Wirkstoff(e) Triamcinolon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
BetÀubungsmittel Nein
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Triamcinolon AbZ 0,1 % Creme Triamcinolon AbZ-Pharma GmbH
Triamgalen Salbe Triamcinolon Galenpharma GmbH
Volon A Tinktur N Triamcinolon Dermapharm Aktiengesellschaft
Recicort 1,77 mg/ml + 17,7 mg/ml Ohrentropfen, Lösung fĂŒr Hunde und Katzen Triamcinolon Le Vet. Beheer B.V.
Triam Injekt 40 mg Triamcinolon Winthrop Arzneimittel GmbH

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

TriamHEXAL 40 ist ein Arzneimittel, welches Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal verabreicht wird. TriamHEXAL 40 enthĂ€lt den Wirkstoff Triamcinolonacetonid, ein abgewandeltes Nebennierenrindenhormon mit u. a. entzĂŒndungs- und allergiehemmenden Eigenschaften.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls Sie allergisch gegen einen der Bestandteile sind, darf Ihnen dieses Arzneimittel nicht verabreicht werden.

Bevor Sie Triamhexal 40 zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung von Kortikoiden muss stets individuell und nach dem Krankheitsbild und Ansprechen auf die Therapie vorgenommen werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen. Nicht im KĂŒhlschrank lagern oder einfrieren.

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

TriamHEXAL 40 ist ein Arzneimittel, welches Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal verabreicht wird.

TriamHEXAL 40 enthĂ€lt den Wirkstoff Triamcinolonacetonid, ein abgewandeltes Nebennierenrindenhormon mit u. a. entzĂŒndungs- und allergiehemmenden Eigenschaften (Glukokortikoid). Es handelt sich um eine Injektionssuspension (Kristallsuspension) mit einer mittleren PartikelgrĂ¶ĂŸe von 3,4 Mikrometer.

TriamHEXAL 40 wird angewendet
1. Systemische (intramuskulÀre) Anwendung

  • Allergische Rhinitis, bei schweren Verlaufsformen und Versagen einer Lokaltherapie

2. Lokale Anwendung
a) IntraartikulÀr zur Behandlung:

  • nach Allgemeinbehandlung verbleibender EntzĂŒndung in einem oder wenigen Gelenken bei chronisch-entzĂŒndlichen Gelenkerkrankungen
  • exsudativer Arthritis bei Gicht und Pseudogicht
  • aktivierter Arthrose
  • von Hydrops articulorum intermittens
  • akuter Formen der Periarthoparthia humeroscapularis
  • als Zusatz bei intraartikulĂ€ren Injektionen von Radionukliden oder Chemikalien bei chronischen EntzĂŒndungen der Gelenkkapsel-Innenschicht (Synoviorthese).

b) Intrafokal bei

  • SchleimbeutelentzĂŒndungen
  • RĂŒckenschmerzen, die durch eine EntzĂŒndung des die Nerven und kleinen Wirbelgelenke umgebenden Bindegewebes oder durch eine Reizung der Nervenwurzeln bedingt sind.
  • Zur intrafokalen Behandlung von Sehnen- und SehnenscheidenentzĂŒndungen und Tennisellenbogen wird TriamHEXAL 10* empfohlen.

c) SublÀsional bei bestimmten Hauterkrankungen wie isolierte Psoriasisherde, flache Knötchenflechte (Lichen ruber planus), Lichen simplex chronicus (Neurodermitis circumscripta), kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata), Lupus erythematodes chronicus discoides und bei Keloiden.

Indiziert ist eine Infiltrationstherapie nur, wenn eine umschriebene, nicht bakterielle, entzĂŒndliche Reaktion vorliegt.
Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bestimmt:
Kristallsuspensionen sollten vorrangig zur intraartikulĂ€ren Therapie großer Gelenke eingesetzt werden. Hierbei können Suspensionen mit geringer KristallgrĂ¶ĂŸe eine bessere lokale VertrĂ€glichkeit besitzen. Suspensionen mit langer Verweildauer im Gelenk sollten bevorzugt verwendet werden, da sie eine lĂ€ngere lokale Wirksamkeit und eine geringere systemische Wirkung aufweisen. Die mittlere Verweildauer im Gelenk fĂŒr Triamcinolonacetonid, dem Wirkstoff in TriamHEXAL 40, betrĂ€gt 3 Tage.

Die Therapie kleiner Gelenke sollte wegen der geringeren Gewebereizung vorrangig mit wÀssrigen Lösungen oder mikrokristallinen Suspensionen erfolgen.

Es empfiehlt sich, zur Infiltrationstherapie bevorzugt wÀssrige Glukokortikoid-Lösungen oder mikrokristalline Suspensionen zu verwenden, um Kristallreaktionen und insbesondere SehnenschÀden und Sehnenruptur zu vermeiden.
IntraartikulĂ€re Injektionen sind wie offene Gelenkeingriffe zu betrachten und nur unter streng aseptischen Bedingungen durchzufĂŒhren.

Hinweise:
TriamHEXAL 40 darf nicht intravenös gegeben werden.
Injektionen in Sehnen vermeiden! Kristallsuspension vor Gebrauch gut schĂŒtteln!
* 1 ml TriamHEXAL 10 enthÀlt 10 mg Triamcinolonacetonid und Benzylalkohol als antimikrobielle Substanz.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

TriamHEXAL 40 darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Triamcinolonacetonid, Benzylalkohol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

FĂŒr die kurzfristige Anwendung bei vitaler Indikation gibt es sonst keine Kontraindikationen. Es muss der zu erwartende therapeutische Erfolg gegen die möglichen unerwĂŒnschten Wirkungen abgewogen werden.
TriamHEXAL 40 darf nicht intravenös, ins Auge (intravitreal/intraokulĂ€r), in den Liquorraum (intrathekal) oder in die NĂ€he des RĂŒckenmarks (epidural) injiziert werden!

IntramuskulÀre Anwendung
Die intramuskulÀre Anwendung von Kortikosteroiden ist bei idiopathischer, thrombozytopenischer Purpura (Erkrankung, die die BlutplÀttchen betrifft) kontraindiziert.

Absolute Gegenanzeigen fĂŒr eine lĂ€nger dauernde Therapie
Magen-Darm-GeschwĂŒre, schwerer Knochenschwund, psychiatrische Krankheiten in der Vergangenheit, akute Viruserkrankungen wie GĂŒrtelrose (Herpes zoster), HerpesblĂ€schen (Herpes simplex), Windpocken (Varizellen), Amöbeninfektion, HBsAG-positive chronisch-aktive Hepatitis, ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen, tuberkulöse oder syphilitische Hautprozesse, Pilzerkrankungen der inneren Organe (systemische Mykosen) und Parasitosen
KinderlĂ€hmung (Poliomyelitis), LymphdrĂŒsenvergrĂ¶ĂŸerung (Lymphadenitis) nach BCG-Impfung, HautentzĂŒndung um den Mund (periorale Dermatitis), Rosacea, Abszess, eitrige Infektionen, Krampferkrankungen, Myasthenia gravis, GrĂŒner Star (Eng- und Weitwinkelglaukom)

IntraartikulÀre Injektion und Infiltrationstherapie
Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer NÀhe des zu behandelnden Gelenks, bakterielle Arthritiden, InstabilitÀt des zu behandelnden Gelenks, Blutungsneigung (spontan oder durch Antikoagulanzien), periartikulÀre Kalzifikation, nicht vaskularisierte Knochennekrose, Sehnenruptur, Charcot-Gelenk, Psoriasisherd im Applikationsbereich

Intrafokale Anwendung
Nicht durchgefĂŒhrt werden darf die intrafokale Injektion mit TriamHEXAL 40 im Bereich der WirbelsĂ€ule

  • bei erhöhter Blutungsneigung [die durch eingenommene gerinnungshemmende Medikamente (z. B. Phenprocoumon) oder auch erblich bedingt sein kann]
  • bei aktuellen Blutungen
  • bei Tumoren im Bereich der Punktionsstelle
  • bei erhöhtem Hirndruck
  • bei Injektionen im Bereich infizierter Haut
  • bei Injektionen nahe von oder durch Schuppenflechte betroffenen Hautarealen
  • bei schweren Allgemeininfektionen

TriamHEXAL 40 nicht anwenden bei Kindern unter 12 Jahren und nicht intramuskulÀr anwenden bei Jugendlichen unter 16 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor TriamHEXAL 40 bei Ihnen angewendet wird.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Nach Injektion von Triamcinolonacetonid kam es unabhĂ€ngig vom Verabreichungsweg zu FĂ€llen von schwerwiegenden anaphylaktischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock, einschließlich Tod.

Direkte Injektionen von Glukokortikoiden in Sehnen sind unbedingt zu vermeiden, da dies im spĂ€teren Verlauf zu Sehnenrupturen fĂŒhren kann. Bei Injektion in die Sehnenscheide ist daher mit Vorsicht vorzugehen, um eine Injektion in die Sehne zu vermeiden. Auch sollte vermieden werden, in eine entzĂŒndete Sehnenscheide wiederholt zu injizieren, da dies zu Sehnenrissen und -schĂ€den fĂŒhren kann.

Bei Patienten mit Leberzirrhose kann die Wirkung von Kortikosteroiden verstÀrkt werden.
Die metabolische Clearance von Nebennierenrindenhormonen ist bei Patienten mit einer SchilddrĂŒsenunterfunktion herabgesetzt und erhöht bei Patienten mit einer SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion. Eine verĂ€nderte SchilddrĂŒsenfunktion kann eine Anpassung der Dosierung des Kortikoids erforderlich machen.

Es können Menstruationsstörungen auftreten und bei Frauen in der Postmenopause wurden vaginale Blutungen beobachtet.

Hinweise:
Suspension gleichmĂ€ĂŸig aufschĂŒtteln.
Vorsicht auch vor unbeabsichtigten intravasalen Injektionen; das gilt speziell fĂŒr das Gesicht
(oberhalb des Mundes) und fĂŒr die Kopfhaut, aber auch fĂŒr die Injektion in die GesĂ€ĂŸmuskulatur.

IntraartikulÀre Anwendung
Jede Gelenkpunktion kann zu Verletzungen von GefĂ€ĂŸen, Nerven sowie periartikulĂ€ren und artikulĂ€ren Strukturen fĂŒhren.
Die intraartikulĂ€re Gabe von Glukokortikoiden erhöht substanzimmanent die Gefahr einer Gelenkinfektion. Diese ist zu unterscheiden von einer Kristallsynovitis, die bereits nach wenigen Stunden auftritt, keine Allgemeinsymptome macht und in wenigen Tagen wieder abklingt. Das Auftreten einer Kristallsynovitis hĂ€ngt u. a. von der KristallgrĂ¶ĂŸe des PrĂ€parates ab.
Glukokortikoide dĂŒrfen nicht in instabile Gelenke und sollen nicht in ZwischenwirbelrĂ€ume injiziert werden. Wiederholte Injektionen in Gelenke, die von Osteoarthritis betroffen sind, können die Gelenkzerstörung beschleunigen.
Die lĂ€ngerfristige und wiederholte Anwendung von Glukokortikoiden in gewichtstragenden Gelenken kann zu einer Verschlimmerung der verschleißbedingten VerĂ€nderung im Gelenk fĂŒhren. Ursache dafĂŒr ist möglicherweise eine Überbeanspruchung des betroffenen Gelenks nach RĂŒckgang der Schmerzen oder anderer Symptome.

Wenn bei Ihnen TriamHEXAL 40 in den Gelenken angewendet wird, sollten Sie darauf achten, dass Sie das Gelenk nach Eintreten einer Symptombesserung nicht ĂŒberbeanspruchen.
Wenn es bei Anwendung in ein Gelenk zu verstĂ€rkten Schmerzen, lokaler Schwellung bei weiterer EinschrĂ€nkung der GelenkmobilitĂ€t, Fieber und Übelkeit kommen sollte, wenden Sie sich unverzĂŒglich an Ihren Arzt. TriamHEXAL 40 muss unter UmstĂ€nden abgesetzt werden.

Infiltrationstherapie
Jede Punktion kann zu Verletzungen von GefĂ€ĂŸen, Nerven sowie periartikulĂ€ren Strukturen fĂŒhren. Die infiltrative Anwendung von Glukokortikoiden erhöht substanzimmanent die Gefahr einer Infektion im Bereich der behandelten Gewebestrukturen.

Intrafokale Anwendung im Bereich der WirbelsÀule
Insbesondere bei Lagerungsproblemen, neurologischen Vorerkrankungen, ZustĂ€nden nach rĂŒckenmarksnahen Operationen (z. B. Entfernung von Teilen des Wirbelbogens), VerkrĂŒmmungen der WirbelsĂ€ule und akutem Bandscheibenvorfall ist das Risiko von Verletzungen von GefĂ€ĂŸen, Nerven sowie wirbelsĂ€ulennahen Strukturen bei der Punktion erhöht.

Die intrafokale wirbelsÀulennahe Anwendung von Glukokortikoiden (also der Stoffgruppe, zu der der Wirkstoff von TriamHEXAL 40 gehört) erhöht die Gefahr einer Infektion im Bereich der behandelten Gewebestrukturen.
Bei bestehenden Infektionen darf TriamHEXAL 40 nur unter gleichzeitiger spezifischer antiinfektiöser Therapie angewendet werden, bei Tuberkulose in der Anamnese (cave: Reaktivierung!) Anwendung nur unter Tuberkulostatika-Schutz.

WĂ€hrend der Anwendung von TriamHEXAL 40 ist bei Diabetikern ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berĂŒcksichtigen.

WĂ€hrend der Behandlung mit TriamHEXAL 40 ist bei Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck eine regelmĂ€ĂŸige Blutdruckkontrolle erforderlich.

Patienten mit schwerer HerzmuskelschwĂ€che (Herzinsuffizienz) sind sorgfĂ€ltig zu ĂŒberwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.

Wegen der Gefahr eines Durchbruches der Darmwand (Darmperforation) darf TriamHEXAL 40 nur bei zwingender Indikation und unter entsprechender Überwachung angewendet werden bei schwerer EntzĂŒndung der Dickdarmschleimhaut (Colitis ulcerosa) mit drohender Perforation, bei Divertikulitis, bei Enteroanastomosen (unmittelbar postoperativ).
Vorsicht bei schweren Muskelerkrankungen, Neigung zu Thrombosen und Embolien, metastasierenden Karzinomen, akuter und chronischer NierenentzĂŒndung.

Anwendung bei schweren Infektionen nur in Kombination mit einer Behandlung gegen die Infektion.
Da es sich bei TriamHEXAL 40 um ein hochwirksames Medikament handelt, sollten Sie Ihren Arzt von bestehenden beziehungsweise zurĂŒckliegenden tuberkulösen Erkrankungen bzw. anderen chronischen Infektionen (wie z. B. Kiefer- oder StirnhöhlenentzĂŒndungen, GallenblasenentzĂŒndungen und andere), von kurz zurĂŒckliegenden Schutzimpfungen, auch von lange zurĂŒckliegenden Magen-Darm-GeschwĂŒren sowie vom Bestehen einer Zuckerkrankheit (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) informieren.

Falls wĂ€hrend der Behandlung Fieber oder Magenbeschwerden, nervöse Störungen oder andere Krankheitszeichen auftreten, konsultieren Sie Ihren Arzt. Im Falle eines Arztwechsels informieren Sie den neuen Arzt ĂŒber die Behandlung mit dem vorliegenden Medikament.

TriamHEXAL 40 hat eine Langzeitwirkung und ist daher fĂŒr die Behandlung akuter Beschwerden nicht geeignet.
Bei einer lang dauernden Therapie mit TriamHEXAL 40 sind regelmĂ€ĂŸige Ă€rztliche Kontrollen (einschließlich augenĂ€rztlicher Kontrollen in dreimonatigen AbstĂ€nden) angezeigt. Bei vergleichsweise hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr und auf Natriumrestriktion zu achten und der Serum-Kalium-Spiegel zu ĂŒberwachen. SorgfĂ€ltige Überwachung ist auch bei Patienten mit schwerer HerzmuskelschwĂ€che angezeigt.

Sollten bei Ihnen starke psychische Nebenwirkungen einschließlich depressiver Verstimmungen wĂ€hrend der Therapie auftreten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.

WĂ€hrend einer Langzeittherapie sollten Sie auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten, um einem Gewichtsverlust, manchmal einhergehend mit einer negativen Stickstoffbilanz, Muskelschwund und MuskelschwĂ€che, vorzubeugen.
Spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glukokortikoiden behandelt werden, besonders schwer verlaufen. Insbesondere gefÀhrdet sind abwehrgeschwÀchte (immunsupprimierte) Kinder und Personen ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion. Wenn diese Personen wÀhrend einer Behandlung mit TriamHEXAL 40 Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollte gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung eingeleitet werden.

Einfluss auf Untersuchungsmethoden
Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrĂŒckt werden.
Die Anwendung von TriamHEXAL 40 kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Kinder und Jugendliche
TriamHEXAL 40 nicht anwenden bei Kindern unter 12 Jahren und nicht intramuskulÀr anwenden bei Jugendlichen unter 16 Jahren. Generell erfordert die Anwendung von TriamHEXAL 40 im Wachstumsalter eine sehr strenge Indikationsstellung.

Ältere Menschen
Bei Àlteren Patienten sollte die Anwendung nur unter besonderer Nutzen/Risiko-AbwÀgung erfolgen (Osteoporose-Risiko erhöht).

Anwendung von TriamHEXAL 40 zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um Arzneimittel handelt, die ohne Ă€rztliche Verschreibung erhĂ€ltlich sind.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. PrÀparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit TriamHEXAL 40 beeinflusst werden.

VerstÀrkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko
Einige Arzneimittel können die Wirkungen von TriamHEXAL 40 verstĂ€rken und Ihr Arzt wird Sie möglicherweise sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschließlich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Salicylaten, Indometacin und anderen nichtsteroidalen entzĂŒndungshemmenden Arzneimitteln/Antirheumatika kann die Gefahr von Magen-Darm-GeschwĂŒren und Magen-Darm-Blutungen erhöht sein.
Estrogene (z. B. Ovulationshemmer) können die klinische Wirkung von TriamHEXAL 40 verstÀrken.
Herzwirksame Glykoside können durch Kaliummangel in ihrer Wirkung verstÀrkt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Harnausscheidung fördernden Arzneimitteln (Saluretika), kommt es zu einer zusĂ€tzlichen Kaliumausscheidung. Auch durch AbfĂŒhrmittel (Laxanzien) kann der Kaliumverlust verstĂ€rkt werden.
Durch Kortikosteroide ist ein Abfall der Praziquantel-Konzentration im Blut möglich.

Bei gleichzeitiger Gabe von ACE-Hemmstoffen kann das Risiko des Auftretens von BlutbildverÀnderungen erhöht sein.
Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: Erhöhtes Risiko des Auftretens von Myopathien, Kardiomyopathien.
Die Blutspiegel von Ciclosporin werden erhöht, erhöhte Gefahr zerebraler KrampfanfÀlle.

AbschwÀchung der Wirkung
Die blutzuckersenkende Wirkung von Mitteln gegen Zuckerkrankheit (orale Antidiabetika) und Insulin wird vermindert. Enzyminduktoren, z. B. Barbiturate, Phenytoin, Primidon, Rifampicin, vermindern die Kortikoid-Wirkung.
Orale Antikoagulanzien (Cumarinderivate) werden in ihrer Wirkung abgeschwÀcht bei gleichzeitiger Anwendung ist Dosisanpassung der Antikoagulanzien erforderlich.

Die Wirkung von Somatropin kann bei Langzeitgabe vermindert werden.
Der TSH-Anstieg bei Gabe von Protirelin kann reduziert sein.
Ketoconazol kann den Abbau in der Leber verlangsamen und die Wirkung von TriamHEXAL 40 verstÀrken.

Sonstige mögliche Wechselwirkungen
ZusÀtzliche Augeninnendrucksteigerung bei gleichzeitiger Anwendung von TriamHEXAL 40 und Atropin sowie anderen Anticholinergika ist nicht ausgeschlossen.
Kortikosteroide können die neuromuskulÀr blockierende Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien vermindern oder verstÀrken.

Anwendung von TriamHEXAL 40 zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken
Ein ĂŒbermĂ€ĂŸiger Salzkonsum (Kochsalz) sollte vermieden werden.
Die ErnĂ€hrung wĂ€hrend der systemischen Behandlung mit TriamHEXAL 40 soll eiweiß- und vitaminreich sein.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Da es sich bei TriamHEXAL 40 um ein hochwirksames Medikament handelt, sollten Sie den Arzt sofort von einer bestehenden bzw. eingetretenen Schwangerschaft verstÀndigen.

Die Anwendung von Triamcinolonacetonid in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft sollte unterbleiben, da Tierversuche Hinweise auf Fehlbildungen ergeben haben und Erkenntnisse ĂŒber die Sicherheit einer Anwendung in diesem Zeitraum fĂŒr den Menschen nicht vorliegen. Bei Langzeitanwendung oder wiederholter Gabe wĂ€hrend der Schwangerschaft ist das Risiko fĂŒr Wachstumsverzögerungen des Ungeborenen erhöht und intrauterine Wachstumsstörungen sind nicht auszuschließen.
Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht fĂŒr den Feten die Gefahr einer Degeneration der Nebennierenrinde.

Stillzeit
Glukokortikoide, dazu gehört auch Triamcinolonacetonid, gehen in die Muttermilch ĂŒber. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden.

FortpflanzungsfÀhigkeit
Bei Tieren haben Glukokortikoide die Fortpflanzung beeintrÀchtigt. Zu einer möglichen Beeinflussung der Fortpflanzung beim Menschen liegen keine Daten vor.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen
Über die EinschrĂ€nkung der FĂ€higkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oderdas Bedienen von Maschinen liegen keine Hinweise vor.

TriamHEXAL 40 enthÀlt Benzylalkohol und Natrium
Benzylalkohol kann bei SĂ€uglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen.
TriamHEXAL 40 enthĂ€lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Dieses Arzneimittel wird bei Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal angewendet.
Kristallsuspension vor Gebrauch gut schĂŒtteln!

TriamHEXAL 40 Kristallsuspension ist zur intramuskulÀren, intraartikulÀren, intrafokalen und sublÀsionalen Anwendung geeignet. Einzelheiten siehe Dosierung.

Dosierung und Art der Anwendung

1. Allgemeinbehandlung (intramuskulÀr)
Die Dosierung von Kortikoiden muss stets individuell und nach dem Krankheitsbild und Ansprechen auf die Therapie vorgenommen werden.

Zur Allgemeinbehandlung wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ĂŒber 16 Jahre (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Anwendung von TriamHEXAL 40 beachten?“) 1 ml TriamHEXAL 40 (= 40 mg Triamcinolonacetonid) grundsĂ€tzlich langsam und tief intraglutĂ€al (nicht intravenös und nicht subkutan) injiziert. Bei schweren Erkrankungen können Dosierungen bis zu 80 mg Triamcinolonacetonid erforderlich sein. Mit der tief intraglutĂ€alen Anwendung kann die sonst mögliche Entstehung von Gewebeschwund weitestgehend vermieden werden. Nach der Injektion sollte ein steriler Tupfer 1-2 Minuten fest auf die Injektionsstelle gepresst werden, um das RĂŒcklaufen der Suspension in den Stichkanal zu vermeiden.
Zur Behandlung des Heufiebers und anderer saisonaler allergischer Erkrankungen genĂŒgt im Allgemeinen pro Jahr 1 Ampulle TriamHEXAL 40 (= 40 mg Triamcinolonacetonid) wĂ€hrend des Pollenflugs.

Sind mehrere Injektionen erforderlich, sollte ein Injektionsintervall von mindestens 4 Wochen eingehalten werden.

2. Lokale Behandlung
a) Bei der intraartikulĂ€ren Anwendung ist die Dosierung abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe des Gelenks und von der Schwere der Symptome. Im Allgemeinen genĂŒgen bei Erwachsenen und Kindern ĂŒber 12 Jahre (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Anwendung von TriamHEXAL 40 beachten?“) zur Besserung der Beschwerden fĂŒr:

Kleine Gelenke: (z. B. Finger, Zehen) bis 10 mg Triamcinolonacetonid
Mittelgroße Gelenke:
(z. B. Schulter, Ellenbogen)
20 mg Triamcinolonacetonid
Große Gelenke: (z. B. HĂŒfte, Knie) 20-40 mg Triamcinolonacetonid



Bei Beteiligung mehrerer Gelenke können Gesamtmengen bis zu 80 mg verabreicht werden. FĂŒr den unteren Dosisbereich wird das schwĂ€cher konzentrierte TriamHEXAL 10* empfohlen.

Bei ErgĂŒssen wird zunĂ€chst abpunktiert, um schnellere Schmerzfreiheit zu erreichen und das Kortikoid nicht unnötig zu verdĂŒnnen. Es muss so injiziert werden, dass Depots im subkutanen Fettgewebe vermieden werden. Bei der Injektion ist auf strengste Asepsis zu achten. Bei der intraartikulĂ€ren Anwendung wird die Haut wie zur Operation vorbereitet. Die unbeabsichtigte Injektion in periartikulĂ€re Weichteile lĂ€sst den Effekt der intraartikulĂ€ren Applikation vermissen; sie wirkt Ă€hnlich wie eine intramuskulĂ€re Injektion.

Bei wiederholter Anwendung sollte ein Injektionsintervall von 3-4 Wochen eingehalten werden.

b) Zur intrafokalen Behandlung von SchleimbeutelentzĂŒndung erhalten Erwachsene und Kinder ĂŒber 12 Jahre (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Anwendung von TriamHEXAL 40 beachten?“) je nach GrĂ¶ĂŸe und Lokalisation des zu behandelnden Gebietes bis 10 mg Triamcinolonacetonid fĂŒr kleinere und 10-40 mg Triamcinolonacetonid fĂŒr grĂ¶ĂŸere Gebiete. FĂŒr den unteren Dosisbereich wird das schwĂ€cher konzentrierte TriamHEXAL 10* empfohlen.

TriamHEXAL 40 wird fĂ€cherförmig in das Gebiet der grĂ¶ĂŸten Schmerzhaftigkeit verteilt. GrĂ¶ĂŸere Depots sind zu vermeiden.
Zur intrafokalen wirbelsĂ€ulennahen Behandlung von RĂŒckenschmerzen, die durch eine EntzĂŒndung des die Nerven und kleinen Wirbelgelenke umgebenden Bindegewebes oder einer Reizung der Nervenwurzeln bedingt sind, erfolgt nach PrĂŒfung auf korrekte Lage der KanĂŒle die Injektion der TriamHEXAL 40 Kristallsuspension.
Die Dosierung und die Anzahl der Injektionen ist abhĂ€ngig von der Art der Verabreichung (je prĂ€ziser an den EntzĂŒndungs-Reizungs-Herd gespritzt wird, desto niedriger kann die Dosierung gewĂ€hlt werden), der Krankengeschichte des Patienten (so benötigen z. B. operierte Patienten mit Narben in der WirbelsĂ€ule oft höhere Dosen des PrĂ€parates bzw. eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von Injektionen) und von der AusprĂ€gung des Schmerzes.

In der Regel ist die Verabreichung von 1 ml Kristallsuspension (40 mg Triamcinolonacetonid) pro Injektion ausreichend, welche bis zum Abklingen der Beschwerden 3-mal in 4-21-tĂ€gigen AbstĂ€nden wiederholt werden kann. Ein Maximum von insgesamt 8 Injektionen sollte nicht ĂŒberschritten werden, wobei der Zeitraum zwischen den Injektionen mit zunehmender Anzahl an Verabreichungen auf bis zu 3 Wochen vergrĂ¶ĂŸert werden sollte.

Ist nach der 3. Injektion keine Besserung der Beschwerden zu beobachten, so ist die
Behandlung abzubrechen.

Hinweis:
Zur intrafokalen Behandlung von Sehnen- und SehnenscheidenentzĂŒndungen und Tennisellenbogen wird TriamHEXAL 10* empfohlen (Einzelheiten siehe Gebrauchsinformation TriamHEXAL 10*).

c) Bei der sublĂ€sionalen Unterspritzung dermatologischer Herde wird 1 ml TriamHEXAL 40 mit einer Spritze aufgezogen. Die Herde werden ganz flach zwischen Cutis und Subcutis unterspritzt. Als Richtdosis wird 1 mg Triamcinolonacetonid pro cmÂČ HautlĂ€sion empfohlen. Bei Behandlung mehrerer Herde in einer Sitzung soll die Tagesdosis bei Erwachsenen 30 mg, bei Kindern 10 mg Triamcinolonacetonid (siehe Abschnitt 2 Was sollten Sie vor der Anwendung von TriamHEXAL 40 beachten?) nicht ĂŒbersteigen. Bei Keloiden muss TriamHEXAL 40 direkt in das Narbengewebe - nicht subkutan - gespritzt werden.
Die Therapie kleiner Gelenke sollte wegen der geringeren Gewebereizung vorrangig mit wÀssrigen Lösungen oder mikrokristallinen Suspensionen erfolgen.

Dauer der Anwendung
Zur Behandlung des Heufiebers und anderer saisonaler allergischer Erkrankungen genĂŒgt im Allgemeinen die intramuskulĂ€re Applikation von 1 Ampulle TriamHEXAL 40 (= 40 mg Triamcinolonacetonid) pro Jahr wĂ€hrend des Pollenflugs. Sind mehrere Injektionen erforderlich, sollte ein Injektionsintervall von mindestens 4 Wochen eingehalten werden.

IntraartikulĂ€re Injektionen sind wie offene Gelenkeingriffe zu betrachten und nur unter streng aseptischen Bedingungen durchzufĂŒhren. In der Regel reicht eine einmalige intraartikulĂ€re Injektion von TriamHEXAL 40 fĂŒr eine erfolgreiche Symptomlinderung aus. Wird eine erneute Injektion als notwendig erachtet, sollte dies frĂŒhestens nach 3-4 Wochen erfolgen, die Anzahl der Injektionen pro Gelenk ist auf 3-4 pro Jahr zu beschrĂ€nken. Insbesondere nach wiederholter Injektion ist eine Ă€rztliche Kontrolle des zu behandelnden Gelenks angezeigt.

Infiltration: TriamHEXAL 40 wird in den Bereich des stÀrksten Schmerzes bzw. der SehnenansÀtze infiltriert. Vorsicht, keine intratendinöse Injektion! Injektionen in kurzen AbstÀnden sind zu vermeiden, streng aseptische Kautelen beachten.

Wenn eine grĂ¶ĂŸere Menge TriamHEXAL 40 angewendet wurde als nötig
In AbhĂ€ngigkeit von der Dauer der Anwendung einer zu hohen Dosis sind die verschiedenen im Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ beschriebenen Symptome möglich. Bei Nebenwirkungen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Wenn die Anwendung von TriamHEXAL 40 abgebrochen wird
Bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch der Langzeitgabe ist an folgende Risiken zu denken: Exazerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit, akute NNR-Insuffizienz (insbesondere in Stresssituationen, z. B. wÀhrend Infektionen, nach UnfÀllen, bei verstÀrkter körperlicher Belastung), Kortison-Entzugssyndrom.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann TriamHEXALÂź 40 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
sehr hÀufig: mehr als 1 Behandelter von 10
hÀufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Wenn Sie ein der folgenden Nebenwirkungen bemerken, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Es wurden ĂŒber schwerwiegende FĂ€lle anaphylaktischer Reaktionen, insbesondere bei Allergien gegen Arzneistoffe in der Vergangenheit (z. B. schwerwiegende allergische Reaktionen), und anaphylaktischen Schocks einschließlich Todesfolge berichtet. Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, suchen Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt auf:

  • Schwellung des Gesichts, der Lippen oder im Hals, Angioödem
  • Schwierigkeiten beim Atmen, kardiovaskulĂ€re Reaktionen
  • Juckreiz, Nesselausschlag, Hautausschlag oder Rötung, Nesselsucht

Diese können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein.

Mögliche Nebenwirkungen
Die Gefahr unerwĂŒnschter Wirkungen bei kurzfristiger Anwendung ist gering, eine Ausnahme stellt die parenterale hochdosierte Therapie dar, bei der auch bei kurzfristiger Gabe mit der klinischen Manifestation von Infektionen gerechnet werden muss. Bei lĂ€ngerer Anwendung sind unerwĂŒnschte Wirkungen in unterschiedlicher AusprĂ€gung regelmĂ€ĂŸig zu erwarten.

Auch bei lokaler Anwendung von Triamcinolonacetonid können die folgenden systemischen
Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden:
Endokrine Erkrankungen:Die grĂ¶ĂŸten Risiken der Langzeittherapie sind die adrenale Suppression und die Induktion einer Cushing-Ă€hnlichen Symptomatik (Vollmondgesicht, Stammfettsucht). Weiterhin können auftreten: Wachstumsverzögerungen bei Kindern

Stoffwechsel- und ErnÀhrungsstörungen
verminderte Glucosetoleranz, Zuckerkrankheit, Natriumretention mit Ödembildung, vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Rhythmusstörungen!)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Hautstreifen (Striae rubrae), DĂŒnnerwerden der Haut (Atrophie), Erweiterung kleiner HautgefĂ€ĂŸe (Teleangiektasien), HautblĂ€schen (Miliaria), vermehrte Behaarung (Hypertrichose), HaarbalgentzĂŒndung (Follikulitis), Pigmentverschiebung, verstĂ€rktes Schwitzen, Haut- oder Schleimhautblutungen (Petechien, Ekchymosen), Steroidakne, verzögerte Wundheilung, HautentzĂŒndung um den Mund (periorale Dermatitis), gelegentlich Überempfindlichkeitsreaktionen(z. B. Exanthem)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Muskelatrophie, Osteoporose (auch kurze Anwendung niedriger Dosen kann Knochenverlust bewirken), aseptische Knochennekrosen (Kopf des Oberarm- und Oberschenkelknochens), Sehnenrisse

Psychiatrische Erkrankungen
Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebs- und Appetitsteigerung

Erkrankungen des Nervensystems
Pseudotumor cerebri, Manifestation einer latenten Epilepsie, Neuritis, ParÀsthesien
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Magen-Darm-GeschwĂŒre, Magen-Darm-Blutungen, BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung, abdominelles SpannungsgefĂŒhl

GefĂ€ĂŸerkrankungen
Hypertonie, Synkope, nekrotisierende Angiitis, Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, GefĂ€ĂŸentzĂŒndungen (Vaskulitis; auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie)

Herzerkrankungen
HerzleistungsschwÀche, Herzrhythmusstörungen,
Erkrankungen des Blut und des Lymphsystems
mĂ€ĂŸige Leukozytose, Lymphopenie, Eosinopenie, Polyglobulie, SchwĂ€chung der Immunabwehr, Maskierung von Infektionen

Augenerkrankungen
Grauer Star (Katarakt), GrĂŒner Star (Glaukom), Exophthalmus, Hornhautperforation, verschwommenes Sehen. Blindheit wurde im Zusammenhang mit der sublĂ€sionalen Injektion im Bereich der Augen berichtet.
Unter systemischer Kortikoid-Behandlung wird ĂŒber ein erhöhtes Risiko einer FlĂŒssigkeitsansammlung unter der Netzhaut mit Gefahr einer Netzhautablösung (zentrale seröse Chorioretinopathie) berichtet.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrĂŒse
Störungen der Sexualhormonsekretion [Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö), menstruelle UnregelmĂ€ĂŸigkeiten, vermehrte Behaarung, (Hirsutismus), Impotenz], postmenopausale vaginale Blutungen,

Allgemeine Beschwerden
Kopfschmerzen, Schwindel. Gelegentlich können, unabhĂ€ngig von Art und HĂ€ufigkeit der Anwendung, Überempfindlichkeitsreaktionen (auch anaphylaktische Reaktionen) wie Rötung, BlĂ€schenbildung auf der Haut, Herz-Kreislauf-Reaktionen auftreten.

Beschwerden am Verabreichungsort

IntraartikulÀre Anwendung
Lokale Reizungen und UnvertrĂ€glichkeitserscheinungen sind möglich (HitzegefĂŒhl, lĂ€nger anhaltende Schmerzen). Die Entwicklung einer Hautatrophie und einer Atrophie des Unterhautgewebes an der Injektionsstelle kann nicht ausgeschlossen werden, wenn Glukokortikoide nicht sorgfĂ€ltig in die Gelenkhöhle injiziert werden. Verbunden mit der Applikationstechnik kann es zu Verletzungen von GefĂ€ĂŸen oder Nerven sowie periartikulĂ€rer und artikulĂ€rer Strukturen kommen. Bei jeder Gelenkpunktion ist die Einschleppung von Keimen (Infektion) möglich, die aber keine Allgemeinsymptome macht und in wenigen Tagen wieder abklingt. Die Gelenkinfektion muss von einer Kristallsynovitis unterschieden werden (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Das Auftreten einer Kristallsynovitis hĂ€ngt u. a. von der KristallgrĂ¶ĂŸe des PrĂ€parates ab.

Infiltrative Anwendung
Lokale Reizungen und systemische UnvertrĂ€glichkeitserscheinungen sind möglich (HitzegefĂŒhl, lĂ€nger anhaltende Schmerzen). Die Entwicklung einer Hautatrophie und/oder einer Atrophie des Unterhautgewebes mit Depigmentierung und Lanugoverlust an der Injektionsstelle kann nicht ausgeschlossen werden. In sehr seltenen FĂ€llen kann es zu SehnenschĂ€den und/oder einer spĂ€teren Sehnenruptur kommen. Verbunden mit der Applikationstechnik kann auch eine Keimverschleppung (Infektion) sowie die Verletzung von GefĂ€ĂŸen oder Nerven nicht ausgeschlossen werden.

Intrafokale wirbelsÀulennahe Anwendung
Lokale Reizungen und UnvertrĂ€glichkeitserscheinungen sind möglich (HitzegefĂŒhl, Hautirritationen, lĂ€nger anhaltende Schmerzen). Die Entwicklung eines Gewebeschwundes der Haut und Unterhaut an der Injektionsstelle kann nicht ausgeschlossen werden. Verbunden mit der Applikationstechnik kann es zu Verletzungen von GefĂ€ĂŸen oder Nerven sowie
wirbelsÀulennahen Strukturen kommen. Bei jeder Punktion ist die Einschleppung von Keimen (Infektion) möglich. Weiterhin können auch sÀmtliche Nebenwirkungen auftreten, die bei einer Verabreichung, bei der sich der Wirkstoff im gesamten Organismus verteilt, beobachtet werden.

Andere mögliche Nebenwirkungen
Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen durch Benzylalkohol auftreten.

Besondere Hinweise
Möglicherweise auftretende Nebenwirkungen mĂŒssen symptomatisch behandelt werden. Zur Vermeidung eines Magen-Darm-GeschwĂŒrs kann ein geeignetes Medikament, z. B. ein Antazidum, erforderlich sein.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das
Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.
Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.
Nicht im KĂŒhlschrank lagern oder einfrieren.
Aufrecht stehend lagern!

Nach Anbruch sofort verwenden.

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Weitere Informationen

Was TriamHEXAL 40 enthÀlt
Der Wirkstoff ist Triamcinolonacetonid.
1 Ampulle mit 1 ml Injektionssuspension enthÀlt 40 mg Triamcinolonacetonid.
Die sonstigen Bestandteile sind: Benzylalkohol, Macrogol 4000, Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Natriumhydrogencarbonat, Polysorbat 80, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.
EnthÀlt 8 mg Benzylalkohol pro 1 ml.

Wie TriamHEXAL 40 aussieht und Inhalt der Packung
TriamHEXAL 40 ist in Packungen mit 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Ampullen mit je 1 ml Injektionssuspension erhÀltlich.
Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer
Hexal AG
Industriestraße 25
83607 Holzkirchen
Telefon: (08024) 908-0
Telefax: (08024) 908-1290
E-Mail: service@hexal.com
Hersteller Salutas Pharma GmbH Otto-von-Guericke-Allee 1 39179 Barleben
oder
Sandoz GmbH
Biochemiestraße 10
6250 Kundl
Österreich
oder
EVER Pharma Jena GmbH Otto-Schott-Straße 15 07745 Jena

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Februar 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 01.03.2023

Quelle: Triamhexal 40 - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Triamcinolon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
BetÀubungsmittel Nein
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

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