Kaliumchlorid

Kaliumchlorid

Grundlagen

Kaliumchlorid (KCl oder Kaliumsalz) ist ein Metallhalogenidsalz, das aus Kalium und Chlor besteht. Es ist geruchlos und bildet weiße oder farblose glasartige Kristalle. KCl wird als DĂŒngemittel, in der Medizin, in wissenschaftlichen Anwendungen und in der Lebensmittelindustrie verwendet.

Indikationen

Es wird als Medikament zur Behandlung und Vorbeugung eines zu niedrigen Kaliumspiegels im Blut (HypokaliĂ€mie) verwendet. Normalerweise wird es oral oder durch eine Infusion, oftmals in Kombination mit anderen Elektrolyten, verabreicht. Ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet ist die Herzchirugie. Einige herzchirurgische Eingriffe können nicht am schlagenden Herzen durchgefĂŒhrt werden. Bei diesen Eingriffen Kaliumchlorid in den Herzmuskel injiziert, um den Herzschlag zu stoppen, wĂ€hrend eine Herz-Lungen-Maschine die Herzarbeit ĂŒbernimmt.

Medikamente mit Kaliumchlorid

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Kaliumchlorid 7,45 % gefÀrbt Kaliumchlorid B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft
KALINOR-retard P 600 mg Hartkapseln, retardiert Kaliumchlorid Desma GmbH
Kaliumchlorid-Lösung 1 M Noridem Kaliumchlorid Noridem Enterprises Ltd.
Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun Elektrolyte Kaliumchlorid Natriumchlorid B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft
Ringerlösung Fresenius Elektrolyte Kaliumchlorid Natriumchlorid Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Wirkung

Pharmakodynamik/Wirkmechanismus

Nach oraler Einnahme löst sich das Salz im wÀssrigen Milieu des Magens in die beiden Bestandteile K+ und Cl- auf. Das Kalium wird in weiterer Folge im Darm resorbiert und kann so den bestehenden Kaliummangel ausgleichen. 

Pharmakokinetik

Da Kalium physiologisch im Körper vorkommt, spielen pharmakokinetische Parameter eine untergeordnete Rolle. Die Ausscheidung erfolgt ĂŒber den Urin.

ToxizitÀt

Nebenwirkungen

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blutungen im Verdauungstrakt gehören.

Überdosierungen fĂŒhren zu einer HyperkaliĂ€mie, die zu Missempfindungen, Herzblockaden, Herzflimmern, Herzrhythmusstörungen und Sklerose fĂŒhren kann.

Chemische & physikalische Eigenschaften

ATC Code A12BA01, B05XA01
Summenformel KCl
Molare Masse (g·mol−1) 74,55
Schmelzpunkt (°C) 773
CAS-Nummer 7447-40-7
PUB-Nummer 4873
Drugbank ID DB00761

Redaktionelle GrundsÀtze

Alle fĂŒr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprĂŒften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter UniversitĂ€ten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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