Wirkstoff(e) Amitriptylin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Lundbeck (Schweiz) AG
Suchtgift Nein
ATC Code N06AA09
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Zulassungsinhaber

Lundbeck (Schweiz) AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Limbitrol¬ģ¬†Hartkapseln Amitriptylin Chlordiazepoxid MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Saroten enthält den Wirkstoff Amitriptylin und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als trizyklische Antidepressiva bekannt sind.

Dieses Arzneimittel hat folgende Anwendungsgebiete:

  • Depression bei Erwachsenen (Episoden einer Major Depression)
  • Neuropathische Schmerzen bei Erwachsenen
  • Vorbeugung von chronischen Spannungskopfschmerzen bei Erwachsenen
  • Migr√§neprophylaxe bei Erwachsenen

Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Wichtig ist, dass Sie und Ihre Familienangeh√∂rigen oder Betreuungspersonen w√§hrend der Saroten-Behandlung jede Ver√§nderung der Gem√ľtslage mit Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin besprechen.

Wann ist bei der Einnahme von Saroten Vorsicht geboten?

Herzrhythmusstörungen und niedriger Blutdruck können auftreten, wenn Sie eine hohe Dosis Amitriptylin einnehmen. Wenn Sie schon vorher eine Herzerkrankung hatten, kann dies auch bei normaler Dosierung passieren.

QT-Intervall Verlängerung

W√§hrend der Behandlung mit Saroten wurden Herzrhythmusst√∂rungen (schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag) oder ein Herzproblem, das als verl√§ngertes QT-Intervall bezeichnet wird und im EKG sichtbar ist, berichtet. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin:

  • wenn Sie einen verlangsamten Herzschlag haben
  • wenn Sie eine Herzschw√§che haben/hatten, d.h. wenn Ihr Herz das Blut nicht kr√§ftig genug durch den Kreislauf pumpt
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Herzprobleme verursachen k√∂nnen oder
  • wenn Sie einen niedrigen Kalium- oder Magnesiumspiegel oder einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben
  • wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist ‚Äď eventuell muss die Behandlung mit Amitriptylin ausgesetzt werden, bevor Sie Narkosemittel erhalten. Wenn Sie kurzfristig operiert werden m√ľssen, ist der An√§sthesist bzw. die An√§sthesistin dar√ľber zu informieren, dass Sie Amitriptylin nehmen
  • wenn Sie eine Schilddr√ľsen√ľberfunktion haben oder Schilddr√ľsen-Arzneimittel einnehmen.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression

Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher:

  • wenn Sie bereits fr√ľher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin oder suchen Sie unverz√ľglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund, einer Freundin oder Verwandten erz√§hlen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen √ľber Verhaltens√§nderungen bei Ihnen machen.

Manische Episoden

Bei manchen Menschen mit bipolarer St√∂rung kann eine manische Phase einsetzen. Diese ist gekennzeichnet durch eine F√ľlle rasch wechselnder Ideen, √ľbertriebene Heiterkeit und √ľberm√§ssige k√∂rperliche Aktivit√§t. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, ist es wichtig, dass Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin informieren; er wird dann wahrscheinlich Ihre Medikation umstellen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie jegliche gesundheitlichen Probleme haben oder fr√ľher einmal hatten, insbesondere:

  • Engwinkelglaukom (Sehverlust durch erh√∂hten Druck im Augapfel)
  • Epilepsie, Zuckungen oder Krampfanf√§lle in der Vorgeschichte
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Vergr√∂sserung der Prostata
  • Erkrankung der Schilddr√ľse
  • bipolare St√∂rung
  • Schizophrenie
  • Lebererkrankung
  • Herzerkrankung
  • Pylorusstenose (Verengung des Magenausgangs) und paralytischer Ileus (Darmverschluss)
  • Diabetes, da m√∂glicherweise Ihre Diabetesbehandlung angepasst werden muss.

Wenn Sie Antidepressiva wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) einnehmen, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin eventuell die Dosis Ihres Arzneimittels anpassen (siehe auch weiter unten Abschnitt ‚ÄúEinnahme von Saroten zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú und unter ¬ęWie verwenden Sie Saroten?¬Ľ).

Bei √§lteren Patientinnen und Patienten ist die Wahrscheinlichkeit bestimmter Nebenwirkungen erh√∂ht, z.B. Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen wegen niedrigen Blutdrucks.

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da Sicherheit und Wirksamkeit bei dieser Altersgruppe nicht nachgewiesen wurden. Bei Kindern und Jugendlichen wurde w√§hrend der Behandlung mit Arzneimitteln gegen Depressionen √ľber ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensst√∂rungen (inkl. erh√∂htem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollendetem Suizid sowie von Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivit√§t, oppositionelles Verhalten und Wut) berichtet.

Einnahme von Saroten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Manche Arzneimittel können die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und das kann bisweilen schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen.

Die Einnahme von Antidepressiva wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs). Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) oder starker Schmerzmittel (Opioiden) zusammen mit Saroten kann zum Serotonin-Syndrom, einer potentiell lebensbedrohlichen Erkrankung, f√ľhren. Diese Arzneimittel k√∂nnen mit Saroten interagieren und es k√∂nnen Symptome wie unwillk√ľrliche rhythmische Muskelkontraktionen auftreten, einschliesslich der Muskeln, die die Bewegung des Auges steuern, Unruhe, Halluzinationen, Koma, √ľberm√§ssiges Schwitzen, Zittern, √ľbertriebene Reflexe, erh√∂hte Muskelspannung, K√∂rpertemperatur √ľber 38¬įC. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn solche Symptome auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich eingenommen haben, z. B.:

  • Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) wie z.B. Phenelzin, Iproniazid, Isocarboxazid, Nialamid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) oder Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) ‚Äď diese Arzneimittel d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Saroten eingenommen werden (siehe unter ¬ęWann darf Saroten nicht eingenommen werden?¬Ľ)
  • Adrenalin, Ephedrin, Isoprenalin, Noradrenalin, Phenylephrin und Phenylpropanolamin (diese Wirkstoffe k√∂nnen Bestandteil von Husten- oder Erk√§ltungsmitteln und einigen Narkosemitteln sein)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, z.B. aus der Gruppe der Calciumkanalblocker (Diltiazem, Verapamil) oder Guanethidin, Betanidin, Clonidin, Reserpin oder Methyldopa
  • Anticholinergika wie zum Beispiel bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Parkinsonkrankheit und Magen-Darm-St√∂rungen (z.B. Atropin, Hyoscyamin)
  • Thioridazin (zur Behandlung von Schizophrenie)
  • Opioide wie Tramadol und Buprenorphin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Fluconazol, Terbinafin, Ketoconazol oder Itraconazol)
  • Sedativa (z.B. Barbiturate)
  • Antidepressiva wie SSRIs (z.B. Fluoxetin, Paroxetin, Fluvoxamin), SNRIs (z.B. Duloxetin, Venlafaxin) und Bupropion
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen (z.B. Betablocker und Antiarrhythmika)
  • Cimetidin (zur Behandlung von Magengeschw√ľren)
  • Methylphenidat (zur Behandlung von ADHS)
  • Ritonavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen)
  • Rifampicin (zur Behandlung von Infektionen)
  • Phenytoin, Carbamazepin und Valproins√§ure (zur Behandlung von Epilepsie)
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum) - ein pflanzliches Heilmittel zur Behandlung von Depressionen
  • Schilddr√ľsenarzneimittel

Informieren Sie ausserdem Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich eingenommen haben, die sich auf den Herzrhythmus auswirken k√∂nnen, z. B.:

  • Arzneimittel zur Behandlung von unregelm√§ssigem Herzschlag (z.B. Chinidin und Sotalol)
  • Astemizol und Terfenadin (zur Behandlung von Allergien und Heuschnupfen)
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen (z.B. Pimozid und Sertindol)
  • Cisaprid (zur Behandlung bestimmter Formen von Verdauungsst√∂rungen)
  • Halofantrin (zur Behandlung von Malaria)
  • Methadon (zur Schmerzbehandlung und Entgiftung)
  • Diuretika (Entw√§sserungstabletten, z.B. Furosemid)

Wenn Sie operiert werden sollen und daf√ľr eine √∂rtliche Bet√§ubung oder Vollnarkose erhalten sollen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Auch wenn Sie beim Zahnarzt oder bei der Zahn√§rztin eine √∂rtliche Bet√§ubung bekommen sollen, m√ľssen Sie diesen informieren, dass Sie dieses Arzneimittel nehmen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen, da es Schl√§frigkeit und Schwindel hervorrufen kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, d√ľrfen Sie kein Fahrzeug f√ľhren und keine Werkzeuge und Maschinen bedienen.

Es ist nicht ratsam, während der Behandlung mit diesem Arzneimittel Alkohol zu trinken, da dies die dämpfende Wirkung dieses Arzneimittels verstärken kann.

Saroten enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt resp. Ihrer √Ąrztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden.

Darf Saroten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin um Rat.

Saroten wird w√§hrend der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin h√§lt es f√ľr eindeutig erforderlich und hat Ihnen Saroten ausdr√ľcklich verschrieben Wenn Sie dieses Arzneimittel im letzten Abschnitt der Schwangerschaft eingenommen haben, k√∂nnen beim Neugeborenen Entzugserscheinungen auftreten, z.B. Reizbarkeit, erh√∂hte Muskelspannung, Zittern, unregelm√§ssige Atmung, ungen√ľgendes Trinken, lautes Schreien, Harnverhalt und Verstopfung.

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Sie beraten, ob Sie mit dem Stillen anfangen/dies fortsetzen/aufh√∂ren sollen oder die Behandlung mit diesem Arzneimittel unterbrochen werden soll. Dabei w√§gt sie/er den Nutzen des Stillens f√ľr das Kind gegen den Nutzen der Therapie f√ľr Sie ab.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Depression

Erwachsene

Die empfohlene Anfangsdosis betr√§gt 25 mg zweimal t√§glich. Abh√§ngig von Ihrem Ansprechen auf das Arzneimittel kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin die Dosis schrittweise bis auf 150 mg pro Tag (in zwei Teildosen) steigern.

√Ąltere Patientinnen und Patienten (√ľber 65 Jahre) und Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg-25 mg täglich.

Abh√§ngig von Ihrem Ansprechen auf das Arzneimittel kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin die Dosis schrittweise bis auf eine t√§gliche Gesamtdosis von 100 mg, aufgeteilt in zwei Dosen, steigern. Wenn Sie eine Tagesdosis zwischen 100 und 150 mg erhalten, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Sie m√∂glicherweise h√§ufiger untersuchen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht zur Behandlung von Depressionen angewendet werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unter ¬ęWann ist bei der Einnahme von Saroten Vorsicht geboten?¬Ľ.

Neuropathische Schmerzen, Vorbeugung von chronischen Spannungskopfschmerzen und Migräne

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihre Behandlung mit diesem Arzneimittel daran anpassen, welche Beschwerden Sie haben und wie Sie auf die Behandlung ansprechen.

Erwachsene

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg-25 mg

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 25 mg-75 mg.

Abh√§ngig von Ihrem Ansprechen auf das Arzneimittel kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin die Dosis schrittweise steigern. Wenn Sie eine Dosis von mehr als 100 mg am Tag erhalten, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Sie m√∂glicherweise h√§ufiger untersuchen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen sagen, ob Sie die Dosis einmal t√§glich (abends) einnehmen sollen oder aufgeteilt in zwei Dosen.

√Ąltere Patientinnen und Patienten (√ľber 65 Jahre) und Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg-25 mg am Abend.

Abh√§ngig von Ihrem Ansprechen auf das Arzneimittel kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin die Dosis schrittweise steigern. Wenn Sie eine Tagesdosis √ľber 75 mg erhalten, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Sie m√∂glicherweise h√§ufiger untersuchen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen oder zur Vorbeugung von chronischen Spannungskopfschmerzen oder Migr√§ne angewendet werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unter ¬ęWann ist bei der Einnahme von Saroten Vorsicht geboten?¬Ľ.

Patientinnen und Patienten mit besonderen Risiken

Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Leber und Patientinnen und Patienten, die eine langsamere Verstoffwechslung aufweisen, werden in der Regel mit einer niedrigeren Dosis behandelt. Eventuell wird der Arzt bzw. die √Ąrztin Ihnen Blutproben abnehmen, um festzustellen, wie hoch die Konzentration an Amitriptylin in Ihrem Blut ist (siehe auch unter ¬ęWann ist bei der Einnahme von Saroten Vorsicht geboten?¬Ľ).

Art der Einnahme

Dieses Arzneimittel kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Die Filmtabletten werden mit Wasser geschluckt. Kauen Sie die Filmtabletten nicht.

Dauer der Behandlung

Beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin zu sprechen.

Depression

Wie auch bei anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen kann es einige Wochen dauern, bevor Sie eine Verbesserung bemerken.

Die Behandlungsdauer richtet sich bei Depressionen nach dem Einzelfall; in der Regel sind es mindestens 6 Monate. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin entscheidet √ľber die Dauer der Behandlung.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel so lange weiter ein, wie Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin es Ihnen r√§t.

Die zugrunde liegende Krankheit kann lange Zeit bestehen bleiben. Wenn Sie die Behandlung zu fr√ľh beenden, k√∂nnen die Beschwerden wiederkehren.

Neuropathische Schmerzen, Vorbeugung von chronischen Spannungskopfschmerzen und Migräne

Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich Ihre Schmerzen bessern.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin √ľber die Dauer der Behandlung und nehmen Sie dieses Arzneimittel so lange weiter ein, wie Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin es Ihnen r√§t.

Wenn Sie eine grössere Menge Saroten eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder die Notaufnahme des n√§chsten Krankenhauses. Tun Sie dies auch dann, wenn keinerlei Beschwerden oder Anzeichen einer Vergiftung erkennbar sind. Nehmen Sie das Beh√§ltnis dieses Arzneimittels mit zum Arzt bzw. zur √Ąrztin oder Krankenhaus.

Anzeichen einer √úberdosierung sind unter anderem:

  • erweiterte Pupillen
  • schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • trockener Mund und Zunge
  • Verstopfung
  • Krampfanf√§lle
  • Fieber
  • Aufgeregtheit
  • Verwirrtheit
  • Halluzinationen
  • unkontrollierte Bewegungen
  • niedriger Blutdruck, schwacher Puls, Bl√§sse
  • Atembeschwerden
  • bl√§uliche Verf√§rbung der Haut
  • langsamer Herzschlag
  • Benommenheit
  • Bewusstlosigkeit
  • Koma
  • verschiedene Herzbeschwerden, z.B. Herzblock, Herzschw√§che, niedriger Blutdruck, kardiogener Schock, metabolische Azidose, niedriger Kaliumspiegel im Blut.

Eine √úberdosierung mit Amitriptylin bei Kindern k√∂nnte schwerwiegende Folgen haben. Kinder sind besonders anf√§llig f√ľr Herzsymptome, Krampfanf√§lle und einen niedrigen Natriumspiegel im Blut. Zu den Symptomen und Anzeichen einer √úberdosierung bei Kindern k√∂nnen auch Koma, Atembeschwerden, Lethargie, Schl√§frigkeit, √úbelkeit, Erbrechen und hoher Blutzuckerspiegel geh√∂ren. Saroten sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden (siehe Anwendung bei Kindern und Jugendlichen)

Wenn Sie die Einnahme von Saroten vergessen haben

Nehmen Sie zum nächsten regulären Einnahmezeitpunkt eine normale Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Saroten abbrechen

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin entscheidet, wann und wie Ihre Behandlung beendet wird, um Beschwerden zu vermeiden, die auftreten k√∂nnen, wenn die Behandlung zu pl√∂tzlich abgebrochen wird (z.B. Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit).

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Saroten nicht eingenommen werden?

Saroten darf nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Amitriptylin oder einen der in ¬ęWas ist in Saroten enthalten?¬Ľ genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie vor kurzem einen Herzanfall (Herzinfarkt) hatten
  • wenn Sie Herzprobleme haben wie z.B. Herzrhythmusst√∂rungen der in einem Elektrokardiogramm (EKG) festgestellt wurde, Herzblock oder koronare Herzkrankheit
  • wenn Sie Arzneimittel nehmen, die als Monoaminoxidase- (MAO-) Hemmer bekannt sind
  • wenn Sie in den letzten 14 Tagen einen MAO-Hemmer eingenommen haben
  • wenn Sie am Vortag Moclobemid eingenommen haben
  • wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Wenn Sie mit Saroten behandelt werden, m√ľssen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels beenden, und dann 14 Tage warten, bevor Sie eine Behandlung mit einem MAO-Hemmer beginnen.

Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Saroten haben?

Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten:

  • Vor√ľbergehende ¬ęAnf√§lle¬Ľ von verschwommenem Sehen, Regenbogensehen und Augenschmerzen. Eine sofortige augen√§rztliche Untersuchung ist erforderlich, bevor die Behandlung mit diesem Arzneimittel fortgesetzt werden kann. Die Beschwerden k√∂nnen ein Anzeichen f√ľr gr√ľnen Star (akutes Glaukom) sein. Sehr seltene Nebenwirkung, betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern.
  • Ein Herzproblem namens ‚Äěverl√§ngertes QT-Intervall‚Äú, das auf Ihrem Elektrokardiogramm (EKG) erscheint. H√§ufige Nebenwirkung, betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern.
  • Schwere Verstopfung, geschwollener Bauch, Fieber und Erbrechen. Die Ursache dieser Beschwerden kann sein, dass Teile des Darms gel√§hmt sind. Seltene Nebenwirkung, betrifft 1 bis 10 von 10¬†000 Behandelten betreffen.
  • Gelbf√§rbung der Haut und der Aug√§pfel (Gelbsucht). Dies kann ein Anzeichen einer Lebersch√§digung sein. Seltene Nebenwirkung, betrifft 1 bis 10 von 10¬†000 Anwendern.
  • Blaue Flecken, Blutungen, Bl√§sse oder anhaltende Halsschmerzen und Fieber. Diese Beschwerden k√∂nnen die ersten Zeichen f√ľr St√∂rungen sein, die Ihr Blut oder Knochenmark betreffen. Wirkungen auf das Blut k√∂nnen eine zu geringe Zahl roter Blutzellen (die den Sauerstoff durch den K√∂rper transportieren), weisser Blutzellen (die helfen, Infektionen zu bek√§mpfen) und Blutpl√§ttchen (die f√ľr die Blutgerinnung sorgen) sein. Seltene Nebenwirkung, betrifft 1 bis 10 von 10¬†000 Anwendern.
  • Suizidgedanken oder -verhalten. Seltene Nebenwirkung, betrifft 1 bis 10 von 10¬†000 Anwendern.
  • Symptome wie unwillk√ľrliche rhythmische Kontraktionen der Muskeln, einschliesslich der Muskeln, die die Bewegung des Auges kontrollieren, Unruhe, Halluzinationen, Koma, √ľberm√§ssiges Schwitzen, Zittern, √úbertreibung der Reflexe, erh√∂hte Muskelspannung, K√∂rpertemperatur √ľber 38 ¬įC (Anzeichen f√ľr Serotonin Syndrom, ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand). H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.
  • Grossfl√§chiger Hautausschlag zusammen mit einer hohen K√∂rpertemperatur (√ľber 38 ¬įC), geschwollene Lymphknoten, dies k√∂nnen Anzeichen einer seltenen Erkrankung sein, die als Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) bezeichnet wird und m√∂glicherweise lebensbedrohlich ist. H√§ufigkeit nicht bekannt (kann aus den verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden).

Die folgenden Nebenwirkungen sind in der jeweils angegebenen Häufigkeit beobachtet worden:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

  • Schl√§frigkeit/Benommenheit
  • Zittern der H√§nde oder anderer K√∂rperteile
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Herzklopfen, unregelm√§ssiger oder schneller Herzschlag
  • Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen wegen niedrigem Blutdruck (orthostatische Hypotonie)
  • Mundtrockenheit
  • Verstopfung
  • √úbelkeit
  • starkes Schwitzen
  • Gewichtszunahme
  • undeutliches oder langsames Sprechen
  • Aggression
  • verstopfte Nase

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • Verwirrtheit
  • St√∂rungen der Sexualfunktion (verminderter sexueller Antrieb; Erektionsschwierigkeiten)
  • Aufmerksamkeitsst√∂rungen
  • Geschmacksst√∂rungen
  • Taubheitsgef√ľhl oder Kribbeln in den Armen oder Beinen
  • Koordinationsst√∂rungen
  • erweiterte Pupillen
  • Herzblock
  • M√ľdigkeit
  • niedriger Natriumspiegel im Blut
  • Ruhelosigkeit
  • St√∂rungen bei der Blasenentleerung
  • Durstgef√ľhl

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

  • verminderter Appetit
  • Delirium (insbesondere bei √§lteren Menschen), Halluzinationen
  • Unregelm√§ssigkeit im Herz-Rhythmus oder Herzschlagmuster
  • geschwollene Speicheldr√ľsen
  • Haarausfall
  • erh√∂hte Lichtempfindlichkeit
  • Brustvergr√∂sserung bei M√§nnern
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • anormale Ergebnisse von Leberfunktionstests

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

  • Erkrankung des Herzmuskels
  • Gef√ľhl innerer Unruhe und √ľberw√§ltigender Drang, in st√§ndiger Bewegung zu sein
  • St√∂rungen der peripheren Nerven
  • Akuter Anstieg des Drucks im Augapfel
  • bestimmte Formen eines anormalen Herzrhythmus (sogenannte Torsades de Pointes)
  • allergische Entz√ľndung der Lungenbl√§schen und des Lungengewebes

H√§ufigkeit nicht bekannt (kann aus den verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden)

  • fehlendes Appetitempfinden
  • erh√∂hte oder niedrige Blutzuckerwerte
  • Paranoia
  • Bewegungsst√∂rungen (unfreiwillige Bewegungen oder verminderte Beweglichkeit)
  • √úberempfindlichkeits-Entz√ľndung des Herzmuskels
  • Hepatitis
  • Hitzewallungen
  • Trockene Augen

Es wurde ein erh√∂htes Risiko von Knochenbr√ľchen bei Patienten und Patientinnen im Alter √ľber 50 Jahren, welche diese Art von Arzneimittel einnehmen, beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Nicht √ľber 30¬įC lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

Anzeige

Weitere Informationen

Was ist in Saroten enthalten?

Aussehen der Filmtabletten: runde, bikonvexe, rotbraune Filmtabletten.

Wirkstoffe

Amitriptylin als Amitriptylinhydrochlorid.

Jede Saroten 10 mg Filmtablette enthält 10 mg Amitriptylin.

Jede Saroten 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Amitriptylin.

Hilfsstoffe

Tablettenkern: Maisstärke, Lactose-Monohydrat, kolloid-hydriertes Silicium, mikrokristallisierte Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Crospovidon, Magnesiumstearat.

Film√ľberzug: Macrogol 400.

Farbstoff: Opadry-S-9470 rotbraun (E172, E171)

Zulassungsnummer

66978 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Saroten? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Saroten 10 mg in Packungen mit 50 oder 100 Filmtabletten.

Saroten 25 mg in Packungen mit 50 oder 100 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Lundbeck (Schweiz) AG, Opfikon

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2022 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

19012023PI

Anzeige

Wirkstoff(e) Amitriptylin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Lundbeck (Schweiz) AG
Suchtgift Nein
ATC Code N06AA09
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden