Diclofenac-Kalium STADA 12,5 mg Filmtabletten

ATC Code
M01AB05
Medikamio Hero Image

Allgemein

Zulassungsland
Hersteller Stadapharm GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Anatomische Gruppe Muskel- und skelettsystem
Therapeutische Gruppe Antiphlogistika und antirheumatika
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale antiphlogistika und antirheumatika
Chemische Gruppe Essigsäure-derivate und verwandte substanzen
Wirkstoff Diclofenac

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Alle Informationen

Autor

Stadapharm GmbH

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Diclofenac-Kalium STADA® wird angewendet zur Behandlung von
leichten bis mäßig starken Schmerzen
Fieber.
Hinweis:
Diclofenac-Kalium STADA® soll längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes oder Zahnarztes angewendet werden.
Methotrexat (Arzneimittel bei rheumatischen Erkrankungen)
Die Gabe von Diclofenac-Kalium STADA® innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat im Blut und einer Zunahme der Nebenwirkungen von Methotrexat führen.
Ciclosporin (Arzneimittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird)
Nichtsteroidale Antirheumatika (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin verstärken.
Probenecid oder Sulfinpyrazon (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht)
Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon enthalten, können die Ausscheidung von Diclofenac verzögern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac-Kalium STADA® im Körper und Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.
Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen (Chinolon-Antibiotika)
Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und nichtsteroidalen Antiphlogistika, wie z.B. Diclofenac-Kalium STADA®, zurückzuführen waren.
Blutgerinnungshemmende Arzneimittel wie Warfarin
Nichtsteroidale Antirheumatika können möglicherweise die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Warfarin verstärken.
Blutzuckersenkende Arzneimittel (zur Behandlung von Diabetes mellitus)
Klinische Studien haben gezeigt, dass Diclofenac gleichzeitig mit blutzuckersenkenden Mitteln (Antidiabetika) verabreicht werden kann, ohne deren Wirkung zu beeinflussen. Vereinzelt wurde jedoch über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden Arzneimittel erforderte. Daher werden bei gleichzeitiger Behandlung vorsichtshalber Kontrollen der Blutzuckerwerte empfohlen.
Bei Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® zu den Mahlzeiten verringert die Aufnahme von Diclofenac. Es wird deshalb empfohlen, die Filmtabletten nicht zu oder unmittelbar nach dem Essen einzunehmen.
Während der Anwendung von Diclofenac-Kalium STADA® sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Diclofenac-Kalium STADA® darf NICHT eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile von Diclofenac-Kalium STADA® sind
wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern (in Schmerz-, Entzündungs- und Rheumamitteln) reagiert haben
bei ungeklärten Blutbildungs- und Blutgerinnungsstörungen
bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen- /Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen)
bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorge-schichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR)
bei Hirnblutungen (zerebrovaskuläre Blutung) oder anderen aktiven Blutungen
bei schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft
von Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® ist erforderlich
Sicherheit im Magen-Darm-Trakt
Eine gleichzeitige Anwendung von Diclofenac-Kalium STADA® mit anderen NSAR, einschließlich so genannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmer), sollte vermieden werden.
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbe-drohlich sein können. Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfäl-tige ärztliche Überwachung erforderlich.
Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perfora-tionen)
Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.
Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ge-schwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe 2. unter: Diclofenac-Kalium STADA® darf NICHT eingenommen werden), und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.
Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit Magenscheimhaut-schützenden Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.
Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Neben-wirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhn-liche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbe-sondere am Anfang der Therapie melden.
Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Korti-kosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggre-gationshemmer wie ASS (siehe 2. unter: Bei Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® mit anderen Arzneimitteln).
Wenn es bei Ihnen unter Diclofenac-Kalium STADA® zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe: 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
Wirkungen am Herz-Kreislauf-System
Arzneimittel wie Diclofenac-Kalium STADA® sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer (4 Tage bzw. 3 Tage bei Fieber)!
Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko für diese Erkrankungen aufweisen könnten (z.B. wenn sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker be-sprechen.
Hautreaktionen
Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfolia-tive Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekroly-se/Lyell-Syndrom; siehe: 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Diclofenac-Kalium STADA® abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.
Sie dürfen Diclofenac-Kalium STADA® nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden
bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen (induzierbaren Porphyrien)
bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenosen)
wenn Sie leicht dehydrieren (z.B. aufgrund einer Krankheit, Durchfall)
bei gleichzeitiger Einnahme anderer Schmerz- oder Rheumamittel
wenn Sie früher bereits nach Einnahme von Schmerz- oder Rheumamitteln an Magenbeschwerden oder Sodbrennen gelitten haben
wenn Sie an Allergien (z.B. Hautreaktionen auf andere Mittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Schleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden – Ihr Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen ist dann erhöht).
Falls einer dieser Punkte für Sie zutrifft, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Diclofenac-Kalium STADA® einnehmen.
Eine sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich
bei Bluthochdruck oder Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
bei vorgeschädigter Niere
bei schweren Leberfunktionsstörungen
direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Wird während einer Anwendung von Diclofenac-Kalium STADA® eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dürfen Diclofenac-Kalium STADA® im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
Im letzten Schwangerschaftsdrittel darf Diclofenac-Kalium STADA® wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.
Stillzeit
Der Wirkstoff Diclofenac und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis bei leichten bis mäßig starken Schmerzen oder Fieber eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich sein.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Da bei der Anwendung von Diclofenac-Kalium STADA® in höherer Dosierung zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Benommenheit und Schwindel sowie vereinzelt Sehstörungen auftreten können, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Wie wird es angewendet?

Wie ist Diclofenac-Kalium STADA® einzunehmen?
Nehmen Sie Diclofenac-Kalium STADA® immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
2 Tabletten
1 bis 2 Tabletten
6 Tabletten

Erstdosisweitere Einzeldosis
im Abstand von 4 bis 6 Stunden einzunehmen
max. Tagesgesamtdosis
(entsprechend 25 mg Diclofenac-Kalium)(entsprechend 12,5 mg bis 25 mg Diclofenac-Kalium(entsprechend 75 mg Diclofenac-Kalium)
Wenn Sie die maximale Einzeldosis eingenommen haben, warten Sie mindestens 4 Stunden bis zur nächsten Einnahme.
Art der Anwendung
Nehmen Sie die Filmtabletten bitte unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Um die bestmögliche Wirksamkeit zu erzielen, sollten die Filmtabletten nicht zum oder unmittelbar nach dem Essen eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Diclofenac-Kalium STADA® soll nur kurzfristig (maximal 2 Wochen) angewendet werden.
Ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt beträgt die Anwendungsdauer bei leichten bis mäßig starken Schmerzen 4 Tage, bei Fieber 3 Tage.
Generell sollte die niedrigste wirksame Dosis, die zur Linderung der Beschwerden erforderlich ist, über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Diclofenac-Kalium STADA® zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Diclofenac-Kalium STADA® eingenommen haben als Sie sollten
Deutliche Überdosierungen von Diclofenac wurden nur in Einzelfällen berichtet. Als Zeichen einer Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten:
Störungen des Zentralnervensystems wie Schwindel, Kopfschmerzen, übermäßige Steigerung der Atmung (Hyperventilation), Bewusstseinstrübung, bei Kindern auch Krämpfe
Störungen des Magen-Darm-Trakts (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutungen)
Störungen der Leber- und Nierenfunktion.
Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.
Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) ist nicht bekannt. Für die Behandlung dieser Symptome fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie die Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Sollten Sie unsicher sein, was zu tun ist, so sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Diclofenac-Kalium STADA® beeinflusst werden oder diese Arzneimittel können die Wirkung von Diclofenac-Kalium STADA® beeinflussen.
Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen)
Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac-Kalium STADA® und Digoxin, Phenytoin oder Lithium kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen. Ihr Arzt wird die Lithium-Spiegel im Blut kontrollieren. Eine ärztliche Kontrolle der Digoxin- und der Phenytoin-Spiegel im Blut wird empfohlen.
Diuretika (entwässernde Arzneimittel) und blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva)
Diclofenac-Kalium STADA® kann die Wirkung von entwässernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertensiva) abschwächen.
Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac-Kalium STADA® und kaliumsparenden Entwässerungsmitteln (bestimmte Diuretika) kann zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut führen. Ihr Arzt wird daher den Kaliumwert im Blut kontrollieren.
ACE-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und Bluthochdruck) und Angiotensin-II-Antagonisten (zur Behandlung von Bluthochdruck)
Diclofenac-Kalium STADA® kann die Wirkung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Antagonisten abschwächen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein.
Andere entzündungs- und schmerzhemmende Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika (Entzündungs-, Schmerz- und Rheumamittel) oder Glukokortikoide (Arzneimittel bei Entzündungen und bei rheumatischen Erkrankungen)
Die gleichzeitige Verabreichung von Diclofenac-Kalium STADA® mit anderen entzündungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antiphlogistika oder mit Glukokortikoiden erhöht das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen.
Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer/SSRI)
Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer können das Risiko für Magen-Darm-Blutungen erhöhen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen sie Diclofenac-Kalium STADA® nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt umgehend auf:
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können sich äußern als: Gesichtsödem, Zungenschwellung, Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Luftnot bis zum Asthmaanfall, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock. Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.
Wie alle Arzneimittel kann Diclofenac-Kalium STADA® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie vorwiegend dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind.
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten (siehe 2. unter: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® ist erforderlich). Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, Mundschleimhautentzündung, Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe 2. unter: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Diclofenac STADA® ist erforderlich) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger häufig wurde Magenschleimhautentzündung beobachtet. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen (Geschwüre, Schleimhautdefekte, Magenschleimhautentzündungen) ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
Schnellfreisetzende orale Darreichunsformen von Diclofenac-Kalium, wie Diclofenac-Kalium STADA®, können eine erhöhte Magenunverträglichkeit aufweisen.
Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit einer NSAR-Behandlung berichtet.
Arzneimittel wie Diclofenac-Kalium STADA® sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden.
Herzerkrankungen
Sehr selten: Herzklopfen, Brustschmerz, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Thrombozytopenie, Leukopenie, Anämie, einschließlich hämolytische und aplastische Anämie, Agranulozytose).
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen, Erregung, Müdigkeit, Schwindel.
Selten: Benommenheit.
Sehr selten: Empfindungsstörungen, Gedächtnisstörungen, Krämpfe, Angstgefühle, Zittern, Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis), Geschmacksstörungen, Schlaganfall (Apoplexie).
Augenerkrankungen
Sehr selten: Sehstörung, verschwommenes Sehen, Doppeltsehen.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr selten: Lungenentzündung (Pneumonie).
Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Beschwerden im Oberbauch (Dyspepsie), Bauchschmerz, Blähungen, Appetitlosigkeit (Anorexie).
Selten: Magenentzündung (Gastritis), Magen-Darm-Blutung, Erbrechen von Blut (Hämatemesis), blutiger Durchfall, Teerstuhl, Magen-Darm-Geschwür (mit oder ohne Blutung oder Durchbruch).
Sehr selten: Darmentzündung (Colitis, einschließlich hämorrhagische Colitis und Exazerbation einer Colitis ulcerosa oder eines Morbus Crohn), Verstopfung, Entzündung der Mundschleimhaut, Zungenentzündung (Glossitis), Erkrankung der Speiseröhre (Ösophaguserkrankung), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: Akutes Nierenversagen, Verfärbung des Urins (Hämaturie), Ausscheiden von Proteinen im Harn (Proteinurie), Nierenschädigungen (nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, Papillennekrose).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Entzündliche Hautveränderung (Exanthem).
Selten: Nesselsucht (Urtikaria).
Sehr selten: Ekzem, entzündliche Hautrötung (Erythem), schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa, Haarausfall, Lichtüberempfindlichkeit (Photosensibilitätsreaktion), Hautblutung (Purpura), allergische Hautblutung (allergische Purpura), Juckreiz.
Gefäßerkrankungen
Sehr selten: Bluthochdruck, Entzündungen von Blutgefäßen (Vaskulitis).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten: Flüssigkeitseinlagerungen (Ödem).
Sehr selten: Verschlechterung infektionsbedingter Entzündung (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis).
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich Hypotonie und Schock).
Sehr selten: Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem, einschließlich Gesichtsödem).
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig: Enzymerhöhung (Transaminasenerhöhung).
Selten: Leberentzündung, Gelbsucht, Leberfunktionsstörung.
Sehr selten: Plötzliche Leberentzündung (fulminante Hepatitis).
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten: Orientierungslosigkeit, Depression, Schlaflosigkeit, Albträume, Reizbarkeit, Wahrnehmungsstörung (psychotische Erkrankung).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Worauf müssen Sie noch achten?
Schnellfreisetzende orale Darreichungsformen von Diclofenac wie Diclofenac-Kalium STADA® können eine erhöhte Magenunverträglichkeit aufweisen, eine besonders sorgfältige Überwachung ist daher erforderlich.
Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vom Arzt vorsichtshalber der Gerinnungsstatus bzw. die Blutzuckerwerte kontrolliert werden.
Diclofenac-Kalium STADA® kann vorübergehend die Blutplättchen-Aggregation hemmen. Wenn Sie an Blutgerinnungsstörungen leiden, sollte daher der Gerinnungsstatus vom Arzt sorgfältig überwacht werden.
Behandlung geistig-seelischer Störungen oder bestimmten Mitteln zur Entwässerung (kaliumsparende Diuretika) ist eine Kontrolle der Lithium- und Kaliumkonzentrationen im Blut nötig (siehe 2. unter: Bei Einnahme von Diclofenac-Kalium STADA® mit anderen Arzneimitteln).
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Bei Anwendung von Diclofenac-Kalium STADA® vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.
Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Bei Fieber nach Reisen, insbesondere den Tropen sollte aus grundsätzlichen medizinischen Erwägungen ein Arzt aufgesucht werden.
Diclofenac-Kalium STADA® gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (NSAR), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).
Kinder und Jugendliche
Diclofenac-Kalium, der Wirkstoff in Diclofenac-Kalium STADA®, ist zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen im Alter unter 14 Jahren nicht geeignet, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen (siehe 2. unter: Diclofenac-Kalium STADA® darf NICHT eingenommen werden).
Was Diclofenac-Kalium STADA® enthält
Der Wirkstoff ist: Diclofenac-Kalium.
1 Filmtablette enthält 12,5 mg Diclofenac-Kalium.
Die sonstigen Bestandteile sind
Crospovidon (Typ A) (Ph. Eur.), Glyceroldibehenat (Ph. Eur.), Hypromellose, Kaliumhydrogencarbonat, Macrogol 400, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Mannitol (Ph. Eur.), Natriumdodecylsulfat.
Wie Diclofenac-Kalium STADA® aussieht und Inhalt der Packung
Runde, weiß bis weißliche, bikonvexe Filmtablette.
Diclofenac-Kalium STADA® ist in Packungen mit 10 (N1), 20 (N2) und 30 (N2) Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
STADApharm GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-259, Internet: www.stada.de
Hersteller
STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2007.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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