Escitalobene 5 mg Filmtabletten

Abbildung Escitalobene 5 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Escitalopram
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ratiopharm
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N06AB10
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Zulassungsinhaber

ratiopharm

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Escitalopram gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die selektive Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer (SSRIs) genannt werden. Diese Arzneimittel wirken auf das Serotonin-System im Gehirn, indem sie den Serotonin-Spiegel erhöhen. Störungen im Serotonin-System werden als ein wichtiger Faktor bei der Entstehung einer Depression und damit verbundenen Erkrankungen angesehen.

Escitalobene enthält Escitalopram und wird zur Behandlung von Depressionen (Episoden einer Major Depression) und Angststörungen (wie Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, die die Angst davor ist, sich an Orten aufzuhalten wo vielleicht keine Hilfe vorhanden ist; sozialer Angststörung und Zwangsstörung) verwendet.

Es kann einige Wochen dauern, bevor Sie beginnen sich besser zu f√ľhlen. F√ľhren Sie die Behandlung mit Escitalobene weiter fort, auch wenn es einige Zeit dauert, bis Sie eine Verbesserung Ihres Krankheitszustandes feststellen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich besser f√ľhlen oder wenn Sie sich schlechter f√ľhlen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Escitalobene darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Escitalopram oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zur Gruppe der so genannten MAO-Hemmer geh√∂ren, einschlie√ülich Selegilin (zur Behandlung der Parkinson‚Äôschen Erkrankung), Moclobemid (zur Behandlung von Depression) und Linezolid (ein Antibiotikum).
  • Wenn Sie eine angeborene Herzrhythmusst√∂rung haben oder schon einmal an einer Herzrhythmusst√∂rung gelitten haben (ersichtlich im EKG, einer Untersuchung zur Herzfunktion).
  • Wenn Sie Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen einnehmen oder solche, die einen Einfluss auf den Herzrhythmus haben k√∂nnen. (Siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄěEinnahme von Escitalobene zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Escitalobene einnehmen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an anderen Beschwerden oder Erkrankungen leiden, da Ihr Arzt diese gegebenenfalls ber√ľcksichtigen wird. Im Besonderen informieren Sie Ihren Arzt,

  • wenn Sie an Epilepsie leiden. Die Behandlung mit Escitalobene sollte abgebrochen werden, wenn Kr√§mpfe zum ersten Mal auftreten oder wenn die H√§ufigkeit der Krampfanf√§lle zunimmt (siehe auch Abschnitt 4 ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • wenn Sie an einer Beeintr√§chtigung der Leber- oder Nierenfunktion leiden. Ihr Arzt wird dann eventuell Ihre Dosis anpassen.
  • wenn Sie an Diabetes leiden. Die Behandlung mit Escitalobene kann Ihre Blutzuckerwerte ver√§ndern. Es ist m√∂glich, dass die Insulindosis bzw. die Dosis oraler Antidiabetika angepasst werden muss.
  • wenn Sie einen erniedrigten Natrium-Blutspiegel haben.
  • wenn bei Ihnen eine verst√§rkte Neigung zu Blutungen oder Bluterg√ľssen besteht.
  • wenn Sie sich einer Elektrokrampftheraphie unterziehen.
  • wenn Sie an einer koronaren Herzerkrankung leiden.
  • Wenn Sie derzeit oder fr√ľher Herzprobleme oder erst k√ľrzlich einen Herzanfall hatten.
  • Wenn Sie einen niedrigen Ruhepuls haben und/oder vermuten, dass Sie einen Salzmangel haben entweder aufgrund eines l√§nger anhaltenden und schweren Durchfalls oder aufgrund von Erbrechen oder weil Sie Diuretika (Wasser treibende Tabletten) nehmen.
  • Wenn Sie einen schnellen oder unregelm√§√üigen Puls haben, an Ohnmacht, Kollaps oder Schwindel beim Aufstehen leiden, was auf eine abnormale Herzfrequenz hindeuten kann.
  • wenn Sie Probleme mit den Augen haben oder davor gehabt haben, wie eine bestimmte Form des Glaukoms (erh√∂hter Augeninnendruck).

Bitte beachten Sie

Einige Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung k√∂nnen in eine manische Phase gelangen. Dies ist gekennzeichnet durch ungew√∂hnliche und sich rasch √§ndernde Ideen, √ľbertriebene Fr√∂hlichkeit und exzessive k√∂rperliche Aktivit√§t. In solchen F√§llen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Anzeichen wie Ruhelosigkeit oder Schwierigkeiten, ruhig zu sitzen oder zu stehen können ebenfalls während der ersten Wochen der Behandlung auftreten. Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie solche Anzeichen bemerken.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken) und Verschlechterung der Depression oder Angststörung

Wenn Sie an Depressionen und/oder an Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, kommen. Dies kann verstärkt auftreten, wenn Sie mit einer Antidepressiva-Therapie beginnen, da diese Arzneimittel erst nach einer gewissen Zeit wirken. Normalerweise wird die Wirkung erst nach zwei Wochen bemerkbar, manchmal dauert dies jedoch länger.

Möglicherweise können Sie verstärkt diese Gedanken entwickeln,

  • wenn Sie schon einmal daran gedacht haben, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Informationen von klinischen Studien haben ein erh√∂htes Risiko von suizidalen Verhalten bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, die j√ľnger als 25 Jahre sind und eine Therapie mit Antidepressiva erhalten, gezeigt.

Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken, kontaktieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder suchen Sie das n√§chste Krankenhaus auf.

Es k√∂nnte f√ľr Sie hilfreich sein, einem Angeh√∂rigen oder engen Freund zu erz√§hlen, dass Sie depressiv sind oder eine Angstst√∂rung haben. Bitten Sie diese Vertrauensperson, diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie k√∂nnten diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuteilen, ob sie denkt, dass sich Ihre Depression oder Angstst√∂rung verschlechtert hat, oder ob sie √ľber √Ąnderungen in Ihrem Verhalten besorgt ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Escitalobene sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erh√∂htes Risiko f√ľr Nebenwirkungen, wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivit√§t, oppositionelles Verhalten und Wut), aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Escitalobene verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestm√∂glichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Escitalobene verschrieben hat, und Sie dar√ľber sprechen m√∂chten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Escitalobene einnimmt, eines der oben aufgef√ľhrten Anzeichen auftritt oder sich verschlimmert. Dar√ľber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Escitalobene in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Einnahme von Escitalobene zusammen mit anderen Arzneimitteln

Nehmen Sie Escitalobene nicht, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen oder solche Arzneimittel einnehmen, die den Herzrhythmus beeinflussen k√∂nnen, wie z. B. Klasse IA oder Klasse III Antiarrhythmika, Antipsychotika (z. B: Phenothiazin-Derivate, Pimozid, Haloperidol), trizyklische Antidepressiva, bestimmte Antibiotika (z. B. Sparfloxacin, Moxifloxacin, Erythromycin IV, Pentamidin, Antimalaria-Mittel ‚Äď im speziellen Halofantrin), bestimme Antihistaminika (z.B. Astemizol, Mizolastin). Wenn Sie diesbez√ľglich Fragen haben, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt dar√ľber.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

  • ‚ÄěNicht selektive Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)‚Äú, die Phenelzin, Iproniazid, Isocarboxazid, Nialamid und Tranylcypromin als Wirkstoffe enthalten. Wenn Sie eines dieser Arzneimittel eingenommen haben, m√ľssen Sie 14 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme von Escitalobene beginnen. Nach der Beendigung einer Therapie mit Escitalobene d√ľrfen Sie erst nach 7 Tagen diese Arzneimittel einnehmen.
  • ‚ÄěReversible, selektive MAO-A-Hemmer‚Äú, die Moclobemid enthalten (werden zur Behandlung von Depressionen angewendet).
  • ‚ÄěIrreversible MAO-B-Hemmer‚Äú, die Selegilin enthalten (werden zur Behandlung der Parkinson- Krankheit angewendet). Diese erh√∂hen das Risiko von Nebenwirkungen.
  • Das Antibiotikum Linezolid.
  • Lithium (wird zur Behandlung von manisch-depressiven St√∂rungen verwendet) und Tryptophan.
  • Imipramin und Desipramin (beides Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen).
  • Sumatriptan und √§hnliche Arzneimittel (Arzneimittel zur Migr√§nebehandlung) sowie Tramadol (ein starkes Schmerzmittel). Diese erh√∂hen das Risiko von Nebenwirkungen.
  • Cimetidin, Lansoprazol und Omeprazol (werden zur Behandlung von Magengeschw√ľren angewendet), Fluvoxamin (ein Antidepressivum) und Ticlopidin (wird verwendet, um das Risiko eines Schlaganfalls zu reduzieren). Diese k√∂nnen zu einer Erh√∂hung des Blutspiegels von Escitalobene f√ľhren.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum) - eine Heilpflanze, die bei Depressionen verwendet wird.
  • Acetylsalicyls√§ure und nicht-steroidale Antirheumatika (Arzneimittel zur Schmerzlinderung oder zur Blutverd√ľnnung, so genannte Antikoagulanzien). Diese k√∂nnen die Blutungsneigung erh√∂hen.
  • Warfarin, Dipyridamol und Phenprocoumon (Arzneimittel, die zur Blutverd√ľnnung eingesetzt werden, so genannte Antikoagulanzien). Ihr Arzt wird wahrscheinlich die Gerinnungszeit Ihres Blutes √ľberpr√ľfen, wenn Sie eine Behandlung mit Escitalobene beginnen und wenn Sie sie beenden, um die Dosierung der gerinnungshemmenden Arzneimittel zu kontrollieren.
  • Mefloquin (ein Malaria-Mittel), Bupropion (zur Behandlung von Depressionen) und Tramadol (ein starkes Schmerzmittel) aufgrund des m√∂glichen Risikos, die Krampfschwelle zu senken.
  • Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von Schizophrenie, Psychosen) und Antidepressiva (Trizyklische Antidepressiva und SSRIs) aufgrund des m√∂glichen Risikos, die Krampfschwelle zu senken.
  • Flecainid, Propafenon und Metoprolol (wird bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt) sowie Desipramin, Clomipramin und Nortriptylin (Antidepressiva), au√üerdem Risperidon, Thioridazin und Haloperidol (Antipsychotika). Die Dosierung von Escitalobene muss dann m√∂glicherweise angepasst werden.
  • Arzneimittel, die den Blutspiegel von Kalium oder Magnesium erniedrigen, da diese Bedingungen das Risiko f√ľr lebensbedrohliche Herzrhythmusst√∂rungen erh√∂hen.

Einnahme von Escitalobene zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Escitalobene kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWie ist Escitalobene einzunehmen?‚Äú).

Wie bei vielen Arzneimitteln wird die Einnahme von Escitalobene zusammen mit Alkohol nicht empfohlen, es wird jedoch angenommen, dass Escitalobene keine Wechselwirkung mit Alkohol hat.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

Sie d√ľrfen Escitalobene nicht einnehmen, es sei denn, Sie haben Nutzen und Risiken mit Ihrem Arzt besprochen.

Wenn Sie Escitalobene während der letzten drei Monate Ihrer Schwangerschaft einnehmen, dann sollten Sie wissen, dass Ihr Neugeborenes folgende Anzeichen zeigen könnte: Probleme bei der Atmung, bläuliche Haut, Krampfanfälle, Schwankungen der Körpertemperatur, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Erbrechen, niedriger Blutzuckerspiegel, steife oder schwache Muskeln, impulsive Reflexe, Zittern, Überspanntheit, Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendes Weinen, Schläfrigkeit und Schlafschwierigkeiten. Wenn Ihr Neugeborenes eines dieser Anzeichen zeigt, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt wissen, dass Sie Escitalobene einnehmen. W√§hrend der Schwangerschaft, besonders w√§hrend der letzten drei Monate der Schwangerschaft, kann die Einnahme von Escitalobene das Risiko einer schwerwiegenden Komplikation, der sogenannten persistierenden pulmonalen Hypertonie des Neugeborenen, bei S√§uglingen erh√∂hen. Diese Komplikation f√ľhrt zu einer beschleunigten Atmung und das Kind kann bl√§ulich aussehen. Diese Beschwerden beginnen normalerweise w√§hrend der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Wenn Sie bei Ihrem Kind derartiges beobachten, sollen Sie sofort Ihre Hebamme oder Ihren Arzt kontaktieren.

Wenn Sie Escitalobene während der Schwangerschaft einnehmen, sollten Sie die Behandlung nicht plötzlich abbrechen.

Es ist damit zu rechnen, dass Escitalobene in die Muttermilch ausgeschieden wird.

In Tierstudien hat sich gezeigt, dass Citalopram, ein Arzneimittel, das Escitalopram ähnlich ist, die Qualität der Spermien beeinträchtigt. Das könnte theoretisch einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Bis jetzt wurden aber keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Menschen beobachtet.

Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und die Verkehrs- t√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Es ist ratsam, kein Fahrzeug zu lenken und keine Maschinen zu bedienen, bis Sie wissen, wie Sie auf Escitalobene reagieren.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

Depression

Die im Allgemeinen empfohlene Dosis Escitalobene beträgt 10 mg, einzunehmen einmal täglich. Diese kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.

Panikstörung

Die Anfangsdosis von Escitalobene beträgt 5 mg in der ersten Behandlungswoche, bevor sie auf 10 mg erhöht werden kann, einzunehmen einmal täglich. Diese kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich weiter erhöht werden.

Soziale Angststörung

Die im Allgemeinen empfohlene Dosis Escitalobene beträgt 10 mg, einzunehmen einmal täglich. Ihr Arzt kann diese entweder auf 5 mg pro Tag senken oder sie auf maximal 20 mg pro Tag erhöhen, je nachdem, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen.

Zwangsstörung

Die im Allgemeinen empfohlene Dosis von Escitalobene beträgt 10 mg, einzunehmen einmal täglich. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.

√Ąltere Patienten (√ľber 65 Jahre)

Die empfohlene Anfangsdosis von Escitalobene ist 5 mg und wird einmal am Tag eingenommen. Ihr Arzt kann diese Dosis auf 10 mg pro Tag erhöhen.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre)

Escitalobene sollte Kindern und Jugendlichen nicht verordnet werden. Weitere Informationen siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWas m√ľssen Sie vor der Einnahme von Escitalobene beachten?‚Äú

Sie können Escitalobene unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Schlucken Sie die Tabletten mit ausreichend Wasser. Kauen Sie sie nicht, da sie bitter schmecken.

Falls n√∂tig, k√∂nnen die Tabletten (jedoch nur 10, 15 und 20 mg Tabletten) geteilt werden indem man zuerst die Tablette mit Bruchkerbe nach oben auf eine flache Unterlage legt und dann jeweils die beiden Enden mit den Zeigefingern herunterdr√ľckt.

Dauer der Behandlung

Es kann einige Wochen dauern, bevor Sie beginnen, sich besser zu f√ľhlen. F√ľhren Sie die Behandlung weiter fort, auch wenn es einige Zeit dauert, bis Sie eine Verbesserung Ihres Krankheitszustandes feststellen.

Ver√§ndern Sie nicht die Dosierung Ihres Arzneimittels, ohne vorher dar√ľber mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Setzen sie die Behandlung solange fort, wie Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt. Wenn Sie die Therapie zu fr√ľh abbrechen, k√∂nnen Ihre Krankheitszeichen wiederkehren. Es wird empfohlen, dass die Behandlung noch mindestens 6 Monate fortgef√ľhrt werden sollte, nachdem Sie sich wieder gut f√ľhlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Escitalobene eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge als die verschriebene Dosis eingenommen haben, verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf. Tun Sie dies auch dann, wenn Sie keine Beschwerden haben.

Anzeichen einer Überdosierung können Schwindel, Zittern, Unruhe, Krämpfe, Koma, Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmus-Veränderungen, erniedrigter Blutdruck und Veränderungen im Elektrolythaushalt des Körpers sein. Nehmen Sie die Escitalobene-Packung zum Arzt oder ins Krankenhaus mit.

Wenn Sie die Einnahme von Escitalobene vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um die vergessene Dosis auszugleichen. Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, und Sie dies bemerken, bevor Sie zu Bett gehen, nehmen Sie die Dosis sofort ein. F√ľhren Sie am n√§chsten Tag die Einnahme wie gewohnt fort. Sollten Sie erst w√§hrend der Nacht oder am n√§chsten Tag bemerken, dass Sie die Einnahme vergessen haben, lassen Sie die fehlende Einnahme aus und nehmen Sie Escitalobene wie gewohnt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Escitalobene abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Escitalobene nicht bevor Ihr Arzt Ihnen dies empfiehlt. Wenn Sie Ihre Therapie beendet haben, ist es im Allgemeinen ratsam, dass die Dosierung von Escitalobene schrittweise √ľber einige Wochen reduziert wird.

Wenn Sie die Einnahme von Escitalobene abbrechen, vor allem, wenn dies abrupt geschieht, werden Sie m√∂glicherweise Absetzsymptome bemerken. Diese treten h√§ufig auf, wenn die Behandlung mit Escitalobene abgebrochen wird. Das Risiko daf√ľr ist h√∂her, wenn Escitalobene √ľber einen l√§ngeren Zeitraum oder in hohen Dosen eingenommen wurde oder wenn die Dosis zu schnell reduziert wird. Bei den meisten Patienten sind die Beschwerden leicht und klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab. Bei einigen Patienten k√∂nnen sie jedoch auch mit st√§rkerer Intensit√§t oder √ľber einen l√§ngeren Zeitraum auftreten (2 bis 3 Monate oder l√§nger). Wenn Sie schwerwiegende Absetzsymptome nach Beendigung der Escitalobene-Einnahme bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Er wird Sie vielleicht bitten, die Tabletten erneut wieder einzunehmen, um die Dosis dann langsamer zu verringern.

Absetzsymptome k√∂nnen sein: Schwindelgef√ľhl (Gleichgewichtsst√∂rungen), Empfindungen wie ‚ÄěNadelstiche‚Äú, brennende Empfindungen und (weniger h√§ufig) Stromschlag-√§hnliche Empfindungen auch im Kopf, Schlafst√∂rungen (lebhafte Tr√§ume, Alptr√§ume, Unf√§higkeit zu Schlafen), Angstgef√ľhle, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Schwitzen (einschlie√ülich Nachtschwei√ü), Gef√ľhl der Ruhelosigkeit oder Unruhe, Tremor (Zittern), Gef√ľhl der Verwirrtheit oder Desorientierung, aufgew√ľhltes oder gereiztes Gef√ľhl, Durchfall, (weicher Stuhl), Sehst√∂rungen, unruhiger oder pochender Herzschlag (Herzklopfen).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die Nebenwirkungen klingen gew√∂hnlich nach wenigen Behandlungswochen ab. Sie sollten auch wissen, dass viele Erscheinungen auch Anzeichen Ihrer Erkrankung sein k√∂nnen und diese daher abklingen, wenn Sie beginnen, sich besser zu f√ľhlen.

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren oder gleich zum nächsten Krankenhaus gehen:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen):

‚ÄĘ Ungew√∂hnliche Blutungen, einschlie√ülich gastrointestinale Blutungen

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Patienten betreffen):

  • Schwellungen der Haut, der Zunge, der Lippen oder des Gesichts, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (allergische Reaktion)
  • Hohes Fieber, Unruhe, Verwirrtheit, Zittern oder pl√∂tzliche Muskelzuckungen k√∂nnen Anzeichen des seltenen, sogenannten ‚ÄěSerotonin-Syndroms‚Äú sein.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Urinieren)
  • Kr√§mpfe (Anf√§lle), siehe auch Abschnitt 2‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsmassnahmen‚Äú
  • Gelbliche Verf√§rbung der Haut und des wei√üen Bereiches der Augen sind Anzeichen einer Leberfunktionsst√∂rung/Hepatitis.
  • Schnelle unregelm√§√üige Herzschl√§ge, Ohnmachstanf√§lle, die Zeichen einer lebensbedrohlichen Erkrankung sein k√∂nnen, bekannt als Torsade de Pointes.
  • Gedanken sich selbst zu verletzen oder das Leben zu nehmen, siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú

Zusätzlich zu den oben genannten wurden folgende Nebenwirkungen berichtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Patienten betreffen):

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen):

  • Verstopfte oder laufende Nase (Sinusitis)
  • Verminderter oder gesteigerter Appetit
  • √Ąngstlichkeit, Ruhelosigkeit, abnormale Tr√§ume, Einschlafschwierigkeiten, Schl√§frigkeit, Schwindel, G√§hnen, Zittern, Kribbeln der Haut
  • Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Mundtrockenheit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Schmerzen in Muskeln und Gelenken (Arthralgie und Myalgie)
  • St√∂rungen der Sexualfunktion (verz√∂gerte Ejakulation, Erektionsst√∂rungen, Minderung des sexuellen Interesses, Orgasmusst√∂rungen bei Frauen)
  • M√ľdigkeit, Fieber
  • Gewichtszunahme

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen):

  • Nesselausschlag (Urtikaria), Ausschlag, Juckreiz (Pruritus)
  • Z√§hneknirschen, Unruhe, Nervosit√§t, Panikattacken, Verwirrtheit
  • Gest√∂rter Schlaf, Geschmacksst√∂rungen, Ohnmacht (Synkope)
  • Erweiterte Pupillen (Mydriasis), Sehst√∂rungen, Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
  • Haarausfall
  • verst√§rkte Menstruationsblutung
  • unregelm√§ssige Regelblutung
  • Gewichtsverlust
  • schneller Herzschlag
  • Schwellungen der Arme oder Beine
  • Nasenbluten

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Patienten betreffen):

  • Aggression, Gef√ľhl der Selbstentfremdung, Halluzination
  • langsamer Herzschlag

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • herabgesetzte Natriumkonzentration im Blut (Anzeichen sind Unwohlsein mit Muskelschw√§che oder Verwirrtheit)
  • Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen aufgrund eines niedrigen Blutdruckes (orthostatische Hypotonie)
  • abnormaler Leberfunktionstest (vermehrte Anzahl von Leberenzymen im Blut)
  • Bewegungsst√∂rungen (unwillk√ľrliche Muskelzuckungen)
  • schmerzhafte Erektionen (Priapismus)
  • Anzeichen von verst√§rkten Blutungen z.B. von Haut und Schleimhaut (Ecchymosis)
  • Pl√∂tzliche Schwellung der Haut oder Schleimhaut (Angi√∂dem)
  • vermehrtes Wasserlassen (inad√§quate ADH-Sekretion)
  • Absonderungen von Milch aus der Brust von M√§nnern und Frauen, die nicht stillen
  • Manie
  • Ein erh√∂htes Risiko f√ľr Knochenbr√ľche wurde bei Patienten beobachtet, die diese Art von Arzneimittel eingenommen haben.
  • √Ąnderung des Herzrhythmus (sogenannte ‚ÄěQT Intervall Verl√§ngerung‚Äú, kann am EKG beobachtet werden)

Daneben gibt es noch eine Reihe von Nebenwirkungen, die bei Arzneimitteln auftreten, die ähnlich wie Escitalopram (dem Wirkstoff von Escitalobene) wirken, dazu zählen:

  • Motorische Ruhelosigkeit (Akathisie)
  • Appetitlosigkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http//www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchdr√ľckpackung und der Faltschachtel nach ‚ÄěVerw.bis:‚Äú/‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Escitalobene 5 mg enthält

Der Wirkstoff ist Escitalopram.

Jede Filmtablette enthält 5 mg Escitalopram als Oxalatsalz.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose (E 460), Croscarmellose-Natrium (E 468), Hochdisperses wasserfreies Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (E 470b).

Tabletten√ľberzug: Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171), Macrogol 400.

Wie Escitalobene 5 mg aussieht und Inhalt der Packung

Escitalobene ist in den Stärken 5 mg, 10 mg, 15 mg und 20 mg erhältlich.

Escitalobene 5 mg Filmtabletten sind runde, weiße Filmtabletten.

Escitalobene ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90, 98, 100, 500 Tabletten (Blisterpackungen) 30x1, 49x1, 100x1 (Unit-Dose-Blisterpackungen)

HDPE-Flaschen mit 100 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

HBM Pharma

Sklabinsk√° 30

03680 Martin

Slowakei

Zulassungsnummer: 1-28618

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark:

Escitalopram ratiopharm

Portugal:

Escitalopram ratiopharm

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im J√§nner 2014.

Verf√ľgbare Packungsgr√∂√üen in √Ėsterreich

Escitalobene 5 mg Filmtabletten sind in Packungen mit 14 und 30 Filmtabletten erhältlich.

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Wirkstoff(e) Escitalopram
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ratiopharm
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N06AB10
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden