Topiramat real 50 mg Filmtabletten

Abbildung Topiramat real 50 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Topiramat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dolorgiet GmbH & Co.KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N03AX11
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

Zulassungsinhaber

Dolorgiet GmbH & Co.KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Topiramat Sandoz 200 mg Filmtabletten Topiramat Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Topirastad 200 mg Filmtabletten Topiramat ALIUD PHARMA GmbH
Topiramat Winthrop 200 mg Filmtabletten Topiramat Winthrop Arzneimittel GmbH
Topiramat-Actavis 100 mg Filmtabletten Topiramat Actavis Group PTC ehf
Topiramat-ratiopharm 200 mg Filmtabletten Topiramat Ratiopharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

WAS IST TOPIRAMAT REAL UND WOF√úR WIRD ES ANGEWENDET?
Topiramat real ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie.
Es wird angewendet

  • als alleiniges Mittel (Monotherapie) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit neu diagnostizierter Epilepsie oder zur Umstellung auf eine Monotherapie
  • als Zusatztherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit


- Krampfanfällen, die in einem klar abgegrenzten Bereich des Gehirns beginnen und sich dann unter Umständen auf das gesamte Gehirn ausbreiten können (fokale epileptische Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung),
- Krampfanfällen, die von Anfang an das gesamte Gehirn betreffen (primär generalisierte tonisch-klonische Anfälle),
- epileptischen Anfällen beim Lennox-Gastaut-Syndrom.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Topiramat real darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Topiramat oder einen der sonstigen Bestandteile von Topiramat real sind.


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Topiramat real ist erforderlich
bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Bei älteren Patienten kann die Nierenfunktion generell eingeschränkt sein. In solchen Fällen werden Topiramat und dessen Stoffwechselprodukte von den Nieren nur in begrenztem Umfang ausgeschieden. Es empfiehlt sich, die Behandlung mit einer niedrigen Dosis von Topiramat real zu beginnen und auf das Auftreten von Nebenwirkungen zu achten.
bei erh√∂hter Anf√§lligkeit f√ľr die Bildung von Nierensteinen.
Risikofaktoren f√ľr die Bildung von Nierensteinen sind eine famili√§re Vorbelastung, eine Nierensteinbildung in der Vorgeschichte sowie eine vermehrte Ausscheidung von Kalzium im Urin (Hyperkalzurie). Das Risiko kann auch dann erh√∂ht sein, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die die Bildung von Nierensteinen beg√ľnstigen k√∂nnen (siehe ?Bei Einnahme von Topiramat real mit anderen Arzneimitteln?). Die Einnahme von Topiramat real f√ľhrt aber nicht zwangsl√§ufig zur Nierensteinbildung. Zu den Anzeichen von Nierensteinen geh√∂ren kolikartige Schmerzen, Nieren- oder Flankenschmerzen. Beim Auftreten dieser Zeichen informieren Sie bitte Ihren Arzt.
bei eingeschränkter Leberfunktion,
weil die Ausscheidung von Topiramat aus dem Körper herabgesetzt sein kann.
bei unerw√ľnschtem Gewichtsverlust.
Wenn es bei Ihnen unter der Therapie zu einem unerw√ľnschten Gewichtsverlust kommt, sollten Sie entweder mehr essen oder den Verlust durch andere entsprechende Ma√ünahmen ausgleichen.
Unter der Behandlung mit Topiramat real wurden folgende Erscheinungen beobachtet:
Plötzlich auftretende Kurzsichtigkeit (akute Myopie) und Zunahme des Augeninnendrucks
√úber akute Myopie und Anstiege des Augeninnendrucks wurde unter der Therapie mit Topiramat real berichtet. In solchen F√§llen kam es zu einer pl√∂tzlich auftretenden Minderung der Sehsch√§rfe und/oder Augenschmerzen, Augenr√∂tung oder Weitstellung der Pupillen. Diese Symptome traten sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auf, und zwar in der Regel innerhalb des ersten Monats der Behandlung mit Topiramat real. Beim Auftreten solcher Beschwerden m√ľssen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt aufsuchen. Die Behandlung mit Topiramat real ist sofort zu beenden, und entsprechende Ma√ünahmen zur schnellen Senkung des Augeninnendrucks sind einzuleiten.
Metabolische Azidose (Übersäuerung des Blutes)
Unter der Therapie mit Topiramat kann es zu einer √úbers√§uerung des Blutes (metabolische Azidose mit Abnahme der Bicarbonat-Serumkonzentration) kommen. Zu den Risikofaktoren, die die Ausbildung einer Azidose beg√ľnstigen, geh√∂ren unter anderem:
- Nierenerkrankungen,
- schwere Atemwegserkrankungen,
- Status epilepticus,
- Durchfälle,
- chirurgische Eingriffe,
- eine ketogene Ernährung (fettreiche und kohlenhydratarme Ernährung)
- bestimmte Arzneimittel.
Eine dauerhaft bestehende Azidose erh√∂ht das Risiko f√ľr Nierensteine und kann zu einer Abnahme des Knochengewebes (Osteopenie) und bei Kindern zu einer Verlangsamung des Wachstums f√ľhren.
Unter der Therapie mit Topiramat real m√ľssen Sie regelm√§√üig auf die Ausbildung einer metabolischen Azidose untersucht werden (Bestimmung der Bicarbonat-Serum-konzentration, √úberwachung des Serumchloridwerts oder Blutgasanalysen). Wenn sich eine metabolische Azidose ausbildet und fortbesteht, ist eine Dosisreduktion oder ein Absetzen der Behandlung mit Topiramat zu erw√§gen (mit schrittweiser Dosisreduktion).
Psychische Störungen
Unter einer Behandlung mit Topiramat real wurden Stimmungsschwankungen und Depressionen vermehrt beobachtet. Es liegen auch Meldungen √ľber Suizidgedanken, Suizidversuche und Suizid (Selbstt√∂tung) vor.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise zur Anwendung von Topiramat real:
Achten Sie auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr!
Eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist unter der Behandlung mit Topiramat real sehr wichtig. Dadurch l√§sst sich das Risiko f√ľr Nierensteine mindern (siehe weiter oben). Durch Zufuhr von ausreichend Fl√ľssigkeit vor und w√§hrend k√∂rperlicher Aktivit√§ten, wie z. B. sportlicher Bet√§tigung oder bei warmen Temperaturen, l√§sst sich das Risiko hitzebedingter Nebenwirkungen vermindern (siehe Abschnitt 4. ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich??).
Schleichen Sie die Behandlung ganz allmählich schrittweise aus!
Alle Arzneimittel gegen Epilepsie, darunter auch Topiramat real, sind zur Verminderung des Anfallsrisikos bzw. zur Vermeidung einer erh√∂hten Anfallsh√§ufigkeit allm√§hlich auszuschleichen. In Situationen, in denen ein rasches Absetzen von Topiramat real aus medizinischen Gr√ľnden erforderlich ist, empfiehlt sich eine entsprechende √§rztliche √úberwachung.
Kinder
Dieses Arzneimittel ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren vorgesehen, da zum Einsatz von Topiramat in dieser Altersgruppe bislang keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Schwangerschaft
Wie bei anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie kann auch bei der Anwendung von Topiramat real in der Schwangerschaft ein erh√∂htes Risiko f√ľr Missbildungen beim ungeborenen Kind insbesondere dann nicht ausgeschlossen werden, wenn mehrere Epilepsiemittel kombiniert eingesetzt werden. Daher empfiehlt sich zur fr√ľhzeitigen Erkennung einer Sch√§digung die Durchf√ľhrung entsprechender vorgeburtlicher (Ultraschall)untersuchungen.
Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Topiramat, den in Topiramat real enthaltenen Wirkstoff, nur dann einnehmen, wenn dies nach Einsch√§tzung Ihres Arztes zwingend erforderlich ist und f√ľr Sie keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten zur Verf√ľgung stehen. W√§hrend der Schwangerschaft ist Topiramat real nur als alleiniges Epilepsiemittel (Monotherapie) und in der geringsten wirksamen Dosis anzuwenden.
Wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder unter der Behandlung mit Topiramat real schwanger werden oder w√§hrend der Schwangerschaft eine Behandlung mit Topiramat real erforderlich ist, muss von Ihrem Arzt die Notwendigkeit der Anfallskontrolle gegen das m√∂gliche Risiko f√ľr das ungeborene Kind abgewogen werden. Sie d√ľrfen die Therapie niemals ohne √§rztlichen Rat eigenm√§chtig abbrechen, da epileptische Anf√§lle das Kind sch√§digen k√∂nnen.
Stillzeit
Da Topiramat, der in Topiramat real enthaltene Wirkstoff, in die Muttermilch √ľbergeht und Nebenwirkungen beim gestillten Kind nicht ausgeschlossen werden k√∂nnen, muss von Ihrem Arzt entschieden werden, ob die Therapie mit Topiramat real abgesetzt (unter Ber√ľcksichtigung der Notwendigkeit einer Behandlung der Epilepsie mit Topiramat real f√ľr die Mutter) oder abgestillt werden muss.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch kann Topiramat real insbesondere zu Therapiebeginn zu Schwindel, Schl√§frigkeit und √§hnlichen Beschwerden f√ľhren. Dadurch kann die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt werden. Dies gilt in verst√§rktem Ma√ü im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Topiramat real
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Wenn Sie von Ihrem Arzt dar√ľber informiert wurden, dass bei Ihnen eine Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern vorliegt, setzen Sie sich bitte vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit ihm in Verbindung.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST TOPIRAMAT REAL EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Topiramat real immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Besprechen Sie die Dosierung bitte mit Ihrem Arzt. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beginnen Sie die Therapie mit einer niedrigen Dosis, die dann bis zur wirksamen Zieldosis gesteigert wird. Hierf√ľr stehen andere Wirkst√§rken von Topiramat real zur Verf√ľgung (25 mg, 100 mg und 200 mg). Achten Sie bei der empfohlenen Dosierung unbedingt darauf, welche St√§rke Ihnen der Arzt verordnet hat.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Monotherapie (alleinige Behandlung der Epilepsie mit Topiramat real)
Erwachsene:
Anfangsdosierung: Beginnen Sie die Therapie mit der täglichen abendlichen Einnahme von 25 mg Topiramat in der ersten Woche.
Schrittweise Dosissteigerung: Wöchentliche bis zweiwöchentliche Dosissteigerung um 25 bis 50 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei tägliche Einzelgaben morgens und abends.
Empfohlene Zieldosis: 100 mg Topiramat pro Tag, aufgeteilt in zwei Einzelgaben (morgens und abends).
Die Dosierung kann bis auf maximal 500 mg Topiramat täglich erhöht werden, wenn dies nach Einschätzung Ihres Arztes erforderlich ist.
Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren:
Anfangsdosierung: Zu Therapiebeginn sind in der ersten Woche täglich abends 0,5 bis 1 mg/kg Körpergewicht einzunehmen.
Schrittweise Dosissteigerung: Wöchentliche bis zweiwöchentliche Dosissteigerung um 0,5 bis 1 mg/kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt in zwei tägliche Einzelgaben morgens und abends.
Empfohlene Zieldosis: Topiramat 3 bis 6 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
Zusatztherapie (gleichzeitige Behandlung mit Topiramat real und weiteren Mitteln gegen Epilepsie)
Erwachsene:
Anfangsdosierung: Beginnen Sie die Therapie mit der täglichen abendlichen Einnahme von 25 bis 50 mg Topiramat in der ersten Woche.
Schrittweise Dosissteigerung: Wöchentliche bis zweiwöchentliche Dosissteigerung um 25 bis 50 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei tägliche Einzelgaben morgens und abends.
Empfohlene Zieldosis: Zwischen 200 und 400 mg Topiramat pro Tag.
Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren:
Anfangsdosierung: Zu Beginn der Behandlung wird in der ersten Woche eine Dosis von 25 mg Topiramat pro Tag (oder eine geringere, anhand des Körpergewichts innerhalb eines Dosisbereichs von 0,5 bis 1 mg/kg Körpergewicht/Tag ermittelte Dosierung) verabreicht.
Schrittweise Dosissteigerung: Wöchentliche bis zweiwöchentliche Dosissteigerung um ungefähr 1 mg/kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt in zwei tägliche Einzelgaben (morgens und abends).
Empfohlene Zieldosis: Topiramat 5 bis 9 mg/kg Körpergewicht/Tag.
Tagesdosen bis zu 30 mg/kg Körpergewicht/Tag wurden untersucht und im Allgemeinen gut vertragen.
Nehmen Sie Topiramat real bitte nur als ganze Tabletten unzerkaut und mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein. Die Tabletten k√∂nnen von den Mahlzeiten unabh√§ngig eingenommen werden. Topiramat real ist in zwei t√§glichen Einzelgaben aufgeteilt (morgens und abends) einzunehmen. Bei manchen Patienten kann die Tagesdosis auch auf einmal eingenommen werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Topiramat real eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Topiramat real eingenommen haben, als Sie sollten, m√ľssen Sie auf jeden Fall einen Arzt um Rat fragen.
Bei einer √úberdosierung kann es zu folgenden Anzeichen und Symptomen kommen:
Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Schläfrigkeit, Sprechstörungen, verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Denkstörungen, Antriebslosigkeit (Lethargie), Koordinationsstörungen, Benommenheit (Stupor), Blutdruckabfall (Hypotonie), Bauchschmerzen, Agitiertheit, Schwindel, Depressionen. Die klinischen Folgen waren in den meisten Fällen nicht gravierend, doch wurden nach Mehrfachintoxikation mit verschiedenen Arzneimitteln einschließlich Topiramat Todesfälle beschrieben. Bei einer Überdosierung mit Topiramat real kann es zu einer schweren Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) und zu einer krankhaft erniedrigten Kaliumkonzentration im Blut (Hypokaliämie) kommen (siehe Abschnitt 2).
Hinweise f√ľr den behandelnden Arzt bei einer √úberdosierung
Bei einer akuten Topiramat-√úberdosierung sollte bei erst k√ľrzlich zur√ľckliegender Einnahme sofort eine Magenentleerung durch Magensp√ľlung oder Ausl√∂sen von Erbrechen herbeigef√ľhrt werden. Aktivkohle adsorbiert Topiramat in vitro nachweislich. Allgemeine unterst√ľtzende Ma√ünahmen und Vorsichtsma√ünahmen sind zu ergreifen. Topiramat l√§sst sich durch H√§modialyse sehr effektiv aus dem K√∂rper entfernen. Auf eine gute Hydratation des Patienten ist zu achten.
Wenn Sie die Einnahme von Topiramat real vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme von Topiramat real vergessen haben, sondern setzen Sie die Therapie durch Einnahme der verordneten Dosis zum nächsten vorgesehenen Verabreichungszeitpunkt fort.
Wenn Sie die Einnahme von Topiramat real abbrechen
Sie d√ľrfen die Therapie auf keinen Fall eigenm√§chtig absetzen. Zur Verminderung der Gefahr neuer Krampfanf√§lle ist Topiramat real allm√§hlich auszuschleichen.
Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass Topiramat real zu stark oder zu schwach wirkt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Topiramat real mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Weitere Wirkstoffe gegen Epilepsie (Antiepileptika):
Bislang wurden keine nennenswerten Wechselwirkungen beobachtet, wenn Topiramat real zusammen mit folgenden Wirkstoffen gegen Epilepsie verabreicht wurde: Phenobarbital, Primidon oder Lamotrigin.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Topiramat real und weiteren Arzneimitteln gegen Epilepsie wurden folgende Wechselwirkungen beobachtet:
- Phenytoin: Anstiege der Phenytoinkonzentration im Blut oder erniedrigte Konzentrationen von Topiramat im Blut wurden gelegentlich beobachtet.
- Carbamazepin: Kann die Konzentration von Topiramat im Blut erniedrigen.
- Valproinsäure war mit erhöhten Ammoniakkonzentrationen im Blut verbunden, die wiederum mit Hirnfunktionsstörungen einhergingen.
- Sultiam oder Zonisamid: können möglicherweise Nebenwirkungen verstärken.
Wenn Sie mehrere Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie einnehmen, sind Ihre Blutwerte vom Arzt regelmäßig zu kontrollieren; gegebenenfalls ist die Dosierung der Arzneimittel anzupassen.
Arzneimittel gegen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) bzw. Herzrhythmusstörungen mit dem Wirkstoff Digoxin:
Topiramat real kann die Digoxinkonzentration im Blut vermindern.
Hormonale Verh√ľtungsmittel (?Pille?).
In klinischen Studien wurde ab Dosierungen von 200¬†mg Topiramat bei Kombination mit Valproins√§ure (Arzneimittel gegen Epilepsie) ein Einfluss auf die √Ėstrogenkomponente hormonaler Verh√ľtungsmittel beobachtet. An die M√∂glichkeit einer verminderten Wirksamkeit des Verh√ľtungsmittels und/oder das Auftreten von Durchbruchblutungen ist zu denken.
Wenn Sie √∂strogenhaltige Verh√ľtungsmittel einnehmen, m√ľssen Sie Ihren Arzt √ľber eventuelle √Ąnderungen Ihrer Regelblutungen informieren.
Lithium (Arzneimittel gegen Depressionen):
Wenn Sie mit Lithium behandelt werden und gleichzeitig Topiramat einnehmen, muss die Lithiumkonzentration kontrolliert werden.
Harntreibende Arzneimittel mit dem Wirkstoff Hydrochlorothiazid zur Behandlung des Bluthochdrucks, der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und von Wassereinlagerungen:
In einer Studie bewirkte Hydrochlorothiazid einen Anstieg der Topiramatkonzentration im Blutplasma. Daher kann eine Dosisreduktion ratsam sein. Ferner liegen Hinweise darauf vor, dass Hydrochlorothiazid zu einer erheblichen Erniedrigung der Kaliumkonzentrationen f√ľhren kann, wenn es zusammen mit Topiramat angewendet wird.
Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) eingesetzte Wirkstoffe wie Metformin, Pioglitazon oder Glibenclamid:
Wenn unter einer bestehenden Behandlung des Diabetes mellitus mit der Therapie mit Topiramat real neu begonnen oder diese abgesetzt wird, ist der Blutzucker sorgf√§ltig zu √ľberwachen.
Sonstige Wirkstoffe
Wirkstoffe, die das Risiko f√ľr Nierensteine erh√∂hen k√∂nnen
Topiramat real kann bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Substanzen, die eine Nierensteinbildung beg√ľnstigen, das Risiko f√ľr Nierensteine erh√∂hen. Die gleichzeitige Anwendung solcher Substanzen, und zwar insbesondere von Acetazolamid (Arzneimittel gegen ?gr√ľnen Star?), Triamteren (harntreibendes Arzneimittel), Zonisamid (Arzneimittel gegen Epilepsie) und Vitamin C in Dosierungen √ľber 2 g/Tag, ist daher zu vermeiden.
Wechselwirkungen zwischen Topiramat und folgenden Wirkstoffen können nicht ausgeschlossen werden:
- Wirkstoffe, die auf das Zentralnervensystem dämpfend wirken (z. B. Epilepsie-, Schlaf- und Beruhigungsmittel)
- Alkohol
- Flunarizin (Arzneimittel zur Vorbeugung von Migräne)
- Diltiazem (Arzneimittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
- Propranolol (Arzneimittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
- Amitryptilin (Arzneimittel gegen Depressionen)
- Haloperidol (Arzneimittel gegen psychisch-seelische Störungen).
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Topiramat real Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Die Nebenwirkungen k√∂nnen insbesondere zu Therapiebeginn und w√§hrend der Dosisfindung auftreten. Eine raschere Dosissteigerung zur Einstellung auf die Zieldosis und h√∂here Anfangsdosierungen gingen vermehrt mit unerw√ľnschten Ereignissen einher, die zu Therapieabbr√ľchen f√ľhrten.
In der Auflistung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben verwendet:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: 1 bis 10 von 100 Behandelten
Gelegentlich: 1 bis 10 von 1.000 Behandelten
Selten: 1 bis 10 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr h√§ufig: M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Drehschwindel, Koordinationsst√∂rungen, Sprach-/Sprechst√∂rungen, Par√§sthesien (Missempfindungen, wie z.¬†B. Kribbeln, Taubheit, Ameisenlaufen), nicht beeinflussbare schnelle Augenbewegungen (Nystagmus), Schwindel, Nervosit√§t, verlangsamtes Denken und verlangsamte Bewegungsabl√§ufe, Ged√§chtnisst√∂rungen, Verwirrtheits-zust√§nde, Appetitverlust, Angst, verminderte Konzentration/Aufmerksamkeit, Depression*, √úbelkeit, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, Doppelbilder und andere Sehst√∂rungen.
Häufig: Psychosen, psychotische Symptome und aggressives Verhalten, Geschmacksveränderungen, Agitiertheit/Unruhe, Stimmungs-schwankungen, emotionale Labilität, Koordinationsstörungen, Gangstörungen, Teilnahmslosigkeit, Bauchbeschwerden, Schwäche, Stimmungsprobleme, Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen, Bildung von Nierensteinen*, Zittern, Menstruationsstörungen, Impotenz.
Gelegentlich: √úber Suizidgedanken und Suizidversuche wurde im Rahmen klinischer Studien gelegentlich berichtet.
Selten: Erregung/Agitiertheit (Unruhe), Krampfanfälle, Haarverlust sowie insbesondere bei Kindern vermindertes Schwitzen (Oligohidrosis).
Sehr selten: Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, thromboembolische Ereignisse (pl√∂tzlicher Gef√§√üverschluss durch ein Blutgerinnsel). Ein Kausalzusammenhang mit Topiramat real konnte nicht nachgewiesen werden.
Abnahme der Zahl der Blutplättchen, metabolische Azidose*, erhöhter Ammoniakgehalt im Blut**, Schlaflosigkeit, psychotische Störungen, Sinnestäuschungen (Halluzinationen), Suizid*, Gedächtnisverlust (Amnesie), entzugsbedingte Krampfanfälle*, plötzlich auftretende Kurzsichtigkeit (akute Myopie) und Anstieg des Augeninnendrucks*, Augenschmerzen, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Hautausschlag, Fieber, Empfindungsstörungen, Geschmacksveränderungen.
Bei Patienten, die mit Topiramat real allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt wurden, wurde √ľber erh√∂hte Leberfunktionswerte berichtet. Es liegen Einzelfallmeldungen √ľber Leberversagen und Leberentz√ľndung (Hepatitis) bei Patienten vor, die unter der Behandlung mit Topiramat real verschiedene weitere Arzneimittel erhielten.
Ferner liegen Einzelfallmeldungen √ľber Haut- und Schleimhautreaktionen mit Blasenbildung (darunter Hauterkrankungen wie Erythema multiforme, Pemphigus, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse) vor. Die Mehrzahl dieser Meldungen stammt von Patienten, die weitere Arzneimittel einnahmen, welche ebenfalls mit blasenbildenden Haut- und Schleimhautreaktionen einhergehen k√∂nnen.
* (siehe Abschnitt 2, ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Topiramat real ist
erforderlich?)
** (siehe Abschnitt 2, ?Bei Einnahme von Topiramat real mit anderen Arzneimitteln?)
Kinder ab 2 Jahre
Zus√§tzlich zu den oben genannten Nebenwirkungen wurden bei Kindern ab 2 Jahren die folgenden Nebenwirkungen beobachtet: √ľberm√§√üige Bewegungsaktivit√§t der Muskeln (Hyperkinesien), Sinnest√§uschungen (Halluzinationen), Verhaltensst√∂rungen, √ľberm√§√üige Speichelbildung.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen Topiramat real nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht √ľber 30¬įC lagern.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Weitere Informationen
Patienten, bei denen eine Blutwäsche erforderlich ist (Hämodialysepatienten)
Da Topiramat durch Hämodialyse aus dem Blutplasma entfernt wird, ist es notwendig, die an den Blutwäschetagen zu verabreichende Dosis um ungefähr die Hälfte zu erhöhen. Diese zusätzliche Dosis ist in zwei Gaben aufgeteilt einzunehmen, und zwar eine unmittelbar vor und eine bei Abschluss der Blutwäsche. Die zusätzliche Dosis kann von der eingesetzten Dialysemethode und vom Dialysegerät abhängen.
Dosisanpassung
Eine Bestimmung der Wirkstoffkonzentration im Blut ist bei Topiramat real nicht erforderlich, da zwischen der Wirksamkeit und der Wirkstoffkonzentration im Blut bei Topiramat real kein direkter Zusammenhang besteht.
Was Topiramat real enthält
Der Wirkstoff ist Topiramat.
Eine Filmtablette enthält 50 mg Topiramat.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern:
- Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Crospovidon, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.
Film√ľberzug:
- Basisches Butylmethacrylat-Copolymer, Titandioxid (E 171), Magnesiumstearat, Talkum, Stearinsäure, Natriumdodecylsulfat, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172).
Wie Topiramat real aussieht und Inhalt der Packung
Topiramat real 50 mg Filmtabletten werden dargereicht in Form eines Tablettenkerns mit Film√ľberzug.
Topiramat real 50 mg Filmtabletten sind rund und hellgelb.
Topiramat real 50 mg Filmtabletten sind in Packungsgrößen mit 28, 50, 100 und 200 Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
DOLORGIET GmbH & Co.KG
Geschäftsbereich realpharma
Otto-von-Guericke-Straße 1
53757 Sankt Augustin/Bonn
Telefon: 022417-0
Telefax: 022417390
E-Mail:
Hersteller
Sofarimex - Indstria Qumica e Farmacutica, Lda.
Av. das Indstrias - Alto de Colaride, Agualva
2735-213 Cac?m
Portugal
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im September 2009.

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Wirkstoff(e) Topiramat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dolorgiet GmbH & Co.KG
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden