Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ofloxacin 400 - 1 A Pharma wird angewendet
zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen, wenn sie durch Ofloxacin-empfindliche Bakterien verursacht worden sind:
- Akute, chronische und wiederkehrende Infektionen der Atemwege (Bronchitis)
- Lungenentzündungen
- Chronische und wiederkehrende Infektionen von Hals, Nase und Ohren
- Infektionen der Weichteile und der Haut
- Infektionen der Knochen
- Infektionen des Bauchraumes - einschließlich des kleinen Beckens - und bakteriell bedingte Durchfälle, die einer antibiotischen Behandlung bedürfen
- Infektionen der Niere, der Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre) und der Geschlechtsorgane sowie Gonorrhoe (Tripper).
Ofloxacin 400 - 1 A Pharma kann auch eingenommen werden zur Verhütung von Infek-tionen bei Patienten mit deutlich geschwächter körpereigener Abwehr.
Ofloxacin 400 - 1 A Pharma ist in der Regel nicht Mittel der ersten Wahl bei Lungenentzündungen durch Pneumokokken und akuten Mandelentzündungen. Ihr Arzt wird vor der Behandlung mit Ofloxacin 400 - 1 A Pharma die genauen Umstände Ihrer Erkrankung prüfen, um zu entscheiden, ob die Anwendung von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma angemessen ist.
Anwendungsgebiete Einzel- und Tagesgaben
Unkomplizierte Infektionen 2 x 100 mg Ofloxacin.
der unteren Harnwege Hierfür stehen Darreichungsformen
mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt
zur Verfügung.
Unkomplizierte Gonorrhoe 1 Filmtablette Ofloxacin 400 - 1 A Pharma
(Tripper) als Einmalgabe
Infektionen der Nieren, 2 x ½ Filmtablette
Harnwege und Ofloxacin 400 - 1 A Pharma pro Tag
Geschlechtsorgane
Infektionen der Atemwege 2 x ½ Filmtablette
sowie von Hals, Nase Ofloxacin 400 - 1 A Pharma pro Tag
und Ohren
Infektionen der Haut 2 x ½ Filmtablette
und Weichteile Ofloxacin 400 - 1 A Pharma pro Tag
Infektionen der Knochen 2 x ½ Filmtablette
Ofloxacin 400 - 1 A Pharma pro Tag
Infektionen des Bauchraumes 2 x ½ Filmtablette
(einschl. bakteriell Ofloxacin 400 - 1 A Pharma pro Tag
bedingter Durchfälle)
Im Einzelfall kann es erforderlich sein, die Dosis bei Erregern mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, bei schweren Infektionen (z. B. der Atemwege oder der Knochen) oder, wenn Sie ungenügend auf die Behandlung ansprechen, zu erhöhen. In diesen Fällen kann die Dosis auf 2 x 400 mg Ofloxacin (entsprechend 2-mal 1 Filmtablette Ofloxacin 400 - 1 A Pharma) pro Tag gesteigert werden. Das gleiche gilt für Infektionen mit er-schwerenden Begleitumständen.
Zur Verhütung von Infektionen bei Patienten mit deutlich geschwächter körpereigener Abwehr wird die Einnahme von 400-600 mg Ofloxacin (entsprechend 1 bis 1½ Film-tabletten Ofloxacin 400 - 1 A Pharma) pro Tag empfohlen (morgens 1 und ggf. abends eine ½ Filmtablette).
Was ist bei eingeschränkter Nierenleistung zu beachten?
Für Patienten mit mäßig und schwer eingeschränkter Nierenleistung ist Ofloxacin 400 - 1 A Pharma wegen der erforderlichen Dosisreduktion nicht besonders geeignet. Hierfür stehen Darreichungsformen mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Die erste Dosis ist entsprechend der Art und Schwere der Erkrankung wie bei Patienten mit normaler Nierenleistung. Die weitere Behandlung erfolgt mit geringeren Dosen bzw. in größeren Zeitabständen zwischen den Einzelgaben. Die folgenden Angaben dienen Ihrem Arzt als Richtlinie für die Fortführung der Therapie (Erhaltungsdosis):
Erhaltungsdosis bei eingeschränkter Nierenfunktion
Kreatinin-Clearance Serumkreatinin Erhaltungsdosis
(Kreatinin-Ausschei- (Gehalt an Krea-
dung) tinin im Blut)
50 bis 20 ml/min 1,5 bis 5 mg/dl 100 - 200 mg
Ofloxacin pro Tag
unter 20 ml/min über 5 mg/dl 100 mg
Ofloxacin pro Tag
Hämo- oder Perito- 100 mg
nealdialyse Ofloxacin pro Tag
Im Einzelfall (siehe oben) kann es erforderlich sein, die Dosis zu erhöhen.
Dosierung bei eingeschränkter Leberleistung

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ofloxacin 400 - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Ofloxacin, dem Wirkstoff von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma, anderen Chinolonen oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind. Grund: Gefahr einer Überempfindlichkeits-reaktion
- wenn Sie einmal einen Krampfanfall hatten, z. B. aufgrund einer Epilepsie (Anfallsleiden) oder infolge einer sonstigen Schädigung des Gehirns (z. B. Verletzungen, Entzündungen oder Schlaganfall). Grund: Gefahr der Auslösung von Krampfanfällen
- bei Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase. Grund: Gelenkknorpelschäden sind nicht mit Sicherheit auszuschließen
- wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe ?Schwangerschaft und Stillzeit?)
- wenn bei Ihnen nach Anwendung von Chinolonen Sehnenbeschwerden auftraten. Grund: Gefahr von Sehnenriss
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma ist erfor-derlich

  • wenn Sie bereits bei der Behandlung mit anderen Chinolonen schwere Nebenwirkungen (z. B. schwere Reaktionen des Nervensystems) entwickelt haben, haben Sie möglicherweise ein erhöhtes Risiko, auch auf Ofloxacin 400 – 1 A Pharma mit solchen Nebenwirkungen zu reagieren.
  • wenn bei Ihnen während der Einnahme von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma oder in den ersten Wochen nach Beendigung der Behandlung starker, anhaltender, manchmal auch blutiger Durchfall auftritt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt. In sehr seltenen Fällen kann Durchfall ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung sein (pseudomembranöse Kolitis), für die umgehend eine geeignete Behandlung eingeleitet werden muss. Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen in solchen Fällen nicht eingenommen werden.
  • wenn bei Ihnen eine Schädigung des Gehirns besteht, z. B. nach Schlaganfall oder Hirnverletzung. Sie neigen dann möglicherweise zu Krampfanfällen. Dies gilt auch, wenn Sie gleichzeitig bestimmte Mittel gegen rheumatische Beschwerden und Schmerzen oder Theophyllin einnehmen (siehe auch ?Bei Einnahme von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln?). Wenn bei Ihnen Krampfanfälle auftreten, müssen Sie umgehend ärztlich behandelt werden. Sie dürfen Ofloxacin 400 – 1 A Pharma nicht weiter einnehmen.
  • wenn bei Ihnen Sehnenbeschwerden (z. B. Schmerzen) auftreten. Diese können auf eine Sehnenentzündung hinweisen, die bereits innerhalb von 48 Stunden nach Behandlungsbeginn zum Sehnenriss führen kann. Ein Sehnenriss betrifft vorwiegend die Achillessehne und kann beidseitig auftreten. Ältere Patienten neigen eher zur Sehnenentzündung. Bei Verdacht auf eine Sehnenentzündung ist sofort ärztlicher Rat einzuholen. Die betroffene Sehne ist entsprechend zu behandeln, vor allem ruhig zu stellen. Die Behandlung mit Ofloxacin 400 – 1 A Pharma ist nach Rücksprache mit dem Arzt zu beenden. (siehe auch Abschnitt 2 unter ?Ofloxacin 400 – 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden? und Abschnitt 4).
  • wenn Sie gleichzeitig Kortikosteroide (manchmal auch Kortison genannt) anwenden. Sie haben dann möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Sehnenentzündungen.
  • wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht. Ofloxacin 400 – 1 A Pharma sollte dann nur unter ärztlicher Überwachung der Nierenfunktion eingesetzt werden. Die Dosis sollte angepasst werden (s. Abschnitt 3).
  • wenn bei Ihnen derzeit eine psychiatrische Erkrankung besteht oder aus der Vergangenheit bekannt ist. Unter der Behandlung mit Ofloxacin sind Depressionen wie auch psychotische Reaktionen berichtet worden. Sehr selten entwickelten sie sich zu suizidalen Gedanken und selbstgefährdendem Verhalten, manchmal schon nach einer einzelnen Dosis von Ofloxacin. Falls eine ungewöhnlich starke Niedergeschlagenheit oder psychiatrische Symptome (z. B. Angst, Realitätsverkennung) auftreten, müssen Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt informieren. Er wird über geeignete Maßnahmen und die weitere Behandlung entscheiden.
  • wenn ihre Leberfunktion eingeschränkt ist, sollten Sie die Leberfunktionsparameter während der Behandlung in regelmäßigen Abständen von Ihrem Arzt überprüfen lassen, da Leberschädigungen durch Ofloxacin vorkommen können. Bei Anzeichen und Symptomen einer Hepatitis (Erkrankung der Leber) wie Gelbfärbung der Haut und Augen, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen beenden Sie die Einnahme und informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.
  • wenn Sie bestimmte gerinnungshemmende Mittel einnehmen (s. auch ?Bei Einnahme von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln?)
  • wenn Sie Symptome wie z. B. Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute feststellen. Insbesondere die längere Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel wie Ofloxacin 400 – 1 A Pharma unempfindlich sind. Die genannten Symptome können Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern sein. Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln.
  • wenn Sie an krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden, kann sich diese während der Behandlung mit Ofloxacin 400 – 1 A Pharma verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie die Einnahme beenden und sofort Ihren Arzt informieren.
  • Obwohl eine Steigerung der Lichtempfindlichkeit während der Behandlung mit Ofloxacin 400 – 1 A Pharma nur sehr selten eintritt, wird empfohlen, dass Sie starke Sonnenbestrahlung oder künstliche UV-Strahlung (z.B. Höhensonne, Solarium) vermeiden.
  • wenn Sie eine angeborene oder in der familiären Vorgeschichte bestehende Verlängerung der QT-Zeit haben (festgestellt durch EKG, elektrische Aufzeichnung der Herzfunktion), bei gestörtem Salzhaushalt (besonders niedriger Kalium- oder Magnesiumblutspiegel), bei sehr langsamen Herzrhythmus (sogenannte ?Bradykardie?), bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz), wenn Sie einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, wenn Sie weiblich oder ein älterer Patient sind, oder falls Sie andere Medikamente einnehmen, welche zu ungewöhnlichen EKG-Veränderungen führen (siehe Abschnitt ?Bei Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln?)
  • wenn Sie orale Antidiabetika (z. B. Glibenclamid) oder Insulin anwenden. Ihre Blutzuckerwerte müssen sorgfältig überwacht werden, weil es zu Unterzuckerungen kommen kann. Anzeichen einer Unterzuckerung können sein: Heißhunger, Nervosität, Schwitzen, Zittern.
  • wenn bei Ihnen Zeichen einer Nervenstörung auftreten. Solche Störungen können sich zeigen als Muskelschwäche, Schmerz, Brennen, Kribbeln, Störung des Tast-, Temperatur- oder Lagesinns, Taubheitsgefühl oder andere Empfindungsstörungen. Sobald Sie Zeichen einer Nervenstörung bemerken, informieren Sie Ihren Arzt. Ofloxacin 400 – 1 A Pharma sollte abgesetzt werden, um bleibende Schäden zu vermeiden.
  • wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie eine erbliche Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen bekannt ist (sogenannter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel). In diesen Fällen kann Ofloxacin 400 – 1 A Pharma die Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolyse) auslösen.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Ofloxacin 400 – 1 A Pharma sollten die Funktionen von Nieren und Leber und die Blutwerte vom behandelnden Arzt regelmäßig überprüft werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Auf Grund fehlender Studien am Menschen und wegen einer möglichen Gelenkknorpelschädigung beim wachsenden Organismus durch Chinolone darf Ofloxacin 400 - 1 A Pharma bei Schwangeren und in der Stillzeit nicht angewendet werden. Wird während einer Behandlung mit Ofloxacin 400 - 1 A Pharma eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ofloxacin hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige Nebenwirkungen (z.B. Schwindel/Be-nommenheit, Schläfrigkeit, Sehstörungen) können im Zusammenhang mit der Anwendung von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma auftreten und Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (siehe Abschnitt 4). Dies beeinträchtigt Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen und gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Ofloxacin 400 - 1 A Pharma daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Ofloxacin 400 - 1 A Pharma einzunehmen?
Nehmen Sie Ofloxacin 400 - 1 A Pharma immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die Dosierung von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung. Wie Sie Ofloxacin 400 - 1 A Pharma einnehmen sollen, sagt Ihnen Ihr Arzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:
Übliche Dosierung bei normaler Nierenfunktion
Art der Anwendung
Ofloxacin 400 - 1 A Pharma ist unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (½ - 1 Glas) ein-zunehmen. Dies kann sowohl auf nüchternen Magen als auch zu den Mahlzeiten erfolgen.
Bis zu 400 mg Ofloxacin können als Einzeldosis gegeben werden. Die Gesamttages-dosen sollten auf je eine Gabe morgens und abends verteilt werden. Es ist wichtig, dass die Zeitabstände zwischen den Gaben von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma annähernd gleich sind.
Einzelgaben bis zu 400 mg pro Tag (z. B. bei der Behandlung des Trippers) werden vorzugsweise morgens eingenommen.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln gegen Magenübersäuerung oder zum Magenschleimhautschutz kann es zur Abschwächung der Wirkung von Ofloxacin 400 -
1 A Pharma kommen. Gleiches gilt auch für andere Mittel, die bestimmte Metallionen (Aluminium, Eisen, Magnesium, Zink) enthalten. Daher muss Ofloxacin 400 - 1 A Phar-ma etwa 2 Stunden vor solchen Präparaten eingenommen werden (siehe auch "Bei Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln").
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen der Erreger und Ihrem Krankheitszustand. Grundsätzlich wird empfohlen, die Behandlung mindestens 2-3 Tage über die Entfieberung und das Abklingen der Krankheitserscheinungen hinaus fortzuführen.
Die übliche Behandlungsdauer ist:

  • bei akuten Infektionen: 7 bis 10 Tage
  • bei Infektionen durch Salmonellen (Erreger z. B. von Darminfektionen): 7 bis 8 Tage
  • bei Infektionen durch Shigellen (Ruhrerreger): 3 bis 5 Tage
  • bei Darminfektionen durch Escherichia coli (Darmkeim): 3 Tage
  • zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhö (Tripper) ist eine einmalige Einnahme von 1 Filmtablette ausreichend
  • bei unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege: 3 Tage
  • bei Infektionen der Knochen: 3 bis 4 Wochen, im Einzelfall auch länger
  • bei Infektionen mit betahämolysierenden Streptokokken (wie z. B. Wundrose): mindestens 10 Tage, um Spätschäden - wie rheumatischem Fieber oder Nierenentzündung (Glomerulonephritis) - vorzubeugen.

Bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen wird empfohlen, eine Behandlungsdauer von
2 Monaten nicht zu überschreiten.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Ofloxacin 400 - 1 A Pharma eingenommen haben als Sie sollten
Wenn zu große Mengen Ofloxacin angewendet wurden, können Zeichen einer Störung der Funktion des Nervensystems auftreten, wie z. B. Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinstrübung und Krampfanfälle, sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie z. B. Übelkeit und Schädigungen (Erosionen) der Magen-Darm-Schleimhaut. Solche Störungen erfordern ärztliche Überwachung und unter Umständen sofortige Gegenmaßnahmen.
Haben Sie nur das Doppelte der geplanten Dosis eingenommen, genügt es, einen Arzt um Rat zu fragen, wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen beobachten. Setzen Sie die Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma planmäßig fort.
Haben Sie versehentlich mehr als doppelt so viel Ofloxacin 400 - 1 A Pharma wie vorgesehen, eingenommen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, damit dieser Sie beraten - und wenn nötig - überwachen und behandeln kann.
Wenn Sie die Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma vergessen haben
Eine unterlassene Einzelgabe muss möglichst bald nachgeholt und die Behandlung dann - wie ursprünglich vorgesehen - fortgeführt werden; die zulässige Tagesdosis sollte dabei aber nicht überschritten werden. Befragen Sie in Zweifelsfällen einen Arzt.
Wenn Sie die Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma abbrechen
Unregelmäßige Einnahme, zu geringe Einzel- und Tagesgaben und zu kurze Behandlungsdauer können den Behandlungserfolg gefährden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen können auftreten mit
- Arzneimitteln gegen Magenübersäuerung (mineralische Antazida) oder zum Schutz der Magenschleimhaut (z.B. Sucralfat), die bestimmte Metallionen enthalten (Aluminium, Eisen, Magnesium, Zink) sowie mit bestimmten Mitteln zur Behandlung einer HIV-Infektion (Didanosin-Kautabletten/gepufferte Tabletten). Ofloxacin 400 – 1 A Pharma muss daher mit etwa 2 Stunden Abstand vor solchen Präparaten eingenommen werden.
- Arzneimitteln, die die Schwelle für krampfartige Anfälle senken. Hierzu zählen bestimmte schmerzstillende bzw. entzündungshemmende Medikamente (z.B. Fenbufen oder vergleichbare nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel) oder bestimmte Arzneimittel gegen Atemwegserkrankungen (z.B. Theophyllin). Bei gleichzeitiger Einnahme solcher Mittel darf Ofloxacin 400 – 1 A Pharma nur mit großer Vorsicht angewendet werden
- bestimmten Arzneimitteln, die über die Nieren ausgeschieden werden (z.B. Probenecid, Cimetedin, Furosemid, Methotrexat). Diese Arzneimittel können sich in ihrer Ausscheidung über die Nieren behindern und zwar insbesondere, wenn sie hochdosiert angewendet werden. Dies kann zu einer Anhäufung dieser Stoffe im Körper und verstärkt zu Nebenwirkungen führen.
- Mitteln, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Phenprocoumon, Warfarin). Die blutgerinnende Wirkung kann durch Chinolone, wie Ofloxacin, verstärkt werden. Deshalb sollte die Gerinnbarkeit des Blutes sorgfältig überwacht werden.
- bestimmten Mitteln gegen erhöhten Blutzucker (Glibenclamid). (s. Abschnitt ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 400 - 1 A Pharma ist erforderlich?).
- bestimmten Arzneimitteln, die Ihren Herzrhythmus verändern können. Dazu gehören Arzneimittel der Gruppe der Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), trizyklische Antidepressiva, einige antimikrobielle Arzneimittel (die zur Gruppe der Makrolide gehören), einige Antipsychotika.
- Laboruntersuchungen zur Bestimmung von Harnwerten (Bestimmung von Opiaten, Porphyrinen im Harn). Gegebenenfalls sollten positive Ergebnisse durch spezifischere Methoden bestätigt werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Ofloxacin 400 - 1 A Pharma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100,
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000,
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000,
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe Abschnitt 2. ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma ist erforderlich? und Abschnitt 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. In diesen Fällen ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis oder sich stark entwickelt:
Dickdarmentzündung (Pseudomembranöse Kolitis)
Hier muss vom Arzt eine Beendung der Behandlung mit Ofloxacin 400 - 1 A Pharma in Abhängigkeit vom Anwendungsgebiet erwogen und sofort eine angemessene Behandlung eingeleitet werden. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Schockreaktionen)
Die Behandlung mit Ofloxacin 400 - 1 A Pharma muss sofort abgebrochen und unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden, der die entsprechenden Notfallmaßnahmen einleiten wird (z. B. Gabe von Antihistaminika, Kortikosteroiden, Sympathomimetika und ggf. Beatmung)
Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen
In diesem Fall sollte unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden, der die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen einleiten wird (z.B. Atemwege freihalten, Verabreichung von krampflösenden Arzneimitteln).
Verschlechterung einer bestehenden Myasthenia gravis
Wenn Sie an Myasthenia gravis leiden, einer seltenen Erkrankung, die Muskelschwäche hervorruft, und sich das Krankheitsbild während der Behandlung mit Ofloxacin 400 – 1 A Pharma verschlechtert, beenden Sie die Einnahme und informieren Sie sofort Ihren Arzt.
Hepatitis (Erkrankung der Leber)
Bei Anzeichen und Symptomen einer Hepatitis (Erkrankung der Leber) wie Gelbfärbung der Haut und Augen, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen beenden Sie die Einnahme und informieren Sie sofort Ihren Arzt.
Weitere Nebenwirkungen
Gelegentlich:


Selten:
  • anaphylaktische/anaphylaktoide Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwellungen der Haut und Schleimhäute, z. B. des Gesichts, der Zunge und im Bereich des Kehlkopfes (Angioödeme)
  • Appetitlosigkeit
  • psychotische Reaktionen mit z. B. Halluzinationen (Fehlwahrnehmungen), Verwirrtheit, Angstzustände, intensive Traumerlebnisse (bis zum Albtraum), Depression
  • Schläfrigkeit, Sinnesstörungen wie Missempfindungen (z. B. Kribbeln, Taubheitsgefühl, gesteigerte bzw. verringerte Empfindung von Berührungsreizen), Geschmacks- und Geruchsstörungen (bis zum Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinnes)
  • Sehstörungen (z. B. Verschwommensehen, Doppeltsehen und verändertes Farbensehen)
  • Gleichgewichtstörungen
  • Pulsbeschleunigung
  • Blutdruckabfall (manchmal bis zum Kreislaufzusammenbruch mit Bewusstlosigkeit), Blutdruckanstieg
  • Atemnot, Verkrampfung der Atemwege
  • Darmentzündung (in Einzelfällen auch mit Blut im Stuhl)
  • Beeinträchtigung der Leberfunktion mit Anstieg von Leberenzymwerten, Erhöhung von Bilirubin (Gallenfarbstoff) im Blut
  • Schwitzen, Hitzewellen, Nesselsucht (Urtikaria), bläschenförmiger oder pustulöser Ausschlag
  • Sehnenbeschwerden (z. B. Schmerzen, Sehnenentzündung)
  • Beeinträchtigung der Nierenfunktion (diese zeigt sich z. B. als Anstieg des Serumkreatinin)

Sehr selten:
  • Mangel an bestimmten Blutzellen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie), Zerfall der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), Erhöhung der Zahl bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie)

Zeichen solcher Blutbildstörungen können sein:
Blässe und Schwäche, rötlich gefärbter Urin,
entzündliche Schleimhautveränderungen (z. B. im Mund- und Rachen-, After- und Genitalbereich), eine Halsentzündung und unerwartet dauerhaftes oder wiederkehrendes Fieber oder
verstärkte Blutungsneigung (z. B. verstärkte Neigung zu Blutergüssen) und das gehäufte Auftreten von sog. Petechien (kleine, punktförmige, rötliche Flecken in der Haut und an den Schleimhäuten).
  • Entzündung von kleinen Blutgefäßen, Überempfindlichkeitsreaktionen mit schwerwiegendem Blutdruckabfall (anaphylaktischer/anaphylaktoider Schock)
  • Krampfanfälle, extrapyramidale Symptome (z. B. erhöhte bzw. erniedrigte Muskelspannung, unbeabsichtigte Bewegungen des Gesichts bzw. des Körpers, verlangsamter Bewegungsbeginn, Bewegungsarmut) oder muskuläre Koordinationsstörungen (z. B. Zittern, Gangunsicherheit) *
  • Nervenstörungen, Empfindungen und Bewegungsabläufe betreffend
  • Hörstörungen wie Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverlust
  • schwerwiegende Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), siehe auch Abschnitt 2
  • Gelbsucht in Folge verminderter Ausscheidung des Gallenfarbstoffes
  • Lichtüberempfindlichkeit der Haut (z. B. Sonnenbrand-ähnliche Reaktionen, Verfärbung oder Ablösung der Nägel) *
  • entzündliche Erkrankung der Blutgefäße mit kleinen, punktförmigen, rötlichen Flecken in der Haut und an den Schleimhäuten, Bläschen oder Knötchen, die in Einzelfällen zum Absterben von Haut führen; schwerwiegende Haut- und Schleimhautreaktionen (Erythema multiforme, toxische epidermale Nekrolyse)
  • Gelenk- und Muskelbeschwerden (z. B. Schmerzen), Sehnenriss (z. B. der Achillessehne*)
  • akutes Nierenversagen (Anzeichen können sein: starke Zu- und Abnahme der Urinausscheidung, verbunden mit allgemeinem Krankheitsgefühl)
  • Fieber

Häufigkeit nicht bekannt
  • Mangel an bestimmten Blutzellen (Agranulozytose), schwerwiegende Störungen der Blutzellenbildung (Knochenmarksdepression)
  • schwerwiegende Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom), plötzlich auftretender Eiterbläschen-Ausschlag, an gleicher Stelle wiederkehrender Ausschlag (fixes Arzneimittelexanthem)
  • Schädigung des Muskelgewebes, Muskelschwäche (von besonderer Bedeutung bei Patienten mit Myasthenia gravis, einer schweren Muskelerkrankung), Muskelzerrung, Muskelabriss
  • allergisch bedingte Nierenentzündung
  • Porphyrie-Attacken bei Patienten mit Porphyrie (seltene Stoffwechselerkrankung)
  • Leberentzündung (Hepatitis), schwerer Leberschaden
  • schwere Atemnot, allergisch bedingte Lungenentzündung
  • ungewöhnlich schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlich unregelmäßiger Herzrhythmus, Herzrhythmusveränderung (bezeichnet als ?Verlängerung der QT-Zeit, festgestellt durch EKG, elektrische Aktivität des Herzens), kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkopen) *
  • psychotische Reaktionen und Depressionen mit Selbstgefährdung bis hin zu suizidalen Gedanken oder Handlungen *
  • Anstieg oder Abfall des Blutzuckers, insbesondere bei Patienten, die mit blutzuckersenkenden Mitteln behandelt werden *

* Siehe auch im Abschnitt 2 unter "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 400 – 1 A Pharma ist erforderlich?.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchdrückpackung und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Ofloxacin 400 - 1 A Pharma enthält
1 Filmtablette enthält 400 mg Ofloxacin.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Crospovidon, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, Poloxamer 188, Povidon K 25, Talkum, Titandioxid (E171)
Wie Ofloxacin 400 - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung:
Packungen mit 10, 14, 20, 30 und 50 Filmtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
1 A Pharma GmbH
Keltenring 1+3
82041 Oberhaching
Telefon: 08138825-0
Hersteller
SALUTAS Pharma GmbH
Otto-von-Guericke Allee 1
39179 Barleben
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im:
Februar 2011

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