Wirkstoff(e) Triamcinolon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dermapharm Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 12.05.1989
ATC Code H02AB08
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Zulassungsinhaber

Dermapharm Aktiengesellschaft

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Triamgalen Lotio Triamcinolon Galenpharma GmbH
Triam Injekt 40 mg Triamcinolon Winthrop Arzneimittel GmbH
Volon A 40 Triamcinolon Dermapharm Aktiengesellschaft
NASACORT 55 Mikrogramm/Dosis Triamcinolon Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Triamgalen Lösung Triamcinolon Galenpharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Volon 4 mg ist ein Glukokortikoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Elektrolythaushalt und auf Gewebefunktionen.

Volon 4 mg wird angewendet,

bei Erkrankungen, die eine systemische Behandlung mit Glukokortikoiden notwendig machen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad:

Verzögerte Wundheilung.

Besondere Hinweise

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen oder andere unerw√ľnschte Wirkungen unter der Behandlung mit Volon

4 mg bemerken. Brechen Sie auf keinen Fall die Behandlung selbst ab.

Wenn Magen-Darm-Beschwerden, Schmerzen im R√ľcken-, Schulter- oder H√ľftgelenksbereich, psychische Verstimmungen, bei Diabetikern auff√§llige Blutzuckerschwankungen oder sonstige St√∂rungen auftreten, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

5. Wie ist Volon 4 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Beh√§ltnis und dem Umkarton nach ¬ęverwendbar bis¬Ľ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Volon 4 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Triamcinolon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Volon 4 mg einnehmen.

Die Behandlung mit Glukokortikoiden kann zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (unzureichende k√∂rpereigene Produktion von Glukokortikoiden) f√ľhren, die, abh√§ngig von der Dosis und Behandlungsdauer, noch mehrere Monate und im Einzelfall l√§nger als ein Jahr nach Absetzen der Glukokortikoide anhalten kann. Kommt es w√§hrend der Behandlung mit Volon 4 mg zu besonderen k√∂rperlichen Belastungen, wie fieberhaften Erkrankungen, Unf√§llen oder Operationen, ist der Arzt zu verst√§ndigen oder ein Notarzt √ľber die laufende Behandlung zu unterrichten. Es kann eine vor√ľbergehende Steigerung der t√§glichen Dosis von Volon 4 mg notwendig werden.

Auch bei anhaltender Unterfunktion der Nebennierenrinde nach Behandlungsende kann die Gabe von Glukokortikoiden in körperlichen Stresssituationen notwendig sein.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Volon 4 mg sollte Ihnen Ihr Arzt deshalb einen Kortikoid- Ausweis ausstellen, den Sie immer bei sich tragen sollten.

Um eine behandlungsbedingte akute Unterfunktion der Nebennierenrinde zu vermeiden wird Ihr Arzt bei vorgesehenem Behandlungsende einen Plan zum Dosisabbau festlegen, den Sie genau einhalten sollten.

Die Behandlung mit Volon 4 mg Tabletten kann durch die Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Abwehr zu einem erh√∂hten Risiko f√ľr bakterielle, virale, parasit√§re, opportunistische sowie Pilzinfektionen f√ľhren. Die Anzeichen und Beschwerden einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion k√∂nnen verschleiert und somit schwer erkennbar werden. Stumme Infektionen k√∂nnen wieder aktiviert werden.

Eine Behandlung mit Volon 4 mg Tabletten sollte bei folgenden Erkrankungen nur dann begonnen werden, wenn Ihr Arzt es f√ľr unbedingt erforderlich h√§lt. Ggf. m√ľssen gleichzeitig gezielt Arzneimittel gegen die Krankheitserreger eingenommen werden:

  • akute Virusinfektionen (Hepatitis B, Windpocken, G√ľrtelrose, Herpes simplex Infektionen, Entz√ľndungen der Augenhornhaut durch Herpesviren),
  • akute und chronische bakterielle Infektionen,
  • Pilzerkrankungen mit Befall innerer Organe,
  • bestimmte Erkrankungen durch Parasiten (Am√∂ben-, Wurminfektionen). Bei Patienten mit Verdacht auf oder best√§tigter Infektion mit Zwergfadenw√ľrmern (Strongyliden) kann Volon 4 mg Tabletten zur Aktivierung und Massenvermehrung der Parasiten f√ľhren.
  • Lymphknotenentz√ľndung nach Tuberkulose-Impfung,
  • bei Tuberkulose in der Krankengeschichte Anwendung nur unter Tuberkulostatika-Schutz,
  • HBsAG-positive chronisch-aktive Hepatitis (infekti√∂se Leberentz√ľndung),
  • Kinderl√§hmung,
  • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit einem abgeschw√§chten Erreger (Lebendimpfstoff).

Weiterhin sollte Volon 4 mg Tabletten bei folgenden Erkrankungen nur dann eingenommen werden, wenn Ihr Arzt es f√ľr unbedingt erforderlich h√§lt und wenn diese Erkrankungen gleichzeitig wie jeweils erforderlich behandelt werden:

  • Magen-Darm-Geschw√ľren,
  • Knochenschwund (Osteoporose),
  • schwerer Herzschw√§che
  • schwer einstellbarem Bluthochdruck,
  • schwer einstellbarer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
  • seelischen (psychische) Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte), einschlie√ülich Selbstmordgef√§hrdung. In diesem Fall wird neurologische oder psychiatrische √úberwachung empfohlen.
  • erh√∂htem Augeninnendruck (Eng- und Weitwinkelglaukom); augen√§rztliche √úberwachung und begleitende Therapie wird empfohlen.
  • Verletzungen und Geschw√ľren der Hornhaut des Auges; augen√§rztliche √úberwachung und begleitende Therapie wird empfohlen.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wegen der Gefahr eines Darmwanddurchbruchs mit Bauchfellentz√ľndung d√ľrfen Sie Volon 4 mg nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gr√ľnde und unter entsprechender √úberwachung einnehmen bei

  • schwerer Dickdarmentz√ľndung (Colitis ulcerosa) mit drohendem Durchbruch, mit Abszessen oder eitrigen Entz√ľndungen, m√∂glicherweise auch ohne Bauchfellreizung,
  • bei entz√ľndeten Darmwandausst√ľlpungen (Divertikulitis),
  • nach bestimmten Darmoperationen (Enteroanastomosen) unmittelbar nach der Operation.

Die Zeichen einer Bauchfellreizung nach Durchbruch eines Magen-Darm-Geschw√ľres k√∂nnen bei Patienten, die hohe Dosen von Glukokortikoiden erhalten, fehlen.

Bei gleichzeitig vorliegender Zuckerkrankheit muss regelmäßig der Stoffwechsel kontrolliert werden; eventuell ist eine Dosissteigerung der Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Insulin, orale Antidiabetika) notwendig.

Patienten mit schwerem Bluthochdruck und/oder schwerer Herzschw√§che sind sorgf√§ltig zu √ľberwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.

Unter hohen Dosen kann es zu einer Pulsverlangsamung kommen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Einnahme von Triamcinolon in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft sollte unterbleiben, da Tierversuche Hinweise auf Fehlbildungen (teratogene Wirkung) ergeben haben. Bei Langzeiteinnahme sind Wachstumsstörungen des Ungeborenen nicht auszuschließen.

Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht f√ľr das Ungeborene sowie das Neugeborene die Gefahr eines Gewebsschwunds der Nebennierenrinde.

Glukokortikoide, hierzu geh√∂rt auch Triamcinolon, gehen in die Muttermilch √ľber. Ist eine Behandlung mit h√∂heren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bisher liegen keine Hinweise vor, dass Volon 4 mg die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen beeintr√§chtigt, gleiches gilt auch f√ľr Arbeiten ohne sicheren Halt.

Volon 4 mg enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Volon 4 mg erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Volon 4 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Die Triamcinolon Dosis wird Ihr Arzt f√ľr Sie individuell festlegen.

Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Volon 4 mg sonst nicht richtig wirken kann. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Art der Anwendung

Tabletten zum Einnehmen

Die Tablette kann in gleiche Dosen (Hälften bzw. Viertel) geteilt werden.

Nehmen Sie die Tabletten zu oder nach dem Essen unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein. Die gesamte Tagesdosis sollte wenn m√∂glich als Einzeldosis morgens eingenommen werden. Bei Erkrankungen, die eine Hochdosistherapie erforderlich machen, ist jedoch h√§ufig eine mehrmalige t√§gliche Einnahme n√∂tig um eine maximale Wirkung zu erzielen. Ihr Arzt wird die M√∂glichkeit zur alternierenden Behandlung (Einnahme nur jeden 2. Tag) oder Intervallbehandlung in Abh√§ngigkeit vom Krankheitsbild und Ihrem Ansprechen auf die Behandlung pr√ľfen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf. Hierf√ľr legt Ihr Arzt ein Behandlungsschema fest, das von Ihnen genau eingehalten werden sollte. Sobald ein befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht ist, wird Ihr Arzt die Dosis auf eine Erhaltungsdosis reduzieren oder die Behandlung beenden. Der Dosisabbau sollte grunds√§tzlich stufenweise erfolgen.

Bei Schilddr√ľsenunterfunktion oder Leberzirrhose k√∂nnen bereits niedrigere Dosierungen ausreichen oder es kann eine Dosisminderung erforderlich sein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Volon 4 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Volon 4 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Im Allgemeinen wird Volon 4 mg auch bei kurzfristiger Einnahme großer Mengen ohne Komplikationen vertragen. Es sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Falls Sie verstärkte oder ungewöhnliche Nebenwirkungen an sich beobachten, sollten Sie den Arzt um Rat fragen.

Wenn Sie die Einnahme von Volon 4 mg vergessen haben

Sie können die unterlassene Einnahme im Laufe des Tages nachholen und am

darauffolgenden Tag die von Ihrem Arzt verordnete Dosis wie gewohnt weiter einnehmen. Wenn Sie mehrmals die Einnahme vergessen haben, kann es unter Umst√§nden zu einem Wiederaufflammen oder einer Verschlimmerung der behandelten Krankheit kommen. In solchen F√§llen sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der die Behandlung √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls anpassen wird.

Wenn Sie die Einnahme von Volon 4 mg abbrechen

Folgen Sie stets dem vom Arzt vorgegebenen Dosierungsschema. Volon 4 mg darf nie eigenm√§chtig abgesetzt werden, da insbesondere eine l√§nger dauernde Behandlung zu einer Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Produktion von Glukokortikoiden (Nebennieren- unterfunktion) f√ľhren kann. Eine ausgepr√§gte k√∂rperliche Stresssituation ohne ausreichende Glukokortikoid Produktion kann lebensgef√§hrlich sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Rheumatologische Erkrankungen

  • Aktive Phasen von Systemvaskulitiden:
    Panarteriitis nodosa: 32 - 80 mg/Tag (8 - 20 Tabletten) (bei gleichzeitig bestehender positiver Hepatitis B Serologie sollte die Behandlungsdauer auf 2 Wochen begrenzt werden), Polymyalgia rheumatica (PMR): 8 - 32 mg/Tag (2 - 8 Tabletten), PMR mit Riesenzellarteriitis: 32 - 64 mg/Tag (8 - 16 Tabletten), Arteriitis temporalis bei akutem Verlust des Sehvermögens zunächst hochdosierte Stoßtherapie in die Vene (intravenös), danach 64 - 80 mg/Tag (16 - 20 Tabletten)
  • Aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen: Systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen: 32-80 mg/Tag (8 - 20 Tabletten)
  • Aktive rheumatoide Arthritis: je nach Schwere der Erkrankung 1 - 80 mg/Tag (bis 20 Tabletten). Bei schwerer fortschreitender Verlaufsform, z. B. bei Formen die schnell zu Gelenkzerst√∂rung f√ľhren, 64 - 80 mg/Tag (16 - 20 Tabletten) und/oder wenn Gewebe au√üerhalb der Gelenke betroffen ist 32 - 64 mg/Tag (8 - 16 Tabletten).
  • Spondarthritiden (Spondylitis ankylosans mit Beteiligung peripherer Gelenke): 8 - 64 mg/Tag (2 - 16 Tabletten), Arthritis psoriatica: 1,2 - 32 mg/Tag (bis 8 Tabletten), enteropathische Arthropathie mit hoher Entz√ľndungsaktivit√§t: 64-80 mg/Tag (16 - 20 Tabletten)
  • Reaktive Arthritiden: 8 - 32 mg/Tag (2 - 8 Tabletten)
  • Arthritis bei Sarkoidose: 32 - 64 mg/Tag (8 - 16 Tabletten)
  • Juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis: 64 - 80 mg/Tag (16 - 20 Tabletten).

Erkrankungen der Lunge und der Atemwege

  • Asthma bronchiale
    Langzeitbehandlung Erwachsener: Anfangsdosis 32 - 64 mg/Tag (8 - 16 Tabletten), in leichteren F√§llen niedrigere Dosierungen (ca. 16 mg; 4 Tabletten), Erhaltungsdosis im Allgemeinen 2 - 8 mg/Tag (¬Ĺ - 2 Tabletten). Tagesdosen √ľber 12 mg sollten in der Langzeitbehandlung vermieden werden. Bei der Anwendung in Dosen bis ca. 16 mg/Tag (4 Tabletten) sollten stets auch inhalative Glukokortikoide eingesetzt werden.
    Langzeitbehandlung von schwerem Asthma im Kindesalter: Anfangsdosen von ca. 1,6 mg/kg Körpergewicht/Tag können notwendig sein. Die inhalative Glukokortikoidbehandlung sollte beibehalten werden. Die systemische Langzeitbehandlung erfolgt unter Ermittlung der niedrigsten wirksamen Dosis.
  • Behandlung der akuten Verschlechterung einer asthmatischen Erkrankung

Erwachsene: 16 - 32 mg/Tag (4 - 8 Tabletten) bis eine stabile Situation √ľber mindestens 2 Tage erreicht ist. Danach erfolgt eine an den klinischen Verlauf angepasste Dosisminderung.

Kinder: ca. 0,8 mg/kg Körpergewicht/Tag, bis eine deutliche Besserung eintritt. Danach möglichst rasche, an den klinischen Verlauf angepasste Dosisminderung.

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Bei akuter Verschlechterung 16 - 32 mg/Tag (4 - 8 Tabletten) f√ľr maximal 2 Wochen. Eine Langzeitbehandlung mit oralen Glukokortikoiden wird nicht empfohlen.
  • Allergische Rhinitis: 4 mg /Tag (1 Tablette) f√ľr maximal 1 bis 3 Tage.

Hautkrankheiten

Erwachsene: Anfangs 8 - 20 mg/Tag (2 - 5 Tabletten), bei schwerem Pemphigus bis zu 100 mg/Tag (25 Tabletten).

Kinder: Anfangs 2 - 12 mg /Tag (¬Ĺ - 3 Tabletten); die anschlie√üende Dosisminderung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf.

Nierenkrankheiten

Erwachsene und Kinder: Anfangs 16 (- 48) mg/Tag (4 ‚Äď [12] Tabletten) bis zum Einsetzen der Urinausscheidung (im Allgemeinen nach 7 - 10 Tagen), Erhaltungsdosis 8 - 16 mg/Tag (2 ‚Äď 4 Tabletten) an 3 Tagen pro Woche.

Schwere anaphylaktische Reaktionen (Überreaktion des Immunsystems) können auftreten.

Das Risiko von Sehnenbeschwerden, Sehnenentz√ľndung und von Sehnenabrissen ist erh√∂ht, wenn Fluorochinolone (bestimmte Antibiotika) und Volon 4 mg Tabletten zusammen verabreicht werden.

Bei Behandlung einer bestimmten Form von Muskellähmung (Myasthenia gravis) kann es zu Beginn zu einer Symptomverschlechterung kommen.

Eine langdauernde Einnahme auch geringer Mengen von Triamcinolon f√ľhrt zu einem erh√∂hten Infektionsrisiko, auch durch solche Mikroorganismen, die ansonsten selten Infektionen verursachen (sog. opportunistische Infektionen). Volon 4 mg kann die Anzeichen einer Infektion verdecken und so die Feststellung einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion erschweren.

Impfungen mit Impfstoffen aus abgetöteten Erregern (Totimpfstoffe) sind grundsätzlich möglich. Es ist jedoch zu beachten, dass die Immunreaktion und damit der Impferfolg bei höheren Dosierungen der Kortikoide beeinträchtigt werden kann.

Bei einer Langzeittherapie mit Volon 4 mg sind regelmäßige ärztliche (einschließlich augenärztliche) Kontrollen erforderlich.

Insbesondere bei einer Langzeittherapie mit hohen Dosen von Volon 4 mg ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr (z.B. Gem√ľse, Bananen) und eine begrenzte Kochsalzzufuhr zu achten und der Kalium-Blutspiegel zu √ľberwachen.

Abh√§ngig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem ung√ľnstigen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden, so dass eine Osteoporose-Vorbeugung zu empfehlen ist. Dies gilt vor allem bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie famili√§rer Veranlagung, h√∂herem Lebensalter, ungen√ľgender Eiwei√ü- und Calciumzufuhr, starkem Rauchen, √ľberm√§√üigem Alkoholgenuss, nach den Wechseljahren sowie bei Mangel an k√∂rperlicher Aktivit√§t. Die Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin D Zufuhr und k√∂rperlicher Aktivit√§t. Bei bereits bestehender Osteoporose kann Ihr Arzt zus√§tzlich eine medikament√∂se Behandlung erw√§gen.

Bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch der Langzeitgabe ist an folgende Risiken zu denken:

Wiederaufflammen oder Verschlimmerung der Grundkrankheit, akute Unterfunktion der Nebennierenrinde, Kortison-Entzugssyndrom.

Viruserkrankungen (z. B. Masern, Windpocken) können bei Patienten, die mit Volon 4 mg behandelt werden, besonders schwer verlaufen. Besonders gefährdet sind abwehrgeschwächte Patienten, die bisher noch keine Masern oder Windpocken hatten. Wenn diese Patienten während einer Behandlung mit Volon 4 mg Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollten sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden, der gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung einleitet.

Kinder
Bei Kindern sollte Volon 4 mg wegen des Risikos einer Wachstumshemmung nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gr√ľnde angewendet werden, und das L√§ngenwachstum bei einer Langzeitbehandlung regelm√§√üig kontrolliert werden.

√Ąltere Menschen
Auch bei älteren Patienten sollte wegen des erhöhten Osteoporose-Risikos eine besondere Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Einnahme von Volon 4 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Einnahme von Volon 4 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um Arzneimittel handelt, die ohne √§rztliche Verschreibung erh√§ltlich sind.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Volon 4 mg?

  • Einige Arzneimittel k√∂nnen die Wirkungen von Volon 4 mg verst√§rken, und Ihr Arzt wird Sie m√∂glicherweise sorgf√§ltig √ľberwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschlie√ülich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).
  • Arzneimittel, die den Abbau in der Leber beschleunigen wie bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), Arzneimittel gegen Krampfanf√§lle (Phenytoin, Carbamazepin, Primidon, Barbiturate) und bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose (Rifampicin) k√∂nnen die Wirkung von Volon 4 mg vermindern.
  • Arzneimittel, die den Abbau in der Leber verlangsamen wie bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Ketoconazol, Itraconazol) k√∂nnen die Wirkung von Volon 4 mg verst√§rken.
  • Bestimmte weibliche Geschlechtshormone, z.B. zur Schwangerschaftsverh√ľtung (‚ÄúPille‚ÄĚ) k√∂nnen die Wirkung von Volon 4 mg verst√§rken.
  • Arzneimittel gegen die √ľberm√§√üige S√§ureproduktion des Magens (Antazida): Bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium- oder Aluminiumhydroxid kann es zu einer Reduktion der Resorption von Glucocorticoiden mit verminderter Wirksamkeit von Volon 4 mg kommen. Die Einnahme der beiden Arzneimittel sollte daher im zeitlichen Abstand erfolgen (2 Stunden).
  • Ephedrin haltige Arzneimittel zur Abschwellung von Schleimh√§uten k√∂nnen die Wirkung von Volon 4 mg vermindern.

Wie beeinflusst Volon 4 mg die Wirkung von anderen Arzneimitteln?

Volon 4 mg kann

  • bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln zur Blutdrucksenkung (ACE Hemmstoffe) das Risiko des Auftretens von Blutbildver√§nderungen erh√∂hen.
  • durch Kaliummangel die Wirkung von Arzneimitteln zur Herzst√§rkung (Herzglykoside) verst√§rken.
  • die Kaliumausscheidung durch harntreibende Arzneimittel (Saluretika) und Abf√ľhrmittel (Laxantien) verst√§rken.
  • die Blutzucker senkende Wirkung von oralen Antidiabetika und Insulin vermindern.
  • die Wirkung von Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulantien, Cumarine) abschw√§chen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob eine Dosisanpassung des blutgerinnungshemmenden Arzneimittels notwendig ist.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Entz√ľndungen und Rheuma (Salicylate, Indometacin und andere nicht steroidale Antiphlogistika) die Gefahr von Magengeschw√ľren und Magen-Darm-Blutungen erh√∂hen.
  • die Muskel erschlaffende Wirkung bestimmter Arzneimittel (nicht depolarisierende Muskelrelaxantien) verl√§ngern.
  • die Augendruck steigernde Wirkung bestimmter Arzneimittel (Atropin und andere Anticholinergika) verst√§rken.
  • die Wirkung von Arzneimitteln gegen Wurmerkrankungen (Praziquantel) vermindern.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Malaria oder rheumatische Erkrankungen (Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin) das Risiko des Auftretens von Muskelerkrankungen oder Herzmuskelerkrankungen (Myopathien, Kardiomyopathien) erh√∂hen.
  • insbesondere bei hoher Dosierung, die Wirkung von Wachstumshormon (Somatropin) vermindern.
  • den Anstieg des Schilddr√ľsen stimulierenden Hormons (TSH) nach Gabe von Protirelin (TRH, Hormon des Zwischenhirns) vermindern.
  • mit Arzneimitteln zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Abwehr (immunsuppressive Substanzen) die Infektanf√§lligkeit erh√∂hen und bereits bestehende, aber vielleicht noch nicht ausgebrochene Infektionen verschlimmern;
  • den Blutspiegel von Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Abwehr) erh√∂hen und hierdurch die Gefahr f√ľr Krampfanf√§lle verst√§rken.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Fluorochinolonen (eine bestimmte Gruppe von Antibiotika), das Risiko von Sehnenabrissen erh√∂hen.

Einfluss auf Untersuchungsmethoden

Glukokortikoide k√∂nnen die Hautreaktionen auf Allergietests unterdr√ľcken.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Maskierung von Infektionen, Auftreten, Wiederauftreten und Verschlimmerung von Virus-, Pilz-, Bakterieninfektionen sowie parasitärer oder opportunistischer Infektionen, Aktivierung einer Zwergfadenwurminfektion.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Blutbildveränderungen (Vermehrung der weißen Blutkörperchen oder aller Blutzellen, Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Arzneimittelhautausschlag), schwere anaphylaktische Reaktionen, wie Herzrhythmusstörungen, Bronchospasmen (Krämpfe der glatten Bronchialmuskulatur), zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps, Herzstillstand, Schwächung der Immunabwehr.

Erkrankungen des Hormonsystems

Ausbildung eines sog. Cushing-Syndroms (typische Zeichen sind Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Gesichtsröte), Unterfunktion bzw. Schwund der Nebennierenrinde.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gewichtszunahme, erh√∂hte Blutzuckerwerte, Zuckerkrankheit, Erh√∂hung der Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyceride), vermehrter Natriumgehalt mit Gewebswassersucht (√Ėdeme), Kaliummangel durch vermehrte Kaliumausscheidung (kann zu Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren), Appetitsteigerung.

Psychiatrische Erkrankungen

Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebssteigerung, Psychosen, Manie,

Halluzinationen, Stimmungslabilit√§t, Angstgef√ľhle, Schlafst√∂rungen, Selbstmordgef√§hrdung.

Erkrankungen des Nervensystems

Erhöhter Hirndruck, Auftreten einer bis dahin unerkannten Fallsucht (Epilepsie), gehäuftes Auftreten von Krampfanfällen bei bekannter Epilepsie.

Augenerkrankungen
Steigerung des Augeninnendrucks (Gr√ľner Star), Linsentr√ľbung (Katarakt), Verschlimmerung von Hornhautgeschw√ľren, Beg√ľnstigung der Entstehung oder Verschlechterung von durch Viren, Bakterien oder Pilzen hervorgerufenen Entz√ľndungen am Auge.

Unter systemischer Kortikoid-Behandlung wird √ľber ein erh√∂htes Risiko einer Fl√ľssigkeitsansammlung unter der Netzhaut mit Gefahr einer Netzhautabl√∂sung (zentralen, ser√∂sen Chorioretinopathie) berichtet.

Verschwommenes Sehen

Gefäßerkrankungen

Bluthochdruck, Erh√∂hung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Gef√§√üentz√ľndung (auch als Entzugssyndrom nach Langzeitbehandlung), erh√∂hte Gef√§√übr√ľchigkeit.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2022

Quelle: Volon 4 mg - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Triamcinolon
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Zulassungsdatum 12.05.1989
ATC Code H02AB08
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden