Wirkstoff(e) Diclofenac
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.10.1991
ATC Code M01AB05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Diclofenac-ratiopharm 75mg/2ml Injektionslösung Diclofenac Ratiopharm GmbH
Voltaren Resinat Diclofenac Novartis Pharma GmbH
Inflam 100 mg Suppos Diclofenac Winthrop Arzneimittel GmbH
Diclotin 50 mg Filmtabletten Diclofenac Vitabalans Oy
Voltaren Dispers Diclofenac Novartis Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Voltaren 100 mg retard ist ein schmerzstillendes und entz√ľndungshemmendes Arzneimittel aus der Gruppe der nicht steroidalen Entz√ľndungshemmer/Antirheumatika (NSAR).

Anwendungsgebiete von Voltaren 100 mg retard

Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entz√ľndung bei:

  • akuten Gelenkentz√ľndungen (akuten Arthritiden), einschlie√ülich Gichtanfall;
  • chronischen Gelenkentz√ľndungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis);
  • Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entz√ľndlich-rheumatischen Wirbels√§ulenerkrankungen;
  • Reizzust√§nden bei degenerativen Gelenk- und Wirbels√§ulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen);
  • entz√ľndlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen;
  • schmerzhaften Schwellungen oder Entz√ľndungen nach Verletzungen oder Operationen;
  • schmerzhafter Regelblutung (Dysmenorrh√∂ ohne Organbefund);
  • Schmerzen bei akuter und subakuter Eileiterentz√ľndung (Adnexitis); als Grundbehandlung ist im Allgemeinen eine antibiotische Therapie angezeigt;
  • Tumorschmerzen, insbesondere bei Skelettbefall oder entz√ľndlichem tumorumgebenden √Ėdem.

Hinweis zur Anwendung nach Operationen:

Die Einnahme von Voltaren 100 mg retard nach Operationen ist nur bei Patienten angezeigt, bei denen vor der Operation keine erhöhte Blutungsneigung, eingeschränkte Nierenfunktion oder Hinweise auf

Magen- und Darmgeschw√ľre in der Vorgeschichte bestanden. Insbesondere nach gr√∂√üeren chirurgischen Eingriffen mit hohem Blut- und Fl√ľssigkeitsverlust darf die Einnahme erst dann erfolgen, wenn sich die Nierenfunktion nach der Operation normalisiert hat.

Wegen der verzögerten Freisetzung des Wirkstoffs Diclofenac ist Voltaren 100 mg retard nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen geeignet, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.

Selten: Asthma (einschließlich Atemnot)

Sehr selten: interstitielle Lungenentz√ľndung (Pneumonitis)

Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgef√ľhrten Verhaltensma√üregeln!

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

5. Wie ist Voltaren 100 mg retard aufzubewahren?

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Voltaren 100 mg retard darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Diclofenac oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Acetylsalicyls√§ure oder andere Schmerz-, Entz√ľndungs- und Rheumamittel sind; m√∂gliche Symptome einer solchen allergischen Reaktion sind z. B. Hautausschlag, Nasenschleimhautschwellungen, Atembeschwerden, Schmerzen im Brustkorb oder ein Angio√∂dem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Rachen und/oder der Gliedma√üen);
  • bei ungekl√§rten Blutbildungsst√∂rungen;
  • bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zw√∂lffingerdarm- Geschw√ľren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschw√ľre oder Blutungen);
  • bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit NSAR, einschlie√ülich Voltaren 100 mg retard;
  • bei Hirnblutungen (zerebrovaskul√§ren Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen;
  • bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen;
  • bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen;
  • im letzten Drittel der Schwangerschaft;
  • von Kindern und Jugendlichen;
  • wenn bei Ihnen eine Herzkrankheit und/oder Hirngef√§√ükrankheit festgestellt wurde, z. B. wenn Sie einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder einen kleinen Schlaganfall (transitorische isch√§mische Attacke, TIA) hatten oder wenn bei Ihnen Verstopfungen der Adern zum Herzen oder Gehirn vorliegen oder Sie sich einer Operation zur Beseitigung oder Umgehung dieser Verstopfungen unterziehen mussten;
  • wenn Sie Probleme mit Ihrem Blutkreislauf haben oder hatten (periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Voltaren 100 mg retard einnehmen.

Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich vor Kurzem einem operativen Eingriff des Magens oder des Darms unterzogen haben oder vorhaben, sich einem operativen Eingriff des Magens oder des Darms zu unterziehen, bevor Sie Voltaren 100 mg retard einnehmen, da Voltaren 100 mg retard in manchen Fällen die Wundheilung Ihres Darms nach einem operativen Eingriff verschlechtern kann.

Eine gleichzeitige Anwendung von Voltaren 100 mg retard mit NSAR, einschlie√ülich selektiver COX- 2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte wegen fehlender Hinweise √ľber zus√§tzliche Vorteile und der m√∂glichen Verst√§rkung von Nebenwirkungen vermieden werden.

Nebenwirkungen k√∂nnen minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis √ľber den k√ľrzesten, zur Besserung der Symptome erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

√Ąltere Patienten:

Bei √§lteren Patienten treten h√§ufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR auf, insbesondere Blutungen und Durchbr√ľche im Magen- und Darmbereich, die unter Umst√§nden t√∂dlich sein k√∂nnen. Daher ist bei √§lteren Patienten eine besonders sorgf√§ltige √§rztliche √úberwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei √§lteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes K√∂rpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis angewendet wird.

Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschw√ľre und Durchbr√ľche (Perforationen):

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschw√ľre und Perforationen, auch mit t√∂dlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschlie√ülich Voltaren 100 mg retard, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko f√ľr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschw√ľren und Durchbr√ľchen ist h√∂her mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschw√ľren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt ‚ÄěVoltaren 100 mg retard darf nicht eingenommen werden‚Äú), und bei √§lteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verf√ľgbaren Dosis beginnen.

F√ľr diese Patienten sowie f√ľr Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicyls√§ure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko f√ľr Magen-Darm-Erkrankungen erh√∂hen k√∂nnen, ben√∂tigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautsch√ľtzenden Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.

Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen- Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen erh√∂hen k√∂nnen, wie z. B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (siehe Abschnitt ‚ÄěBei Einnahme von Voltaren 100 mg retard mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Wenn es bei Ihnen unter Voltaren 100 mg retard zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschw√ľren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.

NSAR, einschlie√ülich Voltaren 100 mg retard, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System
Arzneimittel wie Voltaren 100 mg retard sind mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr Herzanf√§lle (‚ÄěHerzinfarkt‚Äú) oder Schlaganf√§lle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und l√§nger dauernder Behandlung. √úberschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!

Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko f√ľr Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen k√∂nnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

Sollten Sie während der Verwendung von Voltaren 100 mg retard Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen, wie Brustschmerz, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Hautreaktionen

Unter NSAR-Therapie, einschlie√ülich Voltaren 100 mg retard, wurde sehr selten √ľber schwerwiegende Hautreaktionen mit R√∂tung und Blasenbildung, einige mit t√∂dlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom; siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Das h√∂chste Risiko f√ľr derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der F√§lle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschl√§gen, Schleimhautl√§sionen oder sonstigen Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion sollte Voltaren 100 mg retard abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

Wirkungen auf die Leber

Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte.

Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSARs kann sich bei Anwendung von Voltaren 100 mg retard die Leberfunktion verschlechtern. Als Vorsichtsma√ünahme ist daher bei einer l√§nger andauernden Behandlung mit Voltaren 100 mg retard eine regelm√§√üige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt. Voltaren 100 mg retard sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeintr√§chtigung der Leberfunktion anh√§lt oder sich verst√§rkt, wenn bestimmte Anzeichen f√ľr eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z. B. sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentz√ľndung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten.

Vorsicht ist angezeigt bei der Anwendung von Voltaren 100 mg retard bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog. hepatischen Porphyrie), da eine Verschlechterung ausgelöst werden kann.

Sonstige Hinweise

Voltaren 100 mg retard sollte nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses eingenommen werden:

  • bei bestimmten angeborenen Blutbildungsst√∂rungen (z. B. akute intermittierende Porphyrie);
  • bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose).

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich:

  • direkt nach gr√∂√üeren chirurgischen Eingriffen (unter Umst√§nden erh√∂hte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion);
  • wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erh√∂htes Risiko f√ľr allergische Reaktionen haben. Diese k√∂nnen sich √§u√üern als √úberempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanf√§lle (so genanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimh√§uten oder Nesselsucht;
  • bei eingeschr√§nkter Nieren- oder Leberfunktion.

Da Fl√ľssigkeitsretention und √Ėdeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschlie√ülich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschr√§nkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw. gelitten haben, √§lteren Patienten und Patienten, die auch mit so genannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeintr√§chtigen k√∂nnen, behandelt werden. Au√üerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Fl√ľssigkeitsvolumens leiden (z. B. vor oder nach einer gr√∂√üeren Operation (siehe Abschnitt ‚ÄěVoltaren 100 mg retard darf nicht eingenommen werden‚Äú)). Bei solchen Patienten wird eine

vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Nach Abbruch der Einnahme folgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn.

Schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet. Diese k√∂nnen auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR geh√∂rt, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von Voltaren 100 mg retard muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Ma√ünahmen m√ľssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Diclofenac kann vor√ľbergehend die Blutpl√§ttchenaggregation hemmen. Patienten mit einer Gerinnungsst√∂rung sollten daher sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw. der Blutzuckerwerte erfolgen.

Bei länger dauernder Einnahme von Voltaren 100 mg retard ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Bei Einnahme von Voltaren 100 mg retard vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.

Bei l√§ngerem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Voltaren 100 mg retard h√§ufig unter Kopfschmerzen leiden!

Ganz allgemein kann die gewohnheitsm√§√üige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) f√ľhren.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn w√§hrend der Anwendung von Voltaren 100 mg retard Zeichen einer Infektion (z. B. R√∂tung, Schwellung, √úberw√§rmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverz√ľglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann Voltaren 100 mg retard es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Kinder und Jugendliche

Voltaren 100 mg retard ist f√ľr Kinder und Jugendliche wegen des zu hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wird w√§hrend der Anwendung von Voltaren 100 mg retard eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie d√ľrfen Voltaren 100 mg retard im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Voltaren 100 mg retard wegen eines erh√∂hten Risikos von Komplikationen f√ľr Mutter und Kind nicht angewendet werden.

Stillzeit

Der Wirkstoff Diclofenac und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch √ľber. Da nachteilige Folgen f√ľr den S√§ugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Wird eine l√§ngere Anwendung bzw. Einnahme h√∂herer Dosen verordnet, sollte jedoch ein fr√ľhzeitiges Abstillen erwogen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Da bei der Einnahme von Voltaren 100 mg retard, insbesondere in h√∂herer Dosierung, zentralnerv√∂se Nebenwirkungen wie M√ľdigkeit, Beeintr√§chtigung des Sehverm√∂gens und Schwindel auftreten k√∂nnen, kann im Einzelfall das Reaktionsverm√∂gen ver√§ndert und die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt werden. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie k√∂nnen dann auf unerwartete und pl√∂tzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Voltaren 100 mg retard

Dieses Arzneimittel enth√§lt Sucrose. Bitte nehmen Sie Voltaren 100 mg retard erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Voltaren 100 mg retard einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Art der Anwendung

Nehmen Sie Voltaren 100 mg retard unzerkaut mit reichlich Fl√ľssigkeit ein. Teilen Sie die Tablette nicht. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, Voltaren 100 mg retard w√§hrend der Mahlzeiten einzunehmen.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Einnahme von Voltaren 100 mg retard √ľber einen l√§ngeren Zeitraum erforderlich sein.

Wenn Sie eine größere Menge von Voltaren 100 mg retard eingenommen haben, als Sie

sollten

Nehmen Sie Voltaren 100 mg retard nach den Anweisungen des Arztes bzw. der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein. Wenn Sie das Gef√ľhl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu sp√ľren, dann erh√∂hen Sie nicht selbst√§ndig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Ohrgeräusche (Tinnitus), Krämpfe und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich. Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.

Bei sehr starken Vergiftungen kann es zu plötzlichem Nierenversagen und Leberschäden kommen.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Voltaren 100 mg retard benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Voltaren 100 mg retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Voltaren 100 mg retard und Digoxin (Mittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Voltaren 100 mg retard kann die Wirkung von entwässernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertensiva) abschwächen.

Voltaren 100 mg retard kann die Wirkung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Antagonisten (Mittel zur Behandlung von Herzschw√§che und Bluthochdruck) abschw√§chen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko f√ľr das Auftreten einer Nierenfunktionsst√∂rung erh√∂ht sein, vor allem bei √§lteren Patienten. Bei diesen sollte der Blutdruck regelm√§√üig √ľberwacht werden. Nehmen Sie immer ausreichend Fl√ľssigkeit zu sich. Ihr Arzt wird Ihre Nierenwerte regelm√§√üig pr√ľfen.

Die gleichzeitige Anwendung von Voltaren 100 mg retard und kaliumsparenden Entw√§sserungsmitteln (bestimmte Diuretika), Ciclosporin, Tacrolimus (Mittel, die vorzugsweise Patienten nach Organtransplantation erhalten) oder Trimethoprim (Antibiotikum gegen Harnwegsinfektionen) kann zu einer Erh√∂hung des Kaliumspiegels im Blut f√ľhren. In diesem Fall sollte Ihr Kaliumspiegel regelm√§√üig kontrolliert werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Voltaren 100 mg retard mit anderen entz√ľndungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der NSAR oder mit Glukokortikoiden erh√∂ht das Risiko f√ľr Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich, wie zum Beispiel Magen-Darm-Geschw√ľre oder Blutungen.

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicyls√§ure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer/SSRI) k√∂nnen das Risiko f√ľr Magen-Darm-Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Blutungen erh√∂hen. Daher wird die gleichzeitige Gabe von Voltaren 100 mg retard mit anderen so genannten NSAR nicht empfohlen.

Die Gabe von Voltaren 100 mg retard innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erh√∂hten Konzentration von Methotrexat im Blut und einer Zunahme seiner unerw√ľnschten Wirkungen f√ľhren.

NSAR (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin und Tacrolimus (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) verstärken. Deshalb sollten Diclofenac-haltige Arzneimittel in niedrigeren Dosen angewendet werden als bei Patienten, die kein Ciclosporin oder Tacrolimus erhalten.

Arzneimittel, die Probenecid enthalten, k√∂nnen die Ausscheidung von Diclofenac verz√∂gern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Voltaren 100 mg retard im K√∂rper und Verst√§rkung seiner unerw√ľnschten Wirkungen kommen.

Die gleichzeitige Anwendung von Voltaren 100 mg retard und bestimmten Enzymhemmern, sog. CYP2C9-Hemmer, z. B. Voriconazol (Mittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen), kann zu einer Anreicherung von Voltaren 100 mg retard im K√∂rper und Verst√§rkung seiner unerw√ľnschten Wirkungen f√ľhren.

Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und bestimmten Enzymaktivatoren, sog. CYP2C9- Induktoren, wie Rifampicin (Mittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen), kann zu einer Verringerung von Diclofenac im K√∂rper und seiner Wirkung f√ľhren.

NSAR, einschließlich Voltaren 100 mg retard, können möglicherweise die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Warfarin verstärken. Außerdem kann bei gleichzeitiger Einnahme mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln das Blutungsrisiko erhöht sein.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Diclofenac gleichzeitig mit der Einnahme von blutzuckersenkenden Arzneimitteln angewendet werden kann, ohne deren klinische Wirkung zu beeinflussen. Vereinzelt wurde jedoch √ľber blutzuckererniedrigende und -erh√∂hende Reaktionen nach Anwendung von Diclofenac berichtet, die eine Anpassung der Dosis des blutzuckersenkenden Arzneimittels n√∂tig machten. Daher werden bei gleichzeitiger Therapie vorsichtshalber Kontrollen der Blutzuckerwerte empfohlen.

Erh√∂ht bzw. verst√§rkt werden vereinzelt die unerw√ľnschten Wirkungen (zentralnerv√∂se [zerebrale] Kr√§mpfe) von Chinolon-Antibiotika.

Einnahme von Voltaren 100 mg retard zusammen mit Alkohol

Während der Anwendung von Voltaren 100 mg retard sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, da eventuell auftretende Nebenwirkungen stärker ausfallen können, vor allem solche, die den Verdauungstrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen.

Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen

Diclofenac wird in Abh√§ngigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich f√ľr Erwachsene liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag.

Erwachsene erhalten täglich 1 Retardtablette Voltaren 100 mg retard (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei Voltaren Retardtabletten und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

Bei den folgenden unerw√ľnschten Arzneimittelwirkungen muss ber√ľcksichtigt werden, dass sie √ľberwiegend dosisabh√§ngig und interindividuell unterschiedlich sind.

Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zw√∂lffingerdarm-Geschw√ľre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbr√ľche) oder Blutungen, manchmal t√∂dlich, k√∂nnen auftreten, insbesondere bei √§lteren Patienten (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Voltaren 100 mg retard ist erforderlich‚Äú). √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bl√§hungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschw√ľrige Entz√ľndung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Voltaren 100 mg retard ist erforderlich‚Äú) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger h√§ufig wurden Magenschleimhautentz√ľndungen beobachtet.

Wassereinlagerungen (√Ėdeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschlie√ülich Voltaren 100 mg retard, berichtet.

Arzneimittel wie Voltaren 100 mg retard sind mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr Herzanf√§lle (‚ÄěHerzinfarkt‚Äú) oder Schlaganf√§lle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

Wenn Sie folgende Nebenwirkung bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt: Schmerzen im Brustkorb, die ein Anzeichen f√ľr eine m√∂glicherweise schwerwiegende allergische Reaktion namens Kounis-Syndrom sein k√∂nnen.

Herzerkrankungen
Diese Nebenwirkungen k√∂nnen gelegentlich auftreten, insbesondere wenn Voltaren 100 mg retard √ľber einen l√§ngeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird:

Herzinfarkt, Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz. Sehr selten: Wassereinlagerung (√Ėdeme)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben. Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.

Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut auf Grund von Blutbildungsstörungen) kommen.

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: Zentralnerv√∂se St√∂rungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder M√ľdigkeit

Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall

Augenerkrankungen

Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Schwindel

Sehr selten: Ohrger√§usche (Tinnitus), vor√ľbergehende H√∂rst√∂rungen

Sehr h√§ufig: Magen-Darm-Beschwerden wie √úbelkeit, Erbrechen und Durchfall, ebenso wie geringf√ľgige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmef√§llen eine Blutarmut (An√§mie) verursachen k√∂nnen.

H√§ufig: Verdauungsst√∂rungen (Dyspepsie), Bl√§hungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkr√§mpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschw√ľre (unter Umst√§nden mit Blutung und Durchbruch)

Gelegentlich: Blutiges Erbrechen (H√§matemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl Selten: Entz√ľndung der Magenschleimhaut

Sehr selten: Mundschleimhautentz√ľndung (einschlie√ülich geschw√ľrige Entz√ľndung der Mundschleimhaut), Zungenentz√ľndung, √Ėsophagusl√§sionen (Sch√§digung der Speiser√∂hre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z. B. Dickdarmentz√ľndung (Colitis), blutende Dickdarmentz√ľndungen (h√§morrhagische Colitis), Verst√§rkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschw√ľren einhergehende Dickdarmentz√ľndungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis)

Sollten st√§rkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzf√§rbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so m√ľssen Sie Voltaren 100 mg retard absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von Voltaren 100 mg retard und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten:

Leichte Kr√§mpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung mit Voltaren 100 mg retard auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (H√§ufigkeit nicht bekannt, H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Ausbildung von √Ėdemen (Wassereinlagerung im K√∂rper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschr√§nkter Nierenfunktion

Sehr selten: Nierengewebssch√§digungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsst√∂rung (Niereninsuffizienz), Eiwei√ü im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (H√§maturie) einhergehen k√∂nnen; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im K√∂rper [√Ėdeme] und starke Eiwei√üausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen.

Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im K√∂rper (√Ėdeme) sowie allgemeines Unwohlsein k√∂nnen Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so m√ľssen Sie Voltaren 100 mg retard absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes H√§ufig: Entz√ľndliche Hautver√§nderung

Gelegentlich: Haarausfall

Sehr selten: Hautausschlag mit R√∂tung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Licht√ľberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entz√ľndliche Erkrankung der Haut mit R√∂tung, gro√übl√§ttriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgef√ľhl und Fr√∂steln (Dermatitis exfoliativa), entz√ľndliche R√∂tung (Erythrodermie)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Voltaren 100 mg retard - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Diclofenac
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.10.1991
ATC Code M01AB05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden