Autor: Winthrop Arzneimittel GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Triam Injekt® 40 mg ist ein Glucocorticoid (Nebennierenrindenhormon). Es handelt sich um eine Injektionssuspension (Kristallsuspension) mit einer mittleren Partikelgröße von 4 µm.
Triam Injekt® 40 mg wird lokal angewendet
a) zur intraartikulären Injektion
- bei nach Allgemeinbehandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen verbleibender Entzündung in einem oder wenigen Gelenken,
- bei Gelenkentzündung bei Pseudogicht/Chondrokalzinose (Störungen der Ablagerung von Calcium im Gelenkknorpel),
- bei aktivierter Arthrose (akute Entzündung bei degenerativen Gelenkerkrankungen),
- bei verschiedenen akuten Formen der Periarthropathia humeroscapularis (Entzündungen des Schultergelenks).
b) intrafokal/zur Infiltration
- bei Bursitis (Schleimbeutelentzündung),
- zur Behandlung von Tendinitis (Sehnenentzündung), Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündung) und Epicondylitis (Entzündung an einem Knochenfortsatz des Gelenkkopfs, z. B. Tennisellenbogen).
Indiziert ist eine Infiltrationstherapie nur, wenn eine umschriebene, nicht bakterielle, entzündliche Reaktion vorliegt.
Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bestimmt:
Kristallsuspensionen sollten vorrangig zur intraartikulären Therapie großer Gelenke eingesetzt werden. Hierbei können Suspensionen mit geringer Kristallgröße eine bessere lokale Verträglichkeit besitzen. Suspensionen mit langer Verweildauer im Gelenk sollten bevorzugt verwendet werden, da sie eine längere lokale Wirksamkeit und eine geringere systemische Wirkung aufweisen.
Die Verweildauer von Triam Inject® 40 mg im Gelenk beträgt mindestens 18 Tage.
Die Therapie kleiner Gelenke sollte wegen der geringeren Gewebsreizung vorrangig mit wässrigen Lösungen oder mikrokristallinen Suspensionen erfolgen.
Es empfiehlt sich, zur Infiltrationstherapie bevorzugt wässrige Glucocorticoid-Lösungen oder mikrokristalline Suspensionen zu verwenden, um Kristallreaktionen und insbesondere Sehnenschäden und Sehnenruptur zu vermeiden.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Triam Injekt® 40 mg darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sind,
- bei Frühgeborenen oder Neugeborenen.
Intraartikuläre Injektion und Infiltrationstherapie nicht bei
- Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenks oder des Applikationsbereiches,
- Psoriasisherd im Applikationsbereich,
- Blutungsneigung (spontan oder durch Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung),
- Kalkeinlagerungen in der Umgebung des Gelenks (periartikuläre Kalzifikation),
- Instabilität des zu behandelnden Gelenks,
- Absterben von Knochengewebe (nicht vaskularisierte Knochennekrose),
- Sehnenriss,
- einer schmerzlosen Gelenkerkrankung (Charcot-Gelenk).
Länger dauernde Therapie nicht bei
Magen-Darm-Geschwüren, schwerem Knochenschwund (Osteoporose), psychiatrischen Krankheiten in der Vergangenheit, akuten Infektionen (z. B. Viruserkrankungen wie Gürtelrose, Herpesbläschen, Windpocken), HBsAG-positiver chronisch-aktiver Leberentzündung, ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen, Pilzerkrankungen der inneren Organe (systemische Mykosen) und Parasitosen, Kinderlähmung, Lymphknotenentzündung nach BCG-Impfung, Eng- und Weitwinkelglaukom.
Da es sich um eine Kristallsuspension handelt, darf Triam Injekt® 40 mg nicht intravenös gegeben werden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Triam Injekt® 40 mg ist erforderlich
Die Kristallsuspension muss vor dem Aufziehen inspiziert werden, ob Klumpen oder eine Agglomeration der Kristalle zu sehen sind. Wenn die Kristallsuspension Agglomerate (möglicherweise durch unsachgemäße Lagerung bei Kühlschranktemperatur) aufweist, darf sie nicht verwendet werden. Nach Aufziehen soll sofort injiziert werden, um ein Absetzen der Kristalle in der Spritze zu vermeiden. Die Injektion muss mit größter Vorsicht erfolgen. In jedem Fall ist eine intravasale Injektion zu vermeiden bzw. es muss streng aseptisch gearbeitet werden (Infektionsgefahr).
Intraartikuläre Anwendung
Jede Gelenkpunktion kann zu Verletzungen von Gefäßen, Nerven sowie des Gelenks oder des Gewebes in der Umgebung des Gelenks führen.
Die Gabe von Glucocorticoiden in ein Gelenk erhöht die Gefahr einer Gelenkinfektion. Diese ist zu unterscheiden von einer Kristallsynovitis, die bereits nach wenigen Stunden auftritt, keine Allgemeinsymptome verursacht und in wenigen Tagen wieder abklingt. Das Auftreten einer Kristallsynovitis hängt u. a. von der Kristallgröße des Präparates ab.
Infiltrationstherapie
Jede Punktion kann zu Verletzungen von Gefäßen, Nerven sowie des Gewebes in der Umgebung des Gelenks führen. Die infiltrative Anwendung von Glucocorticoiden erhöht die Gefahr einer Infektion im Bereich der behandelten Gewebsstrukturen.
Glucocorticoide dürfen nicht in instabile Gelenke und sollten nicht in Zwischenwirbelräume injiziert werden. Wiederholte Injektionen in Gelenke, die von Osteoarthritis betroffen sind, können die Gelenkzerstörung beschleunigen.
Direkte Injektionen von Glucocorticoiden in Sehnen sind unbedingt zu vermeiden, da dies im späteren Verlauf zu Sehnenrissen führen kann.
Die längerfristige und wiederholte Anwendung von Glucocorticoiden in gewichttragenden Gelenken kann zu einer Verschlimmerung der verschleißbedingten Veränderungen im Gelenk führen. Ursache dafür ist möglicherweise eine Überbeanspruchung des betroffenen Gelenks nach Rückgang der Schmerzen oder anderer Symptome.
Weitere Hinweise
Bei bestehenden Infektionen darf Triam Injekt® 40 mg nur unter gleichzeitiger spezifischer antiinfektiöser Therapie angewendet werden, bei Tuberkulose in der Anamnese (Vorsicht: Reaktivierung!) Anwendung nur unter Tuberkulostatika-Schutz.
Während der Anwendung von Triam Injekt® 40 mg ist bei Diabetikern ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berücksichtigen.
Während der Behandlung mit Triam Injekt® 40 mg ist bei Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich.
Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) sind sorgfältig zu überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.
Wegen der Gefahr eines Darmwanddurchbruchs (Darmperforation) darf Triam Injekt® 40 mg nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gründe und unter entsprechender Überwachung angewendet werden
- bei schwerer Entzündung der Dickdarmschleimhaut (Colitis ulcerosa) mit drohendem Durchbruch,
- bei entzündeten Darmwandausstülpungen (Divertikulitis),
- nach bestimmten Darmoperationen (Enteroanastomosen) unmittelbar nach der Operation.
Bei einer lang dauernden Behandlung mit Triam Injekt® 40 mg sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt.
Bei vergleichsweise hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr (z. B. Gemüse, Bananen) und eine begrenzte Kochsalzeinnahme zu achten und der Kaliumblutspiegel zu überwachen.
Bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch der Langzeitgabe ist an folgende Risiken zu denken: Verschlimmerung bzw. Wiederaufflammen der Grundkrankheit, akute Unterfunktion der Nebennierenrinde (NNR-Insuffizienz, insbesondere bei Stresssituationen, z. B. während Infektionen, nach Unfällen, bei verstärkter körperlicher Belastung), Kortison-Entzugssyndrom.
Spezielle Viruserkrankungen (z. B. Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt werden, besonders schwer verlaufen. Insbesondere gefährdet sind abwehrgeschwächte (immunsupprimierte) Kinder und Personen ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion. Wenn diese Personen während einer Behandlung mit Triam Injekt® 40 mg Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollte gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung eingeleitet werden.
Einfluss auf Untersuchungsmethoden:
Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.
Kinder und Jugendliche
Zur lokalen Anwendung von Triam Injekt® 40 mg bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Daten zum Beleg der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vor. Daher wird die lokale Anwendung von Triam Injekt® 40 mg bei Kindern nicht empfohlen.
Ältere Menschen
Bei älteren Patienten sollte die Anwendung nur unter besonderer Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen (Osteoporoserisiko erhöht).
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Triam Injekt® 40 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Bei Anwendung von Triam Injekt® 40 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Auch bei lokaler Anwendung von Triamcinolonacetonid können die folgenden den Gesamtorganismus betreffenden (systemischen) Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden:
Östrogene (weibliche Geschlechtshormone, z. B. Ovulationshemmer): Die Corticoidwirkung kann verstärkt werden.
Arzneimittel, die den Abbau in der Leber verlangsamen, wie Ketoconazol und Itraconazol: Die systemischen Glucocorticoidnebenwirkungen können verstärkt werden.
ACE-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks und der Herzmuskelschwäche): erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.
Arzneimittel zur Herzstärkung (Herzglykoside): Die Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden.
Harntreibende Arzneimittel und Abführmittel: Die Kaliumausscheidung kann verstärkt werden.
Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin (Antidiabetika): Die blutzuckersenkende Wirkung kann vermindert werden.
Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate): Die gerinnungshemmende Wirkung kann abgeschwächt sein.
Arzneimittel gegen Entzündungen und Rheuma (nicht steroidale Antiphlogistika/Antirheumatika, Salicylate): Die Gefahr von Magen-Darm-Blutungen wird erhöht.
Nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien: Die muskelerschlaffende Wirkung kann länger anhalten.
Atropin, andere Anticholinergika: Zusätzliche Augeninnendrucksteigerungen bei gleichzeitiger Anwendung mit Triam Injekt® 40 mg sind möglich.
Praziquantel (Arzneimittel gegen Wurmerkrankungen): Durch Corticosteroide ist ein Abfall der Praziquantel-Konzentration im Blut möglich.
Arzneimittel gegen Malaria oder rheumatische Erkrankungen (Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin): Es besteht ein erhöhtes Risiko des Auftretens von Muskelerkrankungen oder Herzmuskelerkrankungen.
Wachstumshormon (Somatropin): Die Wirkung von Somatropin kann vermindert werden.
Protirelin (Hormon des Zwischenhirns): Der Anstieg des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH-Anstieg) bei Gabe von Protirelin kann reduziert sein.
Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr): Die Blutspiegel von Ciclosporin werden erhöht. Es besteht eine erhöhte Gefahr zerebraler Krampfanfälle.
Einfluss auf Untersuchungsmethoden: Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Die Anwendung von Triamcinolon in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft sollte unterbleiben, da Tierversuche Hinweise auf Fehlbildungen (teratogene Wirkungen) ergeben haben. Bei Langzeitanwendung sind Wachstumsstörungen des Ungeborenen nicht auszuschließen.
Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für das Ungeborene sowie für das Neugeborene die Gefahr eines Gewebsschwunds der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann.
Stillzeit
Glucocorticoide, hierzu gehört auch Triamcinolon, gehen in die Muttermilch über. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bisher liegen keine Hinweise vor, dass Triam Injekt® 40 mg die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt, Gleiches gilt auch für Arbeiten ohne sicheren Halt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Triam Injekt® 40 mg
Benzylalkohol kann bei Säuglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung durch einen Arzt bestimmt.
Triam Injekt® 40 mg wird intraartikulär oder intrafokal (zur Infiltration) angewendet.
Nicht i.v. anwenden! Nicht subkutan injizieren!
Versehentliche intravasale Injektionen von Triam Injekt® 40 mg vermeiden!
Injektionssuspension vor Gebrauch gut aufschütteln!
Ihr Arzt wird sich im Allgemeinen nach den folgenden Dosierungsempfehlungen richten:
Intraartikulär
Bei der Anwendung im Gelenk ist die Dosierung abhängig von der Größe des Gelenks und von der Schwere der Symptome. Im Allgemeinen genügen bei Erwachsenen zur Besserung der Beschwerden für:
Kleine Gelenke 5 bis 10 mg Triamcinolonacetonid
(z. B. Finger, Zehen):
Mittelgroße Gelenke 10 bis 20 mg Triamcinolonacetonid
(z. B. Schulter, Ellenbogen):
Große Gelenke 20 bis 40 mg Triamcinolonacetonid
(z. B. Hüfte, Knie):
Bei Gelenksergüssen wird zunächst abpunktiert, um schnellere Schmerzfreiheit zu erreichen und das Corticoid nicht unnötig zu verdünnen.
Intraartikuläre Injektionen sind wie offene Gelenkeingriffe zu betrachten und nur unter streng aseptischen Bedingungen durchzuführen.
In der Regel reicht eine einmalige intraartikuläre Injektion für eine erfolgreiche Symptomlinderung aus. Wird eine erneute Injektion als notwendig erachtet, sollte diese frühestens nach 3 bis 4 Wochen erfolgen, die Zahl der Injektionen pro Gelenk ist auf 3 bis 4 pro Jahr zu beschränken.
Insbesondere nach wiederholter Injektion ist eine ärztliche Kontrolle des behandelten Gelenks angezeigt.
Intrafokal/infiltrativ
Zur intrafokalen Behandlung von Bursitis erhalten Erwachsene je nach Größe und Lokalisation des zu behandelnden Gebietes
- bis 10 mg Triamcinolonacetonid für kleinere,
- 10 bis 40 mg Triamcinolonacetonid für größere Gebiete.
1 Teil Triam Injekt® 40 mg wird mit 4 Teilen physiologischer Kochsalzlösung oder einem Lokalanästhetikum (z. B. Lidocain oder Bupivacain; ohne Vasokonstringens) auf das Fünffache verdünnt. Die Mischung ist unter streng aseptischen Bedingungen herzustellen und muss unmittelbar nach ihrer Herstellung verwendet werden. Die Mischung wird fächerförmig in das Gebiet der größten Schmerzhaftigkeit verteilt. Größere Depots sind zu vermeiden.
Zur Infiltration bei Tendinitis, Tendovaginitis und Epicondylitis erhalten Erwachsene
- 10 mg Triamcinolonacetonid.
Triam Injekt® 40 mg wird in den Bereich des stärksten Schmerzes bzw. der Sehnenansäze infiltriert.
Vorsicht, keine Injektion in eine Sehne! Injektionen in kurzen Abständen vermeiden, streng aseptische Vorsichtsmaßregeln beachten.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Triam Injekt® 40 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn eine zu große Menge Triam Injekt® 40 mg angewendet wurde
Akute Vergiftungen mit Triamcinolonacetonid sind nicht bekannt. Bei chronischer Überdosierung ist mit verstärkten Nebenwirkungen insbesondere auf die hormonbildenden Drüsen (Endokrinium), den Stoffwechsel und den Elektrolythaushalt zu rechnen.
Ein Gegenmittel für Triamcinolonacetonid ist nicht bekannt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Triam Injekt® 40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen
Intraartikuläre Anwendung
Lokale Reizungen und Unverträglichkeitserscheinungen sind möglich (Hitzegefühl, länger anhaltende Schmerzen). Die Entwicklung einer Hautatrophie (Dünnerwerden der Haut) und einer Atrophie des Unterhautgewebes an der Injektionsstelle kann nicht ausgeschlossen werden, wenn Glucocorticoide nicht sorgfältig in die Gelenkhöhle injiziert werden. Verbunden mit der Applikationstechnik kann es zu Verletzungen von Gefäßen oder Nerven sowie des Gelenks oder des Gewebes in der Umgebung des Gelenks kommen. Bei jeder Gelenkpunktion ist die Einschleppung von Keimen (Infektion) möglich. Die Gelenkinfektion ist differenzialdiagnostisch von einer Kristallsynovitis zu unterscheiden, die bereits nach wenigen Stunden auftritt, im Gegensatz zur Gelenkinfektion aber keine Allgemeinsymptome verursacht und in wenigen Tagen wieder abklingt. Das Auftreten einer Kristallsynovitis hängt u. a. von der Kristallgröße des Präparates ab.
Infiltrative Anwendung
Lokale Reizungen und systemische Unverträglichkeitserscheinungen sind möglich (Hitzegefühl, länger anhaltende Schmerzen). Die Entwicklung einer Hautatrophie (Dünnerwerden der Haut) und/oder einer Atrophie des Unterhautgewebes mit Depigmentierung (Verminderung oder Verlust der normalen Hautfarbe) und Verlust der Flaumbehaarung (Lanugoverlust) an der Injektionsstelle kann nicht ausgeschlossen werden. In sehr seltenen Fällen kann es zu Sehnenschäden und/oder einem späteren Sehnenriss kommen. Verbunden mit der Applikationstechnik kann auch eine Keimverschleppung (Infektion) sowie die Verletzung von Gefäßen oder Nerven nicht ausgeschlossen werden.
Auch bei lokaler Anwendung von Triamcinolonacetonid können die folgenden den Gesamtorganismus betreffenden (systemischen) Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Blutbildveränderungen wie mäßige Leukozytose, Lymphopenie, Eosinopenie, Polyglobulie.
Erkrankungen des Immunsystems
Schwächung der Immunabwehr, Verschleierung von Infektionen, Aktivierung unterschwellig vorhandener Infektionen, allergische Reaktionen.
Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen durch Benzylalkohol auftreten.
Endokrine Erkrankungen
Unterfunktion der Nebennierenrinde und Ausbildung eines Cushing-Syndroms (typische Zeichen: Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Gesichtsröte), verminderte Glucosetoleranz, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Wachstumshemmung bei Kindern, Störungen der Sexualhormonsekretion (z. B. unregelmäßige Menstruation, Impotenz).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gewichtszunahme, Erhöhung der Blutfettwerte (Hypercholesterinämie und Hypertriglyceridämie), verminderte Natriumausscheidung (Natriumretention) mit Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödembildung), vermehrte Kaliumausscheidung (Vorsicht: Herzrhythmusstörungen!).
Psychiatrische Erkrankungen
Depressionen, Gereiztheit, Hochstimmung (Euphorie), Antriebs- und Appetitsteigerung, Psychosen, Schlafstörungen.
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen, Schwindel, erhöhter Hirndruck (insbesondere bei Kindern), Auftreten einer bis dahin unerkannten Epilepsie (?Fallsucht?), Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei bekannter Epilepsie.
Augenerkrankungen
Linsentrübung (Katarakt), Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom), Verschlimmerung von Hornhautgeschwüren, Begünstigung von Entzündungen durch Viren, Pilze und Bakterien am Auge.
Gefäßerkrankungen
Bluthochdruck, Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Gefäßentzündung (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie).
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm-Blutungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Dehnungsstreifen der Haut (Striae rubrae), Dünnerwerden der Haut (Atrophie), Erweiterung kleiner Hautgefäße (Teleangiektasien), erhöhte Brüchigkeit der Wand kleiner Gefäße (Kapillarfragilität), punktförmige oder flächige Haut- oder Schleimhautblutungen (Petechien, Ekchymosen), vermehrte Körperbehaarung, Steroidakne, verzögerte Wundheilung; entzündliche Hautveränderungen im Gesicht, besonders um Mund, Nase und Augen; Änderungen der Hautpigmentierung, Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Hautausschlag.
Hitzegefühl und Rötung vor allem an Kopf und Stamm (Flush) sind möglich.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Muskelschwäche und Muskelschwund, Knochenschwund (Osteoporose), andere Formen des Knochenverlusts (aseptische Knochennekrosen am Kopf des Oberarm- und Oberschenkelknochens), Sehnenriss.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen auftritt, Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Ampullenetikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nach Anbruch ist das Arzneimittel sofort zu verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen:
Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren.

Weitere Informationen

Was Triam Injekt® 40 mg enthält
Der Wirkstoff ist Triamcinolonacetonid.
1 Ampulle mit 1 ml Injektionssuspension enthält 40 mg Triamcinolonacetonid.
Die sonstigen Bestandteile sind: Benzylalkohol, Polysorbat 80, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.
Enthält 9,5 mg Benzylalkohol pro 1 ml.
Inhalt der Packung:
Triam Injekt® 40 mg ist in Packungen mit 1 Ampulle, 5 Ampullen und 10 Ampullen mit je 1 ml Injektionssuspension erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Winthrop Arzneimittel GmbH
Urmitzer Straße 5
56218 Mülheim-Kärlich
Telefon: (01 80) 2 02 00 10*
Telefax: (01 80) 2 02 00 11*
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2011.
Verschreibungspflichtig.
*0,06 ?/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 ?/min (Mobilfunk).
Hinweis zum Öffnen der Ampulle
Die OPC-(One-Point-Cut-)Ampulle ermöglicht eine besonders einfache und infolge geringer Partikelkontamination (Verunreinigung durch Glaspartikel) sichere Handhabung. Die punktförmige Farbmarkierung auf der Ampullenspitze liegt über einer bereits vorhandenen Einschnittstelle und ist nach hinten abzubrechen, entsprechend den in der Zeichnung dargestellten Pfeilen. Nur in diese Richtung ist eine leichte Brechbarkeit möglich.

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