Risiko, dass die Pille nicht mehr wirkt. Das Risiko, schwanger zu werden, ist besonders hoch, wenn Sie Tabletten am Anfang oder Ende der Packung vergessen. Deshalb sollten Sie nachfolgende Regeln beachten:

Wenn Sie mehr als eine Tablette einer Packung vergessen haben

Fragen sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin um Rat.

Wenn Sie in der 1. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerkt haben - auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein.

W√§hrend der n√§chsten 7 Tage ist eine nichthormonale Methode der Kontrazeption (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden. Hat in der Woche, bevor Sie die Einnahme vergessen haben, bereits ein Geschlechtsverkehr stattgefunden, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Teilen Sie dies umgehend Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mit.

Wenn Sie in der 2. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken - auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Die Wirkung der Pille bleibt erhalten, vorausgesetzt, dass an den 7 vorangegangenen Tagen eine regelm√§ssige Einnahme erfolgte. In diesem Fall m√ľssen Sie kein zus√§tzliches nichthormonales Verh√ľtungsmittel anwenden. Wenn dies nicht der Fall war oder mehr als eine Tablette vergessen wurde, muss w√§hrend den n√§chsten 7 Tagen eine nichthormonale Methode der Kontrazeption angewendet werden.

Wenn Sie in der 3. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen haben

Sie k√∂nnen eine der beiden folgenden M√∂glichkeiten w√§hlen, ohne zus√§tzliche Verh√ľtungsmittel verwenden zu m√ľssen, sofern die Einnahme an den vorangegangenen 7 Tagen regelm√§ssig erfolgt ist. Andernfalls sollte die 1. der beiden Einnahmem√∂glichkeiten befolgt und w√§hrend der n√§chsten 7 Tage zus√§tzlich eine nichthormonale Methode der Empf√§ngnisverh√ľtung (barrierebildende Methode) angewendet werden.

Sie nehmen die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken - auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Mit der Tabletten-Einnahme aus der n√§chsten Packung beginnen Sie unmittelbar nach Ende der letzten Packung, d.h. ohne Einhaltung des einnahmefreien Intervalls. Es wird dabei nicht zur √ľblichen Entzugsblutung kommen; bis zum Aufbrauchen dieser zweiten Packung k√∂nnen aber geh√§uft Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen auftreten.

oder:

  • Sie nehmen keine weiteren Tabletten mehr ein. Nach einem einnahmefreien Intervall von h√∂chstens 7 Tagen, einschliesslich jenes Tages, an dem die Einnahme vergessen wurde, setzen Sie die Tabletteneinnahme mit der n√§chsten Packung fort. Bei dieser Methode kann der Beginn der Pilleneinnahme auch auf den bisher gewohnten Wochentag gelegt werden.

Wenn Sie Tabletten vergessen haben und keine Monatsblutung w√§hrend der ersten einnahmefreien Pause haben, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Befragen Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, ehe Sie mit der Pilleneinnahme aus der n√§chsten Packung beginnen.

Vorgehen bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall (unabhängig von deren Ursache, also z.B. auch als Nebenwirkung anderer Arzneimittel wie Antibiotika)

Bei Magen-Darm-St√∂rungen wie Erbrechen oder Durchfall kann die Aufnahme der Wirkstoffe der Tablette in den K√∂rper unvollst√§ndig sein. √Ąhnlich wie beim Vergessen einer Tablette kann die Wirksamkeit daher vermindert sein. Dies gilt insbesondere im Falle von Erbrechen. Falls Sie innerhalb von 3-4 Stunden nach Einnahme der Desogynelle-Tabletten erbrechen, befolgen Sie daher bitte die Ratschl√§ge wie im Falle von vergessenen Tabletten. Damit das gewohnte Einnahmeschema beibehalten werden kann, muss die zus√§tzlich einzunehmende Tablette einer Reservepackung entnommen werden.

lm Falle von starkem Durchfall (z.B. auch als Nebenwirkung anderer Arzneimittel wie z.B. von Antibiotika) fragen Sie bitte lhren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, ob zus√§tzliche Massnahmen erforderlich sind.

Wenn Erbrechen, Durchfall etc. voraussichtlich l√§nger (d.h. mehrere Tage) andauern, sollte w√§hrend des betreffenden Einnahmezyklus die zus√§tzliche Anwendung eines mechanischen Verh√ľtungsmittels erwogen werden.

Wenn Sie eine Monatsblutung hinauszögern wollen

Sie k√∂nnen Ihre Monatsblutung verschieben indem Sie ohne Pause mit der Einnahme der n√§chsten Packung Desogynelle beginnen, sobald Sie die aktuelle Packung beendet haben. Sie k√∂nnen mit der Einnahme so lange wie gew√ľnscht fortfahren, l√§ngstens jedoch bis diese zweite Packung beendet ist. Wenn Sie m√∂chten, dass Ihre Monatsblutung einsetzt, beenden Sie die Pilleneinnahme. Bei der Einnahme der zweiten Packung kann es zu Schmier- und Durchbruchsblutungen kommen. Beginnen Sie mit der n√§chsten Pillenpackung nach der √ľblichen 7-t√§gigen Pause.

Wenn Sie grundsätzlich den ersten Tag Ihrer Monatsblutung auf einen anderen Wochentag legen möchten

Wenn Sie die Tabletten nach Anleitung einnehmen, wird Ihre Monatsblutung alle 4 Wochen an ungef√§hr dem gleichen Tag einsetzen. Wenn Sie diesen √§ndern wollen, verk√ľrzen (niemals verl√§ngern) Sie einfach das n√§chste einnahmefreie Intervall.

Wenn Ihre Monatsblutung f√ľr gew√∂hnlich am Freitag beginnt und Sie in Zukunft den Dienstag w√ľnschen (3 Tage fr√ľher), dann nehmen Sie die erste Tablette der folgenden Packung drei Tage fr√ľher als gew√∂hnlich. Ist das Intervall sehr kurz (z.B. 3 Tage oder weniger), besteht die M√∂glichkeit, dass es nicht zu einer Entzugsblutung kommt. Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen sind jedoch w√§hrend der Einnahme der n√§chsten Packung m√∂glich.

Wenn Sie unerwartete Blutungen haben

Mit allen Pillen kann es w√§hrend der ersten Monate, in denen Ihr K√∂rper sich noch an das Pr√§parat gew√∂hnen muss, manchmal zu Blutungen zwischen den Perioden kommen. Es kann sein, dass Sie Slip-Einlagen ben√∂tigen, aber h√∂ren Sie mit der Einnahme von Desogynelle in keinem Falle auf! Die unregelm√§ssigen Blutungen h√∂ren auf, sobald Ihr K√∂rper sich auf die Pille eingestellt hat (normalerweise nach 3 Zyklen der Tabletteneinnahme). Wenn allerdings die Blutung l√§nger anh√§lt, stark ist oder wieder auftritt, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin auf.

Wenn eine Monatsblutung ausbleibt

Haben Sie Ihre Tabletten korrekt eingenommen, nicht erbrochen, keinen starken Durchfall gehabt und keine anderen Arzneimittel eingenommen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft äusserst gering. Nehmen Sie Desogynelle wie gewohnt ein.

Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin auf. Setzen Sie die Pilleneinnahme solange nicht weiter fort, bis Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Desogynelle nicht eingenommen / angewendet werden?

Desogynelle darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft, m√ľssen Sie dies Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mitteilen. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Verh√ľtungsmethode f√ľr Sie besser geeignet ist.

  • wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgef√§ss der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge (Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
  • wenn Sie unter Angina pectoris leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben (d.h. insbesondere bei Anstrengung auftretenden Brustschmerzen oder einem Druckgef√ľhl hinter dem Brustbein, die Vorbote eines Herzinfarkts sein k√∂nnen);
  • wenn Sie bereits eine transitorische isch√§mische Attacke (sogenannte TIA; vor√ľbergehende Symptome eines Schlaganfalls) hatten;
  • wenn bei Ihnen eine St√∂rung der Blutgerinnung bekannt ist ‚Äď beispielsweise Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-Antik√∂rper;
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig mehrere Risikofaktoren f√ľr das Auftreten eines Blutgerinnsels vorliegen, wie z.B. √úbergewicht zusammen mit Alter √ľber 35 Jahre (siehe im Kapitel ¬ęWann ist bei der Einnahme von Desogynelle Vorsicht geboten?¬Ľ - ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen¬Ľ und ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂hen¬Ľ)
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Migr√§ne (sog. ¬ęMigr√§ne mit Aura¬Ľ, die mit Empfindungs-, Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsst√∂rungen einhergeht) leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben;
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) mit Gef√§ssver√§nderungen leiden;
  • wenn Sie stark erh√∂hten Blutdruck haben;
  • wenn Sie stark erh√∂hte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;
  • wenn Sie an schweren Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht) leiden oder gelitten haben und sich die Leberwerte noch nicht normalisiert haben;
  • wenn Sie an Hepatitis C leiden und die Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir einnehmen (siehe Abschnitte ¬ęWechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln¬Ľ). Nach der Beendigung der Hepatitis-C-Wirkstoffkombination sollten Sie 2 weitere Wochen warten, bevor Sie Desogynelle wieder anwenden. Bitte fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.
  • wenn Sie einen Lebertumor haben oder hatten;
  • wenn Sie Brust- oder Geb√§rmutterkrebs haben oder hatten, bei dem Geschlechtshormone eine Rolle spielen oder spielten;
  • wenn Sie nicht abgekl√§rte Scheidenblutungen haben;
  • wenn Sie an einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis) und damit verbundenen hohen Blutfettwerten leiden oder gelitten haben;
  • wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermutet wird;
  • wenn Sie √ľberempfindlich gegen√ľber einem der Bestandteile von Desogynelle sind.

Welche Nebenwirkungen kann Desogynelle haben?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin √ľber alle Nebenwirkungen, insbesondere ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden oder √ľber √Ąnderungen Ihres Gesundheitszustandes, als deren Ursache Sie das CHC vermuten. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Desogynelle Vorsicht geboten?¬Ľ beschrieben (siehe oben).

Alle Frauen, die Desogynelle anwenden, haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr Blutgerinnsel in den Venen (ven√∂se Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie).

Die Wahrscheinlichkeit f√ľr ein Blutgerinnsel kann erh√∂ht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden, die dieses Risiko weiter erh√∂ht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel erh√∂hen, sowie zu den Symptomen eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt ¬ęBlutgerinnsel¬Ľ in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Desogynelle Vorsicht geboten?¬Ľ).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Pillen-Anwenderinnen festgestellt. Diese Nebenwirkungen treten eher in den ersten Monaten der Pillen-Einnahme auf und nehmen mit der Zeit ab.

H√§ufig: √úbelkeit, Bauchschmerzen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen (z.B. depressive Verstimmung), Schmerzen in der Brust, Spannungsgef√ľhl

Gelegentlich: Erbrechen, Durchfall, Ansammlung von Fl√ľssigkeit im Gewebe, Migr√§ne, verringerter Geschlechtstrieb (Libido), Brustvergr√∂sserung, Hautausschlag und Nesselfieber, Zwischenblutungen, Ausbleiben der Zyklusblutung, Blutdruckerh√∂hung, Pilzinfektionen (Candidiasis), Scheidenentz√ľndung, Entz√ľndung des Geb√§rmutterhalses

Selten: Schlechte Vertr√§glichkeit von Kontaktlinsen, √úberempfindlichkeitsreaktionen, Gewichtsabnahme, erh√∂hter Geschlechtstrieb, Brustdr√ľsensekretion, vermehrte Vaginalsekretion, H√∂rst√∂rungen, Sehst√∂rungen, Hautreaktionen wie Erythema nodosum oder Erythema multiforme, verst√§rkte K√∂rperbehaarung (Hirsutismus), Gallensteine, Gelbsucht infolge Gallenstauung, gutartige Lebertumore, Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel: in einem Bein oder Fuss (d.h. tiefe Beinvenenthrombose), in der Lunge (d.h. Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall, vor√ľbergehende, einem Schlaganfall √§hnelnde Symptome, die als transitorische isch√§mische Attacke bezeichnet werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel soll vor Kindern gesch√ľtzt, in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit gesch√ľtzt bei 15-30¬†¬įC aufbewahrt werden. Nicht einfrieren. Das Produkt soll nicht angewendet werden, wenn man z.B. eine √Ąnderung in der Tablettenfarbe feststellt oder wenn die Tabletten zerbr√∂ckeln oder sonstige Anzeichen einer Zersetzung vorliegen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in DESOGYNELLE enthalten?

Wirkstoffe

1 Tablette enthält: Desogestrel 0,150 mg und Ethinylestradiol 0,020 mg.

Hilfsstoffe

1 Tablette enthält Laktose und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

66237 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Desogynelle? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Handelspackungen zu 1, 3 und 6 Monatspackungen.

Jede Monatspackung enthält 21 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Labatec Pharma SA, 1217 Meyrin (GE).

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2019 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Desogestrel Ethinylestradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Labatec Pharma SA
Suchtgift Nein
ATC Code G03AA09
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden