Mentopin Acetylcystein 600 Hustenlöser

Abbildung Mentopin Acetylcystein 600 Hustenlöser
Wirkstoff(e) Acetylcystein
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hermes Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.08.1993
ATC Code R05CB01
Pharmakologische Gruppe Expektoranzien, exkl. Kombinationen mit Antitussiva

Zulassungsinhaber

Hermes Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Acetylcystein HEXAL 600 mg Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen Acetylcystein Hexal Aktiengesellschaft
ACC 100 Acetylcystein Hexal Aktiengesellschaft
MYXOFAT Brause 600 mg Acetylcystein Leyh-Pharma GmbH
Acetylcystein HEXAL 100 mg Brausetabletten Acetylcystein Hexal Aktiengesellschaft
Nephrosteril Aminosäuren Acetylcystein Glycin (Aminosäure) Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Mentopin ist ein Arzneimittel zur Verfl√ľssigung z√§hen Schleims in den Atemwegen.

Zur Schleimlösung und zum erleichterten Abhusten bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim.

Wenn Sie sich nach 4 - 5 Tagen nicht besser oder gar schlechter f√ľhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Mentopin darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Acetylcystein oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Mentopin darf wegen des hohen Wirkstoffgehaltes nicht angewendet werden bei Kindern unter 14 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Mentopin einnehmen.

  • Sehr selten ist √ľber das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautver√§nderungen sollte daher unverz√ľglich √§rztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Mentopin beendet werden.
  • Vorsicht ist geboten, wenn Sie an Asthma bronchiale leiden oder ein Magen- oder Darmgeschw√ľr in der Vergangenheit hatten oder haben.
  • Wenn Sie eine Histaminintoleranz haben, ist Vorsicht geboten. Eine l√§ngerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da Mentopin den Histaminstoffwechsel beeinflusst und zu Intoleranzerscheinungen (z. B. Kopfschmerzen, Flie√üschnupfen, Juckreiz) f√ľhren kann.
  • Die Anwendung von Mentopin kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu einer Verfl√ľssigung und damit zu einer Volumensteigerung des Bronchialsekrets f√ľhren. Sind Sie nicht in der Lage dieses ausreichend abzuhusten, wird Ihr Arzt geeignete Ma√ünahmen bei Ihnen durchf√ľhren.

Einnahme von Mentopin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Hustenstillende Mittel (Antitussiva)

Bei kombinierter Anwendung von Mentopin und hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen, so dass die Indikation zu dieser Kombinationsbehandlung besonders sorgfältig gestellt werden sollte. Fragen Sie daher vor einer kombinierten Anwendung unbedingt Ihren Arzt.

Antibiotika

Aus experimentellen Untersuchungen gibt es Hinweise auf eine Wirkungsabschw√§chung von Antibiotika (Tetracyclin, Aminoglycoside, Penicilline) durch Acetylcystein. Aus Sicherheitsgr√ľnden sollte deshalb die Einnahme von Antibiotika getrennt und in einem mindestens zweist√ľndigen Abstand zeitversetzt erfolgen. Dies betrifft nicht Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cefixim und Loracarbef. Diese k√∂nnen gleichzeitig mit Mentopin eingenommen werden.

Aktivkohle

Die Anwendung von Aktivkohle kann die Wirkung von Mentopin verringern.

Nitroglycerin

Es ist √ľber eine Verst√§rkung des gef√§√üerweiternden und blutverd√ľnnenden Effekts von Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) bei gleichzeitiger Gabe von Acetylcystein berichtet worden. Ihr Arzt wird Sie auf eine m√∂glicherweise auftretende Blutdrucksenkung hin √ľberwachen, die

schwerwiegend sein kann und sich durch möglicherweise auftretende Kopfschmerzen andeuten kann. Das Auflösen von Mentopin gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln wird nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Da keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Acetylcystein, dem Wirkstoff von Mentopin, bei Schwangeren vorliegen, sollten Sie Mentopin w√§hrend der Schwangerschaft nur anwenden, wenn ihr behandelnder Arzt dies f√ľr absolut notwendig erachtet.

Stillzeit
Es liegen keine Informationen zur Ausscheidung von Acetylcystein, dem Wirkstoff von Mentopin, in die Muttermilch vor. Daher sollten Sie Mentopin w√§hrend der Stillzeit nur anwenden, wenn ihr behandelnder Arzt dies f√ľr absolut notwendig erachtet.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Besonderheiten zu beachten.

Mentopin enthält Natrium, Lactose und Sorbitol

Dieses Arzneimittel enth√§lt 138,8 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Brausetablette. Dies entspricht 7 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Bitte nehmen Sie Mentopin erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enthält 0,52 mg Sorbitol pro Brausetablette, entsprechend 0,52 mg/1950 mg.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

AlterTagesgesamtdosis (Brausetabletten)
Jugendliche √ľber 14 Jahren und Erwachsene2-mal t√§glich je 1/2 Brausetablette oder 1-mal t√§glich je 1 Brausetablette

Dauer der Anwendung

Wenn sich das Krankheitsbild verschlimmert oder nach 4 - 5 Tagen keine Besserung eintritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Art der Anwendung
Nehmen Sie Mentopin nach den Mahlzeiten ein.

Lösen Sie bitte die Brausetablette in einem Glas Trinkwasser auf und trinken Sie den Inhalt des Glases vollständig aus.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Hinweis:

Möglicherweise tritt ein schwefelartiger Geruch auf.

Wenn Sie eine größere Menge von Mentopin eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung können Reizerscheinungen im Magen-Darm-Bereich (z. B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auftreten.

Schwerwiegende Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen wurden bisher auch nach massiver √úberdosierung von Acetylcystein-Tabletten nicht beobachtet. Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Mentopin benachrichtigen Sie bitte dennoch Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Mentopin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Mentopin abbrechen

Bitte brechen Sie die Behandlung mit Mentopin nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab. Ihre Krankheit k√∂nnte sich hierdurch verschlechtern.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Anzeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind

Wenn Sie von einer nachfolgend genannten Nebenwirkung betroffen sind, nehmen Sie Mentopin nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Allergische Reaktionen (wie Juckreiz, Quaddelbildung, Hautausschlag, Atemnot, Schwellung der Haut und Schleimhäute besonders im Gesichtsbereich, beschleunigter Herzschlag und Blutdrucksenkung)

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum Schock
  • Schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom

Andere mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Atemnot
  • Bronchospasmen - √ľberwiegend bei Patienten mit hyperreaktivem Bronchialsystem bei Asthma bronchiale
  • Verdauungsst√∂rungen (Dyspepsie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) wurde √ľber das Auftreten von Blutungen im Zusammenhang mit der Gabe von Acetylcystein berichtet, zum Teil im Rahmen von √úberempfindlichkeitsreaktionen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem R√∂hrchen oder dem Folienstreifen nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Röhrchen:

Bewahren Sie zur√ľckbleibende halbe Brausetabletten im R√∂hrchen auf.

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Das R√∂hrchen fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen. Die Haltbarkeit nach Anbruch betr√§gt 2 Jahre.

Folienstreifen:

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Mentopin enthält

  • Der Wirkstoff ist: Acetylcystein
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Ascorbinsäure, Mannitol, Lactose, Zitronenaroma (enthält Sorbitol [Ph. Eur.]), Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, Natriumcitrat.

Wie Mentopin aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde Tabletten mit Bruchkerbe auf einer Seite.

Mentopin ist in Polypropylen-Röhrchen mit Polyethylen-Stopfen (enthalten Trockenmittel) und in Folienstreifen aus laminierter Aluminium/Papier-Folie in Packungen mit 6, 10, 20, 40, 50, 60 und 100 Brausetabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HERMES ARZNEIMITTEL GMBH Georg-Kalb-Straße 5-8

82049 Gro√ühesselohe / M√ľnchen Telefon 089 / 79 102-0

Telefax 089 / 79 102-280

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2019.

Anzeige

Wirkstoff(e) Acetylcystein
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hermes Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.08.1993
ATC Code R05CB01
Pharmakologische Gruppe Expektoranzien, exkl. Kombinationen mit Antitussiva

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden